09 - Seite 725 bis Seite 814 (Kapitel "Revolution" bis einschl. Kapitel "Der Einbruch)

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  • Diesmal sind nur ein paar Jahre zwischen diesen beiden Abschnitten und wir dürfen erleben, wie die nächste Generation heranwächst. Auch wenn ich sehr traurig darüber war, dass Ewalt gestorben ist, fand ich es jetzt gut zu lesen, wie sein Sohn herangewachsen ist. Er hat studiert und will eine eigene Lock bauen. Diese Zeit ist wirklich sehr spannend. Hier kommt die Familie vom Waffen schmieden auf die Schienen. Natürlich ist die Konkurenz hat und will mit allen Mitteln dagegen halten. Dann kommt noch dazu, dass das Volk langsam unruhig wird. Der Kommunismus nimmt seinen Anfang. Mit Aron, dem Sohn von Jacob hat er einen intensiven Befürworter. Ich bin mal gespannt, wohin es noch mit unseren Protagonisten gehen wird.


    Ob Hedwig sich doch noch auf Jacob einlässt und die beiden ihren Lebensabend gemeinsam verbringen werden?


    Ewalt verliebt sich ausgerechnet in die Tochter seines wohl größten Gegners, aber sie erwiedert die Gefühle ja auch. Mal schauen ob aus den zweien etwas werden kann oder ob der Druck der Familien am Ende zu groß ist.


    Dann kommt es noch zu der Begegnung mit Olga von Billung. Sie hat sicher längst eingesehen, dass sie Fehler gemacht hat. Am Ende hat sie den Neffen ja verloren und siehe da, auch ohne Adelstitel und Vermögen ist aus ihm etwas geworden. Ich kann gut verstehen, dass er die Familie seines Vaters nun endlich auch kennen lernen möchte und vielleicht sind sie ja sogar eine Hilfe im Kampf gegen Fischer.


    Jetzt sind es nur noch wenige Seiten und dieser Streifzug durch die Geschichte ist beendet, sehr schade. Ich könnte ja noch ewig so weiter lesen. ;(

  • Jetzt kommen wir zum letzten Kapitel und damit zu einer Zeit, die mir wieder sehr gut gefällt. Der Industrialisierung. Eine sehr spannende Zeit voller Neuentdeckungen, aber auch einer Zeit voller sozialer Kälte und gesellschaftlicher Umbrüche.

    Schön finde ich, dass Hedwig ihre Begabungen nutzen konnte und mittlerweile im Unternehmen voll anerkannt ist. Wie so viele aus der Familie ist auch Ewalt junior eine intelligenter Mann mit dem Bedürfnis, alles, was er kann zu verbessern.

    Das Problem, dass die Qualität unter schneller und günstiger Produktion leidet, ist ja leider bis heute nicht gelöst, auch wenn es damals trotzdem nachhaltiger war. Diese Aufbruchsstimmung, ich würde fast schon Wirtschaftswunder sagen, war bestimmt toll, vor allem weil man ja ständig neue Sachen erfunden hat. Nicht nur eine Lok und entsprechende Maschinen, auch in der Medizin ging es ja vorwärts. Die Technik wurde ständig verbessert. Allerdings ist das soziale Umfeld der Arbeiter furchtbar, kein Wunder, dass die Arbeiter später auf die Barrikaden gingen.

    Mit Ewalts Familie dagegen hat sich Hedwig nicht mehr ausgesprochen. Allerdings treffen sich die alten Familienlinien wieder. Die Familie Fischer ist ja mit den Schmitts über tausend Ecken verwandt. Zumindest gehe ich davon aus, dass es die Nachkommen von Irmhild sind. Wie spannend! Schade, dass Arnulf keine Chronik begonnen hat. Sonst wäre es sicher eine spannende Geschichte geworden. Ewalt verliebt sich prompt auch in Gisela. Dummerweise ist die auch noch verlobt. Ich bin gespannt, ob sie sich im Gegensatz zu ihrer mittelalterlichen Namenschwester anständig verhält. Ihr Vater ist ja schon mal ein echtes Ekel.:spinnen:

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Dieser Abschnitt wird spannend. Wir haben jetzt alle Familien auf einen Haufen: die Schmitts, Buschardts, Fischers, von Falkenbergs und von Billungs, und Jakob Grünbaum ist auch wieder da. :D


    Interessant finde ich, wie die 'Lager' aufgeteilt sind. Fischer/Falkenberg/Buschardt/ Billung auf der einen Seite, und Schmitt/Grünbaum auf der anderen. Und können wir jetzt Romeo und Julia erwarten? ;-)

    Und wird Ewalt von Olga offiziell als von Billung anerkannt werden? Vielleicht hat sie 'nur' Töchter, und würde diesen Schritt tun, damit der Titel und die Güter erhalten bleiben? Dann wäre er ja auch adelig, und Gisela dürfte ihn heiraten. :-D

    Sieht so aus, als ob die Fischers noch genauso unehrenhaft an ihr Geld kommen wie schon ihr Vorfahr Erich in grauer Vorzeit.


    Im Land gärt es, die Arbeiter sind unzufrieden, die Arbeitslosigkeit und Armut ist hoch, die Kommunisten sind im Kommen, und die Fabrikanten und der Adel wollen keine Veränderung.

    Die industrielle Revolution ist in vollem Gange.


    Industriespionage, was? Faszinierende Idee.

  • Ich bin gespannt, ob sie sich im Gegensatz zu ihrer mittelalterlichen Namenschwester anständig verhält.

    Sie ist ja keine von Falkenberg, und scheint auch nicht nach ihrem Vater zu kommen -- obwohl wir eigentlich noch nicht genügend über sie wissen, um sicher zu sein.

  • Ich bin gespannt, ob sie sich im Gegensatz zu ihrer mittelalterlichen Namenschwester anständig verhält.

    Sie ist ja keine von Falkenberg, und scheint auch nicht nach ihrem Vater zu kommen -- obwohl wir eigentlich noch nicht genügend über sie wissen, um sicher zu sein.

    Ich weiß schon, deshalb sagte ich ja "namensschwester " ^^

    Liebe Grüße


    Nadine


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    (Chin. Weisheit)

  • Interessant finde ich übrigens auch, dass hier der Unterschied zwischen hart erarbeitetem (relativen) Wohlstand (Schmitt) vs ererbtem Wohlstand (Fischer) rausgestellt wird. Es wird zwar nirgends erwähnt, dass Fischer seinen Reichtum geerbt hat, ich gehe aber von seinem Verhalten her mal davon aus. Vermutlich geht das tatsächlich auf das gestohlene Geld von dem ersten Erich zurück, das den Grundstock bildete und mit Glück und Rücksichtslosigkeit über die Jahrhunderte vermehrt wurde. Fischer hat keine schlaflosen Nächte weil er Leute entlassen muss, er macht sogar andere Firmen kaputt.

    Schmitts hingegen haben hart gearbeitet um dahin zu kommen, wo sie jetzt sind, und sie haben sich ihre Menschlichkeit bewahrt. Aaron wurden ja bei der Fabrikbesichtigung tatsächlich die Augen geöffnet, und ich hoffe, dass er nachdenklich geworden ist.

  • Interessant finde ich übrigens auch, dass hier der Unterschied zwischen hart erarbeitetem (relativen) Wohlstand (Schmitt) vs ererbtem Wohlstand (Fischer) rausgestellt wird. Es wird zwar nirgends erwähnt, dass Fischer seinen Reichtum geerbt hat, ich gehe aber von seinem Verhalten her mal davon aus. Vermutlich geht das tatsächlich auf das gestohlene Geld von dem ersten Erich zurück, das den Grundstock bildete und mit Glück und Rücksichtslosigkeit über die Jahrhunderte vermehrt wurde. Fischer hat keine schlaflosen Nächte weil er Leute entlassen muss, er macht sogar andere Firmen kaputt.

    Schmitts hingegen haben hart gearbeitet um dahin zu kommen, wo sie jetzt sind, und sie haben sich ihre Menschlichkeit bewahrt. Aaron wurden ja bei der Fabrikbesichtigung tatsächlich die Augen geöffnet, und ich hoffe, dass er nachdenklich geworden ist.

    stimmt, dass ist eine interessante parallele. So eine Art "unrecht gut gedeihet nicht"

    Liebe Grüße


    Nadine


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    (Chin. Weisheit)

  • Ich bin noch nicht wirklich weit (blöde Erkältung, die mich in ihren Klauen hat!!), aber ich muss schon mal sagen, dass Hedi und Gero sich deutlich nach oben gearbeitet haben und als das erwähnt und beschrieben wurde, musste ich auch lächeln. Es ist schön zu sehen, dass man sich hocharbeiten kann (da kommt so ein bisschen der Amerikagedanke durch, finde ich - vom Tellerwäscher zum Millionär)

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Traders)

  • Ewalt verliebt sich ausgerechnet in die Tochter seines wohl größten Gegners, aber sie erwiedert die Gefühle ja auch. Mal schauen ob aus den zweien etwas werden kann oder ob der Druck der Familien am Ende zu groß ist.

    das hat mich irgendwie an Romeo und Julia erinnert *lach* na mal schauen, was sich dadraus noch entwickelt ;)

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Traders)

  • Ich bin noch nicht wirklich weit (blöde Erkältung, die mich in ihren Klauen hat!!), aber ich muss schon mal sagen, dass Hedi und Gero sich deutlich nach oben gearbeitet haben und als das erwähnt und beschrieben wurde, musste ich auch lächeln. Es ist schön zu sehen, dass man sich hocharbeiten kann (da kommt so ein bisschen der Amerikagedanke durch, finde ich - vom Tellerwäscher zum Millionär)

    Gute Besserung :blume:

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

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    (Chin. Weisheit)

  • Ich bin noch nicht wirklich weit (blöde Erkältung, die mich in ihren Klauen hat!!), aber ich muss schon mal sagen, dass Hedi und Gero sich deutlich nach oben gearbeitet haben und als das erwähnt und beschrieben wurde, musste ich auch lächeln. Es ist schön zu sehen, dass man sich hocharbeiten kann (da kommt so ein bisschen der Amerikagedanke durch, finde ich - vom Tellerwäscher zum Millionär)

    Gute Besserung :blume:

    Dankeschön <33 nur ne nervige Erkältung mit Zupfbox und co.


    Aber ich bin endlich durch mit dem Abschnitt und fand auch ihn ziemlich spannend. Ich find es gar nicht mal so schlimm, dass er nicht Generationen in der Zukunft spielt, sondern nur 35 Jahre =) So können wir die Geschichte von Hedi und Ewalt weiter verfolgen.


    Was ich ja ziemlich spannend finde, ist dieser revilutionäre Gedanke, den Karl Marx und Friedrich Engels unter den Menschen schüren (vorhanden war er denk ich mal schon immer, aber dadurch, dass die zwei es formuliert haben, nimmt er noch einmal ganz andere Dimensionen an ...) - und Ulf hat ihre Ideen (und die Meinungen darüber) auch richtig gut erklärt. Hut ab.


    Was ich auch spannend finde, ist der Wiedervereinigungsgedanke der Familie Billung. Ich schätze nicht, dass Olga da irgendetwas böses im Sinn hatte. Sie war nur schon immer etwas impulsiv und ein Wort hat das andere gegeben. Da kann man die entzweiung schon verstehen ...



    nteressant finde ich, wie die 'Lager' aufgeteilt sind. Fischer/Falkenberg/Buschardt/ Billung auf der einen Seite, und Schmitt/Grünbaum auf der anderen. Und können wir jetzt Romeo und Julia erwarten?

    Ich denke schon xD

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Traders)

  • Aber ich bin endlich durch mit dem Abschnitt und fand auch ihn ziemlich spannend. Ich find es gar nicht mal so schlimm, dass er nicht Generationen in der Zukunft spielt, sondern nur 35 Jahre =) So können wir die Geschichte von Hedi und Ewalt weiter verfolgen.

    War überraschend, dass diesmal der Zeitsprung kleiner war - aber auch sehr schön, dass Hedwig wieder da ist und wir auch erfahren, wie es mit ihrem Sohn und der ganzen Familie weiterging.



    Was ich auch spannend finde, ist der Wiedervereinigungsgedanke der Familie Billung. Ich schätze nicht, dass Olga da irgendetwas böses im Sinn hatte. Sie war nur schon immer etwas impulsiv und ein Wort hat das andere gegeben. Da kann man die entzweiung schon verstehen ...

    Ich fand es schön, dass Olga nach all den Jahren einlenkt. Oft sind solche Familienstreitigkeiten ja nie mehr zu kitten. Um so schöner, wenn sich da ein Umdenken abzeichnet.

  • Im Land gärt es, die Arbeiter sind unzufrieden, die Arbeitslosigkeit und Armut ist hoch, die Kommunisten sind im Kommen, und die Fabrikanten und der Adel wollen keine Veränderung.


    Die industrielle Revolution ist in vollem Gange.

    Ich finde diese Zeit ja besonders spannend. Der Umbruch der Gesellschaft und der Arbeitswelt geht Hand in Hand. Und die technischen Entwicklungen sind wahnsinnig spannend, auch weil sie mit so großen Schritten voran gehen. Und mit den Schmitts sind wir mittendrin. Das ist toll arangiert von Dir, lieber Ulf.

  • Im Land gärt es, die Arbeiter sind unzufrieden, die Arbeitslosigkeit und Armut ist hoch, die Kommunisten sind im Kommen, und die Fabrikanten und der Adel wollen keine Veränderung.


    Die industrielle Revolution ist in vollem Gange.

    Ich finde diese Zeit ja besonders spannend. Der Umbruch der Gesellschaft und der Arbeitswelt geht Hand in Hand. Und die technischen Entwicklungen sind wahnsinnig spannend, auch weil sie mit so großen Schritten voran gehen. Und mit den Schmitts sind wir mittendrin. Das ist toll arangiert von Dir, lieber Ulf.

    ja, das fand ich auch ein genialer Schachzug von dir, lieber Ulf =) Überhaupt der Weg vom kleinen Schmied zum Fabrikdirektor!

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Traders)

  • Ich finde diese Zeit ja besonders spannend. Der Umbruch der Gesellschaft und der Arbeitswelt geht Hand in Hand. Und die technischen Entwicklungen sind wahnsinnig spannend, auch weil sie mit so großen Schritten voran gehen. Und mit den Schmitts sind wir mittendrin. Das ist toll arangiert von Dir, lieber Ulf.

    ja, das fand ich auch ein genialer Schachzug von dir, lieber Ulf =) Überhaupt der Weg vom kleinen Schmied zum Fabrikdirektor!

    Danke! :)

    Der Bastard von Tolosa (2009), Die Comtessa (2011), Die Hure Babylon (2012), Das Schwert des Normannen (2013), Die Rache des Normannen (2014)<br />www.ulfschiewe.de

  • Im Land gärt es, die Arbeiter sind unzufrieden, die Arbeitslosigkeit und Armut ist hoch, die Kommunisten sind im Kommen, und die Fabrikanten und der Adel wollen keine Veränderung.


    Die industrielle Revolution ist in vollem Gange.

    Ich finde diese Zeit ja besonders spannend. Der Umbruch der Gesellschaft und der Arbeitswelt geht Hand in Hand. Und die technischen Entwicklungen sind wahnsinnig spannend, auch weil sie mit so großen Schritten voran gehen. Und mit den Schmitts sind wir mittendrin. Das ist toll arangiert von Dir, lieber Ulf.

    Ich finde diese Zeit auch sehr spannend. Es ist auch hier wieder gut beschrieben. Ich kann mich nur anschließten, gut arangiert.


    Ich fand es schön, dass Olga nach all den Jahren einlenkt. Oft sind solche Familienstreitigkeiten ja nie mehr zu kitten. Um so schöner, wenn sich da ein Umdenken abzeichnet.

    Ja, hat mir auch gefallen. Wenn die beiden Frauen nicht so stur gewesen wären, hätte sie diese Einigung vermutlich schon viel früher haben können.

  • Hedwig und Gero sind also unter den Gewinnern, denn Preußen unter Friedrich WilhelmIV. gehört zu den Großmächten Europas und es gab einen industriellen Aufschwung. Sie haben es durch unermüdlichen Einsatz geschafft die Schmitt Werke aufzubauen.

    Hedwigs Sohn ist mittlerweile erwachsen und hat ein Studium abgeschlossen. Er soll später die Firma leiten.

    Interessant fand ich, dass sie sich auf Dampfmaschinen und Gleise spezialisiert haben. Klar, da hatte ich in dem Moment nicht daran gedacht, dass Schienennetz wurde zu der Zeit immer mehr erweitert. Und Ewalt tüftelt an einer neuen Lock, spannend. Die Eisenbahn wurde zum neuen Transportmittel.

    Es ist aber nicht alles rosig, die Auftragslage ist schlechter und es muss gespart werden. Auch bedingt durch die politischen Unruhen war die Lage kritisch. Ewalt musste mit anwesend sein, als verkündet würde, wer entlassen wird. Oh ich kann verstehen wie ihm zumute war. Als Küchenleiter hatte ich leider auch solche unliebsamen Aufgaben wie Abmahnungen erteilen, oder auch eine/n Kollegin/en zu entlassen. Da hat sich die große Führung gerne gedrückt und hat diese Aufgaben den Abteilungsleitern überlassen. Ein wirklich unschöner Job und ich hab mich echt dafür gehasst.


    Erich Fischer & Söhne erleichtert die Situation nicht gerade, denn dieser Unternehmer ist skrupellos. Ewalt konnte sich aber durchsetzen und es wird nicht an seinem Projekt wird gespart. Sollte Ewalt es schaffen, eine neue Lock zu entwickeln, wäre es dumm ihm die Mittel zu streichen.

    Bei Fischer und Söhne sind die Lokomotiven besser ausgereift und Ewalt will dies ändern.


    Gero ist verheiratet und hat zwei Töchter, doch Hedwig hat nach Ewalt ( Senior) seinem Tod nicht mehr geheiratet. Ewalt lernt eines Tages Gisela Fischer kennen und wurde von ihr nach Hause eingeladen. Sie hat einen Verlobten, Eberhard von Falkenberg. Oh mir stößt schon der Name bitter auf und ich sollte mich nicht geirrt haben mit meinen Vermutungen, er scheint arrogant und hochnäsig zu sein und sich seiner Sache ziemlich sicher.


    Und dann ist Jakob wieder da. Ich hab mich ein wenig für Hedwig gefreut, denn die beiden hatten eine ganz besondere Freundschaft. Vielleicht wird mehr daraus, sie sind beide alleine und mit den Jahren so viel reifer geworden. Er hat einen Sohn, Aron, der ist politisch sehr engagiert ist. Diese Burschenschaften, wow, das aus soetwas eine große Bewegung entstanden ist, fand ich erstaunlich. Aron ist der Überzeugung, dass die großen Fabrikanten, die kleinen Unternehmen kaputt gemacht haben. Stimmt, dass ist heute nicht anders. Kleine Unternehmen oder Geschäfte müssen ganz schön kämpfen um überleben zu können.

    Karl Marx war damals tatsächlich von vielen Menschen ein Idol. Das war bei uns in der DDR natürlich im Geschichtsunterricht ein lang ausgedehntes Thema.


    In Frankreich gibt es eine neue Revolution und der französische König abgedankt und ausser Landes gejagt. Es fängt wieder an, überall zu brodeln.


    Der Besuch bei den Fischers, verlief fasst so, wie ich es vermutet hatte. Fischer wollte sich alles unter den Nagel reißen um die Schmitts zu ruinieren, doch Ewalt lehnt dankend ab. Gisela hatte Ewalt schon zuvor gewarnt. Wenn eine Tochter vom ihrem Vater sagt, dass er ein Scheusal ist, sagt doch schon einiges aus, oder nicht?

    Bei diesem Besuch lernt er Olga, Freifrau von Billung, seine Tante, kennen. Ich fand sie eigentlich ganz nett und ich glaube sie bereut es, wie sie sich damals gegenüber Hedwig benommen hat.

    Auch Bismarck sieht er und Ewalt ist über dessen Äußerung entsetzt, auf Landsleute schießen zu lassen.


    Später, als Ewalt zu Hause von Fischer und Olga erzählt, meinte Gero, Hedwig sollte die gereichte Hand annehmen. Ich denke auch, dass die beiden Frauen sich aussprechen sollten.

    Was Fischer angeht, wie vermutet scheint auch er in Schwierigkeiten zu stecken. Wer sonst sollte bei Schmitts im Werk einbrechen und Ewalt seine Zeichnungen und Unterlagen stehlen.

    Eigentlich mag er Gisela, genau wie sie ihn. Doch als sie sich trafen, zeigte er mit voller Wucht seinen Unmut.


    Wie Olga sich damals gegenüber Hedwig verhalten hat fand ich beschämend. Sie hätte doch Hedwig und ihren Netten unterstützen können, wo sie doch ihren Bruder verloren hatte. Nun möchte sie vielleicht doch einiges wieder gut machen.