Leserundenfazit, Rezensionen, etc. (ohne Spoiler)

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  • Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein, die Ihr nach der Leserunde schreiben wollt. Denkt bitte daran, dass Eure Rezensionen eine Art "Gegenleistung" für die Freiexemplare der Verlage sind. Es wäre deshalb schön, wenn sich hier möglichst alle beteiligen - ebenso ist ein Fazit zur Leserunde (gerne auch eines der Autorin) immer interessant.


    Bitte vermeidet Spoiler und komplette Zusammenfassungen des Inhalts in den Rezensionen, da diesen Thread vielleicht auch Leute lesen, die "Die vergessene Burg" nicht gelesen haben, es aber noch tun wollen!


    Außerdem wäre es sicherlich für Susanne Goga als auch den Diana-Verlag, der uns freundlicherweise Freiexemplare spendiert hat, schön, wenn Ihr Eure Rezensionen nicht nur hier, sondern auch auf anderen Internetseiten, Blogs und so weiter einstellen mögt.

    Bitte rezensiert das Buch auch auf unserer Hauptseite Literaturschock.de. Eine extra Anmeldung ist hierzu nicht nötig, Gastrezensionen werden manuell freigeschaltet.

  • Es war wieder eine tolle Leserunde. Vielen Dank dafür und auch an dich, liebe Susanne, für die vielen zusätzlichen Informationen. Meine Rezension werde ich natürlich auch wieder streuen.


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    Paula Cooper wurde von ihrer Mutter Margaret vor vielen Jahren zu deren Cousine Harriet geschickt. Seither lebt sie ziemlich zurückgezogen in dem kleinen Ort Kings Langley, Hertfordshire. Harriet ist kränklich und genießt es umsorgt zu werden. Durch einen neugierigen Postboten erfährt Paula, dass ein Brief für sie angekommen ist. Den hat Harriet in Übereinkunft mit Margaret Paula vorenthalten. So erfährt Paula, dass sie einen Onkel hat, der in Bonn lebt. Rudy ist schwer erkrankt und möchte seine Nichte noch einmal sehen. Paula macht sich auf die Reise, um ihren Onkel kennenzulernen und mehr über ihren Vater zu erfahren, denn ihre Mutter schweigt beharrlich. In Bonn lernt sie den Fotografen Benjamin Trevor kennen, der sich mit ihr auf die Suche macht, um das Geheimnis von Paulas Familie zu ergründen.


    Ich liebe die Bücher von Susanne Goga und auch dieses Buch hat mir wieder sehr gut gefallen.


    Wir haben das Jahr 1868, als sich Paula auf die Reise macht. Reisen ist noch mit vielen Unbequemlichkeiten verbunden, aber das Reiseunternehmen Thomas Cook ist schon damals bemüht, das Reisen möglichst komfortabel zu gestalten. So kommt Paula nach Bonn, wo sich eine britische Kolonie angesiedelt hat. Sie sieht eine Landschaft, die nicht nur sie selbst fasziniert, sondern die auch ihren Vater vor vielen Jahren angezogen hat. Die Örtlichkeiten sind alle so gut beschrieben, dass man gleich Lust bekommt, auf Paulas Spuren zu wandeln. Aber auch die Menschen sind sehr gut charakterisiert.


    Ich mochte Paula vom ersten Moment an. Sie hat sich hingebungsvoll um Harriet gekümmert und für sich selbst vom Leben nichts erwartet. Inzwischen ist sie 32 Jahre alt und für damalige Verhältnisse eine alte Jungfer. Da wirft ihr das Schicksal einen Ball zu und Paula greift mutig zu. Auch ihr Onkel Rudy ist ein ganz besonderer Mensch. Er ist warmherzig, großzügig und ein wenig exzentrisch. Obwohl er krank ist, will er Paula so viel bieten. Seinem langjährigen Freund Professor August Hergeth bereitet das Sorgen, denn Rudy übernimmt sich. Auch Benjamin Trevor hat mir gut gefallen, obwohl er sich erst einmal ziemlich danebenbenommen hat. Aber er unterstützt Paula sehr eifrig und immer, wenn sie in einer Sackgasse landen, tut sich doch wieder eine Tür auf. Nicht nur für Paula ist es wichtig, hinter das Geheimnis zu kommen, auch Rudy hat seinen Bruder schmerzlich vermisst und möchte wissen, was geschehen ist.


    Über Paulas Mutter habe ich mich immer wieder aufgeregt. Wie kann sie ihrem Kind die Erinnerungen an den Vater vorenthalten indem sie ihn totschweigt.


    Ich habe die Spurensuche durch das Rheintal sehr gerne begleitet, denn es waren ganz interessante Charaktere mit im Spiel und es war schön zu beobachten, welche Entwicklung Paula durchmacht.


    Ich kann dieses wundervolle Buch nur empfehlen.

  • Paula Cooper ist bereits Anfang 30 als sie durch Zufall erfährt, dass ihre Mutter sie über den frühen Tod des Vaters womöglich ihr ganzes Leben lang angelogen hat. Das wirft ihr Weltbild erst einmal gehörig über den Haufen und sie beschließt, gegen den Willen der Mutter, nach Deutschland zu reisen, um vielleicht von ihrem noch lebenden Onkel Rudy zu erfahren, was wirklich geschah, als Paula noch ein Baby war.


    Kurzentschlossen und sehr mutig begibt sie sich also auf die weite Reise und ist erst mal positiv überrascht von Bonn und der malerischen Landschaft und vor allem von ihrem liebenswerten Onkel, der sie sofort in sein Herz schließt. Viel weiß er allerdings auch nicht darüber, was ihrem Vater vor 30 Jahren zugestoßen sein könnte. Er verschwand während einer Schiffsreise auf dem Rhein spurlos und die Mutter ließ ihn für tot erklären, obwohl nie ein Leichnam gefunden wurde. Paula hegt also die geheime Hoffnung, dass er vielleicht noch leben könnte.


    Als sie den Landschaftsfotografen, Benjamin Trevor kennenlernt, und ihr dieser seine Hilfe bei der Suche anbietet, beschließt Paula, sich auf die Spuren ihres Vaters zu begeben.


    Paula ist eine sehr liebenswerte Heldin, die man sofort ins Herz schließt. Mit ihr macht es dem Leser sehr großen Spaß nicht nur die Schnitzeljagd nach der Wahrheit anzutreten sondern vor allem auch die rheinländische Landschaft und all ihre Sehenswürdigkeiten kennenzulernen. Der Blick auf die Burgruinen und die Lorelei sind so lebensnah und anschaulich beschrieben, dass der Wunsch, Paulas Reise wirklich im realen Leben nachzumachen, ein fester Bestandteil meines Lesevergnügens wurde.

    „Die vergessene Burg“ ist eine sehr unterhaltsame Geschichte die man am liebsten in einem Rutsch durchlesen möchte. Das Ende hält noch eine dramatische Überraschung bereit, wenn Paula erfährt, was damals wirklich geschehen ist.


    Nach „der verbotene Fluss“ mein neuer Liebling unter den Stand-Alone von Susanne Goga.


    :buchtipp:


    amazon

    Weltbild

    lovleybooks

    Thalia

    literaturforum

  • Die Autorin Susanne Goga führt uns in ihrem historischen Roman "Die vergessene Burg" zu der 32-jährigen Paula Cooper, die sich in Kings Langley, einem kleinen Ort in der Nähe von London, schon seit 12 Jahren als Gesellschafterin aufoperungsvoll um Cousine Harriet kümmert. Ein Brief aus Deutschland von ihrem bisher nicht bekannten Onkel Rudy, der schwer erkrankt seine Nichte noch einmal sehen möchte, veranlaßt sie, sich auf eine Reise nach Bonn zu machen.


    Ich war von Anfang an begeistert von der Protagonistin Paula, die - Ende des 19. Jahrhunderts - sich mutig dem Leben stellt, um herauszufinden, warum ihr Vater vor 30 Jahren starb. Ihre Mutter macht ein großes Geheimnis um ihren Vater. Eher zufällig erfährt sie, daß das Grab ihres Vaters leer ist. Bei ihrem Onkel Rudy fühlt sich Paula sofort wohl, aber auch er kann ihr nichts über den Tod ihres Vaters erzählen, bestärkt sie jedoch, den Spuren ihres Vaters zu folgen. Unterstützung findet Paula in dem Reisefotografen Benjamin Trevor.


    Die Autorin Susanne Goga, die ich bereits kenne durch ihren Roman "Das Haus in der Nebelgasse" kenne, hat es wunderbar verstanden, eine spannende und unterhaltsame Geschichte mit Familiengeheimnissen zu schreiben, die sich erst nach und nach auflösen.


    Was mir jedoch außerordentlich gefallen hat, sind die ausführlichen Beschreibungen der Landschaften. Man begibt sich selbst auf eine Reise! Außerdem erhält der Leser einen Einblick in die Gesellschaft Ende des 19. Jahrhunderts.


    Diesen historischen Roman kann ich sehr weiterempfehlen.


    Rezension auch auf:

    Amazon

    Goodreads

  • Vielen Dank zunächst für diese nette Leserunde, die mir unverhofft viele Kindheitserinnerungen von Sonntagsausflügen und Rheinschifffahrten zwischen Köln in Bingen beschert hat.

    Aus dem Klappentext des Buches wusste ich bereits vorher das es von England nach Bonn geht, mehr aber auch nicht. Besonders interessant fand ich die Schilderungen der kleinen, britischen Kolonie in Bonn, deren Existenz mir bislang unbekannt war.


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    Paula Cooper, eine nicht mehr ganz junge Frau führt im 19. Jahrhundert ein bescheidenes Leben als Gesellschafterin in der englischen Provinz. Dort erhält sie eines Tages einen Brief von einem Onkel aus Deutschland, der ihr Leben verändert wird.


    Paula beschließt zu ihrem Onkel zu reisen und lässt damit ihr tristes, aber sicheres Leben in England hinter sich und begibt sich auf eine Reise zu neuen Ufern mit ungewisser Zukunft.

    In Bonn wird aus der zurückhaltenden und angepassten Frau eine mutige und tapfere Heldin, die Familiengeheimnisse, die wie ein grauer Schleier über ihrem Leben hingen, aufklärt und sich in eine neues Leben wagt. Und auch die Liebe kommt nicht kurz…

    “Die vergessene Burg“ ist ein Roman, der mehr als reine Unterhaltung bietet.

    Ein großes Lesevergnügen!

  • Nach einigen sehr prall gefüllten Tagen, die u.a. auch einen Betriebsausflug, natürlich im schönen Bonn (wir haben eine Agententour gemacht - eine Stadtbesichtigung der anderen Art) beinhaltete, habe ich nun endlich meine Rezension verfasst. Es war ein wunderbares Buch und eine sehr schöne Leserunde. Ich bedanke mich vor allem bei Susanne für die wie immer traumhafte Begleitung (Onkel Rudy würde "outstanding" sagen), aber natürlich auch bei gagamaus für die Moderation und bei den "Kolleginnen" für den fruchtbaren Austausch.


    Warum ist es am Rhein so schön? Dieser Frage gingen viele Engländer schon im 19. Jahrhundert nach und bereisten das Rheinland. Vielen davon gefiel es dort so gut, dass sie sich dort, vorzugsweise in Bonn, niederließen. Das war damals eine gemütliche Stadt mit viel Lokalkolorit und herrlichen Ausblicken auf Rhein und den Drachenfels (an denen sich im Übrigen bis zum heutigen Tage nicht allzuviel geändert hat). Doch auch Kultur und Bildung spielten bereits eine Rolle: just im Jahre 1818 hatte der preußische König Friedrich III. dort eine Universität im Humboldtschen Geiste begründet - also in der Tat ein anregendes und für viele verlockendes Pflaster.


    Im Jahre 1868 zieht es auch Paula Cooper, die ein zurückgezogenes Leben als Gesellschafterin einer kränklichen Verwandten führt, dorthin. Doch ihre Gründe sind ganz andere: Sie erhält einen Brief von ihrem dort lebenden Onkel Rudy, dem Bruder ihres längst verstorbenen Vaters, von dessen Existenz sie bislang gar nichts wusste. Rudy ist leider schwer erkrankt und möchte sie vor seinem Tode kennenlernen. Warum will Paulas Mutter, die kühle Margaret, diesen Besuch verhindern?


    Paula jedoch lässt sich nicht aufhalten und in Bonn angekommen, offenbart sich ihr eine vollkommen neue Welt, die nicht nur das Kennen- und Schätzenlernen ihres bezaubernden Onkels, sondern auch die Begegnung mit einem für sie ganz neuen Lebensstil, einer fremden, aber auch sehr offenen Kultur und vielen faszinierenden Menschen umfasst. Und sie stellt fest, dass sie bisher fast nichts über ihre Herkunft und die Familiengeschichte wusste und dass es noch so einige Geheimnisse zu ergründen gibt, deren Auflösung sie merkwürdigerweise in Deutschland, genauer gesagt: am Rheinufer näher zu kommen scheint.


    Susanne Goga hat schon durch ihre historischen Krimis um Kommissar Leo Wechsler im Berlin der 1920er Jahre ihr großartiges Talent in Sachen historische Romane unter Beweis gestellt: auf der einen Seite recherchiert sie akribisch und integriert fundierte, oft wenig bekannte Fakten in ihre Handlung, auf der anderen Seite bietet sie eine fiktive Geschichte mit jeder Menge Spannung und Emotionen - aber ohne jeglichen Kitschfaktor.


    Auch hier ist ihr dies wieder aufs Trefflichste gelungen: "Die vergessene Burg" ist ein ebenso packender wie dramatischer und kluger Roman um das Schicksal einer nicht mehr ganz jungen Engländerin in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nicht nur gelingt es ihr, das Porträt einer ebenso typischen wie untypischen Frau des 19. Jahrhunderts zu zeichnen, nein, sie bettet diese auch elegant und gekonnt in die historischen Gegebenheiten ein und zeichnet so ein faszinierendes Bild vom Leben vor allem der gehobenen Mittelschicht in England und Deutschland in dieser Zeit.


    Ein ganz großartiges Leseerlebnis ist es, das Ihnen mit diesem wunderbaren Buch geboten wird. Susanne Goga bleibt ihrem gewohnt eloquenten und eindringlichen Stil, der stets von Humor begleitet wird, treu. Für mich als Rheinländerin ein ganz besonderer literarischer Genuss, der lange nachhallen wird und dazu einlädt, sich auch weiterhin mit der Geschichte Deutschlands, Englands, Frankreichs und weiterer Länder, vor allem aber: mit der Geschichte der Frauen zu beschäftigen. Definitiv eines meiner literarischen Highlights in den letzten Monaten!


    Ich habe sie auch auf weiteren Plattformen eingestellt.

  • Ich danke euch ganz herzliche für die wunderbaren Rezensionen und freue mich, dass euch das Buch gefallen hat. Ich hatte/habe auch großen Spaß daran, die Leserunde zu begleiten, und finde, dass spannende Diskussionen daraus entstanden sind. Es wäre schön, wenn wir uns beim nächsten Buch hier wiederträfen. :)

  • Liebe SusiGo , vielen Dank für diese wunderschöne Leserunde, es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Auch an euch Mitleserinnen mein Dank. Wieder habe ich die Diskussionsrunde mit Begeisterung mit euch genossen. Gerne wieder:)



    Lügen und Geheimnisse


    Paula Cooper, mittlerweile 32 Jahre alt, lebt seit über zehn Jahren in Kings Langley, Hertfordshire bei einer Cousine. Dorthin hat ihre Mutter Margaret sie geschickt, um die kranke Harriet als Gesellschafterin zu unterhalten und zu pflegen.

    Doch das war nicht der alleinige Grund, Paulas Mutter hat ein Geheimnis und davon darf Paula nie etwas erfahren.

    1868 kommt Paula über Umwegen an einen Brief, der an sie gerichtet ist. Er ist aus Bonn von ihrem Onkel Rudy, von dem sie bis dato nichts wusste. Also hat ihr verstorbener Vater, über dem sie fast nichts weiß, einen Bruder.

    Kurz entschlossen folgt sie seiner Einladung und macht sich auf den Weg nach Bonn an den schönen Rhein, um seinem Wunsch zu erfüllen. Er möchte seine Nichte noch einmal sehen, weil Rudy einen Herzanfall erlitten hat und er nicht weiß wie lange er noch leben wird. Paula ist seine einzig noch lebende Verwandte. Heimlich hegt sie die Hoffnung, von Onkel Rudy mehr über ihren Vater zu erfahren.

    Vor ihrer Abreise hat Paula noch eine schwerwiegende Information erhalten, die sie nicht einzuordnen vermag.

    In Bonn angekommen und nach anfänglicher Zurückhaltung, fangen Onkel Rudy und sie an sich zu mögen. Und noch mehr, in Onkel Rudy findet sie den väterlichen Ersatz, den sie nie hatte.

    Paula erfährt, warum ihre Mutter nie von ihrem Onkel etwas erfahren hat. Aber da ist noch mehr. Margaret hat noch einen viel größeren schwerwiegenden Grund gehabt, warum sie so ein großes Geheimnis um Rudy und ihren verstorbenen Mann William gemacht hat. Paula sollte nie davon erfahren. Doch dieses Geheimnis lässt Paula nicht mehr zur Ruhe kommen und sie beginnt mit Hilfe von Onkel Rudy, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.

    Während ihres Aufenthaltes in Bonn, lernt sie den Reisefotografen Benjamin Trevor kennen. Die beiden kommen sich näher und Benjamin entschließt sich, Paula bei ihren Recherchen zu unterstützen. Hegt auch er ein großes Geheimnis?

    Nach und nach erfahren sie immer mehr verwirrende Informationen, die noch mehr Fragen aufwerfen.

    Was ist damals wirklich mit Paulas Vater geschehen? Warum gibt es keine Erinnerungsstücke von ihm? Und warum hat Paulas Mutter sie belogen, sie weit weg von London in die ländliche Region zur Cousine geschickt, wo sie kaum Kontakt mit der Dorfgemeinschaft hatte?

    So viele Fragen, die Paula endlich beantwortet haben möchte. Hätte sie nicht dieser eine Brief von Onkel Rudy erreicht, wäre alles geblieben wie es war. Doch nun kam es anders.


    Meine Meinung:

    "Die vergessene Burg" von Susanne Goga, ist ein historischer Roman, der mich begeistert hat. Ich liebe Romane mit Familiengeheimnissen, in denen die Protagonisten sich auf den Weg machen um diese zu lüften. Der Schreibstil in flüssiger und leicht, mit einem hohen Spannungsbogen, der mich als Leser mitgerissen hat. Der schöne Rhein und dessen Landschaft mit all seinen Sehenswürdigkeiten, wird sehr bildhaft in allen Formen beschrieben. Ohne das es vom eigentlichen Geschehen abweicht und es überlagert wird. Es ist als begibt man sich gemeinsam mit Paula auf eine Suche, Seite an Seite. So habe ich mich beim lesen gefühlt und darum bekommt dieses schöne Buch auch meine Leseempehlung.



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    Liebe Grüße Kerstin

    2 Mal editiert, zuletzt von kessi69 ()

  • Ich danke euch ganz herzliche für die wunderbaren Rezensionen und freue mich, dass euch das Buch gefallen hat. Ich hatte/habe auch großen Spaß daran, die Leserunde zu begleiten, und finde, dass spannende Diskussionen daraus entstanden sind. Es wäre schön, wenn wir uns beim nächsten Buch hier wiederträfen. :)

    Das hoffe ich auch, liebe Susanne. Wird das nächste denn ein Leo? Oder wieder ein Stand-alone?

  • Ich danke euch ganz herzliche für die wunderbaren Rezensionen und freue mich, dass euch das Buch gefallen hat. Ich hatte/habe auch großen Spaß daran, die Leserunde zu begleiten, und finde, dass spannende Diskussionen daraus entstanden sind. Es wäre schön, wenn wir uns beim nächsten Buch hier wiederträfen. :)

    Mir hat es auch Spaß gemacht und ich wäre gerne wieder dabei.

  • Ich danke euch ganz herzliche für die wunderbaren Rezensionen und freue mich, dass euch das Buch gefallen hat. Ich hatte/habe auch großen Spaß daran, die Leserunde zu begleiten, und finde, dass spannende Diskussionen daraus entstanden sind. Es wäre schön, wenn wir uns beim nächsten Buch hier wiederträfen. :)

    Darüber würde ich mich auch sehr freuen:love:

  • Auf den Spuren nach
    dem verlorenen Vater


    1868: Durch ihre Arbeit als Gesellschafterin für die kranke Verwandte Harriet Farley führt Paula Cooper ein ziemlich zurückgezogenes Leben. Als sie einen Brief von ihrem Onkel Rudy aus Bonn erhält und dazu noch erfährt, dass das Grab ihres Vater leer ist, macht sie sich auf die Reise an den Rhein, um dort mehr über ihren Vater zu erfahren, der seit ihrer frühesten Kindheit tot ist. In Bonn lernt sie den Fotografen Benjamin Trevor kennen, der sie bei ihrer Spurensuche unterstützen möchte.


    Mit diesem Buch nimmt die Autorin die Leser auf eine Reise zu den malerischen Landschaften des Rheins, so dass man danach richtig Lust bekommt, ein Schiff zu besteigen, um all die Orte zu besuchen, denen Paula bei der Suche nach Hinweisen auf ihren Vater begegnet.


    Paula Cooper ist eine alleinstehende Frau Anfang Dreißig, die jahrelang von ihrer Mutter eingetrichtert bekommen hat, dass eine Frau in ihrer Position nicht viel vom Leben zu erwarten hat und froh sein kann, sich als Gesellschafterin um Cousine Harriet zu kümmern. Dabei fesselt Harriet Paula mit ihren eingebildeten Krankheiten regelrecht an sich und unterbindet damit jegliche persönliche Entfaltung der jungen Frau.


    Diese Einengung von Paulas Persönlichkeit, der Brief von Onkel Rudy aus Bonn und der Erkenntnis, dass ihre Mutter sie jahrelang über das Schicksal ihres Vater im Unklaren gelassen hat, sind der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt: Paula beschließt, sich alleine auf die Reise nach Bonn zu machen, um den schwer kranken Bruder ihres Vaters zu besuchen.


    Rudy Cooper ist ein toller und moderner Mensch, der schnell erkennt, dass Paula in ihrem bisherigen Leben nicht viel erlebt und kennengelernt hat. Entsprechend möchte er sie und ihre Talente fördern und sie davon überzeugen, dass ihr das Leben durchaus mehr zu bieten hat.

    Dabei ist es sehr schön zu beobachten, wie Paulas Selbstbewusstsein wächst und sie endlich ihre Persönlichkeit entfalten kann und bereit ist, auch Träume für die Zukunft zuzulassen. Paula ist ein ganz lieber und toleranter Mensch, außerdem ist sie eine mutige Frau, was sie selbst am meisten überrascht. Als sie den Fotografen Benjamin Trevor kennenlernt, hat sie schnell das Gefühl, endlich einen Menschen gefunden zu haben, mit dem sie sich austauschen kann.


    Ein Ziel verliert Paula jedoch nicht aus den Augen, nämlich die Suchen nach Hinweisen auf den Verbleib ihres Vaters, auch wenn die Ereignisse bereits dreißig Jahre zurückliegen. Was weiß ihre Mutter darüber, sagt sie Paula die ganze Wahrheit über ihre Zeit damals am Rhein? Je mehr Paula nachforscht, umso deutlicher wird es, dass sie einem dunklen Familiengeheimnis auf der Spur ist.


    Die Charaktere werden von Susanne Goga wieder liebevoll und detailliert dargestellt. Spannend war auch die widersprüchliche Darstellung von Paulas Mutter, bei der ich mir lange nicht sicher war, aus welcher Motivation sie so gehandelt hat, wie sie es getan hat. Dazu kommen die lebendigen Landschaftsbeschreibungen, die den besonderen Zauber dieser Gegend gekonnt einfangen. Was mir völlig unbekannt war, dass zu der damaligen Zeit viele Briten am Rhein gelebt haben, die des milden Klimas wegen in diese schöne Landschaft gezogen sind.


    Mich konnte das Buch mit seiner Mischung aus faszinierenden Beschreibungen, interessanten Figuren und einem dunklen Familiengeheimnis, dem Paula und die Leser Schritt für Schritt auf die Spur kommen, wieder überzeugen.


    Meine Rezension erscheint bei:

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    Liebe SusiGo ,

    herzlichen Dank für die wiederum tolle Begleitung dieser Leserunde, die wieder sehr viel Spaß gemacht hat. Und ich freue mich ebenfalls riesig auf das nächste Mal, wenn es dann mit Leo weitergehen wird.