03 - Seite 188 bis Seite 266 (Kapitel 16 bis einsch. Kapitel 22)

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  • Meine Tochter wohnt in Bonn und erzählte auch, dass es für Studenten ziemlich leicht sei, ein schönes, bezahlbares WG-Zimmer zu finden. Vorausgesetzt, man lässt sich auf diese "Traditionen" ein. Ihre männlichen Freunde sind eher tätowiert und somit keine Kandidaten für Burschenschaften. ;)

    Ich wunderte mich gerade... über die leicht zu bekommenden Zimmer in Bonn. Ja, bei den Verbindungen ist immer was frei. In Köln ist das genauso und leider reiht sich da gerade in meiner Wohngegend ein Verbindungshaus an das andere und die jungen Männer, die da rauskommen (wie auch ihre weibliche Begleitung) sind echt nicht von diesr Welt. Ich komme mir dann immer wie im falschen Film vor. Ich würde aber nicht sagen, dass Tätowierungen ein Hindernis sind - die kommen bei Traditionsbewussten (um es mal "mild" auszudrücken) genauso vor! Und ich muss es wissen, ich habe in diesem Sommer die Verbindungsstudenten in fast jedem Outfit (bzw. fast ohne welches) beobachten dürfen!

    Da hast du recht. Aber bei den Freunden meiner Tochter würde auch die politische Haltung nicht so recht passen. :)

  • Das stimmt, aber Bruderschaften hatten/haben ja ihre eigenen Regeln und sind komisch drauf.

    Ein Junge aus unserem Freundeskreis suchte händeringend ein WG-Zimmer, als er studierte. War schwierig, er konnte in so einer Bruderschafts-WG unterkommen, aber nach dem ersten Gespräch war er so abgestoßen von deren Regeln, dass er weitergesucht hat.

    Das ist leider wahr - ich kenne das noch von Tübingen.


    Eine noch junge Ehe, die plötzlich verschiedene Belastungen aushalten muss und ihnen nicht standhält. Margarets Situation ist natürlich auch ganz anders als die einer Frau von heute. Unsereins würde sich notfalls Kind und Kreditkarte schnappen und die Heimreise buchen. Aber das war in einer Zeit, da Frauen ganz von ihren Ehemännern abhängig waren, nicht möglich.

    Das stimmt, damals konnte Frau nicht einfach so wieder zurückreisen. Und so wurde das alles zu einer echten Belastungsprobe für die junge Ehe.

  • Ich habe es geahnt, Benjamin ist nun auch Teil der Geschichte. Paula wächst förmlich über sich hinaus. Springt voll in die Bresche um Benjamin zur Hilfe zu kommen. Abwohl sie nicht wusste, dass es sich um Benjamin handelt.

    Ein cleverer Schachzug von Paula, den Onkel ( Professor) zu erwähnen :totlach:das ging voll auf, obwohl es ein Schuss ins blaue gewesen ist.

    Nach Paulas Hilfe, entschuldigt sich Benjamin bei Paula. Auch wenn wir noch nicht so viel von ihm wissen, aber ich glaube er ist ein ganz Netter.

    Über Onkel Rudy seine Bemerkung musste ich schmunzeln, ob er noch einmal hinaus gehen sollen. Den mag ich, genau wie Paula, wirklich gerne .

    Die Frage, wie ein Mensch einfach verschwinden kann, quält Rudy genauso wie Paula. Und ich Frage mich immer zu was wohl geschehen ist. Wenn er noch leben sollte, müsste es doch wenigstens einen winzigen Hinweis geben. Es sei denn er ist ins Ausland gegangen.

    Das er mit dieser ehrenwerten Caroline Bennet von dannen ist, kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. Auch wenn er nicht mehr glücklich in sei er Ehe gewesen ist, hätte er seine Tochter nicht alleine gelassen. Ich denke darum so, weil er mit seinem Bruder so innig gewesen ist und so liebevolle Briefe an seinem Bruder geschrieben hatte. Hätte er nicht seinem Bruder seine Nichte vorstellen wollen? Das ist mir zu platt, mit dieser Bennet.

    Gut ich kann verstehen, das Margaret völlig aufgelöst sein musste, so alleine mit einem Kind in einem fremden Land. Ich kann mir nicht helfen, aber irgendetwas stimmt an der Geschichte nicht.


    Rudy hat nicht gleich Nachforschungen angestellt und das nagt heute noch an ihm. Er macht sich Vorwürfe, aber wenn keiner etwas gesehen oder gehört hat, bis auf die paar Hinweise, was hätte er machen können. Wenn jemand nicht gefunden werden will, dann sorgt er dafür, dass alle Spuren verwischt werden.

    Paulas Zorn auf ihre Mutter kann ich voll nachvollziehen. Es steht ihr einfach nicht zu, so schwerwiegendes zu verschweigen. Das hat nichts mit Behüten zu tun. Paula hätte ein Recht darauf gehabt. Und ich glaube auch, dass sie es besser verkraftet hätte, als die jetzige Situation.


    Ha, da hat der Professor noch von dem Fehlverhalten seines Neffen erfahren. Das hat mich gefreut.


    Leider hat Paula im Hotel kein Glück, etwas zu erfahren.

    Rudy hat ein kleines Fest zu Ehren Paulas gegeben. Und richtig nobel, im Hotel Belle Vue mit Gästen, die von Bedeutung sein könnten. Ach schön, Benjamin wurde von Paula eingeladen zu der kleinen Feier zu kommen.

    Margaret nimmt einen Brief zur Hand, der von einem Mann zu sein scheint. Lässt sie Paula etwa bespitzeln. Was mein er mit.....es ist schon lange her....Ich sag ja, an ihrer Geschichte stimmt was nicht. Margaret schreibt einen Brief an ihre Tochter. Für mich war der nichts sagend, nicht aufrichtig und wenig herzlich.

    Ich liebe Onkel Rudy, er hat Paula ein Kleid geschenkt. Wer hat sich schon einmal so um das Seelenheil von Paula gekümmert. Die vertrocknete Cousine und die Mutter mit Sicherheit nicht.


    Mr. Wenborne hat ihre Eltern leider nur flüchtig gekannt. Leider konnte sie auch keine weiteren Erkenntnisse bei der Feier erlangen.


    Nun ahnt Paula, dass ihr Onkel und der Professor ein Paar sind. Ich fand, sie wirkte nicht unbedingt schockiert und ich glaube auch nicht, dass sie die beiden Männer verurteilen würde.


    Dann war da noch der Ausflug mit Benjamin und Paula. Sie ist ganz gerührt von den lieben Worten von ihm. Mir tut Paula oft leid, ihr ist so viel entgangen. Für mich ist es so, als lebte sie bei der Cousine in Gefangenschaft.

    Ohje, und dann das. Benjamins Vater hat ihn beauftragt, die Bekanntschaft zu Paula zu suchen. Und ich wette mit euch, dass Margaret die Auftraggeberin ist. So ein mieses Weib. Ich kann gar nicht ausdrücken, wie leid es mir um Paula tut. Schon wieder wurde sie hintergangen. So ein Elend.


    Vielleicht löst sich noch alles auf, ich hatte mir ein wenig gewünscht, dass die beiden sich noch näher kommen. Ob Benjamin weiter seinem Vater seiner Bitte nachkommt? Ich denke nicht, ihm liegt einfach zu viel an Paula.

  • Eine noch junge Ehe, die plötzlich verschiedene Belastungen aushalten muss und ihnen nicht standhält. Margarets Situation ist natürlich auch ganz anders als die einer Frau von heute. Unsereins würde sich notfalls Kind und Kreditkarte schnappen und die Heimreise buchen. Aber das war in einer Zeit, da Frauen ganz von ihren Ehemännern abhängig waren, nicht möglich.

    Das stimmt, damals konnte Frau nicht einfach so wieder zurückreisen. Und so wurde das alles zu einer echten Belastungsprobe für die junge Ehe.

    Ich glaube ich bin die Einzige, die wenig Mitleid mit Margaret hat. Ich kann mich nicht dagegen wehren, aber ich glaube sie ist mit Schuld an der Situation, in der sich Margaret und William damals befunden haben. Ich gebe zu, auf Schlag mit einem Kind in einem fremden Land alleine zu sein, ist nicht schön. Aber wie es schien, hatte sie Hilfe.

  • Dass der Vater ihn gebeten hat, Paula kennen zu lernen ist natürlich überraschend und doof, weil er da nicht ganz ehrlich war. Aber ich denke, da steckt nichts Schlimmes dahinter und Benjamin wusste gar nicht, um was es eigentlich ging, bis Paula es ihm erzählt hat. (Das die Väter sich wohl kannten wäre aber vielleicht ein neuer Ansatzpunkt auf der Suche, denn bis jetzt haben ihre Nachfragen ja rein gar nichts ergeben.)

    Auch der Brief der Mutter bestätigt nur, was sie schon mehr oder weniger weiß. Sie versucht sich zu rechtfertigen. Aber so wirklich Mitleid habe ich trotzdem nicht mit ihr.

    Das ist wirklich dumm gelaufen und sie weiß nicht ob Benjamin dem Wunsch seines Vaters nachgeht. Ein wenig tat er mir auch leid, es war bestimmt nicht seine Absicht sie zu verletzen. Aber nun fühlt sie sich wieder hintergangen. Das ist verzwickt.

  • Also, ich mache mir wirklich große Sorgen um Rudys Gesundheit: hat er sich einmal berappelt, geht es ihm gleich wieder schlecht. Das könnte noch böse enden...

    Ich glaube, da gibt es keine zwei Meinungen. Wir wissen was ein Herzinfarkt bedeutet. Die Ursache für den Infarkt wurde nicht beseitigt ( die Medizin war ja noch lange nicht soweit), das bedeutet die Verengung ist noch da. So befürchte ich, dass es zu einem neuen Infarkt kommen wird, oder das Herz nicht mehr genug Kraft hat zum schlagen.

    Leider, denn Rudy ist wie der liebevolle Vater den Paula nie hatte.