05 - Seite 354 bis Ende (Kapitel 33 bis Ende)

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  • Was für ein trauriges Ende für Paulas Vater! Und Margaret hat ihn einfach sich selbst überlassen, keine Hilfe geholt. Wie konnte sie nur damit leben? Und selbst Harriet schien es ja auch gewußt zu haben.


    Die Mutter hat sogar gelogen, als sie sagte, daß Charles Trevor über alles Bescheid wußte. Die Lügen, die sie anderen auftischte, dienten einzig und alleine zum Selbstschutz. Wie das bei anderen ankam, war ihr wahrscheinlich ganz egal.


    Es ist schön, daß Paula mit Benjamin jetzt jemanden an ihrer Seite hat, dem sie vertrauen kann. Zusammen werden sie ihren Weg schon machen!


    Für mich ist Paula eine mutige Frau. Sie gibt nicht auf, bis sie alle Spuren aufgedeckt hat.


    Der liebe Onkel Rudy hat doch noch erfahren können, was mit seinem Bruder geschehen ist. August verliert einen teuren Freund.

  • Ich bin immer wieder begeistert von Onkel Rudy. Er ermöglicht die Tour entlang des Rheins, damit Paula weitersuchen kann. Damit hat Paula die Möglichkeit, das zu tun, was er sich vorwirft, nicht richtig getan zu haben. Andererseits will er Paula auch eine Freude machen.


    Es ist fast wie eine Schnitzeljagd. Manchmal habe ich gedacht, dass ist jetzt zu viel Zufall und zu viel Erinnern nach so langer Zeit. Doch dann habe ich mir bewusst gemacht, dass es weniger Menschen dort gab und dass die Menschen nicht so überladen wurden mit Medien und Informationen. Da kann man sich dann auch lange Zeit an auffallende einzelne Begebenheiten erinnern.


    Paulas Mutter hat bis zum Schluss nicht wirklich eingesehen, dass sie einen Fehler gemacht hat. Sie wollte zwar Vergebung, ist aber immer noch überzeugt, richtig gehandelt zu haben.


    Rudy weiß nun, was mit seinem Bruder geschehen ist und darf im Kreis seiner Lieben sterben. Das alte Schlitzohr hat schön dafür gesorgt, dass es Paula gut geht.


    Bei Paula kommen doch die abenteuerlustigen Gene ihres Vaters durch. Sie will mit Benjamin reisen und das nachholen, was ihr so lange verwehrt war.


    Auch wenn ich mich manchmal aufgeregt habe, es war doch ein richtiger Wohlfühlroman.

  • Das freut mich. Ich muss gestehen, es ist mir sehr schwer gefallen, Onkel Rudy sterben zu lassen, aber es war konsequent. Ich hoffe aber, dass Paulas neues Glück und das versöhnliche Ende sowie die Möglichkeit, dass es zu einer Verständigung mit ihrer Mutter kommt, das ausgleichen.

  • Ich bin immer wieder begeistert von Onkel Rudy. Er ermöglicht die Tour entlang des Rheins, damit Paula weitersuchen kann. Damit hat Paula die Möglichkeit, das zu tun, was er sich vorwirft, nicht richtig getan zu haben. Andererseits will er Paula auch eine Freude machen.

    Ja, Onkel Rudy ist wirklich eine Wucht!

  • Es ist fast wie eine Schnitzeljagd. Manchmal habe ich gedacht, dass ist jetzt zu viel Zufall und zu viel Erinnern nach so langer Zeit. Doch dann habe ich mir bewusst gemacht, dass es weniger Menschen dort gab und dass die Menschen nicht so überladen wurden mit Medien und Informationen. Da kann man sich dann auch lange Zeit an auffallende einzelne Begebenheiten erinnern.

    Es war wirklich eine sehr anstrengende, intensive Spurensuche. Gut, daß Paula bis zum Schluß durchgehalten hat.

  • Was für ein rach- und selbstsüchtiges Weib Paulas Mutter ist! Hat sie doch tatsächlich ihren Mann mit Absicht sterben lassen :o

    Egal, was nun zwischen ihm und Caroline Bennett war oder auch nicht, aber das ist keine Entschuldigung für das, was sie getan hat. Dass William Carolines Namen gerufen hat, würde ich nicht überbewerten wollen, das kann seiner Dehydrierung zuzuschreiben sein oder auch einfach der Tatsache, dass er nie und nimmer damit gerechnet hat, dass Margret oben am Turm auftaucht. In dem Fall hätte ich auch eher mit Caroline gerechnet, mit der er ein Stück gemeinsame Strecke gereist ist und die evtl. darüber informiert war, was er an Unternehmungen geplant hatte.


    Ich hatte allerdings auch niemals damit gerechnet, dass sich Margret tatsächlich auf eigene Faust auf die Suche nach ihrem Mann macht. Kein Wunder wollte sie verhindern, dass Charles Trevor irgendetwas darüber verlauten lässt, dass sie eine Woche ihre Tochter in der Obhut der Trevors gelassen hat. Dabei ging es ihr weniger um die Sorge, dass Paula es missverstehen könnte, sondern vielmehr um die Vermeidung der unangenehmen Fragen nach dem warum und wo sie in der Zeit war.


    Margret muss sich vor 30 Jahren doch auch nach William durchgefragt haben, daher verwundert es mich ein wenig, dass sich keine der Personen, die Paula und Benjamin während ihrer Reise nach dem verschwundenen Vater befragt haben, an eine Frau erinnern konnten, die sich seinerzeit ebenfalls schon nach ihm erkundigt hat - von der Seite her hatte Margret wirklich Glück gehabt. Andererseits war es natürlich Pech für sie - und großes Glück für Paula -, dass ihr Vater damals noch sein Schreibzeug bei sich gehabt hatte.


    Onkel Rudy ist echt süß, wie er Paula und Benjamin zu ihrem Glück verhilft - und er war dabei mehr als erfolgreich. Ich freue mich sehr für die beiden, zumal Benjamin in Frauen gleichberechtigte Partnerinnen sieht, was zur damaligen Zeit auch nicht unbedingt die Regel war <3 Und ich bin davon überzeugt, dass Paula keine Probleme damit haben wird, in die Ferne zu reisen und sich Land und Leuten zu öffen, ganz im Gegensatz zu ihrer Mutter.


    Wir hatten es ja schon befürchtet, dass Rudy das Ende des Buches nicht überleben wird, ich hätte ihm noch mehr Zeit mit seiner Nichte gegönnt. Aber man muss froh sein, dass sie sich überhaupt noch wiedergefunden haben, bevor es zu spät war. Und die anschließende "Beisetzung", indem sie seiner Asche die Freiheit an dem von ihm so geliebten Ort ermöglicht haben, fand ich sehr rührend und tröstlich. Und es war typisch Rudy, dass er Paula zwar seinen Laden vermacht hat, ihr aber direkt die Option hat offen lassen, ihn an Wörth zu übergeben, um mit Benjamin reisen zu können. Das wäre Harriet und Margret nie in den Sinn gekommen!


    Überhaupt Harriet: über ihren Brief an Margret habe ich mich nur aufregen können! Die Arme, hat sie doch jetzt höhere Kosten, nachdem Paula sie verlassen hat X( Und dann noch der Absatz, wie schlimm es ist, dass Paula mit einem unpassenden Mann Umgang pflegt! So eine blöde Kuh - mich wundert es echt nicht, dass sie und Margret so dick miteinander sind.


    Die Beschreibungen der Reise am Rhein entlang sowie die Erkundigungen von Paula und Benjamin waren wieder ganz toll und lebendig, auch wenn ihr Ende ziemlich ernüchternd war. Aber nun hat Paula wenigstens endlich Gewissheit, auch wenn sie kurz überlegt, ob es nicht besser gewesen wäre, die Wahrheit nie zu erfahren.


    Wenn Rudy nicht den Brief an Paula geschrieben und der schwatzhafte Postbote nicht bei Paula nachgefragt hätte, ob sie gute Nachrichten aus Deutschland bekommen hat, würde Paula immer noch bei Cousine Harriet versauern.

    Und bei aller Verachtung für Margret hat sie doch eines richtig gut gemacht: nämlich, dass sie Charles Trevor gebeten hat, Benjamin auf Paula anzusetzen, denn sonst wären sich die beiden niemals begegnet. Auch wenn sich Margret das sicherlich ganz anders vorgestellt hat :teufel:


    Spannend ist auch die Geschichte um Idilia Dubb, die du im Nachwort ansprichst, Susanne - ich habe natürlich gleich mal gegoogelt. Und die Fotos runden das tolle Buch noch perfekt ab.

  • Ich bin immer wieder begeistert von Onkel Rudy. Er ermöglichtdie Tour entlang des Rheins, damit Paula weitersuchen kann.

    Das war wirklich toll von Rudy - zumal er ja damit auf gemeinsame Zeit mit seiner Nichte verzichten muss, obwohl ihm sicherlich klar war, dass er nicht mehr allzu lange zu leben hat. Und dabei ging es ihm nicht nur darum, etwas über den Verbleib seines Bruders zu erfahren, sondern gleichzeitig wollte er sichergehen, dass das mit Paula und Benjamin auch wirklich was wird.


    Es ist fast wie eine Schnitzeljagd. Manchmal habe ichgedacht, dass ist jetzt zu viel Zufall und zu viel Erinnern nach so langerZeit.

    Wahrscheinlich war es echt auch von Vorteil, dass William damals ein Stück weit mit Caroline Bennett gereist ist, denn diese Frau schien ja vielen echt im Gedächtnis geblieben zu sein.


    Ich hoffe aber, dass Paulas neues Glück und das versöhnliche Ende sowie die Möglichkeit, dass es zu einer Verständigung mit ihrer Mutter kommt, das ausgleichen.

    Das Ende fand ich in jedem Fall versöhnlich und tröstlich. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich überhaupt noch eine Verständigung mit der Mutter haben wollte, wenn ich an Paula Stelle wäre. Aber jetzt hat Paula sowieso erstmal Abstand von ihrer Mutter, wenn sie mit Benjamin durch die Welt reist und vielleicht tut das beiden sehr gut.

  • Die Rheinfahrt und die immer wieder neuen Puzzleteile und dann Paulas innere Stimme, dass genau diese Ruine mehr bedeutet hat für ihren Vater, das führt dann tatsächlich zum Erfolg. Mit einer realen Leiche hätte ich nicht gerechnet. Und schon gar nicht, dass der arme Mann da unten verdurstet ist und seine widerwärtige Ehefrau ihn hätte retten können. Die kommt mir zu billig weg. Grrr.


    Schön war die Annäherung von Benjamin und Paula. Die beiden passen wahnsinnig gut zusammen. Und ich kann mir gut vorstellen, wie sie auf Reisen gehen und die Welt entdecken.

  • Was für ein rach- und selbstsüchtiges Weib Paulas Mutter ist! Hat sie doch tatsächlich ihren Mann mit Absicht sterben lassen :o

    Egal, was nun zwischen ihm und Caroline Bennett war oder auch nicht, aber das ist keine Entschuldigung für das, was sie getan hat. Dass William Carolines Namen gerufen hat, würde ich nicht überbewerten wollen, das kann seiner Dehydrierung zuzuschreiben sein oder auch einfach der Tatsache, dass er nie und nimmer damit gerechnet hat, dass Margret oben am Turm auftaucht. In dem Fall hätte ich auch eher mit Caroline gerechnet, mit der er ein Stück gemeinsame Strecke gereist ist und die evtl. darüber informiert war, was er an Unternehmungen geplant hatte.

    Ich denke auch, dass er nie und nimmer mit seiner Frau gerechnet hat. Dass er Caroline gerufen hat, bedeutet wirklich nicht, dass die beiden etwas miteinander hatten.

    Das wäre Harriet und Margret nie in den Sinn gekommen!

    Die hätten alles getan, um Paula wieder als Pflegerin wegzusperren.

  • Ich denke auch, dass er nie und nimmer mit seiner Frau gerechnet hat. Dass er Caroline gerufen hat, bedeutet wirklich nicht, dass die beiden etwas miteinander hatten.

    Ja, das hat die Ehefrau sicher in den falschen Hals bekommen. Nach ihr konnte er ja schlecht rufen. Wer hätte gedacht, dass sie ihm folgt und tatsächlich dort landet, wo er hineingefallen ist. Ist ja schon wahnsinn, dass sowohl die Ehefrau als auch die Tochter an seinen Unglücksort kommen und ihn dannn auch noch finden.;)

  • Wow, was für ein tragisches Ende...das muss man erstmal sacken lassen!


    Ich hatte schon lange vermutet, das Paulas Mutter etwas mit dem Verschwinden ihres Mannes zu tun hat. Dabei dachte ich an einen tragischen Unfall, den sie vielleicht vertuschen möchte o. ä., aber das sie ihn einfach aus Eifersucht und Kränkung zurück gelassen hat, hätte ich ihr nicht zugetraut. Aber die Schuldgefühle scheinen ja auch ihr ständiger Begleiter geblieben zu sein.

    Bei allem Entsetzen über Margarets kaltblütiges Handeln habe ich doch auch Mitleid mit ihr. Sie muss wohl sehr, sehr verzweifelt und unglücklich gewesen sein...mitunter vielleicht auch depressiv. Existenzsorgen, Überforderung und eine Art innere Einsamkeit haben sie in eine Ausnahmesituation gebracht. Erschreckend finde ich allerdings, das sie keinerlei Reue zeigt.


    Somit ist auch das Rätsel um den Prolog gelöst sowie meine Frage, warum der Buchtitel "die vergessene Burg" lautet.


    Mein persönliches Highlight befindet sich zum Schluss in Rudys Testament. Er vermacht dem Professor seine goldene Taschenuhr "auf dass er nie vergessen möge, wie kurz unser Dasein auf dieser Erde ist und wie vielfältig seine Freuden sind."

    Das ist ein schöner, wertvoller Gedanke der mich nach der vorausgegangen Tragik um Williams Tod wieder vollends versöhnt.

  • Ich war sehr traurig, dass Onkel Rudy sterben musste! Klar, er war sehr krank und das in einer Zeit, in der man gegen so schlimme Erkrankungen noch nicht allzu viel machen konnte, aber so ein Sonnenscheinchen hätte es doch verdient zu leben - quasi der perfekte Rheinländer, eine wahre Frohnatur der positivsten Art, auch wenn er als Engländer geboren wurde. Aber er starb als (englischer) Rheinländer mit den Menschen um sich herum, die ihm am meisten am Herzen lagen.


    Wie schön, dass er Paulas Glück den Weg geebnet, indem er sie mit Benjamin die Rheinfahrt machen lässt! Und Paula wird liebe Schwiegereltern bekommen, die sie schon als Baby kannten, wie sich jetzt herausstellt.


    Ich beurteile Margaret ein bisschen anders als die meisten hier, mehr als Kind ihrer Zeit. Sie war jung, strahlend, lebenslustig - und dann auf einmal Ehefrau und Mutter und nichts lief so, wie sie es erhofft hatte, viel zu früh gingen sie und ihr Ehemann eigene Wege. Was sie tat, war dennoch ungeheuerlich und sie müsste dafür in der Hölle schmoren. Andererseits glaube ich, dass sie ihre eigene Rolle mehr in Frage gestellt hätte, wäre da nicht Cousine Harriet gewesen, die ihr eine bestimmt Meinung bzw. Sicht zu Paulas Vater und allem anderen, was damit zusammenhing, übermittelte. Harriet scheint ja immer schon ziemlich dominant und auch fies gewesen zu sein. Sehr egozentrisch und auch rechthaberisch in der Hinsicht, dass sie neben der ihrigen keine andere Meinung gelten lässt. Es muss gar nicht sein, dass sie alle Einzelheiten über Margaret und ihren Mann wusste. Aber sie hat dennoch eine Meinung gehabt und die auf eine sehr dominante Art an Margaret weitergegeben, die Jahrzehnte hinweg Zeit hatte, diese zu festigen.

  • Überhaupt Harriet: über ihren Brief an Margret habe ich mich nur aufregen können! Die Arme, hat sie doch jetzt höhere Kosten, nachdem Paula sie verlassen hat X( Und dann noch der Absatz, wie schlimm es ist, dass Paula mit einem unpassenden Mann Umgang pflegt! So eine blöde Kuh - mich wundert es echt nicht, dass sie und Margret so dick miteinander sind.

    Ich glaube ja wirklich, dass Margret ohne Harriet eine andere wäre - zumindest teilweise!

    Mein persönliches Highlight befindet sich zum Schluss in Rudys Testament. Er vermacht dem Professor seine goldene Taschenuhr "auf dass er nie vergessen möge, wie kurz unser Dasein auf dieser Erde ist und wie vielfältig seine Freuden sind."

    Das ist ein schöner, wertvoller Gedanke der mich nach der vorausgegangen Tragik um Williams Tod wieder vollends versöhnt.

    Das ist wirklich ein sehr schöner Gedanke, wie man ihm seinem Liebsten immer gönnen sollte!

  • Ich bin sehr froh, dass euch das Ende gefällt. Es ist mir wirklich sehr schwer gefallen, Onkel Rudy sterben zu lassen, aber es war konsequent. Sonst hätte ich das Gefühl gehabt, ich hätte mich um etwas gedrückt.

    Auch gefallen mir eure so unterschiedlichen Gedanken zu Margaret. Sie ist eine schwierige Figur, und der Einfluss von Harriet hat sicher nicht geholfen. Mir war es beim Schreiben wichtig, dass es bei Paulas Eltern kein Schwarz-Weiß gibt, auch wenn Margarets Schuld überwiegt. Aber William hat sich auch zweifelhaft verhalten, und ich kann Margarets Notlage verstehen.

  • Ich beurteile Margaret ein bisschen anders als die meisten hier, mehr als Kind ihrer Zeit. Sie war jung, strahlend, lebenslustig - und dann auf einmal Ehefrau und Mutter und nichts lief so, wie sie es erhofft hatte, viel zu früh gingen sie und ihr Ehemann eigene Wege. Was sie tat, war dennoch ungeheuerlich und sie müsste dafür in der Hölle schmoren. Andererseits glaube ich, dass sie ihre eigene Rolle mehr in Frage gestellt hätte, wäre da nicht Cousine Harriet gewesen, die ihr eine bestimmt Meinung bzw. Sicht zu Paulas Vater und allem anderen, was damit zusammenhing, übermittelte. Harriet scheint ja immer schon ziemlich dominant und auch fies gewesen zu sein. Sehr egozentrisch und auch rechthaberisch in der Hinsicht, dass sie neben der ihrigen keine andere Meinung gelten lässt. Es muss gar nicht sein, dass sie alle Einzelheiten über Margaret und ihren Mann wusste. Aber sie hat dennoch eine Meinung gehabt und die auf eine sehr dominante Art an Margaret weitergegeben, die Jahrzehnte hinweg Zeit hatte, diese zu festigen.

    Ja, die Mutter Margaret ist von ihrer Zeit und besonders von Harriet beeinflußt worden. Aber jemandem in Not nicht zu helfen, was einem Todesurteil gleichkommt, ist ein Verhalten, das mehr als fraglich ist. War das nicht immer eine totale Belastung für Margaret? Kann man sich davon befreien?

  • Beitrag von TochterAlice ()

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  • Ich bin sehr froh, dass euch das Ende gefällt. Es ist mir wirklich sehr schwer gefallen, Onkel Rudy sterben zu lassen, aber es war konsequent. Sonst hätte ich das Gefühl gehabt, ich hätte mich um etwas gedrückt.

    Auch gefallen mir eure so unterschiedlichen Gedanken zu Margaret. Sie ist eine schwierige Figur, und der Einfluss von Harriet hat sicher nicht geholfen. Mir war es beim Schreiben wichtig, dass es bei Paulas Eltern kein Schwarz-Weiß gibt, auch wenn Margarets Schuld überwiegt. Aber William hat sich auch zweifelhaft verhalten, und ich kann Margarets Notlage verstehen.

    Ja, manchmal muss man Dinge tun, die man nicht tun will...


    Ich finde auch, dass William - auch wenn er jetzt wesentlich sympathischer rüberkommt - Fehler gemacht hat und ich kann mir gut vorstellen, dass Margaret damals schockiert war, dass er eine andere Frau ansprach und quasi im Affekt handelte. Richtig ist das natürlich auf keinen Fall, aber ich glaube, sie war sehr verletzt.

  • Ja, die Mutter Margaret ist von ihrer Zeit und besonders von Harriet beeinflußt worden. Aber jemandem in Not nicht zu helfen, was einem Todesurteil gleichkommt, ist ein Verhalten, das mehr als fraglich ist. War das nicht immer eine totale Belastung für Margaret? Kann man sich davon befreien?

    Ich kann mir vorstellen, dass Margaret sich das "schöngedacht" hat im Nachhinein. Wie das halt manchmal so ist.