Leserundenfazit, Rezensionen etc. (ohne Spoiler)

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  • Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein, die ihr nach der Leserunde schreiben wollt. Denkt bitte daran, dass Eure Rezensionen eine Art "Gegenleistung" für die Freiexemplare der Verlage sind. Es wäre deshalb schön, wenn sich hier möglichst alle beteiligen - ebenso ist ein Fazit zur Leserunde (gerne auch eines der Autorin) immer interessant.


    Bitte vermeidet Spoiler und komplette Zusammenfassungen des Inhalts in den Rezensionen, da diesen Thread vielleicht auch Leute lesen, die "Alles ist lebend tot" nicht gelesen haben, es aber noch tun wollen!


    Außerdem wäre es sicherlich sowohl für Natalie Mesensky als auch für ihren Verlag Gmeiner, der uns freundlicherweise Freiexemplare spendiert hat, schön, wenn ihr Eure Rezensionen nicht nur hier, sondern auch auf anderen Internetseiten, Blogs und so weiter einstellen mögt.

    Bitte rezensiert das Buch auch auf unserer Hauptseite. Eine extra Anmeldung ist hierzu nicht nötig, Gastrezensionen werden manuell freigeschaltet.

  • So, meine Rezension ging nun online, unter :Igela/ 8.10.18

    Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt mit dem Krimi, habe wirklich endlos lange gerätselt. Der Austausch war wirklich toll und danke schon mal Nathalie, dem Verlag und meinen Mitlesern. Natürlich bleibe ich der Leserunde noch treu!


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    lesejury.de

    weltbild.ch


    sobald freigeschaltet Rezension auch bei orellfüssli.ch/jpc.de/


    Rezension:

    Barbara Aubert zieht nach dem Verkauf ihrer Firma von Wien ins beschauliche Tulln. Dort erfüllt sie sich einen Traum und kauft sich in eine Gärtnerei mit Blumenladen ein. Die Inhaberin, Leonie, ist nach dem Tod ihres Mannes alleinerziehend und arbeitet von früh bis spät, um das Geschäft behalten zu können. Das idyllische Städtchen wird erschüttert, als der Kunstsammler Erich Hickel getötet wird. Er wird nachts in seinem Haus überfallen, getötet, und dabei wird ein bedeutendes Bild gestohlen.


    Wunderbar! Schon auf den ersten Seiten startet mit der Beschreibung des Überfalls auf Erich Hickel dieses Buch genregerecht. Was spannend beginnt, flacht in der Beziehung leider danach erst mal ab. Nach Überfall und Mord, wird man als Leser nämlich zuerst in die Lebensumstände von Barbara eingeführt. Zwar sind die und die Einführung in Land und Leute nicht uninteressant beschrieben. Doch für meinen Geschmack doch etwas zu sehr in die Länge gezogen. Hier hat sich zwischen den Zeilen, und erst im Nachhinein für mich verständlich, schon sehr gut herauskristallisiert, wer es nicht so gut mit Barbara meint. Tulln ist ein kleines Städtchen, in dem ordentlich getratscht wird. Manchmal war mir das etwas unübersichtlich, wer denn nun genau wer ist und in welcher Beziehung zu den anderen steht. Das Personenglossar zu Beginn des Buches hat hier Abhilfe geschaffen. Immer wieder begegnen dem Leser österreichische Ausdrücke, die anhand von Fussnoten sehr gut übersetzt wurden. Nach dem ersten Drittel nimmt der Krimi wieder Fahrt auf. Ein zweiter Mord geschieht und plötzlich war buchstäblich jeder verdächtig. Von da an hat mich das Buch nicht mehr los gelassen. Zu spannend die Frage, wer denn nun wie genau in den Taten drin hängt und was das Motiv ist.

    Der Schreibstil hat mir gefallen. Sehr gut hat die Autorin die Atmosphäre in dem Städtchen, sowie die Eigenheiten der Figuren beschrieben. Gerade in den Landschaftsbeschreibungen empfand ich den Schreibstil fast poetisch. Es geht zu grossen Teilen auch um Kunst. Nämlich um den Maler Egon Schiele, seine Werke, sein Leben und sein Schaffen. Ich kannte den Maler vorher nicht. Und durch die ganz und gar nicht trockene Einführung, die zudem hervorragend in den Krimi eingewoben wurde, habe ich nun auch eine Ahnung von diesem Maler und seinem Leben. Einige Male bin ich über Details, die aus den vorderen Bänden stammen, gestolpert. Da hat mir einfach das Vorwissen gefehlt. Ebenfalls empfand ich ein, zwei Handlungssprünge, als überraschend und bei denen ich das Gefühl hatte, ein " Handlungsloch " zu haben.

    Ich habe mich gut unterhalten mit " Alles ist lebend tot ", meine "Krimi - Nase " war gefordert und ich empfand bis auf die etwas lange Einführung in die Figur Barbara und das Städtchen die Story als spannend.

  • Stellen wir die Rezi nicht mehr hier ein? Also, letztens war das noch ok, deswegen mache ich es jetzt auch noch - wenn unerwünscht, ändere ich das natürlich!


    Ich danke auf jeden Fall Avila fürs Moderieren und Natalie für die aufschlussreiche Begleitung und natürlich auch meinen Mitleserinnen dafür. dass es mit ihnen so nett wie immer war!


    Aber jetzt geht es los...


    Ein Haus, in dem ganz schön etwas steckt

    Tagebücher, Möbel und anderes nämlich - denn Barbara Aubert, die ihre Wiener Firma aufgibt und im beschaulichen Tulln ein neues Leben beginnt, hat das Haus mit allem drum und dran gekauft. Und das hat es in sich, wird der frühere Besitzer doch mit Egon Schiele, ja, genau, dem heute bekannten Maler, in Verbindung gebracht. Sein Jugendfreund soll er gewesen sein. Steckt mehr dahinter? Vielleicht ja sogar Wertvolles? Warum wohl geistert so ein merkwürdiger Zeitgenosse um das Haus herum, der behauptet, es hätte seinem Opa gehört und er wolle mal reinschauen.


    Barbara bleibt vorsichtig und das ist gut so: denn erstens hat sie alle Hände voll zu tun. Sie hat sich nicht nur ein neues Zuhause geschaffen, sondern mit dem Erwerb der Mehrheitsanteile an der örtlichen Gärtnerei auch ein neues Standbein versorgt - auch wenn Gärtnerin Leonie, gleichzeitig die frühere Besitzerin, sie aus dem Tagesgeschäft raushalten möchte. In ihrem eigenen oder in Barbaras Interesse?


    Barbara hat kaum Zeit, darüber nachzudenken, denn bald schon gibt es Tote. War es Selbstmord oder Mord und wie hängt das Ganze mit Fällen zusammen, die vor Barbaras Zeit geschahen? Gut, dass Barbara Freunde in Wien hat, die sie zur Hilfe holen kann.


    Ein ebenso stimmiger wie stimmungsvoller Kriminalfall, bei dem ich vor allem die Einbindung des Malers Egon Schiele, seiner Bilder und seiner mir bislang unbekannten Texte genossen habe. Das hat wettgemacht - dass es mir manchmal zu voll wurde in dem Krimi - sowohl in Bezug auf das Personal als auch bezüglich vorheriger Ereignisse, Verbindungen und Animositäten. Denn in dem Band kommen eine ganze Reihe von Figuren vor, die bereits in früheren Büchern der Autorin eine Rolle gespielt haben - da fühlte ich mich als Leserin des Öfteren mal vor vollendete Tatsachen gestellt.


    Dem interessierten Leser würde ich also raten, die vorher erschienenen Werke der Autorin zu genießen, bevor er sich an dieses macht - das erspart mit Sicherheit die ein oder andere Verwirrung und trägt dazu bei, den Genuss vollkommen werden zu lassen!

  • Stellen wir die Rezi nicht mehr hier ein? Also, letztens war das noch ok, deswegen mache ich es jetzt auch noch - wenn unerwünscht, ändere ich das natürlich!

    Doch, eigentlich machen wir das. ;) Also keine Sorge, alles gut. :*

    Ah ok, Sorry. Habe erst eine LR gemacht...darum bin ich da noch nicht bewandert. Sobald ich zu Hause bin, reiche ich meine Rezension nach.

  • Liebe Avila, herzlichen Dank für Deine Moderation. Liebe Natalie, ich habe Deine vielen Kommentare mit Interesse gelesen. Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit dafür und für uns genommen hast. Mir hat die Leserunde wieder viel Spaß gemacht.


    Hier meine Rezension, die ich nachher auch noch unter dem Titel "Ein unterhaltsamer Kunst-Krimi" verteilen werde:


    Barbara Aubert hat dem Stadtleben in Wien ade gesagt und sich in der Kleinstadt Tulln eine alte Villa gekauft und sich in eine Gärtnerei mit Blumenladen eingekauft. Nach dem Tod ihres Ehemannes muss die Inhaberin Leonie Bogner für ihre beiden kleinen Mädchen alleine sorgen und ist wohl froh, dass Barbara ihr so eine Sorge abgenommen hat.

    Der Frieden der Stadt wird durch den Mord an Professor Erich Hinkel erschüttert. Aus der Villa des alten Kunstsammlers wurde auch ein Gemälde von Egon Schiele gestohlen.


    Mich hat das Cover und der ungewöhnliche Titel veranlasst das Buch zu lesen. Und ich muss sagen, es war mein erster „Kunst“-Krimi und er hat mir sehr gut gefallen.


    Durch den Mord gleich zu Beginn der Geschichte bin ich schnell in Tulln angekommen. Von den Ermittlungen bekomme ich noch nicht viel mit. Eher lerne ich Barbara, ihr Umfeld und einige Tullner Bürger kennen. Getratscht wird in Tulln wie in jeder Kleinstadt. Jeder weiß von jedem alles, oft früher als der Betroffene selbst. Viele verschiedene Namen der interessanten und vielschichtigen Protagonisten, die ich aber durch eine ausführliche Namensliste zu Beginn des Buches sehr gut auf die Reihe bekomme.

    Der Schreibstil ist flott, sehr bildhaft und für mich sehr gut zu verstehen. Die österreichischen Begriffe sind als Fußnote erklärt oder sie erklären sich im Text selbst. Die Atmosphäre kommt sowohl zwischen den Personen als auch örtlich sehr gut rüber.


    Nach einem weiteren Mord steigt auch die Spannung, die Ermittlungen nehmen Fahrt auf und nun war auch ich ans Buch gefesselt und hier und da richtig geschockt. Ich habe mich auf eine falsche Fährte führen lassen und es gibt ein paar Wendungen, die ich so nicht erwartet habe.


    Egon Schiele kannte ich bisher nur dem Namen nach. Hier werden Bruchstücke seines Lebens, seiner Malerei und seiner Werke gut und passend neben den Mordfall eingeführt.


    Hier und da kommt es zu Szenen, wo ich merke, hier fehlt mir etwas. Ist aber für die Mordfälle, um die es hier geht, nicht relevant.


    Egon Schiele, ein interessanter Aufhänger, vier Morde, bei deren Aufklärung ich mittendrin war und eine österreichische Kleinstadt, die mein Interesse geweckt hat.

    Mich hat „Alles ist lebend tot“ sehr gut unterhalten.



    Hier meine Rezensionslinks vom 09.10.2018 unter "Ein unterhaltsamer Kunst-Krimi":

    https://literaturschock.de/lit…sky-alles-ist-lebend-tot/


    https://literaturschock.de/lit…nsky-alles-ist-lebend-tot


    https://www.lovelybooks.de/aut…8-w/rezension/1759423919/


    https://wasliestdu.de/rezensio…nterhaltsamer-kunst-krimi


    https://www.amazon.de/review/R…m?ie=UTF8&ASIN=3839222435


    http://www.lesejury.de/rezensionen/deeplink/171314/Product


    https://www.blogger.com/blogge…ostID=9079076173277244954


    https://www.buecher.de/go/user…ile/enc_cid/UV1KV1FUQVRU/


    https://www.hugendubel.de/de/t…end&internal-rewrite=true


    https://www.thalia.de/shop/hom…ldetails/ID117501393.html


    https://www.weltbild.de/kommen…d-tot_24537945-1?sterne=4



    https://www.jokers.de/artikel/…d-tot_24537945-1#comments


    https://www.pustet.de/shop/art…alles_ist_lebend_tot.html


    https://www.heyn.at/list?back=…87fcbdeccbba&xid=25654004


    https://www.heymann-buecher.de…alles_ist_lebend_tot.html


    https://fachbuch-schaper.buchh…alles_ist_lebend_tot.html


    https://www.bol.de/shop/home/artikeldetails/ID117501393.html

  • Ein herzliches Danke an alle, die hier mitgemacht haben: es war wieder eine tolle Leserunde mit Euch! Herzlichen Dank an Natalie, die uns so nett begleitet hat - ich hoffe, wir lesen uns bald wieder!




    Alles ist lebend tot – ein intelligenter und amüsanter Krimi


    Barbara Aubert, die Protagonistin des dritten Krimis von Natalie Mesensky, erfüllt sich einen Kindheitstraum: nach dem Verkauf ihrer Firma in Wien, investiert sie in eine Gärtnerei und Blumenhandlung in der Kleinstadt Tulln.

    Ein grausamer Raubmord und der Diebstahl eines Bildes von Egon Schiele verhindern jedoch, dass Barbaras Leben ruhig und beschaulich verläuft. Außerdem findet sie in ihrer Villa Aufzeichnungen des ursprünglichen Besitzers, der von Kindheit an mit Egon Schiele befreundet war und dessen Leben mitverfolgt hat.

    Mehr soll allerdings hier zum Inhalt nicht verraten werden! Was ich unbedingt noch positiv erwähnen möchte: das Cover des Buches ist Schieles „Sonnenbaum“. Abgesehen davon, dass es wunderschön ist, passt es perfekt zum Buch!


    Dieser Krimi ist sehr klug inszeniert: einerseits versucht man die Geheimnisse um die Morde zu ergründen, andererseits bilden fiktive Tagebucheintragungen zu Egon Schiele, der Kindheit und Jugend in Tulln verbracht hat, eine interessante Erzählung für sich. Man muss kein großer Schiele-Kenner sein, um der Geschichte folgen zu können, ein wenig Internetrecherche zu seinen Bildern ist trotzdem lohnend und interessant.


    Der Erzählstil begeistert mich: flüssig, unkompliziert zu lesen und immer wieder blitzt Humor durch. Dabei schafft es die Autorin, den Spannungsbogen durchgehend hoch zu halten. Immer, wenn ich dachte, den Täter identifiziert zu haben, gab es eine überraschende Wendung und ich war wieder ratlos. Dazu kommen amüsante Dialoge, teilweise in gemäßigtem Dialekt, die die Geschichte lebendig werden lassen.

    Detailreich werden die verschiedenen, bisweilen reichlich seltsamen und verschrobenen Charaktere beschrieben, die Barbaras Wege kreuzen. Sie gehören allesamt zum Kreis der Tatverdächtigen, manchmal mehr, manchmal weniger. Hin und wieder wird auch auf Personen der vorangegangenen Bücher der Autorin Bezug genommen. Ich kenne diese Bücher leider noch nicht und so war es ein wenig verwirrend, allerdings für diesen Krimi völlig bedeutungslos.


    Die Auflösung der Kriminalfälle ist logisch und war für mich trotzdem überraschend, weil ich mich durch alle falschen Spuren, die die Autorin gelegt hat, immer wieder in die Irre leiten ließ. Und auch wenn ich wieder einmal mein detektivisches Unvermögen bewiesen habe, so habe ich mich doch wirklich gut unterhalten gefühlt! Genau so soll es doch sein, oder?


    Fazit: ein intelligenter Krimi, der vergnügliche Lesestunden garantiert! Empfehlenswert!


    Die beste Buchhandlung

    LB

    Literaturschock Forum

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    Liebe Grüße!;)
    Miriam

    Einmal editiert, zuletzt von ysa ()

  • Hallo Liebe Alle,


    Vielen Dank für die schöne Leserunde. Ich habe mich nicht nur gut unterhalten, sondern auch wieder einiges gelernt. Bei der Konstruktion des Krimis versuche ich mich in die Köpfe der LeserInnen zu versetzen, um gezielt auf die falsche Spur zu lenken oder die Spannung zu halten. Es ist dann spannend zu sehen, ob und an welchen Stellen das geklappt hat und wo nicht.

    Ich war zb überrascht, dass Leonie so rasch als Verdächtige im Spiel war. Auch fand ich es interessant, dass Ines so polarisiert hat ....

    Aber den meisten Spass hatte ich, zu sehen, wie die Figuren in euren Köpfen lebendig wurden.


    Vielen Dank dafür - und selbstverständlich auch für Eure Rezensionen.


    Ich hoffe auch, dass wir uns hier mal wieder treffen - :) aber zuerst muss ich wohl wieder an den Schreibtisch.

    Alles Liebe und eine Gute Zeit Natalie

  • Mesensky Danke auch an dich. Es ist noch mal fruchtbarer, wenn die Autorin, der Autor, bei der Leserunde dabei sind. Lieben Dank, dass du dir die Zeit genommen hast...und nun husch..husch...an den Schreibtisch! Ich bin gespannt auf dein nächstes Buch!

  • Mesensky Danke auch an dich. Es ist noch mal fruchtbarer, wenn die Autorin, der Autor, bei der Leserunde dabei sind. Lieben Dank, dass du dir die Zeit genommen hast...und nun husch..husch...an den Schreibtisch! Ich bin gespannt auf dein nächstes Buch!

    danke ... ich nehm's als Motivation - das Anfangen ist immer das Schwerste ;)

  • Ein Neuanfang in der Provinz mit mörderischem Auftakt


    Nach dem Verkauf ihres Wiener Softwareunternehmens erfüllt sich Barbara Aubert einen langgehegten Traum und investiert in eine Gärtnerei samt Blumenladen – und zieht dafür in das beschauliche Tulln, der Heimatstadt von Egon Schiele. Die Idylle währt jedoch nicht lange, als ein Kunstsammler erschlagen und ein Bild von Schiele geraubt wird. Während die Ermittlungen in Gang kommen und prominente Bürger von Tulln unter Verdacht geraten, entdeckt Barbara in ihrem Haus Hinweise auf die Jugend des berühmten Malers.


    Alles ist lebend tot ist mein erster Roman von Natalie Mesensky, der mich aufgrund des ungewöhnlichen Titels sowie der Tatsache, dass der Krimi in der Umgebung von Wien spielt, direkt angesprochen hat. Und es ist der Autorin sehr gut gelungen, Tulln mit reichlich liebevollem Lokalkolorit und abwechslungsreichen Charakteren darzustellen.


    Das Buch beginnt zwar direkt mit dem Todesfall eines bekannten Kunstsammlers, danach geht es aber erstmal ruhiger zu, es werden die mehr oder weniger schrägen Figuren mit ihren Eigenarten vorgestellt. Und wie man das in der Provinz erwartet, gibt es natürlich auch jede Menge Klatsch und Tratsch.


    Barbara als Zugezogene wird jedoch recht schnell in den illustren Kreis der Tullner Prominenz aufgenommen, unterstützt sie doch mit ihrer Beteiligung an der Gärtnerei die örtliche Wirtschaftskraft. Ihre Teilhaberschaft in einem alten Familienunternehmen geht nicht ohne Reibereien ab: ihre Partnerin Leonie Bogner war gezwungen, eine Investorin von außen mit an Bord zu holen, um die Gärtnerei vor der Insolvenz zu bewahren, möchte sich jedoch ungern in die Geschäfts- und Ladenführung reinreden lassen.

    Mir hat es gefallen, dass Barbara so mutig war und ihr erfolgreiches Wiener Unternehmen verkauft hat, um sich einen Traum zu erfüllen und daher habe ich mir natürlich gewünscht, dass sie und Leonie sich zusammenraufen werden.


    Als es zu einem weiteren Mord kommt, nimmt der Krimi immer mehr Fahrt auf, zumal die Autorin sehr geschickt falsche Fährten legt und ich mir bis beinahe zum Schluss nicht sicher war, wer der oder die Täter sein könnten. Am Ende habe ich beinahe jeden verdächtigt – das war clever gemacht.

    Bei der einen oder anderen Figur lag ich auch mit meinem ersten Eindruck völlig daneben, was zu weiteren überraschenden Wendungen führte.


    Sehr geschickt baut Natalie Mesensky in diese Handlung einen Abriss des Lebens des Tullner Malers Egon Schiele mit ein, indem Barbara in ihrem Haus Hinweise auf dessen Kindheit entdeckt. Ich muss gestehen, mir war der Maler zwar ein Begriff, jedoch wusste ich über ihn so gut wie nichts, da mich auch seine Bilder nicht so sehr ansprechen. Aber dennoch finde ich es immer spannend, wenn solche wissenswerten Details in einem Buch verarbeitet werden, zumal es im vorliegenden Buch perfekt zum Handlungsort passt.


    Der Schreibstil ist flott und leicht zu lesen, durchsetzt mit Dialektwörter, welche das Buch noch authentischer machen. Gut gefallen hat mir auch der Humor, der immer wieder durchblitzt. In der Handlung finden sich ab und an Hinweise auf einen früheren Fall (und den ersten Krimi der Autorin), die jedoch nicht für das Verständnis dieser Handlung weiter notwendig sind, mich aber neugierig auf die früheren Bücher gemacht haben.


    Das Buch ist ein solider Krimi, der mir spannende und unterhaltsame Stunden bereitet hat und bei dem ich nebenbei noch etwas über Egon Schiele gelernt habe.


    Ich werde meine Rezension auch noch teilen, aber erst nächste Woche, wenn ich aus dem Urlaub zurück bin - die Links stelle ich dann noch hier ein.


    Aber ich möchte dir, liebe Natalie, trotzdem jetzt schon mal ein herzliches Dankeschön aussprechen, dass du uns in dieser wunderschönen Leserunden so toll begleitet und unsere Fragen beantwortet hast. Ich hoffe, dass es einen weiteren Fall mit Barbara geben wird. Aber in jedem Fall hoffe ich sehr, dass wir uns bei deinem nächsten Buch - egal, wer dann ermitteln wird - hier wieder lesen werden, das würde mich freuen.

  • Barbara zieht von Wien in die nahe Kleinstadt Tulln. Kauft sich eine alte Villa und in ein Blumengeschäft ein. Sie will ein neues Leben beginnen. Doch mit der tratschenden Kleinstadt, die dann auch noch von einer Räuber- und Mörderbande heimgesucht wird, hat sie nicht gerechnet. Ist auch sie in Gefahr, wo doch durch den Kauf der Villa für alle Tullner offensichtlich zu sein scheint, dass sie reich ist?


    Neben dem Kleinstadtidyll und der Krimihandlung mit Raub und Mord weist der Roman noch ein drittes Handlungselement auf: Kunst. Und zwar nicht irgendeine Kunst, sondern die des Tullner Malers Egon Schiele. Barbara findet so in ihrer Villa Kunstwerke und Fotografien, die auf eine Verbindung mit Egon Schiele hinweisen. So macht Barbara sich auf die Suche und recherchiert zu dem vor hundert Jahren verstorbenen jungen Künstler. Die Autorin macht das gut. Es gibt die Handlung rund um Egon Schiele, es gibt den Klatsch und Tratsch der Kleinstadt mit vielen seltsamen, aber auch netten Leuten und dann gibt es da die Raub- und Mordserie. Man denkt sich als Leser, dass irgendwie alles zusammenhängen muss, aber sieht das große Ganze nicht. Es ist also ein toller Roman zum Knobeln.


    Für mich haben die handelnden Personen den Roman am meisten getragen. Wir treffen hier auf viele sehr unterschiedliche Charaktere. Und alle diese Charaktere sind irgendwie komisch, kauzig, seltsam, mit Spleens. Aber genau das macht den Roman aus. Denn ist nicht jeder irgendwie ein bisschen komisch? Hier ist es vielleicht an manchen Stellen auf die Spitze getrieben, aber ich fand sehr unterhaltsam, weil die Autorin das gekonnt mit einer schönen Prise (trockenen) Humor verpackt und so gab es - trotz der ernsten Handlung - immer wieder Momenten, in denen ich schmunzeln musste.


    Dieser Humor macht auch den Schreibstil aus. Er liest sich zwar locker, ist aber nicht seicht sondern präzise und humorvoll. Hin und wieder gibt es ein paar österreichisch-gefärbte Redewendungen und Wörter, mal sind sie erklärt, mal ergeben sie sich aus dem Kontekt - ich als rheinische Deutsche, die dem österreichischen Dialekt sehr fern ist, konnte auf jeden Fall alles gut verstehen und für mich hat die österreichisch-eingefärbte Sprache einen schönen Flair gegeben.


    Ein etwas anderer, aber wirklich toller Krimi, den ich nur wärmstens empfehlen kann, vor allem wenn man Tulln und Wien oder Egon Schiele interessiert ist.


    Rezi veröffentlicht auf:

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    Und etwas, was ich normalerweise nicht mache, aber ich will ja, dass es mit Barbara weiter geht:

    Tyrolia (österreichische Verkaufsseite)

  • Ich denke, wir sind dann auch schon fertig mit unserer Leserunde hier! Liebe Natalie, vielen Dank, dass du auf uns zukommen bist und hier eine Leserunde machen wolltest und sie dann so schön begleitet hast. Es hat mir (und laut dem Feedback der anderen) wirklich sehr viel Spaß gemacht. Auch deine ehrlichen und persönlichen Antworten im Tratsch-Thread waren wirklich toll. Ich habe den Roman sehr genossen und ich bin keine eingefleischte Krimileserin! :) Deine anderen Bücher stehen bereits auf meiner Leseliste und ich würde mich sehr freuen, wenn du mit deinem neuen Roman wieder eine Leserunde bei uns machen willst.


    Danke natürlich auch an alle Mitleserinnen! Wir waren ja wenn auch ein kleiner, aber wirklich ein sehr aktives Trüppchen. Das hat viel Spaß gemacht. Nur Melody , deine Teilnahme habe ich vermisst und es wäre schön, wenn du wenigstens noch eine Rezension zu Natalies Roman schreiben könntest!

Anstehende Termine

  1. Freitag, 5. Oktober 2018 - Freitag, 19. Oktober 2018

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  2. Freitag, 12. Oktober 2018 - Freitag, 26. Oktober 2018

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  3. Mittwoch, 17. Oktober 2018, 21:43 - Mittwoch, 31. Oktober 2018, 22:43

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  4. Freitag, 19. Oktober 2018 - Freitag, 2. November 2018

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