04 - Mittwoch, 30. Mai bis zum Ende (ab Seite 231)

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Avila

    Hat das Thema freigeschaltet
  • Der Mörder ist doch die Gärtnerin :o Leonie gehört ja einem ganz schön kriminellen Kreis an. Ich muss sagen, ich bin echt enttäuscht, dass sie doch so eine linke Bazille ist, ich hatte wirklich gehofft, sie und Barbara würden sich zusammenraufen.


    Und dann hat sie am Ende noch die Unverfrorenheit, Barbara zu erpressen, damit diese sich um ihre beiden Kinder kümmert, dabei hat Barbara sowieso schon gleich an die Mädchen gedacht, im Gegensatz zu ihrer Mutter! So "cool", wie Leonie ihrer Geschäftspartnerin die Pistole auf die Brust setzt, hatte ich nicht den Eindruck, dass sie aus Verzweiflung diese ganzen Taten begangen hat, sondern durchaus billigend das Risiko in Kauf genommen hat, dass ihre Kinder eines Tages ohne Eltern dastehen.


    Barbaras Steuerberater dürfte wohl die längste Zeit ihr Steuerberater gewesen sein. Kurz habe ich ebenfalls überlegt, ob er mit Leonie, Gudrun und den Anderen unter einer Decke steckt.


    Hans Luczac ist doch nicht so ein Depp, wie ich gedacht habe. Außerdem habe ich ihm Unrecht getan, als ich im pubertäres Verhalten unterstellt habe, als er Barbara nicht erkennen wollte ^^ Dabei wollte er nur vermeiden, dass seine Kollegin von seinen Nebenjobs erfährt. Und von seiner Arbeit versteht er wirklich etwas, da hatte Ines eindeutig recht.


    Meine Güte, da hätte es mich auch umgehauen, wenn ich von dem Wert des Bildes erfahren hätte. Dass sie das Bild veräußern und den Erlös spenden möchte, finde ich einen sehr guten Kompromiss. Sehr sympathisch ist mir in diesem Zusammenhang auch Joshua Cooper, der keinerlei Forderungen in dieser Richtung stellt und sogar bei dem Notizbuch seines Großvaters so zurückhaltend ist.


    Katharina Widhalm war tatsächlich zur falschen Zeit am falschen Ort aufgetaucht und hat damit etwas gesehen, was sie besser nicht hätte sehen sollen. So wie Widhalm von seiner Frau spricht, glaube ich jetzt auch, dass er sie tatsächlich gehasst hat. Wie kann man mit so jemand Verlogenem zusammenleben, Familie hin oder her.


    Ines wusste tatsächlich nicht, dass Barbaras Mutter nicht mehr lebte. Ich muss gestehen, in diesem letzten Abschnitt hat mir Ines besser gefallen als zuvor, entweder habe ich mich inzwischen an ihre Art gewöhnt oder sie kam deutlich stärker als sehr gute Freundin rüber.


    Gudrun erwischt es dann auch noch! Was ist das eigentlich für eine Methode, einen Tod als Selbstmord darzustellen, bei der man den Kopf verliert - gruselig :o Dass Gudrun ebenfalls spielsüchtig ist, darauf wäre ich nicht gekommen.


    Eddie ist glücklicherweise noch wohlauf - ich war viel zu erleichtert, dass er noch lebt, als enttäuscht darüber zu sein, dass sein Onkel und die Anderen doch damit recht hatten, dass er unzuverlässig ist. Barbara nimmt es schlussendlich auch recht locker.


    Die Bande, der Leonie angehörte, umfasst mehr Personen als gedacht und sie gingen sehr kaltblütig und berechnend vor - und waren dabei ziemlich effektiv. Und wehe, es wollte einer aussteigen, wie Gudrun.


    Barbaras Beteiligung an der Gärtnerei nimmt nun ein schnelleres Ende als sie gedacht hat. Natalie, wird Barbara in einem späteren Roman nochmal eine Rolle spielen, damit wie erfahren, wie es ihr weiter ergehen wird?


    Achja, Urban haben wir ja auch noch: für ihn nehmen seine "Entleihungen" ein glimpfliches Ende, mich würde ja schon interessieren, welchen Deal Ines bzw. das Museum mit ihm abgeschlossen hat - evtl. Einladungen zu seinen Salons bis ans Lebensende :totlach:?


    Mir hat der Krimi jedenfalls viel Spaß gemacht, nicht nur wegen des spannenden Falls und dass ich so gar keine Ahnung hatte, wie das alles zusammenhängt, sondern auch wegen der Charaktere und der gehörigen Portion Lokalkolorit.

  • Der Mörder ist doch die Gärtnerin :o

    Ja, da musste ich lachen, weil wir noch darüber gewitzelt hatten. So kann es manchmal gehen. Ich war sehr überrascht von Leonie als Täterin. Ich muss auch sagen, dieser ganze Verbrecherring passt zwar gut, aber ich hätte niemals gedacht, dass unser kleiner Fall solche Ausmaße annimmt und Barbara in so etwas gerät. Ob sie jemals wieder Geld in ein Unternehmen stecken wird?


    Barbaras Steuerberater dürfte wohl die längste Zeit ihr Steuerberater gewesen sein. Kurz habe ich ebenfalls überlegt, ob er mit Leonie, Gudrun und den Anderen unter einer Decke steckt.

    Was für ein unfähiger Kerl, was? Ich kann ja gar nicht glauben, dass ihm dieser Fehler tatsächlich unterlaufen ist. Vielleicht hat er sich gedacht, dass in so einem Provinzloch schon alles mit rechten Dingen zugeht und hat sich die Unterlagen gar nicht angeschaut? Oder dachte, dass es ja desletzt erst eine Finanzprüfung gab und dann muss es ja stimmen? Anders kann man sich das sonst wohl gar nicht erklären.


    Dabei wollte er nur vermeiden, dass seine Kollegin von seinen Nebenjobs erfährt. Und von seiner Arbeit versteht er wirklich etwas, da hatte Ines eindeutig recht.

    Ach der Hans. Die Erklärung hat mich amüsiert, weil sie einleuchtend aber auch banal ist. Da hat Barbara (und ich mich mit ihr) vom ersten Eindruck ganz schön täuschen lassen. Aber ein seltsamer Kauz bleibt der Mann trotzdem mit seinem Dackel. Bei Dackel muss ich auch immer an Hausmeister Krause denken: "Alle für einen, einer für alle, alles für den Dackel, alles für den Club, unser Leben für den Hund." :unschuldig:


    Ines wusste tatsächlich nicht, dass Barbaras Mutter nicht mehr lebte.

    So habe ich das im letzten Abschnitt auch schon aufgefasst. Man merkt, wie sehr sie am Tod ihrer Mutter zu knabbern hat. Ja, wenn der Mensch stirbt, der einem ein Leben lang begleitet, ist das wohl auch ziemlich heftig und Barbara ist ein Mensch, der wohl erstmal alles mit sich alleine ausmachen muss. Ich bräuchte ja sofort irgendwem, bei dem ich mich ausheulen könnte.


    Was ist das eigentlich für eine Methode, einen Tod als Selbstmord darzustellen, bei der man den Kopf verliert - gruselig :o Dass Gudrun ebenfalls spielsüchtig ist, darauf wäre ich nicht gekommen.

    DAS habe ich mich auch gefragt. Gudruns Spielsucht war nochmal ein guter Dreher in der Geschichte. Genauso wie Katharina Widhalms Geheimnis! Ich war entsetzt und kein Wunder, warum man nur hinter vorgehaltener Hand darüber spricht.:o

  • Diese Leonie ist echt super abgebrüht und kennt - im wahrsten Sinne des Wortes - offenbar keine Verwandten! Und dass sie sich keiner Schuld bewusst ist, das finde ich am allerheftigsten. Wobei ich es mir leider nur allzugut vorstellen kann, dass solche Leute "in echt" durch die Welt schwirren! Ich hoffe, sie bleibt bis zum Ende ihres Lebens hinter Gittern - verdient hätte sie es!


    Ich hätte es noch interessant gefunden, ein Statement der Töchter zur "aufgeflogenen" Mutter mitzubekommen - ob sie sich völlig von ihr lossagen oder doch noch an ihr hängen.


    Ich hatte mir schon gedacht, dass Gudrun irgendwelchen Dreck am Stecken hat, mit dem Leonie sie erpressen kann. Aber auch ich wäre nie darauf gekommen, dass auch sie spielsüchtig ist. Ebenso wenig, wie ich mir hätte vorstellen können, dass diese Katharina Widhalm sexsüchtig war. Irgendwie hat sich da eine Ansammlung kranker Menschen zusammengefunden - so mein Eindruck.


    Ich kann gut verstehen, dass Barbara in ihrer Trauer nicht über den Verlust ihrer Mutter sprechen wollte, sondern erst, als sie sich etwas gefangen hatte. Wenn man schon die Möglichkeiten hat, solche Informationen zu steuern, dann sollte man es so machen, wie es für einen selbst das Beste ist.


    Bahnt sich da jetzt etwas an mit Joshua und Barbara - das finde ich nicht so richtig passend an der Stelle, ich hätte sie eher im Kampf mit Rosa um Paul oder auch in einer sich langsam anbahnenden Beziehung mit Martin Widhalm gesehen.


    Ich fand den Krimi insgesamt spannend und habe die vielen unerwarteten Entwicklungen genossen. Auch die Einbindung von Schiele - sowohl in Form von Tagebuch und Bildern als auch durch seine eigenen Texte - hat mir sehr gut gefallen. Was ich eher schwierig fand, waren die bereits bestehenden Animositäten zwischen einigen der Akteure, die bereits in früheren Bänden vorgekommen waren. Da konnte ich nicht immer ganz folgen.

  • Und dann hat sie am Ende noch die Unverfrorenheit, Barbara zu erpressen, damit diese sich um ihre beiden Kinder kümmert, dabei hat Barbara sowieso schon gleich an die Mädchen gedacht, im Gegensatz zu ihrer Mutter! So "cool", wie Leonie ihrer Geschäftspartnerin die Pistole auf die Brust setzt, hatte ich nicht den Eindruck, dass sie aus Verzweiflung diese ganzen Taten begangen hat, sondern durchaus billigend das Risiko in Kauf genommen hat, dass ihre Kinder eines Tages ohne Eltern dastehen.

    Da stimme ich Dir in allen Punkten zu !

    Barbaras Steuerberater dürfte wohl die längste Zeit ihr Steuerberater gewesen sein. Kurz habe ich ebenfalls überlegt, ob er mit Leonie, Gudrun und den Anderen unter einer Decke steckt.

    Ja, das scheint wirklich eine rechte Pfeife zu sein!

    Eddie ist glücklicherweise noch wohlauf - ich war viel zu erleichtert, dass er noch lebt, als enttäuscht darüber zu sein, dass sein Onkel und die Anderen doch damit recht hatten, dass er unzuverlässig ist.

    Offenbar ein ziemlicher Hallodri. Hoffentlich erwartet er jetzt nicht, dass Barbara trotzdem den Geldbeutel zückt. Aber ich muss sagen - ich hätte viel eher vermutet, dass er noch daran glauben muss als Gudrun.

  • Immer, wenn ich denke, jetzt kommt gleich eine Information, die mich vielleicht weiterbringt, kommt ein Cliffhanger. Sehr gut gemacht, liebe Natalie. Die Spannung steigt weiter.


    Kaum vorstellbar, dass es bei Barbara schon der dritte Einbruch ist, den sie überstehen muss. Ich will mir das Gefühl von Schutzlosigkeit gar nicht vorstellen, das man hat, wenn man realisiert, dass man in seinen eigenen vier Wänden nicht sicher ist. Das Gefühl wurde mir bisher erspart.


    Martin erzählt von den Ausflügen seiner Frau nach Tschechien. Hat sie diese Clubs „nur“ besucht oder hat sie da gearbeitet? Das habe ich immer noch nicht verstanden.

    Auch nicht verstehen kann ich, dass man, wenn man seinen Partner so hasst, wie Martin Katharina, weiterhin nur wegen des Scheins nach aussen zusammen bleibt. Auch wenn Katharina sich nie hätte scheiden lassen, kann man sich doch trennen und irgendwann wird man dann doch automatisch geschieden, wenn man den Antrag stellt. Oder ist das in Österreich anders? In Deutschland wird man, wenn ein Partner die Scheidung eingereicht hat, der andere Partner aber nicht zustimmt, nach 6 Jahren Trennung automatisch geschieden.


    Diese übergriffige Ines. Ich kann sie nicht ausstehen, auch wenn sie es gut zu meinen scheint und Barbaras beste Freundin ist. Anscheinend hat sie wirklich nicht gewusst, dass Barbaras Mama verstorben ist.

    Meint Barbara das ernst, dass Ines ihre Mutter ausgegraben und die Asche in einer Schüssel auf dem Küchenschrank stehen hat? Das fände ich dann schon sehr gruselig.


    Joshua Cooper dagegen finde ich toll. Will er das Original des Notizbuches schon nicht annehmen, lehnt er die Zeichnung konsequent ab. Dass Barbara das Geld, das sie bei einer Versteigerung dafür bekommen würde, spenden will, finde ich sehr gut.


    Eddie ist wieder aufgetaucht und wir haben uns umsonst um ihn gesorgt. Ich war schon erleichtert, als er wohlbehalten wieder aufgetaucht ist. Er ist und bleibt wohl auch ein Hallodri. Aber ein netter.


    Boah, ist das schrecklich, wie Gudrun miterleben muss, wie ihr Selbstmord inszeniert wird. Dass sie auch spielsüchtig ist, hätte ich nicht gedacht.


    Leonie hätte ich die kriminelle Energie, die sie hier an den Tag legt nie zugetraut. Bei ihr laufen alle Fäden zusammen. Krass finde ich, dass sie dabei in Kauf genommen hat, dass ihre beiden Mädels, sollte alles rauskommen, ohne Eltern aufwachsen müssen. Dann besitzt sie auch noch die Frechheit, Barbara zu bitten, sich zu kümmern. Obwohl ich ihr hier einiges nicht zugetraut hätte, hat mich mein Bauchgefühl nicht betrogen. Ich mochte sie von Anfang an nicht so.


    Schade, dass das Buch nun ausgelesen ist und ich mich aus Wien und Tulln verabschieden muss. Aber vielleicht taucht Barbara ja im kommenden Buch nochmal auf? Mich würde schon interessieren, wie es mit ihr weiter geht und welchen Weg sie nach dem Verkauf der Gärtnerei einschlagen wird. Sie ist mir schon a bisserl ans Herz gewachsen.

  • Leonie gehört ja einem ganz schön kriminellen Kreis an.

    Dass bei ihr nicht alles sauber abläuft, naja, das hatte ich schon fast vermutet. Aber dass die der Kopf einer solchen Bande ist, hatte ich ihr nicht zugetraut.

    Barbaras Steuerberater dürfte wohl die längste Zeit ihr Steuerberater gewesen sein. Kurz habe ich ebenfalls überlegt, ob er mit Leonie, Gudrun und den Anderen unter einer Decke steckt.

    Wäre ich an Barbaras Stelle, ich hätte in angezeigt. Dann hätte er seine Konzession verloren und könnte anschließend über sein (Nicht-)Tun nachdenken.

    Hans Luczac ist doch nicht so ein Depp, wie ich gedacht habe.

    Bei dem habe ich mich auch sehr verschätzt. Er hat ja doch einiges herausgefunden und scheint ein richtig fähiger Mann zu sein. Da hat Ines schon gewusst, zu wem sie Barbara schickt.

    Was ist das eigentlich für eine Methode, einen Tod als Selbstmord darzustellen, bei der man den Kopf verliert

    Als ich das gelesen habe, hatte ich auch Gänsehaut. Ich will mir gar nicht vorstellen, was für Gedanken einem da ein letztes Mal durch den Kopf gehen. Man schaut ja zum wie der Tod für einen vorbereitet wird.

    Ich hätte es noch interessant gefunden, ein Statement der Töchter zur "aufgeflogenen" Mutter mitzubekommen - ob sie sich völlig von ihr lossagen oder doch noch an ihr hängen.

    Ich kann mir vorstellen, dass die Beiden das Tun ihrer Mutter erst mal verarbeiten müssen. Aber Mama bleibt nun mal Mama - egal was sie getan hat.

    Bahnt sich da jetzt etwas an mit Joshua und Barbara - das finde ich nicht so richtig passend an der Stelle, ich hätte sie eher im Kampf mit Rosa um Paul oder auch in einer sich langsam anbahnenden Beziehung mit Martin Widhalm gesehen.

    Joshua und Barbara oder Barbara und Martin - ja warum nicht. Paul soll doch bitte bei seiner Rosa bleiben.

    Auch die Einbindung von Schiele - sowohl in Form von Tagebuch und Bildern als auch durch seine eigenen Texte - hat mir sehr gut gefallen.

    Mir auch. Ich habe einiges über den Maler und auch über Museen gelernt.

  • Ich muss auch sagen, dieser ganze Verbrecherring passt zwar gut, aber ich hätte niemals gedacht, dass unser kleiner Fall solche Ausmaße annimmt und Barbara in so etwas gerät. Ob sie jemals wieder Geld in ein Unternehmen stecken wird?

    Dass das so eine Organisation ist, hätte ich auch nicht vermutet. Gute Frage, ob Barbara jemals wieder jemanden vertrauen kann, dass sie ihr Geld in dessen Unternehmung steckt.


    Was für ein unfähiger Kerl, was? Ich kann ja gar nicht glauben, dass ihm dieser Fehler tatsächlich unterlaufen ist. Vielleicht hat er sich gedacht, dass in so einem Provinzloch schon alles mit rechten Dingen zugeht und hat sich die Unterlagen gar nicht angeschaut? Oder dachte, dass es ja desletzt erst eine Finanzprüfung gab und dann muss es ja stimmen? Anders kann man sich das sonst wohl gar nicht erklären.

    Ich denke auch, dass war schlicht Faulheit. Denn wäre er nur unfähig, wäre das Barbara sicherlich in den letzten 20 Jahren schon mal aufgefallen.


    DAS habe ich mich auch gefragt. Gudruns Spielsucht war nochmal ein guter Dreher in der Geschichte. Genauso wie Katharina Widhalms Geheimnis! Ich war entsetzt und kein Wunder, warum man nur hinter vorgehaltener Hand darüber spricht. :o

    Ja, das ist wirklich kein Wunder, dass keiner darüber konkret gesprochen hat.


    Ich hätte es noch interessant gefunden, ein Statement der Töchter zur "aufgeflogenen" Mutter mitzubekommen - ob sie sich völlig von ihr lossagen oder doch noch an ihr hängen.

    Mir tun die beiden vor allem sehr leid, das muss ein Schock für die beiden sein. Und Barbara soll sich zwar um die beiden kümmern, aber Leonies Schwiegereltern bzw. die Großmutter werden als Verwandte sicherlich auch noch ein Wort mitzureden haben. Das wird garantiert kein Zuckerschlecken.


    Bahnt sich da jetzt etwas an mit Joshua und Barbara - das finde ich nicht so richtig passend an der Stelle, ich hätte sie eher im Kampf mit Rosa um Paul oder auch in einer sich langsam anbahnenden Beziehung mit Martin Widhalm gesehen.

    Joshua wird doch sicherlich wie in sein Leben nach Neuseeland zurückkehren, Rosa darf gerne bei Paul bleiben, da muss sich nach all den Jahren der Freundschaft jetzt nichts anbahnen, also bleibt eigentlich nur noch Martin übrig. Über das Gepluster der Jungs musste ich aber auch grinsen :totlach:


    Auch die Einbindung von Schiele - sowohl in Form von Tagebuch und Bildern als auch durch seine eigenen Texte - hat mir sehr gut gefallen.

    Das hat mir auch sehr gut gefallen, selbst wenn mir die Bilder von Schiele nicht so zusagen, aber dennoch fand ich es spannend, mehr über die Person des Malers zu erfahren. Traurig, dass sowohl er als auch seine schwangere Frau schon so früh an dieser fiesen Grippe gestorben sind.


    Kaum vorstellbar, dass es bei Barbara schonder dritte Einbruch ist,den sie überstehen muss. Ich will mir das Gefühl von Schutzlosigkeit gar nicht vorstellen, das man hat, wenn manrealisiert, dass man in seinen eigenen vier Wänden nicht sicher ist.Das Gefühl wurde mir bisher erspart.

    Das stelle ich mir ebenfalls furchtbar vor.


    Boah,ist das schrecklich, wie Gudrun miterleben muss, wie ihr Selbstmordinszeniert wird.

    Erschreckt hat mich auch, wie resigniert Gudrun schon war, sie hatte überhaupt keinen Kampfwillen mehr, sich großartig zu wehren. Schlimm, wenn man an solch einem Punkt angekommen ist.


    Ich kann mir vorstellen, dass die Beiden das Tun ihrer Mutter erst mal verarbeiten müssen. Aber Mama bleibt nun mal Mama - egal was sie getan hat.

    Das denke ich ebenfalls.

  • Gute Frage, ob Barbara jemals wieder jemanden vertrauen kann, dass sie ihr Geld in dessen Unternehmung steckt.

    Ich denke, Barara braucht erst mal eine Zeit zum Verarbeiten von alldem, was passiert ist. Aber dann... Es wird bestimmt keine Gärtnerei mehr sein, denke ich. Vielleicht macht sie ja selbst einen kleinen Blumenladen auf. Erst Erfahrungen hat sie ja nun schon.

  • Ich hätte es noch interessant gefunden, ein Statement der Töchter zur "aufgeflogenen" Mutter mitzubekommen - ob sie sich völlig von ihr lossagen oder doch noch an ihr hängen.

    Ich persönlich hätte das nicht gebraucht und hätte es eher überflüssig gefunden. Wir haben die Kinder nur einmal kurz erlebt, sie sind für mich nicht mehr als unwichtige Randfiguren, die aber für Leonies Tatmotive eine Rolle gespielt haben.


    Irgendwie hat sich da eine Ansammlung kranker Menschen zusammengefunden - so mein Eindruck.

    Total. Krank und komisch. Ich hatte ein wenig das Gefühl, dass jeder irgendwie 'ne Meise hat. Aber ist das im Leben nicht immer so? Irgendwie sind doch alle Menschen seltsam - mich eingeschlossen. :D Aber vielleicht nicht so krank wie Leonie & Co.


    Bahnt sich da jetzt etwas an mit Joshua und Barbara - das finde ich nicht so richtig passend an der Stelle, ich hätte sie eher im Kampf mit Rosa um Paul oder auch in einer sich langsam anbahnenden Beziehung mit Martin Widhalm gesehen.

    Ich habe Barbara auch eher bei Martin Widhalm gesehen und fand den kurzen Schlenker mit Joshua überflüssig. ;) Egal, was die Freunde sehen, ich hätte mich über eine letzte Szene bei einem Wein mit Martin gefreut.


    Ich will mir das Gefühl vonSchutzlosigkeit gar nicht vorstellen, das man hat, wenn manrealisiert, dass man in seinen eigenen vier Wänden nicht sicher ist.Das Gefühl wurde mir bisher erspart.

    Das ist im Endeffekt auch das Schlimmste bei Einbrüchen. Die Sachschäden sind ersetzbar und verschmerzbar, aber der andere Schaden - das Gefühl der Unsicherheit und das jemand unerlaubt in die eigene Privatsphäre eingedrungen ist - das ist wirklich schlimm und nur schwer zu verkraften.


    Martinerzählt von den Ausflügen seiner Frau nach Tschechien. Hat siediese Clubs „nur“ besucht oder hat sie da gearbeitet? Das habeich immer noch nicht verstanden.

    Das habe ich mich auch gefragt und habe dann gedacht, dass sie die nur besucht hat. Denn ich kann mir nicht so ganz vorstellen, dass sie als Prostituierte da gearbeitet hat, eher als Bordellbesitzerin und das mochte ich mir nicht so gerne vorstellen. ;)

  • Der Mörder ist doch die Gärtnerin :o

    Aber doch sicher nur, weil es keine Krimiautorin oder Krankenschwester gab...:totlach:

    So grausam diese Geschichte dann eigentlich war - ich konnte mir ein kleines Lachen nicht verbeißen! Glücklicherweise bin ich keine Kriminalbeamtin.


    Die Kälte und Unverfrorenheit, mit der Leonie sich Barbara gegenüber verhält, deutet dann ja doch auf eine Psychopathologie hin. Erschreckend!
    Trotzdem: ich hab mir wirklich gewünscht, dass es eben nicht Leonie wäre.


    Als klar wurde, dass Gudrun irgendwie verwickelt ist, dachte ich schon: Ha! Sie war es! Sie hätte auch gut gepasst, weil sie ja nicht gerade eine sympathische Zeitgenossin war.

    Im nächsten Kapitel wird sie umgebracht und ich bin schon wieder täterinnenlos. Du hast es wirklich gut gemacht, Natalie!

    Wobei mir allerdings rein technisch noch nicht ganz klar ist, wie dieses Selbstköpfen funktionieren soll.

    Gudruns Stimmung, ihr Aufgeben, ihr Erwarten des Mordes, ihre letzten Gedanken - das ist großartig geschildert.


    Ines wusste tatsächlich nicht, dass Barbaras Mutter nicht mehr lebte.

    Barbara hat sich ihre Zeit genommen, bevor sie mit dieser Neuigkeit herausgerückt ist. Manchmal ist etwas so schlimm, dass nicht einmal die beste Freundin sofort davon erfahren darf!

    Ich muss zugeben, dass mir Ines - trotz ihrer Übergriffigkeit - eigentlich ganz sympathisch ist. Außerdem denke ich, dass beste Freundinnen manchmal sogar die Pflicht haben, übergriffig zu sein, sich einzumischen und ihre Meinung lautstark zu verkünden, um dann jede Entscheidung zu akzeptieren und zu unterstützen! Auf alle Fälle kann sich Barbara auf sie verlassen und zur Not verwandelt sie sich auch in die Schweizer Garde! (Diese Szene hat mir besonders gut gefallen!)


    Eddie, ein von Natalie gut in Szene gesetztes Ablenkungsmanöver, hat sich selbst ablenken lassen... :rolleyes:

    Achja, Urban haben wir ja auch noch: für ihn nehmen seine "Entleihungen" ein glimpfliches Ende, mich würde ja schon interessieren, welchen Deal Ines bzw. das Museum mit ihm abgeschlossen hat - evtl. Einladungen zu seinen Salons bis ans Lebensende :totlach: ?

    Oder vielleicht die Befreiung von diesen Salons? Auf alle Fälle ist das eine "österreichische Lösung"...

    Nur so nebenbei: wo soll ich mich melden... ich hätte doch ganz gerne mal den netten Monet, der eigentlich im Belvedere im 2. Stock hängt und vor dem ich schon Stunden verbracht habe, für ein paar Wochen oder Monate ausgeborgt... ich gebe ihn auch wieder zurück - ganz ehrlich!!!


    Es war auf alle Fälle ein toller Krimi, spannende Charaktere und die Mischung mit kunstgeschichtlichen Fakten und Fiktionen war wirklich lesenswert! Ich bin begeistert!

    Wie geht es jetzt mit Barbara weiter? Bleibt das meiner Phantasie überlassen oder ist eine Fortsetzung geplant? Barbara ermordet den Steuerberater?

  • Trotzdem: ich hab mir wirklich gewünscht, dass es eben nicht Leonie wäre.

    Ich mir auch!


    Auf alle Fälle kann sich Barbara auf sie verlassen und zur Not verwandelt sie sich auch in die Schweizer Garde! (Diese Szene hat mir besonders gut gefallen!)

    Ja, das war genial mit der Hellebarde.


    Barbara ermordet den Steuerberater?

    :totlach::totlach:

  • ysa  Wobei mir allerdings rein technisch noch nicht ganz klar ist, wie dieses Selbstköpfen funktionieren soll.


    Da bist Du nicht alleine ;) an der Stelle sind auch meine Testleser gescheitert. Als ich in Tulln gelebt habe, hat sich auf dem Parkplatz eines Supermarkts jemand so umgebracht. Ein dünnes Seil um den Hals gebunden, durch den Kofferraum raus gefädelt (Kombi oder 5Türer) und das Seil an einem Laternenmast befestigt. Dann aufs Gas gestiegen.


    Um zu probieren, ob diese Mordmethode funktionieren würde, habe ich mit meinem Freund die Situation durchgespielt - also ihn ins Auto gesetzt, probiert wie man sich wehren könnte und so ... wir waren nachher völlig fertig. das war echt grauslich.


  • Zu Beginn von diesem letzten Leseabschnitt ist ja Barbara ordentlich verzweifelt. Muss man wohl, wenn man Wein, Schokolade und Zwiebeln zusammen geniesst...würg...

    War davor schon mal die Rede, dass Martin und Katharina Kinder haben...oder habe ich das überlesen?

    Die Freundschaft zwischen Ines und Barbara fand ich nach wie vor komisch. Barbaras Mutter ist schon ein halbes Jahr tot und sie hat das ihrer Freundin immer noch nicht gesagt? Die hat immer noch gedacht, die Mutter lebe noch?

    Eddie ist ja wieder heil aufgetaucht! Da bin ich froh, denn um ihn habe ich mir Sorgen gemacht....

    Der Handlungssprung Ende des Kapitels als Gudrum wutschnaubend von Dr. urbans Haus verschwindet zu dem nächsten Kapitel, als sie gefesselt im Auto auftaucht hat mich überrascht. Mir hat da was zwischendrin gefehlt...

    Leonie war doch in die ganze Sache involviert...da hat mich mein Gefühl nicht getäuscht. Sie ist kalt und skrupellos bis zum Schluss.

  • Der Mörder ist doch die Gärtnerin :o Leonie gehört ja einem ganz schön kriminellen Kreis an. Ich muss sagen, ich bin echt enttäuscht, dass sie doch so eine linke Bazille ist, ich hatte wirklich gehofft, sie und Barbara würden sich zusammenraufen.


    Und dann hat sie am Ende noch die Unverfrorenheit, Barbara zu erpressen, damit diese sich um ihre beiden Kinder kümmert, dabei hat Barbara sowieso schon gleich an die Mädchen gedacht, im Gegensatz zu ihrer Mutter! So "cool", wie Leonie ihrer Geschäftspartnerin die Pistole auf die Brust setzt, hatte ich nicht den Eindruck, dass sie aus Verzweiflung diese ganzen Taten begangen hat, sondern durchaus billigend das Risiko in Kauf genommen hat, dass ihre Kinder eines Tages ohne Eltern dastehen.

    Wie wahr... wie wahr!

    Skrupellos und kalt wie eine Hundeschnauze bis zum Schluss. an die Mädchen hat sie nicht eine Sekunde gedacht!

  • Ich fand den Krimi insgesamt spannend und habe die vielen unerwarteten Entwicklungen genossen. Auch die Einbindung von Schiele - sowohl in Form von Tagebuch und Bildern als auch durch seine eigenen Texte - hat mir sehr gut gefallen. Was ich eher schwierig fand, waren die bereits bestehenden Animositäten zwischen einigen der Akteure, die bereits in früheren Bänden vorgekommen waren. Da konnte ich nicht immer ganz folgen.

    Das ging mir auch so...da gibt es nur eines: nach"arbeiten" und auch noch lesen!;)

  • Ich denke, Barara braucht erst mal eine Zeit zum Verarbeiten von alldem, was passiert ist. Aber dann... Es wird bestimmt keine Gärtnerei mehr sein, denke ich. Vielleicht macht sie ja selbst einen kleinen Blumenladen auf. Erst Erfahrungen hat sie ja nun schon.

    Na, ob ihre Kenntnisse reichen um einen Blumenladen alleine zu führen, bezweifle ich mal. Leonie musste ja ständig die Sträusse neu binden, bzw. ihr zeigen wie man es macht.

  • a bist Du nicht alleine ;) an der Stelle sind auch meine Testleser gescheitert. Als ich in Tulln gelebt habe, hat sich auf dem Parkplatz eines Supermarkts jemand so umgebracht. Ein dünnes Seil um den Hals gebunden, durch den Kofferraum raus gefädelt (Kombi oder 5Türer) und das Seil an einem Laternenmast befestigt. Dann aufs Gas gestiegen.

    Was für eine grausame und unglaubliche Todesart! Ich bin entsetzt, welche Ideen Menschen haben um sich ins Jenseits zu befördern!

    Na, ob ihre Kenntnisse reichen um einen Blumenladen alleine zu führen, bezweifle ich mal. Leonie musste ja ständig die Sträusse neu binden, bzw. ihr zeigen wie man es macht.

    Ich glaube auch nicht, dass ihre Kenntnisse ausreichen, einen Blumenladen zu führen, aber mit Hilfe einer gut ausgebildeten Floristin, die gerade keine Serienmörderin ist, könnte es doch klappen, meinst Du nicht? Aber Barbara hat eigentlich eh schon gesagt, dass sie verkaufen will. Und so wie ich das Ende interpretiert habe, wird Neuseeland sehr interessant!

  • Na, ob ihre Kenntnisse reichen um einen Blumenladen alleine zu führen, bezweifle ich mal. Leonie musste ja ständig die Sträusse neu binden, bzw. ihr zeigen wie man es macht.

    Aber wenn sie jemanden für den Laden einstellt, müsste das doch zu machen sein.