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  • Und an Jonas im Wal.

    An den hatte ich gar nicht gedacht, aber jetzt wo du es erwähnst, klar!



    Ja, da fühlt man richtig mit den Figuren <3

    Aber echt - ich fand das ja im Prolog so der Hammer: da haben wir gerade noch eine richtig heftige Schlacht, bei der es blutige Verluste noch und nöcher gibt und im nächsten Moment beschreibt Bernhard die Geburt von Sasmira. Zwei gestandene Krieger, die eben noch Leben genommen haben und sich nun zärtlich um das kleine Wesen kümmern. Das war richtig gut beschrieben.

    Ich finde auch, dass die Gefühlswelten der Charaktere hier wunderbar dargestellt werden. Nicht alles ist schwarz und weiß, wirklich sehr gut gemacht. Ich habe selten so eine intensive Gefühlswelt bzw. auch ein so gut beschriebenes Gefühlschaos gelesen. :) Ich bin zwar kein großer Fan von Zaneta, fand dafür alle anderen Figuren im Prolog und auch 2. Teil der Leserunde jetzt super gelungen.

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Aber echt - ich fand das ja im Prolog so der Hammer: da haben wir gerade noch eine richtig heftige Schlacht, bei der es blutige Verluste noch und nöcher gibt und im nächsten Moment beschreibt Bernhard die Geburt von Sasmira. Zwei gestandene Krieger, die eben noch Leben genommen haben und sich nun zärtlich um das kleine Wesen kümmern. Das war richtig gut beschrieben.

    Den Teil des Prologs fand ich auch ganz großes Kino - weil da Emotionen aufgebaut worden und ich mich endlich ein bisschen an die Prolog-Charaktere gebunden gefühlt habe!

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  • Mensch, da war aber ordendlich was los im 2. Abschnitt, was ? Mir schwirrt jetzt noch der Kopf....


    Das Ende von Xiang Yu und Marcia hat mich sehr berührt. Der General hat nur noch an seine Liebe gedacht und alles andere ausser Acht gelassen - gekämpft bis zur bitteren Neige... Das war schon sehr heroisch, fand ich. Und das Marcia sich ganz sang- und klanglos die Kehle durchschneidet - wow... Ich fand das schon ein wenig romantisch, also nicht die Umgebung ( :o ) aber die Tat an sich. Schon großes Kino !

    Aber die Steigerung davon, war doch das Handeln von Zaneta und Gamrath, oder ? Die Geburt von Sasmira....und ich war ein weiteres Mal total beeindruckt von der Unerschrockenheit Zanetas. Das muss man(n) erstmal bringen !!!


    Sehr gefreut hab ich mich dann über ein Wiedersehen mit Milan und Rainulf. Hoffentlich geht das gut, was Milan da treibt und vorhat...ich bin mir nicht so sicher. In den Lauf der Dinge einzugreifen, hat noch in keiner Geschichte funktioniert und Tote wieder zum Leben zu erwecken, auch nicht. Ich weiß noch nicht so recht, was ich darüber denken soll. Im Augenblick erscheint Milan mir ein wenig größenwahnsinnig.So, als wenn ihm seine Gabe keine Grenzen setzen würde, aber weiß er eigentlich so richtig, was er da tut ? Bzw. wozu er in der Lage sein kann ? Ob er eine Ahnung hat, wieviele Leute ihn an den Kragen wollen ?


    Und endlich treffen wir auch Noks wieder. Sie trifft erstmal auf einen der Widerlinge aus der Canali Sippe. Sind die eigentlich alle so ? Oder ist immer die rede von dem Selben und ich merk das nur nicht ? :totlach: Ich schätze mal, dass Noks mit ihm fertig wird....

    Die Umschreibungen, die Bernhard bei dem Treffen von Noks und Canali benutzt hat, habe ich mit einem Grinsen gelesen - sehr schön. Etwas anderes hätte auch nicht gepasst.

    Ich bin gespannt, was sie in Sachen Milan unternehmen wird. Irgendwie kann ich nicht daran glauben, dass sie ihn umbringen wird. Auch wenn ihr Auftrag so lautet...


    Auch Nandus greift wieder ins Geschehen ein. Ich bin sehr gespannt, wie sein Vater ihm bei der Eroberung von Thouar helfen soll ?! Ob es in seinem Sinne war, dass sein Sohn Julian dem Volk von Thouar gesagt hat, das deren Unterwerfung nur in Verbindung mit dem Kopf von Lucille de Rosa angenommen wird ? Ich halte Julian ja für einen Idioten !

  • War das mit dem Krähenmann wirklich ein Alptraum? Ich denke mal, dass der Krähenmann sich dann in seinen Traum geschlichen hat. Der hat ihn nicht vergessen und der wird ihm noch Probleme machen, wenn er sich nicht an die Absprachen hält.

    Das glaube ich auch. Wenn Milan sein Versprechen, dem Krähenmann gegenüber nicht hält, muss er sich seeeehr vorsehen !

    Seltsam ist allerdings - wie Rainulf auch erwähnt -, dass die Mär 2x auftaucht in zwei unterschiedlichen Versionen irgendwie. Sie töten also eine Mär, aber solange eine andere Stadt noch dran glaubt, taucht sie dort wieder auf? Hmmm… ich bin gespannt, wie sie das lösen werden. Sie können ja nicht in jedem Ort jede einzelne Mär erneut ausmerzen.

    Das fand ich auch seltsam. Was wohl dahinter steckt ?

    Das halte ich für kritisch. Hoffentlich muss Milan sie dann nicht ein zweites Mal töten, weil sie außer Kontrolle geraten ist .. und so ganz anders als in Milans Erinnerungen. Aber es ist schon erstaunlich, wie blind man sein kann, wenn man trauert ...

    Es war doch bislang nur die Rede von bösen Mär-Gestalten , oder sind auch irgendwo gute in Erscheinung getreten ?

  • Aber echt - ich fand das ja im Prolog so der Hammer: da haben wir gerade noch eine richtig heftige Schlacht, bei der es blutige Verluste noch und nöcher gibt und im nächsten Moment beschreibt Bernhard die Geburt von Sasmira. Zwei gestandene Krieger, die eben noch Leben genommen haben und sich nun zärtlich um das kleine Wesen kümmern. Das war richtig gut beschrieben.

    Ja, das war wirklich großartig. Mir ist ganz warm ums Herz geworden dabei !

  • Es war doch bislang nur die Rede von bösen Mär-Gestalten , oder sind auch irgendwo gute in Erscheinung getreten ?

    Also oft gib es in so einer Mär ja auch die Helden oder Heldinnen, die das "böse" Wesen töten oder überwältigen können. Ganz abwegig wäre es also nicht.

  • Ich bin zwar kein großer Fan von Zaneta, fand dafür alle anderen Figuren im Prolog und auch 2. Teil der Leserunde jetzt super gelungen.

    Echt, du mochtest Zaneta nicht? Darf ich fragen, wieso?

    Kann ich nicht so recht sagen, ich mochte die Frauen im 1. Band schon nicht sonderlich. Vielleicht liegt's an Bernhards Frauenfiguren xD Ich finde sie alle nicht sonderlich sympathisch und nett. Aber ich lese auch generell nicht gerne und sehr wenige Bücher mit Frauen als Hauptfiguren ^^ Als Märengestalten finde ich sie besser :totlach: Marcia mochte ich aber und hätte noch gerne mehr von ihr gelesen. Vielleicht liegt's einfach daran, dass ich nicht gerne von ritterlichen und kriegerischen Frauen lese, dann lieber als Assassinen oder Hexen, Zauberer, Magier oder so. Ja, ich glaube es liegt tatsächlich an der Art ihres "Berufes", dass ich sie nicht mag. Also eher was Persönliches, sie wie bei anderen hier generell die Schlacht.


    Ich bin zwar kein großer Fan von Zaneta, fand dafür alle anderen Figuren im Prolog und auch 2. Teil der Leserunde jetzt super gelungen.

    Echt, du mochtest Zaneta nicht? Darf ich fragen, wieso?


    Ich bin sehr gespannt, wie sein Vater ihm bei der Eroberung von Thouar helfen soll ?! Ob es in seinem Sinne war, dass sein Sohn Julian dem Volk von Thouar gesagt hat, das deren Unterwerfung nur in Verbindung mit dem Kopf von Lucille de Rosa angenommen wird ? Ich halte Julian ja für einen Idioten !

    Haha, ja, den Gedanken hatte ich auch. Wie kam er bloß darauf, Ihnen auch noch zu drohen? Und dann auch noch Lucilles Kopf zu fordern? Jetzt werden sie ganz sicher nicht aufgeben, außer sie mögen Lucille ganz und gar nicht :D Ich weiß auch noch nicht wie der Erzpriester Julian einsetzen will bzw. was er überhaupt plant. Aber ich finde bei diesem Charakter ist immer alles so im Ungewissen bis man sich denkt "Ach, DAS hatte er vor. Ja, jetzt ist es klar."

    Es war doch bislang nur die Rede von bösen Mär-Gestalten , oder sind auch irgendwo gute in Erscheinung getreten ?

    Also oft gib es in so einer Mär ja auch die Helden oder Heldinnen, die das "böse" Wesen töten oder überwältigen können. Ganz abwegig wäre es also nicht.

    Also den Helden haben wir ja in Rainulf, den Pfeil der Rosen ;) Dafür hat Milan ja gesorgt. Aber kennt jemand überhaupt gute Märengestalten? Mir fällt auf Anhieb keine ein. Mären sind ja eher zum Erschrecken von Kindern (oder Erwachsenen) da, damit sie keine Dummheiten machen, oder? Ich gehe das später mal nachlesen mit der allgemeinen Bedeutung.


    Wisst ihr, was mir noch eingefallen ist? Irgendwie erinnert mich der Krähenmann und seine Freundin (ist es jetzt eigentlich die Weisse Königin?) an Marcia und Xiang :P:totlach: Er hat ihr ja versprochen auf sie zu warten.

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Wisst ihr, was mir noch eingefallen ist? Irgendwie erinnert mich der Krähenmann und seine Freundin (ist es jetzt eigentlich die Weisse Königin?) an Marcia und Xiang :P:totlach: Er hat ihr ja versprochen auf sie zu warten.

    Das würde durchaus passen :wahrsager: Dazu würde dann auch Bao Lis Behauptung passen, dass sie auch im Tod nicht zueinander passen.

  • Der Prolog endete dann doch noch sehr spektakulär und ich war schon sehr traurig, dass Marcia und Xiang nicht überlebt haben. Ich mochte die beiden sehr, besonders Xiang hat sich in mein Herz gekämpft.


    Gamrath hat mir bei ebenfalls gepunktet. Er hat sich doch im Nachhinein sehr besonnen verhalten.


    Ich fand es so toll, dass sich Gamrath dafür eingesetzt hat, dass Xiang und Marcia zusammen in einem Grab bestattet werden, trotz der Hitze des Gefechts behält der Ritter soweit einen kühlen Kopf, um zu erkennen, was der General für die Prinzessin bedeutete. Und es ist ja auch ein wenig Gutmachung, weil er den Einflüsterungen des Leibarztes geglaubt hat als der Prinzessin.

    Genau das finde ich auch und ich bin sehr froh darüber, dass er die Echtheit von Marcia erkannt hat, auch wenn es zu spät war. Sie hätte sicherlich überleben können, wenn Bao LI nicht integriert hätte.


    Und ich freue mich diebisch, dass dieses A...... nicht überlebt hat.

    Als Gamrath mit Zaneta den vergifteten Wein leeren will, dachte ich nur, das darf jetzt aber nicht wahr sein! Das wäre ja mal ein ganz perfides Ende der beiden gewesen, nachdem sie die Schlacht kurz zuvor für sich entscheiden konnten. Aber Zaneta reagiert glücklicherweise blitzschnell.

    Da stockte mir auch kurz der Atem und ich dachte: Nee, dass kann Bernhard doch jetzt nicht machen (obwohl es typisch für ihn wäre). Glücklicherweise war Zaneta helle und hat die Gefahr rechtzeitig erkannt.


    Ich hoffe auch sehr, dass wir ihr nochmal begegnen werden. 18 Jahre sind ja keine lange Zeit.



    Und dann kommen wir endlich zu Milan, auf den ich schon sehnsüchtig gewartet habe. Ich finde sehr gut, dass es eine kurze Information über Vergangenes gibt, sozusagen in der Kurzfassung, um sich wieder zu erinnern. Hat mir sehr geholfen, auch wenn der erste Teil erst ein paar Monate zurück liegt.


    War das mit dem Krähenmann wirklich ein Alptraum? Ich denke mal, dass der Krähenmann sich dann in seinen Traum geschlichen hat. Der hat ihn nicht vergessen und der wird ihm noch Probleme machen, wenn er sich nicht an die Absprachen hält.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir vom Krähenmann noch mehr lesen werden. Er hat ein ganz großes Ziel und einen starken Willen.


    Der arme Milan wird nun von allen verfolgt, jeder will ihm ans Leder. Das wird ganz schön schwierig für ihn.

    Ich finde auch, dass die Gefühlswelten der Charaktere hier wunderbar dargestellt werden. Nicht alles ist schwarz und weiß, wirklich sehr gut gemacht. Ich habe selten so eine intensive Gefühlswelt bzw. auch ein so gut beschriebenes Gefühlschaos gelesen. :) Ich bin zwar kein großer Fan von Zaneta, fand dafür alle anderen Figuren im Prolog und auch 2. Teil der Leserunde jetzt super gelungen.

    Ich liebe die Charaktere von Bernhard Hennen. Eben weil sie nicht schwarz und weiß sind und er es versteht, ihnen in nur wenigen Sätzen Leben und Profil einzuhauchen.


    Wisst ihr, was mir noch eingefallen ist? Irgendwie erinnert mich der Krähenmann und seine Freundin (ist es jetzt eigentlich die Weisse Königin?) an Marcia und Xiang :P:totlach: Er hat ihr ja versprochen auf sie zu warten.

    Das würde durchaus passen :wahrsager: Dazu würde dann auch Bao Lis Behauptung passen, dass sie auch im Tod nicht zueinander passen.

    Daran hatte ich auch kurz gedacht. Ob der Krähenmann Xiang ist, der seiner Marcia nachtrauert? Das wäre natürlich eine wunderschöne Mär und ich würde mir wünschen, dass sich sein großer Traum erfüllt. Die Geschichte ist so tragisch und schraurig traurig.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Kann ich nicht so recht sagen, ich mochte die Frauen im 1. Band schon nicht sonderlich. Vielleicht liegt's an Bernhards Frauenfiguren xD Ich finde sie alle nicht sonderlich sympathisch und nett. Aber ich lese auch generell nicht gerne und sehr wenige Bücher mit Frauen als Hauptfiguren ^^ Als Märengestalten finde ich sie besser :totlach: Marcia mochte ich aber und hätte noch gerne mehr von ihr gelesen. Vielleicht liegt's einfach daran, dass ich nicht gerne von ritterlichen und kriegerischen Frauen lese, dann lieber als Assassinen oder Hexen, Zauberer, Magier oder so. Ja, ich glaube es liegt tatsächlich an der Art ihres "Berufes", dass ich sie nicht mag. Also eher was Persönliches, sie wie bei anderen hier generell die Schlacht.

    Das ist ja echt lustig *lach* Ich find Bernhards Frauenfiguren in ihren jeweiligen "Berufen" oder "Rollen eigentlich ziemlich spannend. Vielleicht liegt das daran, dass ich mich mit der traditionellen Frau in Büchern nicht so richtig anfreunden kann. Den meisten möchte ich am liebsten den Kopf waschen xD



    Also den Helden haben wir ja in Rainulf, den Pfeil der Rosen ;) Dafür hat Milan ja gesorgt. Aber kennt jemand überhaupt gute Märengestalten? Mir fällt auf Anhieb keine ein. Mären sind ja eher zum Erschrecken von Kindern (oder Erwachsenen) da, damit sie keine Dummheiten machen, oder? Ich gehe das später mal nachlesen mit der allgemeinen Bedeutung.

    Da sagst du was ... die Definition würde mich auch brennend interessieren. Wenn man den Gedanken an Rainulf als den Helden, als glorifizierte Gestalt, mal weiterdenkt, müsste sich ja irgendwann auch eigentlich sein Charakter verändern - oder es wäre zumindest im Bereich des Möglichen.


    Da stockte mir auch kurz der Atem und ich dachte: Nee, dass kann Bernhard doch jetzt nicht machen (obwohl es typisch für ihn wäre). Glücklicherweise war Zaneta helle und hat die Gefahr rechtzeitig erkannt.

    Ich dachte mir da !"Oh nein, nicht auch das noch!" - aber zum Glück hat Bernhard ja eine andere Wendung eingebaut. Da war ich auch richtig richtig froh!


    Und dann kommen wir endlich zu Milan, auf den ich schon sehnsüchtig gewartet habe. Ich finde sehr gut, dass es eine kurze Information über Vergangenes gibt, sozusagen in der Kurzfassung, um sich wieder zu erinnern. Hat mir sehr geholfen, auch wenn der erste Teil erst ein paar Monate zurück liegt.

    Oh ja, diese Erinnerung hat mir auch sehr geholfen. So ganz hatte ich nämlich die Zusammenhänge auch nicht mehr alle parat und die Auffrischung hat wirklich gut getan ;)


    Daran hatte ich auch kurz gedacht. Ob der Krähenmann Xiang ist, der seiner Marcia nachtrauert? Das wäre natürlich eine wunderschöne Mär und ich würde mir wünschen, dass sich sein großer Traum erfüllt. Die Geschichte ist so tragisch und schraurig traurig.

    Das wäre eine Möglichkeit - aber so richtig daran glaub kann ich noch nicht ;)

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  • Daran hatte ich auch kurz gedacht. Ob der Krähenmann Xiang ist, der seiner Marcia nachtrauert? Das wäre natürlich eine wunderschöne Mär und ich würde mir wünschen, dass sich sein großer Traum erfüllt. Die Geschichte ist so tragisch und schraurig traurig.

    Das wäre eine Möglichkeit - aber so richtig daran glaub kann ich noch nicht ;)

    Es ist eine Mär, du MUSST daran glauben, sonst wird sie nicht wahr :P Wenn wir alle ganz fest daran glauben, wird das schon :D

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Ich hinke jetzt schon hinterher, obwohl ich erst morgen in den Urlaub fahre - das wird noch lustig hier! ;)


    Ich muss sagen, dass ich mit dem Prolog nun versöhnt bin. Mit diesem Ausgang habe ich nicht gerechnet und ich habe mich gefragt, was an dieser Schlacht so besonders sein soll. Aber dann kam das Ende und Sasmira wurde aus dem toten Leib ihrer Mutter herausgeschnitten und überlebte als eine der wenigen die Schlacht. Ich dachte ja kurz, dass Gamrath auch noch sterben wird, weil er von dem Wein trinkt. Den Jadebecher hatte ich schon wieder völlig vergessen. Aber zurück zu Sasmira - ja, das versöhnt mich, denn als der Prolog du Ende war, dachte ich mir: Ahaaa, das ist ja interessant und macht so viel Sinn! Also lieber, Bernhard, mach dir keinen Kopf mehr darüber, der Break mitten im Prolog ließ mich einfach verwirrt und grummelig zurück. ;)


    Als es dann wieder mit Milan los ging, habe ich mich sehr gefreut. Auch Rainulf ist noch an seiner Seite und den habe ich im letzten Band schon in mein Herz geschlossen. Die Beiden geben ein tolles Team ab, auch wenn Rainulf anscheinend gar nicht so glücklich ist mit seinen Aufgaben. Hihi, das ist wirklich niedlich, wie er über Milan und seine Lügengeschichten den Kopf schüttelt, dennoch mitmacht und auch langsam sich in dem Lügennetz von Milan verstrickt. Eine wirklich sehr mächtige Gabe hat Milan da - ich hoffe, dass er das auch versteht und nicht sorglos damit umgeht. Da er Felicias damit zum Leben erwecken will, habe ich leichte Zweifel was das Sorglose angeht...

  • Und letztendlich wurde Sasmira aus dem Bauch ihrer Mutter geschnitten ... was für eine Geburt!

    Aus dem Bauch schneiden ist ein wiederkehrendes Motiv in diesem Buch. Mich schüttelt es ja wirklich, wenn ich daran denke - einen Kaiserschnitt bei einer Toten auf dem Schlachtfeld - so ohne Hygiene und so. Das ist wahrhaftig Stoff aus dem Mären gemacht werden!


    So einen rechten Plan, wie es weitergehen soll, hat Milan aber irgendwie noch nicht. Da hat sein Vater schon genauere Schlachtpläne parat.

    Wundert dich das? Milans Vater ist ein Stratege. Er tut nichts, ohne einen tieferen Sinn dahinter. Er weiß genau, was er tut und ist wohl überlegt. Milan hingegen ist impulsiv und emotional. Wobei das Emotionale gerade ein wenig zurück gedrängt wird, habe ich den Eindruck. Die Verbrennung von Felicias hat ganz schön was kaputt gemacht bei Milan.

    Aber ich muss sagen, dass Nandus mir in seinen Kapiteln wesentlich sympathischer war als im letzten Buch.


    War das mit dem Krähenmann wirklich ein Alptraum? Ich denke mal, dass der Krähenmann sich dann in seinen Traum geschlichen hat. Der hat ihn nicht vergessen und der wird ihm noch Probleme machen, wenn er sich nicht an die Absprachen hält.

    Ich glaube nicht an einen Alptraum. Mir gefallen solche kleine Szeneneinschübe im Übrigen, die mich nochmal daran erinnern, was alles im letzten Band so passiert ist. Ich erinnere mich schnell daran zurück, aber aktiv habe ich doch sehr viel vergessen. Aber immerhin ist es passiv noch da - das ist ja die Hauptsache, bei all den Erinnerungsbrücken, die Bernhard uns hier als Hilfestellung gibt.


    Ich bin ja auch gespannt wie die Wette um Thouar ausgeht. Wenn sie wirklich uneinnehmbar ist, welchen Plan hat Tormeno dann?

    Ja, das war eine Situation, wo ich mir überlegt habe, ob Nandus wirklich der Stratege ist, für den ich ihn immer gesehen habe. Was macht er zum Henker da?? Ich glaube nämlich an den Fluch von Arbora und denke nicht, dass es eine gute Idee ist, diese Stadt wieder zu öffnen. Sein Vater hat sich doch nicht umsonst geopfert...


    Sorry fürs Einklinken

    Kein Grund zur Entschuldigung! Ist doch schön, was von dir zu lesen! :-*


    Dieser Mario Canali ist mir unsympathisch, kein Vergleich zu Gamrath

    Dieser Mensch ist in der Tat sehr unsympathisch. Ich bin völlig bei Nok, die Männer, die Frauen Gewalt antun müssen, um erregt zu werden, ebenso widerwärtig findet. Mario Canali fühlt sich unwiderstehlich und mächtig. Aber ich weiß nicht genau, ob er Nok wirklich unterschätzt. Ich habe schon einen sehr wachen Eindruck von Mario Canali. Ich könnte mir vorstellen, dass er genau weiß, wen er vor sich hat. Ich glaube, Nok sollte sich ein wenig in Acht vor ihm nehmen.


    Und Nok hat ebenfalls ein Interesse an dem jungen Mann, auch wenn ich mir bei ihr nicht sicher bin, auf welcher Seite sie wirklich steht.

    Das weiß man bei Nok nie, ne? Vor allem schwebt über allem ja auch noch ein geheimnisvoller Auftrag, den wir nicht kennen. Aber ich habe schon eher das Gefühl, dass sie Milan gegenüber loyal ist. Auf welche Art und Weise auch immer, aber ich denke, sie mag ihn und will ihn beschützen. Sie sieht Großes in Milan, ob sie seine Fähigkeiten aber für sich nutzen will und ihn deswegen auch beschützen will und nicht, weil sie ihn mag, da bin ich mir auch noch unschlüssig.


    So ganz habe ich aber auch Nandus in dem Moment nicht verstanden, warum er das seinem Sohn antut. Oder hat er auf die unerwartete Wendung gehofft, die dann tatsächlich mit Nandus' Unterstützung eintraf, dass Juliano bei einer Kapitulation von Thouar auch den Kopf von Lucille verlangt?

    Vielleicht wollte er Lucille auch nur nochmal zeigen, dass er im Stande war seinen Sohn zu befreien und einen ihrer Leute immer noch auf seiner Seite hat. So eine Art subtile Machtdemonstration?


    Warum sich die drei Heere nicht zusammentun, ist mir auch noch nicht ganz klar, denn dann hätten sie sicher die besten Chancen, Thouar einzunehmen.

    Ich habe es auch so verstanden, dass die Schwertherzöge aktiv daran arbeiten, dass genau das nicht passiert...


    Oder ist immer die rede von dem Selben und ich merk das nur nicht ? :totlach:

    Das habe ich mich auch schon gefragt. :D

  • Mir gefallen solche kleine Szeneneinschübe im Übrigen, die mich nochmal daran erinnern, was alles im letzten Band so passiert ist. Ich erinnere mich schnell daran zurück, aber aktiv habe ich doch sehr viel vergessen.

    Mir geht es auch so! Ich bin wahnsinnig schlecht, irgendetwas adhoc und aktiv zu erinnern, aber sobald ich irgendwie auf etwas gestoßen werde - oft auch nur ein Lied, eine Melodie oder ein Bild - dann weiß ich wieder ganz viel :) Ich finde daher diese Einschübe auch super!

    Ich glaube nämlich an den Fluch von Arbora und denke nicht, dass es eine gute Idee ist, diese Stadt wieder zu öffnen.

    Ich finde die Idee trotzdem schön, dass Nandus die Stadt gemeinsam mit Wolfhard wieder aufbauen will. Er hat ja sogar überlegt, ihn zu unterstützen, selbst wenn er die Wette gewinnen sollte. Außerdem ist er ja Hohepriester und im Roten Kloster (Hieß es so?) ausgebildet. Vielleicht lernt man da Techniken zur Geisterreinigung oder so?! Ich fände es super einen Stadtaufbau lesen zu dürfen - könnten dort nicht die Mären leben, wenn es gute gibt? :D


    Ich habe für uns mal die Definition von Märe nachgeschlagen, ich glaube aber nicht, dass uns die groß weiterhilft hier: "Ihr Gegenstand sind fiktive, diesseitig-profane und unter weltlichem Aspekt betrachtete Vorgänge mit ausschließlich (oder vorwiegend) menschlichem Personal" (Metzler Lexikon "Literatur", S. 474). Also nicht ausschließlich böse Charaktere. Es steht aber auch drin, dass eine Märe oft mit einer Fabel gleichgesetzt wird?

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Aus dem Bauch schneiden ist ein wiederkehrendes Motiv in diesem Buch. Mich schüttelt es ja wirklich, wenn ich daran denke - einen Kaiserschnitt bei einer Toten auf dem Schlachtfeld - so ohne Hygiene und so. Das ist wahrhaftig Stoff aus dem Mären gemacht werden!

    da hast du recht! Das ist wahrhaftig eine Mär ;)

    Wobei das Emotionale gerade ein wenig zurück gedrängt wird, habe ich den Eindruck. Die Verbrennung von Felicias hat ganz schön was kaputt gemacht bei Milan.

    Milan ist härter geworden. Vor allen Dingen bei seinen Erzählungen spürt man, wessen Sohn er ist. Ich hoffe nur, dass er das emotionale nicht vollständig verliert und noch ein wenig Empathie übrig bleibt ...



    Das weiß man bei Nok nie, ne? Vor allem schwebt über allem ja auch noch ein geheimnisvoller Auftrag, den wir nicht kennen. Aber ich habe schon eher das Gefühl, dass sie Milan gegenüber loyal ist. Auf welche Art und Weise auch immer, aber ich denke, sie mag ihn und will ihn beschützen. Sie sieht Großes in Milan, ob sie seine Fähigkeiten aber für sich nutzen will und ihn deswegen auch beschützen will und nicht, weil sie ihn mag, da bin ich mir auch noch unschlüssig.

    Ich denke gerade aus der Zuneigung erwächst sicher noch hohes Konfliktpotential, zwischen der Erfüllung ihrer Pflicht und der Zuneigung, die sie zu Milan empfindet. Ich bin gespannt, ob die beiden sich in diesem Band noch mal treffen oder das Wiedersehen auf Band drei verschoben wird. Generell - sind bisher nur drei Bände geplant oder können wir vielleicht noch auf mehr hoffen?



    Ich habe es auch so verstanden, dass die Schwertherzöge aktiv daran arbeiten, dass genau das nicht passiert...

    Also jeder gegen jeden ...

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  • ine wirklich sehr mächtige Gabe hat Milan da - ich hoffe, dass er das auch versteht und nicht sorglos damit umgeht. Da er Felicias damit zum Leben erwecken will, habe ich leichte Zweifel was das Sorglose angeht...

    Vor allem weiß er ja selber nicht genau, wie das alles funktioniert. Es ist wie im Friedhof der Kuscheltiere von King - falls du das kennst. Der denkt auch, hach wäre das schön, wenn mein Kind wieder leben würde. Aber schon an der Katze sah man, dass das was da aufersteht nicht mehr das ist, was gestorben ist.

    Und da tippe ich drauf, dass das mit Felicias auch so sein wird.

  • Hoffentlich geht das gut, was Milan da treibt und vorhat...ich bin mir nicht so sicher. In den Lauf der Dinge einzugreifen, hat noch in keiner Geschichte funktioniert und Tote wieder zum Leben zu erwecken, auch nicht.

    Das sind auch genau meine Bedenken, ob das wirklich was taugt. Oftmals werden dadurch Prozesse in Gang gesetzt, deren Ergebnis dann noch gruseliger ist.


    So, als wenn ihm seine Gabe keine Grenzen setzen würde, aber weiß er eigentlich so richtig, was er da tut ? Bzw. wozu er in der Lage sein kann ?

    Ich bin mir auch nicht sicher ob er das ganze Ausmaß seiner Fähigkeiten schon begreifen kann, ich kann es mir nicht vorstellen, wie sollte das auch möglich sein. Aber ich halte ihm zugute, dass er nicht einen auf Held macht, sondern mit seinem Tun den Menschen wirklich helfen will. Er könnte es ja auch megacool finden, dass er als Held gilt und es einfach weiter für den Ruhm machen, aber das ist bei ihm nicht der Fall: er will wirklich die Mären aus der Welt schaffen.


    Es war doch bislang nur die Rede von bösen Mär-Gestalten , oder sind auch irgendwo gute in Erscheinung getreten ?

    Stimmt, von guten Mären war bisher kaum was zu lesen. Andererseits fallen die sicherlich auch nicht dadurch auf, dass sie Ärger machen :totlach:


    Ich weiß auch noch nicht wie der Erzpriester Julian einsetzen will bzw. was er überhaupt plant. Aber ich finde bei diesem Charakter ist immer alles so im Ungewissen bis man sich denkt "Ach, DAS hatte er vor. Ja, jetzt ist es klar."

    Da schreibst du etwas Wahres: Nandus ist echt nicht berühmt dafür, dass er unüberlegt handelt, sondern im Gegenteil einige Züge im Voraus schon durchdenkt.


    Also den Helden haben wir ja in Rainulf, den Pfeil der Rosen ;)

    Stimmt - hier wird ein positiv besetzter Mären-Held geschaffen.


    Wisst ihr, was mir noch eingefallen ist? Irgendwie erinnert mich der Krähenmann und seine Freundin (ist es jetzt eigentlich die Weisse Königin?) an Marcia und Xiang :P:totlach: Er hat ihr ja versprochen auf sie zu warten.

    Du hast recht, hier gibt es einige Parallelen, auch wegen simmilus Feststellung:

    Das würde durchaus passen :wahrsager: Dazu würde dann auch Bao Lis Behauptung passen, dass sie auch im Tod nicht zueinander passen.


    Und ich freue mich diebisch, dass dieses A...... nicht überlebt hat.

    :five:


    Ich finde sehr gut, dass es eine kurze Information über Vergangenes gibt, sozusagen in der Kurzfassung, um sich wieder zu erinnern. Hat mir sehr geholfen, auch wenn der erste Teil erst ein paar Monate zurück liegt.

    Ja, das fand ich auch sehr hilfreich und sehr gut eingepasst in die Handlung.


    Es ist eine Mär, du MUSST daran glauben, sonst wird sie nicht wahr :P Wenn wir alle ganz fest daran glauben, wird das schon :D

    :totlach::totlach:


    Ich dachte ja kurz, dass Gamrath auch noch sterben wird, weil er von dem Wein trinkt. Den Jadebecher hatte ich schon wieder völlig vergessen.

    An den Jadebecher hatte ich auch überhaupt nicht mehr gedacht. Ein Glück, dass Gamrath diesen Becher genommen hat und nicht einen stinknormalen Trinkbecher - und dass Zaneta in dem Moment so auf Zack war.


    Aber ich weiß nicht genau, ob er Nok wirklich unterschätzt. Ich habe schon einen sehr wachen Eindruck von Mario Canali. Ich könnte mir vorstellen, dass er genau weiß, wen er vor sich hat. Ich glaube, Nok sollte sich ein wenig in Acht vor ihm nehmen.

    Ich schätze Mario Canali auch als ziemlich gefährlich ein.


    Milan ist härter geworden. Vor allen Dingen bei seinen Erzählungen spürt man, wessen Sohn er ist. Ich hoffe nur, dass er das emotionale nicht vollständig verliert und noch ein wenig Empathie übrig bleibt ...

    Dadurch, dass wir das auch durch Rainulfs Eindrücke von Milan bestätigt bekommen, wird das noch authentischer.

  • ine wirklich sehr mächtige Gabe hat Milan da - ich hoffe, dass er das auch versteht und nicht sorglos damit umgeht. Da er Felicias damit zum Leben erwecken will, habe ich leichte Zweifel was das Sorglose angeht...

    Vor allem weiß er ja selber nicht genau, wie das alles funktioniert. Es ist wie im Friedhof der Kuscheltiere von King - falls du das kennst. Der denkt auch, hach wäre das schön, wenn mein Kind wieder leben würde. Aber schon an der Katze sah man, dass das was da aufersteht nicht mehr das ist, was gestorben ist.

    Und da tippe ich drauf, dass das mit Felicias auch so sein wird.

    das kennen wir ja auch vom Märchen der Drei Brüder aus den Heiligtümern des Todes. Der Stein der Auferstehung kann dazu verwendet werden, um Tote wieder lebendig zu machen. Doch letztendlich hat sie sich umgebracht, weil sie ihr Dasein nicht mehr ertragen konnte. Mit dem Tod zu spielen ist also nie eine wirklich kluge Idee ...

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Traders)