03 - Seite 201 bis Seite 298 (bis Textstelle "Du hast mir sehr geholfen, junge Maid")

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  • Gestern Abend hab ich mich in den dritten Abschnitt vergraben und mich einmal sehr sehr gut unterhalten gefühlt. Ich bin jetzt endlich im Buch drin und kann vollends mit den Charakteren mitfühlen (und ich bin ein bisschen traurig, dass ich schon wieder Bergfest feiern kann und dass das Buch in naher Zukunft ausgelesen ist! Ich könnte Ewigkeiten in Milans Welt verbringen, so voller spannender Ereignisse!).


    In diesem Abschnitt ging es ja hauptsächlich um die Ereignisse rund um Thouar. Ich muss sagen, ich habe Lucille schätzen gelernt. Oder schenke ihr jedenfalls Respekt. Sie ist stark und hat sich den Pfeffersäcken entgegen gestellt. *seufz* Die Fluchtszenen waren wirklich atemberaubend und besonders beeindruckend fand ich das Erscheinen der Meerhexe. Was für ein Auftritt. Wahrhaftes Kopfkino <3 Natürlich auch ein ordentliches Gemetzel, aber trotzdem richtig genial <3


    Um Julianos Leibwächter tut es mir sehr leid. Ich hätte Nandus erwürgen können für die brutale Art der Exekution! Es blieb beiden nichts anderes übrig, aber einen solchen Tod hätte ich nicht mal Bao gewünscht. Nandus kann man wohl als skrupellos bezeichnen. Das hat er in diesem Abschnitt mal wieder gezeigt. Aber am meisten Gedanken mache ich mir wohl um Juliano - und was diese Art der Exekution seines Freundes mit ihm anstellt - was in ihm vorgeht. Das geht nicht spurlos an ihm vorrüber, darauf könnte ich wetten.


    Milan kam für meinen Geschmack ein bisschen kurz =P Umso größer war die Freude, als er im letzten Teil seine Geschichte erzählte und dabei auch über sich selbst nachdachte. Soweit ist er von Nandus Lügen nicht entfernt - und ich bin so wahnsinnig gespannt, wohin das führt.

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Traders)

  • Bei dem Kampf, in dem Sara verwickelt ist, wird deutlich, wie "erfolgreich" die pure Verzweiflung sein kann, denn mit gerade mal 3 Bogenschützen und einigen mehr oder weniger Freiwilligen können die Rebellen der gegnerischen Kampftruppe empflindlichen Schaden zufügen. Toll fand ich, dass Sara die schwerverletzte junge Frau nicht einfach hat liegen lassen, sondern sie mitnimmt, auch wenn für die Verletzte nicht viel Hoffnung besteht. Es macht einfach Hoffnung, wenn die Menschlichkeit nicht völlig auf der Strecke bleibt bei solch blutigen Kämpfen.


    Dass Rodrigo Apolita leicht genervt von Nicolo Trimini ist, kann ich durchaus nachvollziehen, Trimini ist ein ganz schöner Polterer. Und hinter Rodrigo steckt auch mehr als es auf den ersten Blick aussieht. Ich bin ja mal gespannt, ob wir dem Basilisken auch noch begegnen werden. Und wie sich Apolita gegenüber Milan Tormeno verhalten wird, in dessen Schuld er eigentlich steht, wie eifrig er tatsächlich Triminis Befehl ausführt, nach Milan zu suchen. Noch einer, der ihn für seine Zwecke benutzen will.


    Rutgers Ende fand ich ziemlich tragisch. Und wieder hat mich Nandus hier sehr zwiegespalten: er sieht es als absolute Notwendigkeit an, so brutal hinzurichten, gleichzeitig bedauert er es aber auch, weil er großen Respekt vor dem Schwertwälder hat. Aber war so viel Grausamkeit wirklich notwendig?

    Wie er bei den Bewohnern von Thouar blufft, war ziemlich raffiniert.


    Bei einem Piraten wie Ferrus hätte ich erwartet, dass er hauptsächlich auf seinen Vorteil aus ist, aber das ist nicht der Fall, er scheint ziemlich der Einzige zu sein, der sich wirklich um das Wohl der Bewohner von Thouar sorgt. Ich denke, das war vielleicht auch mit ein Grund, warum er als Stellvertreter ernannt wurde. Er verlässt sich nun auf Nandus' Versprechen, aber wird dieser es auch halten können? Die vielen Sklavenschiffe und der Siebenmaster, die rund um Thouar liegen, lassen mich das bezweifeln.


    Lucille de Rosa hat schnell ihre Machtposition verloren - und jetzt vielleicht auch ihr Leben? Ich sehe jedenfalls kaum eine Chance, wie sie der Meerhexe noch entkommen könnte. Muss sie auch als Untote ihr Leben fristen oder hat die Dame aus dem Meer noch andere Pläne mit ihr?


    Ich bin echt gespannt, welcher seiner Verfolger Milan als erstes aufspüren wird. Ich finde es echt rührend, wie er mit allen Mittel den blutigen Kampf vermeiden möchte, aber im Moment "kämpft" er ziemlich einsam. Mal sehen, ob die Geiselnahme des Trimini-Verwandten das Blutvergießen etwas aufhalten kann.

    Und dann Milans Verklärung von Felicias, die er sich so zurechtrückt, wie er es gerne hätte und nicht so, wie sie tatsächlich war. Wenn sie tatsächlich zurückkommen sollte, dann bin ich mal gespannt, wie sie tatsächlich sein wird.


    Und was ist jetzt mit der weißen Königin? Wird sie noch rechtzeitig auftauchen und die Wende bringen können?

  • Die Fluchtszenen waren wirklich atemberaubend und besonders beeindruckend fand ich das Erscheinen der Meerhexe.

    Ja, die Flucht von Lucille war richtig klasse beschrieben, da hatte ich enormes Kopfkino.


    Aber am meisten Gedanken mache ich mir wohl um Juliano - und was diese Art der Exekution seines Freundes mit ihm anstellt - was in ihm vorgeht. Das geht nicht spurlos an ihm vorrüber, darauf könnte ich wetten.

    Stimmt, das könnte noch spannend werden.

  • Ich bin schon überrascht, dass ihr gegen Lucille recht gnädig gestimmt seid, bei allem, was sie im ersten Band so verbrochen hat. Noch mehr gespannt bin ich allerdings, was ihr zur Entwicklung von Juliano sagen werdet. Er hat noch einen langen Weg vor sich ...

    Auch Nandus ist eine Figur, die ihr noch abwechselnd hassen und lieben werdet. Aber ich verteile hier mal keine Spoiler ... :-)

  • Man wünscht ja irgendwie keinem, dass er von der Meerhexe und deren Untoten ins Wasser gezerrt wird. Aber Lucille hat das schon verdient, denke ich.

    Um Julianos Leibwächter tut es mir sehr leid. Ich hätte Nandus erwürgen können für die brutale Art der Exekution!


    Auch Nandus ist eine Figur, die ihr noch abwechselnd hassen und lieben werdet. Aber ich verteile hier mal keine Spoiler ...

    Also Nandus hat bei mir verspielt. Eigentlich schon im ersten Band, denn ich denke, das Ziel rechtfertigt nicht ALLE Mittel. Und wie er seine Söhne behandelt hat, zeigte mir schon, dass er kein Mitleid kennt und sich und seine Beweggründe über alles setzt und allem unterordnet. Und seine Fortwährenden Grausamkeiten müssten so auch nicht sein. Man hat den Eindruck, das würde ihm schon Spaß machen seinen miesen Ruf zu verteidigen.

    Milan kam für meinen Geschmack ein bisschen kurz =P Umso größer war die Freude, als er im letzten Teil seine Geschichte erzählte und dabei auch über sich selbst nachdachte. Soweit ist er von Nandus Lügen nicht entfernt - und ich bin so wahnsinnig gespannt, wohin das führt.

    Milan ist noch immer in der Findungsphase. Er lernt gerade, mit seinen Kräften umzugehen - und macht da natürlich sicher auch Fehler - und auch die politischen Zusammenhänge muss er erst mal so richtig durchblicken. Ganz allgemein denke ich, es ist ja nicht damit getan, aus diesem Konflikt als Sieger herauszugehen. Erstens ist es die Art und Weise, wie man gewinnt und zum anderen muss man schon auch einen soliden Plan für den Frieden haben. Sonst hält der nicht lange.

  • Ich bin schon überrascht, dass ihr gegen Lucille recht gnädig gestimmt seid, bei allem, was sie im ersten Band so verbrochen hat. Noch mehr gespannt bin ich allerdings, was ihr zur Entwicklung von Juliano sagen werdet. Er hat noch einen langen Weg vor sich ...

    Auch Nandus ist eine Figur, die ihr noch abwechselnd hassen und lieben werdet. Aber ich verteile hier mal keine Spoiler ... :-)

    Ja vielen Dank, Bernhard xD Aber ehrlich. Ich bin wirklich auf Juliano gespannt. Ich könnte mir für ihn mehrere Szenarien vorstellen um ehrlich zu sein. Aber Ich weiß nicht genau, welches ich für besser befinden sollte.



    Also Nandus hat bei mir verspielt. Eigentlich schon im ersten Band, denn ich denke, das Ziel rechtfertigt nicht ALLE Mittel. Und wie er seine Söhne behandelt hat, zeigte mir schon, dass er kein Mitleid kennt und sich und seine Beweggründe über alles setzt und allem unterordnet. Und seine Fortwährenden Grausamkeiten müssten so auch nicht sein. Man hat den Eindruck, das würde ihm schon Spaß machen seinen miesen Ruf zu verteidigen.

    Ich denke, er ist es gewohnt, dass er als Sohn des Brandstifters angesehen wird. Er gibt sich keine Mühe mehr, nach irgendwelchen moralischen Vorstellungen zu handeln, sondern handelt nach dem Motto: Mir sind alle Mittel recht um mein Ziel zu erreichen. Und das haben wir ja auch gemerkt. Bei mir hat er jedenfalls in diesem Band auch verspielt ...

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  • Noch mehr gespannt bin ich allerdings, was ihr zur Entwicklung von Juliano sagen werdet. Er hat noch einen langen Weg vor sich ...

    Hui, da bin ich jetzt aber auch gespannt.


    Auch Nandus ist eine Figur, die ihr noch abwechselnd hassen und lieben werdet.

    Das geht mir schon seit dem ersten Band so - aber gleichzeitig fasziniert mich diese Figur, weil sie mich so extrem zwiespältig zurücklässt.

  • Oh Mann, irgendwie komme ich bei diesem Teil nicht so schnell voran, wie ich gerne möchte, aber das liegt bestimmt nicht am Buch. Die Geschichte entwickelt sich wirklich sehr ereignisreich weiter....

    Überall wird gekämpft - hier hab ich ein wenig Schwierigkeiten mir immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, wer wer ist und wer wohin gehört. Vielleicht wäre ein Glossar doch hilfreich gewesen !


    Deshalb meinte Nandus also er würde Unterstützung von seinem Vater bekommen - er hat Kaiserwasser ausfindig machen können und will wie Lucio einst Arbora, die Stadt Thouar niederbrennen - oder jedefalls ankokeln :)

    Als das einige erkennen sind sie sehr schnell bereit Lucille zu opfern. Leider ist sie echt auf Zack und macht sich aus dem Staub. Ich kann sie nicht leiden und hoffe, das die Meerhexe ihr gibt, was sie verdient. Wie toll ist die Meerhexe denn bitte schön ? Ich bin total begeistert, als sie auftauchte und bin mega gespannt, was sie mit Lucille vorhat !


    Also, die Hinrichtungen, Bestrafungen und Folterungen in dieser Geschichte sind schon seeeehr grausam - allerdings glaube ich keinen Moment, das man früher anders damit umgegangen ist. Die Art und Weise wie Rutger hingerichtet wurde, war schon sehr heftig...Nandus ist ein wirklich harter und skrupeloser Mann. Komischerweise bin ich seinem Charakter dennoch eher wohlgesonnen, als abgeneigt. Vielleicht weil er bislang immer sehr überlegt gehandelt hat, einen scharfen Verstand hat und die Ruhe bewahrt. Er zollt seinen Gegnern Respekt, wenn sie es verdient haben, bedauert sogar aufrichtig, wie ich glaube, deren Tod. Ich bin gespannt, was passiert, wenn er und Milan aufeinander treffen und zweifle keinen Moment daran, das er Milan opfern würde...


    Als ich die Szene las, in der Noks die Kerle am Lagerfeuer aufmischt, hatte ich die ganze Zeit die Szenen aus Kill Bill im Kopf, wo O-Ren Ishii kämpft. So elegant und genial !

    Für mich hört es sich allerdings so an, als würde Noks Milan helfen wollen und nicht umbringen....

  • Toll fand ich, dass Sara die schwerverletzte junge Frau nicht einfach hat liegen lassen, sondern sie mitnimmt, auch wenn für die Verletzte nicht viel Hoffnung besteht. Es macht einfach Hoffnung, wenn die Menschlichkeit nicht völlig auf der Strecke bleibt bei solch blutigen Kämpfen

    Menschlichkeit ist hier das richtige Wort. Ich denke, Sara wollte die Frau einfach nicht alleine sterben lassen, denn überleben wird sie doch so entstellt hoffentlich nicht ! Ich muss gestehen, dass ich solche Szenen zwischendurch gut brauchen kann, um einfach etwas Grausamkeit abzuschütteln.

    Und wieder hat mich Nandus hier sehr zwiegespalten: er sieht es als absolute Notwendigkeit an, so brutal hinzurichten, gleichzeitig bedauert er es aber auch, weil er großen Respekt vor dem Schwertwälder hat. Aber war so viel Grausamkeit wirklich notwendig?

    Wie er bei den Bewohnern von Thouar blufft, war ziemlich raffiniert.

    Für mich ist Nandus einer der interessantesten Charaktere und ich weiß genau, dass ich seine Art nicht gutheißen kann...

    Dennoch fasziniert mich seine Art irgendwie, ich kann es nicht erklären :verlegen:

    Nachtrag : Ich hab ein Stück weiter oben gesehen, dass es dir genauso geht, wie mir !

  • Menschlichkeit ist hier das richtige Wort. Ich denke, Sara wollte die Frau einfach nicht alleine sterben lassen, denn überleben wird sie doch so entstellt hoffentlich nicht ! Ich muss gestehen, dass ich solche Szenen zwischendurch gut brauchen kann, um einfach etwas Grausamkeit abzuschütteln.

    Ein bisschen Menschlichkeit in solcherlei Kriegswirren ist auch bitter nötig *seufz*

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  • Nandus ist ein wirklich harter und skrupeloser Mann. Komischerweise bin ich seinem Charakter dennoch eher wohlgesonnen, als abgeneigt.

    Ich muss gestehen, genauso geht es mir ebenfalls.


    Als ich die Szene las, in der Noks die Kerle am Lagerfeuer aufmischt, hatte ich die ganze Zeit die Szenen aus Kill Bill im Kopf, wo O-Ren Ishii kämpft. So elegant und genial !

    Noks Kampf war wirklich vom allerfeinsten <3


    Für mich hört es sich allerdings so an, als würde Noks Milan helfen wollen und nicht umbringen....

    Ich denke auch nicht, dass sie Milan umbringen möchte, aber ich meine, es schimmerte immer mal wieder durch, dass sie Milan gerne zum Khan bringen würde, damit dieser ihn für seine Zwecke einspannen kann. Und da bin ich mir nicht sicher, ob das so eine gute Idee ist.


    Ich muss gestehen, dass ich solche Szenen zwischendurch gut brauchen kann, um einfach etwas Grausamkeit abzuschütteln.

    Aber echt!


    Nachtrag : Ich hab ein Stück weiter oben gesehen, dass es dir genauso geht, wie mir !

    :five:

  • Ich denke auch nicht, dass sie Milan umbringen möchte, aber ich meine, es schimmerte immer mal wieder durch, dass sie Milan gerne zum Khan bringen würde, damit dieser ihn für seine Zwecke einspannen kann. Und da bin ich mir nicht sicher, ob das so eine gute Idee ist.

    Vielleicht hab ich hier auch etwas verwechselt ? Ich hatte im Kopf, dass sie auch den Auftrag hat Milan zu beseitigen, soll sie ihn also nur fangen und zum Khan bringen, oder ist diese Idee ihrem Kopf entsprungen ?

  • So, jetzt bin ich auch mit dem 3. Teil durch. Ich muss sagen, dass er sich mit der Belagerung am Anfang etwas gezogen hat, das liegt bestimmt an Bernhards Können Gegebenheiten so wahnsinnig toll zu erzählen. Ich dachte schon, dass diese Belagerung niemals enden würde und irgendwie hat sich dieses Gefühl der Hoffnungslosigkeit, das die Menschen in Thouar befallen hatte, bis zum Ende hingezogen. Besser wurde es dann etwas beim Anblick des Heeres von Trimini, diese Szenen fand ich wieder voller Schwung und konnte es in einem Durchlesen. Ich bin ja gespannt, wer der Mörder vom Mann seiner Nichte war. Was könnte das für eine Waffe gewesen sein? Vielleicht ein Einhorn? Eine andere Märengestalt? Vielleicht findet es Rodrigo noch raus. Auch interessant fand ich davor die Szenen mit der Meerhexe. Da bin ich auch gespannt wie es mit dem der Herzogin weiter gehen wird, sie hat ja einen Deal angeboten bekommen und ich schätze sie nicht so ein, dass sie diese Macht ablehnen würde. Was wohl insgesamt aus Thouar werden wird? Wird der Erzpriester erfolgreich einziehen können und dann die Menschen auch in Ruhe lassen? Ich zumindest glaube ihm, dass er sie nicht alle als Sklaven verkaufen würde. Vielleicht wäre er ja ein gerechter Stadtherrscher? Er will ja auch die Stadt Arbora wieder aufbauen und bevölkern. Vielleicht ist er nur so grausam zu seinen Söhnen und den Feinden im Krieg? Eigentlich mag ich die Denkweise des Erzpriesters sehr und er ist mir irgendwie sympathisch, wenn er nicht gerade wahnsinnig und kaltblütig ist. :)

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Die Fluchtszenen waren wirklich atemberaubend und besonders beeindruckend fand ich das Erscheinen der Meerhexe. Was für ein Auftritt. Wahrhaftes Kopfkino

    Oh ja, die Flucht war vom aller Feinsten erzählt :) Ich wäre gerne noch mit Lucilles ins Reich der Meerhexe gegangen :)

    Um Julianos Leibwächter tut es mir sehr leid. Ich hätte Nandus erwürgen können für die brutale Art der Exekution!

    Er wusste ja, was auf ihn wartet und hat es trotzdem getan. Ich finde aber Kapitän Ferrus Gedanken gut, dass er den Namen gerne kennen würde, damit dieser Mann als Held gefeiert wird. Ich hoffe der Kapitän findet den Namen irgendwann heraus...

    Aber am meisten Gedanken mache ich mir wohl um Juliano - und was diese Art der Exekution seines Freundes mit ihm anstellt - was in ihm vorgeht. Das geht nicht spurlos an ihm vorrüber, darauf könnte ich wetten.

    Von Juliano ist ja seitdem nicht mehr wirklich was zu lesen...

    Toll fand ich, dass Sara die schwerverletzte junge Frau nicht einfach hat liegen lassen, sondern sie mitnimmt, auch wenn für die Verletzte nicht viel Hoffnung besteht. Es macht einfach Hoffnung, wenn die Menschlichkeit nicht völlig auf der Strecke bleibt bei solch blutigen Kämpfen.

    Sara war super! Ich hätte hoffentlich genauso gehandelt, ein echtes Vorbild für Menschlichkeit im Krieg. Auch, wenn die Verletzte, vielleicht wirklich kurz darauf stirbt, hat sie zumindest noch ein paar gute Augenblicke und die Hoffnung ihren Sohn (glaube ich?) wieder zu sehen.

    Und hinter Rodrigo steckt auch mehr als es auf den ersten Blick aussieht.

    Oh ja, das glaube ich auch.

    Ich bin ja mal gespannt, ob wir dem Basilisken auch noch begegnen werden.

    Das hoffe ich doch! Ich finde diese Märengestalten und die Beschreibungen ihres Lebens genial!!!!

    Bei einem Piraten wie Ferrus hätte ich erwartet, dass er hauptsächlich auf seinen Vorteil aus ist, aber das ist nicht der Fall, er scheint ziemlich der Einzige zu sein, der sich wirklich um das Wohl der Bewohner von Thouar sorgt.

    Ich hätte das ehrlich gesagt auch erwartet. Dabei hat er sich doch als ganz ordentlicher Mann entpuppt, der seiner Rolle als Stellvertreter eines Herzogs durchaus gerecht wird bzw. gerechter als die anderen anwesenden Herzöge. Er hat die Verantwortung übernommen und sich sogar selbst in Gefahr gebracht und erboten zu sterben, wenn Nandus das gewollt hätte, um die ganze Stadt zu retten. Ich glaube zwar nicht, dass er sich um die Bewohner sorgt, aber es ist das Verantwortungsgefühl eines Stadtverwalters/Herzogs.

    Ich bin echt gespannt, welcher seiner Verfolger Milan als erstes aufspüren wird.

    Ich auch, Milan sammelt ja sozusagen Leute, die ihn verfolgen oder finden wollen :D

    Mal sehen, ob die Geiselnahme des Trimini-Verwandten das Blutvergießen etwas aufhalten kann.

    Ich bezweifle das, aber ich bin gespannt was Rodrigo Apolita für einen Plan hatte. Der wurde uns ja nicht verraten und auch nicht, was er meinte mit, er hätte gegen die Befehle von Trimini gehandelt.

    Und dann Milans Verklärung von Felicias, die er sich so zurechtrückt, wie er es gerne hätte und nicht so, wie sie tatsächlich war. Wenn sie tatsächlich zurückkommen sollte, dann bin ich mal gespannt, wie sie tatsächlich sein wird.

    Hach ja, selbst Rainulf hat schon bedenken und sie Milan mitgeteilt. Das wird kein gutes Ende nehmen und auch Milans Aussage "So hätte sie aber sein sollen" fand ich nicht gut. Rainulf hat recht, dass Milan das nicht zu entscheiden hat.

    Und was ist jetzt mit der weißen Königin? Wird sie noch rechtzeitig auftauchen und die Wende bringen können?

    Ich frage mich ja in diesem Zusammenhang was es mit dem weißen Schimmel auf sich hat, den zuerst Rodrigo sieht und dann auch Milan. Er ist irgendwie immer da, wenn die Ligisten gerade dabei sind die Schwertherzöge und Rebellen zu überrennen und zu gewinnen.

    Ich bin schon überrascht, dass ihr gegen Lucille recht gnädig gestimmt seid, bei allem, was sie im ersten Band so verbrochen hat.

    Ich mag Lucille nicht, noch weniger als ihre Schwester. Daher fand ich auch, dass sie den Tod verdient gehabt hätte, man hätte Nandus ihren Kopf bringen sollen! Hm... deine Variante mit der Meerhexe war aber auch gut :D Bin gespannt, ob wir sie nochmal erleben dürfen als Meerhexen-Assistentin.

    Noch mehr gespannt bin ich allerdings, was ihr zur Entwicklung von Juliano sagen werdet. Er hat noch einen langen Weg vor sich ...

    Oh, das klingt spannend. Ehrlich gesagt, hatte ich ihm gar keine große Rolle zugesprochen. Er tauchte bisher immer nur kurz, dafür mit tollen Momenten auf.

    Also Nandus hat bei mir verspielt.

    Bei mir hat er jedenfalls in diesem Band auch verspielt …

    Komischerweise bin ich seinem Charakter dennoch eher wohlgesonnen, als abgeneigt.

    Ich muss gestehen, genauso geht es mir ebenfalls.

    Ich bin auch PRO Nandus. Ich mag seine Art eigentlich ganz gerne. OK, die Folter ist schon ziemlich abscheulich, aber er macht es ja auch nicht gerne und er hat in ihm ja auch den Helden gesehen, genauso wie Kapitän Ferrus. Ich finde Nandus hat durchaus eine Menge gute Seiten...vielleicht ein wenig verkorkst durch seine Kindheit.

    Für mich hört es sich allerdings so an, als würde Noks Milan helfen wollen und nicht umbringen....

    Für mich hört es sich an, als wäre sie in Milan verliebt ;) Sie kann ja nicht aufhören an ihn zu denken oder sich Sorgen um ihn zu machen. Ich denke nicht, dass sie ihn zum Khan bringen wird, geschweige denn, dass sie ihn töten wird für den Khan. Ich glaube auch die Befehlen waren zuerst "bring ihn mir" und dann "bring ihn um", oder? Dass sie ihn umbringen sollte, kam ja erst als Nachricht in diesem Band. Ich bin gespannt auf welcher Seite sie am Ende stehen wird und was sie uns noch so alles verschweigt. Nok ist für mich ein sehr überraschender und geheimnisvoller Charakter.

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Eigentlich mag ich die Denkweise des Erzpriesters sehr und er ist mir irgendwie sympathisch, wenn er nicht gerade wahnsinnig und kaltblütig ist. :)

    Kann man nur manchmal wahnsinnig sein. :totlach: Ich würde ihn ja nicht mal als wahnsinnig im sinne von irre bezeichnen. Eher als wahnsinnig von sich überzeugt. Er hält sich für den Retter der Insel. Nur er hat die Lösung und jeder, der ihm dabei hinderlich ist, wird so oder so aus dem Weg geräumt.

    Seine Söhne sind ja innerlich zerrissen. Er bleibt natürlich ihr Vater und sie haben eine Liebe für ihn, die man nur schwer kaputt machen kann, weil Kinder ihre Eltern einfach erst mal lieben. Aber verdient hat er sie nicht.


    Ich könnte mir vorstellen, Nandus muss erst mal eines auf den Deckel bekommen - vielleicht auch zum Leidwesen seiner Söhne - und dann wird er vielleicht menschlicher.

  • Hm, ich habe nicht das Gefühl, dass er sich für den ultimativen Retter der Insel hält. Und ja, ich finde man kann auch nur in manchen Situationen wahnsinnig sein. Dass er zu seinen Kindern streng und gemein ist, ist ja kein Wahnsinn ;) Die Folter hingegen vielleicht schon. Ich glaube auch nicht, dass er denkt, dass sein Weg der einzig richtige ist. Es ist ja nun mal niemand anderes da vor Thouar und als Erzpriester eines Ordens sollte man vielleicht auch nicht ständig auf andere Leute hören ;) Die Machtposition bringt manchmal auch eben harte Entscheidungen mit sich. :D

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Vielleicht hab ich hier auch etwas verwechselt ? Ich hatte im Kopf, dass sie auch den Auftrag hat Milan zu beseitigen, soll sie ihn also nur fangen und zum Khan bringen, oder ist diese Idee ihrem Kopf entsprungen ?

    Wenn ich mich recht entsinne (ich kann mich aber auch völlig vertun), stellt sich Nok vor, dass Milan im Khanat zum Vorteil des Khans agieren könnte. Allerdings gehen ihr die Nachrichten, die sie aus dem Khanat erhält, ziemlich gegen den Strich und sie ist eh ziemlich angefressen, weil die Weißen Tigerinnen nicht mehr den Einfluss haben, den sie mal hatten. Daher hoffe ich ganz stark, dass sie die Anweisung, Milan zu töten, nicht zu ernst nimmt. Wenn sie allerdings genauso loyal wie Xiang ist, dann können wir nicht sicher sein.


    Ich auch, Milan sammelt ja sozusagen Leute, die ihn verfolgen oder finden wollen :D

    Aber echt :o


    Ich bezweifle das, aber ich bin gespannt was Rodrigo Apolita für einen Plan hatte. Der wurde uns ja nicht verraten und auch nicht, was er meinte mit, er hätte gegen die Befehle von Trimini gehandelt.

    Stimmt, das würde mich auch interessieren, was er plant.


    Das wird kein gutes Ende nehmen und auch Milans Aussage "So hätte sie aber sein sollen" fand ich nicht gut. Rainulf hat recht, dass Milan das nicht zu entscheiden hat.

    Ja, das fand ich von Milan auch überheblich.


    Ich frage mich ja in diesem Zusammenhang was es mit dem weißen Schimmel auf sich hat, den zuerst Rodrigo sieht und dann auch Milan.

    Gut, dass du das Pferd nochmal ansprichst, über das bin ich auch gestolpert, habe es aber irgendwie bis zum Ende des Abschnitts wieder verdrängt.


    Für mich hört es sich an, als wäre sie in Milan verliebt ;)

    Den Eindruck habe ich zwischendurch auch immer wieder.

  • Ich glaube auch nicht, dass er denkt, dass sein Weg der einzig richtige ist.

    Er lässt aber nicht mit sich reden. Weder seine Söhne noch sonst ein Berater kann ihn von einmal gefassten Entschlüssen abbringen. Und ich schätze ihn so ein, dass er auch seinen Orden hintergehen würde, wenn er es für zielführend hält.

  • Von Juliano ist ja seitdem nicht mehr wirklich was zu lesen...

    Ich hoffe, dass er bis zum Ende noch mal auftaucht.

    Seine Söhne sind ja innerlich zerrissen. Er bleibt natürlich ihr Vater und sie haben eine Liebe für ihn, die man nur schwer kaputt machen kann, weil Kinder ihre Eltern einfach erst mal lieben. Aber verdient hat er sie nicht.


    Ich könnte mir vorstellen, Nandus muss erst mal eines auf den Deckel bekommen - vielleicht auch zum Leidwesen seiner Söhne - und dann wird er vielleicht menschlicher.

    Ich hoffe nicht, dass es wirklich über seine Söhne läuft. Aber irgendeinen Denkzettel muss er bekommen, damit habt ihr ganz recht.

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