03 - Seite 201 bis Seite 298 (bis Textstelle "Du hast mir sehr geholfen, junge Maid")

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  • Ich hoffe nicht, dass es wirklich über seine Söhne läuft. Aber irgendeinen Denkzettel muss er bekommen, damit habt ihr ganz recht.

    Obwohl er seine Söhne manipuliert denke ich schon, dass das eine Schwachstelle sein könnte. Also zumindest liebt er sie auf seine verquere Weise wohl schon.

  • Ich habe es nun auch durch diesen Abschnitt geschafft - irgendwie fällt mir dieses Buch verdammt schwer =o/

    Es macht einfach Hoffnung, wenn die Menschlichkeit nicht völlig auf der Strecke bleibt bei solch blutigen Kämpfen.

    Ja, die Geste von Sara fand ich sehr schön. Allerdings gehe ich auch eher davon aus, dass die junge Frau den Abend nicht überlebt hat. Dazu werden wir vermutlich nichts mehr erfahren, da es nicht wichtig für die Handlung ist. Denke ich jedenfalls.

    Aber es zeigt vor allem, dass zumindest bei einigen Menschen noch die Nächstenliebe funktioniert. Am Ende sitzen sie alle im gleichen Boot.

    Rutgers Ende fand ich ziemlich tragisch. Und wieder hat mich Nandus hier sehr zwiegespalten: er sieht es als absolute Notwendigkeit an, so brutal hinzurichten, gleichzeitig bedauert er es aber auch, weil er großen Respekt vor dem Schwertwälder hat. Aber war so viel Grausamkeit wirklich notwendig?

    Wie er bei den Bewohnern von Thouar blufft, war ziemlich raffiniert.

    Oh ja. Also das fand ich ja mal obergrausam. Generell finde ich die vielen Tode grausam. Das ist in diesem Buch für mich stellenweise echt zu viel. Auch viele Ausführungen waren mir zu viel - ich muss nicht lesen, dass einem Maultier ein Pfeil in den Kopf geschossen wird. Wozu brauch ich das?

    Ich hasse sowas ... habe teilweise nur noch quer gelesen, weil es mir einfach viel zu viel Kampf und Schlacht ist. Nun ist die Hälfte des Buches durch und ich sträube mich etwas dagegen, es wieder in die Hand zu nehmen =o/

    Noch mehr gespannt bin ich allerdings, was ihr zur Entwicklung von Juliano sagen werdet. Er hat noch einen langen Weg vor sich ...

    Ich hoffe sehr, er findet seinen Weg und dieser wird nicht so verlaufen wie der von seinem Vater. Ich hoffe sehr, dass Juliano für die Menschen da ist und sie nicht für seine Zwecke benutzt ... wenigstens einer aus der Familie.

    Ich frage mich ja in diesem Zusammenhang was es mit dem weißen Schimmel auf sich hat, den zuerst Rodrigo sieht und dann auch Milan. Er ist irgendwie immer da, wenn die Ligisten gerade dabei sind die Schwertherzöge und Rebellen zu überrennen und zu gewinnen.

    Das habe ich mich beim Auftauchen des Pferdes auch gefragt. Als es allerdings hieß, dass es ein Pferd mit durchgesessenem Rücken war, dachte ich an Nok. Das würde ja schließlich zur Beschreibung von Jade passen. Ich habe ein wenig den Überblick verloren wo die sich gerade rumtreibt. Und Erdkunde war nie meins *hüstel*

    Ich könnte mir vorstellen, Nandus muss erst mal eines auf den Deckel bekommen - vielleicht auch zum Leidwesen seiner Söhne - und dann wird er vielleicht menschlicher.

    Also Nandus hatte irgendwann im ersten Buch mal einen lichten Moment. Aber in diesem Buch finde ich ihn nur grausam und wenig priesterlich. Da kann er Rutger noch so sehr als Held ansehen, die Art wie er getötet wurde war einfach überflüssig.

    Was hat er davon? Er hat doch eh schon einen grausigen Ruf. Das hat in meinen Augen auch nichts mit 'Das muss ich jetzt machen, sonst halten sie mich für verweichlicht' zu tun. Seine Männer haben es ebenfalls nicht gut gehießen - so klang es für mich jedenfalls durch.

    Also von mir aus könnte Nandus mal so richtig was abkriegen. Aber das wird wohl bis zum dritten Band dauern *seufz*


    Also, im Moment ist das Buch für mich eher eine Pflicht als ein Lesegenuss. Die vielen Kämpfe gehören vermutlich zum Geschichtsverlauf dazu, aber es ist für mich einfach zu viel.

    Noks 'Kampf' war erforderlich, das war auch okay soweit. Ich würde von ihr gern etwas mehr lesen. Sie kommt immer nur sporadisch mal vor.


    Die Meerhexe fand ich spannend. Da bin ich gespannt wie es mit Lucille weiter geht.

  • Nach einem kurzen Berlin-Trip komme ich nun auch dazu, meine Eindrücke zu schreiben.


    Auffällig ist tatsächlich das viele Gemetzel und das Kriegsgeschehen. Sicherlich auch notwendig, doch ich persönlich hätte das nicht so ausführlich gebraucht.


    Überall wird gekämpft - hier hab ich ein wenig Schwierigkeiten mir immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, wer wer ist und wer wohin gehört. Vielleicht wäre ein Glossar doch hilfreich gewesen !

    Das Problem habe ich auch irgendwie, die ganzen Verhältnisse untereinander, miteinander, gegeneinander sind doch eher komplex. Auch ich vermisse ein Glossar schmerzlichst.


    Sara gefiel mir sehr gut in diesem Abschnitt und ich hoffe noch mehr von ihr zu lesen. Sie scheint ja - noch - nicht tot zu sein, oder?


    Alle suchen Milan, das wird für ihn ganz schön schwierig, so vielen langfristig aus dem Weg zu gehen. Ich bin gespannt, wie er das lösen wird.

    Ich auch, Milan sammelt ja sozusagen Leute, die ihn verfolgen oder finden wollen :D

    :totlach::totlach::totlach: Besser hätte ich es nicht formulieren können.




    Sehr gefreut habe ich mich, wieder von Nok zu lesen. Von Benito erfährt sie dann auch alles, was sie wissen muss.

    Als ich die Szene las, in der Noks die Kerle am Lagerfeuer aufmischt, hatte ich die ganze Zeit die Szenen aus Kill Bill im Kopf, wo O-Ren Ishii kämpft. So elegant und genial !

    GENAU! Das war es, was mir irgendwie bekannt vorkam. Ihr Kampf fand ich auch wieder sensationell und sehr souverän.

    Für mich hört es sich an, als wäre sie in Milan verliebt ;) Sie kann ja nicht aufhören an ihn zu denken oder sich Sorgen um ihn zu machen.

    Ich glaube auch, dass sie in Milan verliebt ist. Allerdings frage ich mich, inwieweit diese Liebe Bestand hat. Milan ist ihr sicherlich auch verfallen, beißt sich aber noch ein wenig an Felicitas fest.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Ich bin auch gespannt, ob Rodrigo sich in einem entscheidenden Moment daran erinnern wird, dass Milan ihm seinen Sohn zurück gebracht hat.


    Rudger tat mir ein wenig leid und ist hier schon ein heimlicher Held. Schade, dass das seine Leute nicht mitbekommen haben. Auch hier merkt man wieder, wie verschlagen und clever Nandus ist. Sicherlich kann er auch so geschickt agieren, weil er die Menschen in und auswendig kennt und vorhersehen kann, wie sie reagieren. Das ist eine große, aber auch gefährliche Gabe.


    Rutgers Ende fand ich ziemlich tragisch. Und wieder hat mich Nandus hier sehr zwiegespalten: er sieht es als absolute Notwendigkeit an, so brutal hinzurichten, gleichzeitig bedauert er es aber auch, weil er großen Respekt vor dem Schwertwälder hat. Aber war so viel Grausamkeit wirklich notwendig?

    Ich glaube auch, dass es da sicherlich auch noch eine andere Lösung gegeben hätte, die weniger grausam ist. Überhaupt finde ich in diesem Band, dass es extrem viele grausame Szenen gibt. Nötig oder unnötig? Schwierig für mich zu beantworten. Vielleicht am Ende des Buches.

    Für mich ist Nandus einer der interessantesten Charaktere und ich weiß genau, dass ich seine Art nicht gutheißen kann...

    Dennoch fasziniert mich seine Art irgendwie, ich kann es nicht erklären :verlegen:

    Es ist eine facettenreiche und zwiegespaltene Figur. Nandus ist mir nicht sympathisch, ich kann seine Handlung aber teilweise nachvollziehen. Er ist in der Tat eine faszinierende Figur.



    Die Meerhexe finde ich extrem spannend. Nun hat sie sich Lucilla geschnappt. Ob sie so dickköpfig ist und ohne Verstand ein Instrument der Meerhexe wird? Die Szenen fand ich teilweise sehr gruselig beschrieben. Ab wieviel Jahren ist dieses Buch eigentlich?


    Ich bin schon überrascht, dass ihr gegen Lucille recht gnädig gestimmt seid, bei allem, was sie im ersten Band so verbrochen hat. Noch mehr gespannt bin ich allerdings, was ihr zur Entwicklung von Juliano sagen werdet. Er hat noch einen langen Weg vor sich ...

    Auch Nandus ist eine Figur, die ihr noch abwechselnd hassen und lieben werdet. Aber ich verteile hier mal keine Spoiler ... :-)

    Ich bin kein Fan von Lucille, mochte Sie von Anfang an nicht. Von daher kann die Meerhexe sie haben - auch ohne Verstand.


    Juliano kann ich noch schwer einordnen. Mal sehen, wie sich die Figur entwickelt.

    Ich frage mich ja in diesem Zusammenhang was es mit dem weißen Schimmel auf sich hat, den zuerst Rodrigo sieht und dann auch Milan. Er ist irgendwie immer da, wenn die Ligisten gerade dabei sind die Schwertherzöge und Rebellen zu überrennen und zu gewinnen.

    Das habe ich mich auch gefragt. Weißer Schimmel - weiße Königin? Kann ein Zusammenhang sein, kann aber auch sein, dass Bernhard uns in die Irre führt.


    Und wer ist es, den Milan zu kennen scheint? Ich hoffe doch nicht, dass der Krähenmann dort irgendwo herumläuft. Oder einer, denen er im ersten Band begegnet ist. Ich bin gespannt...

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Ich glaube auch, dass es da sicherlich auch noch eine andere Lösung gegeben hätte, die weniger grausam ist. Überhaupt finde ich in diesem Band, dass es extrem viele grausame Szenen gibt. Nötig oder unnötig?

    Die Kämpfe sind heftig, aber ich finde es auch gut, dass die ganze Hässlichkeit des Krieges hier so ungeschminkt dargestellt wird.

  • Oh man, in diesem Abschnitt passiert so wahnsinnig viel, dass ich befürchte einiges zu vergessen, was ich noch gerne sagen würde... Aber ich fange einfach mal an!


    Nandus ist auch für mich einer der faszinierendsten Charaktere! Er handelt sehr berechnend und überaus klug! Wie er also das bisschen Kaiserwasser einsetzt was er hat und er den Ruf seines Vaters den Rest erledigen lässt. Denn eigentlich hätten die Rebellen sich nicht ergeben müssen, Kaiserwasser ist aus, aber die Angst, dass dem nicht so ist, ist einfach zu groß.

    Die Hinrichtung hingegen ist absolut grausig! So herzlos und sein Sohn muss alles mit anschauen. In solchen Momenten kann ich gar nicht anders als Nandus zu grollen. Es ist wie Bernhard sagte, mal hasst man ihn, mal liebt man ihn.


    Lucille hingegen finde ich sehr feige. Sie haut einfach ab und lässt ihr Volk im Stich. Da kann ich ehrlich gesagt gar kein Verständnis für aufbringen. Ihre Flucht ist spektakulär, aber das sie sich nicht schämt, so zu fliehen, wie ihre Untertanen... Na ja, am Ende trifft sie auf die Meereshexe. Das war wirklich spannend und es hörte sich für mich stark so an, als ob die Meereshexe besondere Pläne für Lucille hat. Ich bin sehr gespannt darauf!


    Milan kommt auf die Idee, ob Frieden nicht die beste Option wäre. Das kam reichlich spät. :D Er scheint etwas im Kopf zu haben und bin sehr gespannt, wie er seine Gabe dafür einsetzen mag.

    Rainulf gefällt mir an seiner Seite gut, denn er wirkt ein wenig wie ein Korrektiv, das Milan dringend nötig hat. Auch Frage ich mich, wie sehr Milan wirklich Felicia liebt oder nur die Vorstellung von ihr. Ich empfinde Rainulfs Gefühle fast als ehrlicher... Auf jeden Fall graut es mir vor der Felicias, die Milan erschaffen will.


    Und die Szenen mit Nok waren großartig, alleine wie sie diese frauenverachtenden Männer in ihre Schranken weist! Nok ist wirklich großartig!

  • Achso und was ihr zu den weißen Pferden und der weißen Königin geschrieben habt, ist mir nicht aufgefallen, aber es passt sehr gut! Ich bin so gespannt auf ihr Auftreten!

  • Rainulf gefällt mir an seiner Seite gut, denn er wirkt ein wenig wie ein Korrektiv, das Milan dringend nötig hat. Auch Frage ich mich, wie sehr Milan wirklich Felicia liebt oder nur die Vorstellung von ihr. Ich empfinde Rainulfs Gefühle fast als ehrlicher...

    Was du zu Rainulf schreibst, empfinde ich ebenso. Und ja, Milan scheint mir ein wenig zu verblendet zu sein, was seine Liebe zu Felicia angeht.

  • Die Hinrichtung hingegen ist absolut grausig! So herzlos und sein Sohn muss alles mit anschauen. In solchen Momenten kann ich gar nicht anders als Nandus zu grollen. Es ist wie Bernhard sagte, mal hasst man ihn, mal liebt man ihn.

    Die Liebe zu dem Kerl ist bei mir irgendwie auf der Strecke geblieben *lach* Achtung vor seiner Brillianz - aber Liebe? Dazu müsst ich ihn erst mal mögen!

    Milan kommt auf die Idee, ob Frieden nicht die beste Option wäre. Das kam reichlich spät. :D Er scheint etwas im Kopf zu haben und bin sehr gespannt, wie er seine Gabe dafür einsetzen mag.

    Ja, sehr früh xD

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Traders)

  • Für mich list sich hier am interessantesten, wie ihr euch an Nandus abarbeitet :-)

    Genau so hatte ich mir das erhofft. Im Grunde ist er jemand, der die richtigen Ziele verfolgt. Aber sein Weg ...


    Zu der Gewald in den Kriegsszenen werde ich später noch einmal ausführlicher schreiben. Für mich ist ein realistisches Bild hier unumgängliche Autorenpflicht.


    Jetzt stürze ich mich aber weiter auf eure Kommentare.

    Nach der Lesung in Göttingen standen noch eine lange Heimfahrt, Interviews und ein Berg von zu lesenden Seiten von Herrn Corvus an, so dass ich hier leider erst viel zu spät wieder unterwegs bin. Doch heute steht die Leserunde im Mittelpunkt des Tages :-) !!

  • Zu der Gewald in den Kriegsszenen werde ich später noch einmal ausführlicher schreiben. Für mich ist ein realistisches Bild hier unumgängliche Autorenpflicht.

    Ich finde die Kriegsszenen ja sogar sehr gut. Erst durch diese Gewalt und die vielen Opfer wird der Wunsch nach Frieden so richtig dringlich. Das ist das einzige, was ich allen irgendwie abnehme... also Nandus, Milan und den Mädels.... das sie Frieden für das Wichtigste halten.

  • Ich finde die Kriegsszenen ja sogar sehr gut. Erst durch diese Gewalt und die vielen Opfer wird der Wunsch nach Frieden so richtig dringlich. Das ist das einzige, was ich allen irgendwie abnehme... also Nandus, Milan und den Mädels.... das sie Frieden für das Wichtigste halten.

    Das geht mir genauso - außerdem ist Krieg hässlich und wie gagamaus schreibt: dadurch wird der Wunsch noch dringlicher, endlich Frieden zu bekommen.

  • Zu der Gewald in den Kriegsszenen werde ich später noch einmal ausführlicher schreiben. Für mich ist ein realistisches Bild hier unumgängliche Autorenpflicht.

    Ja, du findest ja auch einigen Anklang hier. Aber es geht mir hier so wie in meiner Jugend, als meine Eltern mich zwingen wollten mir Berichte über den Vietnamkrieg anzusehen, damit ich gegen den Krieg bin. Nein, ich brauche das nicht. Krieg ist barbarisch und grausam und völlig unnötig. Ich brauche ihn weder zu erleben noch zu sehen um zu wissen, dass Frieden wichtig ist und ich ein absoluter Kriegsgegner bin.


    Schon gar nicht brauche ich Folterszenen oder grausame Todesurteile.


    Trotzdem kann ich einiges nachvollziehen von Seiten Nandus. Er will seine Ziele unbedingt erreichen. Nun, ich dachte mir auch, dass er von dem Ruf seines Vaters zehren kann, aber das hatte ich nicht erwartet. Was er hier macht ist wirklich grausam. Ist es das wirklich wert und schließlich kämpfen hier Menschen nur um ihre Freiheit und ihr Recht auf Leben.


    Ich mache es weiterhin so, dass ich die Kapitel beim Hören überspringe. Also Anfang und Ende des Hörabschnittes und dann weiß ich auch wo ich bin. Die Geschmäcker sind eben verschieden.


    Gefreut habe ich mich auch über Nok. Ich mag sie und finde ihre Art zu denken ziemlich interessant und bewundernswert. Sie hat etwas von Ritterehre, das würde ich Nandus manchmal wünschen.

    Ja, ich denke sie hat sich verliebt, etwas, was einer weißen Kriegerin scheinbar nicht passieren sollte.

  • Ich weiß nicht, das geht doch auch anders. Aber wie gesagt, es ist einfach wirklich für mich schade, dass die Geschichte in ständige neue Grausamkeiten eingebettet ist. Ich habe damit ein Problem. Aber ich löse es ja.

  • Ich könnte Ewigkeiten in Milans Welt verbringen, so voller spannender Ereignisse!).

    Da geht es mir anders. Mir ist diese Welt zu kriegerisch und grausam, zu realistisch.

    ich habe Lucille schätzen gelernt. Oder schenke ihr jedenfalls Respekt. Sie ist stark und hat sich den Pfeffersäcken entgegen gestellt. *seufz* Die Fluchtszenen waren wirklich atemberaubend und besonders beeindruckend fand ich das Erscheinen der Meerhexe.

    Ich fand auch, dass Lucille hier ein paar Pluspunkte verdient hat. Ich kann schon verstehen, dass es sich negativ auswirkt, wenn man eine Schwester hat, der die Herzen immer zufliegen. Schließlich wäre sie nicht auf Nandus hereingefallen.

    Um Julianos Leibwächter tut es mir sehr lei

    Mir auch. Vor allem weil ich denke, dass Juliano ihn gebraucht hat. Ob diese Tat seines Vaters ihn in eine andere Richtung drängt und er sich innerlich auch endlich von dem Übervater befreien kann? Es würde ihm gut tun, sich nicht mehr an den Wünschen des Vaters zu messen.

    Nandus kann man wohl als skrupellos bezeichnen. Das hat er in diesem Abschnitt mal wieder gezeigt

    Ja, er ist skrupellos aber er hat auch einen Hang zu unnötiger Grausamkeit. Dass er den Leibwächter seines Sohnes umbringt ist verständlich, denn dieser hat Verrat begangen und er rechnet ja auch damit. Aber er hätte wenigstens eine ehrenvolle Hinrichtung verdient gehabt. Sicher gehört diese Grausamkeit zum Konzept der Familie, Sein Vater hatte das ja auch.

    Aber am meisten Gedanken mache ich mir wohl um Juliano - und was diese Art der Exekution seines Freundes mit ihm anstellt - was in ihm vorgeht. Das geht nicht spurlos an ihm vorrüber, darauf könnte ich wetten.

    DAs hoffe ich mal, vielleicht gewinnt er an Kraft, die er jetzt ohne den Freund auch braucht.

    Soweit ist er von Nandus Lügen nicht entfernt - und ich bin so wahnsinnig gespannt, wohin das führt.

    Ich befürchte zu Schlimmem. Er aus der SF und Zeitreisen wissen wir, wie schnell eine Kleinigkeit zu großen Veränderungen führt, die man nicht überschauen kann.

    für die Verletzte nicht viel Hoffnung besteht. Es macht einfach Hoffnung, wenn die Menschlichkeit nicht völlig auf der Strecke bleibt bei solch blutigen Kämpfen.

    In solchen Szenen denke ich immer, ob es nicht leichter für die Verletzte wäre, wenn man ihr den Gnadenstoß gäbe. Das klingt brutal, aber ein leichteres Sterben wünschen sich doch die meisten Menschen, oder? Sie wird unsägliche Schmerzen erleiden für die romantische Ader ihrer "Retterin" und für andere, die vielleicht gerettet werden können reicht dann die Kapazität nicht mehr.

    Und wieder hat mich Nandus hier sehr zwiegespalten: er sieht es als absolute Notwendigkeit an, so brutal hinzurichten, gleichzeitig bedauert er es aber auch, weil er großen Respekt vor dem Schwertwälder hat. Aber war so viel Grausamkeit wirklich notwendig?

    Eben, war sie notwendig? Das ist etwas, was ich mich in den zwei Büchern bisher immer wieder frage.

    Wie er bei den Bewohnern von Thouar blufft, war ziemlich raffiniert.

    Das war es und er hat so tatsächlich die Hilfe seines Vaters in Anspruch genommen.

    Muss sie auch als Untote ihr Leben fristen oder hat die Dame aus dem Meer noch andere Pläne mit ihr?

    Die Dame hat andere Pläne mit ihr. da muss Lucille nur zustimmen.

    Und was ist jetzt mit der weißen Königin? Wird sie noch rechtzeitig auftauchen und die Wende bringen können?



    Ich denke sie ist schon da.

    Das habe ich mich auch gefragt. Weißer Schimmel - weiße Königin? Kann ein Zusammenhang sein, kann aber auch sein, dass Bernhard uns in die Irre führt.


    Vielleicht hab ich hier auch etwas verwechselt ? Ich hatte im Kopf, dass sie auch den Auftrag hat Milan zu beseitigen, soll sie ihn also nur fangen und zum Khan bringen, oder ist diese Idee ihrem Kopf entsprungen ?

    Sie hat den Auftrag, ihn zu beseitigen und findet das als Verschwendung. Ihr persönliches Ziel war es Milan zum Kahn zu bringen, denn er ist eine alte Seele und ein Fleischwirker und sie hat das erkannt und damit sein Potenzial. So habe ich das verstanden.

  • Ich bin da auch sehr zwiegespalten. Sicherlich sind diese Szenen auch wichtig, um eine Stimmung oder wie Avila schon sagte, die Charaktere der Personen aufzuzeigen, aber müssen diese Szenen so detailliert und grausam beschrieben werden und auch so oft?


    Ja, er ist skrupellos aber er hat auch einen Hang zu unnötiger Grausamkeit. Dass er den Leibwächter seines Sohnes umbringt ist verständlich, denn dieser hat Verrat begangen und er rechnet ja auch damit. Aber er hätte wenigstens eine ehrenvolle Hinrichtung verdient gehabt. Sicher gehört diese Grausamkeit zum Konzept der Familie, Sein Vater hatte das ja auch.

    Das finde ich allerdings auch. Diese Grausamkeit ist völlig unnötig. Die Bestrafung hätte auch anders verlaufen können. Das wäre dann barmherzig eines Erzpriesters würdig gewesen. So ist es nur pure Barbarei.

    In solchen Szenen denke ich immer, ob es nicht leichter für die Verletzte wäre, wenn man ihr den Gnadenstoß gäbe.

    Ich sehe den Sinn dieser Szenen auch eher nicht. Die Verletzte wird ohnehin sterben. Jedes Tier würde man den Gnadenstoß geben. Warum nicht hier auch den Menschen?

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen