04 - Seite 299 bis Seite 403 (bis einschl. Textstelle (Und dann würde sie sich Nandus Tormeno holen)

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  • Nandus zitiert in seiner Rede übrigens Martin Luther King :-) Die berühmte "I have a dream" Rede.

    haha, ich hab es mir beim Lesen noch gedacht und dann als dummen Gedanken verworfen :totlach:

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Nandus zitiert in seiner Rede übrigens Martin Luther King :-) Die berühmte "I have a dream" Rede.

    So schwierig Nandus als Charakter ist, will er für Cilia wirklich das Beste. Ein Ende des Bürgerkrieges. Ein Ende der gegenseitigen Feindschaft und eine gerechte Regierung des Ausgleichs. Dabei ist er sich schmerzlich bewusst, wie schwer es werden wird nach langer gegenseitiger Feindschaft eine gerechte Regierung zu finden.

    Anders als Martin Luther King hat er aber einen blutigen Weg gewählt. Und einen, der verbrannte Erde zurücklässt - auch und vor allem in der Familie und in seiner Gefolgschaft.

    Bei Rainulf hat es mir großen Spaß gemacht, leichte Anflüge von Verwirrung einzubauen. Wenn eine Person "umgeschrieben" wird, dann bleibt zunächst noch ein Gefühl, dass es Erinnerungslücken oder gar Logikbrüche gibt. Mit der Zeit verflacht es. Es sei denn, man wird von anderen ausdrücklich darauf hingewiesen. Auch Märengestalten, die ein eigenes Bewusstsein entwickeln, können darauf stoßen, dass es in ihrer Biographie Lücken gibt. Z.B. keine Erinnerung an eine Kindheit oder auch andere Dinge, die in der Vergangenheit stattgefunden haben.

    Da bin ich gespannt, ob im dritten Teil noch Probleme auf diejenigen zukommen, die mit diesen Lücken leben müssen und ob sie begeistert sind, wenn sie davon erfahren (falls sie davon erfahren).

  • Nandus zitiert in seiner Rede übrigens Martin Luther King :-) Die berühmte "I have a dream" Rede.

    Jaaaaa, an Martin Luther King musste ich auch direkt denken <3


    Ein Fleischweber, der die Geschichte verändert, wird sich erinnern, was die Wahrheit war. Andere sehr bald schon nicht mehr. Womit wir wieder beim Thema Fake News sind. Wer solche falschen Wahrheiten in die Welt setzt, weiß meist sehr genau, was er tut.

    Du hast recht mit dem Bezug auf Fake News, soweit hatte ich das gar nicht durchdacht.

  • Es tut mir Leid, dass ich so hinterher hänge. Aber ich finde einfach keine Zeit zum Lesen und das Buch ist zu komplex, um da schnell durchzupeitschen. Außerdem würde dann viel zu viel verloren gehen...


    Obwohl Falce sich aufmacht Milan zu töten, gehört er wieder zu einem meiner Lieblinge. Ich weiß auch nicht wieso. Ich finde ihn integer - klingt ulkig bei einem Auftragsmörder. Aber wenn man mal von seinen bescheuerten Aufträgen absieht, dann kommt er total sympathisch rüber, oder?

    Falce mag ich auch sehr gerne. Seine Gedankengänge sind so logisch und sympathisch. Er hat auch eine große Hochachtung vor Milan und man spürt richtig, wie er mit seinem Auftrag hadert, aber dann wieder sagt, was soll's? Das ist halt mein Job. Bei Falce kann ich mir auch noch jegliche Entwicklung vorstellen. Ich bin sehr gespannt, wie er sich noch durch diesen und den nächsten Teil schlagen wird.


    Dass die Basilisken alles zu Stein verwandeln, auch Tiere, war mir auch nicht klar.

    Die Szene mit Falce beschrieb das wirklich sehr gut. Alles war still, man hat einfach nichts gehört. Ich habe ziemlich schnell an den Basilisken gedacht. Und ich dachte mir auch, was für ein einsames Leben das für ihn sein muss. Er kann nie einen Gefährten haben, denn überall wo er ist und hinschaut, sind die Lebewesen versteinert. Irgendwie ein sehr trauriges Dasein, oder? Wenn man diesen Gedanken weiterspinnt, könnte Milan der Mär gerne noch ein anderes Ende verpassen. :D


    Und Nok wird auch vom Grym verspeist. Mann wie viele laufen denn da noch rum von den Teilen.

    Das wurde ja mittlerweile von Bernhard erläutert. Solange die Menschen an eine Mär glauben, ist sie wahr. So hat jedes Dorf seinen eigenen Grym, solange es nicht gehört hat, dass der Grym von Milan getötet wurde. Im Endeffekt braucht man wohl für jede erledigte Märengestalt eine große Marketing-Kampagne, damit auch jeder weiß, dass diese Märengestalt erledigt ist und keiner mehr daran glaubt. Da allerdings selbst der Glaube in Khanat aussagekräft ist, fühle ich mich wie in einen Kampf gegen Windmühlen verstrickt.



    Ich lese wirklich extrem vorsichtig, da ich verknickte Buchrücken und Leserillen auf den Tod nicht austehen kann.

    Ich bin da vollkommen bei Marada. Ich mag es, wenn Bücher gelesen aussehen. Ich kaufe auch - wenn es möglich ist und sich nicht um eine Neuerscheinung handelt - Bücher am liebsten gebraucht. ;)


    Olmo hat mir aber auch immer besser gefallen: zuerst dachte ich noch, er macht bei der Infiltration und der Gefangennahme von Milan nur deshalb mit, weil er sich Vorteile davon verspricht, aber wie er sich gegen Trimini gestellt hat, weil er es nicht eingesehen hat, Unschuldige hinzurichten, hat mir Respekt abgenötigt.

    Olmo war klasse! Er hat so viel Ehre in seinem Herzen, dass ich gar nicht anders konnte, als ihn zu mögen. Nein zu sagen und einen Befehl zu verweigern, ist niemals einfach, aber das dann auch noch zu machen, wenn einem der eigene Tod bevorsteht - das nötigt mir wirklich großen Respekt ab! Nicolo Trimini hat gezeigt, dass er (im Gegensatz zu Nandus! ;) ) keinen Funken Ehrgefühl hat. Ich finde, man merkt Nicolo auch richtig an, wie er darunter leidet, so wenig zu erreichen im Gegensatz zu den anderen Heeren. Er ist für mich ein Versager auf ganzer Linie. ;)


    Felicia de Rosa lebt und Rainulf ist fest davon überzeugt, dass er schon immer der Pfeil der Rosen war. Und wird wieder so grantelig. Ich will den alten Rainulf zurück :argh:


    Im vorigen Abschnitt hatten wir den Eindruck, dass Nok in Milan verliebt sein könnte, ich finde, das verstärkt sich hier noch. Und Milan denkt direkt nur noch an Felicia, als er erfährt, dass sie noch lebt.

    Geht mir genauso. Nok mag Milan wirklich sehr, auch wenn das teils gegen ihren Auftrag ist. Aber den hat sie auch fast komplett vergessen, seit sie bei Milan ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass Milan ganz schön entsetzt über Felicia sein wird und sich wohl von ihr abwenden wird. Ich hoffe dann auch, dass er Nok sieht - und zwar richtig sieht. :)


    Nandus kann mich echt immer wieder verblüffen. Ich finde den Gedanken und die Idee aber klasse und eigentlich sollte Milan sie ebenfalls gut finden. Vielleicht kann dieser Traum Vater und Sohn irgendwann wieder etwas annähern.

    Hier sind sich Vater und Sohn sehr ähnlich und genau wegen diesem Wesenszug mag ich Nandus auch. Er schimmert immer ein wenig durch, auch wenn er manchmal kaum greifbar ist. Nandus ist wirklich kein schlechter Mensch, aber manchmal ist er zu grausam in seinen Entscheidungen. Ich glaube, was er noch nicht begriffen hat, dass Gewalt immer Gegengewalt erzeugt und wenn keiner mal aufhört, sich die Spirale immer weiter dreht. Vielleicht kann Milan ihm das irgendwann mal klar machen, denn er versteht das immer mehr.


    Wolfhard von Urschlingen habe ich die ganze Zeit noch nicht so recht getraut und jetzt weiß ich auch warum. Ganz schön fies, wie er Hagen in den Tod schickt, um dem Schwert der Rosen Nandus ans Messer zu liefern.

    Urks, was für ein unangenehmer Zeitgenosse! Aber er will seine Treue beweisen. Wissen wir, was er getan hat, dass er so in Sasmiras Achtung gesunken ist, dass er nun versucht Nandus ans Messer zu liefern?


    Man ist das alles kniffelig, wer ich was weiß, wer ein neues Gedächtnis bekommt, wegen Milans neuer Mären, wer den Durchblick noch hat.

    Jap. Aber jeder, der noch nicht von der neuen Mär gehört hat, kann sie auch noch nicht glauben. Je länger sie exsistiert und herum schwirrt, desto mehr Menschen können davon überzeugt sein. Wahrscheinlich haben am Ende nur Nandus und Milan noch einen Durchblick. (Und eventuelle andere Fleischweber) Aber gerade in der Anfangszeit wird es sicherlich noch einige geben, die erstmal verwirrt sind. Aber wie schnell sich das ändern kann, haben wir ja bei Rainulf gesehen.


    Ich glaube, an einer Stelle meinte Nandus so was ähnliches wie "Es muss ein Erzpriester" sein, das habe ich jetzt so interpretiert, dass die Mär vielleicht auch so endet, dass nur ein Erzpriester die Meerhexe töten kann, so wie nur der Pfeil der Rosen den Grym töten kann.

    So habe ich es auch verstanden. Es wurde nur vorher nie explizit erwähnt wie beim Grym.


    Wer war nochmal auf welcher Seite? Und auf welcher Seite ist jetzt Milon? Und war Sara vorher nicht bei den Rebellen?

    Das macht für mich das Buch aus. Die Seiten werden so oft aufgeweicht. Man ist irgendwie für die Rebellen und nicht für die Liga, aber als die Meerhexe Nandus' Heer angreift, habe ich mit Nandus gefiebert. Für mich ist das eine der Stärken des Buches - gut und böse ist nicht wirklich voneinander zu unterscheiden.

  • Das wurde ja mittlerweile von Bernhard erläutert. Solange die Menschen an eine Mär glauben, ist sie wahr. So hat jedes Dorf seinen eigenen Grym, solange es nicht gehört hat, dass der Grym von Milan getötet wurde. Im Endeffekt braucht man wohl für jede erledigte Märengestalt eine große Marketing-Kampagne, damit auch jeder weiß, dass diese Märengestalt erledigt ist und keiner mehr daran glaubt. Da allerdings selbst der Glaube in Khanat aussagekräft ist, fühle ich mich wie in einen Kampf gegen Windmühlen verstrickt.

    Ja, ein Neverending-Ding. Man sollte immer gleich bei den Mären noch einbauen, in welchem Dorf das Vieh auftaucht und wo es getötet wird, dann grenzt das schon mal ein. Bedeutet ja aber, dass da auch jede Menge Basilisken rumrennen können, oder kommt der Neue immer erst, wenn der alte tot ist?

  • Gute Frage... Vor allem bei dem Basilisken ist das eine noch gruseligere Vorstellung. Aber vielleicht würde sich bei ihm deswegen auch eine schnellere Kunde verbreiten, wenn er einmal tot ist, ...

  • Huhu.


    Auch ich lese noch - und kämpfe mich durch =o/ Sorry. Das ist mir echt megapeinlich.


    Dass die Basilisken alles zu Stein verwandeln, auch Tiere, war mir auch nicht klar. Ich sehe jetzt auch lauter versteinerte Ameisen und Marienkäfer usw. :totlach:

    :boah: Stell dir mal vor du müsstest barfuß durch den Wald laufen. Das ist wie nachts über Legosteine zu latschen *eyeyey*

    Allerdings - bei HP war es ja eher so, dass der Basilisk die Leute anschauen musste. Hier klingt es so, als wenn man selbst den Basilik erblicken muss. Heißt das dann, man hätte eh keine Chance? Weil man - um es zu töten - es ja suchen muss?

    Das fand ich jetzt irgendwie verwirrend ...


    Traurig fand ich, dass Sara und Olmo doch noch aufgehängt wurden. Also wirklich Bernhard, das war echt schlimm für mich. Da hofft man die ganze Zeit und dann hängen sie irgendwo am Wegesrand rum.

    Ja, das fand ich auch total doof. Erst kämpfen sie wie blöd, dann werden sie quasi dazu verurteilt zu sterben um dann verschont zu werden um doch zu sterben *knotenimkopf* Kann denn nicht mal EIN netter Mensch überleben? Das ist ja schlimmer als bei GoT hier ...

    Klar, die Geschichte ist schwer zu glauben, aber wenn drei Leute sie erzählen, könnte da ja ein Fünkchen Wahrheit drin stecken.

    Ich würde ja noch gerne mehr Mären erzählt bekommen, die vom verlorenen Mond hat mir auch gut gefallen.

    Oh ja, das wäre toll. Ich hoffe ja auch noch, dass noch mal eine erzählt wird. Bislang ist die um den verlorenen Mond ja die einzige, die richtig erzählt wird. Von den anderen wird immer nur berichtet.

    Man könnte sich dann auf einige Sachen einen viel besseren Reim machen.

    Eine der größten Überraschungen war aber die Verkündung seines Traums eines vereinten Cilias, in dem es keine Ligisten und keine Rebellen gibt! Mit allem hatte ich in dem Moment gerechnet, aber nicht damit! Nandus kann mich echt immer wieder verblüffen.

    Also Nandus ist echt mal ein Charakter der den Leser in den Wahnsinn treibt. Er meuchelt auf schaurige Art und Weise und in meinen Augen auch übertrieben brutal, und dann schenkt er den Menschen Hoffnung und zeigt auf, dass er sich Frieden für Cilia wünscht.

    Das ist super und macht ihn nicht mehr ganz so unsympathisch. Aber wer weiß was er als nächstes macht ... :boahnee:

    So, und dann ist es soweit: Felicia de Rosa lebt und Rainulf ist fest davon überzeugt, dass er schon immer der Pfeil der Rosen war. Und wird wieder so grantelig. Ich will den alten Rainulf zurück :argh: Jetzt bin ich vor allem gespannt wie ein Flitzebogen, wie Felicia so sein wird.

    Oh man, da habe ich blöd aus der Wäsche geschaut. Also irgendwie war es ja klar, dass sowas mal passieren muss und das die Auswirkungen nicht ganz so klasse sind, aber so schnell ist doof. Ob Milan Felicia jetzt doch selbst wieder umbringen muss um die Geschichte zu korrigieren?

    Rainulfs Art ist doof *schmoll* Er hat alles vergessen, was Milan und er gemeinsam erlebt haben. Es musste ja irgendwie passieren, sonst hätte es nicht in seine Geschichte gepasst, aber so mag ich ihn nicht.

    Nandus zitiert in seiner Rede übrigens Martin Luther King :-) Die berühmte "I have a dream" Rede.

    Das schoss mir sofort durchs Hirn. Nur doof, das Nandus nicht so die ganz edlen Wesenszüge hat ...

    Was ich mich allerdings bis zu letzt gefragt habe - warum war die Meerhexe dann plötzlich so leicht zu töten? Ist sie wirklich tot? Bleibt sie tot, weil sie jetzt so viele sterben haben sehen?

    In der Stadt haben viele sie 'verschwinden' sehen, aber sterben? Ihr Auftreten war so spektakulär, dass ich den einfachen Schuss irgendwie etwas einfach fand.

    Zumal in anderen Teilen Cilias vielleicht doch noch die Mär von der Meerhexe besteht. Dann könnte sie ja wieder kommen.


    Nandus kommt so langsam an seine körperlichen Grenzen. Er ist nicht mehr die Figur, die aus allem ohne Kratzer herauskommt. Wenn jetzt die wieder gekehrte Felicia ihm gegenüber steht, könnte es doch sein Ende sein.

    Dabei würde ich mir fast wünschen, dass er noch die Chance bekommt mir sympathisch zu werden ^^


    Falce mag ich auch sehr gerne. Seine Gedankengänge sind so logisch und sympathisch. Er hat auch eine große Hochachtung vor Milan und man spürt richtig, wie er mit seinem Auftrag hadert, aber dann wieder sagt, was soll's? Das ist halt mein Job. Bei Falce kann ich mir auch noch jegliche Entwicklung vorstellen. Ich bin sehr gespannt, wie er sich noch durch diesen und den nächsten Teil schlagen wird.

    *lachs* Ja, Falce ist eine Marke für sich. Auf sich selbst bedacht, aber irgendwie putzig. Ich hoffe sehr, dass er zumindest sich selbst treu bleibt.

    Die Szene mit Falce beschrieb das wirklich sehr gut. Alles war still, man hat einfach nichts gehört. Ich habe ziemlich schnell an den Basilisken gedacht. Und ich dachte mir auch, was für ein einsames Leben das für ihn sein muss. Er kann nie einen Gefährten haben, denn überall wo er ist und hinschaut, sind die Lebewesen versteinert. Irgendwie ein sehr trauriges Dasein, oder? Wenn man diesen Gedanken weiterspinnt, könnte Milan der Mär gerne noch ein anderes Ende verpassen. :D

    Also die Beschreibung vom Basilik war echt ein Ding. So habe ich ihn mir auch nicht vorgestellt :auslach:

    Allerdings hat diese Statur viele Vorteile - wie die guten Versteckmöglichkeiten.

    Ich bin sehr gespannt wann er direkt ins Geschehen eingreift. Und ob Milan ihn mit diesem Tablett überlisten kann.

    Olmo war klasse! Er hat so viel Ehre in seinem Herzen, dass ich gar nicht anders konnte, als ihn zu mögen. Nein zu sagen und einen Befehl zu verweigern, ist niemals einfach, aber das dann auch noch zu machen, wenn einem der eigene Tod bevorsteht - das nötigt mir wirklich großen Respekt ab!

    :daumen:

    Das unterschreibe ich mal so.

  • Achja - Leserillen. Dazu wollte ich auch noch was sagen. Ich versuche sie zu vermeiden. Persönlich mag ich es bei neuen Büchern nicht. Wenn ich aber Bücher gebraucht kaufe, stören sie mich nicht.


    Ich habe ein ganz anderes Problem bei dem Buch - es is so schwer und unhandlich, dass mir nach kurzer Zeit die Arme weh tuen. Da ich meist unterwegs lese, ist das echt unpraktisch =o/

  • Stell dir mal vor du müsstest barfuß durch den Wald laufen. Das ist wie nachts über Legosteine zu latschen *eyeyey*

    :elch::err:


    Ja, das fand ich auch total doof. Erst kämpfen sie wie blöd, dann werden sie quasi dazu verurteilt zu sterben um dann verschont zu werden um doch zu sterben *knotenimkopf* Kann denn nicht mal EIN netter Mensch überleben? Das ist ja schlimmer als bei GoT hier ...

    Ja, das fand ich echt auch megafies. Da freut man sich als Leser, dass die doch noch überleben - was ja nicht so ausgeschaut hat. Und dann sind sie in einem Nebensatz doch noch gestorben. :teufel:

  • Heißt das dann, man hätte eh keine Chance? Weil man - um es zu töten - es ja suchen muss?

    Das macht es noch perfider mit dem Basilisken :o


    Ja, das fand ich echt auch megafies. Da freut man sich als Leser, dass die doch noch überleben - was ja nicht so ausgeschaut hat. Und dann sind sie in einem Nebensatz doch noch gestorben. :teufel:

    Aber echt, ich war auch der Meinung, die beiden bleiben uns noch eine Weile erhalten und dann so nebenbei erfahren wir, dass sie bereits am nächsten Baum hängen - Bernhard, das war ganz schön gemein von dir :totlach:

  • Stell dir mal vor du müsstest barfuß durch den Wald laufen. Das ist wie nachts über Legosteine zu latschen

    Waaaas ? Ich les überall immer nur von weichen, moosigen und duftenden Waldboden ;):totlach:

    Das wäre natürlich schön, aber ich denke auch die Legostein-Version ist realistischer. :D



    *lachs* Ja, Falce ist eine Marke für sich. Auf sich selbst bedacht, aber irgendwie putzig. Ich hoffe sehr, dass er zumindest sich selbst treu bleibt.

    Da mache ich mir ja bei ihm eher weniger Sorgen. Falce wird schon sich selbst treu bleiben, hat er bisher auch immer geschafft. :)

  • Es wird immer spannender und die Kriegsschilderungen sind erträglicher geworden. Es ist jetzt auch interessant, zu hören wo und wann man sich befindet, denn es geschieht ja alles in wenigen Tagen. Darauf wurde ich dann ziemlich gut durch die Überschriften aufmerksam gemacht, obwohl ich sie im ersten Band sehr nervig fand. Aber das Geschehen nimmt jetzt wirklich an Fahrt auf. Der Kampf um die Sternenbrücke ging ja ziemlich hin und her. Dann das Erhängen und endlich greift das Einhorn ein. Ich fand de Zeitpunkt zeitlich gut gewählt, denn Sara war mir ans Herz gewachsen und ich wollte sie nicht tot sehen.


    Und dann erscheint unser Einhorn. Hmm ist ja erst mal mehr eine Schindmähre. Gar nicht so muskelbepackt und energiegeladen wie auf dem Cover. Und das tödliche Horn weiß es auch zu verbergen, bis es zu spät ist. Fiese Sache.

    Ich fand das nicht fies, sondern ziemlich gut. Es hat immerhin auch den Henkern eine Chance gegeben.


    Traurig fand ich, dass Sara und Olmo doch noch aufgehängt wurden. Also wirklich Bernhard, das war echt schlimm für mich. Da hofft man die ganze Zeit und dann hängen sie irgendwo am Wegesrand rum.

    Ja, ich fand das auch wieder ziemlich grausam, aber diesmal habe ich die Logik verstanden und dass diese Szene sehr gut zeigt wie sich Reinulf verändert hat und vor allem, dass Ungerechtigkeit auf beiden Seiten herrscht. Natürlich ist der Krieger auch zu verstehen, wenn da jemand kommt, der schon einmal zu großen Verlusten geführt hat, weil er sich unter die Flüchtlinge gemischt hat, warum sollte er ihm glauben. Allerdings ist eine Kriegslist ja nicht wirklich unmoralisch, oder? Was hätte er machen sollen? Die Gefahr wieder in eine Falle zu geraten war ja da und die Kräfte unter den Flüchtlingen waren schon dezimiert.

    Olmo hat mir aber auch immer besser gefallen: zuerst dachte ich noch, er macht bei der Infiltration und der Gefangennahme von Milan nur deshalb mit, weil er sich Vorteile davon verspricht, aber wie er sich gegen Trimini gestellt hat, weil er es nicht eingesehen hat, Unschuldige hinzurichten, hat mir Respekt abgenötigt

    Ja, mir auch. Es zeigt deutlich, dass die Kämpfer auch für eine Idee, für Ihre Freiheit kämpfen und nicht einfach nur die Gegner vernichten wollen. Olmo ist einer derer, die für Gerechtigkeit sind. Ich fand es auch toll, dass das Einhorn ihn so würdigt. Allerdings, wenn er schon so unter dem Schutz steht, finde ich es dann doch recht seltsam, dass nicht eingegriffen wird, wenn ihn die eigenen Leute umbringen und das nur, weil er ihnen von der Tat berichten will, um ihnen Hoffnung zu geben.


    Jetzt erfahren wir also, welchen Plan Apolita verfolgte, ganz schön fies, aber auch raffiniert, eigene Leute unter die Rebellen zu schleusen. Aber wie Milan die Ligisten davon überzeugt hat, ihn gehen zu lassen, weil er noch eine größere Aufgabe zu erledigen habe, war ebenfalls raffiniert. Ich muss sagen, er kann teilweise genauso überzeugend reden wie sein Vater.

    Ja, das kann er und er merkt das auch. Aber er mag es eigentlich nicht. Irgendwie merkt er aber, dass es ab und zu sehr hilfreich ist mit dieser Priesterstimme zu überzeugen. Ich glaube er merkt langsam, dass er seinen Vater zu einseitig gesehen hat.


    Obwohl Falce sich aufmacht Milan zu töten, gehört er wieder zu einem meiner Lieblinge. Ich weiß auch nicht wieso. Ich finde ihn integer - klingt ulkig bei einem Auftragsmörder. Aber wenn man mal von seinen bescheuerten Aufträgen absieht, dann kommt er total sympathisch rüber, oder?

    Ja, auch ich mag ihn. Er nimmt seinen Job ernst und er ist scheinbar der Beste. Ich würde ihm nicht wünschen, zu Stein zu werden. Aber natürlich will ich auch nicht, dass er seinen Auftrag erfolgreich absolviert. Vielleicht wird er da seine Meisterin finden?

    Ein wichtiger Moment war, als klar wurde, dass Felicia tatsächlich am Leben ist und Rainulf das für ganz logisch hielt, weil er nichts mehr vom Tod seiner Herrin wusste. Das bedeutet, dass die Veränderungen um sich greifen. Wie viel wissen Rainulf und Felicia denn noch und wo setzt die Mutation der Geschehnisse ein? Eine spannende Sache ist das.

    Ja, das ist spannend und nicht wirklich steuerbar. Was musste verändert werden, damit die Vergangenheit nicht so abläuft wie sie war. Wieviel Veränderungen waren da notwendig? Vor allem, wenn Felicia noch lebt, wie kommt dann ihre Schwester dazu die Stadt zu verteidigen?

    Vor allem hat sich bei Nandus noch nichts verändert, obwohl das Gerücht schon umgeht. Ich habe das Gefühl, dass Nandus ahnt, warum Felicitas wieder lebt, und er kann nicht viel dagegen tun, denn er selbst hat diese Möglichkeit erst geschaffen.

    Da reagiert Nandus einmal nicht ganz so hart und schon hat er den Mist.

    Er hat aber doch nicht aus Milde so reagiert, sondern weil er nicht wollte, dass sich eventuell Sympathisanten mit dem Schwert der Rosen finden, er wollte doch eigentlich, dass niemand erfährt wer sie ist. Diese "Milde" war in seinem Interesse, so ist es mir in Erinnerung. Und wenn das, was er seinem Sohn da angetan hat milde war, dann weiß ich nicht wie es wäre, wenn er grausam ist.



    Ich würde ja noch gerne mehr Mären erzählt bekommen, die vom verlorenen Mond hat mir auch gut gefallen.

    Ich fand es auch toll wie Nandus die Mär von der Meerhexe erzählt hat. Es macht den Eindruck, als ob er mit dem Verfahren nicht einverstanden war und irgendwie Verständnis für die Frau hat, die vermutlich unschuldig umgebracht wurde.



    Der Kampf gegen die Meereshexe war ziemlich dramatisch und spannend, aber Nandus bleibt am Ende doch siegreich.


    Was ich mich allerdings bis zu letzt gefragt habe - warum war die Meerhexe dann plötzlich so leicht zu töten? Ist sie wirklich tot? Bleibt sie tot, weil sie jetzt so viele sterben haben sehen?

    Ja, ist sie tot oder nur schwer verletzt und erholt sich ? So sicher ist dieser Sieg nicht und es ist ja auch nicht klar, warum ausgerechnet der Bolzen Nandus' diesen Schaden anrichtet. Gibt es dafür einen Grund in der Mär? Eigentlich hört die Mär doch auf als die Hexe den Fluch ausspricht.


    Lucille hat gebüsst. Sie und die Meerhexe, dass war mal ein furios-böses Team.

    Ich hatte nicht den Eindruck, dass sie ein Team waren. Ich fand eher, dass Lucille das Angebot der Hexe nicht angenommen hat und ebenso ertrunken ist wie alle anderen, denn sie war genauso schnell zu besiegen. Ich hatte mir mehr versprochen, dass beide gemeinsame Rache nehmen und ihre Kräfte Bündeln.

    Die Mär vom Krähenmann war Klasse. Der spielt ja im Augenblick keine große Rolle aber sicher wird die Geschichte nochmal sehr wichtig.

    Spielt sie wirklich keine große Rolle? Eine Warnung hat Milan doch schon erhalten. Er hat dem Krähenmann etwas versprochen und darum kümmert er sich im Moment nicht. Aber so wie er die Geschichte erzählt hat, gäbe es eine andere Möglichkeit, die beiden Liebenden zusammenzubringen. Ich fand, dass er das ganz schlau und schön.


    Eine der größten Überraschungen war aber die Verkündung seines Traums eines vereinten Cilias,


    So schwierig Nandus als Charakter ist, will er für Cilia wirklich das Beste. Ein Ende des Bürgerkrieges. Ein Ende der gegenseitigen Feindschaft und eine gerechte Regierung des Ausgleichs. Dabei ist er sich schmerzlich bewusst, wie schwer es werden wird nach langer gegenseitiger Feindschaft eine gerechte Regierung zu finden.

    Ich nehme ihm das nicht ab. Eigentlich hat er keine Macht dazu, so etwas zu verkünden, denn er führt diesen Krieg nicht allein und dieser Krieg war von Anfang an gezielt auf Aneignung von Land und Lebensraum, "Befriedung" von Handelswegen und Bereicherung einschließlich durch Verkauf der Leute in die Sklaverei. Er braucht die Unterstützung der Leute dort um die Stadt zu halten. Es kommen Entbehrungen auf die Menschen zu, es wird eine schlimme Zeit. Da ist schnell ein Mob geweckt, der schwer zu beherrschen ist.

    Womit wir wieder beim Thema Fake News sind. Wer solche falschen Wahrheiten in die Welt setzt, weiß meist sehr genau, was er tut.

    Aha!!

    Nandus zitiert in seiner Rede übrigens Martin Luther King :-) Die berühmte "I have a dream" Rede.

    Bin ich schon so alt? Gibt es jetzt wirklich Menschen, die diese Rede nicht kennen und nicht erkennen?

    Ich hatte noch im Kopf, dass Milan und Nandus wichtig waren, die 3. Person hatte ich schon vergessen. Wer das sein könnte? Gerade fällt mir nicht wirklich jemand ein, aber wir haben - glaube ich - auch noch nicht gehört, was diese Person so besonders macht, oder?


    Könnte es Nok sein?


    Wolfhard von Urschlingen habe ich die ganze Zeit noch nicht so recht getraut und jetzt weiß ich auch warum. Ganz schön fies, wie er Hagen in den Tod schickt, um dem Schwert der Rosen Nandus ans Messer zu liefern.

    Was aber, wenn dieser Hagen es wirklich schafft und der Brief an den Adressaten bringt? Ich traue jemandem, der Hagen heißt alles zu.



    Es war ein toller Abschnitt und ich bin sehr gespannt auf den nächsten.

  • Im vorigen Abschnitt hatten wir den Eindruck, dass Nok in Milan verliebt sein könnte, ich finde, das verstärkt sich hier noch. Und Milan denkt direkt nur noch an Felicia, als er erfährt, dass sie noch lebt.

    Ich denke, dass Milan eigentlich in Nok verliebt ist und an der anderen Liebe festhält, weil sie so tragisch geendet hat. Die neue Felicia will er sicher nicht mehr. Ich finde auch, dass er beginnt seine Gefühle sehr zu hinterfragen.


    Es mag auch daran liegen, dass ich das Buch nur sehr vorsichtig halten kann

    Ich hänge ja auch hinterher, allerdings habe ich nicht diese gute Entschuldigung :)

    Vielleicht sollte man dann anregen bei so dicken Büchern die Möglichkeit zu bieten, sie auch als ebook zu lesen ohne das extra kaufen zu müssen (was ich tue). Bei einigen wenigen Büchern gab es das ja schon, dass man eine Seite einscannt und dann eine bestimmte Anzahl Seiten im Handy oder IPAD zu lesen.

  • Im vorigen Abschnitt hatten wir den Eindruck, dass Nok in Milan verliebt sein könnte, ich finde, das verstärkt sich hier noch. Und Milan denkt direkt nur noch an Felicia, als er erfährt, dass sie noch lebt.

    Ich denke, dass Milan eigentlich in Nok verliebt ist und an der anderen Liebe festhält, weil sie so tragisch geendet hat. Die neue Felicia will er sicher nicht mehr. Ich finde auch, dass er beginnt seine Gefühle sehr zu hinterfragen.

    Ich denke auch, dass er an Nok interessiert ist. Im fällt ja auf wie gut sie zusammen passen.

    Felicia war immer bestimmend. Das nimmt man als Grünschnabel gern mal so hin und akzeptiert es. Aber auf Dauer wird das nix. Zumal ich immer den Eindruck hatte, sie wären sich nicht ebenbürtig - vor allem halt auch von der Lebenserfahrung her. Zwar hat Nok auch weit mehr Lebenserfahrung, aber sie gibt sich anders. Da wird es nicht so zur Schau getragen.