01 - Kapitel 1 bis 7 (bis Seite 75)

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  • Hallo ihr Lieben,


    hier treffen wir uns ab dem 19. Oktober 2018 zur Leserunde zu dem Buch "Die Schokoladenvilla" von Maria Nikolai und ich begrüße alle Teilnehmer*innen und ganz besonders Maria! Wie schön, dass du dir die Zeit nimmst und Lust hast uns bei der Leserunde zu begleiten! :bussi:


    Bitte beachtet auf die allgemeinen Informationen zu Leserunden und die hiesige Nettiquette.

    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Wenn ihr erst ein paar Tage später in die Leserunde einsteigen könnt, dann wäre es gut, wenn ihr hier oder per PN mir kurz Bescheid geben würdet.


    Es wäre schön, wenn ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass bitte pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte! :winken:



    Zum Abschluss: bitte denkt auch daran, dass ein wichtiger Teil der Leserunden eure abschließenden Rezensionen sind und stellt diese am Ende der Runde zeitnah hier im Forum und auf literaturschock.de direkt ein.


    Hier könnt ihr bis Seite 75 schreiben.

    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Ich wünsche uns allen viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!


    Liebe Grüße

    Avila :winken:

  • Ich bin gut durch den ersten Leseabschnitt gekommen. Was mir am besten gefällt, sind die ausführlichen Beschreibungen. Das Geschäft, das Arbeitszimmer des Vaters, die Umgebung. So kann man sich alles lebhaft vorstellen.


    Judith ist eine junge Frau, die weiß, was sie will. Was sie nicht will, ist, daß ihr ein Ehemann vorschreibt, was sie tun und lassen soll.


    Judiths Zwillingsbrüder halten alle auf Trab. Es fehlt die Mutter, die in Kur ist. Aber auch diese hat ein schwaches Nervenkostüm. Jetzt hat sich Karl ein Bein gebrochen. Victor, der die Kinder gerettet hat, fragt mutig nach Arbeit bei Wilhelm Rothmann. Er traut sich was!


    Ich glaube, Judith hat sich gleich verguckt in ihn. Ich glaube nicht, daß ihr Vater ihn als Heiratskandidaten ansehen wird, wenn er erfährt, daß er im Gefängnis eingesessen hat.

  • Das war jetzt sehr schwer für mich aus dem ersten Leseabschnitt wieder aufzutauchen. :) Gut gefallen hat mir auch die genaue Beschreibung, ich hatte oft das Gefühl, dass ich mitten drin bin, konnte die Schokolade riechen und den kalten Wind im Januar spüren. Der Vater hat sich bei mir sofort unsympathisch gemacht, durch sein doofes Heiratsgetue, aber auch die Mutter kommt mir etwas komisch vor, zwitschert ab nach Italien. Naja, wer weiß, was die mit dem Vater durchmacht. Was immer wieder überrascht ist, das Judith als blond beschrieben wird, weil alle Judiths, die ich kenne sind dunkel ^^. Wobei der Heiratskandidat gar nicht so schlimm rüberkommt. Ich bin gespannt, wie die Geschichte mit Viktor weitergeht, die Entscheidung, woanders neu anzufangen war sicherlich klug, auch wenn die Schwaben es einem nicht unbedingt leicht machen. Ich bin mir aber noch nicht sicher, was ich von ihm halten soll. Ein Duell ist zwar nicht so schlimm, wie wenn er jemand "einfach so" um die Ecke gebracht hätte, aber trotzdem verboten.

    Die Wohngegen in Degerloch ist auch wunderschön, wenn ich von der Uni in der Stadtmitte nach Hohenheim muss, fahre ich da vorbei, wenn ich Zeit haben, nehme ich immer die U-Bahn, die an den Häusern vorbei fährt (zumindest an ein paar Häusern)

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Ich glaube, Judith hat sich gleich verguckt in ihn. Ich glaube nicht, daß ihr Vater ihn als Heiratskandidaten ansehen wird, wenn er erfährt, daß er im Gefängnis eingesessen hat.

    Ich glaube nicht, dass er ihm das auf die Nase bindet ^^

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Ich glaube nicht, dass er ihm das auf die Nase bindet ^^

    Das glaube ich auch nicht. Aber wird das nicht rauskommen?

    Oh, doch sicherlich. Irgendeiner wird es ihm sagen, vielleicht sogar Albert (oder hieß er Albrecht? Ich bin jetzt zu faul zum nachlesen). Auch wenn er Judith nicht so begeistert haben will, wird er sicherlich was dagegen haben, wenn ein Rivale daherkommt, noch dazu einer, den man so leicht ausstechen kann.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Es fängt schon sehr spannend und vielversprechend an, sprachlich und inhaltlich begeistert mich die Geschichte um die Familie Rothmann und ihre Schokoladenfabrik in Stuttgart im Jahr 1903. Der Beginn des 20. Jh. war eine Epoche geprägt von Umbrüchen, sowohl in gesellschaftlicher Hinsicht als auch was die technische und industrielle Entwicklung betrifft. Das alles wird hier auch thematisiert und gerade bei Judith spüren wir die gute Energie und Dynamik eines modernen Frauenlebens, was allerdings den Vorstellungen ihres Vaters widerspricht, der noch verkrustet in althergebrachten Vorstellungen von Tradition, Gehorsam und Autorität seine Ziele durchsetzen will. Das wird noch zu spannenden Konflikten und Auseinandersetzungen führen innerhalb der Familie. Judith`s Mutter Hélène ist auch dabei, sich zu befreien aus den Fesseln dieser engen Welt und einer arrangierten, lieblosen Ehe. Ich vermute, dass ihre Beschwerden weniger körperliche, als vielmehr seelische Ursachen haben und ich bin gespannt, ob sie den Mut hat, einen eigenen Weg zu finden. Die Zwillinge sind ja richtig freche Bengel und ich befürchte, dass sie noch einigen Ärger verursachen werden. Allerdings werden die Strafmassnahmen ihres Vaters nichts bringen, weil den Kindern etwas Wichtiges in der Familie fehlt - emotionale Zuwendung, das Gefühl von Geborgenheit, das auch darin bestehen kann, ihnen klare Grenzen zu setzen.

  • ihres Vaters widerspricht, der noch verkrustet in althergebrachten Vorstellungen von Tradition, Gehorsam und Autorität seine Ziele durchsetzen will. . Die Zwillinge sind ja richtig freche Bengel und ich befürchte, dass sie noch einigen Ärger verursachen werden.

    allein schon das "sie" und " Herr Vater " * grusel*

    Die zwillis sind richtige " rotzaffen " ( Vokale schön durch die Nase gesprochen ^^)

    Aber irgendwie ist das ja auch alterstypisch

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • So...ich habe nun den ersten Leseabschnitt auch gelesen und die Geschichte um die Familie gefällt mir gut.

    Sehr gut gefallen mir die anschaulichen Beschreibungen der Oertlichkeiten. Wenn ich daran denke, wie zum Beispiel das Geschäft mit all den Leckereien beschrieben ist....ich befürchte mein Schokoladenkonsum wird während dieser Leserunde steigen.

    Man spürt sofort, dass Judith feministisch angehaucht ist. So zeigt sie auch durch die Ueberlegung Eis anzubieten, dass das Geschäft sie interessiert. Leider wird sie wohl da bei ihrem Vater auf Granit beissen. Der hat ja noch zwei männliche Erben, die nachkommen und mal das Geschäft übernehmen können. Allerdings merkt man Judith halt auch die Erziehung an....wie sie lang und breit überlegt wann sie welches Kleid anzieht, deute ich dann doch als Folge der damaligen Erziehung. Das Frauenbild von Albrecht ist gelinde gesagt, schrecklich. Der Satz "der Geist der Frauen ist nicht gemacht für weitreichende Entscheidungen" ist zum gruseln. Obwohl ich nicht denke, dass Max, für den Judith schwärmt der idealere Mann wäre.

    Etwas erstaunt war ich über die französischen Ausdrücke..."Comptoir"," bureau" oder "coupé"...und das in einer Geschichte, die mitten in Deutschland spielt.

  • allein schon das "sie" und " Herr Vater " * grusel*

    Die zwillis sind richtige " rotzaffen " ( Vokale schön durch die Nase gesprochen ^^)

    Aber irgendwie ist das ja auch alterstypisch

    Ich empfand Karl und Anton nicht als Rotzaffen, das für mich einen negative Bedeutung hat. Im Gegenteil empfand ich es als nett, dass sie sofort ihrer Schwester gestanden haben, dass sie die Manschettenknöpfe für ihr Spiel entwendet haben. Auch die Sache mit dem Feuer ist doch alterstypisch. 8 jährige Jungen machen so was, auch wenn sie in einem starren Korsett eines wohlhabenden Hauses um die Jahrhundertwende aufwachsen.

  • Der Vater hat sich bei mir sofort unsympathisch gemacht, durch sein doofes Heiratsgetue, aber auch die Mutter kommt mir etwas komisch vor, zwitschert ab nach Italien. Naja, wer weiß, was die mit dem Vater durchmacht.

    Ich hatte das so verstanden, dass die Mutter an einer Depression leidet. Da die Krankheit nach der Geburt der Zwillinge begonnen hat, wohl eine postnatale Depression.

    Ich denke für die Väter der damaligen Zeit war es ihre Aufgabe die Töchter gut versorgt zu wissen. Und wenn die Tochter kein Anstalten macht, sich zu verheiraten, blieb wohl nix anderes als ihnen einen Mann zu suchen. Ich sehe das ein Stück weit als Vatersorge an. Vielleicht sogar Vaterliebe? Denn anders die Liebe zu zeigen, galt wohl nicht als schicklich.

  • ich befürchte mein Schokoladenkonsum wird während dieser Leserunde steigen.

    Etwas erstaunt war ich über die französischen Ausdrücke..."Comptoir"," bureau" oder "coupé"...und das in einer Geschichte, die mitten in Deutschland spielt.

    meiner auch 😁


    Im schwäbischen gibt es sehr viele französische Wörter. Natürlich werden die oft dialektisch verfälscht, wie zum Beispiel sudderai ( für souterrain) , plafo (plafond) oder auch trottwar ( trottoir)

    Da wir uns hier in einem "besseren " Haushalt befinden, ist es originalfranzösisch. Aber für Schwaben nichts besonderes

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Der Vater hat sich bei mir sofort unsympathisch gemacht, durch sein doofes Heiratsgetue, aber auch die Mutter kommt mir etwas komisch vor, zwitschert ab nach Italien. Naja, wer weiß, was die mit dem Vater durchmacht.

    Ich hatte das so verstanden, dass die Mutter an einer Depression leidet. Da die Krankheit nach der Geburt der Zwillinge begonnen hat, wohl eine postnatale Depression.

    Ich denke für die Väter der damaligen Zeit war es ihre Aufgabe die Töchter gut versorgt zu wissen. Und wenn die Tochter kein Anstalten macht, sich zu verheiraten, blieb wohl nix anderes als ihnen einen Mann zu suchen. Ich sehe das ein Stück weit als Vatersorge an. Vielleicht sogar Vaterliebe? Denn anders die Liebe zu zeigen, galt wohl nicht als schicklich.

    Das ist natürlich möglich. Aber dann stellt sich mir die Frage, warum nach Italien? Es gibt jede Menge schöne Kurorte in der Nähe: Bad Cannstatt, Bad Boll, Bad Überkingen, Baden-Baden oder weiter weg Bad Kissingen. Es scheint als ob die Mutter soviel Abstand wie möglich haben wollte. Warum, wenn es nicht so schlimm war?

    Das man Töchter gut versorgt wissen will ist nachvollziehbar, aber so überhaupt keine Rücksicht zu nehmen, das mal kurz zwischen Tür und Angel der Tochter an den Kopf werfen, das ist schon außergewöhnlich.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • allein schon das "sie" und " Herr Vater " * grusel*

    Die zwillis sind richtige " rotzaffen " ( Vokale schön durch die Nase gesprochen ^^)

    Aber irgendwie ist das ja auch alterstypisch

    Ich empfand Karl und Anton nicht als Rotzaffen, das für mich einen negative Bedeutung hat. Im Gegenteil empfand ich es als nett, dass sie sofort ihrer Schwester gestanden haben, dass sie die Manschettenknöpfe für ihr Spiel entwendet haben. Auch die Sache mit dem Feuer ist doch alterstypisch. 8 jährige Jungen machen so was, auch wenn sie in einem starren Korsett eines wohlhabenden Hauses um die Jahrhundertwende aufwachsen.

    Hier ist es auch nicht extrem negativ, einfach rotzfreche Jungs mit der Neigung zu bescheuerten Ideen

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Im schwäbischen gibt es sehr viele französische Wörter. Natürlich werden die oft dialektisch verfälscht, wie zum Beispiel sudderai ( für souterrain) , plafo (plafond) oder auch trottwar ( trottoir)

    Da wir uns hier in einem "besseren " Haushalt befinden, ist es originalfranzösisch. Aber für Schwaben nichts besonderes

    Danke, das wusste ich nicht. Da ich im französischsprachigen Teil der Schweiz lebe, kam mir das sonderbar vor.

  • Das ist natürlich möglich. Aber dann stellt sich mir die Frage, warum nach Italien?


    Das man Töchter gut versorgt wissen will ist nachvollziehbar, aber so überhaupt keine Rücksicht zu nehmen, das mal kurz zwischen Tür und Angel der Tochter an den Kopf werfen, das ist schon außergewöhnlich.

    Tja....ehrlich gesagt, würde ich auch so viele Kilometer wie möglich zwischen Wilhelm und mich bringen wollen, wenn ich mit ihm verheiratet wäre.:P


    Judiths Vater ist wohl leider ganz und gar nicht von der behutsamen und rücksichtsvollen Sorte Mensch....

  • Im schwäbischen gibt es sehr viele französische Wörter. Natürlich werden die oft dialektisch verfälscht, wie zum Beispiel sudderai ( für souterrain) , plafo (plafond) oder auch trottwar ( trottoir)

    Da wir uns hier in einem "besseren " Haushalt befinden, ist es originalfranzösisch. Aber für Schwaben nichts besonderes

    Danke, das wusste ich nicht. Da ich im französischsprachigen Teil der Schweiz lebe, kam mir das sonderbar vor.

    Wenn ich es richtig im Kopf habe, dann ist das gerade durch die französische Nachbarschaft so.

    Wenn du mal hier guckst:https://schwaebisch-schwaetza.…waebische_fremdworte.html dann sieht man, dass es ziemlich viele solche Wörter gibt, je nach Gegend etwas anders ausgesprochen, aber ich kenne und benutze sehr viele davon, schwäbisch halt ^^

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Nein, ein Sonnenscheinchen ist er eher nicht. Mal gucken, wie es weitergeht bei denen

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Hier ist ja schon einiges los.😀


    Hallo ihr lieben, hallo liebe Maria Nikolai


    Ich bin froh das ich gestern Abend so früh müde war, denn als ich eben Eure Beiträge gelesen habe, sah ich, dass der erste Abschnitt wohl mit dem neuen Arbeitsverhältnis von Viktor endet. Im Hörbuch werden leider keine Kapitel genannt und so werde ich mich an euren Postings orientieren.

    Ich fand den Einstieg in die Handlung schön und schwungvoll. Judith war mir schnell sympathisch und ich kann ihren Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben gut nachvollziehen. Aber damals war das Denk-Schema in den Köpfen der Männer noch vorsintflutlich geprägt. Das erkennt man schon an diesem Satz: Der Geist der Frauen ist nicht für weitreichende Entscheidungen gemacht. Damit bringt die Autorin das Gesellschaftsbild der damaligen Zeit auf den Punkt.

    Aber nicht nur mit diesem Satz, sondern auch mit den vielen Beschreibungen der Mode,der Eisenbahn und des ersten Schokoladen Automaten.

    Auch der Sprachgebrauch ist hier sehr schön und authentisch in die Handlung eingefügt worden. Meine Oma (geboren 1898) hat mir erzählt, dass sie ihre Eltern auch siezen musste und mit Frau Mutter oder Herr Vater ansprechen musste.

    Der Vater ist wirklich etwas speziell, aber dieses distanzierte Verhalten war wohl auch durch das Vorbild seiner Eltern geprägt.

    Die Zwillinge sind echte Lausbuben und wohl sehr fantasievolle Jungs. Ich mag sie jetzt schon. 😊

    Ich glaube dieser französische Sprachgebrauch den man in die deutsche Sprache mit einfließen ließ, galt damals auch als Chic.

    Ist euch eigentlich aufgefallen, wieviele bekannte Namen von großen Künstlern uns im Kurort am Gardasee um die Ohren geflogen sind? Oh ich war begeistert und habe Helene echt beneidet. Ich habe in der Verbindung mit der Mode noch auf den Namen Coco Chanel gewartet, aber ich glaube, das kommt erst irgendwann Anfang der 1920 ziger Jahre.

    Zumindest wissen wir jetzt von wem Judith diesen Drang zur freien Entfaltung ihrer Lebens-Situation hat.

    Diesen medizinischen Ausdruck für Helens Krankheit habe ich noch nie gehört, aber ich bin auch kein Mediziner. Heute würde man wahrscheinlich vom Bornout sprechen.

  • Aber nicht nur mit diesem Satz, sondern auch mit den vielen Beschreibungen der Mode,der Eisenbahn und des ersten Schokoladen Automaten.

    Auch der Sprachgebrauch ist hier sehr schön und authentisch in die Handlung eingefügt worden. Meine Oma (geboren 1898) hat mir erzählt, dass sie ihre Eltern auch siezen musste und mit Frau Mutter oder Herr Vater ansprechen musste.

    Der Vater ist wirklich etwas speziell, aber dieses distanzierte Verhalten war wohl auch durch das Vorbild seiner Eltern geprägt.


    Ist euch eigentlich aufgefallen, wieviele bekannte Namen von großen Künstlern uns im Kurort am Gardasee um die Ohren geflogen sind?

    Das über den Kurort am Gardasee kommt erst im nächsten Leseabschnitt. Genau dort beginnt der zweite Abschnitt;)


    Man spürt sehr gut die hervorragenden Recherchen..gerade bei der Mode, den Frisuren, Eisenbahn usw. Ich war erstaunt, dass es zu dieser Zeit schon Schokoladenautomaten gegeben hat. Google hat mir erklärt, dass der erste "Verkaufsautomat" tatsächlich schon 1615 in Betrieb genommen wurde!

    Als Kind habe ich es noch erlebt, dass mein Vater (heute 72 Jahre alt) seine Mutter, meine Oma gesietzt hat. Wir Kinder unsere Oma nicht, was mir immer komisch vorkam.