03 - Kapitel 17 bis 24 (Seite 157 bis 239)

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  • Daß Victor eine Offizierslaufbahn angestrebt hatte, wußte ich noch gar nicht. Jetzt läßt sein Vater nach ihm suchen. Welch ein Glück für Victor, daß Edgar Nold ihn mit Alois Eberle zusammenbringt. denn er träumt immer noch davon, einen Schokoladenautomaten zu bauen. Auch Judith Rothmann kann er davon begeistern. Mir ist Victor sehr sympathisch. Diesen Erfolg würde ich ihm gönnen!


    Helene macht jetzt tatsächlich Nägel mit Köpfen. Sie mietet sich ein Zimmer und bewirt sich als Fremdenführerin.


    Der Ball ist ein Reinfall. Judiths Vater hat Albrecht von Braun als ihren Ehemann ausersehen. Diesen kann Judith überhaupt nicht ausstehen. Sie läßt sich mit Max ein und denkt, daß dieser bei ihrem Vater um ihre Hand anhalten wird. Aber Pustekuchen. Er verschwindet, Richtung Italien.


    Judith tut mir leid. Wie kann sie sich der Vermählung mit Albrecht entziehen? Wird die Nacht mit Max Folgen für sie haben? Wenn ja, wäre das ein Skandal!

  • Judith befindet sich im Gefühlschaos seit diesem denkwürdigen Ball, das ist auch kein Wunder. Sie hat an diesem Abend eine Achterbahn der verschiedensten Emotionen und Begegnungen durchlebt. Schon bei dem Tanz mit Albrecht wird ihr fast übel vor Ekel und dann diese inszenierte "Verlobung" . Sie stand richtig unter Schock nach dieser Szene und hat instinktiv die Flucht ergriffen. Als sie dann auf Max trifft, ist sie seelisch so verwundbar, dass sie sich einfach fallen lässt, in seine Arme, seine Zärtlichkeiten und blendet alles aus, was diesen Moment zerstören würde, auch ihre Zweifel.

    In all dem Durcheinander wirkt Victor wie ein tröstlicher ruhender Pol, der sie ohne viele Worte zu verstehen scheint. Die beiden wären ein ideales Paar, sie ergänzen sich perfekt - er hat den Sachverstand für alles Technische und sie die kreativen Ideen für neue Produktionen in der Schokoladenherstellung. Außerdem würde Victor ihr den Freiraum lassen, sich einzubringen in die Arbeit und sie nicht einengen und auch für ihn wäre es eine glückliche Verbindung nach allem, was er durchgemacht hat. Das würde ich den beiden so wünschen...

  • Ach du dicker Zinnoberstein! Das ist echt ein spannender Teil! Schön finde ich, dass Victor beginnt seinen Platz zu finden. Weniger schön, dass sein Vater nach ihm suchen lässt. Mir ist dieser Paul extrem unsympathisch. Allein wie der mit den Frauen umgeht!

    Wie erwartet war Judith sehr begeistert, als sie von der Verlobung gehört hat. Und wie typisch für Wilhelm seinen Willen auf so hinterhältige Art durchzusetzen. Kein Wunder, das Judith abhaut, Albrecht ist auch...ohne Worte...:angst:Allerdings bin ich mir nicht sicher ob das Stelldichein mit Max die bessere Alternative ist. Ob Albrecht sie dann noch will? Ob das vielleicht ihre Hauptmotivation dafür war, um als "beschädigte Ware" zu gelten? Ich fürchte nur, dass sie sich damit ein Riesenei gelegt hat.

    Helene trifft dagegen in Riva auf Hermione, eine typische Skandalnudel dieser Zeit! Geschieden, um Himmels willen:angst::ohnmacht: Auf der anderen Seite lebt sie Helene das Beispiel vor, dass sie auch haben könnte. Und sie hat ja auch den Mut, um sich zu befreien. Sie tut also, was sie will. Nicht was verlangt wird, was ihr Mann oder Eltern wollen, nein, was sie will.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Das muss sehr frustrierend für Judith sein. Sie schreibt 2 Briefe an ihre Mutter und hört nichts von ihr. Weshalb Helene erst den Brief von ihrem Mann liest und die Briefe der Tochter nicht, verstehe ich nicht so ganz. Eigentlich sollte sie doch nach allem was war, eher an der Post von Judith interessiert sein? Helene mietet tatsächlich ein Zimmer...na das war's wohl für ihre Kinder! Gespannt bin ich schon auf Wilhelms Gesicht, wenn er realisiert, dass seine Frau nicht mehr zurück kommt. Der Brief, den er an Helene schreibt ist ein einziger Befehl. Unglaublich der Mann!

    Judith, Judith...sie tut mir schon sehr leid, als sie darauf wartet, dass Max mit einem Heiratsantrag ankommt. Für Max war Judith wohl nur eine Bestätigung. Muss ja ganz toll sein, noch schnell mit der zukünftigen Frau eines Freundes ins Bett zu steigen. ab da tat er mir gar nicht mehr leid, weil sein Vater vor allen Leuten ihn vor vollendete Tatsachen gestellt hat.

    Albrecht finde ich gruselig, ich hoffe Judith kommt aus der Sache irgendwie raus. Ich denke, das ist wohl die einzige Chance für Albrecht an eine Frau zu kommen.

    Und nun muss ich weiterlesen!

  • Allerdings bin ich mir nicht sicher ob das Stelldichein mit Max die bessere Alternative ist. Ob Albrecht sie dann noch will? Ob das vielleicht ihre Hauptmotivation dafür war, um als "beschädigte Ware" zu gelten? Ich fürchte nur, dass sie sich damit ein Riesenei gelegt hat.

    Nee, ich denke Judith war einfach verliebt in Max. Und Max hat wohl gezielt noch schnell was mit Judith angefangen, um es seinem Freund so richtig zu zeigen. Ich denke nicht, dass Max da Unterschiede macht. Er ist wütend auf seinen Vater und wirft alle in einen Topf. Auch seinen Freund Albrecht.

  • Daß Victor eine Offizierslaufbahn angestrebt hatte, wußte ich noch gar nicht. Jetzt läßt sein Vater nach ihm suchen.

    Ich muss gestehen, dass ich da auch überrascht war. Wurde das vorher schon erwähnt?

    Nur indirekt mit der Haft wegen einem Duell. Dafür musste man ja duellfähig sein, also eine höhere Stelle im Militär

    Liebe Grüße


    Nadine


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    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Meine Güte, auch dieser Abschnitt ist wieder zum lachen und zum weinen.

    Nicht nur Judith durchlebt ein Gefühlschaos, wir Leser bzw. Hörer auch.


    Ich muss sagen, ich habe mich für Judith gefreut, dass sie wenigstens mit ihrem Traummann ein Schäferstündchen verbringen konnte und sich wirklich fallen lassen konnte. Die Landung in der Realität war danach jedoch sehr brutal. Max hat sich vom Acker gemacht und vorerst seinem Vater einen Strich durch die Rechnung gemacht. Super, Männer können dann mal eben verreisen und das Thema ist durch.

    Aber natürlich kann ich auch Max verstehen, er würde viel lieber Architektur Studieren als die Firma seines Vaters zu übernehmen.

    Tja und Judith würde nur zu gerne die Firma ihres Vaters übernehmen, als diesen ekelhaften Albrecht zu heiraten.

    Maria diesen Albrecht hast du wirklich sehr gut beschrieben, da ist es mir kalt den Rücken runter gelaufen bei dem Gedanken das Judith mit ihm schlafen muss. *graus*

    Hoffentlich findet Judith noch vor der Hochzeit einen Weg um aus diesem Dilemma herauszukommen.

    Aber mal ganz ehrlich, die Masche die Max Vater und Judiths Vater da abgezogen haben war wirklich Stil - und Geschmacklos. Da brauchen die Väter sich auch nicht wundern, wenn die Kinder die Flucht ergreifen.


    Offenbar hat Viktors Vater auch seinen Sohn in dieser Art unter Druck gesetzt mit der Karriere beim Militär, sonst wäre Viktor nach der Haft ja zu ihm zurück gekehrt.

    Zumindest muss er nun teuer dafür bezahlen, seinen Sohn wieder zu finden und ich fürchte, er wird ihn finden! Spätestens wenn Viktors erster Schokoladenautomat auf den Markt kommt.

    Ich denke, Viktor ist sich sehr wohl darüber im Klaren, dass er bei seiner Einheit als Deserteur bzw. Fahnenflüchtiger geführt wird, aber er verdrängt das wohl sehr gekonnt.


    Wirklich schön ist es jetzt mitzuerleben, wie Viktor und Judith zusammen arbeiten und sich hervorragend ergänzen. Das sie sich über ihre gemeinsamen Interessen hinaus auch noch respektieren und Gefühle füreinander entwickeln, ist für mich gut nachvollziehbar.

    Das ist keine einfache Schwärmerei, wie für Max, sondern eine respektvolle Liebe die Geborgenheit gibt. Aber für Judith ist diese Liebe leider nicht Standesgemäß, andersherum habe ich jedoch den Eindruck, dass Judith auf ihren gesellschaftlichen Stand pfeift.


    Helene hat nun für sich ihre Entscheidung getroffen und da bin ich mal gespannt, wie Wilhelm mit dieser Entscheidung umgeht.

    Sieht so aus, als ob schwere Zeiten auf Wilhelm zukommen.

  • Judith tut mir leid. Wie kann sie sich der Vermählung mit Albrecht entziehen?

    Da habe ich auch keine Ahnung, aber ich bin gespannt ob Judith sich wirklich noch nach den Möglichkeiten in der neuen Welt erkundigt. Diesen Gedanken hatte sie ja im Kopf nachdem das Desaster über sie hinein gebrochen ist.


    Als sie dann auf Max trifft, ist sie seelisch so verwundbar, dass sie sich einfach fallen lässt, in seine Arme, seine Zärtlichkeiten und blendet alles aus, was diesen Moment zerstören würde, auch ihre Zweifel.

    Ja ich denke du hast recht, sie haben beide - auch Max - in diesem Moment Trost und Halt gesucht. Einfach mal etwas tun, was man selbst grade möchte.


    Helene trifft dagegen in Riva auf Hermione, eine typische Skandalnudel dieser Zeit! Geschieden, um Himmels willen :angst::ohnmacht: Auf der anderen Seite lebt sie Helene das Beispiel vor, dass sie auch haben könnte. Und sie hat ja auch den Mut, um sich zu befreien. Sie tut also, was sie will. Nicht was verlangt wird, was ihr Mann oder Eltern wollen, nein, was sie will.

    Aber Hermione sagt Helene auch ganz klar, dass es nicht einfach wird diesen Weg zu gehen. Dieser jüngere Arztsohn ist halt nur ein vorüber gehendes Glück - ein dauerhaftes Glück in ihrem Alter noch zu finden ist fast Aussichtslos. Auch das macht sie Helene sehr deutlich klar.

    Hermione mag zwar eine Skandalnudel sein, aber dabei ehrlich und bodenständig.

    Sie schreibt 2 Briefe an ihre Mutter und hört nichts von ihr. Weshalb Helene erst den Brief von ihrem Mann liest und die Briefe der Tochter nicht, verstehe ich nicht so ganz.

    Vielleicht weil Wilhelm von der Hochzeit geschrieben hat und Helene ahnt, dass sie in ihrem Entschluss - sich Scheiden zu lassen - vielleicht wanken würde, wenn sie Judiths Briefe liest.

    Die Bindung zwischen Mutter und Tochter ist vielleicht enger, als die zu den Zwillingen?

    Judith war das erstgeborene Kind, dass war schon immer etwas besonderes.

  • Annette B. Aber Helene hat ja auch zuerst Wilhelms Brief gelesen, bevor die ihrer Tochter. Ich kann mir vorstellen, dass ich das umgekehrt machen würde. Zuerst die Briefe meiner Tochter, und dann die des verhassten Ehemannes.

  • Annette B. Aber Helene hat ja auch zuerst Wilhelms Brief gelesen, bevor die ihrer Tochter. Ich kann mir vorstellen, dass ich das umgekehrt machen würde. Zuerst die Briefe meiner Tochter, und dann die des verhassten Ehemannes.

    Ich würde es aber auch so machen, erst das schlimme und dann das angenehme.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Annette B. Aber Helene hat ja auch zuerst Wilhelms Brief gelesen, bevor die ihrer Tochter. Ich kann mir vorstellen, dass ich das umgekehrt machen würde. Zuerst die Briefe meiner Tochter, und dann die des verhassten Ehemannes.

    Ich würde es aber auch so machen, erst das schlimme und dann das angenehme.

    😂 Ich nicht...erst das Angenehme, dann das Schlimme. Da sieht man mal wieder wie die Menschen verschieden sind und denken.

  • Annette B. Aber Helene hat ja auch zuerst Wilhelms Brief gelesen, bevor die ihrer Tochter. Ich kann mir vorstellen, dass ich das umgekehrt machen würde. Zuerst die Briefe meiner Tochter, und dann die des verhassten Ehemannes.

    Ich würde es aber auch so machen, erst das schlimme und dann das angenehme.

    Zum einen denke ich genau so wie Senara, erst das Unangenehme erledigen! Und zum anderen denke ich:

    Helene weiß genau das sie ihrer Tochter nun nicht helfen kann bei dieser Hochzeitsgeschichte. Judiths Briefe würden in ihr Schuldgefühle auslösen und ihren Entschluss womöglich noch ins Wanken bringen.

    Judith ist 21 Jahre alt und Erwachsen!

    Helene weiß, dass sie ihre Tochter nun loslassen muss.

    Und wie alle Mütter, weiß auch Helene, dass loslassen schwerer ist als festhalten.

    Für mein Empfinden handelt Helene jetzt grade richtig.

  • Und zum anderen denke ich:

    Helene weiß genau das sie ihrer Tochter nun nicht helfen kann bei dieser Hochzeitsgeschichte.

    Da bin ich nicht so überzeugt...Helene hat ja schon anderes durchgesetzt wie die freien Tage für die Bediensteten. Abgesehen davon habe ich im Kopf, dass Helene ja gar nicht vor den Briefen weiss, dass Judith verheiratet werden soll. Das erfährt sie ja erst durch die Briefe.

  • Und zum anderen denke ich:

    Helene weiß genau das sie ihrer Tochter nun nicht helfen kann bei dieser Hochzeitsgeschichte.

    Da bin ich nicht so überzeugt...Helene hat ja schon anderes durchgesetzt wie die freien Tage für die Bediensteten. Abgesehen davon habe ich im Kopf, dass Helene ja gar nicht vor den Briefen weiss, dass Judith verheiratet werden soll. Das erfährt sie ja erst durch die Briefe.

    Wenn ich das richtig im Kopf habe, dann stand in dem Brief von Wilhelm, dass Helenes Anwesenheit jetzt zu Hause erforderlich ist, um die Hochzeit ihrer Tochter vorzubereiten. Darum schickt er ihr ja auch die Fahrkarte für Oktober, damit sie sich mit Judith zusammen um die Aussteuer und Hochzeit Vorbereitungen kümmern kann.

  • Victor mausert sich immer mehr zu meiner Lieblingsfigur und es wird immer deutlicher, dass sich da ein Liebespaar mit ihm und Judith an seiner Seite abzeichnet. Ich hoffe sehr, dass die Zwei sich noch näher kommen und Judith den Standesdünkel überwinden kann. Im Endeffekt passt genau dieser auch sehr wenig zu ihr, aber wenn es am Ende darum geht, eventuell mit weniger Geld auszukommen, können manche ihre Dünkel auch nicht überwinden. Ich bin gespannt, wie sich das hier entwickeln wird.

    Erstmal verstehen wir auf jeden Fall Victor mehr. Er ist quasi ein Fahnenflüchtiger. Das kann bestimmt einige Strafen nach sich ziehen, aber immerhin ist (noch) kein Krieg, so dass die Strafe sicherlich milder sein wird. Mal schauen. Ich kann mir auf jeden Fall gut vorstellen, dass der Detektiv seine Spur finden wird. Er muss ja nur auf seinen Zellengenossen stoßen und dann hat er ihn.


    Judith kann einem in diesem Abschnitt wirklich Leid tun. Es ist wirklich mehr als nur ein Unding, wie ihr Vater sie von ihrer Verlobung in Kenntnis setzt und ihr dann auch noch wegen ihrer Reaktion Vorwürfe macht. Wie kann man denn bitte so verblendet sein, dass man sich genau diese Reaktion nicht vorher ausmalt? Das ist mir wirklich unverständlich!

    Wir als Leser bekommen vorher auch noch mit, wie Albrecht (Albert?) auf Judith wirkt. Sie kann ihn wirklich nicht leiden und findet ihn abstoßend und kann ihn zu allem Überfluss noch nicht mal riechen. Das ist mit das Schlimmste - da passt vorne und hinten wirklich gar nichts. Ein wenig tut er mir auch Leid, denn er spürt ihre Ablehnung ganz genau, warum hätte er sonst auf diesen Trick mit der Tanzkarte zurück greifen sollen? Dabei denke ich wie seine Schwester, dass er im Grunde ein anständiger Kerl ist. Aber das sieht oder reicht Judith nicht, was auch ihr gutes Recht ist. Dass sie am Ende in Max' Armen Trost sucht, verstehe ich sehr und auch wenn Max sich aus dem Staub gemacht hat, wird ihr der Abend sicherlich gut getan haben. Eine kleine Rebellion! Allerdings muss ich schon sagen, dass ich diesen Zug von Max ganz furchtbar fand, weil ich es bisher schon so verstanden hatte, dass er mit Albrecht (Albert?) befreundet ist. Wie kann man dann mit der Zukünftigen des Freundes schlafen? Das zeugt für mich wahrlich nicht von einem guten Charakter.


    Hélène sucht wie befürchtet (oder erhofft? Ich bin mir noch nicht so sicher.) einen Ausweg aus der Ehe und will ihren Mann verlassen. Dann bekommt sie den Brief. Hat sie Judiths Briefe danach wirklich nicht gelesen? Hier empfand ich sie zum ersten Mal auch wirklich als zu egoistisch! Ihr muss doch klar sein, dass das für Judith (egal ob eine gewollte oder ungewollte Ehe) ein krasser Schritt ist und sie sich ihre Mutter da an ihrer Seite wünscht... Ich hoffe ja, dass sie uns noch überraschen wird und die Fahrkarte nicht ungenutzt lässt.

  • Hélène sucht wie befürchtet (oder erhofft? Ich bin mir noch nicht so sicher.) einen Ausweg aus der Ehe und will ihren Mann verlassen. Dann bekommt sie den Brief. Hat sie Judiths Briefe danach wirklich nicht gelesen? Hier empfand ich sie zum ersten Mal auch wirklich als zu egoistisch! Ihr muss doch klar sein, dass das für Judith (egal ob eine gewollte oder ungewollte Ehe) ein krasser Schritt ist und sie sich ihre Mutter da an ihrer Seite wünscht... Ich hoffe ja, dass sie uns noch überraschen wird und die Fahrkarte nicht ungenutzt lässt.

    ...noch jemand, der da Helenes Handlungen nicht vollziehen kann. Ich verstehe auch nicht, dass sie die Briefe nicht liest...geschweige denn, ihrer Tochter versucht beizustehen. Wenigstens einen Brief hätte sie Judith schreiben können.

  • Victor mausert sich immer mehr zu meiner Lieblingsfigur und es wird immer deutlicher, dass sich da ein Liebespaar mit ihm und Judith an seiner Seite abzeichnet. Ich hoffe sehr, dass die Zwei sich noch näher kommen und Judith den Standesdünkel überwinden kann. Im Endeffekt passt genau dieser auch sehr wenig zu ihr, aber wenn es am Ende darum geht, eventuell mit weniger Geld auszukommen, können manche ihre Dünkel auch nicht überwinden. Ich bin gespannt, wie sich das hier entwickeln wird.

    So geht es mir auch und ich staune ein wenig über ihn, denn er ist so ganz anders, als alle anderen Männer die bisher in diesem Buch auf der Bühne erschienen sind. Schon fast zu modern in seinem Denken und Handeln Judith gegenüber.

    Aber er wird wohl diese berühmte Ausnahme in seiner Zeit gewesen sein, die es wohl immer gab und zu jeder Zeit.

    Judith kann einem in diesem Abschnitt wirklich Leid tun. Es ist wirklich mehr als nur ein Unding, wie ihr Vater sie von ihrer Verlobung in Kenntnis setzt und ihr dann auch noch wegen ihrer Reaktion Vorwürfe macht. Wie kann man denn bitte so verblendet sein, dass man sich genau diese Reaktion nicht vorher ausmalt? Das ist mir wirklich unverständlich!

    Ich glaube Wilhelm hat darauf vertraut, dass seine Tochter zu gut erzogen ist um ihn so bloß zu stellen. Mit dieser Reaktion von ihr hat er sicher im Traum nicht gerechnet.

    Auch vermute ich sehr stark, dass Wilhelm sich vorher gar nicht groß Gedanken darum gemacht hat, wie seine Tochter reagieren würde. Dafür steht er offenbar finanziell zu sehr unter Druck.


    Dass sie am Ende in Max' Armen Trost sucht, verstehe ich sehr und auch wenn Max sich aus dem Staub gemacht hat, wird ihr der Abend sicherlich gut getan haben. Eine kleine Rebellion!

    Du bringst auf den Punkt, was ich die ganze Zeit empfinde, wenn ich über diese verflixte Chaiselongue Szene nachdenke. Es war definitiv eine Rebellion gegen diese aufgezwungene Verlobung bzw. Hochzeit und ihren Vater.

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    Judith kann einem in diesem Abschnitt wirklich Leid tun. Es ist wirklich mehr als nur ein Unding, wie ihr Vater sie von ihrer Verlobung in Kenntnis setzt und ihr dann auch noch wegen ihrer Reaktion Vorwürfe macht. Wie kann man denn bitte so verblendet sein, dass man sich genau diese Reaktion nicht vorher ausmalt? Das ist mir wirklich unverständlich!

    Ich glaube Wilhelm hat darauf vertraut, dass seine Tochter zu gut erzogen ist um ihn so bloß zu stellen. Mit dieser Reaktion von ihr hat er sicher im Traum nicht gerechnet.

    Auch vermute ich sehr stark, dass Wilhelm sich vorher gar nicht groß Gedanken darum gemacht hat, wie seine Tochter reagieren würde. Dafür steht er offenbar finanziell zu sehr unter Druck.

    Das zeigt eigentlich nur, wie wenig Wilhelm seine Tochter kennt bzw respektiert

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)