04 - Kapitel 25 bis 32 (Seite 240 bis 317)

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  • Meistens wußten die Dienstmädchen früher besser Bescheid über diese Vorgänge als die "vornehmen" Töchter. Allerdings halte ich Judith nicht für ganz so naiv, als dass sie nicht wüsste, wie man schwanger werden kann und ab wann es sichtbar wird. Sie ist ja auch in anderen Lebensbereichen eher realistisch und sieht Dinge und Menschen meistens wie sie sind und nicht wie sie sich wünscht, dass sie sein müssten. Aber in diesem ganz speziellen Fall neigt sie dazu, ihre Ahnungen zu verdrängen, weil sie momentan eh genug Probleme hat und vielleicht auch unbewußt, um die Nähe zu Victor und sein Vertrauen nicht zu gefährden.

    Sie verdrängt. Massiv. Die grundsätzlichen Zusammenhänge waren ihr durchaus klar.

  • Und: Max und Helene sind beide künstlerisch veranlagt. Die beiden begegnen sich auch auf dieser Ebene...

    Oh ja, das habe ich noch gar nicht bedacht, aber du hast recht, Kunst und Kreativität bilden ein starkes Band. :daumen:


    Und ja, die Zwillinge und ihre Streiche sind echt der Hit in diesem Buch. :lachen:

  • Das verstehe ich auch nicht, dass die Zwillinge kein Kindermädchen haben. Wurden nicht zu der damaligen zeit die Kinder auch von Gouvernanten zu Hause unterrichtet? die Reicheren zumindest!

    Wilhelm ist etwas klamm...Gouvernanten waren teuer. Und in den Stuttgarter Familien nicht so üblich, wie etwa in anderen Gegenden oder beim Adel.

    Dann hätte er ja auch ein Dienstmädchen abstellen können. Oder vielleicht einen Gefängniswärter^^ Gab es Stammheim damals schon?

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Sie verdrängt. Massiv. Die grundsätzlichen Zusammenhänge waren ihr durchaus klar.

    Ich glaube, sie deutet es auch an, das nicht sein kann, was nicht sein darf

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Das verstehe ich auch nicht, dass die Zwillinge kein Kindermädchen haben. Wurden nicht zu der damaligen zeit die Kinder auch von Gouvernanten zu Hause unterrichtet? die Reicheren zumindest!

    Wilhelm ist etwas klamm...Gouvernanten waren teuer. Und in den Stuttgarter Familien nicht so üblich, wie etwa in anderen Gegenden oder beim Adel.

    Ach so...das wusste ich nicht. Wilhelm investiert wohl lieber in ein Internat...und in seine "Masseurin"^^

  • Bevor ich mir eure eifrigen Diskussion vorlese, erstmal meine ungefilterten Gedanken zu dem Abschnitt.


    Hier wird sich vor allem einer anbahnenden Liebesgeschichte zwischen Hélène und Max gewidmet. Oh je. Hélène genießt ihre neuerworbene Freiheit und nimmt dafür in Kauf mit ihrer Familie komplett zu brechen. Wir haben ja bereits viel darüber diskutiert und das ist natürlich ein harter Schritt, aber wahrscheinlich gibt es in dieserm Situation für Hélène einfach keine andere Alternative - so hart das klingen mag und für die Kinder sein wird. Ich bin mal gespannt, wie Wilhelm reagieren wird. Er ist sehr ungehalten und hatte schon überlegt selbst nach Riva zu fahren. Ich sehe es schon vor mir, dass er das am Ende macht und Hélène mit Max im Bett erwischt! :o

    Hélènes Beschreibungen mochte ich sehr gerne. Sie entwickelt sich zu einer emanzipierten Frau. Kein Wunder, dass Max direkt in sie verliebt ist. Dass Max in Italien auf Hélène trifft, hatte ich schon fast erwartet. Er erkennt sie zwar nicht sofort, weiß aber nun sicher, wer sie ist. Sein Entschluss sich ihr zu offenbaren, hat mich sehr gefreut, weil ich zuerst dachte, er würde an Judith keinen
    Gedanken mehr verschwenden, aber leider hat er nun anscheinend doch nicht den Schneid dazu. Wenn er wirklich weiterhin schweigen wird, dann wird Max sehr, sehr tief in meiner Achtung sinken. Er wird Hélène damit in eine unmögliche Situation bringen, zumal es auch von ihm - auch nach heutigen moralischen Maßstäben - ein dickes Ding wäre, sowohl die Tochter als auch die Mutter zu verführen. Zumal er noch gar nicht absehen kann, ob sein Stelldichein mit Judith nicht vielleicht doch Folgen gehabt hat. (Was es anscheinend aber Gott sei Dank nicht hatte, zumindest keine körperlichen in Form einer Schwangerschaft.)


    Wenn Judith von einer eventuellen Liason mit Max und ihrer Mutter erfährt, würde sie das wohl auch in eine noch tiefere Verzweiflung stürzen, als das kleine Vergnüngen mit Max es eh schon tut. Sie schämt sich (zwar grundlos, aber ja, die Zeiten waren anders) und würde sich noch mehr schämen, wenn das am Ende dabei heraus kommt. Aber immerhin vergisst sie langsam ihre Scham, sobald sie mit Victor zusammen ist. Die Liebesgeschichte wird in diesem Abschnitt so schön und sanft weitergeführt, wie sie im letzten bereits anfing. Ich mag die Beiden sehr gerne zusammen und ich hoffe, dass es einen Weg geben wird. Wie der allerdings aussieht, ist mir bisher noch schleierhaft. Judiths Vater drängt auf eine Ehe mit Albrecht und hat dafür sogar das Bankhaus in Schokoladen gießen lassen und das als Judiths Werk ausgegeben. Von dem gefakten Brief mal abgesehen! Dieser Mann ist wirklich unter aller Kanone! Wie lange wird sein Spiel noch gut gehen und kann Judith ihm das irgendwann verzeihen? Denn erfahren wird sie davon und ich denke nicht, dass sie darüber erfreut sein wird.


    Albrecht wird mir auch kaum sympathischer. Gerade jetzt nach dieser Abfuhr von Judith sollte er doch mal geschnallt haben, dass er vielleicht mal persönlich mit Judith das Gespräch sucht. Ein paar klärende Worte findet und sie umgarnt, statt weiterhin auf irgendwelche Hinterzimmerabsprachen mit ihrem Vater zu setzen. Hier sieht man wirklich, dass Albrecht ein sehr fragwürdiges Frauenbild hat. In dieser Ehe würde Judith wohl niemals glücklich werden, egal wie sehr Albrecht sie schätzt. Aber die Beiden haben einfach ein ganz anderes Bild von einer funktionierenden Ehe.

  • Ihr Lieben, ihr habt sehr eifrig über die Schwangerschaft diskutiert - von der weiß ich bisher gar nichts! Es wäre schön, wenn ihr ein wenig auf die Abschnittseinteilungen achten könntet! ;)


    Und Max macht sich jetzt an die schöne Fremdenführerin ran, muß aber erkennen, daß es sich um Judiths Mutter handelt. Eigentlich sollte ihn das abhalten. Aber ich glaube, der Casanova wird sich diesen Fisch nicht entgehen lassen.

    Es ist natürlich nicht richtig von Max, weiterhin mit Hélène anzubandeln, aber ich kaufe ihm hier sogar ab, dass es ihm um mehr als eine reine Eroberung geht. Er hat sich anscheinend richtig in Hélène verliebt. Sie ist mehr für ihn als eine Trophäe, die er mal gehabt hatte...


    Und was hat er eigentlich mit Margarete am Laufen? Das die tatsächlich nur das Schreiben verfasst hat, kann glauben wer will, ich jedenfalls nicht.

    Das habe ich auch schon bereits vermutet. Sie wird öfter bei ihm gesehen, massiert ihm die Schultern, ... das sind wohl schon Aktivitäten, die über die Pflichten einer Dienstmagd hinaus gehen, ...


    Weshalb lässt Judith den Verlobungsring schätzen...will sie etwa abhauen?

    Dieser Gedanke drängt sich nahezu auf. Ich denke, dass sie es eigentlich nicht will, aber als letzte Möglichkeit auf jeden Fall in Betracht zieht.


    Von Braun finde ich noch eine Spur unsympathischer als Wilhelm! Was die aushecken ähnelt eher einem Verkauf denn einer Hochzeit. Gruselig die Aussage "Ihr Verhalten zu ahnden, wenn Judith in der Obhut von Albrecht ist".

    Also dieses ganze Gespräch war wirklich gruselig!


    Nicht ganz so glücklich empfand ich die Namenswahl "Maximilian" für den Journalisten...da wir ja schon einen Max in der Geschichte haben!

    Das ist mir gar nicht aufgefallen. Ich habe den Namen komplett überlesen. :unschuldig:

  • Dann hätte er ja auch ein Dienstmädchen abstellen können. Oder vielleicht einen Gefängniswärter ^^ Gab es Stammheim damals schon?

    Damals ging es auf den Hohenasperg;-)) Die Dienstmädchen hatten ja schon die Pflicht, auf die beiden zu schauen. Aber sie wären nicht Karl und Anton, wenn sie das aufhalten würde... ;-))

  • Ihr Lieben, ihr habt sehr eifrig über die Schwangerschaft diskutiert - von der weiß ich bisher gar nichts! Es wäre schön, wenn ihr ein wenig auf die Abschnittseinteilungen achten könntet! ;)

    Wir wissen auch nicht genaueres. Judith hatte in diesem Leseabschnitt ja eine "Unpässlichkeit" Doch da Judith unter Uebelkeit leidet, wurde in diesem Abschnitt spekuliert, dass sie schwanger ist. Reine Spekulation! Ich kann dir versichern, ich lese nie eine einzige Seite mehr als der zu kommentierende Leseabschnitt, genau um Spoiler zu vermeiden!

  • Dann hätte er ja auch ein Dienstmädchen abstellen können. Oder vielleicht einen Gefängniswärter ^^ Gab es Stammheim damals schon?

    Damals ging es auf den Hohenasperg;-)) Die Dienstmädchen hatten ja schon die Pflicht, auf die beiden zu schauen. Aber sie wären nicht Karl und Anton, wenn sie das aufhalten würde... ;-))

    Der hohenasperg ist ja auch ein Traum 😁....nicht 😂

    Naja das stimmt. Auf was der eine nicht kommt, das fällt dem anderen ein. 😂

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Ihr Lieben, ihr habt sehr eifrig über die Schwangerschaft diskutiert - von der weiß ich bisher gar nichts! Es wäre schön, wenn ihr ein wenig auf die Abschnittseinteilungen achten könntet! ;)

    Und was hat er eigentlich mit Margarete am Laufen? Das die tatsächlich nur das Schreiben verfasst hat, kann glauben wer will, ich jedenfalls nicht.

    Das habe ich auch schon bereits vermutet. Sie wird öfter bei ihm gesehen, massiert ihm die Schultern, ... das sind wohl schon Aktivitäten, die über die Pflichten einer Dienstmagd hinaus gehen, ..

    Sorry, wenn das anders rüberkam, aber wir spekulieren tatsächlich nur. Ich achte darauf nicht weiter zu lesen, damit mir kein versehentlicher Spoiler unterläuft.

    Das Dienstmädchen + also? Naja, aus Wilhelms Sicht: Wer mit einer zickigen Frau geschlagen ist..... Krank gilt ja nicht.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Ich will nicht kleinlich erscheinen, aber die Schlittschuhlaufszene, wo Judiths Unpässlichkeit aufkam, gehört zum nächsten Abschnitt. Ich habe sie mittlerweile auch gelesen und es kann immer mal vorkommen, dass man ausversehen ein Kapitel zu viel liest oder im Nachhinein den Schnitt nicht mehr ganz genau weiß. Ich wollte nur eben daraufhin weisen. ;) Also alles gut! :-*

  • Avila du hast recht und ich entschuldige mich...habe den Kommentar zu der Eisfeldszene gelöscht. Denn die ist tatsächlich erst in Kapitel 33! Es ist schon so, dass ich prinzipiell nie weiterlese um Spoiler zu vermeiden. Leider ist das geschehen, als ich wieder an der Diskussion im vorderen Abschnitt teil genommen habe.

  • Ich will nicht kleinlich erscheinen, aber die Schlittschuhlaufszene, wo Judiths Unpässlichkeit aufkam, gehört zum nächsten Abschnitt. Ich habe sie mittlerweile auch gelesen und es kann immer mal vorkommen, dass man ausversehen ein Kapitel zu viel liest oder im Nachhinein den Schnitt nicht mehr ganz genau weiß. Ich wollte nur eben daraufhin weisen. ;) Also alles gut! :-*

    Dann sorry, in Zukunft werde ich genauer drauf achten :verlegen:

    Liebe Grüße


    Nadine


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    (Chin. Weisheit)