06 - Kapitel 40 bis 47 (Seite 398 bis 481)

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  • Victor und Edgar können Albrecht verfolgen. Victor ist ein Spieler und er hat hohe Spielschulden. Sein Vater ist nicht bereit, alle Schulden zu begleichen. Außerdem besucht er Huren. Die Arme Pauline ist auch dort gelandet.


    Roux ist Victor auf der Spur. Hoffentlich kann Victor vorher noch umziehen.


    Judiths Mutter schreibt endlich einen Brief an Judith und versucht, ihre Situation zu erklären.


    Edgar und Victor verschaffen sich Zugang zum Comptoir. Es sieht ganz so aus, daß die Schokoladenfabrik ohne den Kredit des Bankhauses Braun schon im Dezember zahlungsunfägig gewesen wäre.


    Ich glaube, daß Judith ihrem Vater beweisen kann, daß Albrecht nicht der richtige Heiratskandidat ist. Auch wenn der Vater schon einen Kredit vom Bankhaus von Braun bekommen hat, wird er nicht damit einverstanden sein, seine Tochter an einen Spieler zu verheiraten.


    Die Frage ist aber, wie der Vater aus seiner schlechten finanziellen Situation wieder herauskommt.


    Jetzt wissen wir auch, warum von Braun seinen Sohn nicht in dem Bankhaus haben will.


    Ich glaube, die Geschäftsbeziehungen zum Bankhaus von Braun werden bald ein Ende haben. Judiths Vater wird sich ein anderes Bankhaus suchen.

  • Edgar und Victor sind ein echtes Dreamteam. Die haben Ideen und setzen sie um...Wahnsinn! Finde ich super!

    Dabei kommen sie- auf die berechtigte Idee- das Albrecht Dreck am Stecken haben könnte

    Ich frage mich allerdings, was Robert in der Villa tut, wenn er sich so unwohl fühlt. Er könnte doch jederzeit kündigen, aber dazu ist er auch nicht mutig genug.

    Auch Judith erfährt von dem Verdacht gegenüber Albrecht, allerdings von ihrer Freundin Dorothee. Ich finde es sehr mutig von ihr, dass sie ihre Liebe zu ihrem Bruder über das Wohl ihrer Freundin stellt. Das ist nicht selbstverständlich.

    Und natürlich brauchen sie männliche Hilfe, weil sie Albrecht niemals in die Spielhölle folgen können.

    Bei dem ganzen Planen scheint es zwischen Dorothee und Edgar zu funken, oder meine ich das nur?

    Was ich sehr erschreckend fand, ist die Beschreibung der Prostitution. Vor allem, dass auch "normale! Mädchen wie Pauline sich verkaufen müssen um über die Runden zu kommen. Kein Wunder gab es später einen Aufstand wegen der Löhne und der Arbeitsbedingungen. Das ist ja wie die heutigen "working poor"

    Es zeigt aber auch, mit welchen Versprechen die Mädchen gelockt werden, große Liebe und der reiche Mann rettet einen und bla und blubb....

    Aber die Freundschaft mit Edgar hat nicht nur positive Seiten: Über ihn macht ihn der Bluthund Roux ausfindig. Der schreckt echt vor garnichts zurück.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Schon länger wollte ich hier mal erwähnen, wie gut mir Edgar gefällt - er ist ein richtig patenter Kerl, er hat einen Plan, er ist klug, hat Humor und vor allem ist er ein zuverlässiger Freund für Victor. Zudem ist er ein sehr kreativer Künstler und Geschäftsmann - falls daraus was wird mit ihm und Dorothea, hätte sie einen wunderbaren Mann an ihrer Seite. Das wäre auch für die Familie von Braun von Vorteil mit einem ehrlichen und geschäftstüchtigen Schwiegersohn wie Edgar, nachdem der einzige Sohn Albrecht leider eine große Enttäuschung ist.

    Der Einbruch in Wilhelm`s Büro ist zwar gewagt, aber in dieser Ausnahmesituation eine gute Idee von Victor. Mit Edgar`s Hilfe gelingt das auch problemlos und das Dunkel um die finanzielle Lage der Familie und Firma lichtet sich ein wenig. Vielleicht können sie das später als Druckmittel gegen von Braun einsetzen, der Wilhelm offensichtlich zu riskanten Investitionen gedrängt hat, wobei er viel Geld verloren hat.

  • Was ich sehr erschreckend fand, ist die Beschreibung der Prostitution. Vor allem, dass auch "normale! Mädchen wie Pauline sich verkaufen müssen um über die Runden zu kommen. Kein Wunder gab es später einen Aufstand wegen der Löhne und der Arbeitsbedingungen. Das ist ja wie die heutigen "working poor"

    Hierzu habe ich einen Bericht verwendet "Zur Geschichte der Prostitution in Stuttgart" von 1906 - Dienstmädchen sind auch hier so leicht in die Prostution abgerutscht, genausso wie die Arbeiterinnen in den Süßwarenfabriken. ..es ist erschreckend gewesen, ich hätte das von Stuttgart nicht erwartet - irgendwie. Aber warum sollte es in Stuttgart anders gewesen sein als in anderen Städten?

  • Edgar und Victor sind ein echtes Dreamteam. Die haben Ideen und setzen sie um...Wahnsinn! Finde ich super!

    Ja, das hat Spaß gemacht die beiden loszuschicken - Edgar ist der best friend, den jeder haben sollte...

    Das glaube ich, weil die zwei in so perfekter Übereinstimmung arbeiten:)

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Was ich sehr erschreckend fand, ist die Beschreibung der Prostitution. Vor allem, dass auch "normale! Mädchen wie Pauline sich verkaufen müssen um über die Runden zu kommen. Kein Wunder gab es später einen Aufstand wegen der Löhne und der Arbeitsbedingungen. Das ist ja wie die heutigen "working poor"

    Hierzu habe ich einen Bericht verwendet "Zur Geschichte der Prostitution in Stuttgart" von 1906 - Dienstmädchen sind auch hier so leicht in die Prostution abgerutscht, genausso wie die Arbeiterinnen in den Süßwarenfabriken. ..es ist erschreckend gewesen, ich hätte das von Stuttgart nicht erwartet - irgendwie. Aber warum sollte es in Stuttgart anders gewesen sein als in anderen Städten?

    Das stimmt, man denkt immer irgendwie Stuttgart sei irgendwie eine heilere Welt gewesen, was natürlich Quatsch ist. Gibt es den Bericht in der WLB oder im Archiv?

    Liebe Grüße


    Nadine


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    (Chin. Weisheit)

  • Ich frage mich allerdings, was Robert in der Villa tut, wenn er sich so unwohl fühlt. Er könnte doch jederzeit kündigen, aber dazu ist er auch nicht mutig genug.

    Ihn hält seine Liebe zu Babette...

    Die sie offensichtlich nicht erwidert. Mir ist Robert ziemlich suspekt

    Liebe Grüße


    Nadine


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    (Chin. Weisheit)

  • Das stimmt, man denkt immer irgendwie Stuttgart sei irgendwie eine heilere Welt gewesen, was natürlich Quatsch ist. Gibt es den Bericht in der WLB oder im Archiv?

    Ich hab ihn in der WLB bekommen - Lesesaal

    Da muss ich morgen sowieso hin. Kultur im kalten Krieg und athenische Demokratie 😅 Aber vielleicht gibt es ihn ja auch in der Institutsbibliothek, die ist auch ganz gut sortiert.

    Liebe Grüße


    Nadine


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    (Chin. Weisheit)

    Einmal editiert, zuletzt von Senara von Nostria ()

  • Die sie offensichtlich nicht erwidert. Mir ist Robert ziemlich suspekt

    Mir gefällt Robert. Ich glaube, er erkennt die sozialen Mißstände und wird versuchen, darauf in der Öffentlichkeit aufmerksam zu machen.

    Leider wehrt Babette alle Versuche von Robert ab, sich ihr zu nähern. Er geht dabei nicht rücksichtslos vor, sondern sehr vorsichtig und indirekt - so habe ich seine Werbungsversuche zumindest wahrgenommen. Er hatte bereits tiefere Gefühle für Babette entwickelt, die sie aber leider barsch zurückweist und daher kühlen auch seine Empfindungen für sie allmählich wieder ab - was man ja verstehen kann. Er will auch nicht vor den anderen Dienstboten als Trottel dastehen und so geht er innerlich auf Distanz zu Babette, nicht ohne Bedauern und Sorge um ihr Schicksal.

    Er hat außerdem ein kritisches Bewußtsein, was gesellschaftliche Ungerechtigkeiten angeht und das wird weiter in ihm gären und konkreter werden, sobald er Gruppierungen gefunden hat, die sich politisch und in sozialen Fragen einmischen. Wir alle wissen, dass solche Veränderungen nicht von heute auf morgen passieren und es immer ein langer Weg ist, aber wenigstens versuchen wird er das, da bin ich mir sicher.

  • Da muss ich morgen sowieso hin. Kultur im kalten Krieg und athenische Demokratie 😅 Aber vielleicht gibt es ihn ja auch in der Institutsbibliothek, die ist auch ganz gut sortiert

    Wir treffen uns mal im Stadt-Palais - dort sind viele Exponate zu sehen, die in der Schokovilla zu finden sind...

  • Da muss ich morgen sowieso hin. Kultur im kalten Krieg und athenische Demokratie 😅 Aber vielleicht gibt es ihn ja auch in der Institutsbibliothek, die ist auch ganz gut sortiert

    Wir treffen uns mal im Stadt-Palais - dort sind viele Exponate zu sehen, die in der Schokovilla zu finden sind...

    Da bin ich sofort dabei ^^

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Da bin ich sofort dabei ^^

    Am besten wir vernetzen uns über facebook - was ich übrigens jeder von uns hier anbiete! Ihr findet mich über Maria Nikolai. Dort können wir auch mal etwas ausmachen, das ist einfacher. Und wer gerne mit auf eine Führung im Stadt-Palais möchte, ist herzlich eingeladen.

  • Da bin ich sofort dabei ^^

    Am besten wir vernetzen uns über facebook - was ich übrigens jeder von uns hier anbiete! Ihr findet mich über Maria Nikolai. Dort können wir auch mal etwas ausmachen, das ist einfacher. Und wer gerne mit auf eine Führung im Stadt-Palais möchte, ist herzlich eingeladen.

    Ich hab dir dort eine Anfrage geschickt, Nadine Maurer

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Das ist ja nun wirklich der Hammer! Albrecht ist ein Spieler und ein großer Freund des horizontalen Gewerbes. Er hat Spiel-Schulden und hat sich wohl auch Geld bei Kredit-Haien geliehen.

    Mit diesem Lebenswandel steht er in einem sehr starken Kontrast zu seinem zukünftigen Schwiegervater und dessen fleißiger Tochter.

    Allerdings ahnt Wilhelm nix davon und er steht so unter finanziellen Druck, dass ich mir nicht vorstellen kann das er diese Verlobung lösen würde oder könnte. Selbst wenn er das jetzt wirklich wollte.


    Edgars emaile Arbeiten erfreuen sich großer Beliebtheit und ich freue mich ehrlich mit ihm über diesen Erfolg. Auch Viktor kommt mit seinem Automaten voran, es läuft wirklich gut bei den beiden. Da fehlt wirklich nur noch die Verbindung mit Judith um dieses Glück zu vervollständigen.


    Aber genau da liegt der Hase im Pfeffer. Wie gut das Edgar sich auch noch mit dem öffnen von Türschlössern mal beschäftigt hat. Der Mann ist echt ein Tausendsasser mit vielen Talenten. :totlach:

    Auch wenn er erst zögert, so ist die Freundschaft zu Viktor stärker, als seine Bedenken im Gefängnis zu landen. Diese Szene hat mir sehr gut gefallen und ich muss an dieser Stelle Maria ein großes Kompliment für die tollen Dialoge machen. Sie sind wunderbar formuliert und auch leicht verständlich in die Handlung eingefügt.

    Ich glaube diese gute Vorlage der Dialoge im Buch ist das Geheimnis, warum Beate Himmelstoß diesem Hörbuch so eine tolle Atmosphäre verleihen kann.


    Bei dem Einbruch in Wilhelms Büro habe ich echt Blut und Wasser geschwitzt mit den drei Übeltätern. Das war sehr spannend geschrieben (bzw. gelesen) und ich habe mich gefragt, ob es nicht damals auch schon Wachmänner in den Fabriken gab, die Nachts kontrolliert haben? Aber wahrscheinlich konnte sich Wilhelm solch einen zusätzlichen Arbeiter nicht leisten. Folgerichtig geht diese nächtliche Aktion gut aus.


    Die Hinweise, die Judith, Viktor und Edgar in diesem Büro finden, sind nicht 100% eindeutig, aber sie zeigen das Wilhelm offenbar wirklich in sehr großen Geldnöten ist. Und sie verhärten den Verdacht, dass Braun Wilhelm windige Aktien oder so etwas verkauft hat. In einem der ersten Abschnitte dachte Wilhelm ja auch, dass es ein Fehler war diese Aktien zu kaufen.


    Allerdings bringt dieses Wissen Viktor und Judith auch noch nicht richtig weiter. Da bin ich mal gespannt, wie es weitergeht.


    Leider erfahren wir nun mit endgültiger Sicherheit in diesem Abschnitt, dass sich Babette und auch Pauline tatsächlich an Männer verkaufen. Klar die Arbeit in Wilhelms Haushalt war sicher sehr schwer, aber wenn es Babette dort nicht gefallen hat, warum hat sie sich nicht nach einem anderen Haushalt oder einer Arbeit in einer Fabrik umgesehen?

    Robert hat mir da wirklich sehr leid getan in diesem Moment, er hatte ja gehofft das er Babette vor diesem Schicksal beschützen könnte.

    Ich denke mal, dass Robert nun nix mehr in dem Haushalt von Wilhelm hält.

  • Roux ist Victor auf der Spur. Hoffentlich kann Victor vorher noch umziehen.

    Dieser Roux ist wirklich ein Bluthund, aber er steht auch selbst unter Druck, denn seine Auftraggeber wollen Ergebnisse sehen für ihr Geld. Das klingt immer wieder durch in den Szenen mit Roux.

    Ich hoffe auch sehr, dass Viktor seine Spur noch verwischen kann. Stuttgart war ja damals schon kein Dorf mehr.


    Ich glaube, die Geschäftsbeziehungen zum Bankhaus von Braun werden bald ein Ende haben. Judiths Vater wird sich ein anderes Bankhaus suchen.

    Ob das damals so einfach ging, dass Bankhaus wechseln mit so vielen Schulden ? Um so einen Kunden wird sich bestimmt keine Bank bemüht haben.

    Bei dem ganzen Planen scheint es zwischen Dorothee und Edgar zu funken, oder meine ich das nur?

    Nein, dies meinst nicht nur du. ;)

    Ich habe auch den Eindruck das sich zwischen den beiden etwas anbahnt. Das würde mich für Dorothea sehr freuen, denn sie ist wirklich eine kluge und liebe Frau, die eine gute Ehe - basierend auf gegenseitige Liebe - verdient hätte. Auch denke ich, dass sie Edgar bestimmt gut unterstützen würde bei dem Aufbau seiner Firma.


    Das wäre auch für die Familie von Braun von Vorteil mit einem ehrlichen und geschäftstüchtigen Schwiegersohn wie Edgar, nachdem der einzige Sohn Albrecht leider eine große Enttäuschung ist.

    Da bin ich mir nicht so sicher, dass Edgar ins Bankhaus mit einsteigt. Das ist doch gar nicht sein mètier. Er ist ein kreativer Handwerker und will sein eigenes Geschäft aufbauen mit den Emailesachen.

    Diese Ideen mit den Dosen als Geschenkverpackung für Schokolade ist offenbar auch gut angekommen bei den Menschen damals. Diesen Eindruck hatte ich jedenfalls, als ich mir im Internet angeschaut habe, was damals alles aus Emaile hergestellt und verkauft wurde.


    Nein, ich denke der alte Braun wird mit seinem Geschäftsgebaren irgendwann seine eigene Bank in den Ruin fahren. Seine Kunden zu erpressen nachdem man ihnen vorher windige Papiere verkauft hat...

    Das kann auf Dauer nicht gut gehen und zum Bumerang werden.