07 - Kapitel 48 bis 55 (Seite 482 bis 557)

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  • Jetzt liest der Vater den Brief von Helene. Sie wird nicht mehr zurückkommen. Und sie hatte den Ehering mitgeschickt. Das machte den Vater wütend. Er wollte jetzt dafür sorgen, daß wenigstens alles mit der Hochzeit seiner Tochter klappen würde.


    Und wen erwischt er im Versuchsraum? Judith und Victor. Er schmeißt Victor raus. Judiths Erläuterungen tut er als Verleumdungen ab. Sie hat ab sofort Hausarrest.


    Judith wird sich durch ein Gespräch mit Dora bewußt, daß sie schwanger ist. Ihre Kleider wollen nicht mehr passen.


    Karl und Anton haben auch nur Unsinn im Kopf. Sie zünden eine Scheune an.


    Bei dieser Gelegenheit kann sich Judith mit Dora aus dem Haus stehlen. Sie suchen Schwester Henny auf. Diese nimmt Judith in ihre Wohnung auf.


    Roux spioniert weiter nach Victor. Auf einmal taucht aber Friedrich Rheinberger auf und setzt ihm eine Frist.


    Die Situation ist sehr verfahren. Wie wird sich Judith verhalten? Was wird Victor dazu sagen, daß sie schwanger ist? Wird er überhaupt noch etwas mit ihr zu tun haben wollen.


    Ich schätze Victor so ein, daß er damit zurechtkommen wird, daß Judith schwanger ist. Er hat Judith bisher immer unterstützt. Ich glaube, daß wird er auch weiterhin machen.


    Dieser Roux ist wirklich sehr gewieft. Er kann den Leuten wirklich alles weismachen. Ich mag ihn trotzdem nicht.

  • Die Szene mit Paul Roux und diesem Möchtegern - Poeten war wirklich ganz großes Kino. Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt und bewundere ohnehin alle die herrlichen Dialoge und das hohe sprachliche Niveau des Romans. Roux wusste genau, wo er ansetzen musste bei diesem Dichterling, damit er seine Infos bekommt und ihm nur gehörig Honig ums Maul schmieren, damit dieser geschmeichelt in seinen Eitelkeiten ihm alles erzählt, was er wissen will, um seine Fährte aufzunehmen in Richtung Victor.

  • Margarete macht mich mit ihrem herrischen Getue echt sauer.X( Egal, was Wilhelm mit ihr treibt sie ist nicht die Hausherrin. Wilhelm ist total beleidigt von Helenes Brief, dass er vielleicht dazu beigetragen hat, auf die Idee kommt er gar nicht. Er war ja immer gut zu ihr <X

    Das er -noch dazu unter diesen Umständen- von der Liebelei seiner Tochter nicht begeistert ist, ist klar.

    Zumindest kann Judith die Schwangerschaft nicht mehr verleugnen. Ich will lieber nicht wissen, was Wilhelm mit ihr anstellt, wenn er das rausfindet. Zumindest die Hochzeit ist fürs erste wohl erledigt. Vielleicht kommt Albrecht ja nicht wieder, das wäre die eleganteste Lösung.

    Und die Zwillis betätigen sich mal wieder als Brandstifter, nur das es halt diesmal echt danebengeht. :o Aber das Gesicht von Wilhelm als er statt Schnaps Wasser trinkt, hätte ich zu gerne gesehen.:totlach:

    Ich hoffe, das Paul Roux doch keinen Erfolg hat, den kann ich ja überhaupt nicht leiden. Spannend ist allerdings wer diese geheimnisvolle Person ist, die ihm folgt.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Ich schätze Victor so ein, daß er damit zurechtkommen wird, daß Judith schwanger ist. Er hat Judith bisher immer unterstützt. Ich glaube, daß wird er auch weiterhin machen.


    Dieser Roux ist wirklich sehr gewieft. Ich mag ihn trotzdem nicht.

    Ich glaube auch, das Victor Judith auch mit Zugabe nimmt. Ich auch nicht.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Die Szene mit Paul Roux und diesem Möchtegern - Poeten war wirklich ganz großes Kino. Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt und bewundere ohnehin alle die herrlichen Dialoge und das hohe sprachliche Niveau des Romans. Roux wusste genau, wo er ansetzen musste bei diesem Dichterling, damit er seine Infos bekommt und ihm nur gehörig Honig ums Maul schmieren, damit dieser geschmeichelt in seinen Eitelkeiten ihm alles erzählt, was er wissen will, um seine Fährte aufzunehmen in Richtung Victor.

    Danke:love:

  • Ja, langsam verdichtet sich alles. Schwester Henny ist übrigens auch eine reale Person, genauso wie Hermione von Preuschen. Sie kam 1903 nach Stuttgart - als erste Polizeiassistentin des Kaiserreichs. Ich habe ihre Erinnerungen gelesen und anhand dieser ihr Wesen nachvollzogen - sie ist sehr authentisch im >Roman - ihr Handeln, wie sie mit den Mädchen umgeht etc. Und sie ist die Tante der berühmten Hannah Arendt.

    Aber lasst euch überraschen...


    Ich habe Schokovilla2 aus dem Lektorat bekommen und mach mich mal an die Arbeit meine Lieben...und die Leserunde macht mir unheimlich viel Freude. Ihr lebt all das mit, was ich in den Roman hineingelegt habe - jede von euch auf ihre Weise. So wird eine Geschichte lebendig!<3

  • Ich habe Schokovilla2 aus dem Lektorat bekommen und mach mich mal an die Arbeit meine Lieben...und die Leserunde macht mir unheimlich viel Freude. Ihr lebt all das mit, was ich in den Roman hineingelegt habe - jede von euch auf ihre Weise. So wird eine Geschichte lebendig!<3

    Viele Grüße an die Familie Rothmann! Und dir viel Spaß ;)

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Ich habe Schokovilla2 aus dem Lektorat bekommen und mach mich mal an die Arbeit meine Lieben...und die Leserunde macht mir unheimlich viel Freude. Ihr lebt all das mit, was ich in den Roman hineingelegt habe - jede von euch auf ihre Weise. So wird eine Geschichte lebendig!<3

    Viele Grüße an die Familie Rothmann! Und dir viel Spaß ;)

    Das ist schön, liebe Maria, so soll es auch sein :) Die Geschichte ist für uns so spannend und berührt uns, weil sie wunderbar und sehr intensiv von dir erzählt wird. Du triffst immer den richtigen Ton, jede Romanfigur hat ihr ganz eigenes Wesen, ihre Identität und Sprache sind unverwechselbar und typgenau getroffen. Dazu hast du auch die Epoche und das Umfeld in Stuttgart zu diesen Zeiten sehr eindringlich und glaubwürdig beschrieben, es ist mehr als nur Kulisse, diese Dinge sind sehr prägend und dramaturgisch perfekt eingesetzt.

  • Ich habe Schokovilla2 aus dem Lektorat bekommen und mach mich mal an die Arbeit meine Lieben...und die Leserunde macht mir unheimlich viel Freude. Ihr lebt all das mit, was ich in den Roman hineingelegt habe - jede von euch auf ihre Weise. So wird eine Geschichte lebendig!<3

    Ich freue mich schon jetzt sehr auf eine Fortsetzung!

  • Ich habe Schokovilla2 aus dem Lektorat bekommen und mach mich mal an die Arbeit meine Lieben...und die Leserunde macht mir unheimlich viel Freude. Ihr lebt all das mit, was ich in den Roman hineingelegt habe - jede von euch auf ihre Weise. So wird eine Geschichte lebendig!<3

    Ich freue mich schon jetzt sehr auf eine Fortsetzung!

    Ich auch :freu:

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Das ist schön, liebe Maria, so soll es auch sein :) Die Geschichte ist für uns so spannend und berührt uns, weil sie wunderbar und sehr intensiv von dir erzählt wird. Du triffst immer den richtigen Ton, jede Romanfigur hat ihr ganz eigenes Wesen, ihre Identität und Sprache sind unverwechselbar und typgenau getroffen. Dazu hast du auch die Epoche und das Umfeld in Stuttgart zu diesen Zeiten sehr eindringlich und glaubwürdig beschrieben, es ist mehr als nur Kulisse, diese Dinge sind sehr prägend und dramaturgisch perfekt eingesetzt.

    Vielen Dank! Das ist der Lohn der vielen Arbeit, die hinter einem solchen Roman steht. Für mich ist der historische Hintergrund sehr wichtig, zugleich soll er mit der Geschichte verschmelzen - eine nicht immer leichte Sache. Ich habe versucht, das Genre Familiensaga dadurch aufzuwerten, nicht nur auf der Klischeeebene zu bleiben, sondern tiefer zu gehen, ohne das Buch zu überfrachten. Es freut mich sehr, dass diese "Kunst" gelungen zu sein scheint und euch wirklichen Lesegenuss bereitet hat.

  • Ja, langsam verdichtet sich alles. Schwester Henny ist übrigens auch eine reale Person, genauso wie Hermione von Preuschen. Sie kam 1903 nach Stuttgart - als erste Polizeiassistentin des Kaiserreichs. Ich habe ihre Erinnerungen gelesen und anhand dieser ihr Wesen nachvollzogen - sie ist sehr authentisch im >Roman - ihr Handeln, wie sie mit den Mädchen umgeht etc. Und sie ist die Tante der berühmten Hannah Arendt.

    Ich glaube je stärker die Frauen unterdrückt wurden, um so größere Persönlichkeiten haben sich dadurch unter den Frauen entwickelt.

  • Ich wusste im letzten Abschnitt nicht, ob ich Fritz schon erwähnen konnte, aber hier ist er definitiv auf der Bühne aufgetreten. Als er mit den Zwillingen zur Feuerwache ging, habe ich zuerst wieder Sorgen gehabt das er sie zu irgendeinem Unfug animiert. Aber er hat den Zwillingen vieles erklärt und der umgestürzte Brandwagen hat den Zwillingen auch gezeigt, dass es mit Gefahren für die Feuerwehrmänner verbunden ist, wenn irgendwo ein Feuer ausbricht.

    Fritz ist aber auch in gewisser Weise Fürsorglich und bringt die Jungs wieder sicher zur Zacke. Welch` verrückter Name für eine Straßenbahn ich muss jedes mal schmunzeln wenn ich ihn höre. :lachen:

    Fritz erscheint mir wirklich eine arme Socke zu sein und er tut mir furchtbar leid.


    Eigentlich hätten die Jungs nun wissen sollen, dass es viele Gefahren in sich birgt, wenn sie mit Feuer spielen. Aber es hindert sie doch nicht daran wieder ein Feuerchen zu machen.

    Ganz ehrlich, so langsam aber sicher habe ich schon ein wenig Mitleid mit Wilhelm. Die Jungs sind in ihrer Kreativität unberechenbar und die Erziehung ist eine echte Nervensache.

    Für Judith und Dora ist das nun die Chance zu Schwester Henny zu flüchten.

    Die Situation spitzt sich hier wirklich zu und ich bin gespannt, wie sich nun die Liebe zwischen Viktor und Judith weiter entwickelt.

    Edgar hat es grade nicht leicht mit Viktor, aber er unterstützt ihn und versucht ihn auch etwas abzulenken. Edgar hat eine tolle Art mit seinen Mitmenschen und Freunden umzugehen. Diesen Mann kann Frau beruhigt auch blind Heiraten! :verlegen:

    Roux macht mich langsam sehr nervös. So wie er die Leute und diesen Dichter ausfragt wird er bald in Viktors Nähe auftauchen.

    Tja und wie Viktor die Schwangerschaft von Judith verdauen wird, darauf bin ich auch gespannt.

  • Jetzt liest der Vater den Brief von Helene. Sie wird nicht mehr zurückkommen. Und sie hatte den Ehering mitgeschickt. Das machte den Vater wütend.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, so hat Wilhelm dieses Problem aber auch erst einmal auf später verschoben. Klar er hat kapiert, dass Helene ihm unmissverständlich zeigt - mit dem Ring - das sie ihn nicht liebt und nicht zurück kommen will. Aber er will es noch nicht akzeptieren.

    Da bin ich mal gespannt, ob er nicht doch noch nach Riva fährt irgendwann. Vielleicht erfahren wir im zweiten Band noch einmal etwas dazu.


    Margarete macht mich mit ihrem herrischen Getue echt sauer. X( Egal, was Wilhelm mit ihr treibt sie ist nicht die Hausherrin

    Aber mal ehrlich Senara, wenn du da genauer drüber nachdenkst, dann kommst du sicher auch zu dem Schluss:

    Wilhelm und Margret passen zusammen wie die Faust aufs Auge!

    Margret ist eine unterwürfige und gehorsame Frau wie Wilhelm sie sich gewünscht hat.

    Nur heiraten wird er sie bestimmt nicht, das wäre unter seinem Stand und Niveau.

    In gewisser Weise hat Margret sich mit diesem Verhältnis zu Wilhelm auch prostituiert. Nur mit dem Unterschied das sie nur immer mit EINEM Mann unehelichen Kontakt hat.

    Aber das Gesicht von Wilhelm als er statt Schnaps Wasser trinkt, hätte ich zu gerne gesehen. :totlach:

    Stimmt, dass hätte ich auch gerne gesehen. :totlach:

  • In diesem Leseabschnitt ist ganz schön viel passiert. Obwohl (oder gerade weil) Weihnachten ist!


    Gut geschrieben, wie Robert erstaunt ist, dass eine Frau (!) auf dem Polizeiamt arbeitet! Das zeigt deutlich wo der Platz der Frau zu der damaligen Zeit war. Im Haus, in der Küche und bei den Kindern.

    Mir hat sehr gefallen, wie in diesem Abschnitt das Leben der Dienstboten beleuchtet wird.

    Judith ist also doch schwanger. Zum Glück hat sie Dora, mit der sie sich austauschen kann. Und die ein wenig Bescheid weiss! Ich finde es absolut furchtbar, wie ahnungslos eine 21jährige zu der damaligen Zeit war. Schrecklich! Etwas erstaunt war, ich, dass Dora nicht bei Judith bleibt nach all den Schwüren, dass sie alles gemeinsam durchstehen.

    Wilhelm hat absolut nix daraus gelernt, dass seine Frau in verlassen hat. Nun drangsaliert er Judith. Ich bin gespannt, was er dazu sagt, wenn er erfährt, dass sie schwanger ist. Wobei er ja nicht gerade mit leuchtendem Beispiel vorangeht. Nicht nur die Dienstboten, sogar seine Söhne bekommen mit, dass er Margarete für "Besprechungen" in ihrem Zimmer besucht. Was für ein verlogenes, scheinheiliges Stück...

    Was ist die Franzosenkrankheit? Tripper?

  • Ich habe Schokovilla2 aus dem Lektorat bekommen und mach mich mal an die Arbeit meine Lieben...und die Leserunde macht mir unheimlich viel Freude. Ihr lebt all das mit, was ich in den Roman hineingelegt habe - jede von euch auf ihre Weise. So wird eine Geschichte lebendig!<3

    Hipphipphurra! Hoffendlich wieder mit Leserunde hier?;)