08 - Kapitel 56 bis zum Ende (ab Seite 558)

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Dann ist der Erste Weltkrieg ja schon überstanden!

    Ich finde das gut, dass teil 2 erst danach ansetzt. Denn so bleiben die Figuren und die Schokoherstellung im Vordergrund.

    So ist es und es macht wirklich Sinn, bei dieser Familiensaga, die turbulente Zeit des 1. Weltkrieges zu überspringen. Es sind noch so viele Fragen offen und wir alle sind gespannt, wie es Judith ergangen ist mit Victor und ihrem Sohn, ob sie noch weitere Kinder bekommen haben, was mit Hélène und Max passiert ist - sind sie noch zusammen, haben sie womöglich ein gemeinsames Kind? Dann natürlich die weitere Entwicklung der Schokoladenfabrik, haben Victor und Judith Erfolg mit ihren Plänen und neuen Ideen, wie läuft es mit Wilhelm, lebt er 22 Jahre später überhaupt noch, was machen die Zwillinge inzwischen .....usw.

    Wenn der Krieg im Zentrum der weiteren Handlung stehen würde, hätte das die Entwicklung der Familie überlagert und dominiert und außerdem waren die 20er - Jahre ein sehr interessantes Jahrzehnt. Jedenfalls freue ich mich schon sehr auf die weiteren Geschehnisse.

  • Von Braun ist wirklich hinterlistig. Er fordert sein bereits gezahltes Geld zurück, wenn Albrecht nicht in die Geschäftsleitung aufgenommen wird. Da hat er sich aber gewaltig verrechnet! Victor taucht mit Judith auf, bietet dem Vater 100.000 als Finanzspritze an. Er kann eine schriftliche Erklärung vorlegen, daß Albrecht spielsüchtig ist. Albrecht hat Stuttgart heimlich verlassen.

    Diese Szene hat mir soooo gut gefallen, die ging runter wie ÖL. 8)

    Ich habe mich über dieses erpresserische Geschäftsgebaren vom alten Braun wirklich sehr geärgert. Er wollte nur seinen Sohn los werden. Der Kerl geht über Leichen um sich ein leichtes Leben zu machen. <X

    Ich bin jetzt nur gespannt ob wir von Albrecht im zweiten Teil noch einmal etwas hören.


    In der Fortsetzung werden wir bestimmt auch mehr von Helene hören.

    Das hoffe ich auch. Ich habe sie hier zum Schluss etwas vermisst, aber ich denke, sie muss sich nun ihre Zukunft aufbauen und das konnte Maria nicht vorweg nehmen wie diese Zukunft aussieht.


    Der zweite Teil wird 1926 spielen, also auch neue Hauptfiguren zu den vorhandenen dazuspielen -

    Ich schätze mal, dass sich dann Martin verlieben wird und die Zwillinge vielleicht mit neuen kreativen Ideen ihren Weg gehen wollen. ;)

    Die Autos und auch die Autorennen, waren ja auf dem Vormarsch in den

    20ziger Jahren, da könnte die Zwillis durchaus von angetan sein.


    Ich freue mich auch für Edgar und Dorothea, auch wenn sie von Stuttgart wegziehen werden und hoffe, dass Victor den Kontakt zu seinem Freund weiterführen wird.

    Das kann für beide nur gut sein, wenn sie aus dem "Dunstkreis" von Dorothea`s Vater verschwinden. :teufel:

    Edgar und Dorothea werden bestimmt einen guten und klugen Weg ins Glück finden.


    Auch Friedrich hat ja zum Schluss eingesehen, das Victor beim Militär nicht glücklich ist. Schade, dass er erst angeschossen werden muss um das zu merken. Er hätte sich viel Ärger und Geld gespart.

    Wer weiß, vielleicht hatte er das schon während der Haft seines Sohnes eingesehen und gehofft, dass Viktor nach der Entlassung nach Hause kommt?

    Aber da Viktor nicht zurück kam musste er ihn suchen lassen.

    Das es so teuer wird mit der Suche hat er bestimmt auch nicht geahnt.

    Aber diese Investition hat sich am Ende gelohnt.

    Er konnte Viktor retten und sich mit ihm aussöhnen.

    Aber ich hatte keine Lust auf Kriegsrecherchen...

    Das glaub ich dir. Der Krieg bringt immer viel Leid und Unglück über die Menschen. Da wäre der zweite Teil ein trauriges Buch geworden.

    Sehr gut hat mir der Blick in die "Zukunft" gefallen und,dass man erfährt wie es mit den einzelnen Personen weitergeht!

    Welcher Blick in die Zukunft? Meinst du den Epilog als Martin geboren wurde und die Zwillinge in eine Waldschule gingen?

    Oder gab es da am Ende noch mehr Zukunftsaussichten die im Hörbuch nicht vorgelesen wurden? ?(

  • Fritz und Robert bekommen eine Arbeit bei Robert Bosch. Jetzt können sie gutes Geld verdienen!

    Ja das hat mich auch gefreut und ich bin sicher, dass beide ihren Weg nach oben in dem Unternehmen finden werden.

    Auch vermute ich mal, dass wir Robert in irgendeiner Arbeiterbewegung wiedersehen - vorausgesetzt, die Beiden (Robert & Fritz) überleben den Krieg.

    Ich habe mal irgendwo gelesen, dass die Fabrikarbeiter die ersten waren, die an die Front geschickt wurden.

  • Mich würde auch interessieren, was mit Albrecht passiert ist. Also MariaNikolai Bitte einmal Werdegang Albrecht erwähnen^^

    Die Zwillis erfinden einen feuersicheren Stein oder sind Konditoren geworden:totlach:

    Auf jeden Fall ist es gut, dass sich Vater und Sohn aussöhnen konnten. Wer weiß, was sich aus der Berliner Verwandtschaft ergibt.

    Das waren glaube ich etwa 2 oder 3 Seiten Epilog und halt Anhang über das tatsächliche, Historische

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Mich würde auch interessieren, was mit Albrecht passiert ist. Also MariaNikolai Bitte einmal Werdegang Albrecht erwähnen^^


    Ich denke, er wird wohl im zweiten Teil wieder auftauchen. Vielleicht behauptet er dann er sei der Vater von Judiths Kind? Denn wie ich Victor und Judith einschätze wird die Firma florieren...und Albrecht sich vielleicht eine Scheibe abschneiden wollen?

  • Ja, ich glaube Wilhelm war des Kämpfens müde und ist vielleicht jetzt ein wenig froh, dass er die Verantwortung mit jüngeren Leuten aus seiner Familie teilen kann.

    So war es . .. und wie so oft, hat er immer den harten Kerl gespielt, der er innerlich gar nicht immer war . Irgendwann hat er sich dann in die Dinge gefügt. Um nach der Frau nicht auch noch die Tochter zu verlieren...

  • So ist es und es macht wirklich Sinn, bei dieser Familiensaga, die turbulente Zeit des 1. Weltkrieges zu überspringen. Es sind noch so viele Fragen offen und wir alle sind gespannt, wie es Judith ergangen ist mit Victor und ihrem Sohn, ob sie noch weitere Kinder bekommen haben, was mit Hélène und Max passiert ist - sind sie noch zusammen, haben sie womöglich ein gemeinsames Kind? Dann natürlich die weitere Entwicklung der Schokoladenfabrik, haben Victor und Judith Erfolg mit ihren Plänen und neuen Ideen, wie läuft es mit Wilhelm, lebt er 22 Jahre später überhaupt noch, was machen die Zwillinge inzwischen .....usw.


    Wenn der Krieg im Zentrum der weiteren Handlung stehen würde, hätte das die Entwicklung der Familie überlagert und dominiert und außerdem waren die 20er - Jahre ein sehr interessantes Jahrzehnt. Jedenfalls freue ich mich schon sehr auf die weiteren Geschehnisse.

    Ich schreib auch gaaaanz schnell ;-)

  • Ja, ich glaube Wilhelm war des Kämpfens müde und ist vielleicht jetzt ein wenig froh, dass er die Verantwortung mit jüngeren Leuten aus seiner Familie teilen kann.

    So war es . .. und wie so oft, hat er immer den harten Kerl gespielt, der er innerlich gar nicht immer war . Irgendwann hat er sich dann in die Dinge gefügt. Um nach der Frau nicht auch noch die Tochter zu verlieren...

    Niemand widersteht auf Dauer dem Widerstand einer Frau :teufel: Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass er seine Tochter nicht auch lieber glücklich sieht. Sie heiratet ja nicht gerade den Obdachlosen vorm Stuttgarter Schloss (da lebt übrigens tatsächlich einer), sondern aus einer gleichwertigen Schicht.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Niemand widersteht auf Dauer dem Widerstand einer Frau :teufel:

    Na ja, da haben Männer früher (und auch heute noch) immer wieder mal zu unlauteren Mitteln gegriffen.

    Bedenke nur mal den Hausarrest von Judith.


    Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass er seine Tochter nicht auch lieber glücklich sieht. Sie heiratet ja nicht gerade den Obdachlosen vorm Stuttgarter Schloss (da lebt übrigens tatsächlich einer), sondern aus einer gleichwertigen Schicht.

    Hatte irgend jemand in diesem Buch Wilhelm über den Stand von Viktors Eltern aufgeklärt? Oder gab es ein Gespräch zwischen Viktor und Wilhelm in dem das erzählt wurde?

    Vielleicht wusste Wilhelm gar nichts über Viktors Vergangenheit und auch nix über seine Eltern.

  • Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass er seine Tochter nicht auch lieber glücklich sieht. Sie heiratet ja nicht gerade den Obdachlosen vorm Stuttgarter Schloss (da lebt übrigens tatsächlich einer), sondern aus einer gleichwertigen Schicht.

    Hatte irgend jemand in diesem Buch Wilhelm über den Stand von Viktors Eltern aufgeklärt? Oder gab es ein Gespräch zwischen Viktor und Wilhelm in dem das erzählt wurde?

    Vielleicht wusste Wilhelm gar nichts über Viktors Vergangenheit und auch nix über seine Eltern.

    Nein, das war nur von mir dahingesponnen, das, wenn es jemals Thema wird, kein Problem sein dürfte. Ich wollte nur sagen, das Judith einen guten Geschmack bei der Wahl ihres Mannes hatte ;)

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • So, ich habe mir heute die Zeit genommen und das Buch zu Ende gelesen. :) Haaaach, wirklich ein sehr sehr schönes Buch!


    Wie schon vermutet hat Dora, die gute Seele, Victor eingeweiht und nach kurzer Überraschung (die ich ihm mehr als verzeihe, alles andere wäre wohl auch seltsam gewesen!) war er natürlich sofort bereit, die Vaterschaft anzuerkennen. Wie er sich gleich als der Vater vor allen ausgibt, ja, das hat mich wirklich sehr für ihn eingenommen. Damit hätten sogar heute noch viele Männer ein Problem. Aber auch wie er dann noch die Firma rettet und Wilhelm keine Wahl lässt, als endlich Judith dort einzusetzen, wo sie hingehört: in die Geschäftsführung!


    Wie er dabei mit Max' Vater und Wilhelm umgeht - ein Genuß! Kein Wunder, dass vor allem Max' Vater eine Hochachtung vor ihm zeigt. Als Geschäftsmann muss man solche Fähigkeiten wohl zu schätzen wissen, vor allem wenn der Sohn und Erbe so gar kein Geschick dafür aufweist. Aber ich denke, dass auch Wilhelm seinen Schwiegersohn noch schätzen lernen wird, wenn er nicht bereits voll damit angefangen hat.


    Zu dem kommenden Treffen mit Max, Hélène, Wilhelm und Judith wird sich nun auch noch Victor fügen, der sicherlich auch gar nicht begeistert sein wird, auf ihn zu treffen - und dann auch noch im Bett seiner Schwiegermutter! Wenn Max wüsste was ihm noch blühen wird, dann wäre er wohl noch weiter als Riva geflohen. Apropos - mir gefiel auch Max' Mutter noch gut. Sie hatte nur einen kurzen, aber dafür umso wichtigeren Auftritt. Das hat mir sehr gefallen.


    Auch die Schule für die Zwillinge klingt super! Das es sowas damals schon gab, wahnsinn! Wirklich sehr progressiv, wie Maria ja schon im Nachwort geschrieben hat. Im Übrigen auch ein sehr gelungenes Nachwort. :)


    Alles in allem ein wirklich schöner Roman! Ich freue mich sehr über die Fortsetzung - umso mehr wenn wir sie hier als Leserunde zusammen lesen.

  • Mit dem zweiten Band geht es in die 20er - das ist eine spannende Zeit und durch Babylon Berlin gerade auch sehr aktuell.

    Oh ja, eine wirklich spannende Zeit! Aber ich hoffe, dein Roman wird etwas fröhlicher und nicht so düster wie "Babylon Berlin"...


    Auch Friedrich hat ja zum Schluss eingesehen, das Victor beim Militär nicht glücklich ist. Schade, dass er erst angeschossen werden muss um das zu merken. Er hätte sich viel Ärger und Geld gespart.

    Oh, ihn hatte ich vollkommen vergessen! Es hat mich total gefreut, dass Friedrich sich noch davon überzeugen konnte, dass es seinem Sohn nun gut geht und er seine Entscheidung akzeptiert, dem Militär den Rücken zu kehren.


    Das Wilhelm dann im Anschluss in sich zusammen fällt und ohne viel Wiederspruch auf Viktors Bedingungen eingeht kann ich sogar sehr gut verstehen. Ich glaube Wilhelm war einfach mit seiner Kraft am Ende.

    Das Gefühl hatte ich schon im letzten Abschnitt. Ihm ist irgendwann einfach alles zu viel geworden und dann kam Victor und hat seine Probleme mit einem Schlag gelöst. Ich wäre an seiner Stelle auch sehr schnell einverstanden gewesen, denn all das was Victor vorgeschlagen hat, war immer noch besser als jeder Deal, den die von Brauns ihm vorgeschlagen haben und das weiß er wohl zu genau.


    Über Babette habe ich mich offen gestanden nur geärgert.

    Schwester Henny hat sich noch so viel Mühe gegeben um ihr eine neue Chance zu eröffnen, aber Babette reagiert total dumm und dämlich.

    Oh Babette - was für eine scheußliche Person. Wie hässlich sie am Ende zu Robert war, war wirklich grausam. Der arme Kerl, dafür wird er wohl ziemlich bald von seiner Schwärmerei geheitlt sien.

  • Ich wäre an seiner Stelle auch sehr schnell einverstanden gewesen, denn all das was Victor vorgeschlagen hat, war immer noch besser als jeder Deal, den die von Brauns ihm vorgeschlagen haben und das weiß er wohl zu genau.

    Zumal Viktors Angebot auch sehr fair war im Gegensatz zu dem heuchlerischen geschacher was Braun da abgezogen hat.

    Obendrein hatte Wilhelm Viktor als fähigen und zuverlässigen Mitarbeiter schätzen gelernt.

    Aber die massiven Geldsorgen haben ihm sicher keine Chance gelassen, die (Heirats-) Wünsche seiner Tochter zu berücksichtigen.


    Oh Babette - was für eine scheußliche Person. Wie hässlich sie am Ende zu Robert war, war wirklich grausam. Der arme Kerl, dafür wird er wohl ziemlich bald von seiner Schwärmerei geheitlt sien.

    Na ja, Robert wird sicher noch eine andere, nette junge Frau finden. Mit dem Gehalt bei Bosch kann er seine Zukunft ganz anders planen.

    Babette wäre eine Katastrophe für ihn gewesen und hätte ihn ins Armenhaus gebracht.


    Apropos - Babette und diese Besserungsanstalt, in die Schwester Henny sie einweist...!!!

    Ich habe mal ein wenig bei Tante Wiki nach gelesen und da werden diese Besserungsanstalten quasi wie Klöster oder Zuchthäuser beschrieben. Die Frauen arbeiteten vorwiegend in der Wäscherei, mit der sich diese Häuser zum Teil finanzierten.

    Zudem gab es keine genaue Zeitangabe, wie lange die Frauen da bleiben mussten.

    Üblicher weise wurden die Frauen nicht wieder frei gelassen.

    Da ist Babette dann doch wieder in der Waschküche gelandet und muss die Wäsche der feinen Leute waschen.