01 - Seite 7 bis einschl. Seite 82 (bis einschl. Kapitel 10)

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Es ist zu meiner Schande mein erstes Buch von Mechthild. Ich bin sehr beeindruckt von ihrem Schreibstil. So wie du schreibst, ihre Sprache ist unglaublich und für mir sehr gewaltig, was die Emotionen angeht.

    Der Schreibstil ist mir schon bei "Trümmerkind" aufgefallen: Diese Begabung ruhig und präzise zu beobachten und teilweise nur anzudeuten und damit Platz für die Fantasie des Lesers lassen...einfach Wahnsinn!

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Ich glaube, damit hat sie abgeschlossen.

    Das dachte meine Mutter mit 70 auch. Und mit 71 hat sie nochmal einen neuen Partner gefunden. ^^ Man sollte nie nie sagen.

    Ich weiß das das eigentlich ein doofer Gedanke ist. Sie sagt ja am Anfang das sie Glück hatte, das sie jemand "trotz " Behinderung genommen hat, was ja auf ein geringeres Selbstwertgefühl hindeutet. Vielleicht denkt sie, sie findet so jemand nicht mehr oder es will sie eh keiner. Was natürlich doof und quatsch ist.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Es ist zu meiner Schande mein erstes Buch von Mechthild. Ich bin sehr beeindruckt von ihrem Schreibstil. So wie du schreibst, ihre Sprache ist unglaublich und für mir sehr gewaltig, was die Emotionen angeht.

    Der Schreibstil ist mir schon bei "Trümmerkind" aufgefallen: Diese Begabung ruhig und präzise zu beobachten und teilweise nur anzudeuten und damit Platz für die Fantasie des Lesers lassen...einfach Wahnsinn!

    Trümmerkind steht auf meiner Wunschliste ganz oben

  • Es ist zu meiner Schande mein erstes Buch von Mechthild. Ich bin sehr beeindruckt von ihrem Schreibstil. So wie du schreibst, ihre Sprache ist unglaublich und für mir sehr gewaltig, was die Emotionen angeht.

    Genau so geht es mir auch - es ist mein erstes Buch von Mechtild und ich bin wirklich beeindruckt. Es wird sicher nicht das einzige Buch von ihr bleiben!

    Schon ein krasser Satz. Ohne Mann war die Frau in der Gesellschaft abgestempelt und aufs Abstellgleis geschoben.

    Elsa wächst mir nach und nach sehr ans Herz.

    Elsa ist ja in einem Alter, in dem sie durchaus nochmal einen Mann finden könnte! Ich würde es ihr sehr wünschen. Sie ist eine tolle Frau!

    hmmmm.... eigentlich wünsche ich ihr, dass es ihr gut geht und dass sie glücklich ist - egal ob mit oder ohne Mann!

  • Ja, dass die Soldaten nicht richtig betreut wurden, finde ich auch ganz grausam. Vor allem, wenn ich daran denke, dass selbst die US Soldaten, die in Korea und sogar noch in Vietnam gekämpft hatten oft alleine nach Hause geschickt wurden um dann am Flughafen bei ihrer Ankunft auch noch von Kriegsgegnern bespuckt und beschimpft zu werden ... ganz, ganz furchtbar. Heute ist man da weiter in der Entwicklung aber dass Kriege Menschen verändern und fürs Leben zeichnen, wird leider immer so bleiben ... !

    Ist man das? Ich kann es nicht beurteilen und denke durchaus, dass es eine sehr unschöne Art und Weise war, seine Kritik am Vietnamkrieg durch Bespucken zu äußern. Dennoch kann ich die Friedensbewegung an sich sehr gut verstehen - vor allem im Bezug auf den in meinen Augen zutiefst unmoralischen Krieg in Vietnam. Tja, und Soldaten stehen in ihrer Uniform nun einmal stellvertretend für den jeweiligen Einsatz - dessen müssen sie sich auch bewusst sein.

    Puh, das ist jetzt aber auch nicht leicht zu schlucken ... ich war ja Frau und Mutter dreier Soldaten. Dass ihnen das bewusst sein muss, finde ich jetzt auch hart. Sie machen ja auch ihren Job wie jeder andere ...

    Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch Menschen ... Heinrich Heine

  • Puh, das ist jetzt aber auch nicht leicht zu schlucken ... ich war ja Frau und Mutter dreier Soldaten. Dass ihnen das bewusst sein muss, finde ich jetzt auch hart. Sie machen ja auch ihren Job wie jeder andere ...

    Ein Job wie jeder andere sollte es aber nicht sein. Weder für die Gesellschaft noch für die Soldaten und ihre Vorgesetzten. Also zu töten und selber sterben zu können gehören in der Regel nicht zu normalen Jobs. Und es gibt durchaus Jobs, wo man damit rechnen muss, dass man auch dafür gerade stehen muss, was passiert und was andere vielleicht "verbrochen" haben. Ist nicht unbedingt gerecht aber man muss auch die andere Seite verstehen, den "Volkszorn" sozusagen.

  • Puh, das ist jetzt aber auch nicht leicht zu schlucken ... ich war ja Frau und Mutter dreier Soldaten. Dass ihnen das bewusst sein muss, finde ich jetzt auch hart. Sie machen ja auch ihren Job wie jeder andere ...

    Nun ja, man wird vereidigt als Soldat. Also schwört man doch dem Land/der Nation seine Treue, nicht wahr? Klar ist doch, dass man als Befehlsempfänger Dinge tun muss, die andere von einem verlangen - auch die aktuelle Regierung. Ich finde durchaus, dass es keine einfache Entscheidung ist, aber ich bin der Meinung, dass man dann auch akzeptieren muss, wenn einem der Unmut von Teilen der Bevölkerung entgegenschlägt. Dass der Widerspruch dabei legal sein muss, versteht sich von selbst. (Wobei ich das bezogen auf eine Diktatur schon anders sehe, aber das ist eine andere Geschichte.)

    Soldaten, Polizisten oder Staatsbedienstete werden nun einmal als "Aushängeschild" eines Landes gesehen - und das sollte ihnen in meinen Augen tatsächlich bewusst sein. Es ist eben kein normaler Job, denn ich muss meinem Arbeitgeber nicht meine Treue schwören (auch wenn ich selbstverständlich auch gewissen Regeln unterliege). Sprich, Soldaten haben durchaus gewisse andere Rechte und Pflichten als andere Arbeitnehmer.