"Die Fotografin - Am Anfang des Weges" - Seiten 173 - 259 (Kap. 19 - 26)

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  • JanaBabsi

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  • Anton, der Gastwirtssohn, hat es schwer. Er kann sich mit seiner Liebsten Christel nur heimlich treffen. Sie ist nämlich die Tochter von Paul Merkle, Herrmann Gehringers rechter Hand. Und der ist eben was Besseres.


    Leider muß Mimi hören, daß der Laichinger Artzt erst Anfang Mai zurückerwartet wird. In Laichingen kann man es sich nicht leisten krank zu sein.


    Bismarck hat zwar 1884 die Krankenversicherung eingeführt, aber inwieweit das für die Arbeiter des Herrn Gehringer betraf, weiß ich nicht.


    Meine Mutter, eine Bäuerin, erzählte mir, daß in unserer Familie nur mein Vater und mein Opa krankenversichert waren (als Selbständige). Mit jeder Geburt, bei der meine Mutter ins Krankenhaus ging, mußte mein Vater privat zahlen. Wir Kinder wurden beim Vater mitversichert. Meine Oma bekam eine schwere Gelbsucht und lag ein halbes Jahr im Krankenhaus bis sie starb. Das mußte von meinem Vater bezahlt werden. Zum Glück hat sich das System geändert!


    Onkel Josef ist bankrott. Ein Vertrag zur Vermietung des Ladens hätte etwas Geld ins Haus gebracht. Als Mimi dies erfuhr, fühlte sie sich - zu recht - sehr hilflos.


    Eveline und Klaus haben es auch schwer. Denn Klaus ist schwermütig, heute würde man seinen Zustand als depressiv bezeichnen.


    Mimi schaut sich das Fotoatelier an. Sie kann sich gut vorstellen, wie ihr Onkel dort Fotografien gemacht hat. Eine Längsseite war fast komplett verglast. So konnte man das Licht entspreched für seine Aufnahmen nutzen.


    Alexander, der Sohn von Eveline und Klaus, kann zeichnen. Paul Merkle hat eine Zeichnung von Alexander mit einer schönen Blumenranke einfach eingesteckt, als er bei Eveline wegen Stickarbeiten war. Gehringer meint, daß man Alexander keine Flausen in den Kopf setzen sollte.

    Ja, neue Stickmuster möchte Gehringer wohl haben, aber Geld will er dafür nicht ausgeben. Dann müßte er sich ja noch von mehr Geld trennen!


    Aber Alexander darf für die Fotografin ein Ladenschild malen. Sie ist begeistert von seinem Können!


    Ich fand es super, daß Mimi den Jungen zeigte, wie man Fotoplatten retuschierte.

    Mir war gar nicht bewußt gewesen, daß man schon früher Aufnahmen durch Retuschieren verändert hat. Heute nennt man das photoshoppen, ein Bild bearbeiten.


    Onkel Josef weiß um Alexanders Können. Er hat schon mehrere Bilder gemalt. Das bringt Mimi auf die Idee, ihre Mutter auf seine Talente hinzuweisen und ihre Kontakte zur Stuttgarter Kunstschule zu nutzen. Sie war sich aber nicht sicher, ob das wirklich eine gute Idee war.


    Christel hält Anton für einen Träumer. Sie hält sich lieber an die Realität, weil sie nicht glaubt, daß seine Träume wahr werden können.


    Mimi macht Aufnahmen von den Konfirmanden. Sie versucht sie aus der Reserve zu locken, indem sie sich aus ihren Requisiten bedienen können. So werden die Aufnahmen aufgelockert, moderner. Auch von Christel wird eine Aufnahme gemacht. Sie ist eine sehr schöne junge Frau!


    Eveline hatte Klaus in Chemnitz kennengelernt. Ihr Vater besaß eine der größten Webstuhlfabriken von ganz Deutschland. Sie ist mit Klaus von Zuhause abgehauen, der Liebe wegen. Ein mutiger Schritt!


    Der Leser erfährt viel über die Familien des Ortes. So kann man sich gut ein Bild der Geschichte machen. Wir sind quasi vor Ort und erleben den Alltag mit.

  • Ich kann Mimi so gut verstehen und leide mit ihr. Da will sie nur mal schnell nach ihrem Onkel schauen und nun regt sich ihr Gewissen und sie bleibt – erstmal. Ich bin schon so gespannt, was der Arzt sagen wird, wenn er in den Ort zurückkommt. Josef scheint es wirklich nicht gut zu gehen. Was ich hier lese, hört sich fast nach Lungenkrebs an.

    Wie kann ihre Mutter nur so egoistisch sein. Ist nicht Familie das höchste Gut, das es zu beschützen gilt. Wie kann sie da nur ihren Bruder so im Stich lassen. Für sie scheint Familie nicht zu zählen. Das macht sie mir nicht gerade sympathischer. Ausserdem wird es von Esslingen nach Laichingen nicht so weit sein, dass sie nicht mal in Laichingen vorbei schauen kann.


    Anton versucht weiterhin sein Glück bei Christel, der Tochter von Gehringers Lakai Paul Merkle. Es ist schon blöd, wenn niemand von der Schwärmerei der Beiden wissen darf. Denn ich kann mir vorstellen, dass Merkle diese Freundschaft bestimmt nicht gutheißen wird.


    Auf Alexander und besonders auf Anton macht Mimi ja großen Eindruck. Ich bin so gespannt, ob sich das Fotografengeschäft in Laichingen lohnt. Gönnen würde ich es Mimi schon deshalb, damit Onkel Josef das Geschäft nicht an Gehringer verpachten muss. Aber da Josef kein Geld mehr zu haben scheint, kann es mit dem Fotografieren nicht so geklappt haben. Naja, andererseits sind die meisten Menschen im Ort schon recht arm. Da gibt man kein Geld für Fotos aus, wenn auf der anderen Seite der Magen knurrt.


    Dass Mimi sich die Zeit für Alexander nimmt und ihm sogar den Auftrag für ihr Ladenschild gibt, finde ich sehr schön. Das tut dem Selbstbewusstsein des jungen Mannes sicher sehr gut.


    Ich finde es so krass, als Sonja von Tradition spricht, wenn die Töchter und Enkelinnen alles so weiter machen, wie die Großmütter. Jungs müssen in die Fußstapfen ihrer Väter treten. Traut sich da nie jemand auszubrechen? Da hat sich ja heutzutage gottseidank sehr viel geändert.


    Wir haben ja schon gerätselt, wie Eveline nach Laichingen gekommen ist. Nun wissen wir es – der Liebe wegen. Ich denke, wenn sie damals gewusst hätte, was auf sie zu kommt, wäre sie in Chemnitz geblieben und hätte in ihren Kreisen geheiratet. So sind ihr in gewisser Weise ihre Neugier auf das Leben und die blauen Augen von Klaus zum Verhängnis und aus ihr eine verbitterte Frau geworden.

    Aber vielleicht schafft es ja Alexander mit seinem Talent weg von der Schwäbischen Alb. Wenn er wirklich so ein Talent hat, müsste dies wirklich gefördert werden. Und ich denke, Talent ist da, sonst hätte Paul Merkle das Bild mit der Blumenranke nicht eingesteckt und Gehringer gezeigt. Vielleicht findet man diese bald auf einer hübschen Bluse oder Ähnlichem.

    Ich kann mir aber gut vorstellen, dass Klaus seinem Sohn, von dessen Malereien er nichts zu halten scheint, nie erlauben wird, das Talent zu vertiefen.

  • . Ausserdem wird es von Esslingen nach Laichingen nicht so weit sein, dass sie nicht mal in Laichingen vorbei schauen kann.

    . Ich bin so gespannt, ob sich das Fotografengeschäft in Laichingen lohnt.

    Für uns heute nicht, aber da musste man den Albtrauf rauf und dann durch tausend Käffer durch bis man da war. Im Winter war das noch schwieriger. Selbst mit dem Zug hieß das von Esslingen nach Ulm (etwa 60 km) und dann noch über die Winzdörfer unter Umständen bei schlechtem Wetter. Im Winter auf die Alb ist heute teilweise noch schwierig. Aber das ist alles kein Grund, wenn der Bruder so krank ist. Und im Mai geht das problemlos.

    Ob sich das lohnt bin ich auch gespannt.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • . Ausserdem wird es von Esslingen nach Laichingen nicht so weit sein, dass sie nicht mal in Laichingen vorbei schauen kann.

    . Ich bin so gespannt, ob sich das Fotografengeschäft in Laichingen lohnt.

    Für uns heute nicht, aber da musste man den Albtrauf rauf und dann durch tausend Käffer durch bis man da war. Im Winter war das noch schwieriger. Selbst mit dem Zug hieß das von Esslingen nach Ulm (etwa 60 km) und dann noch über die Winzdörfer unter Umständen bei schlechtem Wetter. Im Winter auf die Alb ist heute teilweise noch schwierig. Aber das ist alles kein Grund, wenn der Bruder so krank ist. Und im Mai geht das problemlos.

    Ob sich das lohnt bin ich auch gespannt.

    Das meine ich ja. Wenn mein Bruder krank irgendwo in Amerika liegen würde, würde ich alles daran setzen und einen Weg finden, zu ihm zu kommen. Mimis Mutter aber kümmert sich lieber um alles Andere. Ich finde so was schrecklich.

  • Leider muß Mimi hören, daß der Laichinger Artzt erst Anfang Mai zurückerwartet wird.

    Ich finde es schon krass, dass der Arzz ohne Vertretung einfach so eine lange Zeit nicht da ist. Was machten da die Menschen, die es sich nicht leisten konnten in Ulm, Blaubeuren oder Stuttgart einen Arzt zu konsultieren?

    Onkel Josef ist bankrott.

    Naja, das verwundert mich nun nicht wirklich. Zum einen wird er auf seiner Wanderschaft nich allzuviel auf Seite gelegt haben. Dann hat das Atelier wahrscheinlich viel Geld verschlungen. Als seine Frau krank wurde und er sie gepflegt hat, wird er hier im Ort auch keine Reichtümer verdient haben. Und seit er selbst so krank ist natürlich auch nicht.

    Paul Merkle hat eine Zeichnung von Alexander mit einer schönen Blumenranke einfach eingesteckt,

    Da bin ich fast sicher, dass die irgendwann auf irgendeiner Bluse usw. auftauchen wird. Gehringer schien sie schon zu gefallen.

    Ich fand es super, daß Mimi den Jungen zeigte, wie man Fotoplatten retuschierte.

    Das fand ich auch sehr schön. Sie schaut, wie sie den Jungen fördern kann.

    Das bringt Mimi auf die Idee, ihre Mutter auf seine Talente hinzuweisen und ihre Kontakte zur Stuttgarter Kunstschule zu nutzen. Sie war sich aber nicht sicher, ob das wirklich eine gute Idee war.

    Ich weiß nicht, ob es so klug ist, sich hier einzumischen, ohne dass die Eltern etwas davon wissen. Alexanders Mutter scheint ja allem etwas aufgeschlossener entgegenzusehen. Aber Klaus. Der ist doch in seinen dörflichen Wurzeln so gefangen, dass er ein Studium nie erlauben würde.

  • Leider muß Mimi hören, daß der Laichinger Artzt erst Anfang Mai zurückerwartet wird.

    Ich finde es schon krass, dass der Arzz ohne Vertretung einfach so eine lange Zeit nicht da ist. Was machten da die Menschen, die es sich nicht leisten konnten in Ulm, Blaubeuren oder Stuttgart einen Arzt zu konsultieren

    die hatten Pech oder verließen sich auf Hausmittel. Angesichts des Winters hat eh jeder eine gewisse hausapotheke

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Das meine ich ja. Wenn mein Bruder krank irgendwo in Amerika liegen würde, würde ich alles daran setzen und einen Weg finden, zu ihm zu kommen. Mimis Mutter aber kümmert sich lieber um alles Andere. Ich finde so was schrecklich.

    ich würde ihn eher zu mir holen, aber sicher nicht sich selbst überlassen

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Ich finde es schon krass, dass der Arzz ohne Vertretung einfach so eine lange Zeit nicht da ist. Was machten da die Menschen, die es sich nicht leisten konnten in Ulm, Blaubeuren oder Stuttgart einen Arzt zu konsultieren

    die hatten Pech oder verließen sich auf Hausmittel. Angesichts des Winters hat eh jeder eine gewisse hausapotheke

    Man mußte sich, wenn man krank war, und wenn kein Arzt da war, eben selbst helfen.

  • Das bringt Mimi auf die Idee, ihre Mutter auf seine Talente hinzuweisen und ihre Kontakte zur Stuttgarter Kunstschule zu nutzen. Sie war sich aber nicht sicher, ob das wirklich eine gute Idee war.

    Ich weiß nicht, ob es so klug ist, sich hier einzumischen, ohne dass die Eltern etwas davon wissen. Alexanders Mutter scheint ja allem etwas aufgeschlossener entgegenzusehen. Aber Klaus. Der ist doch in seinen dörflichen Wurzeln so gefangen, dass er ein Studium nie erlauben würde.

    Ich glaube, daß das Problem mit Klaus ist, daß er auch so schon genug Probleme wegen seiner Schwermut hat, was ja die ganze Familie zu spüren bekommt. Ich glaube, daß er überhaupt keine Veränderungen akzeptieren kann. Es sind nicht nur die dörflichen Wurzeln. Wahrscheinlich wäre er zugänglicher, wenn es ihm auch seelisch besser gehen würde.

  • Ich fand diesen Abschnitt sehr emotional. Eveline mit ihren derzeitigen Leben und die Rückblicke wie sie einmal gelebt hat. Onkel Josef sein Gesundheitszustand und Mimi mit ihrer jetztigen Situation, in der sie mir ein wenig überfordert vorkommt. Alle tun sie mir irgendwie leid. Auch Anton, Alexander und Christel hätten etwas anderes verdient.

    Das Mimi ihren Onkel pflegen würde, damit hat sie nicht gerechnet. Das ist nicht einfach, für jedermann ist es emotional eine Achterbahn der Gefühle. Ich finde sie macht das richtig gut und auch sehr liebevoll.

    Mimi hat sich entschieden und hat den Laden und das Atelier wieder flott gemacht. Gehringer hat sie eine Nachricht zukommen lassen, worüber er natürlich nicht erfreut gewesen ist. Mir scheint es, dass er ein wenig mit seiner Konkurrenz und seinem althergebrachten ins schleudern geraten wird.

    Mimi hat noch nie einen Haushalt führen müssen, so muss sie erkennen, wie anstrengend das alles ist. Dann die ewige Sorge um Josef, dem es immer schlechter geht. Nun spuckt er auch schon Blut, kein gutes Zeichen. Ein wenig schade, dass er zu Mimi sagte.....ich weiß gar nicht warum du dich in meine Angelegenheiten einmischt?....

    Das fand ich hart und hat Mimi einen Stich versetzt. Im Moment gibt sie ihr Leben auf und was macht die verehrte Schwester von Josef? NICHTS!!!! Sie verlässt sich anscheinend voll und ganz auf ihre Tochter. Unmöglich ist das, um so besser das Mimi ihrer Mutter einen Brief geschrieben hat.


    Noch etwas was mich wütend gemacht hat.....als Luise Neumann Mimi erzählt hat, wie oft sie versucht hat die Mutter dazu zu bewegen nach ihren Bruder zu schauen und diese sie immer wieder vertröstet hat, hat sie endlich bei mir verspielt. Unglaublich, alles scheint ihr wichtiger zu sein, nur ihre nächsten Lieben und Verwandten nicht.


    Entsetzt war ich, zu lesen das Josef bankrott ist. Wie hätte es mit ihm weitergehen sollen wenn Mimi nicht gekommen wäre?

    Richtig Anschluss findet sie auch nicht, wie denn auch wo sie nur zwischen Helene ihren Laden und dem Haus hin und her läuft.

    Gut das es da Anton und Alexander gibt:), Anton hat ordentlich die Werbetrommel geschlagen, wenn auch mit einer List. Aber so konnte Mimi die ganzen Jugendlichen, die Konfirmation haben, fotografieren. Und Alexander hat ein schönes Schild gemalt. Mimi erkennt sofort sein Talent und als Josef ihr noch den Zeichenblock zeigt ist sie ganz begeistert.

    Sie ergreift die Initiative und schickt ein paar Zeichnungen von ihm mit an ihre Mutter. Ach wie schön das wäre, wenn Alexander auf eine Kunstschule gehen könnte. Gab es zur damaligen Zeit eigentlich schon Stipendien? Denn seine Eltern werden es sich nicht leisten können, wenn sie es überhaupt erlauben würden.


    Als Eveline im Atelier war, habe ich erst gehofft, sie und Mimi könnten Freundinnen werden. Doch dann ist sie so schnell geflüchtet, weil sie völlig aufgelöst war.

    In dem Glauben es bei Klaus gut zu haben, ist sie also von zu Hause weggelaufen. Tja, das ist ordentlich in die Hose gegangen. Ob sie nie wieder mit ihren Eltern Kontakt aufgenommen hat? Sie hatte ein schönes Leben und liebevolle Eltern, doch sie fühlte sich gelangweilt und kein junger Mann konnte ihr Interesse wecken, bis sie Klaus gesehen hat und sich auf Anhieb in ihn verliebte.


    Eine schöne Geste von Mimi, Eveline die Bilder zu schenken, weil Alexander so ein schönes Bild gemalt hat.

    Ich bin gespannt ob den Leuten gefällt, dass Mimi die Bilder in der Kirche ausstellen will. Die Menschen dort scheinen sehr eigenwillig zu sein und Fremde haben da glaube ich kaum eine Chance. Sie denkt wehmütig an die Zeit als Wanderfotografin, obwohl es erst ein paar Tage sind die sie in Laichingen ist. Ich kann mir einfach nicht vorstellen daß sie sesshaft wird. Jedenfalls nicht in Laichingen, da muss schon ein Wunder geschehen. Vielleicht das sich rum spricht, dass eine berühmte Fotografin in Laichingen einen Laden hat, oder so. Aber da kommt ja noch ein Mann ins Spiel:totlach:



    Dann noch die Christel. Anton hat es nicht leicht mit ihr und ihr Vater würde eh nicht erlauben das er ihr den Hof macht. Erst ist sie von seinen Schmeicheleien und Träumereien ganz angetan und dann wendet sich das Blatt. Wollte sie etwa sagen, Gott hat vorhergesehen das sie in Laichingen versauern muss? Meine Güte, kaum auszuhalten solche Einstellungen.

    Auch als Mimi die jungen Leute fragte was sie mal werden wollen oder was ihre Träume sind, kamen immer die selben Antworten. Für Träume und Wünsche ist keine Zeit, und Arbeit wird sozusagen vererbt. Grottich, aber so war das und keiner hat sich getraut aus seiner Situation auszubrechen. Was für ein trostloses Leben. Vielleicht schafft Anton es ja auszubrechen und Alexander bekommt die Möglichkeit aus diesem Laichingen fort zu kommen.


    Nun fällt mir noch etwas ein. Die ärztliche Versorgung war katastrophal. Wenn der ansässige Arzt nicht vor Ort war, dann mussten die Menschen zusehen. Nur die Reichen konnten es sich leisten in die Stadt zu fahren. Krank sein konnte man sich nicht erlauben, das war keine Option. Ich vermute ganz stark, dass es für Josef bis Mai zu spät sein wird.

  • . Ausserdem wird es von Esslingen nach Laichingen nicht so weit sein, dass sie nicht mal in Laichingen vorbei schauen kann.

    . Ich bin so gespannt, ob sich das Fotografengeschäft in Laichingen lohnt.

    Für uns heute nicht, aber da musste man den Albtrauf rauf und dann durch tausend Käffer durch bis man da war. Im Winter war das noch schwieriger. Selbst mit dem Zug hieß das von Esslingen nach Ulm (etwa 60 km) und dann noch über die Winzdörfer unter Umständen bei schlechtem Wetter. Im Winter auf die Alb ist heute teilweise noch schwierig. Aber das ist alles kein Grund, wenn der Bruder so krank ist. Und im Mai geht das problemlos.

    Ob sich das lohnt bin ich auch gespannt.

    Ich finde aber, die Mutter ( Josefs Schwester) hatte lange genug Zeit sich um ihren Bruder zu kümmern. Ich hab da kein Verständnis. Wenn es um ihre anderen Schäfchen gegangen wäre, hätte sie alles mögliche unternommen.

  • Für uns heute nicht, aber da musste man den Albtrauf rauf und dann durch tausend Käffer durch bis man da war. Im Winter war das noch schwieriger. Selbst mit dem Zug hieß das von Esslingen nach Ulm (etwa 60 km) und dann noch über die Winzdörfer unter Umständen bei schlechtem Wetter. Im Winter auf die Alb ist heute teilweise noch schwierig. Aber das ist alles kein Grund, wenn der Bruder so krank ist. Und im Mai geht das problemlos.

    Ob sich das lohnt bin ich auch gespannt.

    Ich finde aber, die Mutter ( Josefs Schwester) hatte lange genug Zeit sich um ihren Bruder zu kümmern. Ich hab da kein Verständnis. Wenn es um ihre anderen Schäfchen gegangen wäre, hätte sie alles mögliche unternommen.

    Ja, das stimmt. Die Töchter ist ein schlechter Ersatz

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Onkel Josef ist bankrott.

    Naja, das verwundert mich nun nicht wirklich. Zum einen wird er auf seiner Wanderschaft nich allzuviel auf Seite gelegt haben. Dann hat das Atelier wahrscheinlich viel Geld verschlungen. Als seine Frau krank wurde und er sie gepflegt hat, wird er hier im Ort auch keine Reichtümer verdient haben. Und seit er selbst so krank ist natürlich auch nicht.

    Ist das nicht traurig? Er hat immer für seinen Lebensunterhalt gesorgt und lebt nun an der Armutsgrenze und keinen interessiert es. Bis auf Luise die schon vieles aus eigener Tasche bezahlt hat und ihm den Haushalt in Ordnung hielt. Und nun Mimi, die ihren Onkel in diesem Zustand auf keinen Fall alleine lassen möchte. Darum ruft sie nun die Mutter in die Pflicht, gut so.

  • Ich finde aber, die Mutter ( Josefs Schwester) hatte lange genug Zeit sich um ihren Bruder zu kümmern. Ich hab da kein Verständnis. Wenn es um ihre anderen Schäfchen gegangen wäre, hätte sie alles mögliche unternommen.

    Ja, das stimmt. Die Töchter ist ein schlechter Ersatz

    Warum ist die Tochter ein schlechter Ersatz? Sie kümmert sich liebevoll um Onkel Josef.

  • Die Zeichnung der Blumenranke von Alexander, hat mit Sicherheit Interesse bei Gehringer geweckt. Ich glaube zwar nicht, dass er Alexander beauftragen wird, aber er wird die Zeichnung als Vorlage wählen. Schön geklaut, keinen Pfennig bezahltX(


    Was ich noch schrecklich fand war, als Eveline die Treppe hinunter gestürzt war und sie die Kissen nicht fertig bekommen hat. Sie bekommt nur so wenig Geld für die fertigen. Ob es nicht nach Stückzahl bezahlt wurde. Dieser Merkel hat das Geld jedenfalls nicht abgezählt gehabt.

  • Ja, das stimmt. Die Töchter ist ein schlechter Ersatz

    Warum ist die Tochter ein schlechter Ersatz? Sie kümmert sich liebevoll um Onkel Josef.

    Natürlich, ich meine das nicht böse, aber es ist nicht die schwester. Es wäre doch eigentlich deren Pflicht. Es steht außer Frage, dass Josef keine bessere Pflege haben könnte

    Liebe Grüße


    Nadine


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    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Die Zeichnung der Blumenranke von Alexander, hat mit Sicherheit Interesse bei Gehringer geweckt. Ich glaube zwar nicht, dass er Alexander beauftragen wird, aber er wird die Zeichnung als Vorlage wählen. Schön geklaut, keinen Pfennig bezahltX(

    Ja, gell. Einfach mal kurz eingesackt

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

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    (Chin. Weisheit)

  • Die Zeichnung der Blumenranke von Alexander, hat mit Sicherheit Interesse bei Gehringer geweckt. Ich glaube zwar nicht, dass er Alexander beauftragen wird, aber er wird die Zeichnung als Vorlage wählen. Schön geklaut, keinen Pfennig bezahlt X(

    Alexander wird er bestimmt nicht als Motivzeichner einstellen. Aber die Vorlage verwenden wird er. Da bin ich mir fast sicher. Hat ihn ja nichts gekostet.

  • Die Zeichnung der Blumenranke von Alexander, hat mit Sicherheit Interesse bei Gehringer geweckt. Ich glaube zwar nicht, dass er Alexander beauftragen wird, aber er wird die Zeichnung als Vorlage wählen. Schön geklaut, keinen Pfennig bezahlt X(

    Alexander wird er bestimmt nicht als Motivzeichner einstellen. Aber die Vorlage verwenden wird er. Da bin ich mir fast sicher. Hat ihn ja nichts gekostet.

    Das glaube ich auch. Ich hoffe, das Alexander sich wehren kann, denn das geht garnicht, das der einfach die Idee einsackt, aber es passt natürlich zum Herr Gehringer

    Liebe Grüße


    Nadine


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    (Chin. Weisheit)