"Die Fotografin - Am Anfang des Weges" - Seiten 260 - 333 (Kap. 27 - 34)

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  • JanaBabsi

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  • Die Konfirmation findet statt. Aber warum muß der Pfarrer eine drohende Predigt halten? Die Konfirmation sollte ein Fest der Freude sein, ein Schritt zum Erwachsenwerden. Es wird auf Tradition gesetzt. Traditionen sind schön und gut, aber sie dürfen nicht Veränderungen ausschließen. Ohne Veränderungen droht der Stillstand. Wie sollen junge Leute mit Freude in die Zukunft blicken, wenn keine Veränderungen zugelassen werden?


    Daß Onkel Josef Tuberkulose hat, ist wirklich schlimm. Er will sie zwar wegschicken, damit sie ihm nicht beim Sterben zuschaut, aber das akzeptiert Mimi nicht. Gut so!


    Die modernen Fotografien der Konfirmanden kommen nicht überall gut an. Vor allem nicht beim Gehringer. Man darf doch nicht den mächtigen Herrn verärgern!


    Gehringer kommt auf die Idee, Onkel Josefs Laden als Ausstellungsraum nutzen zu wollen. Und das Atelier könnte er für Modenschauen nutzen.. Da beißt er aber auf Granit bei Mimi.


    Mimi bittet Luise, ihr das Kochen beizubringen. Mimi hat ja nie gelernt, einen Haushalt zu führen. Von Luise erführt sie, warum die Weber so schlecht bezahlt werden. Weil die Fabrikanten die Rohware für gutes Geld aus dem Ausland beziehen.


    Alexander ist verärgert. Auf dem Maienfest gibt es scheinbar nur Geld für seinen Vater, für Bier und Schnaps. Die Kinder können nur zuschauen.


    Auch Fritz hat es schwer. Sein Vater ist ebenfalls von der Schwermut befallen.


    Ich kann mir gut vorstellen, wie schwierig es für die Familien war, mit so wenig in ihrem Leben auszukommen. Wenn dann auch noch psychische Beschwerden dazu kamen, ist das Los um so schwerer. Die ganze Familie wird damit heruntergezogen.


    In einem Brief erklärt die Mutter nur kurz, daß bei ihnen die Hölle los war. Ist etwas bei ihnen vorgefallen? Sie läßt sich nicht weiter darüber aus.


    Es ist schön zu sehen, daß Anton von seiner Mutter etwas Geld erhält. Eigentlich möchte er seine Freundin zu einem Ausflug einladen. Schade, daß daraus nichts wird.

    Ich finde, daß Anton ein netter Kerl ist. Seine Christel macht es ihm nicht einfach!

  • Ich finde es so schön, dass Josef noch einmal mit zur Kirche gegangen ist. Bei seinem Krankheitsbild wird es wohl das letzte Mal gewesen sein, dass er zur Andacht mitgehen kann.

    Die Konfirmanden haben mir bei der Predigt des Pfarrers richtig leid getan. Was der da von der Kanzel runter lässt, finde ich dermaßen rückständig. Ich halte sehr viel von Traditionen. Aber man muss auch mit der Zeit gehen und nicht vehement versuchen, den Fortschritt aufzuhalten.

    Wie können sich die Eltern der Konfirmanden so verunsichern lassen. Alles zielt nur auf die Weberei ab. Es scheint in Laichingen nur das eine Thema zu geben. Als wenn es nichts anderes auf der Welt gäbe. Warum versuchen die Eltern nichts, damit es ihren Kindern mal besser geht. Kann man von der Tradition abbeißen? Sie scheinen das fast zu glauben.


    Ich finde es so toll, dass sich Mimi nicht davon abhalten lässt, ihrem Onkel in seinen letzten Wochen oder Monaten beistehen und ihn pflegen zu wollen. Obwohl Josef ja total dagegen ist. Aber vielleicht ist er in der Zukunft mal froh, sie hier zu haben. Das wird gerade für sie nicht einfach werden. Weil, ihre Mutter hat ja mal wieder keine Zeit wie´s scheint.


    Da liest man mal wieder, was ein bisserl frischer Wind in der Gemeinde bewirken kann. Hier ist es Mimi, die mit ihren Fotografien und ihrer erfrischenden Art die Jungs nur mit ihren Requisiten auf neue Ideen bringt. Klar, warum soll man sich immer nur mit der Idee Weber zu werden herumschlagen. Es gibt doch noch so viel anderes auf der Welt. Ich habe den Eindruck, dass die Jungs angesteckt worden sind. Aber ob sie sich trauen, diese neuen Wege auch zu gehen?


    Auf dem Maifest hat es mir richtig gut gefallen. Nur Alexander hat mir mal wieder leid getan. Für seinen Vater gibt´s Bier und Schnaps und die Kinder gehen wieder leer aus. Gut, dass ihm sein Freund ein Glas Most hinstellt. Anton, ja der blüht hier richtig auf, habe ich den Eindruck. Mit seinen Gedanken und Ideen könnte man so viel bewirken. Schön, dass seine Mutter an diesem Tag mal über ihren Schatten gesprungen ist, und die Spreisekarte erweitert hat. Den Erfolg können sie abends in der Kasse spüren. Anton ist für mich einer der Kanditaren, denen ich zutraue, dass sie die Alb verlassen und irgendwo anders seßhaft werden.


    Die feinen Leinensachen nur im Schrank liegen zu lassen finde ich so schade. Ich habe früher bei uns zuhause nie verstanden, dass es "Sonntagszeug" gab. Kleidung, die nur an Sonn-, Fest- oder Feiertagen getragen werden durfte. Oder die "gute Stube", die nur an diesen Tagen geöffnet wurde und ich mich fast nicht getraut habe, mich auf die wunderschöne rote Samtcouch zu setzen. Ich bin immer wieder dankbar, dass ich in der heutigen Zeit leben darf. Aber wer weiß, was Generationen nach uns über uns und unsere Art zu leben denken werden.


    Mimi holt sich Hilfe und Rat bei Luise. Woher soll sie auch Ahnung von Haushaltsführung und Kochen haben. Sie hat sich immer nur um das Fotografieren gekümmert. Sie hat so eine positivel erfrischende Art, die es einem schwer macht, sie nicht zu mögen. Sie strotz vor Ideen, will sich nicht unterkriegen lasse.

  • Aber warum muß der Pfarrer eine drohende Predigt halten?

    Das verstehe ich auch nicht. Auf der anderen Seite hat er nichts dagegen, dass Mimi ihre Fotografien in der Kirche verkauft. Wenn ich da am Mimis Vater denke. Der hält da schon ganz andere Reden. Aber dieser Pfarrer hier - nee, der würde mich in keinem seiner Gottesdienste sehen.

    Die modernen Fotografien der Konfirmanden kommen nicht überall gut an. Vor allem nicht beim Gehringer.

    Na klar. Gehringer will mit allen Mittel verhindern, dass Mimi in Laichingen fuß fasst. Und das klappt am besten bei seinen Arbeitern, bei denen er gegen die Fotografin hetzt. Denn wer stellt sich schon gegen seinen Arbeitgeber.

  • Die feinen Leinensachen nur im Schrank liegen zu lassen finde ich so schade. Ich habe früher bei uns zuhause nie verstanden, dass es "Sonntagszeug" gab. Kleidung, die nur an Sonn-, Fest- oder Feiertagen getragen werden durfte. Oder die "gute Stube", die nur an diesen Tagen geöffnet wurde und ich mich fast nicht getraut habe, mich auf die wunderschöne rote Samtcouch zu setzen. Ich bin immer wieder dankbar, dass ich in der heutigen Zeit leben darf. Aber wer weiß, was Generationen nach uns über uns und unsere Art zu leben denken werden.

    Bei meinen Eltern Zuhause gibt es zwei Wohnzimmer, eines für den Alltag, und die "beste Stube" für Besuch oder für Familienfeiern. Na ja, bei uns gab es ja auch sehr viel Platz. So viel Platz wäre heutzutage schon Luxus.

  • ie modernen Fotografien der Konfirmanden kommen nicht überall gut an. Vor allem nicht beim Gehringer.

    Na klar. Gehringer will mit allen Mittel verhindern, dass Mimi in Laichingen fuß fasst. Und das klappt am besten bei seinen Arbeitern, bei denen er gegen die Fotografin hetzt. Denn wer stellt sich schon gegen seinen Arbeitgeber.

    Mit der Ausnahme, daß Gehringer ja nicht Mimis Arbeitgeber ist. Da kann man sich schon was trauen.

  • Wir hatten früher zuhause eine sehr große Wohnküche in der sich das alltägliche Leben abspielte. Ins Wohnzimmer gings nur zu diesen besonderen Gelegenheiten. Ich meine mich zu erinnern, dass diese Wohnstube erst ab dem Zeitpunkt offen blieb, wo meine Eltern ihren ersten Fernseher bekamen.

  • Wir hatten früher zuhause eine sehr große Wohnküche in der sich das alltägliche Leben abspielte. Ins Wohnzimmer gings nur zu diesen besonderen Gelegenheiten. Ich meine mich zu erinnern, dass diese Wohnstube erst ab dem Zeitpunkt offen blieb, wo meine Eltern ihren ersten Fernseher bekamen.

    Das waren noch Zeiten!

  • Ach herje,die armen Buben und Mädchen. Was hat der Pfarrer sich bei einer so gruseligen Rede zu einer Konfirmation gedacht. Ich hab förmlich gesehen wie zusammengekauert die jungen Leute auf der Kirchenbank gesessen haben. Wie soll da die Zukunft schön und sonnig aussehen? Das Mimi Heimweh bekam, als sie an die Predigten ihres Vaters dachte, ist verständlich.

    Dann stellt Mimi die Fotos aus und alle waren begeistert, bist der wehrte Herr Gehringer kommt. Er macht alles schlecht und droht den Jungs keine Lehrstelle zu bekommen. Was für ein Ars......


    Das Josef sehr krank ist war klar, aber Tuberkulose, schlimmer geht es nicht. Mein Vater wäre damals ( 1948) beinahe an Kehkopfdipferie gestorben, auch eine schreckliche Erkrankung.

    Warum Josef Mimi so schnell loswerden wollte ist nun klar und ich kann es voll und ganz verstehen. Es ist die Scham, da er weiß was auf ihn zukommt wenn er ein Pflegefall ist. Josef wollte es seiner Nichte nicht zumuten. Doch Mimi hat es sich anders überlegt, sie wird bleiben und ihren Onkel pflegen. Dem muss ich meinen Respekt zollen, keine leichte Aufgabe. Ich habe lange in einem Altenpflegeheim gearbeitet und musste oft mit ansehen wie überfordert die Angehörigen waren wenn sie zu Besuch kamen. Selbst wenn viele es sich hätten leisten können ihre Liebsten zu Hause zu pflegen, so wären sie emotional nicht dazu in der Lage gewesen. Viele waren so überfordert, zu sehen wie ihre Angehörigen in Windeln im Bett liegen mussten, dass sie weinend das Haus verließen. Zu sehen wie gestandene, lebenslustige Menschen nur noch so im Bett liegen und zu nichts mehr in der Lage sind, ist schwer zu ertragen.


    Ganz mutig, sich dieser Aufgabe zu stellen, lässt sie sich von Luise das Kochen und Waschen zeigen. Ich musste schmunzeln als Luise ihr sagte, sie könne diese Arbeiten nach der Arbeit im Atelier erledigen. Sie war schon von der einen Stunde Wäsche machen fix und fertig.

    Ob sie überhaupt Aufträge im Atelier bekommt bezweifle ich mittlerweile. Denn nach dem Gespräch mit Gehringer wird er ihr, wie versprochen, das Leben zur Hölle machen. Und dieser Speichellecker Paul wird ihn dabei kräftig unterstützen. Aber seine Frau Sonja, die Mutter von Christel, ist sehr von Mimi und ihrer Arbeit angetan. Die könnte ich mit als Verbündete von Mimi vorstellen. Wenn die beiden mehr Zeit miteinander verbringen könnten, wäre es doch toll, wenn Sonja einen Frauenaufstand anzetteln würde. Jetzt geht meine Fantasie etwas mit mir durch:totlach:


    Paul ist ganz schön prüde, seine Tochter als Modell ja, aber nicht im Nachthemd. So würde Christel aber vielleicht auch einmal etwas anderes kennen lernen. Aber sie hängt so fest in Laichingen fest, dass sie Anton wieder einen Korb gibt. Nun hatte Anton die Möglichkeit sein Mädchen auszuführen und dann das. Das ist aber alles sehr festgefahren, so wie die Alten sagen......es bleibt bei dem Althergebrachten....bloß nichts Neues zulassen.


    Es hat mir das Herz gebrochen als Alexander mit seinen Schulkameraden am Tisch saß und er als einziger keinen Most hatte. Hauptsache sein Vater lässt sich voll laufen. Aber Anton hat ihm einen spendiert, dass fand ich richtig lieb von ihm.

    Jedenfalls, als Vincent, Fritz und Alexander sich unterhalten, stellen sie fest, dass sie Talente haben. Warum eigentlich nicht einen anderen Beruf erlernen. Schreiner ist ein guter Beruf und Alexander hätte in einer anderen Stadt als Zeichner bestimmt auch eine Chance. Die Kinder aus dieser Region können einem sehr leid tun.


    Anton zum Beispiel würde sogar bleiben, wenn es endlich Neuerungen im Ochsen geben würde. Er hatte da ein paar echt gute Ansätze. Aber nein, es muss alles so bleiben wie es ist. Das ist wie eine Endlosschleife in Laichingen, alles dreht sich im Kreis und das Leben zieht an den Menschen ohne Veränderungen vorbei.


    Amelie Reventlow, was für eine Frau, die soll einer verstehen. Der Brief an Mimi kurz und knapp und schon hat sie sich aus der Affäre gezogen und somit Mimi im Ungewissem gelassen.


    Was wohl der Pfingstmarkt für Mimi bringen wird, ob sie dort die Postkarten die sie so liebevoll und mit Mühe hergestellt hat, verkaufen kann?.

    Da jetzt der letzte Abschnitt kommt, und zu dem Pfingstmarkt auch welche von Ausserhalb kommen, muss ja der Mann ins Spiel kommen, der Mimi zu einer Entscheidung zwingt. Oder ist es doch einer aus dem Ort.

    Ich hatte schon die Fantasie das vielleicht ein Wanderfotograf und Mimi sich mit ihm auf Reisen begibt. Petra hat doch geschrieben, dass Mimi wieder Reisen wird.


    Die Beschreibung von dem Dunk, wo die Webstühle standen, da musste ich Mal googlen. Grauenvoll den ganzen Tag in so einem Loch zu verbringen. Kein Wunder wenn die Männer es in den Gelenken und Knochen bekamen.

  • Die feinen Leinensachen nur im Schrank liegen zu lassen finde ich so schade. Ich habe früher bei uns zuhause nie verstanden, dass es "Sonntagszeug" gab. Kleidung, die nur an Sonn-, Fest- oder Feiertagen getragen werden durfte. Oder die "gute Stube", die nur an diesen Tagen geöffnet wurde und ich mich fast nicht getraut habe, mich auf die wunderschöne rote Samtcouch zu setzen. Ich bin immer wieder dankbar, dass ich in der heutigen Zeit leben darf. Aber wer weiß, was Generationen nach uns über uns und unsere Art zu leben denken werden.

    Bei meinen Eltern Zuhause gibt es zwei Wohnzimmer, eines für den Alltag, und die "beste Stube" für Besuch oder für Familienfeiern. Na ja, bei uns gab es ja auch sehr viel Platz. So viel Platz wäre heutzutage schon Luxus.

    Wir haben auch zwei Wohnzimmer, so wie bei deinen Eltern. Viel spielt sich bei uns aber auch in der Küche ab. Aber die Häuser, wie bei uns auf den Dörfern, hatten oft zwei Stuben.

    Wenn ich da an Eveline ihr zu Hause denke, hätte ich sie am liebsten alle zu uns nach Hause geholt.

  • Da liest man mal wieder, was ein bisserl frischer Wind in der Gemeinde bewirken kann. Hier ist es Mimi, die mit ihren Fotografien und ihrer erfrischenden Art die Jungs nur mit ihren Requisiten auf neue Ideen bringt. Klar, warum soll man sich immer nur mit der Idee Weber zu werden herumschlagen. Es gibt doch noch so viel anderes auf der Welt. Ich habe den Eindruck, dass die Jungs angesteckt worden sind. Aber ob sie sich trauen, diese neuen Wege auch zu gehen

    Aber ist dir aufgefallen auf welche anfängliche Skepsis dieser frische Wind bei den Müttern angekommen ist, als sie die Requisiten geholt hatte? Es würde sogar gefragt ob es nicht Gotteslästerung ist. Oh mein Gott, die Laichingen sind vom Rest der Welt abgeschnitten und bekommen nie etwas anders zu sehen oder zu hören.

  • Die Konfirmation findet statt. Aber warum muß der Pfarrer eine drohende Predigt halten? Die Konfirmation sollte ein Fest der Freude sein, ein Schritt zum Erwachsenwerden. Es wird auf Tradition gesetzt. Traditionen sind schön und gut, aber sie dürfen nicht Veränderungen ausschließen. Ohne Veränderungen droht der Stillstand. Wie sollen junge Leute mit Freude in die Zukunft blicken, wenn keine Veränderungen zugelassen werden?

    Das ist eine ganz normale Pietisten-Predigt. Erinnere dich an das berühmte Andachtsbild "Der breite und der schmale Weg", das ich mehrmals im Roman erwähne. Für den Pfarrer und die Kirchgänger war das ganz normal.

    Lesen ist wie ein Kurzurlaub vom Alltag! <br />Viele schöne Lesestunden wünscht euch deshalb eure Urlaubsfee Petra Durst-Benning :-)

  • Die Konfirmation findet statt. Aber warum muß der Pfarrer eine drohende Predigt halten? Die Konfirmation sollte ein Fest der Freude sein, ein Schritt zum Erwachsenwerden. Es wird auf Tradition gesetzt. Traditionen sind schön und gut, aber sie dürfen nicht Veränderungen ausschließen. Ohne Veränderungen droht der Stillstand. Wie sollen junge Leute mit Freude in die Zukunft blicken, wenn keine Veränderungen zugelassen werden?

    Das ist eine ganz normale Pietisten-Predigt. Erinnere dich an das berühmte Andachtsbild "Der breite und der schmale Weg", das ich mehrmals im Roman erwähne. Für den Pfarrer und die Kirchgänger war das ganz normal.

    So gesehen richtete sich der Pietismus gegen die Aufklärer. Man wollte an Altem, Bewährten festhalten.

  • Das ist eine ganz normale Pietisten-Predigt. Erinnere dich an das berühmte Andachtsbild "Der breite und der schmale Weg", das ich mehrmals im Roman erwähne. Für den Pfarrer und die Kirchgänger war das ganz normal.

    So gesehen richtete sich der Pietismus gegen die Aufklärer. Man wollte an Altem, Bewährten festhalten.

    Tanzen, Singen, Fasching feiern - alles war verboten. Die Menschen sollten ihre ganze Kraft ihrer Arbeit und dem Gebet widmen und bloß nicht auf dumme Gedanken kommen. Erstaunlicherweise haben viele sehr erfolgreiche alteingesessene Mittelstandsunternehmen einen pietistischen Ursprung. Anstatt sich von den ersten Geschäftsgewinnen einen Porsche zu kaufen oder eine Weltreise zu machen, wurde immer alles brav wieder ins Unternehmen investiert - das zahlte sich am Ende aus.
    Ein Dorf weiter herrschte vielleicht der katholische Glauben. Und die Jugend in den pietistisch geprägten Orten lugte neidisch auf deren Fastnets-Feste ...

    Lesen ist wie ein Kurzurlaub vom Alltag! <br />Viele schöne Lesestunden wünscht euch deshalb eure Urlaubsfee Petra Durst-Benning :-)

  • Da liest man mal wieder, was ein bisserl frischer Wind in der Gemeinde bewirken kann. Hier ist es Mimi, die mit ihren Fotografien und ihrer erfrischenden Art die Jungs nur mit ihren Requisiten auf neue Ideen bringt. Klar, warum soll man sich immer nur mit der Idee Weber zu werden herumschlagen. Es gibt doch noch so viel anderes auf der Welt. Ich habe den Eindruck, dass die Jungs angesteckt worden sind. Aber ob sie sich trauen, diese neuen Wege auch zu gehen

    Aber ist dir aufgefallen auf welche anfängliche Skepsis dieser frische Wind bei den Müttern angekommen ist, als sie die Requisiten geholt hatte? Es würde sogar gefragt ob es nicht Gotteslästerung ist. Oh mein Gott, die Laichingen sind vom Rest der Welt abgeschnitten und bekommen nie etwas anders zu sehen oder zu hören.

    Ja, wenn es nach den Müttern gegangen wäre, wären die Jungs mit Leichenbittermiene stramm dagestanden und hätten sich nicht gerührt. Wie ich irgendwo schon mal geschrieben habe: Tradition gut und schön. Aber muss man sich da allem Neuen so vehement verschließen?

  • Dann stellt Mimi die Fotos aus und alle waren begeistert, bist der wehrte Herr Gehringer kommt. Er macht alles schlecht und droht den Jungs keine Lehrstelle zu bekommen. Was für ein Ars......

    Wenn ich nur den Namen lese, steigt bei mir der Groll auf.

    Es hat mir das Herz gebrochen als Alexander mit seinen Schulkameraden am Tisch saß und er als einziger keinen Most hatte.

    Da ging es mir ganz genau so.

    Wir hatten zuhause auch nicht viel. Aber meine Eltern haben lieber bei sich gespart und uns Kindern etwas zukommen lassen. Eveline macht das mit dem bisserl essen, das sie haben ja auch. Aber Klaus... Ich bin so gespannt, ob er irgendwann allein aus seiner Depression rausfinden wird.

  • So gesehen richtete sich der Pietismus gegen die Aufklärer. Man wollte an Altem, Bewährten festhalten.

    Tanzen, Singen, Fasching feiern - alles war verboten. Die Menschen sollten ihre ganze Kraft ihrer Arbeit und dem Gebet widmen und bloß nicht auf dumme Gedanken kommen. Erstaunlicherweise haben viele sehr erfolgreiche alteingesessene Mittelstandsunternehmen einen pietistischen Ursprung. Anstatt sich von den ersten Geschäftsgewinnen einen Porsche zu kaufen oder eine Weltreise zu machen, wurde immer alles brav wieder ins Unternehmen investiert - das zahlte sich am Ende aus.
    Ein Dorf weiter herrschte vielleicht der katholische Glauben. Und die Jugend in den pietistisch geprägten Orten lugte neidisch auf deren Fastnets-Feste ...

    So gesehen war es verboten, sich zu vergnügen, sich zu erfreuen. Weil Vergnügen von der Arbeit, von dem Gebet, ablenken und verführen kann.

  • Tanzen, Singen, Fasching feiern - alles war verboten. Die Menschen sollten ihre ganze Kraft ihrer Arbeit und dem Gebet widmen und bloß nicht auf dumme Gedanken kommen. Erstaunlicherweise haben viele sehr erfolgreiche alteingesessene Mittelstandsunternehmen einen pietistischen Ursprung. Anstatt sich von den ersten Geschäftsgewinnen einen Porsche zu kaufen oder eine Weltreise zu machen, wurde immer alles brav wieder ins Unternehmen investiert - das zahlte sich am Ende aus.
    Ein Dorf weiter herrschte vielleicht der katholische Glauben. Und die Jugend in den pietistisch geprägten Orten lugte neidisch auf deren Fastnets-Feste ...

    So gesehen war es verboten, sich zu vergnügen, sich zu erfreuen. Weil Vergnügen von der Arbeit, von dem Gebet, ablenken und verführen kann.

    Noch dazu muss man in Schwaben eh "schaffen" und wenn man sich vergnügt soll es so aussehen, als ob man arbeitet ^^

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)










  • So gesehen richtete sich der Pietismus gegen die Aufklärer. Man wollte an Altem, Bewährten festhalten.

    Tanzen, Singen, Fasching feiern - alles war verboten. Die Menschen sollten ihre ganze Kraft ihrer Arbeit und dem Gebet widmen und bloß nicht auf dumme Gedanken kommen. Erstaunlicherweise haben viele sehr erfolgreiche alteingesessene Mittelstandsunternehmen einen pietistischen Ursprung. Anstatt sich von den ersten Geschäftsgewinnen einen Porsche zu kaufen oder eine Weltreise zu machen, wurde immer alles brav wieder ins Unternehmen investiert - das zahlte sich am Ende aus.
    Ein Dorf weiter herrschte vielleicht der katholische Glauben. Und die Jugend in den pietistisch geprägten Orten lugte neidisch auf deren Fastnets-Feste ...

    Stimmt, die Hohenstädter gehörten zu den Grafen von Helfenstein, das war eine katholische "Insel" im evangelischen "Meer" Und unser Fasching ist ja eh der Beste...Alleine schon der Gombige Doschdig ^^ oder die Rosenmontagsumzüge mit Guggenmusik. Das ist bis heute schon toll.

    Liebe Grüße


    Nadine


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    (Chin. Weisheit)

  • Paul ist ganz schön prüde, seine Tochter als Modell ja, aber nicht im Nachthemd.

    Paul ist so ein richtiger Arschkriecher, nach oben buckeln und nach unten treten. Ich hoffe sehr, das Gehringer ihn fallen läßt und er mal merkt, wie sich sowas anfühlt.

    Liebe Grüße


    Nadine


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    (Chin. Weisheit)