"Die Fotografin - Am Anfang des Weges" - Seiten 260 - 333 (Kap. 27 - 34)

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  • Paul ist ganz schön prüde, seine Tochter als Modell ja, aber nicht im Nachthemd.

    Paul ist so ein richtiger Arschkriecher, nach oben buckeln und nach unten treten. Ich hoffe sehr, das Gehringer ihn fallen läßt und er mal merkt, wie sich sowas anfühlt.

    ......nach oben buckeln und nach unten treten. ......., Was für ein toller Spruch, der passt wie Deckel auf Topf bei Paul

  • Paul ist so ein richtiger Arschkriecher, nach oben buckeln und nach unten treten. Ich hoffe sehr, das Gehringer ihn fallen läßt und er mal merkt, wie sich sowas anfühlt.

    ......nach oben buckeln und nach unten treten. ......., Was für ein toller Spruch, der passt wie Deckel auf Topf bei Paul

    Wir befinden uns am Beginn des 20. Jahrhunderts! Nicht vergessen!

  • Beitrag von Avila ()

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  • Ups, musste meinen Beitrag löschen. Ich schaue mir zwar fünfmal die Threadüberschriften an, aber irgendwie komme ich bei dieser Runde immer durcheinander und bin mir unsicher, in welchem ich schreiben muss. rotwerd

  • So gesehen war es verboten, sich zu vergnügen, sich zu erfreuen. Weil Vergnügen von der Arbeit, von dem Gebet, ablenken und verführen kann.

    Noch dazu muss man in Schwaben eh "schaffen" und wenn man sich vergnügt soll es so aussehen, als ob man arbeitet ^^

    Das ging so weit, dass in meiner Jugend die alten Leute es nicht wagten, einfach so spazierenzugehen. Damit es recht geschäftig aussah, hatten sie immer eine Harke oder sonst ein Ackerwerkzeug über der Schulter, auch wenn sie gar nicht auf den Acker gingen ...

    Lesen ist wie ein Kurzurlaub vom Alltag! <br />Viele schöne Lesestunden wünscht euch deshalb eure Urlaubsfee Petra Durst-Benning :-)

  • Auch an dieser Stelle noch einmal:

    Ihr Lieben,

    ich danke euch von Herzen für eure schönen Beiträge von gestern. Ich habe alle gelesen, habe mich gefreut, musste hi und da schmunzeln und war mehr als einmal versucht, eine Antwort zu formulieren. Aber mir reicht die Zeit leider nicht. Ich habe jeden Abend eine Lesung diese Woche und am Wochenende die Lit.Love in München - da komme ich kaum zum durchschnaufen.

    Deshalb mein Appell an euch: Ich bin da, ich lese und höre euch. Aber ich kann mich erst wieder ab Montag einbringen.

    Seid mir net bös, gell?

    Liebe Grüße von eurer Petra

    Lesen ist wie ein Kurzurlaub vom Alltag! <br />Viele schöne Lesestunden wünscht euch deshalb eure Urlaubsfee Petra Durst-Benning :-)

  • Ups, musste meinen Beitrag löschen. Ich schaue mir zwar fünfmal die Threadüberschriften an, aber irgendwie komme ich bei dieser Runde immer durcheinander und bin mir unsicher, in welchem ich schreiben muss. rotwerd

    Das geht mir auch so, da dieses Mal nicht die Abschnitte davor stehen. Ich musste auch genau hinschauen:totlach:

  • Noch dazu muss man in Schwaben eh "schaffen" und wenn man sich vergnügt soll es so aussehen, als ob man arbeitet ^^

    Das ging so weit, dass in meiner Jugend die alten Leute es nicht wagten, einfach so spazierenzugehen. Damit es recht geschäftig aussah, hatten sie immer eine Harke oder sonst ein Ackerwerkzeug über der Schulter, auch wenn sie gar nicht auf den Acker gingen ...

    Deshalb gibt es hier die kehrwoche😁

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Der Arzt ist zurück und Mimi muss endlich den Tatsachen ins Gesicht sehen. Ihrem Onkel ist nicht mehr zu helfen, sie kann nur noch für ihn da sein.

    Am Tag der Konfirmation läuft Mimis Ausstellung mit den Bildern eigentlich gut, bis dann Gehringer auftaucht und dumme Kommentare abgibt. Schon kippt die ganze Stimmung und keiner traut sich mehr, zu sagen, dass die Bilder schön sind und das wirkt sogar über diesen Tag hinaus.


    Gehringer versucht noch einmal an das Atelier zu kommen, doch da kommt er Mimi gerade recht. Ihr wird nun klar, was sie zu tun hat. Aber sie weiß auch, dass sie ihre hausfraulichen Fähigkeiten schulen muss. Es ist aber schön, dass sie ihre Schwächen erkennt und offensiv damit umgeht.


    Luise hat so lange gespart, um sich Wäsche zu kaufen, die sie nie nutzen wird. Schon verrückt.


    Beim Maienfest stellt sich heraus, dass außer Alexander auch andere Jungen besondere Begabungen haben, aber sich nicht trauen, vom vorgegebenen Weg abzuweichen. Doch Gedanken machen sie sich schon.


    Anton erhält endlich einmal Anerkennung von seiner Mutter, dafür verscherzt er es sich aber mit Christel. Deren Stimmungen schlagen immer wieder schnell um.

  • Beim Maienfest stellt sich heraus, dass außer Alexander auch andere Jungen besondere Begabungen haben, aber sich nicht trauen, vom vorgegebenen Weg abzuweichen. Doch Gedanken machen sie sich schon.


    Anton erhält endlich einmal Anerkennung von seiner Mutter, dafür verscherzt er es sich aber mit Christel. Deren Stimmungen schlagen immer wieder schnell um.

    Ich hoffe sehr, dass die Jungs sich noch trauen, ihrem Weg zu folgen. Diesbezüglich ist Mimi ja ein gutes Beispiel.

    Christel ist ein verwöhntes, launisches Biest, die nur nach sich selbst guckt.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Die modernen Fotografien der Konfirmanden kommen nicht überall gut an. Vor allem nicht beim Gehringer. Man darf doch nicht den mächtigen Herrn verärgern!

    Ich glaube das eigentliche Problem ist, dass die Fotografien beim Herrn Gehringer sehr gut ankommen. Er sieht Mimis Talent und würde sicherlich auch gerne ihre Dienste in Anspruch nehmen, aber leider fotografiert sie am falschen Ort, nämlich an dem Ort, den er gerne für seine Geschäfte haben will und deswegen torpediert er sie. Wenn er selbst denken würde, sie wäre nicht gut, dann müsste er sich gar nicht ärgern und Mimi nicht klein reden. Dazu bestärkt Mimi die jungen Leute darin, sich zu überlegen, was SIE wirklich vom Leben wollen und nicht, was die Eltern wollen. Das kann dem Gehringer natürlich nur gegen den Strich gehen, weil er die Jungs in seiner Weberei braucht. Was passiert wohl mit seiner Firma, wenn der Nachwuchs ausbleibt?


    DieKonfirmanden haben mir bei der Predigt des Pfarrers richtig leidgetan. Was der da von der Kanzel runter lässt, finde ich dermaßenrückständig. Ich halte sehr viel von Traditionen. Aber man mussauch mit der Zeit gehen und nicht vehement versuchen, den Fortschrittaufzuhalten.

    Die Kirche ist selbst heute nicht dafür bekannt, besonders fortschrittlich zu sein. Mal davon abgesehen, ist der Pfarrer so voll bei der Linie von Herrn Gehringer. Das kann für ihn wohl auch nur vorteilhaft sein...


    Diefeinen Leinensachen nur im Schrank liegen zu lassen finde ich soschade.

    Schlimm, was? Denn besser werden die Leinen im Schrank ja auch nicht, wenn man sie gar nicht benutzt. Und was nützt das ganze Geld, das man darein gesteckt hat, wenn man die Sachen nicht benutzt? Wenn man es wenigstens an Sonn- und Feiertagen nutzen würde, aber so ist es ja völlig vergeudet...


    Ob sie überhaupt Aufträge im Atelier bekommt bezweifle ich mittlerweile. Denn nach dem Gespräch mit Gehringer wird er ihr, wie versprochen, das Leben zur Hölle machen.

    Das frage ich mich auch. Die Leute haben eh schon nicht viel Geld und nun werden sie vom Gehringer auch noch eingeschüchtert, so dass die Barriere immer größer wird. Manchmal frage ich mich, warum Mimi nicht trotzdem auswärtige Aufträge annimmt, die in der Nähe liegen. Dann ist sie zwar mal zwei, drei Tage fort, aber immerin würde so wieder ein wenig Geld 'rein kommen und sie verschwindet nicht von der Bildfläche und kann weiter von sich reden machen.


    Paul ist ganz schön prüde, seine Tochter als Modell ja, aber nicht im Nachthemd.

    Ich empfinde Paul eigentlich gar nicht als prüde in diesem Punkt. Er will seine Tochter beschützen und es wäre ein kleiner Skandal, wenn seine Tochter im Nachthemd Modell ist. Er will sie nicht in Verruf bringen und sie nur für seinen Chef hergeben. Er wideretzt sich dem Gehringer da und das hat mir eher Respekt abverlangt.


    Jedenfalls, als Vincent, Fritz und Alexander sich unterhalten, stellen sie fest, dass sie Talente haben. Warum eigentlich nicht einen anderen Beruf erlernen. Schreiner ist ein guter Beruf und Alexander hätte in einer anderen Stadt als Zeichner bestimmt auch eine Chance. Die Kinder aus dieser Region können einem sehr leid tun.

    Eine schöne Szene! Und ich hoffe, sie schöpfen da wirklich ein wenig Mut 'raus. Mimis Fotografien wirken auf jeden Fall schon (wenn Gehringer das wüsste!) und ich denke, eine Lehre als Schreiner kann man sicherlich auch gut bekommen in Ulm. Und dagegen lässt sich absolut nichts einwenden. Ich hoffe sehr, dass Vincent es schafft, diesen Weg einzuschlagen.

  • Daß Onkel Josef Tuberkulose hat, ist wirklich schlimm. Er will sie zwar wegschicken, damit sie ihm nicht beim Sterben zuschaut, aber das akzeptiert Mimi nicht. Gut so!

    Hmmm ... für mich stand zwar auch von Anfang an Tuberkulose im Raum, aber hätte nicht gedacht, dass es wirklich zutreffend ist. Tuberkulose ist doch hoch ansteckend und Mimi kam bisher ja mit allem in Berührung, was Josef so umgibt. Ich gehe davon aus, dass Mimi sich nicht ansteckt/angesteckt hat, denn dann gäbe es nicht noch 4 weitere Bände ihrer Geschichte. :totlach:


    Die Gedanken, die sich sowohl Mimi als auch Josef machen, sind ja durchaus zutreffend. Mimi muss Josef ab einem gewissen Punkt komplett versorgen, incl. waschen/Po abwischen etc. Dass man das seiner Nichte nicht zumuten möchte, kann ich verstehen. Dass Mimi sich nicht abwehren lässt, ringt mir ein gewisses Maß an Hochachtung ab. Ich könnte das nicht. Ich hoffe und bete, dass ich niemals einen Verwandten pflegen muss. :o


    Ich vermute auch, dass es Josef nicht mehr lange gut gehen wird und so fand ich es schön, dass er noch zur Konfirmation in die Kirche gegangen ist. Allerdings musste er diese ja auch vorzeitig verlassen. Wahrscheinlich wird er bald sein Dasein in seinem Zuhause fristen. Schade, ich hätte ihm gewünscht, dass man seine Krankheit aufhalten/heilen kann. Er hat das Leben von Mimi geprägt und ich glaube, er könnte ihr noch ganz viel beibringen.


    Die modernen Fotografien der Konfirmanden kommen nicht überall gut an. Vor allem nicht beim Gehringer. Man darf doch nicht den mächtigen Herrn verärgern!

    Oh, ich glaube, dass die modernen Fotografien beim Gehringer sehr wohl gut ankommen. Er erkennt mit Sicherheit auf Anhieb ihr Talent, genau so wie er in der Zeichnung von Alexander Potential gesehen hat. Aber .. in beiden Fällen könnte er das nicht zugeben, dann würde er sich doch selbst den Ast absägen, auf dem er sitzt. Der Gehringer muss gegen Mimi schiessen, sonst hätte er bald das ganze Dorf gegen sich. Also droht er den Jungs mit dem Entzug von Lehrstellen, das schüchtert ein.


    Ja, wenn es nach den Müttern gegangen wäre, wären die Jungs mit Leichenbittermiene stramm dagestanden und hätten sich nicht gerührt. Wie ich irgendwo schon mal geschrieben habe: Tradition gut und schön. Aber muss man sich da allem Neuen so vehement verschließen?

    Letztendlich haben die Mütter der Fotografie mit den Requisiten aber doch zugestimmt und ich glaube, die Fotos haben allen gefallen. Bis der Gehringer anfing Stimmung zu machen. In dem Fall haben die Mütter sich dem Neuen ja nicht vehement verschlossen, sie wurden dann aber so verunsichert, dass sie glaubten alles falsch gemacht zu haben.


    Von Luise erführt sie, warum die Weber so schlecht bezahlt werden. Weil die Fabrikanten die Rohware für gutes Geld aus dem Ausland beziehen.

    Ich bin sicher, dass der Gehringer auch nicht mehr bezahlen würde, wenn sie den selbst angebauten Flachs verwenden könnten. Aber es ist natürlich doof, dass sie fremd einkaufen müssen und den eigenen Anbau nicht nutzen können.


    Was wohl der Pfingstmarkt für Mimi bringen wird, ob sie dort die Postkarten die sie so liebevoll und mit Mühe hergestellt hat, verkaufen kann?.

    Das glaube ich schon. Sie kann ja was, ohne Frage.


    Da jetzt der letzte Abschnitt kommt, und zu dem Pfingstmarkt auch welche von Ausserhalb kommen, muss ja der Mann ins Spiel kommen, der Mimi zu einer Entscheidung zwingt. Oder ist es doch einer aus dem Ort.

    Ich denke, dass Hannes auf dem Weg ist und bald in Laichingen eintreffen wird. <3


    Ich finde, daß Anton ein netter Kerl ist. Seine Christel macht es ihm nicht einfach!

    Ich empfinde Christel als schrecklich. Ich weiß aber auch nicht, warum Anton mit ihr zusammen ist. Liebt er sie oder ist es ihre Schönheit, die ihn fesselt? Wenn er etwas werden möchte, muss er sich von ihr verabschieden, da bin ich sicher.


    Bei meinen Eltern Zuhause gibt es zwei Wohnzimmer, eines für den Alltag, und die "beste Stube" für Besuch oder für Familienfeiern.

    Ich bin 1965er Jahrgang und ich kenne das nicht mit den zwei Wohnzimmern.

    Selbst meine Großeltern hatten nur 1 Wohnzimmer und das wurde immer genutzt.

    Vielleicht lag es am mangelnden Platzangebot.


    So, jetzt geht es in den letzten Abschnitt und ich bin schon traurig, dass wir Mimi bald verlassen müssen und dann sooooooooo lange bis zur Fortsetzung warten müssen. :(

  • Was passiert wohl mit seiner Firma, wenn der Nachwuchs ausbleibt?

    Ich glaube, dass Gehringer über Kurz oder Lang sowieso ein Problem hat - wenn er nicht modernisiert, dann bleiben die Kunden weg, wie man am Gespräch mit dem Einkäufer weiter vorher sehen kann. Der hat schon nur 70 % seiner Bestellung vom Vorjahr aufgegeben, wenn Gehringer bei seinem Althergebrachten bleibt, wird sich das nicht verbessern. Gehringer weiß also, dass er in Zugzwang ist. Fehlender Nachwuchs ist also nicht sein einziges Problem.


    Ich empfinde Paul eigentlich gar nicht als prüde in diesem Punkt. Er will seine Tochter beschützen und es wäre ein kleiner Skandal, wenn seine Tochter im Nachthemd Modell ist. Er will sie nicht in Verruf bringen und sie nur für seinen Chef hergeben. Er wideretzt sich dem Gehringer da und das hat mir eher Respekt abverlangt.

    Das fand ich auch gut. Er macht ja alles für seinen Chef, aber hier hört es dann aber auch auf. :daumen:

  • Die Konfirmation findet statt. Aber warum muß der Pfarrer eine drohende Predigt halten? Die Konfirmation sollte ein Fest der Freude sein, ein Schritt zum Erwachsenwerden.

    Ich denke, dass er solche Predigten auch hält, damit die Traditionen gewahrt bleiben und keiner aufmuckt. Vielleicht handelt er da sogar mit im Interesse von Gehringer.

    Alexander ist verärgert. Auf dem Maienfest gibt es scheinbar nur Geld für seinen Vater, für Bier und Schnaps. Die Kinder können nur zuschauen.

    Depression hin und her, die Familie ist arm und muss oft hungern, aber Geld fürs Saufen ist da. Da hört dann das Verständnis auf.

    Ich finde, daß Anton ein netter Kerl ist.

    Ein Hans Dampf, aber ich mag ihn auch.

    Wiekönnen sich die Eltern der Konfirmanden so verunsichern lassen.Alles zielt nur auf die Weberei ab.

    Sie haben Angst. Wenn der Gehringer ihnen keine Arbeit gibt, dass wird die Armut noch größer. Sie sind darauf angewiesen, dass auch die Kinder später von Gehringer beschäftigt werden und wenn der nicht will...

    Ich musste schmunzeln als Luise ihr sagte, sie könne diese Arbeiten nach der Arbeit im Atelier erledigen. Sie war schon von der einen Stunde Wäsche machen fix und fertig.

    So ist es wohl immer, wenn man mit Ungewohntem beschäftigt wird.

    Ein Dorf weiter herrschte vielleicht der katholische Glauben. Und die Jugend in den pietistisch geprägten Orten lugte neidisch auf deren Fastnets-Feste ...

    Das war bei uns im Dorf vor gar nicht langer Zeit ähnlich. Der evangelische Pfarrer hat zu seinen Kindern noch einige angenommen, aber die durften sich alle Karneval nicht verkleiden. Dabei sind wir im Rheinland.

    Gehringer weiß also, dass er in Zugzwang ist. Fehlender Nachwuchs ist also nicht sein einziges Problem.

    So ist das, wenn nur eins wichtig ist, nämlich die Tradition zu wahren.

  • Dabei wären die Eltern die Einzigen die tatsächlich Druck ausüben könnten, wenn das jetzt die Kinde rmachen dauert es halt länger. Ich glaube allerdings das Gehringer mit seiner Firma auf die Nase fallen wird. Denn das ganze Gebiet hier war entweder in der Textilindustrie oder der Papierherstellung beschäftigt, wobei Textil den weitaus größten Anteil darstellte. Und heute? Hat es sich völlig gewandelt und das gibt es hier eigentlich nicht mehr.

    Ich finde Anton komisch. Auf der einen Seite so freundlich, aufgeschlossen und dann wieder so berechnend und manipulativ. Ich weiß nicht....

    Liebe Grüße


    Nadine


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    (Chin. Weisheit)

  • Ups, musste meinen Beitrag löschen. Ich schaue mir zwar fünfmal die Threadüberschriften an, aber irgendwie komme ich bei dieser Runde immer durcheinander und bin mir unsicher, in welchem ich schreiben muss. rotwerd

    :five:Geht mir auch so. Zugegebenermaßen ist für mich eine Nummerierung der einzelnen Abschnitte einfacher. Daher gleiche ich die Kapitelangaben auch immer zweimal ab... Und trotzdem ging es mir schon wie Dir und ich musste meinen Text nochmal rauslöschen.:spinnen:

  • Das ging so weit, dass in meiner Jugend die alten Leute es nicht wagten, einfach so spazierenzugehen. Damit es recht geschäftig aussah, hatten sie immer eine Harke oder sonst ein Ackerwerkzeug über der Schulter, auch wenn sie gar nicht auf den Acker gingen ...

    Wahnsinn, oder? Ein Spaziergang wurde schon als völlig unnötiger Müßiggang gewertet! Wenn man mal bedenkt, wie schwer die Menschen damals geschuftet haben und sich dann nicht einmal ein klein wenig Entspannung gegönnt haben... eigentlich ist es mir ein Rätsel, dass die Leute dennoch schon recht alt wurden.

  • Das ging so weit, dass in meiner Jugend die alten Leute es nicht wagten, einfach so spazierenzugehen. Damit es recht geschäftig aussah, hatten sie immer eine Harke oder sonst ein Ackerwerkzeug über der Schulter, auch wenn sie gar nicht auf den Acker gingen ...

    Wahnsinn, oder? Ein Spaziergang wurde schon als völlig unnötiger Müßiggang gewertet! Wenn man mal bedenkt, wie schwer die Menschen damals geschuftet haben und sich dann nicht einmal ein klein wenig Entspannung gegönnt haben... eigentlich ist es mir ein Rätsel, dass die Leute dennoch schon recht alt wurden.

    Naja, das hängt halt auch mit der schwäbischen Mentalität zusammen

    Liebe Grüße


    Nadine


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    (Chin. Weisheit)

  • Der Arzt ist zurück und Mimi muss endlich den Tatsachen ins Gesicht sehen. Ihrem Onkel ist nicht mehr zu helfen, sie kann nur noch für ihn da sein.

    Also tatsächlich Tuberkulose. Dazu noch in einem weit fortgeschrittenen Stadium, so dass der Arzt sogar relativ überrascht ist, Josef Stöckle noch am Leben zu wissen. Oh je, oh je.

    Ich hoffe sehr, dass Mimis Onkel nicht allzu sehr leiden muss, sondern einfach friedlich einschlafen kann. Zumal er mit der Situation nun doch sehr zufrieden scheint, nicht wahr? So muss er wahrscheinlich doch nicht alleine sterben.

    Am Tag der Konfirmation läuft Mimis Ausstellung mit den Bildern eigentlich gut, bis dann Gehringer auftaucht und dumme Kommentare abgibt. Schon kippt die ganze Stimmung und keiner traut sich mehr, zu sagen, dass die Bilder schön sind und das wirkt sogar über diesen Tag hinaus.

    Gehringer ist ein wirklich widerlicher Kerl! Er fühlt sich als König von Laichingen - nicht nur, weil ihn die Dorfbewohner so devot behandeln, sondern weil er sich auch selbst für den Größten hält. Sicher, er schafft Arbeitsplätze, aber seinen Gewinn macht er auch auf dem Rücken seiner Arbeiter*innen... Und Luise rechtfertigt die erbärmlichen Löhne der Weber auch noch mit den Kosten für den Flachs, der aus dem Ausland beschafft werden muss! Ein ewiger Kreislauf aus Profit, Gewinnmaximierung und denjenigen, die ganz unten auf der Treppe stehen...

    Dass der Gehringer aber niemandem anderen ein klein wenig Erfolg gönnt, zeugt von seinem schlechten Charakter. Er macht sich nicht nur über die Konkurrenz wie Morlock lustig, sondern auch noch über Mimi Reventlow, die ihm nicht einmal irgendetwas streitig machen könnte. Er nutzt dabei auch noch so scheinheilige Argumente wie christliche Werte - wo sind die denn, wenn es um die unbezahlten Überstunden seiner Arbeiter*innen angeht? All das nur aus Rache, weil Mimi es gewagt hat, ihn in Helenes Laden an seine Kinderstube zu appellieren. Und weil sie sein "Geschäft" mit Josef vereitelt hat... Was für ein blöder Kerl, dieser Gehringer! Wahrscheinlich wird er immer auf der Gewinnerstraße bleiben, dennoch würde ich ihm mal einen ordentlichen Schuss vor den Bug gönnen.

    Gehringer versucht noch einmal an das Atelier zu kommen, doch da kommt er Mimi gerade recht. Ihr wird nun klar, was sie zu tun hat. Aber sie weiß auch, dass sie ihre hausfraulichen Fähigkeiten schulen muss. Es ist aber schön, dass sie ihre Schwächen erkennt und offensiv damit umgeht.

    Da bin ich gespalten. Ich hätte es toll gefunden, wenn eine Frau wie Mimi solche Fähigkeiten gar nicht erlernen muss - wenn sie es nicht selbst wünscht. Nun aber zwingen sie die Umstände und die Liebe zu ihrem Onkel. Ein besserer Grund als eine nicht hundertprozentig gewollte Ehe, schon klar, aber eine Lösung, die allen ihre Freiheiten gelassen hätte, würde mir doch deutlich besser gefallen. Ist aber utopisch, ich weiß!

    Die Szenen mit Luise fand ich jedenfalls gelungen - diese Mimik der Nachbarin, irgendwo zwischen Schmunzeln und blankem Erstaunen!:totlach:

    Luise hat so lange gespart, um sich Wäsche zu kaufen, die sie nie nutzen wird. Schon verrückt.

    Völlig bekloppt. Ist vermutlich so ein Statusding, oder? Heutzutage leisten sich manche Menschen eben ein dickes Auto, das vor der Tür steht und auch etwas aussagt... Die gute Wäsche, die einfach nur im Schrank liegt, scheint da fast noch sinnloser.

    Beim Maienfest stellt sich heraus, dass außer Alexander auch andere Jungen besondere Begabungen haben, aber sich nicht trauen, vom vorgegebenen Weg abzuweichen. Doch Gedanken machen sie sich schon.

    Und ich hoffe so sehr, dass der ein oder andere noch die Gelegenheit hat, aus seinem Talent einen Beruf zu machen! Die Jungs sind toll und ich würde es jedem von ihnen gönnen, nicht nur das eigene Können bestätigt zu sehen, sondern auch aus den alten Traditionen auszubrechen, wenn sie es wollen.

    Hannes hat Laichingen auch den Rücken gekehrt, vielleicht wagt noch jemand diesen Schritt und schafft sich so eine andere Möglichkeit?

    Anton erhält endlich einmal Anerkennung von seiner Mutter, dafür verscherzt er es sich aber mit Christel. Deren Stimmungen schlagen immer wieder schnell um.

    Christel ist eine Pflaume, sorry. Ich denke, dass sie super oberflächlich ist und eigentlich den lieben langen Tag nur hören möchte, was für ein entzückendes Wesen sie ist. Aber ich lasse mich selbstverständlich sehr gerne vom Gegenteil überzeugen!;)

  • Wahnsinn, oder? Ein Spaziergang wurde schon als völlig unnötiger Müßiggang gewertet! Wenn man mal bedenkt, wie schwer die Menschen damals geschuftet haben und sich dann nicht einmal ein klein wenig Entspannung gegönnt haben... eigentlich ist es mir ein Rätsel, dass die Leute dennoch schon recht alt wurden.

    Naja, das hängt halt auch mit der schwäbischen Mentalität zusammen

    Ja, ich weiß. Meine Großeltern waren auch so ein Kaliber. Auch meine Mutter meint heute noch, dass sie erst die Beine hochlegen darf, wenn sie wirklich alles erledigt hat. Trotz Schmerzen und der Tatsache, dass man nicht jeden Tag alles putzen muss.:o