"Die Fotografin - Am Anfang des Weges" - Seiten 260 - 333 (Kap. 27 - 34)

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  • Ich finde Anton komisch. Auf der einen Seite so freundlich, aufgeschlossen und dann wieder so berechnend und manipulativ. Ich weiß nicht....

    So habe ich es noch nicht gesehen. Vielleicht ist es nur seine verzweifelte Art so sein Leben einen anderen Sinn zu geben. Er möchte so viel und sieht doch keinen Ausweg, da kann man schon mal berechnend und manipulativ werden:)

  • Ich finde Anton komisch. Auf der einen Seite so freundlich, aufgeschlossen und dann wieder so berechnend und manipulativ. Ich weiß nicht....

    So habe ich es noch nicht gesehen. Vielleicht ist es nur seine verzweifelte Art so sein Leben einen anderen Sinn zu geben. Er möchte so viel und sieht doch keinen Ausweg, da kann man schon mal berechnend und manipulativ werden:)

    Ja, so sehe ich das auch: Anton versucht mit den geringen Mitteln, die er zur Verfügung hat, den Lauf der Dinge zu beeinflussen. Einmal wahrgenommen werden - mit all seinen Träumen, das wäre für ihn schon schön und dennoch interessieren sich weder seine Eltern noch Christel wirklich für ihn. Seine Menschenkenntnis funktioniert sehr gut, als er auf Mimi aufmerksam wird...

    Jedenfalls flunkert er hie und da mal, aber etwas Schlimmes oder Schlechtes fabriziert er dabei in meinen Augen nicht.

  • Ich hoffe sehr, dass Mimis Onkel nicht allzu sehr leiden muss, sondern einfach friedlich einschlafen kann. Zumal er mit der Situation nun doch sehr zufrieden scheint, nicht wahr? So muss er wahrscheinlich doch nicht alleine sterben.

    Josef ist so ein lieber Mensch, das wünsche ich ihm auch wirklich von Herzen. Und vorher vielleicht noch den ein oder anderen schönen Tag, den Mimi ihn hoffentlich bescheren kann.


    Dass der Gehringer aber niemandem anderen ein klein wenig Erfolg gönnt, zeugt von seinem schlechten Charakter. Er macht sich nicht nur über die Konkurrenz wie Morlock lustig, sondern auch noch über Mimi Reventlow, die ihm nicht einmal irgendetwas streitig machen könnte.

    Ganz schlimm dieser Mann. Mimi vereitelt ihm seine Geschäfte und stellt sich ihm in den Weg. Das reicht ihm alleine schon aus, um sie nun zu boykottieren.X(


    Völlig bekloppt. Ist vermutlich so ein Statusding, oder? Heutzutage leisten sich manche Menschen eben ein dickes Auto, das vor der Tür steht und auch etwas aussagt... Die gute Wäsche, die einfach nur im Schrank liegt, scheint da fast noch sinnloser.

    Oder wie Hochzeitsporzellan, das im Schrank steht. Mit all den Sachen kann ich nicht viel anfangen. Protzen war noch nie meins. ;)


    Christel ist eine Pflaume, sorry. Ich denke, dass sie super oberflächlich ist und eigentlich den lieben langen Tag nur hören möchte, was für ein entzückendes Wesen sie ist. Aber ich lasse mich selbstverständlich sehr gerne vom Gegenteil überzeugen! ;)

    Ich teile deine Einschätzung total. Schön und dumm oder schön dumm. :teufel:

  • Denn das ganze Gebiet hier war entweder in der Textilindustrie oder der Papierherstellung beschäftigt, wobei Textil den weitaus größten Anteil darstellte. Und heute? Hat es sich völlig gewandelt und das gibt es hier eigentlich nicht mehr.

    Auch in unserer Stadt war die Textilindustrie einmal vorherrschend und es ist nichts mehr davon geblieben. Dann war einiges an Maschinenindustrie, auch das gibt es kaum noch. Letzt ist Logistik hier ganz groß. So ändert sich alles.

    Er macht sich nicht nur über die Konkurrenz wie Morlock lustig, sondern auch noch über Mimi Reventlow, die ihm nicht einmal irgendetwas streitig machen könnte.

    Ich glaube schon, dass ihm Mimi etwas streitig machen kann. Wenn sie erfolgreich ist, dann hat er nicht mehr alleine das Ansehen. Mimis "rebellische" Art hat ja schon die Jungen begeistert, je mehr Menschen erkennen und anerkennen, was sie tut, umso mehr muss er fürchten, dass jemand gegen ihn aufmuckt.

    Da bin ich gespalten. Ich hätte es toll gefunden, wenn eine Frau wie Mimi solche Fähigkeiten gar nicht erlernen muss - wenn sie es nicht selbst wünscht.

    Schön wäre es. Aber ich denke, dass solche Fähigkeiten auch nicht schaden, wenn man nur für sich sorgt und beruflich erfolgreich ist. Das Leben kann sich immer ändern.

  • Ihr Lieben,

    mir geht echt das Herz auf, wenn ich eure reflektierten klugen feinfühligen Beiträge lese. Ich denke, an so mancher von euch ist eine Schriftstellerin verlorengegangen. Es ist schön für mich, zu erleben, wie ihr kleine Sätze, die ich quasi im Text versteckt habe, doch findet und wertet, so wie ich sie mir gedacht habe. Ein Text muss nicht immer KRACHBUMM!!! machen, um zu wirken, er kann auch ganz schlicht und leise daherkommen.

    Dass dies so ist in einer Welt der plakativen Überschriften und vorformulierten Bestseller, empfinde ich als Wohltat.

    Ich danke euch!

    Eure Petra

    Lesen ist wie ein Kurzurlaub vom Alltag! <br />Viele schöne Lesestunden wünscht euch deshalb eure Urlaubsfee Petra Durst-Benning :-)

  • Er macht sich nicht nur über die Konkurrenz wie Morlock lustig, sondern auch noch über Mimi Reventlow, die ihm nicht einmal irgendetwas streitig machen könnte.

    Ich glaube schon, dass ihm Mimi etwas streitig machen kann. Wenn sie erfolgreich ist, dann hat er nicht mehr alleine das Ansehen. Mimis "rebellische" Art hat ja schon die Jungen begeistert, je mehr Menschen erkennen und anerkennen, was sie tut, umso mehr muss er fürchten, dass jemand gegen ihn aufmuckt.

    Ich glaube, er fürchtet, das sich die Jungen nichts mehr sagen lassen und auch nicht mehr ausbeuten lassen. Jetzt muss ihm jeder dankbar sein und er allein bestimmt über Wohl und Wehe einer Familie.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)