"Die Fotografin - Am Anfang des Weges" - Seite 334 bis Ende (ab Kap. 35 - Ende)

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  • JanaBabsi

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  • Für Anton war der Besuch in Ulm mit Mimi etwas ganz besonderes So viele schöne Eindrücke! Er ist auch beeindruckt von Mimi. Ja, sie ist eine starke Frau, die weiß, was sie will.


    Die Männer in der Fabrik mußten mehr arbeiten, weil es Großaufträge gab. Dann mußten die Frauen ohne die Männer auskommen bzw. auch noch ihre Arbeit mit übernehmen.


    Jetzt erfahren wir auch, warum Eveline nie zurück nach Hause gegangen ist. Ihr Vater wollte nichts mehr von ihr wissen. Das ist schon sehr traurig!


    Eveline versucht ihr Bestes zu geben. Das Fett scheint nicht gut zu sein, ebenso die Eier. Aber die Not zwingt dazu, das Essen trotzdem anzubieten. Das mit dem Schimmel auf der Marmelade, der einfach großzügig abgenommen wird, kenne ich noch von meiner Oma. Danke, daß ich es heute besser weiß!


    Jetzt empfinde ich Mimis Mutter aber allmählich als unmöglich. Josef geht es sehr schlecht und ihr fällt nichts Besseres ein, als sich noch intensiver in ihre Wohltätigkeit und Frauenbewegung zu stürzen!


    Ein klitzekleiner Pluspunkt: Sie hat sich wegen der Kunstschule und Alexander eingesetzt.

    Eveline erklärt Mimi, daß ihr Mann Klaus niemals erlauben würde, daß Alexander zur Kunstschule geht.


    Alexander will sich die Chance von seinem Vater nicht kaputtmachen lassen.

    Daß Klaus sagt, daß Eveline sich wie eine Hure bei der Fotografin anbiedert, ist wirklich unmöglich. Leider ist sein aggressives Auftreten, seine Distanziertheit, ein deutliches Zeichen seiner Depression.


    Gehringer gefällt es nicht, daß es in der Fabrik nicht 100%-ig so läuft, wie er es gerne hätte. Er will sich nicht mehr an das Generationenversprechen, das besagt, daß - wenn ein Vater in der Fabrik arbeitet - auch sein Sohn dort arbeiten kann, halten. Das nennt man Unternehmermacht!


    Der Pfingstmarkt ist eine große Attraktion. Auch Mimi ist in ihrem Element. Ihre Postkarten laufen sehr gut.


    Und dann kommt Hannes/Johann nach Laichingen zurück! Ich mag gar nicht daran denken, daß das allergrößtes Konflikt mit sich bringen wird. Eveline weiß ja nicht, daß Mimi Hannes/Johann schon kennt.


    Was Anton und Alexander wohl wegen Stuttgart aushecken werden? Hoffentlich tun sie nichts Unüberlegtes!


    Es ist schade, daß die Geschichte für den Augenblick schon zuende ist. Ich hätte so gerne weitergelesen!

  • Es ist schade, daß die Geschichte für den Augenblick schon zuende ist. Ich hätte so gerne weitergelesen!

    Und auch hier, meine Lieben, bin ich genau wie mit der Wahl meines Schauplatzes wieder volles Risiko gegangen! Ja, ich hätte ein künstliches Ende in die Story hineinschreiben können. Also quasi alle Fäden vernähen und dann in Band 2 nochmals neue Maschen aufnehmen, um ein zweites Pulloverle zu stricken. Stattdessen nahm ich mir die künstlerische Freiheit eines "unfertigen Werkstücks" ...


    Denn wie ist es denn im wahren Leben? Da ist alles fließend, es gibt keinen Anfang und kein Ende. Manchmal stehen wir an einem wichtigen Punkt, einem, der Klarheit verschafft, einen Neubeginn oder eine Wende einleitet. Aber kann man wirklich sagen: Damit ist das Vorleben vorbei?

    Bei einem Roman könnte ich mir genau diese Freiheit nehmen, zu sagen: Auf der letzten Seite ist alles vorbei.

    Und dass ich das nicht gemacht habe, wurde mir bei meiner letzten Leserunde bei den Büchereulen auch von etlichen Lesern übel genommen.

    Ich hatte dabei den Eindruck, dass viele Leser es heute gewöhnt sind, Geschichten ganz brav durchstrukturiert serviert zu bekommen: Einleitung mit Vorstellung der Figuren. Eine Handvoll Konflikte, die es zu überstehen gilt. Happy End, bei dem sich Held und Heldin in die Arme sinken.


    Aber genau so, wie ich euch mit dem Schauplatz "Schwäbische Alb" ein bisschen fordere, fordere ich euch mit diesem offenen Ende auch.

    Ich hoffe, ihr verzeiht mir das ...


    Oh Gott, ich schreibe so viel, dabei muss ich mich jetzt dringend für meine Lesung heute vorbereiten!

    Tschüssi, eure Petra

    Liebe Grüße von eurer Petra

    Lesen ist wie ein Kurzurlaub vom Alltag! <br />Viele schöne Lesestunden wünscht euch deshalb eure Urlaubsfee Petra Durst-Benning :-)

  • Ich denke immer, es ist dem Autor überlassen, wie er seine Geschichten schreibt, wie er bei einer Fortsetzung den ersten Teil beendet. Als Autor muß man seine Freiheiten haben. Wenn jemand eine Geschichte anders haben möchte, dann soll er sich selbst hinsetzen.


    Darf ich eine kleine Frage stellen? Wie wir ja von der deutschen Geschichte wissen, steht 1914 der Erste Weltkrieg an. Wird die Fortsetzung diese Zeit berücksichtigen oder überspringen?

  • Ich denke immer, es ist dem Autor überlassen, wie er seine Geschichten schreibt, wie er bei einer Fortsetzung den ersten Teil beendet. Als Autor muß man seine Freiheiten haben. Wenn jemand eine Geschichte anders haben möchte, dann soll er sich selbst hinsetzen.


    Darf ich eine kleine Frage stellen? Wie wir ja von der deutschen Geschichte wissen, steht 1914 der Erste Weltkrieg an. Wird die Fortsetzung diese Zeit berücksichtigen oder überspringen?

    Mimi und die andern bekommen den ersten Weltkrieg voll ab, leider! Aber ich werde nicht über die tapfere Krankenschwester, die sich in einen Soldaten verliebt schreiben und auch nicht über die Schlachten um Verdun. Ich habe schon eine ganz eigene Idee, die mir wichtig ist ...

    Lesen ist wie ein Kurzurlaub vom Alltag! <br />Viele schöne Lesestunden wünscht euch deshalb eure Urlaubsfee Petra Durst-Benning :-)

  • Und auch hier, meine Lieben, bin ich genau wie mit der Wahl meines Schauplatzes wieder volles Risiko gegangen! Ja, ich hätte ein künstliches Ende in die Story hineinschreiben können. Also quasi alle Fäden vernähen und dann in Band 2 nochmals neue Maschen aufnehmen, um ein zweites Pulloverle zu stricken. Stattdessen nahm ich mir die künstlerische Freiheit eines "unfertigen Werkstücks" ...


    Denn wie ist es denn im wahren Leben? Da ist alles fließend, es gibt keinen Anfang und kein Ende. Manchmal stehen wir an einem wichtigen Punkt, einem, der Klarheit verschafft, einen Neubeginn oder eine Wende einleitet. Aber kann man wirklich sagen: Damit ist das Vorleben vorbei?

    Bei einem Roman könnte ich mir genau diese Freiheit nehmen, zu sagen: Auf der letzten Seite ist alles vorbei.

    Und dass ich das nicht gemacht habe, wurde mir bei meiner letzten Leserunde bei den Büchereulen auch von etlichen Lesern übel genommen.

    Das einzige Problem ist dabei, dass ich jetzt so lange warten muss, bis es weitergeht:o:totlach:

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Und auch hier, meine Lieben, bin ich genau wie mit der Wahl meines Schauplatzes wieder volles Risiko gegangen! Ja, ich hätte ein künstliches Ende in die Story hineinschreiben können. Also quasi alle Fäden vernähen und dann in Band 2 nochmals neue Maschen aufnehmen, um ein zweites Pulloverle zu stricken. Stattdessen nahm ich mir die künstlerische Freiheit eines "unfertigen Werkstücks" ...

    Ich mag unfertige Werkstücke. Da weiß ich, dass da noch was nach kommt. Und darauf freue ich mich schon jetzt. Auch wenn´s no a bisserl dauert.

  • Ich denke immer, es ist dem Autor überlassen, wie er seine Geschichten schreibt, wie er bei einer Fortsetzung den ersten Teil beendet. Als Autor muß man seine Freiheiten haben. Wenn jemand eine Geschichte anders haben möchte, dann soll er sich selbst hinsetzen.


    Darf ich eine kleine Frage stellen? Wie wir ja von der deutschen Geschichte wissen, steht 1914 der Erste Weltkrieg an. Wird die Fortsetzung diese Zeit berücksichtigen oder überspringen?

    Mimi und die andern bekommen den ersten Weltkrieg voll ab, leider! Aber ich werde nicht über die tapfere Krankenschwester, die sich in einen Soldaten verliebt schreiben und auch nicht über die Schlachten um Verdun. Ich habe schon eine ganz eigene Idee, die mir wichtig ist ...

    Vielen Dank für die Information!

  • Hups, was war das denn für ein Ende? Liebe Petra Durst-Benning , da hast du mich mit deiner künstlerischen Freiheit aber voll erwischt und ins kalte Wasser geschupst:totlach:

    Beim Lesen der letzten zwanzig Seiten hab ich schon Panik bekommen und hab immerzu gedacht, da ist noch so viel was geklärt werden muss, dass passt doch nicht in die paar Seiten. Aber nun, jetzt heißt es hippeln und warten bis der zweite Band erscheint.

    Eine gute Idee ein Buch nicht abzuschließen, sondern alles offen zu lassen und dann im nächsten Teil dann dort weiter zu machen.


    Nun aber zum letzten Abschnitt.


    Ich fand es so drollig wie Mimi mit Anton nach Ulm gefahren ist. Obwohl Anton schon volljährig ist, kam es mir vor als würden Mutter und Sohn eine Reise unternehmen. Ulm muss für ihn wie ein Wunderland gewesen sein. Als er das Gespräch zwischen Mimi und dem Geschäftsmann der Druckerei verfolgt hat, hat er erkannt das es Probleme gibt, aber die können immer gelöst werden. Eine gute Erkenntnis die ihm vielleicht im weiteren Leben hilfreich sein wird.

    Mimi hatte ordentlich Wäre geordert, wo ich Bedenken hatte, dass sie sie nicht verkauft bekommt. Aber der Pfingstmarkt wurde zum vollen Erfolg.

    Immer wieder sehnte sie sich zwischendurch nach Hannes. Sie ist sogar zu ihrer Pension gegangen um zu fragen, ob Hannes eine Nachricht mit einer Adresse hinterlassen hat. Sie hatte gar nicht mehr mitbekommen, dass er doch noch da war und nach ihrem nächsten Reiseziel von Mimi gefragt hatte.


    Immer wieder habe ich Befürchtungen Gehringer schlägt ihr ein Schnäppchen um ihr zu schaden. Er führt etwas im Schilde, nur was könnte es sein. Er ist in meinen Augen hinterhältig und ein riesiger Ausbeuter. Jetzt tut er auch noch so als wären die Ideen von Paul, mit dem gläsernen Pavillon und Alexander seine Ideen gewesen. Und alles bestimmt nur um Geld zu sparen. Alexander dürfte dann für ihn zeichnen, natürlich nach Feierabend, und bezahlen würde er ihn nicht, weil er den Ausfall seines Vaters damit ausgleichen müsste. Der führt sich auf wie der Gott von Laichingen.


    Eveline hatte sich so über die eigenmächtige Entscheidung von Mimi gefreut. Endlich sieht jemand welches Talent ihr Sohn hat. Doch ihr Mann sieht das anders. Es führt kein Weg dahin ihn umzustimmen. Im Gegenteil er macht

    " einschlägig" klar was er davon hält. Ich hatte schon Angst Eveline bekommt auch noch eine Ohrfeige. Als sie in ihrer Wut leise äußert, dass es ihr lieber wäre, Klaus würde lieber früher als später sterben, war mir klar was jetzt passiert. Das hätte sie nicht sagen sollen, denn für jemanden wie Klaus ist es ein Todesstoß. Ich bin mir nicht sicher, aber ich vermute ganz stark das er sich betrinken wird, um dann den Mut zu haben sich das Leben zu nehmen.


    Zwei Frauen und ein Mann, was für ein Drama. Da Petra angedeutet hat, dass Mimi wieder auf Reisen gehen wird, werden sie und Hannes wahrscheinlich nicht zusammen kommen. Wenn Klaus nicht mehr ist, wäre Eveline wieder frei. Doch würde Hannes Eveline noch haben wollen? Und noch eine Frage, gehen Eveline und Mimi im Guten auseinander und sind sogar Freundinnen geworden?


    Ehrlich? Christel könnte mir auch den Buckel runter rutschen. Sie spielt mit Anton und hofft auf eine bessere Partie. Vater hin oder her, sie hätte wenigstens ein wenig trotzig sein können um sich doch noch mit Anton zu treffen. Aber so war das damals, Töchter hatten nicht die große Wahl.

    Ganz rührend fand ich, wie Anton von Alexander sein Verhalten gerührt war. So hatte er seinen Freund noch nie am Boden zerstört gesehen. Er hält zu ihm und würde sogar Geld aus der Kasse seiner Mutter nehmen um die Fahrt nach Stuttgart für die Aufnahmeprüfung zu bezahlen.

    Der letzte Satz von Alexander ist beängstigend. Da kam mir nämlich noch ein Gedanke.....nicht das Alexander ausversehen seinen Vater ( der vielleicht völlig besoffen ist) diese steile Treppe hinunter schupst um endlich von seinem Vater befreit zu sein. Wie ihr seht, geht schon wieder meine Fantasie mit mir durch. Aber es gibt ja Möglichkeiten viele;)


    Eveline wird heimlich die Anmeldung für die Aufnahmeprüfung abschicken....mit meinem Gott über Mauern gehen...es wird Zeit, dass sie alle wieder ein schönes Leben haben.

    Die Chance zu ihren Eltern zurück zu kehren hat sie nicht mehr, dass hat ihr ihr Vater geschrieben. Das ist ganz schön traurig. Dann wissen ihre Eltern gar nicht das sie Großeltern sind.

    Josef hat immer wieder zwischendurch einen guten Tag und Mimi hegt die kleine Hoffnung, dass er vielleicht doch noch wieder gesund wird.


    Und nun zu Amelie Reventlow, ich bin sprachlos was sie in dem Brief geschrieben hat. .....es ist so wichtig,dass sich jemand für die Schwächeren einsetzt.....

    Mimi ist einiges von ihrer Mutter gewohnt, aber das ist für mich der Höhepunkt. Ihr Bruder ist nicht nur schwach, sondern todsterbenskrank. Kann man da nicht mal drei oder vier Tage seiner Zeit opfern? Sie verlässt sich voll und ganz auf Mimi. Sie wird ihren Bruder nicht mehr lebend sehen, dass sag ich euch.


    Schade das es jetzt zu Ende ist, gerne hätte ich gleich weiter gelesen. Eine wunderbare Geschichte.

  • Ich wünsche Alexander von Herzen, dass er seinen Traum erfüllen kann. Hannes sehe ich allerdings immer noch sehr skeptisch, die Heimlichkeiten tun ihr übriges. Das Eveline auch scharf auf Hannes ist, tut ihr übriges dazu, das kann nur zu Ärger führen. Und ich frage mich echt, was Anton jetzt vor hat? Will er sie heiraten? Obwohl er Christel liebt? Oder eher erpressen? Warum versucht er nicht eher als Assistent zu punkten? Denn organisieren kann er ja und gute Ideen hat er ja auch. Also was soll das jetzt? Das er nicht in "Loichênga" versauern will, verstehe ich ja, aber auf dem Weg? Das ist ja wohl nicht sein Niveau!

    Mit Eveline habe ich teilweise Mitleid und teilweise geht sie mir total auf den Senkel. Ständig jammert sie über ihr früheres Leben, dabei ist sie doch eigentlich selbst schuld. Ich bin nicht sicher, ob ihr Vater ihr vergeben würde, selbst wenn Klaus nicht mehr ist.

    Den Anhang fand ich super, ich liebe Anhänge und mit den Bilder war der total spannend und interessant, gerne mehr davon!

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Eveline hatte sich so über die eigenmächtige Entscheidung von Mimi gefreut. Endlich sieht jemand welches Talent ihr Sohn hat. Doch ihr Mann sieht das anders. Es führt kein Weg dahin ihn umzustimmen. Im Gegenteil er macht

    " einschlägig" klar was er davon hält. Ich hatte schon Angst Eveline bekommt auch noch eine Ohrfeige. Als sie in ihrer Wut leise äußert, dass es ihr lieber wäre, Klaus würde lieber früher als später sterben, war mir klar was jetzt passiert. Das hätte sie nicht sagen sollen, denn für jemanden wie Klaus ist es ein Todesstoß. Ich bin mir nicht sicher, aber ich vermute ganz stark das er sich betrinken wird, um dann den Mut zu haben sich das Leben zu nehmen.



    Der letzte Satz von Alexander ist beängstigend. Da kam mir nämlich noch ein Gedanke.....nicht das Alexander ausversehen seinen Vater ( der vielleicht völlig besoffen ist) diese steile Treppe hinunter schupst um endlich von seinem Vater befreit zu sein. Wie ihr seht, geht schon wieder meine Fantasie mit mir durch. Aber es gibt ja Möglichkeiten viele;)

    Ich glaube nicht, daß Klaus jetzt seinem Leben ein Ende setzen wird. Aber es wird etwas passieren. Ich hoffe, daß Alexander nicht seinen Vater angreifen wird. Weil er ja derjenige ist, der Alexander nicht gehen lassen will.

  • In Ulm werden Mimis Schmetterlinge bei dem Gedanken an Hannes aber ganz schön aufgescheucht. Und für Anton ist es ein ganz besonderer Ausflug, in eine Welt, die ihm normalerweise total fremd ist.

    Hier kommt der krasse Gegensatz von dem doch eher verschlafenen, armen und mürrischen Laichingen zu dem modernen, hektischen Ulm richtig gut rüber.


    Als Mimi den Auftrag für die Postkarten gibt und die Münsingen Druckerei angesprochen wird, habe ich sofort an Bernadette Furtwängler denken müssen. Vielleicht gibt es zwischen ihr und Mimi bld mal ein Wiedersehen.


    Ich habe mich zwischendurch immer mal gefragt, wieso Eveline nicht zurück nachhause gegangen ist, bzw. sich Unterstützung von ihren Eltern geholt hat. Hier erfahren wir nun, dass sich Evelines Vater von ihr losgesagt hat.


    Der Brief ihrer Mutter trieft ja vor Selbstverliebtheit. Die arme Frau, was die alles tut und wo sie überall geraucht wird. Nur für ihren nächsten Verwandten hat sie keine Zeit. Einzig mit der Kunstschule hat sie sich in Verbindung gesetzt und eine positive Mitteilung bekommen. Aber auch da trieft aus jedem Satz heraus: Schaut her wie toll ich das gemacht habe. Unmöglich diese Frau.


    Die Bilder von Alexander haben also bei den Herren der Kunstschule Anklang gefunden. Wie er allerdings die schwerste Hürde, seinen Vater, davon überzeugen will, dass er dort sein Glück finden wird, ist mir noch nich klar. Auf die Antwort, ob und wie er das hinbekommt, darauf müssen wir nun noch eine zeitlang warten.

    Klaus jedenfalls hält absolut nichts von der Malerei seines Sohnes. Wie er aber Eveline beschimpft und sie eine Hure nennt, das geht gar nicht. Daran sehe ich aber auch, wie krank er im Kopf ist und wie ihn seine Depression immer mehr auffrisst.


    Etwas Sorge macht mir die Aussage von Alexander: "... und wenn ich dafür über Leichen gehen muss". Er wird doch wohl nichts Unbedachtes tun?


    Es hat mich so gefreut, dass Mimis Postkarten weggehen wie warme Semmeln. Das tut auch ihrem Ego wieder mal sehr gut.


    Und dann kommt Hannes. Na, da bin ich ja mal gespannt, wenn es die ersten Probleme gibt. Eveline scheint ihn als ihren Heilsbringer zu sehen und zu glauben, dass er nur wegen ihr zurück gekommen ist. Und bei Mimi steigen wieder die Schmetterlinge. Da ist doch Zoff schon vorprogrammiert.


    Hach, ich finde es so schade, dass das Buch schon ausgelesen ist. Aber die vielen offenen Ende bedeuten, dass bestimmt bald Nachschub kommt. Und darauf freue ich mich schon jetzt.

  • Eveline versucht ihr Bestes zu geben. Das Fett scheint nicht gut zu sein, ebenso die Eier. Aber die Not zwingt dazu, das Essen trotzdem anzubieten.

    Das karge, manchmal verdorbene Essen ist meiner Meinung nach auch ein Grund für die häufige Kindersterblichkeit. Genau so wie die körperliche Konstitution der Mütter.

    Jetzt empfinde ich Mimis Mutter aber allmählich als unmöglich. Josef geht es sehr schlecht und ihr fällt nichts Besseres ein, als sich noch intensiver in ihre Wohltätigkeit und Frauenbewegung zu stürzen!

    Ich habe mir überlegt, ob sie vielleicht ihrem Mann gegenüber, der mir äußerst beliebt scheint, Minderwertigkeitskomplexe hat und versucht, diese mit ihrer Hilfe für die Schwachen auszugleichen?

    Gehringer gefällt es nicht, daß es in der Fabrik nicht 100%-ig so läuft, wie er es gerne hätte. Er will sich nicht mehr an das Generationenversprechen, das besagt, daß - wenn ein Vater in der Fabrik arbeitet - auch sein Sohn dort arbeiten kann, halten. Das nennt man Unternehmermacht!

    Diese Unternehmermacht gibt es in einem Unternehmen in meinem Heimatort immer noch. Da hat die Familie sogar eine eigene Kirchengemeinde gegründet. Und wenn Du nicht regelmäßig am Sonntag dort erscheinst, ist Dein Arbeitsplatz ganz schnel weg. Die Frauen in dieser "Sekte" schneiden sich nicht die Haare, es werden keine Geburstage und kein Weihnachten oder Ostern gefeiert. TV gibt´s auch nicht. Wenn Du aber brav nach deren Statuten lebst, ist dein Arbeitsplatz und der deiner Kinder sicher. Ich finde das in der heutigen Zeit so furchtbar.

    Was Anton und Alexander wohl wegen Stuttgart aushecken werden? Hoffentlich tun sie nichts Unüberlegtes!

    Davor ist mir auch schon bange. Ich hoffe sehr, dass sie nichts Schlimmes vor haben.

    Das hätte sie nicht sagen sollen, denn für jemanden wie Klaus ist es ein Todesstoß. Ich bin mir nicht sicher, aber ich vermute ganz stark das er sich betrinken wird, um dann den Mut zu haben sich das Leben zu nehmen.

    Dann wäre Eveline ihn zwar los. Aber was dann. Sie hätte für sich und ihre Kinder keinen Ernährer mehr. Und dass sich Klaus ihrer annimmt, glaube ich auch nicht.l

    Ehrlich? Christel könnte mir auch den Buckel runter rutschen. Sie spielt mit Anton und hofft auf eine bessere Partie.

    Das sehe ich genau so. Sie wurde mir beim Lesen langsam immer unsympathischer.

  • Gehringer gefällt es nicht, daß es in der Fabrik nicht 100%-ig so läuft, wie er es gerne hätte. Er will sich nicht mehr an das Generationenversprechen, das besagt, daß - wenn ein Vater in der Fabrik arbeitet - auch sein Sohn dort arbeiten kann, halten. Das nennt man Unternehmermacht!

    Diese Unternehmermacht gibt es in einem Unternehmen in meinem Heimatort immer noch. Da hat die Familie sogar eine eigene Kirchengemeinde gegründet. Und wenn Du nicht regelmäßig am Sonntag dort erscheinst, ist Dein Arbeitsplatz ganz schnel weg. Die Frauen in dieser "Sekte" schneiden sich nicht die Haare, es werden keine Geburstage und kein Weihnachten oder Ostern gefeiert. TV gibt´s auch nicht. Wenn Du aber brav nach deren Statuten lebst, ist dein Arbeitsplatz und der deiner Kinder sicher. Ich finde das in der heutigen Zeit so furchtbar.

    Das ist wirklich krass! Ich würde mich niemals auf solche Bedingungen einlassen!

  • Ihr Lieben,

    ich danke euch von Herzen für eure schönen Beiträge von gestern. Ich habe alle gelesen, habe mich gefreut, musste hi und da schmunzeln und war mehr als einmal versucht, eine Antwort zu formulieren. Aber mir reicht die Zeit leider nicht. Ich habe jeden Abend eine Lesung diese Woche und am Wochenende die Lit.Love in München - da komme ich kaum zum durchschnaufen.

    Deshalb mein Appell an euch: Ich bin da, ich lese und höre euch. Aber ich kann mich erst wieder ab Montag einbringen.

    Seid mir net bös, gell?
    Liebe Grüße von eurer Petra

    Lesen ist wie ein Kurzurlaub vom Alltag! <br />Viele schöne Lesestunden wünscht euch deshalb eure Urlaubsfee Petra Durst-Benning :-)

  • Diese Unternehmermacht gibt es in einem Unternehmen in meinem Heimatort immer noch. Da hat die Familie sogar eine eigene Kirchengemeinde gegründet. Und wenn Du nicht regelmäßig am Sonntag dort erscheinst, ist Dein Arbeitsplatz ganz schnel weg. Die Frauen in dieser "Sekte" schneiden sich nicht die Haare, es werden keine Geburstage und kein Weihnachten oder Ostern gefeiert. TV gibt´s auch nicht. Wenn Du aber brav nach deren Statuten lebst, ist dein Arbeitsplatz und der deiner Kinder sicher. Ich finde das in der heutigen Zeit so furchtbar.

    Das ist wirklich krass! Ich würde mich niemals auf solche Bedingungen einlassen!

    Was ich von meinen Geschwistern weiß, arbeiten dort fast nur noch ausländische Mitbürger und die ganz Alten aus unserem Dorf. Die Jungen lassen sich das auch nicht mehr gefallen. Ich bin mal gespannt, wie es wird, wenn die nächste Generation dort an die Macht kommt.