Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)

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    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

  • Liebe Petra Durst-Benning und Mitleserinnen, ich möchte mich für die schöne Leserunde bei euch bedanken.


    Petra ich hoffe wir lesen uns mit dem zweiten Band dann nächstes Jahr auf der anderen Seite bei Literaturschock wieder. Ich würde mich sehr darüber freuen.



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    Eine Reise in die Welt der schônen Bilder


    " Die Fotografin" von Petra Durst-Benning ist ein historischer Roman von den Anfängen und Entwicklung der Fotografie, die eine Frau ihre ganze Leidenschaft schenkt.

    Minna Reventlow, genannt Mimi, muss sich in der Männerwelt behaupten und begibt sich auf einen gewagten Weg als Wanderfotografin. Ihre Leidenschaft hat sie von ihrem geliebten Onkel Josef, der als Wanderfotograf schon seit vielen Jahren durch die Lande zieht. Als Kind hat sie das Schöne in der Bildgebung erkannt und hat gegen alle Bedenken der Eltern eine Ausbildung als Fotografin absolviert.

    Als sie schon einige Jahre erfolgreich unterwegs ist und sich einen Namen gemacht hat, glaubt sie am Ziel angekommen zu sein. Doch dann erreicht sie ein beunruhigender Brief der Mutter. In dem bittet Amelie Reventlow ihre Tochter, nach Laichingen in die schwäbische Alb zu reisen, um nach ihren Onkel zu schauen, der vor Monaten an einer Lungenentzündung erkrankt war.

    Dort angekommen muss sie erkennen, dass der Aufenthalt bei ihrem Onkel nicht mit ein paar Tagen abgetan ist, da der Gesundheitszustand des Onkels sehr beängstigend ist.

    Josef ist vor Jahren seiner gefundenen großen Liebe gefolgt und hat sie in Laichingen niedergelassen und ein Fotoatelier eröffnet. Doch seine Liebe ist gestorben, so ist er auf sich allein gestellt.

    Als Mimi nach einiger Zeit des Bangens die erschütternde Diagnose des Arztes hört, entschließt sie sich, ihren Onkel zu pflegen. Sie hat das Atelier wieder auf Vordermann gebracht und möchte den Laden führen. Manches Mal kommen jedoch auch kleine Zweifel in ihr auf, wie ihr weiteres Leben auf Wanderschaft aussehen wird. Zum Freundschaften schließen ist nie genügend Zeit, wie soll sie da noch einen Mann für die Liebe finden?

    Die Menschen in Laichingen sind sehr arm um ihr hart erarbeitetest Geld für eine Fotografie auszugehen. Und die Oberschicht steht Mimi skeptisch gegenüber. Denn sie ist eine Frau der Moderne und fotografiert nicht alt -hergebracht. Sie möchte ihren Bildern Leben einhauchen. Bisher ist sie damit sehr erfolgreich gewesen. Aber viele der Laichinger sehen dies als Gotteslästerung, sie wollen am Althergebrachten festhalten. Nur ein paar wenige sind von Mimi und ihrer Fotografi angetan.

    Dann tritt ein Mann in ihr Leben. Dieser ist gegen alles Althergebrachte, hat aber seine ganz eigenen Ansichten. Werden die beiden sich verlieben? Können ihr die paar wenigen Menschen in Laichingen, die auf ihrer Seite sind helfen um das Eis zu brechen?


    Meine Meinung:

    Vom ersten Moment an habe ich mich in dieser schönen Geschichte aufgehoben gefühlt. Mimi Reventlow ist mir von Beginn an sympathisch gewesen und ans Herz gewachsen. Ist sie doch eine der Frauen, die sich zur damaligen Zeit gegen alle Vorurteile, eine Frau seie fehl am Platze bei ihrer Berufswahl in der Männerwelt. Denn sie konnte mit ihrem Enthusiasmus zeigen, dass dies nicht stimmt.

    Die Autorin hat es mir mit ihrem herrlichen Schreibstil auch nicht schwer gemacht. Sehr detailgetreu beschreibt sie das Leben der Laichinger, ohne dabei die Geschichte damit zu überlagern. Es ist oft sehr emotional aber auch humorvoll. Petra Durst- Benning hat mir gezeigt wie glücklich ich mich schätzen kann in diesem Jahrhundert zu leben. Denn die alten Traditionen, wo Männer seit Generationen ihren Ahnen in ihrer Arbeit folgen und Frauen ein tristest Leben führen müssen, sind in ihrer Beschreibung kaum auszuhalten. Die Hoffnungslosigkeit der jungen Generation, in der sie gefangen sind, zeigt ein Bild der Trostlosigkeit. Aber ich hoffe auf ihre Kampfesmut, sich dem entgegen zu stellen, wo sie doch andere Vorstellungen vom Leben haben. Sie möchten mit den alten Traditionen brechen und das hat mich begeistert. Die Autorin beschreibt sehr bildlich, welchen Mut es bedarf sich dem entgegen zu stellen.

    Auch die historischen Hintergründe sind spannend und informativ geschildert, was natürlich guten Recherchen zur Grundlage liegt.

    Ich bin jetzt schon auf den zweiten Teil gespannt und kann es kaum erwarten die Fortsetzung zu lesen.

    Ich spreche hiermit eine Leseempehlung aus, es Lohn sich auf jeden Fall, sich mit Mimi auf den Weg zu machen.


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    Was liest du


    Veröffentlicht habe ich sie auch hier:

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    Bücher.de

    Liebe Grüße Kerstin

    2 Mal editiert, zuletzt von kessi69 ()

  • Liebe Petra Durst-Benning und Mitleserinnen, ich möchte mich für die schöne Leserunde bei euch bedanken.


    Petra ich hoffe wir lesen uns mit dem zweiten Band dann nächstes Jahr auf der anderen Seite bei Literaturschock wieder. Ich würde mich sehr darüber freuen.

    Liebe Kessi,

    sehr gern können wir wieder eine Leserunde auf Literaturschock.de machen. Ich genieße die Leserunden mit euch hier sehr, ihr seid kluge, erfahrene Leserinnen, die sehr reflektiert kommentieren. Das mag ich sehr! Und ihr seid offen für neue Dinge - auch das schätze ich.

    Ich danke dir sehr für die tolle Rezension. Sie ist so wichtig für mich!

    Liebe Grüße von Petra

    Lesen ist wie ein Kurzurlaub vom Alltag! <br />Viele schöne Lesestunden wünscht euch deshalb eure Urlaubsfee Petra Durst-Benning :-)

  • Vielen Dank für die tolle Leserunde und die vielen zusätzlichen Erläuterungen zum Buch.


    -----------

    Statt den Heiratsantrag des Vikars Heinrich Grohe anzunehmen, entschließt sich Minna Reventlow, genannt Mimi, als Wanderfotografin ihr Glück zu machen. Ihr Onkel Josef war ihr immer ein Vorbild und nun will sie den Menschen mit ihren Fotografien Schönheit schenken. Es ist nicht leicht für sie, sich in dieser männerdominierten Branche durchzusetzen, aber ihr eiserner Wille und ein Quäntchen Glück sorgen dafür, das ihr Name schnell bekannt ist. Doch dann erreicht sie ein Brief der Mutter, dass ihr geliebter Onkel ziemlich krank gewesen ist und Unterstützung braucht, bis er wieder auf den Beinen ist. Mimi macht sich auf den Weg nach Laichingen auf der schwäbischen Alb. In Ulm begegnet sie Hannes, der mächtig Eindruck auf sie macht. Aber sie muss weiter zu ihrem Onkel.


    In Laichingen erkennt sie, dass es ihrem Onkel sehr viel schlechter geht als angenommen. Daher beschließt sie, sein Fotoatelier wieder zu öffnen und eine Weile zu bleiben, bis ihre Mutter die Zeit findet, sich um ihren Bruder zu kümmern.


    Die Autorin Petra Durst-Benning hat einen sehr angenehm zu lesenden Schreibstil, mit dem sie die Bewohner und das Leben in Laichingen sehr lebendig werden lässt. In dem Ort leben alle von der Leinenweberei, die Männer in der Fabrik und die Frauen besticken die Wäscheteile zu Hause. Alle sind abhängig von Herrmann Gehringer, dem die Fabrik gehört. Traditionen gelten viel in Laichingen, wenn der Vater Weber bei Gehringer ist, wird es der Sohn auch. Trotzdem herrscht unter den Weberfamilien bittere Not, so bleibt keine Zeit für Freude und keine für Trauer und schon gar keine für Träume, außer man schließt diese Träume fest in sein Herz ein.


    Es gibt einige Aufregung als Mimi im Ort auftaucht und sich so gar nicht duckmäuserisch verhält. Aber sie ist eine selbständige Frau, die schon sehr früh selbständig war, da ihre Mutter Amelie immer damit beschäftigt war, sich um Notleidende zu kümmern und kaum Zeit für ihre Tochter hatte. Mimi wusste schon immer, was sie wollte, und wurde von ihren Eltern dabei unterstützt. Als sie das Atelier ihres Onkels wieder öffnet, erzeugt sie unterschiedliche Reaktionen. Was dem einen zu fortschrittlich, sorgt bei anderen für ganz neue Ideen und Hoffnungen.


    Mimi ist eine sehr sympathische und starke Frau. Sie setzt sich über Widerstände hinweg, aber sie ist auch mitfühlend und hat einen besonderen Blick für andere Menschen. Auch die anderen Personen sind interessant und vielschichtig. Es gibt einige, die man von Anfang an mag und andere, die man am liebsten auf den Mond schießen würde.


    Das Ende ist offen und macht neugierig auf den nächsten Band dieser Reihe. Auf ihn bin ich jetzt schon sehr gespannt.


    Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich kann es nur empfehlen.


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    wasliestdu

    gr. Bücherforum

    lesejury

    buecher.de

    thalia

  • Die Rezensionen sind wir euch Autoren einfach schuldig:)

  • Ich bin diesmal etwas später dran, das Studium und besonders mein Latein frisst mich gerade auf, sorry. Zunächst einmal: Vielen Dank, Petra und auch alle anderen für die Leserunde, es war eine wirkliche Freude und ich hoffe sehr, wir treffen uns bei der Fortsetzung wieder. Ich würde mich sehr freuen.


    Hier meine Rezension:


    Schwäbisches Leinen und eine moderne Fotokamera

    Die Protagonistin in Petra Durst- Benning neuem Roman „ Die Fotografin“, Minna „Mimi“ Reventlow hat eine Leidenschaft: Fotografieren. Um diese Leidenschaft auszuüben, schlägt die Pastorentochter einen Heiratsantrag aus und tritt in die Fußstapfen ihres Onkels Josef. Sie wird Wanderfotografin. Zunächst erfolglos, bekommt sie durch Glück eine Chance und wird danach eine sehr gefragte Fotografin.

    Doch dann erfährt sie, dass ihr Onkel Josef, der mittlerweile auf der schwäbischen Alb, in dem Dorf Laichingen lebt, sehr krank ist. Um ihn zu pflegen, fährt Mimi nach Laichingen, eine Textilhochburg. Dort angekommen wird ihre fortschrittliche und moderne Lebensart, eine unabhängige Frau zu sein, nicht von allen gut aufgenommen. Weil einige um ihre Pfründe fürchten, muss sie einige Rückschläge einstecken. Doch Mimi erfindet sich immer wieder neu. Doch als sie beginnt in Laichingen langsam Fuß zu fassen, trifft sie Hannes wieder, einen jungen Mann, der ihr im nahen Ulm bereits über den Weg gelaufen ist. Sie ist sehr von ihm fasziniert, doch scheint sie nicht die Einzige zu sein. Auch ihre Widersacher haben noch nicht aufgegeben.....

    Fazit: Petra Durst-Benning schafft es, wie bereits in ihren vorherigen Romanen, die Welt um die Jahrhundertwende nachzuzeichnen. Ihre Protagonistin, Mimi, ist eine starke und unabhängige Frau, die weiß was sie will und das auch durchzusetzen weiß. Die schwäbische Alb als Schauplatz zu  wählen, war vielleicht ein gewagter Schritt, doch ist er in meinen Augen mehr als geglückt. Selten habe ich mich in einem Buch so „ zu Hause“ gefühlt wie hier. Viele Dinge, die die Autorin beschreibt kann ich bestätigen und man merkt, wie viel Freude und Herzblut Petra Durst- Benning in dieses Werk gesteckt hat. Die Figuren sind liebevoll ausgearbeitet, die Umstände und Lebensbedingungen sorgfältig recherchiert. Es ist auch sehr leicht sich mit ihrer Protagonistin zu identifizieren, denn den Spagat als Frau ein selbstständiges, unabhängiges Leben zu führen ist noch nicht lange selbstverständlich.

    Ich freue mich bereits sehr auf den zweiten Teil, um mit Mimi erneut auf die schwäbische Alb zu ziehen- und sei es nur in Gedanken.


    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Mimis großer Traum ist es, Fotografin zu werden - wie ihr Onkel. Doch eigentlich ist der Platz für Frauen in ihrer Zeit zu Hause - als Ehefrau, gut verheiratet mit Kindern. Für Mimi ist diese Vorstellung jedoch ein Graus und als sie einen Antrag von ihrem Freund bekommt, muss sie sich entscheiden, was sie mit ihrem Leben wirklich anfangen möchte...


    Wir lernen Minna, genannt Mimi, von Anfang an als selbstbewusste, junge Frau kennen, die genau weiß, was sie vom Leben möchte: Freiheit durch Fotografie. Ihr Traum ist es, den Menschen Schönheit durch ihre Fotografien zu schenken, so wie sie es von ihrem großen Vorbild, ihrem Onkel, gelernt hat. Dabei hat sie außerordentliches Talent und ein Auge für schöne Kompositionen. Mimi ist eine schillernde Figur, deren Weg ich gerne begleitet habe. Sie sprudelt über vor tollen Ideen und dennoch bleibt alles in realistischen und nicht abgehobenen Bahnen. Die Autorin gibt uns Zeit, um uns mit Mimi und ihrem Leben bekannt zu machen. Schnell kommen weitere Personen hinzu, als Laichlingen, ein Ort auf der schwäben Alb, als Handlungsort hinzukommt. All diese Nebenfiguren haben ihre eigene Geschichte, mit denen sie zu kämpfen haben und dennoch verbindet sie eins: die Sehnsucht, ihren Traum zu erfüllen. Doch das es nicht so einfach ist, nach den Sternen zu greifen, wird in diesem Roman ebenso realistisch, wie bodenständig vermittelt. Gleichzeitig schafft die Autorin es aber dennoch Hoffnung zu vermitteln, so dass der Lesespaß erhalten bleibt.


    Der Stil ist flüssig und gut zu lesen. Die Seiten fliegen so dahin und bevor man es überhaupt merkt, ist die letzte Seite auch schon gelesen. Dieser Roman bildet der Auftakt einer mehrbändigen Reihe. Die Bücher sind auf jeden Fall zusammengehörig und bilden nicht unbedingt ein in sich abgeschlossenes Ende! Mir hat das nichts ausgemacht, denn ich freue mich so umso mehr auf eine Fortsetzung. Denn Mimis Weg ist bei weitem noch nicht zu Ende gegangen und ich bin sehr neugierig darauf, mehr zu erfahren!


    Also ein schöner Roman aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg, der in den Folgebänden noch thematisiert werden wird. Ich kann das Buch jedem wärmstens empfehlen, der sich in diese Zeit versetzen lassen möchte und dabei einer selbstbewussten, jungen Frau folgen will.


    Rezension gestreut:

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    Thalia

    Goodreads

  • Vielen Dank auch von meiner Seite aus an Petra Durst-Benning für diese wunderschöne Begleitung der Leserunde! Es hat sehr viel Spaß gemacht mit dir und ich würde mich freuen, wenn wir drüben im Forum auch zum zweiten Band eine Leserunde mit dir zustande bekommen. :) Aber natürlich auch ein Dankeschön an meine wunderbaren Mitleserinnen! Der Austausch mit euch ist immer wieder wunderbar.



    Ansonsten fände ich es schön, wenn noch die Übrigen ihre Rezensionen übers Wochenende hier posten können, bevor wir uns voneinander verabschieden. Durch sind wir ja bereits alle mit dem Buch!

  • Die Geschichte einer Wanderfotografin


    Als Minna Rewentlov, genannt Mimi, von ihrem Freund Heinrich Grohe einen Heiratsantrag bekommt und er ihr in den schönsten Farben das Leben einer Pfarrersfrau auf dem Land schmackhaft machen will, bleibt ihr erstmal die Sprache weg. Jedoch anstatt zu heiraten, fährt sie, die von ihrem Onkel Josef die Liebe zur Fotografie angenommen hat, wie er selbst auch, als Wanderfotografin durch die Lande und erarbeitet sich durch die unkonventionelle Art ihrer Bilder bald einen sehr guten Ruf. Als Onkel Josef, der sich in Laichingen auf der Schwäbischen Alb niedergelassen hat, sehr krank wird, ihre Mutter aber keine Anstalten macht, ihren Bruder zu pflegen, übernimmt sie dies selbst. Sie eröffnet das Fotostudio ihres Onkel wieder und will solange bleiben, bis ihre Mutter Muße findet, sich um ihren Bruder zu kümmern...


    Mit ihrem angenehm leicht zu lesenden Schreibstil hat mich Petra Durst-Benning direkt hineingezogen in den kleinen Ort Laichingen und in das karge Leben auf der Alb, wo die Leinweber zuhause sind. Hier lerne ich ausser Mimi, die eine für diese Zeit schon sehr starke und eigenständige Frau ist, auch einige Mitglieder der Leinweberfamilien und deren Arbeitgeber kennen. Die Armut, das Leid, das Ausgebeutet werden und das karge Leben, das dort herrscht, haben mich doch demütig werden lassen, da ich heute in einer so ganz anderen Zeit leben darf.


    Mimi ist mir von Anfang an mit ihrer mitfühlenden Art Anderen gegenüber, ihrer leidenschaftlichen Art gegenüber ihrer Arbeit mit den Bildern, die sie macht und ihrer Unangepasstheit sehr sympathisch. Da kann auch ein Webereibesitzer daher kommen und sie gibt ihm Kontra. Überhaupt kann ich in dieser Geschichte meine Sympathien schnell vergeben. Aber es gibt auch ein paar Menschen, die sich sehr schwer tun, mich von ihnen zu überzeugen.


    Mit ihrer einfühlsamen, sehr bildlichen und manchmal humorigen Art zu erzählen führt mich Petra Durst-Benning durch den kleinen Ort, so daß ich meine mich hier schon auszukennen. Die Postkarten, die Mimi in Auftrag gibt habe ich direkt vor Augen Und auch als die Jungs in ihren Konfirmandenanzügen im Atelier sitzen um zu ihrem großen Tag fotografiert zu werden, habe ich sie direkt im Kopf. Und ich meine ihre Gedanken lesen zu können, wenn sie sich mit Landkarten oder der Malerei beschäftigen.


    Die immer wieder einfließenden historischen Informationen sind so gekonnt in die Geschichte hineingewebt, dass es sogar Spaß macht noch etwas zu lernen und Neues zu erfahren. Ich kann nur ahnen, wieviel Recherche hinter dem Buch stecken mag.


    Ich habe es sehr genossen, einen ersten Einblick in das Leben von Mimi Rewentlov und den Laichingern zu bekommen. Und ich feue mich schon sehr auf die Fortsetzung dieser interessanten Familiengeschichte, die für mich einige Fragen offen gelassen hat.


    5 von 5 Sternen


    https://www.amazon.de/review/R…m?ie=UTF8&ASIN=3764506628


    https://www.lovelybooks.de/aut…9-w/rezension/1863430013/


    https://literaturschock.de/lit…Durst-Benning#post1032026


    https://wasliestdu.de/rezensio…te-einer-wanderfotografin


    https://www.lesejury.de/petra-…1&tab=reviews&s=2#reviews


    https://www.blogger.com/blogge…ostID=4878726830193230432


    https://www.buecher.de/shop/sc…/detail/prod_id/51630534/ gaby2707 am 14.11.2018


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    https://www.weltbild.de/kommen…eRating=1&sterne=5&sort=2 Gaby2707, 14.11.2018


    https://www.jokers.de/kommenta…fang-des-weges_24236254-1 Gaby H., 14.11.2018


    https://www.heyn.at/list?back=…c7b0716a15d5&xid=23059603


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  • Die Autorin Petra Durst-Benning führt uns in ihrem Roman "Die Fotografin - Am Anfang des Weges" zu Mimi Reventlow nach Esslingen ins Jahr 1905. Mimi steht vor der Entscheidung, den Heiratsantrag von Heinrich Grohe anzunehmen oder als Wanderfotografin ihren Lebenstraum zu verwirklichen. Sie entscheidet sich für die Fotografie und steigt in die Fußstapfen ihres Onkels Josef, den sie schon als Kind bewundert hat. Als ihr Onkel erkrankt, beschließt Mimi, ihm zu helfen. In dem Dorf Laichingen, wo der Onkel wohnt, trifft sie auf große Widerstände.


    "Die Fotografin - Am Anfang des Weges" ist der Beginn einer Reihe und gibt dem Leser einen Einblick in die ersten Jahre der Fotografin Mimi Reventlow.


    Die Autorin hat die Protagonisten ausführlich beschrieben, so daß man sich gut in die Personen hineinversetzen kann. Sie gibt uns Einblick in ein hartes Leben auf der Schwäbischen Alb zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Laichingen ist eine Leinenweberstadt. Trotz harter Arbeit muß man um das Überleben kämpfen. Man versucht an Althergebrachtem festzuhalten und ist Veränderungen, Neuerungen wenig aufgeschlossen.


    Mit Mimi Reventlow kommt neuer Wind nach Laichingen. Mimi ist eine starke Frau, die weiß, was sie will. Sie hat es nicht leicht, als Frau die Leute mit neuen Ideen und Hoffnungen zu überzeugen. Gerade die jungen Leute, von denen erwartet wird, daß sie dem Leben der Eltern folgen, erkennen neue Perspektiven und bemühen sich um Veränderungen. Mimi versucht, sie dabei zu unterstützen.


    Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Es ist spannend bis zum Schluß und gibt Einblick in die damalige Zeit. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung!


    Vielen Dank an die Autorin, die diese Leserunde wunderbar begleitet hat.

  • Ihr Lieben,

    danke für eure Rezis - es macht Freude, sie zu lesen. Ich bin so froh, dass das Internet heutzutage so viele schöne Möglichkeiten bietet, wie sich Leser und Autoren begegnen können. Je mehr wir voneinander erfahren, desto schöner ist es doch, oder?
    Liebe Grüße von Petra

    Lesen ist wie ein Kurzurlaub vom Alltag! <br />Viele schöne Lesestunden wünscht euch deshalb eure Urlaubsfee Petra Durst-Benning :-)

  • Hallo Ihr Lieben,


    auch ich möchte mich bei Euch bedanken. Allen voran bei Dir, liebe Petra Durst-Benning - für die Begleitung unserer Runde und dann natürlich auch bei Euch, die wir das Buch gemeinsam gelesen haben.


    Es tut mir leid, dass ich kurzfristig im letzten Abschnitt ausgestiegen bin, aber wir hatten einen Todesfall in der Familie. Deswegen kommt meine Rezension auch erst Ende der Woche/Anfang nächster Woche, da ich diese Woche noch sehr viel unterwegs sein werde.


    Auch ich würde mich freuen, wenn wir Band 2 gemeinsam lesen - dann aber drüben im Literaturschock-Forum.

    Eine entsprechende Terminvereinbarung werde ich in Kürze mit Petra ins Auge fassen.


    Lasst mir erst noch ein paar Tage Zeit um um meine familiären Dinge zu verarbeiten.

  • Das tut mir sehr leid. ich wünsche Dir viel Kraft und so viele offene Ohren und Arme, wie nötig.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Hallo Ihr Lieben,


    Es tut mir leid, dass ich kurzfristig im letzten Abschnitt ausgestiegen bin, aber wir hatten einen Todesfall in der Familie.

    Liebe JanaBabsi,

    das tut mir sehr leid. Ich wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft für die kommende Zeit und liebe Menschen, die euch beistehen.

  • Die Fotografin


    Wir befinden uns im Jahr 1905. Eine Zeit, in der das Frauenbild noch in einem ziemlich engen Korsett steckt; die gutbürgerliche Frau ist von Beruf Gattin, sie darf ohne Erlaubnis ihres Mannes weder einem Broterwerb nachgehen noch über eigenes Geld verfügen, sie hat keinen Anspruch auf ihre eigenen Kinder - einzig die Gewalt über den Schlüssel der Speisekammer obliegt ihr.


    In dieser Zeit lebt Minna – Mimi – Reventlow. Als eine der wenigen Frauen hat Mimi Abitur und eine abgeschlossene Berufsausbildung. Als sie an ihrem 26. Geburtstag einen Heiratsantrag von Heinrich Grohe bekommt, tut sie etwas schier unglaubliches: Sie lehnt diesen Antrag ab und entschließt sich dazu, in die Fußstapfen ihres Onkels zu treten. Sie möchte Wanderfotografin werden und das langweilige Feld der eingefahrenen Studio-Portrait-Fotografie verlassen. Ihr Kopf steckt voller neuer Ideen.


    Mimi muss viele Klinken putzen bis ihr ein Zufall dazu verhilft, Bekanntschaft als Fotografin zu erlangen und sie reist eine Zeit lang durchs ganze Land. Als ihr großes Vorbild, Onkel Josef, erkrankt, reist sie zu ihm nach Laichingen. Schnell wird ersichtlich, dass es hier mit „Kurzzeitpflege“ nicht getan ist und Mimi beschließt, bei Josef zu bleiben und ihn zu pflegen. Um ihren Unterhalt zu verdienen eröffnet sie das seit Jahren geschlossene Foto-Atelier ihres Onkels aber mit ihrer offenen und modernen Art und ihrem zielgerichteten Auftreten trifft sie bei den konservativen Laichingern jedoch nicht überall auf Wohlwollen – schon gar nicht bei Herrn Gehringer, dem größten Arbeitgeber Laichingens.



    Petra Durst-Benning hat es wieder einmal geschafft – sie hat es geschafft, mich einzufangen mit ihrer Geschichte. Ich liebe ihre Bücher; egal ob die zeitgenössische Maierhofen-Reihe oder die historischen Romane. Zum einen erschafft sie immer starke Protagonistinnen, die ihrer Zeit meist weit voraus sind, zum anderen sind ihre Themen/Schauplätze immer hervorragend recherchiert und gekonnt in einer wunderbaren Geschichte in Szene gesetzt.


    „Ich möchte den Menschen Schönheit schenken! Sie in der freien Natur fotografieren, von mir aus auch mit Requisiten. Aber um Himmels willen nicht mit Kopf- und Körperstützen und immer in denselben Posen! Ich möchte mit Licht und Schatten spielen, ich möchte die Menschen mithilfe meiner Fotografien verzaubern …..“


    Mimi war mir von der 1. Seite an sympathisch. Wenn es diese starken Charaktere nicht wirklich gegeben hätte (und heute nicht auch noch geben würde), dann wären wir Frauen wahrscheinlich noch immer brave Heimchen am Herd, die sich um nichts anderes als die 3 K (Küche, Kinder, Kirche) kümmern würden.


    Petra Durst-Benning hat den Schauplatz ihres neuesten historischen Romans auf die schwäbische Alb gelegt, genauer gesagt nach Laichingen. Dort lebten die Menschen lange Zeit nach festgefahrenen Traditionen: Ganze Generationen von Männern arbeiteten als Weber in den Fabriken der Tuchindustrie, die Frauen fertigten Stickereien in Hausarbeit; es gab nichts anderes und über den Tellerrand zu schauen war damals nicht üblich oder man konnte es sich schlichtweg nicht leisten. Trotz harter Arbeit lebten die meisten Familien in Armut und ihr Hauptnahrungsmittel war „schwarzer Brei“, ein Brei aus Musmehl, den es heute noch in einer deftigen und einer süßen Variante gibt. Die Autorin schafft es mit ihren Beschreibungen, dass man sich als Leser ganz in die damalige Zeit zurückversetzt fühlt.


    Mimi lernt in Laichingen das karge und harte Leben der Leinenweber kennen aber sie versteht es nicht, dass niemand der Alteingesessenen aus diesem Joch ausbrechen möchte oder, wenn schon die Eltern es nicht tun, sie nicht wenigstens ihren Kindern die Möglichkeit geben etwas anderes zu tun als Generationen vor ihnen. Mimi erkennt zum Beispiel, dass einer der Jugendlichen ein großes Talent zum Zeichen hat und sie möchte ihm gerne helfen, dass er die Zeichenschule in Stuttgart besuchen darf. Leider stößt diese Idee bei seinen Eltern auf Widerstand. Aber Mimi wäre nicht Mimi, wenn sie sofort aufgeben würde.


    Neben dem Erzählstrang von Mimi, die dem Leser die Geschehnisse aus ihrer Sicht zeigt, erfahren wir von Anton und Alexander, wie das eingefahrene Leben in Laichingen sich für die Jugendlichen anfühlt und mit Eveline hat Petra Durst-Benning eine Protagonistin erschaffen, die aus „gutem Hause“ stammt und die Ehe mit einem Leinenweber eingegangen ist.


    Alle Protagonisten sind sehr liebevoll und realistisch angelegt worden und es macht Spaß, ihnen als Leser über die Schulter zu schauen und an ihrem Leben teilzuhaben. Natürlich kommen auch die Gefühle nicht zu kurz, denn Mimi lernt auf ihrer Reise durch Deutschland einen Wander-Gewerkschafter kennen, zu dem sie sich gleich hingezogen fühlt. Leider trennen sich ihre Wege und niemand weiß, ob sie sich jemals wiedersehen werden. Vielleicht verhilft das Schicksal ihnen ja zu einem Treffen zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort, wer weiß?


    Als 1. Teil einer Serie endet das Buch natürlich mit einem Cliffhanger (zumindest finde ich das natürlich, dass das Buch nicht in sich abgeschlossen ist). Die Wartezeit bis zu Band 2 wird schmerzlich, das weiß ich, aber umso schöner wird es im April dann sein, die Fortsetzung lesen zu können.


    Zu einem Buch, auf dem Petra Durst-Benning drauf steht, greife ich bedenkenlos – weil ich weiß, dass ich für ein paar Lesestunden wirklich gut unterhalten werde.


    https://buechersindfliegendete…eges-petra-durst-benning/


    https://www.lesejury.de/petra-…1&tab=reviews&s=2#reviews


    https://wasliestdu.de/rezension/die-fotografin-0


    https://www.lovelybooks.de/aut…9-w/rezension/1944292316/


    https://literaturschock.de/lit…ostID=1036076#post1036076


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