#06 - 425 bis 482 (Teil 3 komplett)

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Hier könnt Ihr zum sechsten Abschnitt - bis zum Ende Teil drei - schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Gereon kommen immer mehr Zweifel, ob er richtig gehandelt hat, als er sich zum LKA beworben hat. Er fühlt sich gefangen, Alleingänge sind nicht mehr drin und sogar die Pausen und abends kann er nicht verbringen, wie er möchte. Ich ahnte es.


    Als Gereon Gehrke in der Kantine sieht und Fragen stellt, reagiert der ungehalten. Ich dachte mir gleich, dass Gehrke irgendjemanden informiert. Also doch nicht schlampig, sondern auf Anweisung gehandelt.


    Marlow verschleppt Gereon unter den Augen des SD von der Straße, um ihm zu drohen. Er fühlt sich so sicher, mit all seinen Beziehungen, dass so ein kleiner Kriminalbeamter wie Gereon ihm nichts anhaben kann. Er braucht Gereon nicht mehr. Kein eleganter Abgang, den Gereon nach dem Gespräch hinlegt.


    Natürlich schweigt er sich wieder einmal darüber aus, auch wenn da ein „konspiratives Treffen“ in der Wohnung Rath stattfindet. Gespräche nur noch mit Musik, aber kann das ein Abhören wirklich verhindern? Ich finde es gruselig, wenn man in der eigenen Wohnung nicht mehr sagen kann, was man möchte. Aber Gereon hat einen Plan, den er nicht weiter erläutert.

    Böhm wird auf dem Heimweg durchsucht, aber seine Akten sind für den SD uninteressant.


    Gereons Plan ist perfide, aber wirkungsvoll. Warszawski wird eingeschaltet, die Akten erweitert und dann verschickt. Dem SD wird ein Kirchgang vorgespielt. Ich habe mich ja gefragt, wer so vertrauensvoll ist, dass er die Akten per Post bekommt. Nun wissen wir es – Pomme, der mehreren Chefs gewogen ist, aber am meisten seinem alten Chef Göring. Lange gesucht und nun flattern die Akten einfach so in seinen Briefkasten. Da hätte jemand auch mal misstrauisch werden müssen, doch die Freude, dass sie nun endlich da sind, ist wohl größer.


    Böhm und Charly geben nicht auf. Kluger Gedanke von Charly nach Greifswald noch einmal nach Marlow zu fahren. Dort gehen alle davon aus, dass auch Magnus bei dem Brand umgekommen ist, was vom Arzt bestätigt wurde. Welchem Arzt? Wrede natürlich!


    Charly hat auch wieder Geheimnisse Gereon gegenüber, sie erzählt ihm nicht, dass sie in Marlow war.


    Böhm und Charly wollen Alexander Wrede noch einmal sprechen, aber der ist laut Hinweis an der Tür immer noch zum Parteitag. Böhm und Charly ahnen Böses und so ist es auch. Wrede wurde schon vor Wochen ausgeschaltet, und seine Helferin gleich mit. Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr muss gehen. Marlow geht kein Risiko ein.


    Böhm informiert Gennat, der sogar selbst am Tatort auftaucht. Nun ist eine Beichte fällig, auch von Gereon. Das Meiste wird berichtet, aber nicht alles.


    Marlow und Liang geraten in eine Falle. Gereons Idee zeigt Wirkung. Liang ist tot und Marlow kann fliehen. Wenn es mit ihm zu Ende gewesen wäre, wäre ja auch zu schade, denn dieser Gegenspieler begleitet uns schon die ganze Zeit. Auch wenn er nicht sympathisch ist, würde er mir fehlen. Göring ist genauso kaltschnäuzig wie Marlow.

  • Als Gereon Gehrke in der Kantine sieht und Fragen stellt, reagiert der ungehalten. Ich dachte mir gleich, dass Gehrke irgendjemanden informiert. Also doch nicht schlampig, sondern auf Anweisung gehandelt.

    Oh je, das war wirklich sehr lax von Gereon! Ich denke, dass er Gehrke komplett unterschätzt hat und dachte, dass er den einfach mal so "nebenbei" ausfragen kann. Dass hinter dem Eigenbrötler mehr stecken könnte, hat er nicht bedacht, oder wie?:rolleyes:

    Natürlich schweigt er sich wieder einmal darüber aus, auch wenn da ein „konspiratives Treffen“ in der Wohnung Rath stattfindet. Gespräche nur noch mit Musik, aber kann das ein Abhören wirklich verhindern?

    Lautere Musik, laufende Wasserhähne - solche Versuche, Abhörversuche zu vereiteln, gab es zuhauf. Ich glaube tatsächlich, dass diese Grundgeräusche die Tonbandaufnahmen extrem stören können. Zumindest beim damaligen Stand der Technik.

    Charly hat auch wieder Geheimnisse Gereon gegenüber, sie erzählt ihm nicht, dass sie in Marlow war.

    Ja, da nehmen sich die beiden manchmal wirklich nicht viel! Es gab schon so manche Situation, bei der ich am liebsten laut gerufen hätte, dass sie endlich miteinander reden sollen - weil ich sicher bin, dass die beiden sich helfen könnten. Aber nein, auf mich hört ja keiner!:tststs:

    Wenigstens schafft die Szene in Wredes Praxis endlich mal ein bisschen Klarheit. Wer hätte gedacht, dass sich Gennat, Böhm, Charly und Gereon noch einmal - wohl oder übel - zusammentun?! Auf jeden Fall hat es mir imponiert, dass Gennat selbst nach Kreuzberg kommt und nur "seine Leute" mitbringt.

  • Aber nein, auf mich hört ja keiner! :tststs:

    Du rufst einfach nicht laut genug! :P

    Wenigstens schafft die Szene in Wredes Praxis endlich mal ein bisschen Klarheit. Wer hätte gedacht, dass sich Gennat, Böhm, Charly und Gereon noch einmal - wohl oder übel - zusammentun?! Auf jeden Fall hat es mir imponiert, dass Gennat selbst nach Kreuzberg kommt und nur "seine Leute" mitbringt.

    Gennat kam der damalige Fall anscheinend auch nicht geheuer vor. Aber irgendwann muss man es beenden, wenn sich gar nichts mehr ergibt. Nun ist da ein neuer Anhaltspunkt und Gennat weiß genau, dass hier die Chance ist, die Sache zu klären.

  • Es hat ja nicht lange gedauert, bis Gereon merkt, dass der neue Job ihm nicht liegt. Das hätten wir ihm vorher schon sagen können. Er ist doch ein Mordermittler durch und durch und vor allem ein Einzelgänger kein Teamplayer. Im LKA kann er nicht mehr schalten und walten wie er will. Aber ein zurück wird es nicht mehr geben, denke ich.


    Stück für Stück hat er sich Marlow jetzt zum Feind gemacht. Erst scheint es ja so, als wäre Marlow der Gefährlichere, weil er einen großen Untergrundring mit lauter Mördern unter sich hat. Aber Gereon hat auch ziemliches Verbrecherpotential. Wie er die Akten fälscht mit Hilfe der Schreibmaschine des Pfarrers und diese dann dem richtigen Mann zuspielt, dass nenne ich ausgekocht und gemeingefährlich. Gereon möchte ich auch nicht zum Feind haben. Ja, Gereon nennt es für sich Gerechtigkeit, aber es ist schon Selbstjustiz - in Kombination mit Selbstverteidigung.


    Dass Charlie dem Chinesen erzählt was sie weiß und dass Marlow sein Vater ist, da war ich mir nicht sicher, ob und was das bewirkt. Ich hätte ja damit gerechnet, dass Liang Marlow zur Rede stellt. Aber statt dessen wirft er sich für diesen in die Bresche und verhilft ihm wohl zur Flucht. Das hat mich dann doch irgendwie überrascht.

  • Ja, da nehmen sich die beiden manchmal wirklich nicht viel! Es gab schon so manche Situation, bei der ich am liebsten laut gerufen hätte, dass sie endlich miteinander reden sollen - weil ich sicher bin, dass die beiden sich helfen könnten. Aber nein, auf mich hört ja keiner! :tststs:

    Absolute Ehrlichkeit ist für die beiden ein Fremdwort. Dadurch bringen sie einander oder sich selber immer wieder mal in gefährliche Situationen. Und ein ums andere Mal denke ich mir, dass sie so manches Rätsel schneller lösen würden, wenn sie sich mehr aufeinander einlassen würden. Aber jeder kocht sein eigenes Süppchen. Und die beiden sind von ihren Charakteren her auch sehr unterschiedlich.

  • Es hat ja nicht lange gedauert, bis Gereon merkt, dass der neue Job ihm nicht liegt. Das hätten wir ihm vorher schon sagen können. Er ist doch ein Mordermittler durch und durch und vor allem ein Einzelgänger kein Teamplayer. Im LKA kann er nicht mehr schalten und walten wie er will.

    Wir ahnten es schon, dass er beim LKA nicht glücklich wird. Was auch wir aber nicht voraussehen konnten ist, dass die dort scheinbar als Team ewig nur über Akten hängen. So kam es mir jedenfalls vor.


    Natürlich ist die interne Arbeit auch wichtig, aber ich sehe Ermittler eben auch viel unterwegs.


    Ja, Gereon nennt es für sich Gerechtigkeit, aber es ist schon Selbstjustiz - in Kombination mit Selbstverteidigung.

    Es ist Selbstjustiz - da geht kein Weg dran vorbei. Gereon wusste genau, welche Stellschrauben er drehen musste, damit so etwas passiert.

    Ich hätte ja damit gerechnet, dass Liang Marlow zur Rede stellt. Aber statt dessen wirft er sich für diesen in die Bresche und verhilft ihm wohl zur Flucht. Das hat mich dann doch irgendwie überrascht.

    Ich hatte da immer noch nicht den Eindruck, dass Liang etwas gewusst hat und hätte daher eine Reaktion erwartet. Doch er zeigt ja nie eine Regung.

  • Na, so ganz glücklich ist Rath mit seinem neuen Job dann doch nicht, was mich nicht sehr verwundert, wo er doch immer gerne alleine gearbeitet hat.


    Gehrke steht oder stand tatsächlich auf Marlows Gehaltsliste, was auch nicht überrascht, denn so inkompetent konnte der Beamte echt nicht sein, bei all dem, was er offensichtlich übersehen hat.

    Und prompt setzt Marlow Rath die Pistole auf die Brust und droht ihm offen und deutlich.


    Ganz ehrlich, das Spiel, welches Rath mit den Akten gerade durchzieht, ist gefährlich, aber ich denke, er hat damit tatsächlich die besten Chancen, Marlow endgültig loszuwerden, wie auf dem legalen Weg. Wobei ich es klasse finde, dass Gennat ein offenes Ohr für Böhm und die Raths hat und Marlow und Liang ebenfalls das Handwerk legen will, aber ich habe ebenfalls meine Zweifel, ob das in dem damaligen Deutschland überhaupt möglich war.


    Warszawski gefällt mir jedesmal wieder gut, wenn er einen Auftritt hat und ich hoffe sehr, dass er niemals in den Folkus der Nazis gerät. Als der Pastor Gereon fragt, wer der Empfänger sei, also Pomme, meint Gereon, das sei ein Mann, dem er vertraut. Hatte Pomme in den früheren Büchern auch schon einen Auftritt? Ich kann mich nämlich nicht mehr erinnern, was aber nicht viel heißt.


    In jedem Fall scheint Pomme das Material genau so zu verwenden, wie es Gereon beabsichtigt hat. Leider ist Marlow dem Hinterhalt entkommen, aber seinen Sohn hat es erwischt. Nun kann man nur hoffen, dass er nicht dahinterkommt, wer dafür gesorgt hat, dass Göring Marlow das Vertrauen entzieht.


    Liang scheint aber tatsächlich nicht gewusst zu haben, dass der tote Ritter Charlys Vater war, jedenfalls interpretiere ich so seine Reaktion. Aber dennoch ist da keine Spur von Reue o.ä., daher kann ich schon verstehen, dass Charly derart wütend ist und es auf die volle Konfrontation ankommen lässt, ohne Angst dabei zu verspüren.

    Dass Marlow bzw. Larsen sein Vater ist, war Liang aber ebenfalls nicht bekannt und er scheint seinen Vater wohl auch nicht mehr darauf angesprochen zu haben?


    Wir hatten uns in einem früheren Abschnitt gefragt, warum Liang als Chauffeur und rechte mörderische Hand seines Vaters fungiert: am Ende dieses Abschnitts erhalten wir auch hierauf eine Antwort. Es war nicht Marlows Absicht von Anfang an, aus seinem Sohn einen Verbrecher zu machen.

    Aber dass Liang seine verhassten Mitschüler derart vermöbelt, zeigt doch schon, dass er über eine gewisse Kaltblütigkeit und Brutalität verfügt, um in der Unterwelt eine vielversprechende Karriere anzusteuern.


    Nun bin ich ziemlich gespannt auf den letzten Abschnitt und hoffe sehr, dass Marlow diesen entweder nicht überlebt oder entsprechend zur Rechenschaft gezogen, ohne dass Böhm oder Raths ein Härchen gekrümmt wird.

    Ich gebe zu, mir wäre das Erstere lieber, denn von einem toten Marlow müssten Gereon und Charly wirklich nichts mehr fürchten. Bei einem Marlow im Knast habe ich die Befürchtung, dass er doch noch zu viele Kontakte hat, bei denen er irgendwelche Gefälligkeiten einfordern kann, auch wenn sein Leben als Unterweltboss hinter sich gelassen hat.

    Auch Wrede, der eigentlich ein alter Freund von ihm war, hatte inzwischen ausgedient und war ganz schnell weg vom Fenster.

  • Gesprächenur noch mit Musik, aber kann das ein Abhören wirklich verhindern? Ich finde esgruselig, wenn man in der eigenen Wohnung nicht mehr sagen kann, was manmöchte.

    Das finde ich auch schrecklich.


    Aber Gereon hat einen Plan, den er nicht weiter erläutert.

    Ich muss gestehen, in diesem Fall bin ich sogar bei ihm, dass er diesen Plan für sich behält. So kann auch Böhm bei der anschließenden Durchsuchung durch den SD völlig cool bleiben, weil er ahnungslos ist.


    Böhm wird auf dem Heimweg durchsucht, aber seine Akten sindfür den SD uninteressant.

    Glücklicherweise lassen sie ihn auch recht schnell wieder gehen.


    Oh je, das war wirklich sehr lax von Gereon! Ich denke, dass er Gehrke komplett unterschätzt hat und dachte, dass er den einfach mal so "nebenbei" ausfragen kann. Dass hinter dem Eigenbrötler mehr stecken könnte, hat er nicht bedacht, oder wie? :rolleyes:

    Oder wollte Rath herausfinden, ob eine entsprechende Reaktion kommt, die ihm bestätigt, dass Gehrke damals gekauft wurde? Aber sehr clever war die ganze Aktion in jedem Fall nicht.


    Wenigstens schafft die Szene in Wredes Praxis endlich mal ein bisschen Klarheit. Wer hätte gedacht, dass sich Gennat, Böhm, Charly und Gereon noch einmal - wohl oder übel - zusammentun?! Auf jeden Fall hat es mir imponiert, dass Gennat selbst nach Kreuzberg kommt und nur "seine Leute" mitbringt.

    Dass die Vier nochmal zusammenkommen, damit hatte ich auch nicht mehr gerechnet.


    Aber statt dessen wirft er sich für diesen in die Bresche und verhilft ihm wohl zur Flucht. Das hat mich dann doch irgendwie überrascht.

    Ich war mir auch nicht sicher, wie sich Liang in der Situation verhalten wird.

  • Hatte Pomme in den früheren Büchern auch schon einen Auftritt? Ich kann mich nämlich nicht mehr erinnern, was aber nicht viel heißt.

    Ich kann mich nicht erinnern, aber mein Namensgedächtnis ist auch schrecklich.

    In jedem Fall scheint Pomme das Material genau so zu verwenden, wie es Gereon beabsichtigt hat. Leider ist Marlow dem Hinterhalt entkommen, aber seinen Sohn hat es erwischt. Nun kann man nur hoffen, dass er nicht dahinterkommt, wer dafür gesorgt hat, dass Göring Marlow das Vertrauen entzieht.

    Marlow ist doch nicht dumm. Ich denke schon, dass der genau weiß, wer ihn da reingeritten hat.

    Es war nicht Marlows Absicht von Anfang an, aus seinem Sohn einen Verbrecher zu machen.

    Aber es kam ihm einfach zu pass.

  • Ich denke, dass er Gehrke komplett unterschätzt hat und dachte, dass er den einfach mal so "nebenbei" ausfragen kann. Dass hinter dem Eigenbrötler mehr stecken könnte, hat er nicht bedacht, oder wie? :rolleyes:

    Das denke ich auch! Gereon ist was Gehrke angeht, völlig naiv und unüberlegt ans Werk gegangen. Zumindest hätte er in Erwägung ziehen sollen, dass Gehrke nicht nur schlampig ermittelt hat, sondern ganz bewusst vieles nicht in seine Ermittlungen miteinbezogen hat.


    Gereons "Ausflug" mit Marlow ist beängstigend. Marlow sagt ja ganz deutlich, dass Rath nur deshalb noch lebt, weil Marlow sich einbildet, dass er ihn eventuell noch brauchen kann. Die Rückblicke auf vergangene Konfrontationen mit Marlow, zum Beispiel die Geschichte mit der getöteten Hündin, charakterisieren ihn so, wie er tatsächlich ist: konsequent brutal, wenn es darum geht, seinen Willen durchzusetzen.

    Es ist eine eindeutige Warnung für Rath.


    Das Versteck der Brunner-Akten war wirklich klug gewählt, der Übergabeort ebenso. Gereon erweitert diese Protokolle um einige Hinweise über Dr. M - also Marlow. Damit werden die Akten endgültig zu einer Bombe.

    Aber Gereons Schachzug diesbezüglich ist klug und effizient.

    Göring reagiert wie erwartet und Marlow und Kuen Yao werden in eine Falle gelockt. Marlow kann flüchten, aber Kuen Yao muss sterben (und auch wenn er ein Mörder ist - irgendwie tut es mir leid um ihn. Vor allem nachdem er jetzt erfahren hat, dass Marlow sein Vater ist.)


    Übrigens... was ich vorher nicht wußte, war, dass der Begriff Pastor ein Titel ist für Geistliche im Dienste einer Kirche, egal ob katholisch oder evangelisch. Für mich waren bis jetzt Pastor und Pfarrer konfessionelle Konkurrenten:verlegen:

    Marlow ist doch nicht dumm. Ich denke schon, dass der genau weiß, wer ihn da reingeritten hat.

    Ich fürchte auch, dass Marlow ganz genau weiß, wer ihm das eingebrockt hat. Außerdem braucht das Buch noch einen Abschluss - auch wenn der vermutlich einige Fragen noch offen lässt.

    Absolute Ehrlichkeit ist für die beiden ein Fremdwort. Dadurch bringen sie einander oder sich selber immer wieder mal in gefährliche Situationen. Und ein ums andere Mal denke ich mir, dass sie so manches Rätsel schneller lösen würden, wenn sie sich mehr aufeinander einlassen würden

    Sie lieben einander, aber sie könnens nicht besser! Und ein wenig nervig ist diese Herumtanzerei dann schon....:tse:

  • Warszawski gefällt mir jedesmal wieder gut, wenn er einen Auftritt hat und ich hoffe sehr, dass er niemals in den Folkus der Nazis gerät. Als der Pastor Gereon fragt, wer der Empfänger sei, also Pomme, meint Gereon, das sei ein Mann, dem er vertraut. Hatte Pomme in den früheren Büchern auch schon einen Auftritt? Ich kann mich nämlich nicht mehr erinnern, was aber nicht viel heißt.

    Kann mich auch nicht errinnern. Habe es so verstanden, dass er vertraut, dass Pomme die Akten an die richtigen Stellen weiterreicht und Marlow damit ins Visier der Nazis gerät.

  • Es war nicht Marlows Absicht von Anfang an, aus seinem Sohn einen Verbrecher zu machen.

    Aber es kam ihm einfach zu pass.

    Ich kann mir jetzt auch gar nicht vorstellen, was aus ihm hätte werden können im Dunstkreis eines Gangsterkönigs. Was Solides wäre seltsam gewesen. Und er hat schon so eine Ader gehabt. Also in der Schule muss er ja einige Jungs ziemlich fertig gemacht haben. Er war weder ein Weichei noch wurde er von Marlow gezwungen. Er war mehr als bereit dazu.

  • Warszawski gefällt mir jedesmal wieder gut, wenn er einen Auftritt hat und ich hoffe sehr, dass er niemals in den Folkus der Nazis gerät. Als der Pastor Gereon fragt, wer der Empfänger sei, also Pomme, meint Gereon, das sei ein Mann, dem er vertraut. Hatte Pomme in den früheren Büchern auch schon einen Auftritt? Ich kann mich nämlich nicht mehr erinnern, was aber nicht viel heißt.

    Kann mich auch nicht errinnern. Habe es so verstanden, dass er vertraut, dass Pomme die Akten an die richtigen Stellen weiterreicht und Marlow damit ins Visier der Nazis gerät.

    Ja, so habe ich das ebenfalls interpretiert: er vertraut auf Pomme, weil dieser gar nicht anders kann, als die Geheimakten an seinen ersten Chef weiterzuleiten.

    Ich kann mir jetzt auch gar nicht vorstellen, was aus ihm hätte werden können im Dunstkreis eines Gangsterkönigs. Was Solides wäre seltsam gewesen. Und er hat schon so eine Ader gehabt. Also in der Schule muss er ja einige Jungs ziemlich fertig gemacht haben. Er war weder ein Weichei noch wurde er von Marlow gezwungen. Er war mehr als bereit dazu

    Vermutlich kommt für die gewalttätige Art, die er schon früh an den Tag legt, einiges zusammen: zum einen die miese Behandlung seiner Mutter auf dem Gutshof, zum anderen die rassistische Ausgrenzung die ihm selbst all die Jahre widerfährt. Im Grunde hat Liang - außer seiner Mutter und Marlow - nie jemanden gehabt, der ihn gut behandelt hat und dem er einfach vertrauen konnte. Ich denke er ist dadurch komplett abgestumpft...

  • Im Grunde hat Liang - außer seiner Mutter und Marlow - nie jemanden gehabt, der ihn gut behandelt hat und dem er einfach vertrauen konnte. Ich denke er ist dadurch komplett abgestumpft...

    Und Marlow hat ihm nie gesagt, dass er nicht alleine auf der Welt ist sondern einen Vater hat. Und er hat ihm auch nie seine Liebe gezeigt. Traurige Geschichte.

  • Im Grunde hat Liang - außer seiner Mutter und Marlow - nie jemanden gehabt, der ihn gut behandelt hat und dem er einfach vertrauen konnte. Ich denke er ist dadurch komplett abgestumpft...

    Und Marlow hat ihm nie gesagt, dass er nicht alleine auf der Welt ist sondern einen Vater hat. Und er hat ihm auch nie seine Liebe gezeigt. Traurige Geschichte.

    Ja, genau. Marlows Sohn ist zuerst Opfer, dann - in einer extrem schwierigen Zeit - fehlt ihm ein Stück weit elterliche Liebe, Sorge und Erziehung. Schlussendlich lassen ihn all diese Erlebnisse zu einem kaltblütigen Täter werden. Leider.

  • Marlow kann flüchten, aber Kuen Yao muss sterben (und auch wenn er ein Mörder ist - irgendwie tut es mir leid um ihn. Vor allem nachdem er jetzt erfahren hat, dass Marlow sein Vater ist.)

    Ich muss gestehen, mein Mitleid hält sich sehr in Grenzen, immerhin ist Liang ein Verbrecher und Mörder, da ist der eigene Tod ein Berufsrisiko.

    Was aber sein Werdegang angeht und wie es gekommen ist, da tut er mir schon leid, dass hier einiges schief gelaufen ist.


    Kann mich auch nicht errinnern. Habe es so verstanden, dass er vertraut, dass Pomme die Akten an die richtigen Stellen weiterreicht und Marlow damit ins Visier der Nazis gerät.

    So interpretiere ich das im Moment auch so für mich.

  • Marlow und Liang geraten in eine Falle. Gereons Idee zeigt Wirkung. Liang ist tot und Marlow kann fliehen. Wenn es mit ihm zu Ende gewesen wäre, wäre ja auch zu schade, denn dieser Gegenspieler begleitet uns schon die ganze Zeit. Auch wenn er nicht sympathisch ist, würde er mir fehlen. Göring ist genauso kaltschnäuzig wie Marlow.


    Puh, das war ja echt spannend gegen Ende dieses Abschnitts, hat mir gut gefallen. Ich bin ein wenig traurig, dass Liang tot ist, auch wenn er es "verdient" hätte ... Charly verachtet ihn jedenfalls ja so sehr, dass sie - trotz ihrer Hilfe - kein Geld angenommen hat. Ich bin auch froh, dass Marlow überlebt hat ... bis jetzt ... hoffe, er bleibt die letzten paar Seiten noch am Leben ;)

    Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch Menschen ... Heinrich Heine

  • Natürlich schweigt er sich wieder einmal darüber aus, auch wenn da ein „konspiratives Treffen“ in der Wohnung Rath stattfindet. Gespräche nur noch mit Musik, aber kann das ein Abhören wirklich verhindern?

    Lautere Musik, laufende Wasserhähne - solche Versuche, Abhörversuche zu vereiteln, gab es zuhauf. Ich glaube tatsächlich, dass diese Grundgeräusche die Tonbandaufnahmen extrem stören können. Zumindest beim damaligen Stand der Technik.

    Ja, da nehmen sich die beiden manchmal wirklich nicht viel! Es gab schon so manche Situation, bei der ich am liebsten laut gerufen hätte, dass sie endlich miteinander reden sollen - weil ich sicher bin, dass die beiden sich helfen könnten. Aber nein, auf mich hört ja keiner!:tststs:

    Wenigstens schafft die Szene in Wredes Praxis endlich mal ein bisschen Klarheit. Wer hätte gedacht, dass sich Gennat, Böhm, Charly und Gereon noch einmal - wohl oder übel - zusammentun?! Auf jeden Fall hat es mir imponiert, dass Gennat selbst nach Kreuzberg kommt und nur "seine Leute" mitbringt.


    Witzigerweise habe ich das neulich in einem neuen Film gesehen - Gone Girl. Da fanden die Gespräche auch unter der Dusche bei laufendem Wasser statt aber ich glaube es ging mehr darum, dass man dadurch sehen konnte, dass sie beide nicht verkabelt waren.

    Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch Menschen ... Heinrich Heine

  • Wenigstens schafft die Szene in Wredes Praxis endlich mal ein bisschen Klarheit. Wer hätte gedacht, dass sich Gennat, Böhm, Charly und Gereon noch einmal - wohl oder übel - zusammentun?! Auf jeden Fall hat es mir imponiert, dass Gennat selbst nach Kreuzberg kommt und nur "seine Leute" mitbringt.

    Gennat kam der damalige Fall anscheinend auch nicht geheuer vor. Aber irgendwann muss man es beenden, wenn sich gar nichts mehr ergibt. Nun ist da ein neuer Anhaltspunkt und Gennat weiß genau, dass hier die Chance ist, die Sache zu klären.

    Das fand ich auch klasse ... die alte Crew mal wieder zusammen. Obwohl als Gereon sie als Kollegen bezeichnet, hängt Gennat schnell noch ein "Ex" davor ...

    Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch Menschen ... Heinrich Heine