#03 - 171 bis 264 (einschließlich Kapitel 43)

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  • Hier könnt Ihr zum dritten Abschnitt - einschließlich Kapitel 43 - schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Die Witwe Lehmann hat an dem einen Tag noch Zukunftsängste, da der Mann nicht mehr für das Auskommen sorgen kann, und schon kurz darauf wohnt sie in einem viel besseren Viertel und der Umzug ist Hals über Kopf passiert. Das macht auch Gereon nachdenklich, als er ihr das Foto von Brunner gezeigt hat. Aber ich glaube, dass seine Gedankengänge in die falsche Richtung gehen. Der SD hat doch großes Interesse, dass Brunners Aktion geheim bleibt.


    Welcher Dicke trifft sich denn da mit Göring, versorgt ihn anscheinend mit Drogen, hat jemanden bei der Polizei, beim SD und weiß wo demnächst eine Fabrik zum Kauf steht? Marlow? Göring wusste von Brunner – da hat wohl jeder überall seine Spitzel.


    Gereon und sein neuer Job! Da ist nichts mehr mit unterwegs seine eigenen Süppchen kochen, sondern es heißt schön am Schreibtisch Akten sichten. Er hat sich da bestimmt keinen Gefallen getan, auch wenn ein Aufstieg lockt. Selbst die Mittagspause muss er mit den Kollegen verbringen. Dabei wird der Fall Lehmann durch die Aussage des Taxifahrers für ihn wieder interessant.


    Er hat aber mal wieder eine ungewöhnliche Idee, die Aufklärung bringt in dem Fall der Munitionsfabrik. Kleine Ursache, große Wirkung. Nur weil gespart wird an so simplen Dingen wie Handschuhe, kommt es zu dieser Kettenreaktion mit so vielen Toten.


    Gereon besorgt die Akten für Böhm und trifft sich mit ihm. Böhm ist wirklich um Charlotte besorgt und dieser Dreh mit dem abgekürzten Vornamen ist gut. Gereon ist erstaunt, dass sein Schwiegervater Gefängniswärter war. Beim Ehepaar Ritter hat jeder seine Geheimnisse! Wir haben es ja schon immer gesagt, da müsste mal miteinander geredet werden. Gereon ist so besorgt, dass er sogar Greta aufsucht, die aber als gute Freundin von Charly nicht reden will.


    Ist aber dumm gelaufen, dass die Akten Charly zufällig in die Finger gerieten. Die ist nicht dumm und wird schon noch dahinterkommen, um was es geht. Sie hält sich noch zurück, aber irgendwann wird sie in die Schreibtischschublade schauen (die jetzt leer ist), genauso wie sie am Ende auch in den Umschlag von Liang geschaut hat. Der weiß gar nicht, dass Marlow ihm sehr eng verbunden ist. Auch Charly hätte mit der Nachricht wohl nicht gerechnet, als sie in Tsingtau angerufen hat.


    Charlys Milchflaschen-Obduktion fand ich irgendwie lustig. Der ehrenwerte Nachbar! Als ich das gelesen habe, musste ich erstmal suchen, was ein Stürmerkasten ist.


    Fritze hat nicht nach Hause geschrieben, aber intensiv zu seiner „Oma“. Die fühlt sich von seinem Enthusiasmus angesteckt und will auch nach Nürnberg.


    Lustig finde ich aber auch die Fahrt von Gereon mit seiner Schwiegermutter nach Nürnberg. Das hatte er sich anders vorgestellt. Auch von ihr erfährt er nicht allzu viel über das, was in Moabit geschehen ist. Luise glaubt der Gefängnisleitung und zweifelt an ihrem Mann. Traurig!


    Ich bin gespannt, wie Gereon in Schwalbach noch an die Akten kommen will. Bisher läuft das ja nicht so gut.


    Marlow hat gedacht, er hätte alles im Griff, aber das Ansinnen von Sowa ist schon ziemlich heftig.

  • Also haben wir das denn jetzt geklärt mit Marlow und seinem Chinesen? Ist er das Kind der verstorbenen Frau in der "anderen Geschichte"? Und ist Marlow dann tatsächlich der Sohn des Forstmeisters und Gutsbesitzers, dessen Haus er angezündet hat damals? ... mmmhhh ... inzwischen bin ich richtig drin in der Geschichte, morgen schreibe ich hier noch ein bisschen mehr, jetzt muss ich meine Grippe noch ein wenig auf der Couch kurieren ...

    Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch Menschen ... Heinrich Heine

  • Ni hao, Ihr Lieben. :totlach: Ich bin erfreut, dass ich hier sogar ein bisschen mein Chinesisch "verbessern" kann. (Bis jetzt habe ich ja überhaupt kein Chinesisch sprechen können.)


    Charlie nimmt also die Nachforschungen auf. Ist ja keine Erpressung für mich, sondern tatsächlich ein Auftrag. Und ganz ungefährlich ist der sicher auch nicht, denn sie hilft ja einem Menschen, den die Nazis für minderwertig halten. Und ich bin mir auch noch nicht schlüssig, warum denn Marlow nichts von der Heirat wissen darf. Ich vermute ja, Liang will jemanden heiraten, die Marlow nicht passt. Hat Marlow eine Tochter?


    Böhm bringt Gereon auf eine Spur, die mit Charlies Vater zu tun hat. Und einem Mörder, der mehr als einen Menschen auf dem Gewissen haben könnte. Das scheint ja ein ausgeklügeltes System zu sein. Der Arzt attestiert einen unheilbaren Gehirntumor (wobei ich eher vermute, dass das nicht stimmt, sondern den Leuten nur gesagt werden, damit sie mit dem Leben abgeschlossen haben) und dann tun die Kranken, was man von ihnen will. Der Taxifahrer hat als Gegenleistung seine Frau abgesichert. Aber was war im ersten Fall die Gegenleistung? Und was spielt Charlies Vater für eine Rolle. So ganz steige ich da noch nicht durch, wie das zusammen hängt.


    Es gibt also wieder jede Menge Geheimnisse bei Familie Rath. Wie schon im Vorgängerband. Oh Mann, die lernen es auch nicht mehr. (Charlie findet ja die Akten - und liest sie nicht. Da ist sie genau wie ihr Mann, der anfangs den Brief nicht gelesen hat. Auch sie wird sich später in den A... beißen, deswegen.)


    Und Fritzchen, puh, bei dem wird es auch brenzlig. Zuerst einmal fand ich den Oberbannführer fast übergriffig, wie er Fritzchen ausfragt und betatscht. Will er ihn nur über die Pflegeeltern ausquetschen und zum Denunzieren verleiten oder ist da noch was anderes im Busch? Das der Junge nur der "Oma" schreibt aber den Raths gar nicht, finde ich schon arg piefig von ihm. Schließlich haben sie ihn doch aufgenommen und es geht ihm doch gut bei ihnen. Eine kleine Karte dürfte es schon sein. Teemager halt.


    Klasse fand ich, wie Greta Overbeck dem Gereon ganz deutlich sagt, dass man sich positionieren muss in Zeiten wie diesen. Ich habe das Gefühl, Gereon steht kurz davor, genau dies zu tun. Allein schon, wie seine Schwiegermutter nervt mit ihrem Heil-Hitler-Gejubel. Boa. Und jetzt ist er in Nürnberg und bekommt das Ganze TRARA mit.


    Dass Göhring hier einen Auftritt hat, hat mich überrascht. Wie nur all diese Naziköpfe aus ihrem schwarzen Sumpf an die Spitze der Gesellschaft haben schwimmen können. Echt ätzend und immer wieder unverständlich.

    :lesen:
    Leserunde: Marlow - Volker Kutscher

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    NSA - Nationales Sicherheits-Amt - Andreas Eschbach







  • Charlys Milchflaschen-Obduktion fand ich irgendwie lustig. Derehrenwerte Nachbar! Als ich das gelesen habe, musste ich erstmal suchen, wasein Stürmerkasten ist.

    Observation? Ja, die war Klasse. Ein Lehrstück für jeden guten Detektiv. Was mir da immer auffällt ist, das sowohl Gereon als auch Charlie ziemlich viel Rauchen. Ich denke mir da immer, so ein Auto voller Rauchschwaden MUSS doch auffallen. :totlach:

    :lesen:
    Leserunde: Marlow - Volker Kutscher

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    NSA - Nationales Sicherheits-Amt - Andreas Eschbach







  • Lustig finde ich aber auch die Fahrt von Gereon mit seinerSchwiegermutter nach Nürnberg. Das hatte er sich anders vorgestellt. Auch vonihr erfährt er nicht allzu viel über das, was in Moabit geschehen ist. Luiseglaubt der Gefängnisleitung und zweifelt an ihrem Mann. Traurig!

    Luise Ritter ist leider so ganz anders als ihre Tochter. Vielleicht ist sie einfach nur naiv und etwas dumm. Dass sie ihren Mann zu so etwas fähig hält, finde ich auch schade. Sie hält sein Andenken nicht hoch. Für Charlie dürfte das besonders schmerzlich sein.

    :lesen:
    Leserunde: Marlow - Volker Kutscher

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    NSA - Nationales Sicherheits-Amt - Andreas Eschbach







  • Hat Marlow eine Tochter?

    Nichts dass ich wüsste.

    Der Arzt attestiert einen unheilbaren Gehirntumor (wobei ich eher vermute, dass das nicht stimmt, sondern den Leuten nur gesagt werden, damit sie mit dem Leben abgeschlossen haben) und dann tun die Kranken, was man von ihnen will. Der Taxifahrer hat als Gegenleistung seine Frau abgesichert.

    Aber der Taxifahrer, der im letzten Moment auftaucht, hat doch was von Kopfschmerzen gesagt (oder so ähnlich bestätigt), daher gehe ich mal davon aus, dass Lehmann wirklich krank war. Er wollte dann das Beste für die Familie.

    Aber was war im ersten Fall die Gegenleistung? Und was spielt Charlies Vater für eine Rolle.

    Was bei Bruck die Gegenleistung war, weiß ich nicht oder nicht mehr - wird aber ähnlich gelaufen sein.

    Charlys Vater hat eingegriffen und jemanden vor Bruck geschützt. Das war aber nicht der Plan gewesen, da sollte jemand sterben. Dann wurde er in die Falle gelockt.


    Es gibt also wieder jede Menge Geheimnisse bei Familie Rath.

    War das je anders?

    Will er ihn nur über die Pflegeeltern ausquetschen und zum Denunzieren verleiten oder ist da noch was anderes im Busch?

    Er ist ziemlich übergriffig. Ich glaube, dass er auf irgendeine fiese Art, den Raths eins auswischen will.

    Das der Junge nur der "Oma" schreibt aber den Raths gar nicht, finde ich schon arg piefig von ihm.

    Er ist aber sauer, dass Charly ihn in dieser Sache nicht versteht und auch nicht unterstützt.

    Observation? Ja, die war Klasse

    Wie kommt denn da "Obduktion" hin. Da waren zu viele Gedanken in meinem Kopf, denn ein Anruf kurz vorher hat mich etwas durcheinander gebracht.

  • Guten Morgen,


    ich bin froh, das Charly sich auf das Angebot von Liang eingelassen hat. Das hat etwas Versöhnliches! Irgendwie tut mir der Chinese auch ein bisschen leid. Ich gönne ihm einen Neuanfang.


    Ebenfalls hat mich gefreut, das Charly zu Emigrationszwecken Schweden in Betracht zieht. Das könnte für sie und vielleicht auch einige andere eine Perspektive werden. Nur bei Rath sehe ich da schwarz. Ich kann mir nicht vorstellen das er mal bereit sein wird Deutschland zu verlassen. Überhaupt scheint es um die Ehe der beiden gerade sehr schwierig bestellt zu sein. So viele Geheimnisse! Kann das gut gehen? Sie brauchen wirklich dringend eine "Perspektive".


    Es hat mich sehr erschrocken, wie viele Postkarten und Briefe Fritz an Luise Ritter geschrieben haben muss. Ich frage mich auch warum? Tat er es nur, weil er sich von Luise Ritter in Bezug auf die HJ verstanden fühlt oder will er damit bewusst seine Pflegeeltern brüskieren?

    Insofern fand ich es super, das Rath die Gelegenheit nutzt und nach Nürnberg fährt. Es war wieder typisch Gereon, das er Nebe im Glauben ließ, er wolle den Führer sehen! Ich hoffe nur, er nutzt seinen Urlaub auch wirklich um Fritz zu treffen und bleibt nicht in der Suche nach den Spionage-Dokumenten von Brunner hängen. Fritz braucht dringen Unterstützung und Orientierung.


    Böhms Sorge um Charly wegen ihrer Zeugenaussage in der Akte Bruck kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Wer - außer Böhm - interessiert sich denn überhaupt noch für den Fall? Das liegt doch schon viele Jahre zurück. Charlys Unterschrift könnte durchaus von einigen Mitarbeitern in der Burg wiedererkannt werden, aber wer beschäftigt sich dort damit? Ich habe den Eindruck, das Böhm mehr als rein freundschaftliches bzw. berufliches Interesse an Charly hegt.

  • Charlys Milchflaschen-Obduktion fand ich irgendwie lustig. Derehrenwerte Nachbar! Als ich das gelesen habe, musste ich erstmal suchen, wasein Stürmerkasten ist.

    Was ist denn ein "Stürmerkasten"??(

    "...

    Die Stürmer-Kästen wurden öffentlich aufgestellt, um die antisemitische Hetze noch weiter in die Bevölkerung verteilen zu können..."


    Also Schaukästen, in denen die Zeitschrift "Der Stürmer" ihre fürchterlichen Artikel aushängen konnte, damit jeder sie lesen konnte.

    :lesen:
    Leserunde: Marlow - Volker Kutscher

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  • Das hat etwas Versöhnliches! Irgendwie tut mir der Chinese auch ein bisschen leid. Ich gönne ihm einen Neuanfang.

    Mir tut er nicht wirklich leid. Er war Marlow ein ergebener und kaltschnäuziger Handlanger.

    Ebenfalls hat mich gefreut, das Charly zu Emigrationszwecken Schweden in Betracht zieht. Das könnte für sie und vielleicht auch einige andere eine Perspektive werden. Nur bei Rath sehe ich da schwarz. Ich kann mir nicht vorstellen das er mal bereit sein wird Deutschland zu verlassen.

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Rath Deutschland verlassen würde. Vielleicht bleibt ihm aber irgendwann gar nichts anderes übrig, wenn er überleben will. Aber er liebt Charly und will sie schützen. Wenn sie also in Gefahr gerät, wer weiß...

    Ich hoffe nur, er nutzt seinen Urlaub auch wirklich um Fritz zu treffen und bleibt nicht in der Suche nach den Spionage-Dokumenten von Brunner hängen.

    Rath wird das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Antreiben tut ihn aber nicht Fritze, sondern seine Neugier. Aber er braucht ja auch eine Alibi für seine Schnüffelei.

    Böhms Sorge um Charly wegen ihrer Zeugenaussage in der Akte Bruck kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Wer - außer Böhm - interessiert sich denn überhaupt noch für den Fall? Das liegt doch schon viele Jahre zurück.

    Da hat jemand rücksichtslos aufgeräumt und der hat bestimmt ein Auge auf die Sache (und vielleicht auch auf Böhm), ob da nicht doch noch was geschieht. Die Gefahr ist vielleicht im Moment nicht so hoch, aber auszuschließen ist sie nicht. Auch den Gennat den Fall abgeschlossen hat, der Mann ist nicht dumm und behält das bestimmt im Hinterkopf.

    Was ist denn ein "Stürmerkasten"?

    Das musste ich auch erst mal googeln, obwohl mir dieses Blatt "Stürmer" früher schon untergekommen war. Aber da stand ich einfach auf der Leitung. Gagamaus hat ja die Antwort schon geliefert.

  • Wenn Böhm und Rath da mal nicht in ein Wespennest stechen - die beiden müssen sehr vorsichtig sein!


    Ich dachte die ganze Zeit, dass Brunners Tod ein reines SS-/SD-Ding sei, aber so wie das aussieht, ist derjenige, der für den Tod von Lehmann und Brunner verantwortlich ist, schon Jahre zuvor aktiv gewesen, als die Nazis noch nicht das Sagen hatten. Handelt es sich hierbei um Marlow, der Göring mit Drogen versorgt, während dieser ihm steckt, wo demnächst ein Unternehmen zum Verkauf anstehen wird?


    Böhm lässt die Katze aus dem Sack, warum er Gereon gegenüber immer wieder Charly bei der ganzen Angelegenheit ins Spiel gebracht hat: das war ja der Knaller, dass sie damals die Zeugin war und gar nicht ihr Vater. Aber ich gebe Böhm recht, mir sind das damals auch zuviele Zufälle auf einmal, da ist definitiv etwas faul.

    Wer hätte jemals gedacht, dass Böhm und Rath irgendwann übereinstimmend gemeinsam Geheimnisse vor Charly haben würden. Dumm nur, dass Charly zufälligerweise zuerst die Akten im Buick und dann später bei Böhm auf dem Schreibtisch entdeckt. Sie ist ja schließlich nicht blöd und irgendwann wird die Neugierde sicherlich überwiegen, fürchte ich.


    Greta stellt in diesem Abschnitt mal wieder unter Beweis, was für eine gute Freundin sie für Charly ist. Ich bin auch davon überzeugt, dass sie zu ihrem Wort stehen wird, wenn es hart auf hart kommen sollte. Und vielleicht wäre es wirklich besser, wenn Charly das Land verlassen würde.


    Kuen-Yao bittet Charly nochmals eindringlich um ihre Hilfe und die 800 Mark können sie schließlich überzeugen. Wie clever Charly ist, zeigt auch, dass ihr durchaus der Gedanke kommt, dass es gar keine Erbschaft eines Onkels Josef gab, sondern dass ihr Mann ebenfalls Geld von Marlow erhalten hat.
    Liang Kuen-Yao scheint tatsächlich keinen blassen Schimmer zu haben, wer wirklich sein Vater ist, während Charly das direkt beim ersten Telefonat erfährt. Wobei für sie der Name Larsen natürlich erst mal nichtssagend ist. Aber sie wird noch weiterforschen und sticht dabei hoffentlich nicht auch noch in ein Wespennest. Und wie wird Kuen-Yao reagieren, wenn er die Wahrheit erfährt?

    Will der Chinese das Land nur wegen der Nazis verlassen oder gibt es da noch andere Gründe? Man kann über Marlow sagen, was man will, aber er steht zu Kuen-Yao, auch gegenüber seinen neuen Parteifreunden. Was auch das Mindeste ist, wenn dieser sein Sohn ist; ich gehe nach wie vor davon aus, dass Marlow und Magnus Larsen ein und dieselbe Person sind.


    Was Gereon über die Geheimakte in Brunners Aktentasche weiß, erzählt er allerdings Böhm nicht. Ob das gut oder schlecht ist, wird sich noch rausstellen müssen, in jedem Fall ist es wieder typisch Gereon. Ich bin gespannt, ob er bei der Schwester und dem Schwager von Brunner fündig werden wird.


    Luise Ritter ist echt nicht zum Aushalten - du liebe Güte, mit so einer Mutter ist Charly echt gestraft. Aber lachen musste ich dann doch, als Luise beschließt, im Auto ihres Schwiegersohns mit nach Nürnberg zu reisen, ja, ich gebe zu, ich habe etwas Schadenfreude empfunden :totlach:

    In jedem Fall war die Ausrede, nach Nürnberg zu fahren, um Fritze zu besuchen, ziemlich raffiniert. Und Nebe hat das glücklicherweise auch geschluckt, warum Rath gleich in der zweiten Woche Urlaub haben möchte.


    Der neue Job beim LKA lässt sich bisher nicht so schlecht an, wobei mir dieses ständige Aufeinandersitzen der Kollegen etwas zu nervig wäre. Ob das Absicht ist, damit er gar keine Möglichkeit hat, seine berühmt-berüchtigten Alleingänge durchzuziehen?

  • Die Witwe Lehmann hat an dem einen Tag noch Zukunftsängste,da der Mann nicht mehr für das Auskommen sorgen kann, und schon kurz daraufwohnt sie in einem viel besseren Viertel und der Umzug ist Hals über Kopfpassiert.

    Da steckt in jedem Fall auch mehr dahinter, als die Witwe erzählt.


    Er hat aber mal wieder eine ungewöhnliche Idee, dieAufklärung bringt in dem Fall der Munitionsfabrik. Kleine Ursache, großeWirkung. Nur weil gespart wird an so simplen Dingen wie Handschuhe, kommt es zudieser Kettenreaktion mit so vielen Toten.

    Ja, das ist echt tragisch, welche Auswirkungen das eigentlich harmlose Flicken der Handschuhe hatte.


    Charlys Milchflaschen-Obduktion fand ich irgendwie lustig. Derehrenwerte Nachbar!

    Das fand ich ebenfalls herrlich und brachte mal eine gewisse Leichtigkeit in diese dunklen Zeiten.


    Luiseglaubt der Gefängnisleitung und zweifelt an ihrem Mann. Traurig!

    Das ist echt traurig.


    Und ich bin mir auch noch nicht schlüssig, warum denn Marlow nichts von der Heirat wissen darf. Ich vermute ja, Liang will jemanden heiraten, die Marlow nicht passt. Hat Marlow eine Tochter?

    Kuen-Yaos Freundin heißt Margot - ich kann mich nicht erinnern, ob schon mal eine Margot in den früheren Büchern vorgekommen ist.


    Der Arzt attestiert einen unheilbaren Gehirntumor (wobei ich eher vermute, dass das nicht stimmt, sondern den Leuten nur gesagt werden, damit sie mit dem Leben abgeschlossen haben) und dann tun die Kranken, was man von ihnen will.

    Hat aber nicht auch der Gerichtsmediziner Schwartz seinerzeit bei Bruck den Hirntumor festgestellt? Und wie buchregal123 schreibt, Lehmann hatte definitiv Kopfschmerzen, auch wenn der Kollege auf die Hitze getippt hat. Ich frage mich immer noch, ob man diesen Typ Tumor nicht irgendwie hervorrufen kann, durch Strahlungen o.ä. Die Nazis hatten ja damals genügend perfide "Forschungsmethoden". Und wenn dann der Tumor da ist, kann man seinen Patienten mit Versprechungen für die Hinterbliebenen dahinbringen, wo man ihn haben möchte.

    Denn so wie Wrede an Lehmann gekommen ist, scheint es mir eher so zu sein, dass der Arzt den Droschkenfahrer für seine Zwecke ausgesucht hat; Wrede hat in dem Punkt auch eindeutig Rath gegenüber gelogen.


    Zuerst einmal fand ich den Oberbannführer fast übergriffig, wie er Fritzchen ausfragt und betatscht. Will er ihn nur über die Pflegeeltern ausquetschen und zum Denunzieren verleiten oder ist da noch was anderes im Busch?

    Das habe ich mich auch gefragt, ich fand Rademann ebenfalls etwas art zutraulich. Und dann noch dieses Aushorchen über die Pflegeeltern.


    Böhms Sorge um Charly wegen ihrer Zeugenaussage in der Akte Bruck kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Wer - außer Böhm - interessiert sich denn überhaupt noch für den Fall?

    Derjenige, der für den Tod von Bruck, Ritter, Winkler, Lehmann und Brunner verantwortlich ist. Falls es neue Spuren in den beiden Fällen geben sollte und eine doch noch lebende Zeugin existiert, muss dieser damit rechnen, dass der Fall neu aufgerollt wird und weitere Nachforschungen angestellt werden.

  • Wie clever Charly ist, zeigt auch, dass ihr durchaus der Gedanke kommt, dass es gar keine Erbschaft eines Onkels Josef gab, sondern dass ihr Mann ebenfalls Geld von Marlow erhalten hat.

    Ihr kann man halt nichts vormachen und sie kennt ihren Mann nun auch schon eine ganze Weile.

    Aber lachen musste ich dann doch, als Luise beschließt, im Auto ihres Schwiegersohns mit nach Nürnberg zu reisen, ja, ich gebe zu, ich habe etwas Schadenfreude empfunden

    Ja, Schadenfreude war da, aber dann hatte ich auch ein wenig Mitleid mit ihm.

    Das habe ich mich auch gefragt, ich fand Rademann ebenfalls etwas art zutraulich. Und dann noch dieses Aushorchen über die Pflegeeltern.

    Ich meine, er wäre auch im letzten Band schon übergriffig gewesen.

  • Tut mir leid - ich war jetzt ein paar Tage außer Gefecht und bin damit in der Diskussion total im Rückstand!

    Auf alle Fälle war es ein spannender Abschnitt und die Fragen sind nicht weniger geworden...


    Die Witwe Lehmann hat an dem einen Tag noch Zukunftsängste,da der Mann nicht mehr für das Auskommen sorgen kann, und schon kurz daraufwohnt sie in einem viel besseren Viertel und der Umzug ist Hals über Kopfpassiert. Das macht auch Gereon nachdenklich, als er ihr das Foto von Brunnergezeigt hat.

    Ich frage mich auch, wer da im Hintergrund die Fäden zieht. Marlow ist schon mal ein Gedanke und er hat überall Helfer.

    Aber wer ist dieser Dicke, der Göring mit Drogen versorgt? War Göring süchtig? Das wußte ich nämlich nicht und es ist ein zweifelsohne sehr interessantes Detail. Und wie war das mit seinen Uniformen? Es klang ein wenig nach Phantasieuniformen, oder hab ich das falsch interpretiert?


    Gereons neue Arbeitsstelle? Keine Ahnung, ob er da wirklich gut reinpasst? Aber er nimmt es auch als Neuanfang - zumindest versteckt er es besser, dass er seinen eigenen Interessen nach wie vor nachgeht! Das ist immerhin vernünftig. Spannend und erschreckend war übrigens die Erklärung für den Unfall in der Fabrik, der so viele Todesopfer forderte. Gab es einen Unfall in dieser Art? Oder ist er reine Fiktion?


    Gereon tut Böhm den Gefallen mit den Akten und erfährt dabei auch von Böhms Theorien - auch bezüglich Charlys Vater und ihrer Zeugenaussage. Das ist eine wirklich heiße Geschichte! Tragisch ist die Tatsache, dass Charly diesbezüglich absolut nichts sagt, alles irgendwo tief vergräbt. Ob das gut geht für sie? Kann ich mir nicht vorstellen!

    Extrem ist allerdings die Reaktion von Charlys Mutter auf die Frage, ob sie denn nie an den Aussagen der Gefängnisleitung gezweifelt hätte. Für sie war es unmöglich, Aussagen der Obrigkeiten in Frage zu stellen. Da war es schon leichter, den eigenen Mann der Korruption zu beschuldigen. Eine seltsame Person!


    Gereons Fahrt mit seiner Schwiegermutter nach Nürnberg? Ich gestehe, ich musste dabei ein wenig lächeln. Ich finde, er hat sich das redlich verdient!


    Ebenso amüsant - jedoch ohne Bosheit - war Charlys Auftrag, den Milchflaschendieb zu stellen.

    Aber als Auftrag sicher angenehmer, als eifersüchtige Ehepartner mit Informationen oder Fotos zu versorgen!


    Kuen-Yao wendet sich wieder an Charly und sie wird für ihn arbeiten - 800 Mark sind wirklich ein gutes Argument! Und die ersten Informationen, die sie per Telefon herausfindet, sind schon mal recht brisant. Wir haben ja schon vermutet, dass Magnus möglicherweise der Vater von Kuen-Yao ist. Ich frage mich, ob Kuen-Yao diesbezüglich schon einen Verdacht hat. Mal sehen...

  • Fritze hat nicht nach Hause geschrieben, aber intensiv zuseiner „Oma“. Die fühlt sich von seinem Enthusiasmus angesteckt und will auchnach Nürnberg.

    Das fand ich auch erstaunlich - allerdings kenne ich ja die Vorgeschichte nicht und somit weiß ich auch nicht, wie ich diese gegenseitige Liebe einschätzen soll. Denn eigentlich finde ich es ja nett, dass Frau Ritter ihrem "Enkel" nachfährt... störend ist halt die Tatsache, dass es der Parteitag ist und auch, dass Frau Ritter tatsächlich nicht die Hellste ist.


    Marlow hat gedacht, er hätte alles im Griff, aber dasAnsinnen von Sowa ist schon ziemlich heftig.

    An Marlow gefällt mir, dass er völlig loyal zu Kuen-Yao ist. Chen-Lu hat ihm zwar dieses "Sei ihm ein guter Vater" mitgegeben, aber hat Marlow das richtig verstanden? Wahrscheinlich schon...

    Sowas Methoden sind heftig, aber waren damals (und nicht nur damals) durchaus üblich. Menschen ausspionieren, vor allem in zweifelhaften Situationen und sie dann erpressen. Ich bin neugierig, wie Marlow darauf reagieren wird. Denn irgendwie gefällt mir Marlow - wohlgemerkt: ich kenne die vorangegangenen Bücher nicht! Folglich können sich meine Sympathien auch noch ändern!
    :nachdenk:

  • Spannend und erschreckend war übrigens die Erklärung für den Unfall in der Fabrik, der so viele Todesopfer forderte. Gab es einen Unfall in dieser Art? Oder ist er reine Fiktion?

    Es gab diese Explosion 1935 in Wittenberg.

  • Denn irgendwie gefällt mir Marlow - wohlgemerkt: ich kenne die vorangegangenen Bücher nicht! Folglich können sich meine Sympathien auch noch ändern!

    Ich glaube, auch wir "alten" Rath-Leser sind schon an den Punkt gekommen, an dem wir Marlow durchaus nicht ganz unsympathisch gefunden haben, bis ... - das verrate ich nicht :totlach:

  • Das scheint ja ein ausgeklügeltes System zu sein. Der Arzt attestiert einen unheilbaren Gehirntumor (wobei ich eher vermute, dass das nicht stimmt, sondern den Leuten nur gesagt werden, damit sie mit dem Leben abgeschlossen haben) und dann tun die Kranken, was man von ihnen will.

    Diesen Verdacht hatte ich auch schon! Ein Gehirntumor einerseits und eine finanzielle Unterstützung für die Familie andererseits sind schon starke Argumente für Menschen, die faktisch nichts haben. Aber wer beeinflußt die Menschen in dieser Richtung? Wer steht hinter dieser Geschichte und wer sucht die "Attentäter" aus? Irgendwie ist das dann doch sehr kompliziert. Aber funktionieren könnte es.
    Warum sonst hat sich Lehmann so darum bemüht, dass Brunner in sein Taxi steigt? Und woher hat Frau Lehmann das Geld für die neue Wohnung? Wo sie doch zuerst dachte, dass sie vor dem Nichts stehen würde!


    Wrede, der Arzt ist mit Marlow verbunden. Der getötete Gefangene könnte ja Konkurrenz gewesen sein, die dringend entfernt werden musste. Aber Brunner? Könnte das ein Gefallen für Göring gewesen sein. Brunner hatte ja die brisanten Akten. Aber welche Rolle spielt da Dr Reincke, der Gerichtsmediziner, der das Glioblastom bei Lehmann diagnostiziert hat?


    Ziemlich viele Unklarheiten...

  • Aber welche Rolle spielt da Dr Reincke, der Gerichtsmediziner, der das Glioblastom bei Lehmann diagnostiziert hat?

    Ich vermute mal, gar keine. Der hätte ja alles Mögliche diagnostizieren können - bis hinzu "da war nichts".

Anstehende Termine

  1. Freitag, 9. November 2018, 21:43 - Freitag, 23. November 2018, 22:43

    odenwaldcollies

  2. Freitag, 9. November 2018, 21:43 - Freitag, 23. November 2018, 22:43

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  3. Montag, 12. November 2018, 16:11 - Montag, 26. November 2018, 17:11

    Editing Expertise

  4. Freitag, 16. November 2018, 21:43 - Samstag, 1. Dezember 2018, 22:43

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