#01 - Anfang bis 84 (einschließlich Kapitel 12)

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  • Hallo Ihr Lieben,


    hier startet die Leserunde zu "Marlow". Ich begrüße alle TeilnehmerInnen herzlich und ganz besonders Volker Kutscher, den Autor. Großartig, dass Du auch dieses Mal Lust hast und Dir die Zeit nimmst, uns bei der Lektüre des neuen Falls zu begleiten! Du bist ja von Anfang an dabei und wirklich jede Runde habe ich in bester Erinnerung - deshalb freue ich mich ganz besonders!:)


    Bitte lest Euch zuvor noch einmal die allgemeinen Informationen zu Leserunden und die Aufführungen zur Netiquette durch.

    Postet bitte erst, wenn Ihr mit der Lektüre begonnen habt und etwas zum Buch zu schreiben oder zu fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Hier könnt Ihr zum ersten Abschnitt - einschließlich Kapitel 12 - schreiben.

    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Ich wünsche uns allen viel Spaß beim Lesen und Austauschen!

  • Hallo in die Runde,


    bevor ich weiterlese muss ich sagen, das mir das Coverbild richtig gut gefällt. Es erzeugt viel Stimmung und ist eine toller Türöffner zu einer Zeitreise...

  • Schon so lange habe ich gewartet, weil mir die Zeit bis es weitergeht immer so lang vorkommt. Natürlich bin ich froh, dass Volker so gut recherchiert, aber es ist nun mal schlecht für meine Ungeduld.


    In dem Teil „Die andere Geschichte“ erfahren wir nun auch etwas mehr über Marlow und ich vermute, dass es weitere Einschübe gibt.


    Am Ende von Lunapark habe ich gedacht, dass Fritzi vielleicht den Dreh doch noch bekommt, aber wie wir sehen, ist er mehr in der HJ engagiert als je zuvor. Sein Freund hat sich nicht bewährt und muss die Abscheu seines Vaters ertragen. Grauenhaft! Dafür ist er stolz auf Fritzi, dem das natürlich gefällt. Aber Fritzi sehnt sich auch nach Charly, die ihn immer spüren lässt, was sie von der HJ und allem anderen hält. Sie kann einfach nicht aus ihrer Haut raus. Dass das Jugendamt sie dann auch noch im Visier hat, wird wohl noch zu Problemen führen und Gereon hat sich ja auch nicht gerade kooperativ gezeigt.


    Die Zeiten werden immer gefährlicher, Überwachung und Bespitzelungen sind an der Tagesordnung und sie reichen weit, wie die Unterlagen zeigen, die Gerhard Brunner bei sich hat und die Gereon so viel Kopfzerbrechen bereiten. Aber es ist mal wieder typisch Gereon. Die Neugier des Polizisten ist stärker als die Vorsicht. Kaum hat er den Umschlag aufgerissen, ist es ihm, als würde er sich die Finger verbrennen. Nun ist der Brief zwar zum Empfänger unterwegs, doch er ist an anderer Stelle eingeworfen worden, die Anschrift ist gefälscht (wenn auch einigermaßen gut) und er ist doch bestimmt nicht rechtzeitig weggekommen, denn Brunner hatte es doch so eilig. Ich glaube nicht, dass das alle unbemerkt bleibt.


    Charly hat zwei Jobs und ihre Arbeitszeiten sind auch nicht regelmäßig, ausgerechnet jetzt, wo Gereon regelmäßiger arbeitet. Gereon ist immer noch unten durch bei Gennat. Da ist nichts mehr mit Kaffee und Kuchen. Das Geld wird knapper, doch Gereon hat den letzten Betrag von Marlow retourniert und dann kam nichts mehr. Aber Marlow war ja auch in Amerika, aber jetzt ist er zurück und er wird wahrscheinlich wieder auf Gereon zukommen.


    Mir hat gefallen, wie Böhm reagiert hat, als Charly mit ihren Fotos ankam. Doch ich glaube, mit dem Klienten gibt es noch Probleme.

  • Schade, das Charly ihre beruflichen Träume, Rechtsanwältin zu werden, erst einmal beerdigen muss. Da muss das Beschatten einer mutmaßlich untreuen Gattin schon sehr frustrierend erscheinen. Umso mehr hat es mich verblüfft, das es ihr gelungen ist in der Badeanstalt unbemerkt, brauchbare Fotos aus der Nebenkabine zu schießen. Wie mag ihr das nur gelungen sein? Sie musste doch damit rechnen, das die Bademeisterin oder die Frau auf dem Boden liegende Gegenstände bemerken. Macht das Fotografieren keine verdächtigen Geräusche? Wie sah es wohl mit der Belichtung aus? Vom Fotografieren habe ich leider gar keine Ahnung, aber ich glaube, an dieser Stelle ist Charly ein echtes Kunststück gelungen. Wenn sie die Technik mittlerweile so gut beherrscht, vielleicht wäre das ja auch ein neuer Weg in eine berufliche Zukunft, die sie mehr fordert. Ich denke dabei an den journalistischen Bereich. In diesem Sektor kann man auch Aufklärung betreiben und für Gerechtigkeit kämpfen...jetzt geht wohl meine Phantasie wieder durch...:spinnen:

  • Hallo lieber Volker, hallo liebe Mitleser,


    dieser Band scheint ein ziemlich brisantes Buch zu werden, was man nach dem ersten Abschnitt so über Brunner erfahren hat.


    Aber erstmal zu "Eine andere Geschichte": hier war ich kurz irritiert, weil es um den Ort Marlow geht und nicht um Johann Marlow, wie ich bei dem Buchtitel erwartet habe. Oder doch? Ist der Sohn von Friedrich Larsen vielleicht Johann Marlow, der seinen Namen irgendwann von Magnus Larsen in Johann Marlow geändert hat?


    Der Sohn von Chen-Lu könnte theoretisch auch der Sohn von Magnus sein, da Magnus 10 Jahre zuvor, also 1908, wegen seiner Verliebtheit zu der Chinesin aus China zurück nach Deutschland geschickt wurde, denn Kuen-Yao ist 1918 elf Jahre alt. Was vielleicht schlussendlich auch der Grund war, dass er und seine Mutter mit nach Deutschland genommen wurden.

    Wenn Magnus 1918 26 Jahre alt war, dann ist er 1935 43 Jahre alt - das Alter könnte doch für Johann Marlow hinkommen, oder? Wie alt ist denn eigentlich sein treu ergebener Mitarbeiter Liang?


    Dann geht es 1935 direkt rasant weiter, im wahrsten Sinne des Wortes :o Was für ein furchtbarer Unfall! Irgendwie habe ich den Verdacht, dass Lehmann gezwungen wurde, mit Brunner in den Tod zu fahren, das würde jedenfalls erklären, dass er anfangs so langsam gefahren ist. Klar, das könnten auch die Schmerzen gewesen sein, aber irgendwas stimmt da nicht. Und Böhms Reaktion auf Raths Aussage mit dem Hirnturmor verstärkt mein Gefühl noch.

    Vielleicht wurde dem Droschkenfahrer versprochen, dass man sich dann nach seinem Tod um dessen Familie kümmern würde bzw. wurde ihm gedroht, dass seiner Familie dann nichts geschehen wird, was eher zu den Nazis passen würde.


    Aber was hat das alles zu bedeuten? Brunner ist ein SS-Mann, der wiederum scheinbar Hermann Göring ausspioniert und auch auf Irene angesetzt wurde, um mit ihr eine Scheinverlobung einzugehen. Warum Irene, was ist besonders an ihr? Und wer ist Brunners Auftraggeber?


    Als Rath den Briefumschlag aus Brunners Aktentasche in den Händen hält, war mein erster Gedanke auch, hoffentlich öffnet er ihn, um vielleicht durch ihn Licht in die Sache zu bringen. Mit so einem Inhalt hätte ich auch nie gerechnet, kein Wunder, dass es Gereon ganz anders wird. Ob es klug war, dass er den Brief weitergeschickt hat oder nicht, weiß ich nicht - in jedem Fall scheint das schwer vermintes Territorium zu sein. Was diese Familie Seitz mit all dem zu tun hat bzw. wer sie ist, darauf bin ich sehr gespannt.


    Dieser Doktor Gebhardt ist ja eine furchtbare Type - in solchen Situationen gefällt es mir immer sehr gut, dass Gereon Rath alles andere als auf den Mund gefallen ist.

    Wenn er dann aber Charly mal wieder etwas verheimlicht, wie diesen Besuch der Jugendamts-Tante, dann könnte ich ihn mal wieder schütteln.


    Um Charly mache ich mir aber auch Sorgen, denn ich befürchte, dass sie mit ihrer politischen Einstellung irgendwann noch fetten Ärger im neuen Deutschland bekommen wird. Es ist aber auch extrem frustrierend, dass sie nun ihren Berufswunsch, Rechtsanwältin zu werden, nicht weiter verfolgen kann. Raths Vorschlag, zurück zur Polizei zu gehen, war ganz schön taktlos, denn mit der braunen Wieking würde Charly nie und nimmer für längere Zeit arbeiten können.


    Dass Charly allerdings bei Böhm mitarbeitet, gefällt mir dagegen ziemlich gut, so etwas konnte ich mir damals schon vorstellen, als bekannt wurde, dass Böhm eine Privatdetektei eröffnen will. Der Auftrag von Döring ist allerdings echt gemein, denn Charly wäre nicht Charly, wenn sie nicht auf Martha Dörings Seite wäre und Gewissensbisse hätte, als sie die beiden Frauen in der Badeanstalt heimlich fotografiert. Ganz toll fand ich auch Böhms Reaktion, dass er Frau Döring ebenfalls nicht ans Messer liefert. Deren Ehemann ist aber auch ein Ekel, der es einfach nicht glauben will, dass seine Frau ihn nicht mit einem anderen Mann betrügt. Und jetzt beauftragt er auch noch eine andere Detektei! Eigentlich müsste Charly Martha Döring vorwarnen, denn sonst kommt ihr Doppelleben doch noch heraus.


    Rath und Böhm werden wohl echt keine Freunde mehr! Was wirklich schade ist, denn so verschieden sind die beiden gar nicht in ihrer Auffassung und ich würde mir wünschen, dass ihre Abneigung gegen das Nazi-Regime sie endlich mal etwas näherbringen würde.


    Fritze macht mir ebenfalls zunehmend Sorgen und ich muss gestehen, dass ich mir ein klein wenig heimlich auch wünsche, die Raths hätten den Jungen damals lieber nicht bei sich aufgenommen. Seine Gefühle gegenüber seiner Pflegemutter sind so ambivalent, dass ich fürchte, er könnte sie irgendwann durch Denunziation in echte Schwierigkeiten bringen.


    Fritze ist der Meinung, er sei Charly gleichgültig, während Gereon ihn schon ein paar Mal begleitet hat, wenn Fritze zur HJ ging - dabei ist es genau andersrum. Ob es helfen würde, wenn Charly und Fritz sich mal richtig aussprechen würden? Andererseits muss Charly sehr vorsichtig sein, was Äußerungen über ihre Abneigung gegen die Nazis angeht, je tiefer Fritze in deren Fänge gerät.

    Aber dieses Nicht-Miteinanderreden bringt die beiden erst recht auseinander.


    Und die Gehirnwäsche in der HJ trägt leider ihre ersten Früchte: Fritze schämt sich sogar schon für seinen besten Freund Atze, der von seinem Vater vor all den anderen Jungs offen verachtet wird X(


    Jetzt muss ich nochmal auf den Droschkenfahrer zurückkommen: kann es wirklich sein, dass seine Umgebung nichts von Schmerzen bei ihm aufgrund dieses bösartigen Tumors mitbekommen haben? Das kann ich mir nicht vorstellen, falls Reincke recht haben sollte. Irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht.


    So, am Ende dieses Abschnitts begegnen wir dann noch Johann Marlow - in einer SS-Uniform :o Mit allem hatte ich gerechnet, aber nicht damit! War da nicht was, dass sich Charly mit ihm auf Anhieb gut verstanden hat, da er ebenfalls eine Abneigung gegen die Nazis hatte? Andererseits haben wir im letzten Buch auch miterlebt, wie gefährlich und unberechenbar Marlow sein kann.

    Ich habe überhaupt keine Ahnung, wie ernst ihm das alles ist bzw. welche Ziele er genau verfolgt. Ob er sich wirklich mit den Nazis gemein macht, um nun als Legaler seinen Geschäften nachgehen zu können? Oder verfolgt er noch andere Ziele?

  • Am Ende von Lunapark habe ich gedacht, dass Fritzi vielleichtden Dreh doch noch bekommt, aber wie wir sehen, ist er mehr in der HJ engagiertals je zuvor. Sein Freund hat sich nicht bewährt und muss die Abscheu seinesVaters ertragen. Grauenhaft! Dafür ist er stolz auf Fritzi, dem das natürlichgefällt.

    Ich sehe auch immer düsterer, was Fritzes Zukunft angeht und kann mir im Moment echt nicht vorstellen, dass Fritze doch noch kapiert, was da läuft. Sehr schade.


    Nun ist der Brief zwar zumEmpfänger unterwegs, doch er ist an anderer Stelle eingeworfen worden, dieAnschrift ist gefälscht (wenn auch einigermaßen gut) und er ist doch bestimmtnicht rechtzeitig weggekommen, denn Brunner hatte es doch so eilig. Ich glaubenicht, dass das alle unbemerkt bleibt.

    Genau das sind auch meine Befürchtungen - ich denke ebenfalls, dass da noch was kommen wird.

  • Ein spannender Anfang! Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob es tatsächlich klug ist, mit dem 7. Buch in einer Reihe einzusteigen. Es gibt doch immer wieder Anspielungen auf die Vorgeschichen, wo ich halt leider keine Ahnung habe.

    Wie zum Beispiel ist Fritz zum Gereon und Charly gekommen? Warum hat er sich auf Berlins Straßen alleine durchschlagen müssen?

    Warum ist Rath in dieser Abteilung so schlecht angesehen? Warum wird der ehemalige Liebling von Gennat jetzt nur mehr mit den belanglosen Fällen betraut? Mal sehen wie viele dieser Fragen in diesem Buch noch beantwortet werden!

    Egal - der Beginn ist spannend und temporeich.


    Mit der "anderen Geschichte" zu Beginn kann ich bis jetzt noch wenig anfangen - ich finde vorerst einmal keinen Bezug zur Geschichte. Außer dass der Unterweltsboss sich Marlow nennt, oder tatsächlich so heißt.:schwitz:


    Der Unfall ist wirklich mysteriös und natürlich hab ich mir lange überlegt, welche Ursachen dahinter stecken könnten. Natürlich ist ein Glioblastom eine mögliche Ursache, aber ich zweifle dran. Nicht zuletzt weil es ein Roman ist... und weil mir da eine Verschwörungstheorie interessanter scheint!


    Ebenso seltsam ist die Tatsache, dass die Uniform in einem Schließfach liegt und nicht im Büro, wenn das doch so nahe liegt.

    Welche Rollen spielte dieser Gerhard Brunner nun wirklich? Für wen arbeitet er?


    Berührend fand ich übrigens die Szene, wo Rath Frau Lehmann die Nachricht überbringt, dass ihr Mann verstorben ist. Die Armut ist erdrückend und keine gut gemeinte Floskel kann sie irgendwie trösten. Sie ist recht realistisch in dieser Angelegenheit.


    Und sehr interessant war auch das Badehaus - die strikte Trennung von Männlein und Weiblein war klar, aber ich wußte nicht, dass zwischen Wannenbad oder Dusche preislich ein Unterschied gemacht wurde bzw dass es dieses Angebot gab. Mich interessiert alltägliche Geschichte sehr!


    Sehr sympathisch fand ich Charlys und Böhms Weigerung, die Fotos an diesen Giftzwerg Döring weiterzugeben. Auch wenn sie dadurch Geld verloren haben. Rein technisch kann ich es mir allerdings nicht vorstellen, wie das mit den Fotos, die Charly gemacht hat, funktioniert haben soll: ich erinnere mich noch an einen uralten Fotoapparat (lange nach 1935), der qualitativ eigentlich ziemlich gut war, aber solche Fotos wären unmöglich gewesen. Und ich erinnere mich auch noch, dass dieser Apparat schrecklich laut war, ein wirklich charakteristisches Klicken hatte. Aber eigentlich ist das eher ein Nebenschauplatz.


    Entsetzlich finde ich die Tatsache, dass Charly ihre Berufswünsche für den Moment begraben muss - und das nur wegen politischen Verboten:wand:. Auch das sind sehr interessante geschichtliche Fakten...


    Mein PC macht gerade seltsame Dinge.... ich schick das lieber mal ab!:freu:

  • Was mir sehr gut gefällt, ist die Tatsache, dass Gereons Persönlichkeit wirklich vielschichtig gezeichnet ist.

    Manchmal ist er ein extremer Kotzbrocken und dann ist er wieder ein angenehmer Zeitgenosse. Besonders gefällt mir jedoch natürlich, dass er nicht jeden Blödsinn der Nazis mitgemacht hat, zum Beispiel den deutschen Gruß schlichtweg verweigert.


    Auch hier tut es mir leid, dass ich ihn erst jetzt mit diesem Band kennenlerne. Seine Entwicklung erscheint mir beachtenswert!:)

  • Aber erstmal zu "Eine andere Geschichte": hier war ich kurz irritiert, weil es um den Ort Marlow geht und nicht um Johann Marlow, wie ich bei dem Buchtitel erwartet habe. Oder doch? Ist der Sohn von Friedrich Larsen vielleicht Johann Marlow, der seinen Namen irgendwann von Magnus Larsen in Johann Marlow geändert hat?

    Das ist ein interessanter Gedanke! Wahrscheinlich hast Du recht damit. Das wäre ja auch eine Art für Magnus wieder zurück in seine Heimat zu kommen.

    Der Sohn von Chen-Lu könnte theoretisch auch der Sohn von Magnus sein, da Magnus 10 Jahre zuvor, also 1908, wegen seiner Verliebtheit zu der Chinesin aus China zurück nach Deutschland geschickt wurde, denn Kuen-Yao ist 1918 elf Jahre alt. Was vielleicht schlussendlich auch der Grund war, dass er und seine Mutter mit nach Deutschland genommen wurden.

    Diesen Verdacht hatte ich auch - zeitlich könnte es ja durchaus passen. Und Magnus Vater spricht ja auch von "Scherben" die der Sohn hinterlassen hat. Aber wo ist Kuen-Yao jetzt im Jahre 1935. Er wird doch nich Johann Marlow sein? Nein, das erscheint mir eigentlich unmöglich! Aber es würde mich interessieren, wo dieser junge Mann im Jahre 1935 steckt und wie er mit den akutellen politischen Verhältnissen zurecht kommt.


    Aber was hat das alles zu bedeuten? Brunner ist ein SS-Mann, der wiederum scheinbar Hermann Göring ausspioniert und auch auf Irene angesetzt wurde, um mit ihr eine Scheinverlobung einzugehen. Warum Irene, was ist besonders an ihr? Und wer ist Brunners Auftraggeber?

    Stimmt - Irene hab ich doch glatt vergessen! Ich frage mich auch, warum Gerhard Brunner als SS-Mann unbedingt Irenes Vertrauen erschleichen wollte. Welche Geheimnisse kennt sie? Denn eigentlich habe ich nicht den Eindruck, dass sie irgendeine speziell wichtige Position einnimmt. Hat das alles irgendetwas damit zu tun, dass Göring bespitzelt wird?

    Momentan gibt es noch sehr viele Fragen - wie spannend!

  • Wie zum Beispiel ist Fritz zum Gereon und Charly gekommen? Warum hat er sich auf Berlins Straßen alleine durchschlagen müssen?

    Falls du noch die Vorgängerbände lesen möchtest, möchte ich dazu erstmal nichts verraten, das ist Bestandteil eines der Vorgängerbände.


    Warum ist Rath in dieser Abteilung so schlecht angesehen? Warum wird der ehemalige Liebling von Gennat jetzt nur mehr mit den belanglosen Fällen betraut?

    Rath ist bekannt für seine Geheimniskrämerei und seine Alleingänge, die ihm immer wieder Ärger bei der Arbeit und mit Charly eingehandelt hatben. Dann kommt sicherlich auch noch dazu, dass er nicht als linientreuer Nazi gilt und somit eher auf dem Abstellgleis steht. Das mit dem Gennats Liebling ist so eine Sache, denn Rath hat schon mehrere "Anschisse" einkassieren dürfen.

    Was mir sehr gut gefällt, ist die Tatsache, dass Gereons Persönlichkeit wirklich vielschichtig gezeichnet ist.

    Manchmal ist er ein extremer Kotzbrocken und dann ist er wieder ein angenehmer Zeitgenosse. Besonders gefällt mir jedoch natürlich, dass er nicht jeden Blödsinn der Nazis mitgemacht hat, zum Beispiel den deutschen Gruß schlichtweg verweigert.

    Ohja, Rath kann einen stellenweise echt zur Weißglut bringen :totlach: Und er hat auch schon die eine oder andere schwerwiegende Dummheit gemacht. Aber im Großen und Ganzen passt es schon bei ihm.


    Diesen Verdacht hatte ich auch - zeitlich könnte es ja durchaus passen. Und Magnus Vater spricht ja auch von "Scherben" die der Sohn hinterlassen hat. Aber wo ist Kuen-Yao jetzt im Jahre 1935. Er wird doch nich Johann Marlow sein? Nein, das erscheint mir eigentlich unmöglich! Aber es würde mich interessieren, wo dieser junge Mann im Jahre 1935 steckt und wie er mit den akutellen politischen Verhältnissen zurecht kommt.

    Kurz für dich als Hintergrundinformation: Johann Marlow hat einen sehr treuen langjährigen Mitarbeiter, einen Chinesen namens Liang, mit dem absolut nicht zu spaßen ist. Evtl. besteht hier eine Verbindung.


    Stimmt - Irene hab ich doch glatt vergessen! Ich frage mich auch, warum Gerhard Brunner als SS-Mann unbedingt Irenes Vertrauen erschleichen wollte. Welche Geheimnisse kennt sie? Denn eigentlich habe ich nicht den Eindruck, dass sie irgendeine speziell wichtige Position einnimmt. Hat das alles irgendetwas damit zu tun, dass Göring bespitzelt wird?

    Genauso geht es mir bei Irene auch.

  • Was mir sehr gut gefällt, ist die Tatsache, dass Gereons Persönlichkeit wirklich vielschichtig gezeichnet ist.

    Manchmal ist er ein extremer Kotzbrocken und dann ist er wieder ein angenehmer Zeitgenosse. Besonders gefällt mir jedoch natürlich, dass er nicht jeden Blödsinn der Nazis mitgemacht hat, zum Beispiel den deutschen Gruß schlichtweg verweigert.


    Auch hier tut es mir leid, dass ich ihn erst jetzt mit diesem Band kennenlerne. Seine Entwicklung erscheint mir beachtenswert!:)

    Ich mag diese Widersprüche! Genau deshalb finde ich diese Figur so spannend!


    Schön fand ich z. B. wieder die Szene als er gegenüber der Frau vom Jugendamt "rheinisch-katholisch" als Religion angab...

  • Aber erstmal zu "Eine andere Geschichte": hier war ich kurz irritiert, weil es um den Ort Marlow geht und nicht um Johann Marlow, wie ich bei dem Buchtitel erwartet habe. Oder doch? Ist der Sohn von Friedrich Larsen vielleicht Johann Marlow, der seinen Namen irgendwann von Magnus Larsen in Johann Marlow geändert hat?

    Ich war auch erst mal total verwirrt. Aber an deinen Spekulationen könnte etwas dran sein. In der Lesung gestern wurde der Titel auf jeden Fall im Bezug zum Menschen Marlow gesetzt - nicht zu ;)einem Ort.


    Der Sohn von Chen-Lu könnte theoretisch auch der Sohn von Magnus sein, da Magnus 10 Jahre zuvor, also 1908, wegen seiner Verliebtheit zu der Chinesin aus China zurück nach Deutschland geschickt wurde, denn Kuen-Yao ist 1918 elf Jahre alt. Was vielleicht schlussendlich auch der Grund war, dass er und seine Mutter mit nach Deutschland genommen wurden.


    Wenn Magnus 1918 26 Jahre alt war, dann ist er 1935 43 Jahre alt - das Alter könnte doch für Johann Marlow hinkommen, oder? Wie alt ist denn eigentlich sein treu ergebener Mitarbeiter Liang?

    Auch diese Zusammenhänge sehe ich ähnlich. So viele Chinesen gab es damals sicher nicht in Deutschland - vor allem solche, die fließend Deutsch sprechen. Da gibt es sicher Verwandtschaftsverhältnisse.

    Gefällt mir, dass hier erst mal so ein paar Hinweise und Rätsel gegeben werden.

    Natürlich ist ja dieser Autounfall das große Rätsel. Ich denke nicht, dass der Mann wegen einem Tumor in die Wand gerast ist. Finde ich irgendwie seltsam. Böhm hat da auch so komisch reagiert. Bei so hauchzarten Andeutungen werde ich immer hellhörig. Aber was kann einen Vater von drei Kindern dann zu so etwas veranlassen? :boah:


    Und der Kerl im Auto ist mir auch suspekt. Erst wird da eine gewisse Sympathie aufgebaut - er ist ja unterwegs zu einem Heiratsantrag. Aber dann erst das seltsame Schreiben und dann eine SS-Uniform. Hmm, und schon ist es wieder vorbei mit meiner Sympathie. ^^



    Als Rath den Briefumschlag aus Brunners Aktentasche in den Händen hält, war mein erster Gedanke auch, hoffentlich öffnet er ihn, um vielleicht durch ihn Licht in die Sache zu bringen. Mit so einem Inhalt hätte ich auch nie gerechnet, kein Wunder, dass es Gereon ganz anders wird. Ob es klug war, dass er den Brief weitergeschickt hat oder nicht, weiß ich nicht - in jedem Fall scheint das schwer vermintes Territorium zu sein. Was diese Familie Seitz mit all dem zu tun hat bzw. wer sie ist, darauf bin ich sehr gespannt.

    Ein bisschen musste ich ja schmunzeln bei diesem ganzen Sinnober mit dem Brief. Erst wirft er frech einen Blick rein und dann bekommt er es mit der Angst - nur weil er einen Namen gelesen hat - und macht sofort einen Rückzieher. Das beschreibt Gereon schon ziemlich gut, oder? Er prescht schon mal vor und kümmert sich nicht um Regeln und Gesetze - aber er möchte auf keinen Fall auffallen oder anecken bei den Vorgesetzten. Er hat dieses still verhalten und unterm Radar schwimmen richtig verinnerlicht. Gut, das war sicher auch im damaligen Deutschland eine Form zu überleben. Aber ich denke, es ist auch Raths Natur. Sehr dumm von ihm, dass er den Brief nicht gelesen hat. Das wird er sicher noch bereuen.


    Um Charly mache ich mir aber auch Sorgen, denn ich befürchte, dass sie mit ihrer politischen Einstellung irgendwann noch fetten Ärger im neuen Deutschland bekommen wird. Es ist aber auch extrem frustrierend, dass sie nun ihren Berufswunsch, Rechtsanwältin zu werden, nicht weiter verfolgen kann. Raths Vorschlag, zurück zur Polizei zu gehen, war ganz schön taktlos, denn mit der braunen Wieking würde Charly nie und nimmer für längere Zeit arbeiten können.


    Dass Charly allerdings bei Böhm mitarbeitet, gefällt mir dagegen ziemlich gut, so etwas konnte ich mir damals schon vorstellen, als bekannt wurde, dass Böhm eine Privatdetektei eröffnen will. Der Auftrag von Döring ist allerdings echt gemein, denn Charly wäre nicht Charly, wenn sie nicht auf Martha Dörings Seite wäre und Gewissensbisse hätte, als sie die beiden Frauen in der Badeanstalt heimlich fotografiert. Ganz toll fand ich auch Böhms Reaktion, dass er Frau Döring ebenfalls nicht ans Messer liefert. Deren Ehemann ist aber auch ein Ekel, der es einfach nicht glauben will, dass seine Frau ihn nicht mit einem anderen Mann betrügt. Und jetzt beauftragt er auch noch eine andere Detektei! Eigentlich müsste Charly Martha Döring vorwarnen, denn sonst kommt ihr Doppelleben doch noch heraus.

    Charly hat im Augenblick sicher noch den Frauen-Bonus. Also dass sie als nicht so gefährlich daherkommt. Eine kleine Anwaltsgehilfin wird nicht gleich auffallen. Und mit Böhm als väterlichen Freund und Rath als Aufpasser hoffe ich mal, dass ihr nichts passiert. Aber stimmt schon, anders als ihr Ehemann fällt es ihr sehr schwer ihre Meinung zu verbergen.


    Das Verhältnis zischen ihr und dem Ziehsohn ist eine interessante Sache. So vertrackt sind Eltern-Kind-Beziehungen ja oft. Der Junge erwartet Liebe und Verständnis und Charly will ihn nicht bestärken und will ihm zeigen, dass sie nichts von den Nazis hält. So entsteht bei ihm der Eindruck, sie würde sich nicht für ihn interessieren und bei ihr, dass er ihr entgleitet. Ich hoffe ja immer noch - wie schon im letzten Band - dass Fritz die Kurve noch kriegt. Einfach, weil er ein schlaues Kerlchen ist. Und weil er schon früher selbst für sich Sorgen konnte. Allerdings ist es ja auch ein blödes Alter, in dem man einfach gegen die Eltern aufbegehrt. Und es ist ja auch eine Gehirnwäsche, die da betrieben wird mit den jungen Leuten. Und ein deutscher Junge weint nicht. Oh Mann. Indianer kennt kein Schmerz. Das hielt sich ja noch sehr lange.

    :lesen:
    Leserunde: Marlow - Volker Kutscher

    ________

    NSA - Nationales Sicherheits-Amt - Andreas Eschbach







  • Sehr sympathisch fand ich Charlys und Böhms Weigerung, die Fotos an diesen Giftzwerg Döring weiterzugeben.

    Böhm ist Klasse. Schade, dass er und Rath nicht miteinander können. Das liegt wieder mal an Gereons Sturheit, denke ich. Und dass er einfach nicht Stellung beziehen will.

    :lesen:
    Leserunde: Marlow - Volker Kutscher

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    NSA - Nationales Sicherheits-Amt - Andreas Eschbach







  • Was mir sehr gut gefällt, ist die Tatsache, dass Gereons Persönlichkeit wirklich vielschichtig gezeichnet ist.

    Manchmal ist er ein extremer Kotzbrocken und dann ist er wieder ein angenehmer Zeitgenosse. Besonders gefällt mir jedoch natürlich, dass er nicht jeden Blödsinn der Nazis mitgemacht hat, zum Beispiel den deutschen Gruß schlichtweg verweigert.


    Auch hier tut es mir leid, dass ich ihn erst jetzt mit diesem Band kennenlerne. Seine Entwicklung erscheint mir beachtenswert!:)

    Du musst unbedingt die Vorgänger lesen. Vor allem die Entwicklung der Beziehungen der Darsteller ist Klasse. Aber Gereon schätzt du schon ganz gut ein. Er versucht hartnäckig, unpolitisch zu bleiben und zu verdrängen, dass sein Deutschland sich zusehends verändert. Ich warte ja auf den finalen Schlag, an dem sein Verhalten kippt, weil er erkennt, dass man in solchen Zeiten Farbe bekennen muss.

    :lesen:
    Leserunde: Marlow - Volker Kutscher

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    NSA - Nationales Sicherheits-Amt - Andreas Eschbach







  • Schön fand ich z. B. wieder die Szene als er gegenüber der Frau vom Jugendamt "rheinisch-katholisch" als Religion angab...

    Das war gestern in der Lesung so eine Art Zuckerl, dass uns Volker erklärt hat, dass Gereon so ein paar Eigenheiten hat, die der Autor aus seiner Heimat kennt und seinem Helden mitgegeben hat.

    :lesen:
    Leserunde: Marlow - Volker Kutscher

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    NSA - Nationales Sicherheits-Amt - Andreas Eschbach







  • Oder doch? Ist der Sohn von Friedrich Larsen vielleicht Johann Marlow, der seinen Namen irgendwann von Magnus Larsen in Johann Marlow geändert hat?

    Da gehe ich auf jeden Fall von aus.


    Was für ein furchtbarer Unfall! Irgendwie habe ich den Verdacht, dass Lehmann gezwungen wurde, mit Brunner in den Tod zu fahren, das würde jedenfalls erklären, dass er anfangs so langsam gefahren ist. Klar, das könnten auch die Schmerzen gewesen sein, aber irgendwas stimmt da nicht. Und Böhms Reaktion auf Raths Aussage mit dem Hirnturmor verstärkt mein Gefühl noch.


    Vielleicht wurde dem Droschkenfahrer versprochen, dass man sich dann nach seinem Tod um dessen Familie kümmern würde bzw. wurde ihm gedroht, dass seiner Familie dann nichts geschehen wird, was eher zu den Nazis passen würde.

    Lehmann hatte nur noch wenig zeit. Er wollte wohl seine Familie versorgt wissen und hat sich überreden lassen, denke ich jedenfalls. Von zufälligem Unfall gehe ich auf keinen Fall aus.

    Als Rath den Briefumschlag aus Brunners Aktentasche in den Händen hält, war mein erster Gedanke auch, hoffentlich öffnet er ihn, um vielleicht durch ihn Licht in die Sache zu bringen.

    Typisch Gereon. Er hätte ihn gar nicht geschlossen lassen können. Dass er aber so schnell wieder alles verpackt und sich nicht alles ansieht, wird ihm bestimmt noch leid tun.

    Eigentlich müsste Charly Martha Döring vorwarnen, denn sonst kommt ihr Doppelleben doch noch heraus.

    Wetten, dass Charly das macht!

    Rath und Böhm werden wohl echt keine Freunde mehr!

    Dabei finde ich, dass Gereon besonders unfreundlich ist und eher verantwortlich ist, dass sie nicht miteinander können. Tut mir leid Gereon.

    Seine Gefühle gegenüber seiner Pflegemutter sind so ambivalent, dass ich fürchte, er könnte sie irgendwann durch Denunziation in echte Schwierigkeiten bringen.

    Das befürchte ich auch.

    Ob es helfen würde, wenn Charly und Fritz sich mal richtig aussprechen würden? Andererseits muss Charly sehr vorsichtig sein, was Äußerungen über ihre Abneigung gegen die Nazis angeht, je tiefer Fritze in deren Fänge gerät.

    Dafür ist es bestimmt schon zu spät. Fritze ist jetzt schon tief drin und Charly ist so sehr gegen das Regime, dass sie auch Fritze zuliebe nicht einknicken kann.


    So, am Ende dieses Abschnitts begegnen wir dann noch Johann Marlow - in einer SS-Uniform :o Mit allem hatte ich gerechnet, aber nicht damit! War da nicht was, dass sich Charly mit ihm auf Anhieb gut verstanden hat, da er ebenfalls eine Abneigung gegen die Nazis hatte?

    Marlow ist ein Geschäftsmann durch und durch. Er tut alles, damit die Geschäfte laufen. Außen die Uniform, innen seine Einstellung.

    Gut, das war sicher auch im damaligen Deutschland eine Form zu überleben. Aber ich denke, es ist auch Raths Natur. Sehr dumm von ihm, dass er den Brief nicht gelesen hat. Das wird er sicher noch bereuen.

    Bestimmt, denn Gedanken macht er sich bestimmt noch dazu! Gereon laviert sich so durch, das hat er so verinnerlicht, dass es ihm wahrscheinlich nicht einmal richtig bewusst wird.

  • Hallo ihr Lieben ... ich habe auch den ersten Abschnitt gelesen und bin schon wieder mitten drin im Geschehen. Das letzte Buch ist ja zwei Jahre her, aber ein wenig Babylon geschaut zu haben, hilft bei der Stimmung total.

    Bin leider grippemäßig darnieder gestreckt und bitte um ein wenig Geduld. Ich melde mich spätestens morgen nochmal mit meinen Eindrücken :)

    Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch Menschen ... Heinrich Heine

  • Aber dann erst das seltsame Schreiben und dann eine SS-Uniform. Hmm, und schon ist es wieder vorbei mit meiner Sympathie. ^^

    Genau, spätestens bei der SS-Uniform war Brunner bei mir auch unten durch ^^


    Böhm ist Klasse. Schade, dass er und Rath nicht miteinander können. Das liegt wieder mal an Gereons Sturheit, denke ich. Und dass er einfach nicht Stellung beziehen will.

    Dabei finde ich, dass Gereon besonders unfreundlich ist und eher verantwortlich ist, dass sie nicht miteinander können.

    Gereon kann schon ein ganz schön sturer Esel sein, das ist war.


    Wetten, dass Charly das macht!

    Ich kann mir das ebenfalls gut vorstellen.

  • Falls du noch die Vorgängerbände lesen möchtest, möchte ich dazu erstmal nichts verraten, das ist Bestandteil eines der Vorgängerbände.

    Ich möchte die ersten Bände natürlich noch lesen - deshalb danke! dass Du nicht gleich alles verrätst!

    Ich wollte eigentlich nur anmerken, dass ich wirklich in vielen Bereichen ahnungslos lese. Aber ich hab ja den Mut zur Lücke - es wird sich schon alles ergeben!;)

    Kurz für dich als Hintergrundinformation: Johann Marlow hat einen sehr treuen langjährigen Mitarbeiter, einen Chinesen namens Liang, mit dem absolut nicht zu spaßen ist. Evtl. besteht hier eine Verbindung.

    Das ist eine Superinformation! Danke! Ich vermute mal, der von mir gesuchte Kuen-Yao ist somit wieder aufgetaucht. Anders kann ich es mir nicht vorstellen!

    Aber ich lag mit meinen Vermutungen schon oft genug falsch:totlach:


    Ich mag diese Widersprüche! Genau deshalb finde ich diese Figur so spannend!

    Ich mag solche Protagonisten auch sehr gerne - auch wenn ich sie den Leser manchmal wirklich zur Weißglut bringen können durch Dummheit oder Arroganz oder Übermut! Aber genau diese Vielschichtigkeit macht die Figuren authentisch und fordert den Leser ein wenig heraus.


    Du musst unbedingt die Vorgänger lesen. Vor allem die Entwicklung der Beziehungen der Darsteller ist Klasse. Aber Gereon schätzt du schon ganz gut ein. Er versucht hartnäckig, unpolitisch zu bleiben und zu verdrängen, dass sein Deutschland sich zusehends verändert. Ich warte ja auf den finalen Schlag, an dem sein Verhalten kippt, weil er erkennt, dass man in solchen Zeiten Farbe bekennen muss.

    Den Verdacht hab ich auch: mein SuB wächst und wächst...

    Gereons Weigerung alles mitzumachen, was die Nazis so angeordnet haben, macht ihn ungeheuer sympathisch. Aber gleichzeitig ist sein Versuch unpolitisch zu leben von vorn herein zum Scheitern verurteilt. Zu stark ist der offensichtliche politische Einfluss auf seinen Alltag. Charly und er stehen eigentlich recht offen zu ihrer Abneigung was die politische Ordnung angeht. Nur Friedrich ist begeistert mit der HJ unterwegs, was für mich schon verständlich ist: es ist die gelungene Kombination aus Sehnsucht nach Gemeinschaft und Gehirnwäsche... Hoffentlich geht das nicht so weit, dass er Charly, die ja recht offen in ihrer Abneigung ist, denunziert. Möglich wäre es ja, allerdings hoffe ich, dass er vorher munter wird.


    engineerwife : Gute Besserung!

    Liebe Grüße!;)
    Miriam

    Einmal editiert, zuletzt von ysa ()

  • Nur Friedrich ist begeistert mit der HJ unterwegs, was für mich schon verständlich ist: es ist die gelungene Kombination aus Sehnsucht nach Gemeinschaft und Gehirnwäsche... Hoffentlich geht das nicht so weit, dass er Charly, die ja recht offen in ihrer Abneigung ist, denunziert. Möglich wäre es ja, allerdings hoffe ich, dass er vorher munter wird.

    Die Sorge habe ich bei dem Jungen auch, dass er meint, er würde seinen Zieheltern was Gutes tun, wenn er ihnen die Augen öffnet. Aber wenn, dann sicher unabsichtlich. Denn ich denke, er ist durch sein Leben auf der Straße taff genug um zu wissen, dass er sie nicht denuzieren darf.

    :lesen:
    Leserunde: Marlow - Volker Kutscher

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