02 - Kapitel 3 + 4 (Seite 104 bis 215)

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  • Daß sich Katharina mit dem Kutscher unterhalten hat, hat ihr gleich zwei Ohrpfeifen eingebracht. Körperliche Züchtigung schien an der Tagesordnung zu sein, wenn das Verhalten nicht angemessen schien.


    Auch Eugen, der Stallknecht, erhält Schläge vom Stallmeister Johann Waldner. Albert ermuntert ihn, sich nicht alles gefallen zu lassen, denn auch Albert kann das nicht leiden.


    Der Gutsverwalter wettert gegen die Dorflehrerin Rebecca Kurscheidt. Er meint sogar, daß sie sich wie eine Dirne verhält, weil der Rock hochgezogen ist. Gerne hätte ich ihn gefragt, wie er denn meint, wie man Fahrrad fahren soll mit einem langen Rock. Dieser würde sich nämlich ständig in den Pedalen oder in der Kette verfangen. Idiot! Gut, daß Konstantin konntert, als der Gutsverwalter meint, die Lehrerin würde den Leuten Flöhe in die Ohren setzen.


    Jetzt erfahren wir auch, warum sich Albert mit der Enkelin des Pastors einläßt. Er will erfahren, wer sein Vater ist. Dafür will er nach den Papieren im Arbeitszimmer des Pastors schauen.


    Alexander leidet auf dem Gutshof. Im nächsten Jahr soll er auf das Internat in Stettin, danach zum Jurastudium. Auf beides hatte er keine Lust. Was Alexander gefiel, war die Musik.


    Die Mutter und Katharina fahren nach Berlin. Als sie sich ein Luftschiff anschauen, kommt es zu einem großen Gedränge. Der junge Julius Urban rettet Mutter und Tochter.


    Im Prinzesssinnenpalais treffen sie auf Amalie Sieglinde von Preußen und ihren Sohn Ludwig. Ludwig, der scheinbar Mitte zwanzig ist, mag Katharina. Zudem meint er, daß er alles darf, was ihm gefällt. Wie kann man sich auf so eine unverschämte Art an eine 12-Jährige ranmachen. Er ist einfach ein Ekelpaket. Erst viel später, als ihre Mutter ihr vorwirft, daß ihr Verhalten katastrophal war, erzählt sie von den Annäherungsversuchen. Aber bei ihrer Mutter scheint das auf taube Ohren zu stoßen.


    Daß Irmgard Wiebke beim Schreiben- und Lesenlernen hilft, ist sehr großzügig. Wie wenig davon gehalten wird, daß Mädchen Lesen und Schreiben können, können wir von Pastor Wittekind erfahren. Frauen brauchen ja nur Rezepte lesen zu können. Das Pastor nutzt seine Macht aus. Das ist überhaupt nicht christlich!


    Was für eine Geschichte, als der Bulle ausgerissen war! Ausgerechnet Eugen schafft es, den Bullen zu beruhigen und seelenruhig mit ihm zurück aufs Gut zu spazieren. Hut ab.

    Als Kind hatte ich Zuhause sehr große Angst vor unserem Bullen. So ein Tier kann einem ganz schön in Schrecken versetzen.

    Jetzt bekam Johann endlich mal einen Dämpfer von Alexander!


    Und dann tritt Alexander in eine rostige Bärenfalle, die sein Großvater vor Jahren ausgelegt hatte. Hoffentlich kann er sein Bein behalten. Sonst wäre er noch mehr ans Haus gebunden.


    Die Kinder können einem leid tun. Auf dem Gut gibt es wenig Abwechselung und niemanden, mit denen sie spielen können. Dabei ist sozialer Kontakt mit Gleichaltrigen wichtig. Schließlich wird man nicht als Erwachsener geboren.


    Albert gefällt mir. Er sieht Ungerechtigkeiten und versucht zu helfen. Das macht ihn sympathisch.

  • So, Katharina ist von ihrer Verschossenheit in Albert befreit, hat aber eine neue Bekanntschaft gemacht, die fast so aussichtslos ist -- zumindest im Moment. Das könnte sich aber bald ändern, denn durch den 1. Weltkrieg wird sich ja alles ändern.



    Die arme Katharina -- wird halb vergewaltigt, und ihre Mutter unterstützt sie nicht mal. Was für eine oberflächliche, grausame Ziege die doch ist.



    Alexander ist anscheinend ein musischer Mensch, und ich hoffe für ihn, dass er das in irgendeiner Form wird ausleben können.



    Wer weiß, vielleicht wird er nach dem Unfall mit der Bärenfalle humpeln? Zumindest wird es ihm dann erspart bleiben, in den Krieg zu müssen, der ja praktisch vor der Tür steht, auch wenn es noch keiner weiß.



    Ich habe übrigens die Kotze- und die Eulenburg Affären nachgeschlagen.


    Das passt übrigens ganz gut zu dem, was ich erst kürzlich im ersten Kapitel von Stephen Fry's Victorian Secrets gehört habe. Kaiser Wilhelm II hatte wohl inzestuöse Gedanken in Bezug auf seine Mutter.


    Obwohl er eine sehr schwere Kindheit gehabt hat, kann er mir nicht wirklich leid tun, und es ist gut, dass er der letzte Kaiser war, den dieses Land je gesehen hat.



    Albert hat offensichtlich vor, beim Pastor einzubrechen und, so wie es sich für mich anhörte, nach geheimgehaltenen Geburtsurkunden zu suchen.


    Er ist tatsächlich im Waisenhaus aufgewachsen, aber anscheinend war er keine Waise, sondern ein abgeschobener Bankert.


    Die Lehrerin hat großes Engagement, wird aber von dem Pfarrer klein gehalten. Ich hoffe, Konstantin stärkt ihr den Rücken, so dass die Mädchen auch lesen lernen dürfen.


    Oh, und ich habe immer stärker den Verdacht, dass sich Caspers an dem einbehaltenen Geld bereichert.


    Himmel, in diesem Abschnitt ist soviel los, dass ich sicher die Hälfte vergessen habe.

  • Alexander ist also drei Jahre älter als Katharina. 15 ist auch ein besonders gemeines Alter, man fühlt sich schon erwachsen, aber die Erwachsenen sehen das noch lange nicht so.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Albert gefällt mir. Er sieht Ungerechtigkeiten und versucht zu helfen. Das macht ihn sympathisch.

    Ja, er ist eine sehr schillernde Figur. Das macht immer viel Spaß, eine Figur undurchsichtig anzulegen.

    Gut Greifenau – Abendglanz ... erschienen

    Gut Greifenau – Nachtfeuer ... erscheint am 27.12.2018

    Gut Greifenau – Morgenröte ... erscheint am 1.3.2019

    :buecher: Knaur Verlag - als Taschenbuch / EBook / Hörbuch :buecher:

  • Ich habe übrigens die Kotze- und die Eulenburg Affären nachgeschlagen.

    Das passt übrigens ganz gut zu dem, was ich erst kürzlich im ersten Kapitel von Stephen Fry's Victorian Secrets gehört habe. Kaiser Wilhelm II hatte wohl inzestuöse Gedanken in Bezug auf seine Mutter.


    Obwohl er eine sehr schwere Kindheit gehabt hat, kann er mir nicht wirklich leid tun, und es ist gut, dass er der letzte Kaiser war, den dieses Land je gesehen hat.

    Was da hinter den Mauern der Macht abgelaufen ist, ist wirklich sehr interessant. Es gibt zwei Bücher von Martina Winkelhofer, die ich vorabgelesen habe, um mich mehr in die Welt der herrschenden Häuser einzulesen Sehr spannend. Da tun sich Abgründe auf.

    Gut Greifenau – Abendglanz ... erschienen

    Gut Greifenau – Nachtfeuer ... erscheint am 27.12.2018

    Gut Greifenau – Morgenröte ... erscheint am 1.3.2019

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  • Die Zerrissenheit von Alexander kann ich ziemlich gut nachvollziehen, er liest sich so richtig entwurzelt. Die Gewalt in der Erziehung wird ja auch bei ihm schon erwähnt und zieht sich auch bei Katharina durch. Zu der Verteidigung der Erziehenden muss man sagen, das Gewalt damals völlig normal war. Wobei es das nicht weniger verwerflich macht, natürlich.

    Richtig übel finde ich, das die Gräfin nur daran denkt ihre Tochter gewinnbringend zu verkaufen. Mir stellt sich nämlich die Frage, was ein erwachsener Mann mit einem Kind will. Und warum er nicht längst verheiratet ist. Denn das er auf Katharina gewartet hat, das kann ich nicht glauben. Ich glaube eher, das er ein Kind haben will, weil er darauf steht und gerne Gewalt ausübt, und das lässt sich eine ebenbürtige Familie einfach nicht gefallen. Deshalb braucht er eine Familie die unter ihm steht, aber durch die eine halbwegs königliche Abstammung ( durch Feodoras Verwandtschaft mit dem russischen Zaren), aber auch nicht völlig unmöglich ist. Die ist nämlich völlig begeistert, das der Neffe des Kaisers eine Tochter haben will. Da gilt dann " Gier frisst Hirn"

    Das Feodora ihrer Tochter nicht glaubt, geht gar nicht. Würde das einer mit meiner Tochter machen, ich weiß nicht, was ich mit ihm anstellen würde. Ich glaube, in kleine handliche Stückchen hacken und wenn der Täter der mächtigste Mann der Welt gewesen wäre :barbar:

    Bei Albert lag ich gar nicht so falsch damit, das er Paula nur benutzt, auch wenn er natürlich glaubt, er sei sehr rücksichtsvoll. Betrug bleibt Betrug. Ich bin sehr gespannt, was genau es ist, was er sucht. Und warum er so unversöhnlich ist. Ob Rache irgendwas besser machen würde? Eher nicht. Er vermisst ja eine Familie und die bekommt er auch dann nicht, wenn er seine Rache komplett hatte.

    Ob die "Sünde" von Mamsell Schott irgendwas damit zu tun hatte? Obwohl das zeitlich irgendwie nicht so richtig passen würde, wenn ich das richtig gelesen habe.

    Als Alexander in die Bärenfalle getappt ist, kam mir der Gedanke in den Kopf, das er so zumindest vom Krieg verschont wird. Ich glaube, da würde er zerbrechen. Auch wenn er es nicht zeigt, ist er doch sehr sensibel und verletzlich. Insgesamt ist das Lesen komisch, denn wir wissen ja, das die Welt, wie die Dorf- und Gutsbewohner es kennen bald untergehen wird. Ich glaube, das das für Feodora besonders schlimm wird. Eine Welt, in der sie ihren so wichtigen Status verliert und nicht mehr all ihrer Launen nachgeben kann.

    Die Mamsell versucht eine schützende Hand über die Dienstboten zu halten, so weit es geht. Aber ich muss sagen, das die Kabbeleien mir auf den Wecker gehen. Und bei Caspers ist irgendwas ganz verheerend im Busch, ich weiß nur noch nicht was. Vielleicht wird er erpresst oder hat andere Verpflichtungen.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • In diesem Abschnitt haben wir alle noch ein wenig besser kennen gelernt.


    Ich muß es jetzt ehrlich raus hauen....Albert ist mein Lieblings Protagonist:) Das Leben der Adelsfamilie finde ich natürlich sehr spannend, aber Albert ist so ganz anders. Er hat das Herz am rechten Fleck, hat einen enormen Gerechtigkeitssinn und ist ein lieber Mensch. Die Szene mit Eugen im Stall, hat mich tief berührt. Ganz dezent , fast schon liebevoll, versucht er Eugen klar zu machen, dass er sich nicht alles gefallen lassen darf.

    Ganz geschickt nutz Albert die Freundlichkeit von Paula Ackermann aus. Sein eigentlicher Grund ist, er will in das Arbeitszimmer des Pfarrers einbrechen. Ich vermute mal um an Dokumente zu gelangen, die seine Herkunft klärt. Irgendwenn scheint der Pfarrer zu decken. Ob der alte Graf der Vater von Albert ist? Das wäre fast zu einfach, da muss noch etwas dahinter stecken.

    Aber auch bei dieser Sache ist er sehr diskret. Es ist auf keinen Fall seine Absicht Paula Hoffnungen zu machen oder sie zu verletzen. Ich sag ja, er ist ein feiner Kerl.

    Schon mit 14 Jahren hat er sich geschworen sich zu rächen, nur an wen, dass muss er noch herausfinden.



    Irgendwie steht Konstantin nach wie vor allein auf weiter Flur mit seinen Ideen der Modernisierung. Selbst der Verwalter hängt am Althergebrachten fest. Es ist erstaunlich wie Menschen sich Neuem gegenüber so vehement verweigert haben. Hauptsache die noblen Eltern schleudern das Geld mit vollen Händen raus.

    So ganz weiß ich nicht was ich davon halten soll, dass Konstantin zeigen will, wer das Sagen hat. Ja es muss sein das er respektiert wird und er die Entscheidungen trifft. Ich habe nur ein wenig Bedenken, dass er in Großvaters Fußstapfen tritt, was die Strenge angeht.


    Ob Alexander so geworden ist, weil ihm damals die Amme genommen wurde und er an dessen Stelle ein sadistisches Kindermädchen bekommen hat? Nachvollziehbar wäre es. Mein Gott, die Kinder aus dieser Familie haben anscheinend keinerlei mütterliche oder väterliche Zuneigung bekommen.


    Feodora kommt immer noch nicht über den Tod ihres Schwiegervaters hinweg. Aber nicht etwa weil sie trauert, nein, es passt ihr gerade nicht in den Kram. Es bringt ihr nur " Unannehmlichkeiten". Also die Frau ist einfach nur grottig.

    Es tat mir um Katharina leid, als Ludwig von Preußen sie so bedrängt hat. Aber es war mir eine Genugtuung, dass Amalie Sieglinde von Preußen Katharina wohl doch nicht als geeignete Kandidatin für ihren Sohn sieht.

    Als Feodora ihrer Tochter die Ohrfeigen verpasst und sie später die Sache mit Ludwig einfach so abgetan hat, hätte ich ihr auch gerne ein paar Ohrfeigen gegeben. Alles dreht sich nur um materielle Dinge.... Den Park neu anlegen, eine Orangerie bauen wollen und so weiter.



    Das Clara bei der Auszahlung ihres Lohnes dann doch noch ihre gerechte Strafe bekommen hat, hat mich insgeheim etwas gefreut. So weiß sie nun, nicht so weiter machen zu können. Ottilde Schott mag ich auch, sie ist nicht ganz so streng wie Casper. Ich sag euch was, der wirtschaftet sich das Geschirr geld in die eigene Tasche, so wie Ottilde es vermutet.


    Die Monatslöhne waren aber sehr unterschiedlich, obwohl alle einen 12 Stunden Tag hatten. Gerecht ist das nicht, wenn ich nur das kleine Hausmädchen sehe welches so hart arbeiten muss. Oder Eugen und Wiebke, alles noch Kinder. So wurden sie in meinen Augen fast wie Sklaven gehalten.


    Noch etwas zu den barmherzigen Schwester und was Albert mit ansehen musste. Ich habe gerade das Buch " Grenzgänger" gelesen. Dort wurden auch solche Szenen ausführlich beschrieben. Jetzt schon wieder und ich bin wieder sprachlos. Diese Brutalität gegenüber den Kinder ist so grausam.


    Ich schaffe es einfach nicht, alles kurz zusammen zu fassen. Wichtig ist noch die Begegnung mit Rebecca. Konstantin hat sie weiterhin in dem Glauben gelassen,er sei ein Angestellter auf dem Gut.

    Man merkt, dass sie aus Berlin kommt. Sie möchte sich für die Jungs einsetzen, die während der Erntezeit aus der Schule genommen werden um bei der Feldarbeit zu helfen. Thalmann seine Reaktion auf Rebecca hat mir überhaupt nicht gefallen. Was sollen Jungs auf höheren Schulen, für ihn kommt das nicht in Frage.

    Jedenfalls, Konstantin sollte nicht zu lange warten Rebecca seine wahre Identität zu verraten. Das könnte in die Hose gehen, wenn sie sich erst einmal näher gekommen sind.


    Ob Adolfphis ein Liebchen hat? Albert scheint ein feines Gespür für solche Dinge zu haben, denn ihm viel gleich das Duftwässerchen an seinem Herren auf. Da flüchtet jemand vor seiner herrischen schönen Ehefrau.


    Noch kurz:) der Besuch in Berlin, wo Katharina Julius Urban und seine Frau Mama kennengelernt hat. Auch wenn sie noch jung ist, der wäre doch was für Katharina. Nur leider ist das nicht standesgemäß, egal wieviel Geld die Familie besitzt. Es sind ja nur neureiche Fabrikanten:)


    Hoffentlich ist die Verletzung nicht so schlimm, dass Alexander noch sein Bein verliert. So eine alte rostige Bärenfalle kann schwere Entzündungen und Infektionen verursachen.

    Liebe Grüße Kerstin

    Einmal editiert, zuletzt von kessi69 ()

  • um Katharina tut es mir auch leid. Die einzige Möglichkeit dem allen zu entkommen ist, später wenn sie älter ist abzuhauen:o. Naja , soweit muss es ja nicht kommen. Aber die Mutter möchte doch keiner geschenkt haben.


    Mh, die Sache mit der Bärenfalle. Ich bin da zwiegespalten. Du hast Recht, so muss er nicht in den Krieg, aber er ist noch so jung und wer weiß wie schlimm es ist. Das kann einen so jungen Burschen ganz schön aus der Bahn werfen.


    Die Kotze und Eulen Affären musste ich auch googeln. Das ist ja heftig.


    Rebecca gefällt mir, aber ich vermute das sie auf Granit beissen wird. Aber was der Pfarrer ihr vorschreibt ist unglaublich. Das sollte Albert hören, ich glaube er hätte die passenden Worte für den Pfarrer.

  • Es passiert wirklich unglaublich viel innerhalb von ein paar Seiten - das gefällt mir. Ich mag dichte Geschichten, sofern sie dennoch nicht an Tiefe verlieren und das gelingt dir, liebe Hanna Caspian , ganz wunderbar!


    Das Gespräch zwischen Clara und Albert in der Küche gefällt mir sehr gut. Ich war schon im ersten Abschnitt über die Aussage verwundert, dass man in Fabriken mehr verdient, aber wie Albert zu bedenken gibt, hat man dort keine freie Kost und Logis und auch andere Vergünstigungen nicht, wie bspw. einen Arzt - also quasi eine altmodische Krankenversicherung. Tja, dafür gibt man aber auch Freiheit auf. Da ist die Frage, was man lieber möchte. Aber die Arbeit in den Fabriken war meistens auch wirklich gesundheitsgefährdend. Eine spannende Gegenüberstellung also, aber eigentlich sind beide Alternativen nicht wirklich reizvoll.


    Alexander ist mir in diesem Abschnitt mehr ans Herz gewachsen. Er hat eine Künstlerseele! Es ist nur die Frage, ob er sie auch ausleben darf oder sie zu eingeengt wird. Eigentlich sind alle vorgesehene Wege für ihn wenig reizvoll. Nun kam am Ende der große Unfall und ich bin sehr gespannt, was aus ihm werden wird. Ob er sein Bein behalten kann und ob es wieder vollkommen funktionstüchtig wird? Ich könnte mir fast vorstellen, dass er eine kleine Behinderung, vielleicht ein lahmes Bein, zurückbehält. Das könnte ihm dann in einem Jahr im ersten Weltkrieg auch das Leben retten, weil er sicherlich nicht eingezogen werden wird. Eine Militärlaufbahn wäre damit hinfällig. Ob er für den Staatsdienst noch geeignet wäre?


    Also der Pfarrer kann Albert also weiterhelfen und deswegen freundet er sich mit seiner Enkelin an. Aha, so weit, so gut. Das klingt wirklich fast danach, als ob er das Geheimnis wissen will, welches der Pfarrer preisgeben soll. Irgendwie scheint er mit der Grafenfamilie verbandelt zu sein - so zumindest meine bisherige Vermutung. Da würde es auch passen, dass er die Vorteile einer Anstellung beim Gut herausstreicht. Sympathisch hat mir seine Einstellung gemacht, dass Paula keine falschen Hoffnungen durch Gesten oder leere Versprechungen machen will. Was er allerdings nicht bedenkt, dass er ihr wahrscheinlich durch jede freie Minute seiner Zeit, die er mit ihr verbringt, ebenfalls Hoffnungen macht. Liebe braucht nicht unbedingt viel, um genährt zu werden. So oder so, Paula wird sicherlich am Ende enttäuscht sein.


    Konstantin ist ganz schön hin und weg von unserer Dorflehrerin und so ganz kalt lässt Konstantin Rebecca auch nicht. Aber ich fürchte, wenn er nicht bald von sich aus mit der Wahrheit herausrückt und sie über wen anders erfährt, dass er der Gutssohn ist, dann wird sie sicherlich nicht erfreut sein. Doch ich befürchte, dass es genau auf diesen Eklat herauslaufen wird. Ach Konstantin, auch wenn er denkt, er hat damit ein wenig Zeit gewonnen, so befürchte ich, wird er am Ende viel mehr verlieren. Aber ob er sich überhaupt gegen seine Mutter durchsetzen könnte und eine Sozialistin ehelichen dürfte? Das bleibt auf jeden Fall spannend!


    Katka hat auch ein sehr aufwühlendes Liebesleben. Immerhin ist sie von Albert weg und trifft auf Julius. Auch wenn er ein reicher Industrieller ist, so ist er immerhin noch passender als der Kutscher. ;) Ludwig benimmt sich hingegen grausam. Er vergewaltigt sie ja fast und dabei ist sie noch ein Kind! Wahrscheinlich noch nicht mal geschlechtsreif! Das ist wirklich widerwärtig! Und anstatt ihre Tochter mal in den Arm zu nehmen, soll sie schweigen, als sie ihrer Mutter davon erzählt. Wirklich, wirklich furchtbar und dabei fühlt Katka nur, dass da etwas falsch gelaufen ist, ohne wirklich zu wissen, was passiert ist. Da muss doch mal jemand mit dem Kind reden.

  • Das Gespräch zwischen Clara und Albert in der Küche gefällt mir sehr gut. Ich war schon im ersten Abschnitt über die Aussage verwundert, dass man in Fabriken mehr verdient, aber wie Albert zu bedenken gibt, hat man dort keine freie Kost und Logis und auch andere Vergünstigungen nicht, wie bspw. einen Arzt - also quasi eine altmodische Krankenversicherung. Tja, dafür gibt man aber auch Freiheit auf. Da ist die Frage, was man lieber möchte. Aber die Arbeit in den Fabriken war meistens auch wirklich gesundheitsgefährdend. Eine spannende Gegenüberstellung also, aber eigentlich sind beide Alternativen nicht wirklich reizvoll.

    Das Gespräch fand ich auch super, einfach nur die Konsequenzen aufzeigen, ohne zu belehren

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Gerne hätte ich ihn gefragt, wie er denn meint, wie man Fahrrad fahren soll mit einem langen Rock. Dieser würde sich nämlich ständig in den Pedalen oder in der Kette verfangen. Idiot!

    Ganz einfach, gar nicht. Wenn Frauen Rad fahren, wo kommen wir denn dahin? ... Schlimm, diese Angst vor der weiblichen Emanzipation.


    Daß Irmgard Wiebke beim Schreiben- und Lesenlernen hilft, ist sehr großzügig. Wie wenig davon gehalten wird, daß Mädchen Lesen und Schreiben können, können wir von Pastor Wittekind erfahren. Frauen brauchen ja nur Rezepte lesen zu können.

    Oh, was für einen schönen Deal, die beiden da aushandeln. Das hat mich gefreut. Und der Pastor ist wirklich furchtbar. Rezepte lesen... Was für ein beschränktes Weltbild sich hier an vielen Stellen in Bezug auf Frauen auf tut. Das ist so traurig, aber leider auch so wahr. Vom Pastor halte ich im Allgemeinen eher wenig.


    Ausgerechnet Eugen schafft es, den Bullen zu beruhigen und seelenruhig mit ihm zurück aufs Gut zu spazieren. Hut ab.

    Eugen gefällt mir. Er hat wirklich ein Händchen für Tiere und nicht nur Albert sieht seinen Wert. Auch Konstantin ist wohl sehr beeindruckt und er durchschaut auch genau, dass Johann und seine Trinkerei Schuld an der Miserie ist. Das erleichtert mich, weil Eugen es nicht einfach unter Johann hat.


    Ich habe übrigens die Kotze- und die Eulenburg Affären nachgeschlagen.

    Vielen Dank dafür! :)


    Kaiser Wilhelm II hatte wohl inzestuöse Gedanken in Bezug auf seine Mutter.

    Das verwundert mich gar nicht, denn er hatte in vielen Sachen ein paar Probleme. Dass ausgerechnet mit ihm an der Macht die Monarchie im deutschen Reich unterging, wundert mich gar nicht.


    Oh, und ich habe immer stärker den Verdacht, dass sich Caspers an dem einbehaltenen Geld bereichert.

    Das sehe ich mittlerweile auch fast als bewiesen an durch die Gedanken von Mamsell Schott.


    Ich glaube eher, das er ein Kind haben will, weil er darauf steht und gerne Gewalt ausübt, und das lässt sich eine ebenbürtige Familie einfach nicht gefallen. Deshalb braucht er eine Familie die unter ihm steht,

    Gute Analyse von Ludwigs Charakter. Ich fand ihn so widerwärtig, dass ich mir über ihn gar keine weiteren Gedanken machen wollte. Aber ja, du hast Recht, es wird seine Gründe haben, warum er keine Adlige nimmt, die mehr auf "seiner Stufe" steht oder im vom Alter her viel näher ist. Eine pädophile Neigung kann man ihm wohl nicht ganz absprechen...


    Ich glaube, das das für Feodora besonders schlimm wird. Eine Welt, in der sie ihren so wichtigen Status verliert und nicht mehr all ihrer Launen nachgeben kann.

    Der Krieg wid schon viele Entbehrungen mitbringen, aber auch wenn das Gut bestehen bleiben wird und (was ich nicht weiß) Teil des deutschen Reiches bleiben wird, wird die Nachkriegszeit sicherlich auch schlimm für sie, wenn sie Zerbombte oder so aufnehmen müssen. Vielleicht wird ein Teil des Gutes auch ein Lazarett? Es gibt so viele Möglichkeiten und wahrscheinlich ist eine schlimmer als die andere für Feodora. Für sie wird es mit Sicherheit sehr hart.


    Selbst der Verwalter hängt am Althergebrachten fest. Es ist erstaunlich wie Menschen sich Neuem gegenüber so vehement verweigert haben.

    Beim Verwalter kann ich es sogar noch am meisten nachvollziehen, denn er hat ganz einfache Existenzängste. Wer hätte das nicht, wenn man seinen Job bedroht sieht und Angst hat, mit den technischen Erneuerungen nicht mithalten zu können? Ich komme ja aus einer Braunkohlegegend. Ich bin absolut für den Braunkohleausstieg, aber wenn ich kenne viele, die bei RWE in Braunkohlekraftwerken angestellt sind persönlich. Dass sie da persönliche Ängste haben, was den Ausstieg angeht, kann ich absolut nachvollziehen und so ist das für mich auch mit dem Verwalter. Und der ist noch nicht mal so abgesichert, wie die Angestellten von RWE.


    Die Monatslöhne waren aber sehr unterschiedlich, obwohl alle einen 12 Stunden Tag hatten.

    Wahnsinn, vor allem der Unterschied zwischen den Löhnen von den Frauen und den Männern, ...


    Ob Adolfphis ein Liebchen hat?

    Das würde mich nicht wundern bei der fehlenden Leidenschaft oder auch gar nur Anerkennung zwischen ihm und seiner Frau.

  • pommern bleibt, wenn ich es richtig immer Kopf habe in deutscher Hand, nur Preußen wird geteilt.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Ich glaube eher, das er ein Kind haben will, weil er darauf steht und gerne Gewalt ausübt, und das lässt sich eine ebenbürtige Familie einfach nicht gefallen. Deshalb braucht er eine Familie die unter ihm steht, aber durch die eine halbwegs königliche Abstammung ( durch Feodoras Verwandtschaft mit dem russischen Zaren), aber auch nicht völlig unmöglich ist.


    Gute Analyse von Ludwigs Charakter. Ich fand ihn so widerwärtig, dass ich mir über ihn gar keine weiteren Gedanken machen wollte. Aber ja, du hast Recht, es wird seine Gründe haben, warum er keine Adlige nimmt, die mehr auf "seiner Stufe" steht oder im vom Alter her viel näher ist. Eine pädophile Neigung kann man ihm wohl nicht ganz absprechen...

    Ich denke, dass Ludwig definitiv niedere Motive hat, Katharina auszusuchen. Ihre Kindlichkeit und Naivität spielen da nach seinen Worten ja ziemlich rein.

    Und ja, vermutlich erwartet er von 'niederem' Adel keinen Widerstand, sollte Katharina sich über sein Verhalten beklagen -- und wenn ich mir Feodora anschaue, hat er Recht damit.

    Beim Verwalter kann ich es sogar noch am meisten nachvollziehen, denn er hat ganz einfache Existenzängste. Wer hätte das nicht, wenn man seinen Job bedroht sieht und Angst hat, mit den technischen Erneuerungen nicht mithalten zu können? Ich komme ja aus einer Braunkohlegegend. Ich bin absolut für den Braunkohleausstieg, aber wenn ich kenne viele, die bei RWE in Braunkohlekraftwerken angestellt sind persönlich. Dass sie da persönliche Ängste haben, was den Ausstieg angeht, kann ich absolut nachvollziehen und so ist das für mich auch mit dem Verwalter. Und der ist noch nicht mal so abgesichert, wie die Angestellten von RWE.

    Absolut. Und die Leute hatten ja nicht Unrecht damit, Konstantin überlegt ja schon, dass er dann nur noch Tagelöhner braucht. Das bedeutet, dass alle, die jetzt in Lohn und Brot auf dem Gut stehen, keine Arbeit mehr haben werden. Die industrielle Revolution war hauptsächlich ein Segen für die Arbeitgeber, und die Verbraucher, die sich die Waren leisten konnten.


    Ob Adolfphis ein Liebchen hat? Albert scheint ein feines Gespür für solche Dinge zu haben, denn ihm viel gleich das Duftwässerchen an seinem Herren auf. Da flüchtet jemand vor seiner herrischen schönen Ehefrau.


    Das würde mich nicht wundern bei der fehlenden Leidenschaft oder auch gar nur Anerkennung zwischen ihm und seiner Frau.

    Nun, es wirkt zumindest so, als ob er eine Geliebte hätte.

  • Insgesamt ist das Lesen komisch, denn wir wissen ja, das die Welt, wie die Dorf- und Gutsbewohner es kennen bald untergehen wird. Ich glaube, das das für Feodora besonders schlimm wird. Eine Welt, in der sie ihren so wichtigen Status verliert und nicht mehr all ihrer Launen nachgeben kann.

    In den drei Büchern "Gut Greifenau-Bänden" wird davon erzählt, wie es eben dazu kam, dass diese Welt untergehen konnte. Ich nenne sie auch die Kaisersturz-Trilogie. Ja, da werden sich einige sehr umgeguckt haben.

    Gut Greifenau – Abendglanz ... erschienen

    Gut Greifenau – Nachtfeuer ... erscheint am 27.12.2018

    Gut Greifenau – Morgenröte ... erscheint am 1.3.2019

    :buecher: Knaur Verlag - als Taschenbuch / EBook / Hörbuch :buecher:

  • pommern bleibt, wenn ich es richtig immer Kopf habe in deutscher Hand, nur Preußen wird geteilt.

    Pommern war eine Provinz in Preußen, genau wie Ostpreußen, Westpreußen, Posen, aber auch das Rheinland und andere Provinzen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde von den Siegermächten ein polnisches Königreich errichtet. Dabei verlor Preußen bzw. das deutsches Kaiserreich fast die gesamte Provinz Posen und Teile von Westpreußen.
    Pommern selbst bestand aus Vorpommer und Hinterpommern, wo Gut Greifenau spielt. Hinterpommern ist erst nach dem Zweiten Weltkrieg an Polen gefallen. Und Vorpommern gehört immer noch zu Deutschland, eben in Mecklenburg-Vorpommern.

    Gut Greifenau – Abendglanz ... erschienen

    Gut Greifenau – Nachtfeuer ... erscheint am 27.12.2018

    Gut Greifenau – Morgenröte ... erscheint am 1.3.2019

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  • Beim Verwalter kann ich es sogar noch am meisten nachvollziehen, denn er hat ganz einfache Existenzängste. Wer hätte das nicht, wenn man seinen Job bedroht sieht und Angst hat, mit den technischen Erneuerungen nicht mithalten zu können? Ich komme ja aus einer Braunkohlegegend. Ich bin absolut für den Braunkohleausstieg, aber wenn ich kenne viele, die bei RWE in Braunkohlekraftwerken angestellt sind persönlich. Dass sie da persönliche Ängste haben, was den Ausstieg angeht, kann ich absolut nachvollziehen und so ist das für mich auch mit dem Verwalter. Und der ist noch nicht mal so abgesichert, wie die Angestellten von RWE.

    Absolut. Und die Leute hatten ja nicht Unrecht damit, Konstantin überlegt ja schon, dass er dann nur noch Tagelöhner braucht. Das bedeutet, dass alle, die jetzt in Lohn und Brot auf dem Gut stehen, keine Arbeit mehr haben werden. Die industrielle Revolution war hauptsächlich ein Segen für die Arbeitgeber, und die Verbraucher, die sich die Waren leisten konnten.


    Die Industrielle Revolution begann ja schon Mitten des 19. Jahrhunderts. Aber Anfang des 20. Jahrhunderts erreichte sie dann ihren Höhepunkt. Der Umschwung von Monarchie zur Demokratie war auch der Anfang von althergebrachtem Geldadel zu neureichen Kapitalisten, die im Staat das Sagen hatten.

    Gut Greifenau – Abendglanz ... erschienen

    Gut Greifenau – Nachtfeuer ... erscheint am 27.12.2018

    Gut Greifenau – Morgenröte ... erscheint am 1.3.2019

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  • >>

    Der Umschwung von Monarchie zur Demokratie war auch der Anfang von althergebrachtem Geldadel zu neureichen Kapitalisten, die im Staat das Sagen hatten.<<


    Da besteht ja noch Hoffnung für Katharina. ;-)

  • Die industrielle Revolution war hauptsächlich ein Segen für die Arbeitgeber, und die Verbraucher, die sich die Waren leisten konnten.

    Da sagst du was. Die Leidtragenden waren immer schon die Arbeiter*innen in diesem System. Irgendwann änderte sich das dann immerhin mit der Einführung des Sozialsystems.

  • Insgesamt ist das Lesen komisch, denn wir wissen ja, das die Welt, wie die Dorf- und Gutsbewohner es kennen bald untergehen wird. Ich glaube, das das für Feodora besonders schlimm wird. Eine Welt, in der sie ihren so wichtigen Status verliert und nicht mehr all ihrer Launen nachgeben kann.

    In den drei Büchern "Gut Greifenau-Bänden" wird davon erzählt, wie es eben dazu kam, dass diese Welt untergehen konnte. Ich nenne sie auch die Kaisersturz-Trilogie. Ja, da werden sich einige sehr umgeguckt haben.

    Und wenn Feodora erst ihren Status verloren hat, wäre sie mit Sicherheit froh wenn Katharina einen Sohn eines reichen Fabrikanten heiraten könnte. Es sind noch ein paar Jahre bis nach dem Krieg, dann wäre Katharina im heiratsfähigen Alter. Die Frage ist nur ob der Fabrikanten Sohn noch zur Verfügung steht und auf sie gewartet hat. Für Katharina würde ich es mir wünschen.