06 - Kapitel 11 + 12 (ab Seite 447)

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  • Liebe kann vieles verzeihen und gerade als Lehrerin sollte sie sich auch mit seelischen Nöten auskennen. Sie weiß doch im Grunde ganz genau, dass er ihr seine wahre Identität nur aus dem einzigen Grund verschwiegen hat, weil er Angst hatte, sie zu verlieren und jeden Tag, jede Stunde mit ihr festhalten und geniessen wollte. Er liebt sie über alles und sie stellt ihre Vorurteile über ihre Gefühle.

    Vielleicht braucht sie einfach nur etwas länger, um sich darüber klar zu werden, was sie wirklich will. Immerhin hat sich Konstantin als Schwächling und Feigling erwiesen, da würde ich auch überlegen, ob ich mein Leben mit so jemand verbringen möchte.


    Die beste Lösung wäre doch, wenn Adolphis sich von ihr scheiden lassen würde.

    Das war ja nicht so einfach, und wäre für Feodora mit sehr vielen Nachteilen verbunden gewesen, denn die Frauen waren bei Scheidungen schon immer in der schlechteren Position. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

  • Wow. Wie Rebecca reagiert, wenn sie es rausfindet, war ja abzusehen. Konstantin hätte es ihr definitiv schon sagen müssen bevor er mit ihr an der See war. Kein Wunder, dass sie sich ausgenutzt und beschmutzt vorkommt.

    Ich hoffe allerdings, dass sie s sich doch noch anders überlegt (und dass Konstantin keine weitere Dummheit macht, so wie angedeutet wird).

    Rebecca`s Reaktion habe ich als völlig überzogen empfunden. Natürlich war sie zuerst schockiert, als sie dem echten Albert Sonntag begegnet ist und Konstantin auf der Treppe gesehen hat. Diese Reaktion war glaubwürdig und da konnte ich sie noch gut verstehen. Aber wie sie sich einige Tage später verhalten hat, als Konstantin zu einer Aussprache zu ihr in die Schule kam, das war völlig herzlos und unnötig grausam.

    So sehe ich es auch. Ich hab ja schon geschrieben, dass es fast schon weg getan hat wie Konstantin um Vergebung gebeten hat.

    Wenn sie in ihren Gesprächen genau zugehört hätte, wäre ihr aufgefallen dass Konstantin Grenzen zwischen Adel und Arbeiterschicht einreißen würde. Ihm sind die Standesdünkel auch zu wieder. Und Fakt ist doch überhaupt eine, sie lieben sich. Man hätte sich aussprechen sollen und auf vernünftigen Weg versuchen einen gemeinsamen Ausweg zu finden, einen dem eine gemeinsame Zukunft nichts im Wege steht.

  • Liebe kann vieles verzeihen und gerade als Lehrerin sollte sie sich auch mit seelischen Nöten auskennen. Sie weiß doch im Grunde ganz genau, dass er ihr seine wahre Identität nur aus dem einzigen Grund verschwiegen hat, weil er Angst hatte, sie zu verlieren und jeden Tag, jede Stunde mit ihr festhalten und geniessen wollte. Er liebt sie über alles und sie stellt ihre Vorurteile über ihre Gefühle.

    Vielleicht braucht sie einfach nur etwas länger, um sich darüber klar zu werden, was sie wirklich will. Immerhin hat sich Konstantin als Schwächling und Feigling erwiesen, da würde ich auch überlegen, ob ich mein Leben mit so jemand verbringen möchte.

    Als Schwächling sehe ich ihn nicht, er hat eine klare Haltung zu den Dingen, auch in den Auseinandersetzungen mit seinem Vater und dem Gutsverwalter zeigt er Willenskraft und Charakterstärke. Bei Rebecca konnte er endlich mal liebevoll und sensibel sein, wie es seinem innersten Wesen entspricht. Er hat sie getäuscht, das ist schon richtig - aber nur, was seine Identität betrifft, in seinem Herzen und seinen Gefühlen war er immer ehrlich. Ich bin von ihr enttäuscht, weil sie sich weigert, sein wahres und ehrliches Ich zu sehen.

  • Von Bertha war ich total entsetzt, wie kann man nur??? Ich konnte es nicht verstehen, will sie alle immer nur unglücklich machen? Das Risiko besteht auch bei Albert, ich hoffe das sie die Klappe hält.


    Mamsell Schott ging es einzig um Gerechtigkeit für die Angestellten auf dem Gut. Sie konnte nicht ahnen welchen Sache Caspers erlegen ist. Und als sie die Tage beobachtet hat, dass Caspers immer deprimierter wird, ist sie diesen Schritt gegangen. Sie wollte das es aufhört, aber sie wollte bestimmt nicht das nun Casper nicht ein oder aus weiß.

  • Aber Bertha geht ja noch. Nikolaus ist genauso mies und übel wie seine Mutter. Wie er die arme Katharina zusammenfaltet und bedroht, nur, weil ersich da irgendwelche Beförderungschancen ausrechnet. Einfach widerlich.

    Na der ist ja wohl doll. Innerlich hab ich mir gewünscht, dass er gleich an die vorderste Front muss und dann mindestens so eine Verletzung wie Alex hat. Aber so richtig heftig. Also in diesem Buch bekomme ich die eigenartigsten Rachegelüste:haue:

  • Rebecca`s Reaktion habe ich als völlig überzogen empfunden. Natürlich war sie zuerst schockiert, als sie dem echten Albert Sonntag begegnet ist und Konstantin auf der Treppe gesehen hat. Diese Reaktion war glaubwürdig und da konnte ich sie noch gut verstehen. Aber wie sie sich einige Tage später verhalten hat, als Konstantin zu einer Aussprache zu ihr in die Schule kam, das war völlig herzlos und unnötig grausam.

    So sehe ich es auch. Ich hab ja schon geschrieben, dass es fast schon weg getan hat wie Konstantin um Vergebung gebeten hat.

    Wenn sie in ihren Gesprächen genau zugehört hätte, wäre ihr aufgefallen dass Konstantin Grenzen zwischen Adel und Arbeiterschicht einreißen würde. Ihm sind die Standesdünkel auch zu wieder. Und Fakt ist doch überhaupt eine, sie lieben sich. Man hätte sich aussprechen sollen und auf vernünftigen Weg versuchen einen gemeinsamen Ausweg zu finden, einen dem eine gemeinsame Zukunft nichts im Wege steht.

    Ganz genau so hätten sie einen Weg finden können, der beiden entspricht. Aber jetzt hat Rebecca ihn so heftig und endgültig von sich gestoßen, dass ich mir große Sorgen um Konstantin mache. Wenn er jetzt an die Front gehen muss für diesen sinnlosen Krieg und fällt, dann wird er sie nie wiedersehen und ihr wird es hinterher sehr leidtun. Da darf ich gar nicht dran denken - ich mach mir große Sorgen !!!:(

  • Stimmt, man sollte nie in einem solchen Streit auseinander gehen. Denn all die bösen Worte könnten einem bitter leid tun, wenn man keine Möglichkeit mehr hat, sich dafür zu entschuldigen.

  • Stimmt, man sollte nie in einem solchen Streit auseinander gehen. Denn all die bösen Worte könnten einem bitter leid tun, wenn man keine Möglichkeit mehr hat, sich dafür zu entschuldigen.

    Genau so ist es - wenn es zu spät ist für ein Einlenken, eine Umkehr oder Entschuldigung trägt man die Reue und Trauer ein Leben lang mit sich. Rebecca ist eine so kluge und feinfühlige Frau, ich kann mir nicht vorstellen, dass ihre Wut auf Konstantin lange anhält. Bei beiden hatte ich das Gefühl, dass es ihnen ernst ist mit ihrer Beziehung und sie sich wahrhaftig sehr lieben. Sowas ist sehr selten und wenn man den oder die Richtige/n getroffen hat, sollte man ihn festhalten. Der Name ist Schall und Rauch,die Herkunft nebensächlich - was zählt ist der Charakter

    und das Wesen.

  • Die beste Lösung wäre doch, wenn Adolphis sich von ihr scheiden lassen würde.

    Das war ja nicht so einfach, und wäre für Feodora mit sehr vielen Nachteilen verbunden gewesen, denn die Frauen waren bei Scheidungen schon immer in der schlechteren Position. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

    Einfach wohl nicht, aber ich würde es dieser kaltherzigen, grausamen Person sehr wünschen, wenn er irgendwann die Nase voll hat von ihrem Gehabe und sie zum Teufel jagt. :capone:

  • Einfach wohl nicht, aber ich würde es dieser kaltherzigen, grausamen Person sehr wünschen, wenn er irgendwann die Nase voll hat von ihrem Gehabe und sie zum Teufel jagt.

    Vielleicht weiß sie von seinen Affären und identifiziert sich deswegen so mit dem höheren Adel? Ihre Art, ihr eigenes Ansehen aufzuwerten?

  • Rebecca ist eine so kluge und feinfühlige Frau, ich kann mir nicht vorstellen, dass ihre Wut auf Konstantin lange anhält.

    Ich denke auch, dass sie noch einlenken wird. Momentan ist sie einfach zu wütend, was ja nicht unverständlich ist.

  • Das war ja nicht so einfach, und wäre für Feodora mit sehr vielen Nachteilen verbunden gewesen, denn die Frauen waren bei Scheidungen schon immer in der schlechteren Position. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

    Das war in Adelskreisen völlig unmöglich. Die wären alle geächtet gewesen, und zwar alle. An eine gute Ehe für z.B. Katharina bräuchte man auch nicht denken. Also, das war völlig ausgeschlossen.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Wow. Wie Rebecca reagiert, wenn sie es rausfindet, war ja abzusehen. Konstantin hätte es ihr definitiv schon sagen müssen bevor er mit ihr an der See war. Kein Wunder, dass sie sich ausgenutzt und beschmutzt vorkommt.

    Ich hoffe allerdings, dass sie s sich doch noch anders überlegt (und dass Konstantin keine weitere Dummheit macht, so wie angedeutet wird).

    Rebecca`s Reaktion habe ich als völlig überzogen empfunden. Natürlich war sie zuerst schockiert, als sie dem echten Albert Sonntag begegnet ist und Konstantin auf der Treppe gesehen hat. Diese Reaktion war glaubwürdig und da konnte ich sie noch gut verstehen. Aber wie sie sich einige Tage später verhalten hat, als Konstantin zu einer Aussprache zu ihr in die Schule kam, das war völlig herzlos und unnötig grausam. Liebe kann vieles verzeihen und gerade als Lehrerin sollte sie sich auch mit seelischen Nöten auskennen. Sie weiß doch im Grunde ganz genau, dass er ihr seine wahre Identität nur aus dem einzigen Grund verschwiegen hat, weil er Angst hatte, sie zu verlieren und jeden Tag, jede Stunde mit ihr festhalten und geniessen wollte. Er liebt sie über alles und sie stellt ihre Vorurteile über ihre Gefühle. Damit ist sie für mich nicht viel besser als Feodora, nur von der anderen Seite betrachtet, wiel sie genauso voreingenommen und unbelehrbar auf die "höheren Stände" blickt wie Feodora auf die "niederen". Beide Haltungen sind zutiefst ungerecht und menschenverachtend. Menschen wie diese beiden, die ihre Ideologie über alles andere stellen, sehen nicht den anderen Menschen in seiner Komplexität und Einzigartigkeit, sondern nur seine jeweilige in ihren Augen "falsche" Schichtzugehörigkeit - und das ist zutiefst inhuman. Vor solchen Fanatikern hatte ich schon immer Angst.

    Was Feodora angeht, so entpuppt sie sich jetzt als wahre Sadistin. Wie sie mit Katharina umgeht, ist nicht mehr tolerierbar, das ist schwere seelische und körperliche Misshandlung. Die beste Lösung wäre doch, wenn Adolphis sich von ihr scheiden lassen würde. Dann könnte sie zurück in ihr geliebtes St. Petersburg, er hätte endlich seine Ruhe vor ihren verbalen Giftpfeilen und für Katharina käme es einer Lebensrettung gleich.

    Ich hätte Konstantin auch nicht verziehen. So viele Lügen über eine so lange Zeit. Nein. Das wird wohl dauern, bis er das wieder hingebogen bekommt, ... wenn überhaupt.

    Gut Greifenau – Abendglanz ... erschienen

    Gut Greifenau – Nachtfeuer ... erscheint am 27.12.2018

    Gut Greifenau – Morgenröte ... erscheint am 1.3.2019

    :buecher: Knaur Verlag - als Taschenbuch / EBook / Hörbuch :buecher:

  • Aber Bertha geht ja noch. Nikolaus ist genauso mies und übel wie seine Mutter. Wie er die arme Katharina zusammenfaltet und bedroht, nur, weil ersich da irgendwelche Beförderungschancen ausrechnet. Einfach widerlich.

    Na der ist ja wohl doll. Innerlich hab ich mir gewünscht, dass er gleich an die vorderste Front muss und dann mindestens so eine Verletzung wie Alex hat. Aber so richtig heftig. Also in diesem Buch bekomme ich die eigenartigsten Rachegelüste:haue:

    Rachegelüste = starke Emotionen. Genau das beabsichtige ich. ;-)

    Gut Greifenau – Abendglanz ... erschienen

    Gut Greifenau – Nachtfeuer ... erscheint am 27.12.2018

    Gut Greifenau – Morgenröte ... erscheint am 1.3.2019

    :buecher: Knaur Verlag - als Taschenbuch / EBook / Hörbuch :buecher:

  • Ich teile eure Ansicht zu Rebecca und fand ihre Reaktion auch sehr heftig und wie Konstantin anmerkte - voller Standesdünkel. Ich bin mal gespannt, wie lange sie braucht und ob sie irgendwann an den Punkt kommt, um Konstantin zu verzeihen. Denn auch wenn er sie viel und oft angelogen hat, so hat er es 100%ig ernst mit ihr gemeint. Er war nicht nur mit ihr zusammen, weil er ein bisschen Spaß haben wollte. Er wollte sie ehrlich heiraten - ganz egal, was für einen Skandal er ausgelöst hätte.

  • Ich teile eure Ansicht zu Rebecca und fand ihre Reaktion auch sehr heftig und wie Konstantin anmerkte - voller Standesdünkel. Ich bin mal gespannt, wie lange sie braucht und ob sie irgendwann an den Punkt kommt, um Konstantin zu verzeihen. Denn auch wenn er sie viel und oft angelogen hat, so hat er es 100%ig ernst mit ihr gemeint. Er war nicht nur mit ihr zusammen, weil er ein bisschen Spaß haben wollte. Er wollte sie ehrlich heiraten - ganz egal, was für einen Skandal er ausgelöst hätte.

    So ist es und das habe ich ihm auch geglaubt. Wenn jemand einen Fehler macht und nicht die Wahrheit sagt, wäre es trotz aller Enttäuschung angebracht, sich und ihn nach den Gründen zu fragen. Denn seine Gründe waren nachvollziehbar, er hat es für diese kostbare gemeinsame Zeit getan, er wollte ihre noch so neue Beziehung nicht durch Irritationen und sozialpolitische Diskussionen belastet wissen.

    Aber wenn Rebecca mit voller Überzeugung behauptet, sich niemals in einen Adeligen verlieben zu können, ist das sehr dumm, engstirnig und grausam. Was kann ein Mensch dafür, in welche Familie und welche Lebensumstände er hineingeboren wird ? Er kann gar nichts dafür, soll aber bestraft werden wegen dummer Vorurteile ? Was er später aus seinem Leben macht, ob er es mit Sinn erfüllt und sich anständig verhält, seinen Mitmenschen, den Tieren und der Natur mit Respekt und Empathie begegnet - das allein zählt, alles andere ist völlig unwichtig. Das sollte auch Rebecca wissen, immerhin setzt sie sich für ihre Schüler ein, damit die eine höhere Bildung erlangen können.

  • Was er später aus seinem Leben macht, ob er es mit Sinn erfüllt und sich anständig verhält, seinen Mitmenschen, den Tieren und der Natur mit Respekt und Empathie begegnet - das allein zählt, alles andere ist völlig unwichtig. Das sollte auch Rebecca wissen, immerhin setzt sie sich für ihre Schüler ein, damit die eine höhere Bildung erlangen können.

    Das stimmt. Na, mal sehen, wie es weitergeht.