04 - Seite 229 bis Seite 292 (Kapitel 7 und 8)

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  • Ich denke gerade dieses "gelobte Land" war nach dem 2.Weltkrieg wirklich DAS Ziel, das Paradies auf Erden. Es konnte ja keiner ahnen wie schwer es in Palästina sein wird.

    Da hast du freilich recht. Die Vorstellung, dort würde alles besser und schöner werden, die hat zur Sehnsucht der gebeutelten Menschen gepasst.

  • Miri sagt einmal zu Rike, sie sei ein "ganz normales Berliner Mädchen - nur eben jüdisch" ...

    so fühlt sie sich dann auch in Palästina ...

    war für viele sehr schwer, trotz aller Euphorie: ein hartes Leben in einem hartem Land - alles fremd: Klima, Leute, Essen, Wohnform ...

  • Wem gehört Palästina?

    [Blockierte Grafik: https://www.lpb-bw.de/fileadmin/_migrated/pics/unabhaengigkeitskrieg_01.jpg]

    Soldaten und Offiziere der Arabischen Legion mit israelischen Gefangenen.

    Seit 1948 gab es immer wieder Kriege zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarstaaten.


    "El Nakba"(die Katastrophe) -Der Unabhängigkeitskrieg von 1948

    Am 15. Mai 1948 griffen die Streitkräfte Ägyptens, Jordaniens, Syriens, des Libanon, des Irak und Saudi Arabiens Israel an. Im ersten entscheidenden arabisch-israelischen Krieg wollten die Israelis, "ihr" Land sichern. Dazu zählten sie die dem jüdischen Staat zugedachten Gebiete sowie jüdische Siedlungen jenseits der von den UN gezogenen Grenzen. Sie eroberten rund 40 Prozent des Landes, das im Teilungsplan für einen arabisch-palästinensischen Staat vorgesehen war.

    Die Waffenstillstandslinien vom Frühjahr 1949 vergrößerten das israelische Territorium von 14.100 auf 20.700 Quadratkilometer. Dieses Gebiet gilt auch heute noch als das Kernland Israels. 750.000 Araber und damit die Hälfte der palästinensischen Bevölkerung, wurden vertrieben oder flohen aus ihren Dörfern. Andere blieben und wurden Israelis. Die Flüchtlinge wurden von den arabischen Nachbarländern nicht eingegliedert, sondern dauerhaft in Lagern untergebracht. 39 Prozent der Flüchtlinge verblieben in der jordanisch kontrollierten West Bank, in den von Ägypten annektierten Gaza-Streifen flohen 26 Prozent, 14 Prozent in den Libanon. Israel erlaubte es den Flüchtlingen nicht zurückzukehren. In den nicht zerstörten Dörfern wurden jüdische Einwanderer untergebracht.

    Einen Tag nach der israelischen Unabhängigkeitserklärung am 14. Mai 1948 begehen die Palästinenser seither den Nabka-Tag (Tag der Katastrophe) und gedenken der vertriebenen Palästinenser aus den heutigen israelischen Gebieten. Die Vereinten Nationen forderten bereits 1948 von Israel das Rückkehrrecht palästinensischer Flüchtlinge oder die Entschädigung für enteignetes Eigentum. Die UN-Forderung blieb bis heute unerfüllt.

    Jordanien behielt die Kontrolle über die West Bank (Westjordanland) einschließlich Ost-Jerusalems, die es 1950 annektierte. Der von ägyptischen Truppen besetzte Gaza-Streifen wurde unter ägyptische Verwaltung gestellt. Syrien machte einige Geländegewinne an der Golanfront.

    1949 schlossen Israel und seine Nachbarstaaten unter Vermittlung der UN bilaterale Waffenstillstandsabkommen, die das militärische Ergebnis im Prinzip bestätigten. Ein Friedensschluss erfolgte nicht, da die arabischen Staaten direkte Verhandlungen mit Israel ablehnten.

  • Ich denke gerade dieses "gelobte Land" war nach dem 2.Weltkrieg wirklich DAS Ziel, das Paradies auf Erden. Es konnte ja keiner ahnen wie schwer es in Palästina sein wird.

    Diese Wunschvorstellung sich selbst ein Land aufzubauen, ohne Vorbelastungen

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Ich glaube schon, dass die Juden wussten., dass es schwer in Palästina sein würde ... Erst die Engländer - jede von euch kennt doch sicherlich EXODUS als Film oder als Buch - dann die arabischen Nachbarn ... sie sind ja nicht ein leeres Stück Land gezogen, sondern da haben schon Menschen gelebt, sehr lange gelebt ...

    und trotzdem war da dieser riesengroße Wunsch, endlich einen eigenen Staat zu haben, aus dem keiner sie mehr vertreiben konnte. Das war wohl die stärkste Antriebskraft ...


    Eines meiner Lieblingsbücher seit Jugentagen ist übrigens von James Michener "Die Quelle"

    https://www.amazon.de/Die-Quel…words=michener+die+quelle


    Eindrucksvoll wird gezeigt, wer alles bereits im heutigen Isreael gesiedelt hatte


  • EXODUS habe ich vor Jahren gelesen, wirklich sehr beeindruckend. Zu diesem Thema sind mir in jüngerer Zeit noch zwei Bücher über den Weg gelaufen, die ich auch sehr berührend und aufrüttelnd fand, die mir aber auch wirklich sehr viel zu dieser Thematik bei- und näher gebracht haben:


    https://www.belletristik-couch…end-die-welt-schlief.html


    https://www.deutschlandfunk.de…ml?dram:article_id=343554


    Ich finde es immer wieder toll, wie viel man auch in diesen Leserunden lernen kann, wo jeder Mitleser wieder ein wenig Neues beisteuert :)

    Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch Menschen ... Heinrich Heine