08: Kapitel 6: Erkundungen (477 - 565)

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  • Ach, was habe ich mir die Hände gerieben in diesem Abschnitt!

    :lachen:


    Besonders gefallen haben mir hier die Rückblicke in Zidaines Jahre, die uns bislang verborgen blieben.

    In einer der ersten Beorn-Szenen - vielleicht sogar der ersten in diesem Buch - wird kurz angedeutet, dass Grausamkeiten oft mit Plünderfahrten einhergehen. Da geht es um die Anklage gegen Tjorne, die zum Holmgang führt. Einige Mitglieder in Beorns Ottajasko sind da auffällig zurückhaltend ...

    Zidaines Rachemorde sind sicherlich außergewöhnlich. Aber die Methoden, wie Plünderfahrer an ihre Schätze kommen, gehören sozusagen zum thorwalschen "Kulturgut".

  • Dieses Kapitel hätte eigentlich "Begegnungen" heißen müssen. Da gab es doch eine ganze Menge.


    Begegnung 1: Zidaine mit ihrer Vergangenheit


    Praioslob hat das mega gut gemacht. Er war sachlich, hat entscheidende Fragen gestellt und Zidaine ist darauf eingegangen. Wir erfahren nun ganz genau, wie Zidaine sich die Jungmannen geholt hat. Um Kol tut es mir besonders leid. Das war schon an Grausamkeit nicht mehr zu überbieten. Und dann freut sie sich noch für seine Frau.

    Und dann kommt durch eine kleine List von Praioslob heraus, dass sie doch keinen Pakt mit einem Dämon hat. Das war auch sehr stark. Ich könnte jetzt nicht sagen, das habe ich mir schon gedacht, denn immerhin haben die Autoren diesen Weg konsequent weiterverfolgt, aber irgendetwas war an dieser Geschichte immer komisch. Jetzt wissen wir, warum. Allerdings war es auch stark von Fianna, nur durch ihren Willen sich der Gefangenschaft zu entziehen. Da kann man schon den Hut vor ziehen. Leider nicht, was danach kam.


    Di Dialoge zwischen Tylstyr-Zidaine-Praioslob waren einfach genial. Wie sie sich immer wieder versucht zu rechtfertigen und Praioslob nicht müde wird zu betonen, dass sie weder eine Göttlichkeit noch das Recht hat andere zu Opfern zu machen.

    Ich fand die Dialoge auch unglaublich und werde sie mir noch mal an einem Stück durchlesen. Man konnte dabei genau spüren, was in jeden einzelnen vorging und auch, wie Zidaine sich krampfhaft zu verteidigen versucht. Ich meine sogar spüren zu können, wie ihre Fassade so langsam bröckelt. Ganz großes Kino.

    Ihr ist Unrecht widerfahren, ohne Zweifel, aber das gibt ihr noch lange nicht das Recht so einen grausamen Feldzug zu führen in der fehlgeleitenden Annahme, sich Genugtuung zu verschaffen. Und dann noch zu glauben, man habe Ylva einen Gefallen getan. Ich empfinde nur noch tiefe Verachtung für Zidaine. Leid zu erfahren ist eine Sache, Leid zu bringen, eine andere.

    Auf jeden Fall eine unglaublich starke und beeindruckende Szene, die ich so nicht erwartet habe.

    Ich bin auch angewidert davon. Das ist tatsächlich nicht mehr zu entschuldigen. In dieser komprimierten Form nochmal davon zu lesen ist dann doch eine andere Nummer. Auch wenn ich das Gefühl, an den Tätern Rache zu nehmen durchaus nachvollziehen konnte (auch wenn ich Selbstjustiz nicht für gut halte), so hat mich Zidaine spätestens dann verloren, als es um Unschuldige ging und sie sich noch an deren Leid ergötzt. Das ist abgrundtief böse für mich. Und sie hat sich bewusst für diese Richtung entschieden.

    Nun bin ich auch tatsächlich gespannt, wie es für sie weitergeht. Für sie bedeutet das ja nun, dass sie ihren Rachefeldzug nicht mehr mit ihrem Pakt "rechtfertigen" kann. Sie muss ganz allein für die brutalen Morde geradestehen, insbesondere sich selbst gegenüber.

    Ob sie sich selbst gegenüber dann auch so ehrlich ist? Ich wage es ein wenig zu bezweifeln. Sie wandelt schon zu lange und zu extrem auf diesen dunklen Spuren. Ich könnte mir vorstellen, dass sie als Wiedergutmachen die Ottajasko mit ihrem Leben beschützt. Das wäre wenigstens ein guter Abgang. Alles andere wäre nur Geplänkel. Und eine 100% Wendung wäre da auch unrealistisch.



    Begegnung 2: Abdul und Selime


    Abdul ist mir wirklich ans Herz gewachsen und die Ablehnung und Vorwürfe von Selime taten da schon weh. Ich hatte mir ein klein wenig erhofft, dass Selime nicht ganz so hart wäre, aber es ist nachvollziehbar. Immerhin ist sie eine Kreatur Pardonas geworden. Und sie hat ihr Herz nicht mehr, das darf man nicht vergessen. Ich weiß nicht genau, wo die Seele wohnt, glaube aber schon, dass das Herz da auch mitredet.



    Begegnung 3: Galayne und Galandel


    Galandel spürt eine starke Anziehungskraft zu Galayne, der leider nicht seinen Vergessenheitszauber bereut. Vielleicht hätte es Galandels Leben tatsächlich verlängert und einen neuen Sinn gegeben. Galayne ist zwar Pardona unterworfen, doch ich glaube, von seiner Sehnsucht her schlägt sein Herz für Galandel. Auch eine sehr traurige Begegnung. Ich befürchte, Galandel wird vergehen.



    Begegnung 4: Beorn und Phileasson <3


    Ich liebe es, wenn sich die beiden Streithähne begegnen und sie ihre Dialoge führen. Ich könnte davon mehr lesen. Man merkt richtig, dass sie sich eigentlich vertraut sind, Beorn nennt Phileasson auch beim Vornamen Asleif, das weckte sofort eine starke Verbundenheit. Und sie würden sich in der Tat auch hervorragend ergänzen, wenn sie sich nicht gegenseitig bekämpfen würden. Eigentlich ein starkes Team. Ich würde mir sehr wünschen, dass sie am Ende des Wettstreites Frieden finden würden. Sie hätten es verdient.


    Ich muss sagen, dass mir Beorn in diesem Band ausgesprochen gut gefällt. Er hat Ecken und Kanten, sicherlich, aber er steht wirklich bedingungslos vor seiner Mannschaft. Das tut Phileasson sicherlich auch, aber die Art und Weise von Beorn gefällt mir einfach besser. Vermutlich, weil ich auch eher auf die "bösen" Jungs abfahre. Außerdem habe ich das Gefühl, dass Phileassons Charakter in diesem Band nicht stark genug rüberkommt. Da gab es schon bessere Facetten.


    Beorn war allerdings sehr mutig, Vermis so zu provozieren. Ich bin mir nicht sicher, ob er genau wusste, was er tat. Ich glaube, die Zurückhaltung von Phileasson wäre da besser gewesen. Aber Vermis ist so auf sein Ziel fixiert, dass er nicht seine Macht ausspielt. Er braucht die beiden Haudegen eben noch.

    Ich glaube, man muss die Abenteuervorlage als Spielleiter kennen, um zu erkennen, wie gefährlich Beorns Spiel an dieser Stelle ist. Im Roman haben wir es nur angedeutet, als Abdul einige Male über die vielen Artefakte nachdenkt, mit denen der Magier behängt ist. Es hat einen Grund, dass er sich Jahrzehnte im Totenmeer behauptet hat ...

    Mir war schon bewusst, dass Vermis sehr gefährlich ist und nur sein Ziel hält ihn vermutlich davon ab, einfach mal um sich zu schlagen.

    Gefährliches Spiel sicher, aber gefühlt ein durchaus kalkuliertes Risiko und auch nicht wirklich gefährlicher, als den Himmelsturm zu erkunden oder sich mit einer Seeschlange anzulegen.

    Das stimmt wohl. Die beiden Kapitäne werden immer mutiger, immerhin haben sie wirklich schon Dinge gemeistert, von denen man gar nicht zu träumen wagt. Sie legen sich mit allen an, auch mit höherer Magie und Göttern. Da können alte verbohrte Magier ihnen keine Angst mehr machen. :totlach:


    Erstaunt war ich zu erfahren, dass Phileasson "nur" mit Beorns Schwester befreundet war. Ich dachte, sie hätten eine Liebesgeschichte. Hat er ihr nicht geholfen, weil er gerade bei einer seiner Lieben war?


    Ich hoffe auf jeden Fall sehr, noch mehr über die beiden zu lesen und auch mehr Szenen mit den beiden zusammen. Sie gehören immer zu meinen Lieblingsszenen.


    Wenn sich die Ottajaskos zusammentun - wer bekommt dann den Kelch bzw. den Punkt?

    Die beiden Drachenführer haben sich ja darauf geeinigt, wer zuerst die Hand am Kelch hat bekommt den Punkt. So war es bei Selflanatil ja letztendlich auch.

    Was mir auch an den beiden besonders gut gefällt, ist doch ihre Fairness gegenüber. Man spürt den gegenseitigen Respekt. Und ich bin sicher, sie werden sich daran halten.



    Begegnung 6: Shaya und Pardona


    Shaya will sich bei Lenya bzw. Pardona ausheulen. Das war Slapstick pur. Ich stelle mir das bildlich vor, wie die hypertraurige von ihren Emotionen durchwühlte Shaya auf die emotionslose Pardona trifft und sich bei ihr ankuscheln will :totlach::totlach::totlach: Geile Szene, wenn einem Shaya dabei nicht so leid tun würde. Aber wer weiß, vielleicht war gerade Pardonas Einwand, sie solle lieber zu ihrem Glauben zurückkehren, ungewollt genau die richtige Lektion für Shaya, statt Mitleid. Auf jeden Fall eine göttliche Szene. Leider geil.



    Begegnungen 7, 8 .....


    Irulla war sicherlich in ihrem Element, die vielen Spinnen zu sehen, trotzdem zögerte sie nicht, auch diese zu töten, wenn es nötig ist. Ich könnte mir vorstellen, dass sie noch eine wichtige Rolle bei dem Kampf spielen wird.


    Lailath verbündet sich nun wirklich mit den Geistern. Ob das eine gute Idee ist? Anscheinend sind sie sich untereinander auch nicht grün. Und mindestens einer scheint da eher auf der bösen Seite unterwegs zu sein. Dieser Kelch wurde doch geklaut, ob die Diebe unter den Geistern sind? (Ich glaube, irgendjemand hatte den Verdacht hier auch schon). Ich glaube nicht, dass Lailaths Plan gut durchdacht ist. Mal sehen, wie es ausgeht. Immerhin wird sie so oder so in diesem Band ihr Ende finden. Das steht für mich fest, das wohl.


    Diese Äußerungen zu/über Shaya... man möchte einfach nur Eilif bitten, kurz mal ihre Faust in seinem Gesicht zu parken. Mehrfach. :boxen:

    Ach, das hätte ich zu gerne gesehen. Schade, dass man sich Eilif für solche Momente nicht ausleihen kann. Da war mir Phileasson auch zu laff. Beorn hätte da ganz anders reagiert, da bin ich mir sicher.



    So, jetzt geht es auf die Zielgerade. So wie ich unsere Autoren kenne, werden wir kaum Zeit zum Luftholen haben. Ich bin sehr gespannt wie es ausgeht und wer überlebt.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Hui, in diesem Kapitel gibt es einige interessante Überraschungen und Wendungen:


    Als erstes haben wir Praioslob, Tylstyr und Zidaine: wie ich es erwartet und gehofft habe, ergreift Praioslob die Gelegenheit beim Schopf, damit jetzt endlich mal alles, was Zidaine betrifft, auf den Tisch kommt. Mir ging es wie ihm, dass ich das Gefühl hatte, dass es genauso hat kommen müssen, dass die Drei von allem, was außerhalb geschieht, in Ruhe miteinander reden können.


    Und Praioslob hält Zidaine schonungslos den Spiegel vor, was ihr bisheriges Leben angeht. Konfrontiert sie mit ihren blutigen Taten an Menschen, die überhaupt nichts mit den Geschehnissen in Stainakr zu tun haben und dass das abscheuliche Vergehen der Jungmann an ihr keine Entschuldigung für ihre späteren Plünderungen und Morde ist.

    Ich finde das ganz stark von ihm gemacht, zumal er als Neutraler hier auftritt und die Geschehnisse aus einem anderen Blickwinkel betrachtet als Tylstyr und Zidaine.


    Aber der Oberklopper ist, dass sie womöglich nicht einen Pakt mit dem Dämon der Rache eingegangen ist, dass sie sich das nur eingeredet hat. Warum hat sie das getan? Als Entschuldigung vor sich selbst, wenn sie geplündert und getötet hat? Oder war sie tatsächlich davon überzeugt, einen Pakt eingegangen zu sein?

    Die Argumentation des Geweihten, warum es sehr wahrscheinlich ist, dass der Rachedämon keinen Pakt mit Zidaine eingegangen ist, ist schonungslos offen, aber für mich auch absolut logisch und nachvollziehbar.


    Nun bin ich aber gespannt, ob er zu ihr durchdringen wird. Zwischendurch sah es so aus, als ob sie sich auf der Stelle festgefahren hätten, aber immer wieder macht es den Eindruck, dass sich Zidaine sich selbst und ihren Taten stellt sowie der Frage, ob ihr Blick auf ihre Rache wirklich der Richtige ist. Die Szenen finde ich richtig stark.


    Dann haben wir Phileasson und die Frauen: ich muss gestehen, seit den Andeutungen von Ohm zu Beginn des Buches, dass es in Phileassons Leben eine bestimmte Frau gab, war ich ebenfalls davon überzeugt, dass es um Gilda gehen würde. Aber die beiden waren tatsächlich nur gute Freunde. Dass es noch eine weitere Frau gibt, damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Nun würde mich aber auch brennend interessieren, was mit ihr geschehen ist, nachdem ich ebenfalls gedacht hätte, sie ist auf dem Krankenbett gestorben, was aber nicht der Fall ist.


    Ich habe mich gefreut, als Shaya in dieser Szene etwas mehr in Erscheinung getreten ist, ich gebe zu, ich vermisse sie ziemlich. Es tut mir leid, dass es ihr so schlecht geht nach dem, was sie mit Cessimasab erlebt hat. Und dann will sie Gelegenheit ergreifen, sich bei ihrer alten Freundin Lenya auszusprechen, was dann ebenfalls ein ziemlicher Griff ins Klo ist.


    Mit Galayne empfinde ich immer mehr Mitleid, auch wenn er im Endeffekt für Galandels elenden Zustand verantwortlich ist. Ich würde mir wirklich wünschen, dass er sich von Pardona lösen kann, aber im Moment ist er noch zu weit von diesem möglichen Schritt entfernt. Außerdem sorgt Pardona direkt dafür, dass das auch nie geschehen wird.


    Dann kommt der nächste Hammer: Beorn beschließt, diesmal mit Phileasson gemeinsame Sache zu machen, um ihre Leute aus Vermis' Gefangenschaft sowie den Kelch zu bekommen und nach Möglichkeitkeit das Tangmeer lebend verlassen zu können.

    Ich muss gestehen, dass finde ich eine richtig klasse Wendung und bin gespannt, wie das alles ausgehen wird. Bei Beorn scheint der Kelch im Moment nicht die höchste Priorität zu haben - oder ist das nur gespielt?


    Richtig genial fand ich es, wie Beorn Vermis Paroli bietet und sich von dem geckenhaften Zauberer nicht die Wurst vom Brot ziehen lässt. Ich muss gestehen, da erschien Phileasson dagegen schon ein wenig schlappschwänzig ^^ Danach hatte ich aber beinahe ein schlechtes Gewissen, weil Phileasson ja nicht feige war, sondern einfach nicht das Leben der Gefangenen gefährden wollte.

    Wobei ich Beorn ebenfalls nicht unterstelle, dass ihm Zidaine egal ist und er leichtfertig mit ihrem Leben spielt. Und ich hoffe, er unterschätzt Vermis nicht.


    Bei folgendem Aussage von Beorn bin ich aber etwas stutzig geworden: er ist der Meinung, dass er vor Phileasson einen so großen Vorsprung hat, dass er es sich erlauben kann, den Kelch zu gewinnen? Hm, ich weiß ja nicht. Die erste Aufgabe in der Eiswüste haben beide bestanden. Bei der zweiten Aufgabe denke ich, dass ebenfalls beide einen Punkt errungen haben. Bei der dritten Aufgabe würde ich eher darauf tippen, dass die der Foggwulf für sich entschieden hat. Der Punkt bei der Silberflamme ging dagegen eindeutig an den Blender. Bei dem Schlangenzähnen haben aber wiederum beide ihren Punkt geholt. Also, ich finde das noch ziemlich ausgeglichen, aber vielleicht will Beorn seinen Rivalen damit auch nur verunsichern?


    Tjaaaaa, dass Beorn dem Foggwulf vorhält, was dieser in Himmelsturm getan hat, um den Turm als Erster verlassen zu können, war ja wohl klar. Phileasson macht sich ja keine Vorstellungen davon, was das für die Ottajasko des Blenders bedeutet hat und immer noch bedeutet.


    Dann erfahren wir mehr über Vespertilio und Vermis, wie es ihnen nach den Ereignissen auf dem Elfenschiff damals ergangen ist. Sie haben also eine Zeit lang noch gemeinsame Sache gemacht und versucht, Mactans zu beherrschen. Kein Wunder, dass der Dämon nicht besonders gut auf die beiden zu sprechen ist :totlach:


    Lebt Zynthia tatsächlich noch oder war das nur ein geschickter strategischer Schachzug, um seine Gegner zu schwächen? Wenn ja, ist es ihm gelungen.


    Lailath spielt ebenfalls mit dem Feuer und ich bin mir nicht sicher, ob sie das wirklich beherrschen wird. Beinahe wäre es schon schief gegangen - was will sie machen, wenn die Ungeduldigen unter den Geistern plötzlich die Oberhand gewinnen und sich ihren Körper gewaltsam einverleiben, im wahrsten Sinne des Wortes?


    Es bleibt in jedem Fall weiterhin sehr spannend.

  • Als Praioslob nach ihren Dämonenmalen fragt wäre ich fast lachend vom Stuhl gekippt. Genial!

    Vor allem, weil Tylstyr inzwischen ihren Körper gut kannte und damit bestätigen kann, dass keine Male vorhanden sind.


    Bei Vermis werden nun aber auch alle Register gezogen, um ihn widerwärtig zu machen. Diese Äußerungen zu/über Shaya... man möchte einfach nur Eilif bitten, kurz mal ihre Faust in seinem Gesicht zu parken. Mehrfach. :boxen:

    Boah echt, ich an Shayas Stelle wäre da wohl nicht so "ruhig" geblieben :barbar:


    Je nachdem wie Zidaine selbst mit der neuen Erkenntnis umgeht (im Moment will sie es ja noch nicht wirklich glauben), gehe ich aber davon aus, dass sie in keiner der beiden Ottajaskos noch eine Zukunft hat.

    Das könnte ich mir auch vorstellen.


    Wohnen dann 23748236 Geister gleichzeitig in ihrem Körper? Wie soll das gehen? Was ist mit ihrem eigenen Geist? Der braucht den Körper schließlich auch, um die Artefakte nach Hause zu bringen.

    Genau diese Fragen habe ich mir auch gestellt. Entweder weiß Lailath wirklich, was sie tut oder aber sie ist so auf Silberflamme und Kelch fixiert, dass sie alles in eine Waagschale wirft und regelrecht blind für die Risiken ist.


    Abdul trifft Selime... harter Tobak. Dass sie ihm vorwirft, für ihr schreckliches Schicksal verantwortlich zu sein, hätte ich nicht erwartet.

    Das fand ich auch heftig, mit so einer harten Ablehung von Selime habe ich nicht gerechnet. Aber ich denke auch, dass hier das fremde Herz sowie ihre Zeit bei Pardona nicht ganz spurlos an ihr vorbeigegangen sind.


    Da ich da keine Ahnung habe, wie sowas abläuft, war es Klasse, das sich Lailath fast Gleichzeitig so ein Siegel setzt um einen Packt einzugehen. Das fand ich gut. Sehr anschaulich.

    Ja, das fand ich ebenfalls klasse, wie hier vom dem fehlenden Siegel bei Zidaine die Rede war und wir gleichzeitig bei Lailath Zeuge werden, wie so etwas abläuft.


    Was hat Pardona mit Salarin vor, den brauchen wir noch. Die soll bloß die Finger von ihm lassen.

    Hey, aber echt :nudelholz:


    Um Kol tut es mir besonders leid. Das war schon an Grausamkeit nicht mehr zu überbieten. Und dann freut sie sich noch für seine Frau.

    Das war echt äußerst grausam.


    Immerhin ist sie eine Kreatur Pardonas geworden. Und sie hat ihr Herz nicht mehr, das darf man nicht vergessen. Ich weiß nicht genau, wo die Seele wohnt, glaube aber schon, dass das Herz da auch mitredet.

    In diese Richtungen gehen meine Überlegungen ebenfalls.


    Ich hoffe auf jeden Fall sehr, noch mehr über die beiden zu lesen und auch mehr Szenen mit den beiden zusammen. Sie gehören immer zu meinen Lieblingsszenen.

    Mir gefallen die Szenen mit den beiden ebenfalls sehr gut.


    Robert und Bernhard: habt ihr diese Szenen gemeinsam geschrieben?


    Was mir auch an den beiden besonders gut gefällt, ist doch ihre Fairness gegenüber. Man spürt den gegenseitigen Respekt. Und ich bin sicher, sie werden sich daran halten.

    Da habe ich ebenfalls volles Vertrauen in die beiden.


    Aber wer weiß, vielleicht war gerade Pardonas Einwand, sie solle lieber zu ihrem Glauben zurückkehren, ungewollt genau die richtige Lektion für Shaya, statt Mitleid.

    Dann hätte es ja sogar was Gutes.


    Irulla war sicherlich in ihrem Element, die vielen Spinnen zu sehen, trotzdem zögerte sie nicht, auch diese zu töten, wenn es nötig ist.

    ... und sie zu essen :angst:

  • Spinnen essen?rotwerd

    Stimmt, das hatte ich ganz schnell verdrängt.<X

    Irulla schreckt echt vor nichts zurück. Möchte mal gerne wissen wie sie auf die Spinne gekommen ist. Oder ist das ganz normal in ihrer Heimat?

  • Ich könnte jetzt nicht sagen, das habe ich mir schon gedacht, denn immerhin haben die Autoren diesen Weg konsequent weiterverfolgt, aber irgendetwas war an dieser Geschichte immer komisch.

    Wir versuchen stets, ein paar Überraschungen für Euch bereitzuhalten, und freuen uns, wenn uns das gelingt.

    :freu:

    Vor allem auch bei den Leserunden, wo man uns besonders häufig auf die Schliche kommt. Da müssen wir das besonders geschickt einfädeln.


    Ich fand die Dialoge auch unglaublich und werde sie mir noch mal an einem Stück durchlesen.

    Sie wurden übrigens auch an einem Stück geschrieben: Ich habe sämtliche "Gerichtsverhandlungs-Szenen" in einem Block hintereinander weg geschrieben. Die chronologische Reihenfolge, in der sie in die anderen Szenen eingeflochten sind, wurde erst später hergestellt.


    Ich könnte mir vorstellen, dass sie als Wiedergutmachen die Ottajasko mit ihrem Leben beschützt.

    Hm, aber wem gegenüber würde sie dadurch eine Wiedergutmachung leisten? :nachdenk:

    Nach thorwalschem Recht gibt es übrigens durchaus eine Wiedergutmachung auch für übelstes Unrecht, nämlich das "Thurgold", das dem Geschädigten oder seiner Ottajasko (das kann je nach Zusammenhang die Schiffsgemeinschaft oder die Sippe sein) ausgezahlt wird. Wenn dieses Thurgold angenommen wird, ist das Verbrechen damit gesühnt.

    Ich weiß nicht genau, wo die Seele wohnt, glaube aber schon, dass das Herz da auch mitredet.

    Wobei das in Selimes Fall ja das Herz von Eichward vom Stein wäre ... Insofern also sicher kein Hort der Finsternis, wohl aber der Tapferkeit - ein Heldenherz ...

    Aber die beiden waren tatsächlich nur gute Freunde.

    Erstaunt war ich zu erfahren, dass Phileasson "nur" mit Beorns Schwester befreundet war. Ich dachte, sie hätten eine Liebesgeschichte.

    Ich bin sicher, dass sehr viele Leserinnen und Leser eine Liebesgeschichte erwartet haben. Grund genug für uns, etwas anderes zu erzählen. ;)


    Und Praioslob hält Zidaine schonungslos den Spiegel vor, was ihr bisheriges Leben angeht.

    Das ist ein großes Lob für einen Praiosgeweihten, denn denen geht es um genau dies: die unverstellte Wahrheit.


    Oder war sie tatsächlich davon überzeugt, einen Pakt eingegangen zu sein?

    Ganz abwegig wäre diese Überzeugung nicht. Sie hat zu Göttern und Heiligen gefleht, ohne dass sie ihrer Not hätte entkommen können. Dann fleht sie zum Herrn der Rache - und ihr gelingt die Flucht. Es ist ja - gerade für ein Kind - nicht unbedingt abwegig, hier einen kausalen Zusammenhang zu sehen.


    Dann kommt der nächste Hammer: Beorn beschließt, diesmal mit Phileasson gemeinsame Sache zu machen, um ihre Leute aus Vermis' Gefangenschaft sowie den Kelch zu bekommen und nach Möglichkeitkeit das Tangmeer lebend verlassen zu können.

    Hier sei noch angemerkt, dass das eigentlich unter Thorwalern auf Plünderfahrt die übliche Vorgehensweise ist: Man tut sich zusammen. Auch im Tal der Donnerwanderer und im Himmelsturm haben die beiden Ottajaskos ein gemeinsames Lager aufgeschlagen. Allerdings ist die Rivalität seitdem sicher gewachsen ...


    Mir gefallen die Szenen mit den beiden ebenfalls sehr gut.


    Robert und Bernhard: habt ihr diese Szenen gemeinsam geschrieben?

    Es gibt einige Szenen, die wir gemeinsam geschrieben haben - in der gesamten Saga bislang etwa eine Handvoll. Diese gehört aber nicht dazu.

    Bei Totenmeer hatte ich den Phileasson-Strang fertig, bevor Bernhard mit dem Beorn-Strang begonnen hat. Für diese Szene habe ich einen Platzhalter eingefügt mit Stichworten, was ich bei der Szene für wichtig halte und wovon ich beim Schreiben der späteren Szenen ausgehe. Bernhard hat, wenn ich mich richtig erinnere, alle diese Stichpunkte umgesetzt, als er diese Szene mit Leben gefüllt hat.

    Möchte mal gerne wissen wie sie auf die Spinne gekommen ist. Oder ist das ganz normal in ihrer Heimat?

    Bei ihrem Stamm, den Keke-Wanaq, ist das tatsächlich ganz normal. Allerdings hat Irulla diesen Stamm schon in sehr jungen Jahren verlassen.

  • Bei ihrem Stamm, den Keke-Wanaq, ist das tatsächlich ganz normal. Allerdings hat Irulla diesen Stamm schon in sehr jungen Jahren verlassen.

    Das finde ich das Tolle an eurer Arbeit: Das alle Charaktere so ausgearbeitet sind, selbst wenn es eigentlich nicht für die Geschichte "relevant" ist. Einfach ganz große Klasse!

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Das finde ich das Tolle an eurer Arbeit: Das alle Charaktere so ausgearbeitet sind, selbst wenn es eigentlich nicht für die Geschichte "relevant" ist. Einfach ganz große Klasse!

    Das finde ich auch klasse.

    Wenn Euch Hintergründe interessieren, kann ich das Material zum Rollenspiel Das schwarze Auge empfehlen. Der Großteil dieser Bücher ist enzyklopädisch aufgebaut, also mit thematisch gebündelten Essays und vergleichsweise wenigen Regeln, die das Würfeln am Spieltisch regeln. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei:

    Religionen und Kulte? - Wege der Götter.

    Ein Gebetbuch für Shayas Göttin? - Travia-Vademecum.

    Wie sieht's in Thorwal aus? - Unter dem Westwind.

    Und ihm tiefen Süden? - In den Dschungeln Meridianas (hier sind auch die Keke-Wanaq beschrieben).

    Wie funktioniert Magie? - Wege der Zauberei.

    Meere und Schifffahrt? - Efferds Wogen.

    Und vieles mehr ...

  • Ein interessantes Kapitel finde ich. Wir erfahren viel. Und man merkt sehr deutlich, dass wir uns dem Höhepunkt dieser Aufgabe nähern.


    Praioslob, Tylstyr und Zidaine in der Kabine gefangen. Das Gespräch und die ganze Situation ist sehr spannend. Praioslob gefällt mir sehr gut, wie er mit Zidaine redet. Die Argumente die er bringt sind sehr treffend. Er bringt Verständnis auf, aber er verurteilt auch eindeutig Zidaines Selbstjustiz. Tylstyr ist dagegen sehr zurückhaltend, mehr Zuhörer und Beobachter. Und es scheint so, dass Zidaine doch keinen Pakt mit dem Rachedämon eingegangen ist. Was für eine Überraschung! Aber die Beweise bzw. nicht vorhandenen Beweise für einen Dämonenpakt sind schon sehr glaubhaft. In Extremsituationen sind Menschen ja durchaus dazu fähig ins nahezu übermenschliche über sich hinauszuwachsen. Und das Zidaine in ihrer Qual sich die "Hilfe" nur herbeiphantasiert hat finde ich durchaus plausibel. Eine gelungene Wendung - das wohl! Nun bin ich aber noch gespannt, wie Zidaine damit umgehen wird. Wird sie es akzeptieren und ihren Rachefeldzug beenden? Ich bin gespannt wie es dort in der Kabine weitergeht.


    Beon und Phileasson werden jetzt zusammenarbeiten, um Mactans zu vernichten bzw. in seine Sphäre zurückzuschicken. Ich bin schon ganz hibbelig, wie das wohl ausgehen wird.

    Das Gespräch zwischen Phileasson, Beorn und Vermis war interessant und amüsant. Beorn lässt sich von Vermis nicht einschüchtern - war ja klar. Ich frage mich inwieweit die Geschichte, die Vermis erzählt, wahr ist. Es würde mich nicht überraschen, wenn Vespertilio dazu eine ganz andere Version parat hat. Das Schiff, auf dem sich der Kelch befindet, ist tatsächlich, wie von mir vermutet, ein Elfenschiff.


    Die kurze Szene zwischen Phileasson, Shaya und Ohm ging mir sehr ans Herz. Phileasson, der sieht, wie es um Shaya steht möchte ihr gern helfen. Er versucht ihr zu sagen, dass er ihren Schmerz versteht. Shaya wirkt noch sehr verbittert und wütend. Naja Wut ist ein Teil der Trauerverarbeitung. Und Phileassons Herz gehörte also Brunylda, die gestorben ist. Nur wie? Ich hoffe hierzu erfahren wir noch mehr. Und Gilda war anscheinend nicht die große Liebe von Asleif sondern eine sehr gute Freundin. Der kurze Dialog zwischen Vermis und Phileasson und wie Vermis dabei über Shaya redet. Was für ein ekelhafter Kerl Vermis doch ist! Aber Phileassons Reaktion fand ich klasse.


    Irulla trifft erstmals mit einigen Spinnen zusammen. Und wie Irulla so ist natürlich mit Begeisterung. Eine schöne Szene. Aber als Irulla dann sagt, dass sie die Spinnen essen will ... iiiihhh. <X Mal sehen, wieviele neue Freundinnen Irulla am dieser Aufgabe wohl hat.


    Lailath und die Geister. Ich werde noch nicht so ganz schlau daraus. Sie braucht die Geister, um das Schwert und den Kelch zu bekommen. Okay. Verstehe ich noch. Aber wenn sie den Geistern ihren Körper überlässt, wie will sie Schwert und Kelch dann zu ihrem Volk zurückbringen??(


    Diese Äußerungen zu/über Shaya... man möchte einfach nur Eilif bitten, kurz mal ihre Faust in seinem Gesicht zu parken. Mehrfach. :boxen:

    :totlach::daumen:

    Abdul trifft Selime... harter Tobak. Dass sie ihm vorwirft, für ihr schreckliches Schicksal verantwortlich zu sein, hätte ich nicht erwartet.

    Ja diese Szene hat mich auch ziemlich getroffen. Abdul tat mir sehr leid. Er hatte doch gar keine Möglichkeit Selime zu helfen.

    Aber Selimes Standpunkt ist auch irgendwie nachvollziehbar. Sie hat genausoviel grauenvolles im Himmelsturm durchmachen müssen.



    Ich glaube, man muss die Abenteuervorlage als Spielleiter kennen, um zu erkennen, wie gefährlich Beorns Spiel an dieser Stelle ist. Im Roman haben wir es nur angedeutet, als Abdul einige Male über die vielen Artefakte nachdenkt, mit denen der Magier behängt ist. Es hat einen Grund, dass er sich Jahrzehnte im Totenmeer behauptet hat ...

    Mir war schon irgendwie bewusst, was für ein gefährliches Spiel Beorn hier spielt. Ich hab bei der Szene ziemlich gezittert und dachte Vermis explodiert jeden Moment.

    Ob sie am Ende (für Lailath) die "Räuber des Kelches" aus der Prophezeiung sind, und mit den Waffen von den Ottajaskos aufgehalten werden? Die Spinnen haben den Kelch ja nicht wirklich "geraubt", er befindet sich noch immer dort, wo die Hochelfen ihn zurückgelassen haben.

    Das ist eine interessante These. Könnte passen.

    Was hat Pardona mit Salarin vor, den brauchen wir noch. Die soll bloß die Finger von ihm lassen. Mal sehen wie lange sie noch unbemerkt ihre Fäden ziehen kann.

    Und dann noch die Äußerungen: "Eine alte Macht, die mir vertraut scheint... Etwas schlummert in ihm, das ihn auslöschen will." Ich bekomme Angst um Salarin.

    Klar! Beoleif Asgrileasson! Kannst ja mal Pardona fragen, ob die den für dich herstellt... :totlach:

    :totlach:

    Um Kol tut es mir besonders leid. Das war schon an Grausamkeit nicht mehr zu überbieten. Und dann freut sie sich noch für seine Frau.

    Das geht mir auch so. Diese Geschichte finde ich besonders schrecklich und grausam von Zidaine.

    Was mir auch an den beiden besonders gut gefällt, ist doch ihre Fairness gegenüber. Man spürt den gegenseitigen Respekt. Und ich bin sicher, sie werden sich daran halten.

    Da bin ich deiner Meinung.

    Shaya will sich bei Lenya bzw. Pardona ausheulen. Das war Slapstick pur. Ich stelle mir das bildlich vor, wie die hypertraurige von ihren Emotionen durchwühlte Shaya auf die emotionslose Pardona trifft und sich bei ihr ankuscheln will :totlach::totlach::totlach: Geile Szene, wenn einem Shaya dabei nicht so leid tun würde. Aber wer weiß, vielleicht war gerade Pardonas Einwand, sie solle lieber zu ihrem Glauben zurückkehren, ungewollt genau die richtige Lektion für Shaya, statt Mitleid. Auf jeden Fall eine göttliche Szene. Leider geil.

    Ja das war gutes Kopfkino. Obwohl mir Shaya da auch ziemlich leid getan hat. Ich hoffe aber, diese harte Abfuhr hilft Shaya dabei wieder die "alte" Shaya zu werden.

    Ich habe mich gefreut, als Shaya in dieser Szene etwas mehr in Erscheinung getreten ist, ich gebe zu, ich vermisse sie ziemlich

    Ja ich vermisse Shaya auch sehr.

    Lebt Zynthia tatsächlich noch oder war das nur ein geschickter strategischer Schachzug, um seine Gegner zu schwächen? Wenn ja, ist es ihm gelungen

    Ich denke, dass das nur eine Ablenkung von dem Dämon war. Ich glaube nicht, dass Zynthia noch lebt.

    Das finde ich das Tolle an eurer Arbeit: Das alle Charaktere so ausgearbeitet sind, selbst wenn es eigentlich nicht für die Geschichte "relevant" ist. Einfach ganz große Klasse!

    Das stimmt.

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)

  • Danke für die Lesetipps! Mal schauen ob ich was in der Bib finde

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Die Szene mit Tylstyr, Zidaine und Praioslob fand ich auch sehr gut. Allerdings wundere ich mich über einige Kommentare. Ich erinnere mich, dass ich immer dagegen war, dass es unbedingt ein Pakt sein muss, dass man über sich hinauswachsen kann und auch die Rache als heilende Kraft zu sehen muss nicht bedeuten, einen 'Pakt mit einem Dämon geschlossen zu haben. Dann kam das Gebet im Moor, wo soweit ich weiß alle der Meinung waren, es könne jetzt keinen Zweifel mehr geben, dass sie einen Pakt geschlossen hat. Ich wollte es selbst nicht glauben und erst hier im Band als sie es selbst sagte, habe ich mich widerwillig überzeugen lassen. Ich habe immer daran geglaubt, dass sie alles aus eigener Kraft geschafft hat und die Aussicht auf Rache mag ein Punkt der Stärke sein. Ich bin auch jetzt nicht überzeugt, dass sie bewusst gelogen hat, aber sicher bin ich da auch wieder im Unrecht. Sie soll halt die böse Mörderin sein. Ich könnte mir gut vorstellen, wie sie zunächst alle bekannten Götter angefleht hat um Hilfe, vielleicht sogar darum, sie sterben zu lassen. Dann hat sie vielleicht wirklich einen Schwur getan, von dem sie meint, sie müsse ihn erfüllen, da sie danach die Möglichkeit und die Kraft hatte zu fliehen. Möglicherweise fielen einfach bestimmte Ereignisse zusammen und machten sie glauben, dass der Schwur sie gerettet hat. So hatte ich mir das eigentlich gedacht.


    sie zum Herrn der Rache - und ihr gelingt die Flucht. Es ist ja - gerade für ein Kind - nicht unbedingt abwegig, hier einen kausalen Zusammenhang zu sehen.

    Ja so dachte ich mir das eben.


    Außerdem ärgert mich, dass sie auch für das verurteilt wird, wo sogar Tylstyr der Meinung ist, dass es in Thorwal normal ist ja sogar als Stärke gesehen wird. Es ist ja nach ihrer Flucht noch weiter gegangen. Sie hat keine wirkliche Familie wieder gefunden, keine Freunde. Da ist es doch kein Wunder, wenn sie sich von den Göttern verlassen fühlt. Vermutlich war sie gar nicht in der Lage an wahre Freundschaft zu glauben. Sie wurde auf sich selbst zurück geworfen. Ich bin nicht der Meinung, dass es ihre Taten rechtfertigt, aber es macht die anderen nicht weniger schlimm. Mich hätte interessiert, ob Kol seiner Frau gesagt hat, was er als Jungmann getrieben hat und ob er es jemals bereute.

    Lailath wirkt auf ich nach wie vor etwas befremdlich. Auch weil sie wie ein Fremdkörper in der Ottajasko wirkt, der sie sich ja auch nicht verbunden fühlt. Sie sabbert wie ein Hund nach dem Ball immer nur nach diesem Schwert.

    Ich bin ja nun kein wirklicher Freund dieser Art Elfen, aber warum ist es für so viele hier unverständlich, dass sie auf das Schwert fixiert ist? Es ist ihr Lebensziel, es ist die Möglichkeit ihren Bruder aus der Verdammnis zu retten und es ist vielleicht die Rettung für ihr Volk. Sie hat Jahrzehnte nur als Geist überlebt, weil sie dieses Ziel vor Augen hatte. Was ist daran schlimm? Die beiden Kapitäne wollen es bloß wegen eines Titels, wegen der Ehre. Es bringt ihrem Volk nix (zumindest machen sie die Fahrt nicht deswegen), es bringt ihren Freunden nur Schwierigkeiten (die Thorwaler natürlich lieben) aber sind diese Ziele edler als die der Elfin?)


    Oha Galayne droht ein Techtelmechtel mit Pardona….der arme Kerl. So richtig bock hat er ja nicht auf die Alte :boff:

    Ich glaube ich lese ein anderes Buch. Er war der Geliebte PArdonas und er kann sich kaum etwas besseres vorstellen, als wieder ihre Berührungen zu spüren.

    Ich liebe es, wenn sich die beiden Streithähne begegnen und sie ihre Dialoge führen. Ich könnte davon mehr lesen. Man merkt richtig, dass sie sich eigentlich vertraut sind, Beorn nennt Phileasson auch beim Vornamen Asleif, das weckte sofort eine starke Verbundenheit. Und sie würden sich in der Tat auch hervorragend ergänzen, wenn sie sich nicht gegenseitig bekämpfen würden. Eigentlich ein starkes Team. Ich würde mir sehr wünschen, dass sie am Ende des Wettstreites Frieden finden würden. Sie hätten es verdient.

    Ich hoffe sehr, dass das der beste Gewinn für beide ist.

    Beorn war allerdings sehr mutig, Vermis so zu provozieren. Ich bin mir nicht sicher, ob er genau wusste, was er tat. Ich glaube, die Zurückhaltung von Phileasson wäre da besser gewesen. Aber Vermis ist so auf sein Ziel fixiert, dass er nicht seine Macht ausspielt. Er braucht die beiden Haudegen eben noch.

    An der Stelle fand ich Beorn nicht mutig, sondern arrogant und dumm. Er kennt Vermis nicht und er glaubt, er könne die Gefahr besser einschätzen als Phileasson, der ihn doch etwas besser kennt. Einen Magier so zu provozieren ist einfach Dummheit.

    Ich hoffe auf jeden Fall sehr, noch mehr über die beiden zu lesen und auch mehr Szenen mit den beiden zusammen. Sie gehören immer zu meinen Lieblingsszenen.

    Ich denke mal, dass Ohm die Geschichte nicht weiter erzählt hat, weil wir sie in einem Prolog erzählt bekommen werden, oder? Es kann ja nicht sein, dass wir von unserem Kapitän keine Geschichte erfahren.

    Ach, das hätte ich zu gerne gesehen. Schade, dass man sich Eilif für solche Momente nicht ausleihen kann. Da war mir Phileasson auch zu laff. Beorn hätte da ganz anders reagiert, da bin ich mir sicher.

    Ja hätte er und damit Shaya sicher in die Gefahr gebracht zum Spielzeug Vermis' zu werden. Phileasson lenkt ihn geschickt ab, das war an der Stelle die einzige Möglichkeit Shaya wirkungsvoll zu schützen.

  • Ich erinnere mich, dass ich immer dagegen war, dass es unbedingt ein Pakt sein muss, dass man über sich hinauswachsen kann und auch die Rache als heilende Kraft zu sehen muss nicht bedeuten, einen 'Pakt mit einem Dämon geschlossen zu haben.

    Da musste ich tatsächlich an Dich denken, als das rauskam. Hut ab für diese Intuition, dass du den Autoren da nicht auf den Leim gegangen bist und trotz überzeugender "Beweise" bei Deiner Meinung geblieben bist! Wenn Zidaine selbst davon überzeugt ist, dass sie einen Pakt eingegangen ist, handelt sie entsprechend und die Wahrheit ist für die Leser kaum zu durchschauen.


    Dazu würde mich interessieren, ob die Autoren es tatsächlich von Beginn an so geplant hatten, dass der Pakt nur eingebildet ist, oder ob diese Wendung erst mit dem Schreiben von Totenmeer aufgekommen ist und die Autoren selbst "überrascht" hat? Einige Äußerungen von Robert hatte ich dahingehend interpretiert, dass diese Entwicklung erst im Schaffensprozess des Buches entstanden ist.


    Ich glaube ich lese ein anderes Buch. Er war der Geliebte PArdonas und er kann sich kaum etwas besseres vorstellen, als wieder ihre Berührungen zu spüren.

    Das Buch lese ich auch. Und je mehr er ihr unterworfen ist desto uninteressanter wird er für mich. Es sind lediglich die kleinen Situationen, in denen er zumindest ansatzweise gegen sie aufbegehrt, die mich noch hoffen lassen. Wenn sich da nicht irgendwas tut wird sich Galayne als "Pardonas Schoßhund" für mich aus den Reihen der interessanten Charaktere verabschieden.


    Ich hoffe sehr, dass das der beste Gewinn für beide ist.

    Es wäre Asleif und Beorn zu wünschen, dass sie am Ende ihre Feindschaft begraben können. Ob das wirklich möglich ist, mag ich erst beurteilen, wenn wir die ganze Vorgeschichte kennen. Aber unsere Autoren sind ja nicht unbedingt für Friede-Freude-Eierkuchen-Happyends bekannt, insofern bin ich da skeptisch...

  • Ich erinnere mich, dass ich immer dagegen war, dass es unbedingt ein Pakt sein muss, dass man über sich hinauswachsen kann und auch die Rache als heilende Kraft zu sehen muss nicht bedeuten, einen 'Pakt mit einem Dämon geschlossen zu haben.

    Da musste ich tatsächlich an Dich denken, als das rauskam. Hut ab für diese Intuition, dass du den Autoren da nicht auf den Leim gegangen bist und trotz überzeugender "Beweise" bei Deiner Meinung geblieben bist! Wenn Zidaine selbst davon überzeugt ist, dass sie einen Pakt eingegangen ist, handelt sie entsprechend und die Wahrheit ist für die Leser kaum zu durchschauen.


    Dazu würde mich interessieren, ob die Autoren es tatsächlich von Beginn an so geplant hatten, dass der Pakt nur eingebildet ist, oder ob diese Wendung erst mit dem Schreiben von Totenmeer aufgekommen ist und die Autoren selbst "überrascht" hat? Einige Äußerungen von Robert hatte ich dahingehend interpretiert, dass diese Entwicklung erst im Schaffensprozess des Buches entstanden ist.

    Ich kann mich auch daran erinnern und hat mich deswegen auch zweifeln lassen. Rheas Argumentation fand ich schon schlüssig. Trotzdem habe ich das zunächst nicht angezweifelt und bin unseren Autoren auch auf dem Leim gegangen, schon allein, weil ich die Begegnung dieses Dämons interessant gefunden hätte. Ein Restzweifel blieb bei mir aber immer. Mich würde aber auch interessieren, ob das von Anfang an geplant war oder es eine Schreibentwicklung war.


    Galayne hat mir am Anfang auch besser gefallen. Als Schoßhund von Pardona verliert er bei mir ebenfalls. Das finde ich ein wenig schade, denn eigentlich ist er sehr interessant. Ich hoffe da immer noch, dass er sich ein wenig entwickelt und sich von Pardona ablöst. Mal sehen, wir haben ja noch 6 Bände Zeit.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen