08: Kapitel 6: Erkundungen (477 - 565)

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  • Galayne hat mir am Anfang auch besser gefallen. Als Schoßhund von Pardona verliert er bei mir ebenfalls. Das finde ich ein wenig schade, denn eigentlich ist er sehr interessant. Ich hoffe da immer noch, dass er sich ein wenig entwickelt und sich von Pardona ablöst. Mal sehen, wir haben ja noch 6 Bände Zeit.

    er ist ihre Schöpfung, sozusagen ihr Kind, sie hat ihn eigentlich fest in der Hand. Ich denke er sieht gar keine Möglichkeit sich von ihr zu lösen. 'Ihre Macht ist zu groß. Wünschen würde ich es mir auch, zumindest wäre das eine Chance für Galandel. Ich hoffe ja immernoch, dass er mit ihr redet. Schließlich hat er bei ihr keine Ablehnung gespürt, obwohl sie wußte oder ahne, wer er ist.

  • Das Schiff, auf dem sich der Kelch befindet, ist tatsächlich, wie von mir vermutet, ein Elfenschiff.

    Ja, allerdings ein anderes als die Iylian Thar. Auf Seite 527 kommt übrigens der Name dieses Schiffes, beziehungsweise seine Übersetzung, und damit sollte sich auch der Titel des Prologs erklären:

    Zitat von TOTENMEER Seite 527

    »Iylian Thar«, sagte er verärgert. »Das war der erste Schritt auf

    dem Weg hierher. Der Wandelbare Krieger.

    Und Phileassons Herz gehörte also Brunylda, die gestorben ist. Nur wie? Ich hoffe hierzu erfahren wir noch mehr.

    Hm, da steht: "Mit Brunylda war alles anders gewesen. Kein tragischer Tod auf einem Krankenlager, wie Shaya es nun wohl vermutete."

    Das kann bedeuten, dass sie anders gestorben ist - bei einem Unfall, im Kampf ... Oder auch, dass sie noch lebt. :nachdenk:

    Aber wenn sie den Geistern ihren Körper überlässt, wie will sie Schwert und Kelch dann zu ihrem Volk zurückbringen?

    Vielleicht interpretiert Ihr dieses "Körper überlassen" radikaler, als sie es einschätzt. Vielleicht denkt sie, dass sie diese Wesenheiten in ihren Körper lassen kann, sodass sie ihn mit ihr gemeinsam bewohnen - als Stimmen in ihrem Kopf, wie bei einer Besessenheit. Oder sie glaubt, sie kann aus dem Deal aussteigen, wenn sie die Artefakte erst einmal hat. Einen Ersatz anbieten ... so etwas ...


    Ich erinnere mich, dass ich immer dagegen war, dass es unbedingt ein Pakt sein muss, dass man über sich hinauswachsen kann und auch die Rache als heilende Kraft zu sehen muss nicht bedeuten, einen 'Pakt mit einem Dämon geschlossen zu haben.

    :klatschen:


    Dann kam das Gebet im Moor, wo soweit ich weiß alle der Meinung waren, es könne jetzt keinen Zweifel mehr geben, dass sie einen Pakt geschlossen hat.

    Das hat mich damals ein wenig gewundert. Am Mörderstein spricht nur Zidaine, sie bekommt keine Antwort. Sie sieht Schatten und ein "Irrlicht", das aber eigentlich als der Licht-Zauber eines Elfen erkennbar sein sollte (Salarin hat zum Beispiel schon einmal so gezaubert). Er kam von Falnokul, der damit Zidaine in die Falle gelockt hat.

    Die beiden Kapitäne wollen es bloß wegen eines Titels, wegen der Ehre. Es bringt ihrem Volk nix (zumindest machen sie die Fahrt nicht deswegen), es bringt ihren Freunden nur Schwierigkeiten (die Thorwaler natürlich lieben) aber sind diese Ziele edler als die der Elfin?)

    Das ist eine berechtigte Überlegung, finde ich. Vermutlich liegt es an der Perspektive, dass man es nicht unbedingt so sieht: Man hat Phileasson und Beorn über Tausende Seiten begleitet. Da geht man erst einmal davon aus, dass sie im Recht wären. Aber eigentlich ist Lailaths Anspruch stärker - das finde ich auch.

    Dazu würde mich interessieren, ob die Autoren es tatsächlich von Beginn an so geplant hatten, dass der Pakt nur eingebildet ist, oder ob diese Wendung erst mit dem Schreiben von Totenmeer aufgekommen ist und die Autoren selbst "überrascht" hat? Einige Äußerungen von Robert hatte ich dahingehend interpretiert, dass diese Entwicklung erst im Schaffensprozess des Buches entstanden ist.

    Der Gedanke erwuchs sogar aus einer Leserunde, vermutlich schon der zu Nordwärts, vielleicht auch bei Himmelsturm. Für uns war nie ein Dämon im Spiel, und das hat Bernhard damals sogar schon geschrieben (was aber wohl in Vergessenheit geraten ist - wenn Ihr mögt, könnt Ihr die Leserunde ja im Archiv nachlesen). Nur Tjorne hatte die schrecklichen Morde als Werk eines Dämons interpretiert, weil er sie sich nicht anders erklären konnte.

    In der Leserschaft/der Leserunde wurde diese Theorie von Tjorne irgendwie mit dem Wissen um Zidaine zusammengeführt. Bernhard und ich standen da sozusagen am Spielfeldrand und staunten.

    Für die Geschichte, die wir von Zidaine erzählen wollen, passte aber nicht, wenn sie unter einem äußeren Zwang gestanden hätte. Außerdem war uns das letztlich zu platt.

    Aber es als Missverständnis aufzubauen ... Als eine Wahnvorstellung ... Das erschien uns originell, vor allem in einem Fantasykontext, wo man ja rasch mit übersinnlichen Erklärungen bei der Hand ist. Dabei sind es die inneren Dämonen, die wirklich Schaden anrichten.

  • Aber eigentlich ist Lailaths Anspruch stärker - das finde ich auch.

    Nach 200 Jahren noch von einem stärkeren Anspruch zu reden ist für mich zumindest fraglich. Wenn die Aufgaben für die beiden Drachenführer nun tatsächlich von den Göttern (!) mit einem bestimmten Ziel gestellt werden, dann ist der Anspruch von Beorn und Phileasson auch nicht von der Hand zu weisen, auch wenn die beiden (noch?) nichts davon wissen.

    Davon abgesehen habe ich habe überhaupt kein Problem damit, dass Lailath so auf das Schwert bzw. beide Artefakte fixiert ist. Das ist schon völlig logisch. Nur die Art, wie sie mithilfe der Geister versucht, an die Artefakte heranzukommen, ist für mich nicht nachvollziehbar.


    Vielleicht interpretiert Ihr dieses "Körper überlassen" radikaler, als sie es einschätzt. Vielleicht denkt sie, dass sie diese Wesenheiten in ihren Körper lassen kann, sodass sie ihn mit ihr gemeinsam bewohnen - als Stimmen in ihrem Kopf, wie bei einer Besessenheit. Oder sie glaubt, sie kann aus dem Deal aussteigen, wenn sie die Artefakte erst einmal hat. Einen Ersatz anbieten ... so etwas ...

    Wenn dem so ist, dann kann das ihr Verhalten zumindest etwas besser erklären. Im Buch kamen solche Gedanken von ihr aber nicht vor, oder?


    Für uns war nie ein Dämon im Spiel, und das hat Bernhard damals sogar schon geschrieben.

    ...

    Für die Geschichte, die wir von Zidaine erzählen wollen, passte aber nicht, wenn sie unter einem äußeren Zwang gestanden hätte.

    ...

    Aber es als Missverständnis aufzubauen ... Als eine Wahnvorstellung ... Das erschien uns originell, vor allem in einem Fantasykontext, wo man ja rasch mit übersinnlichen Erklärungen bei der Hand ist. Dabei sind es die inneren Dämonen, die wirklich Schaden anrichten.

    Interessant, die ersten Leserunden habe ich ja leider nicht mitbekommen. "erzählen wollen" bedeutet wohl, dass sie uns auch über das Buch hinaus noch eine Weile erhalten bleibt. Da bin ich gespannt, ob ihre Entwicklung, die sie nach der Enthüllung ihrer Selbsttäuschung unweigerlich durchmachen muss, meine Einstellung zu dieser Figur positiv beeinflussen kann.

  • Wenn die Aufgaben für die beiden Drachenführer nun tatsächlich von den Göttern (!) mit einem bestimmten Ziel gestellt werden, dann ist der Anspruch von Beorn und Phileasson auch nicht von der Hand zu weisen, auch wenn die beiden (noch?) nichts davon wissen.

    Das ist nach wie vor fraglich. Geplant wurde die Wettfahrt von der Obersten Hetfrau, um den König der Meere zu ermitteln. Die Geweihten waren lediglich als Schiedsrichterinnen und Empfängerinnen der Aufgaben vorgesehen, die von Thorwal aus übermittelt werden sollten.

    Ob das noch der Fall ist oder sich inzwischen andere Mächte einschalten, wird ja reichlich diskutiert. ;)

  • Ich bin ja nun kein wirklicher Freund dieser Art Elfen, aber warum ist es für so viele hier unverständlich, dass sie auf das Schwert fixiert ist? Es ist ihr Lebensziel, es ist die Möglichkeit ihren Bruder aus der Verdammnis zu retten und es ist vielleicht die Rettung für ihr Volk. Sie hat Jahrzehnte nur als Geist überlebt, weil sie dieses Ziel vor Augen hatte. Was ist daran schlimm? Die beiden Kapitäne wollen es bloß wegen eines Titels, wegen der Ehre. Es bringt ihrem Volk nix (zumindest machen sie die Fahrt nicht deswegen), es bringt ihren Freunden nur Schwierigkeiten (die Thorwaler natürlich lieben) aber sind diese Ziele edler als die der Elfin?)

    Da gebe ich dir Recht. Ich verurteile auch nicht, dass Lailath Schwert und Kelch ihrem Volk zurückbringen will. Ich verstehe auch, dass sie sich der Ottajasko nicht per Schwur anschließt, da sie ältere Schwüre schon binden. Ich mag Lailath sogar. Ich mache mir nur Sorgen, wohin der Pakt, den Lailath da mit dem Geistern schließt am Ende hinführt. Ich denke, da wird nichts Gutes bei rauskommen und mehr Schaden als Nutzen anrichten.

    Ich bin dafür, dass die Punkte für die Aufgaben, die Schwert und Kelch betreffen entsprechend zugeordnet werden und Lalaith dann beide Artefakte zu ihrem Volk bringen kann um es zu retten und Erlösung für sich selbst und ihren Bruder findet.

    Ja, allerdings ein anderes als die Iylian Thar. Auf Seite 527 kommt übrigens der Name dieses Schiffes, beziehungsweise seine Übersetzung, und damit sollte sich auch der Titel des Prologs erklären:

    Diese Vermutung hatte ich. Hab ich auch irgendwo hier in der Leserunde geschrieben. Als dann diese Stelle im Buch kam konnte ich mir ein: "Ha ich hab's gewusst" nicht verkneifen. ^^;)

    Hm, da steht: "Mit Brunylda war alles anders gewesen. Kein tragischer Tod auf einem Krankenlager, wie Shaya es nun wohl vermutete."

    Das kann bedeuten, dass sie anders gestorben ist - bei einem Unfall, im Kampf ... Oder auch, dass sie noch lebt. :nachdenk:

    Hmm ... das stimmt. Daran hab ich gar nicht gedacht. Danke für den Hinweis. <3

    Der Gedanke erwuchs sogar aus einer Leserunde, vermutlich schon der zu Nordwärts, vielleicht auch bei Himmelsturm. Für uns war nie ein Dämon im Spiel, und das hat Bernhard damals sogar schon geschrieben (was aber wohl in Vergessenheit geraten ist - wenn Ihr mögt, könnt Ihr die Leserunde ja im Archiv nachlesen). Nur Tjorne hatte die schrecklichen Morde als Werk eines Dämons interpretiert, weil er sie sich nicht anders erklären konnte.

    In der Leserschaft/der Leserunde wurde diese Theorie von Tjorne irgendwie mit dem Wissen um Zidaine zusammengeführt. Bernhard und ich standen da sozusagen am Spielfeldrand und staunten.

    Für die Geschichte, die wir von Zidaine erzählen wollen, passte aber nicht, wenn sie unter einem äußeren Zwang gestanden hätte. Außerdem war uns das letztlich zu platt.

    Aber es als Missverständnis aufzubauen ... Als eine Wahnvorstellung ... Das erschien uns originell, vor allem in einem Fantasykontext, wo man ja rasch mit übersinnlichen Erklärungen bei der Hand ist. Dabei sind es die inneren Dämonen, die wirklich Schaden anrichten

    Ich kann mich erinnern, dass irgendwer, der das Rollenspiel kennt, beim Nachnamen von Zidaine eine Anagramm zum Namen des Rachedämons vermutet hat. So wurde dann, glaub ich diese Theorie geboren. Wir, als ahnungslose Nicht-Rollenspieler, haben dann natürlich gern in der Richtung weitergesponnen und uns hinters Licht führen lassen. ;)Ich war, was diesen "Dämonenpakt" betrifft immer sehr unschlüssig, da ich ja auch keine Ahnung hatte, wie so ein Pakt überhaupt geschlossen wird.

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)