03: Kapitel 1: Unter Freibeutern (99 - 168)

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  • Heute ist der dritte Tag, also darf ich hier schon schreiben, gell?


    Ein erfrischendes Kapitel wie ich finde. Robert macht ja seine Ankündigung wahr und auf Beskan dürfen wir noch ein wenig maraskanische Luft schnuppern. Ein paar der typischen Vor- und Nachbereitungen eines Abenteuers bei Asleif lassen uns etwas durchschnaufen. Im Gegenzug dazu geht es bei Beorn mal wieder um Mord und Totschlag. Oder besser Rache und Folter.


    Beskan

    Wie immer gefallen mir die farbenfrohen Schilderungen der Maraskaner, auch wenn ich anderswo schon gelesen habe, dass derlei Ausflüge ja nicht genügend dramatisches Potential versprächen. Der lustige Laden samt seiner Affeneier und die Meereshexe illustrieren ein weiteres Mal die bunte Schönheit der Welt.

    Beim Kartenspiel war ich voll dabei. Obwohl ich Glücksspiel ja verabscheue, fand ich die Situation sehr fesselnd. Als Ohm seine Leier hergeben musste, war ich echt gerührt. Und dann Lailaths Bemerkung.

    Zitat

    »Ein echtes Wunder, eine Weissagerin gegen einen Fürsten auszutauschen.«

    Hennen, Bernhard. Die Phileasson-Saga - Totenmeer: Roman (Die Phileasson-Reihe 6) (German Edition) (S.161). Heyne Verlag. Kindle-Version.

    Umwerfend. Eine gelungene Wendung.


    Lager der Verzweifelten

    Einen Moment lang wollte ich ja glauben, die Autoren hätten ein Einsehen und würden das erbärmliche Hick-Hack in Beorns Mannschaft beenden. Aber natürlich kommt es nicht so. Ich tippe mal darauf, dass Tjorne wieder von Alseifs Truppe gefunden wird, dort den nächsten Band mitzieht und danach Zidaine sich wieder dazu gesellt. Dann können wir das gleiche Spiel noch mal ein paar Bände lang treiben ohne dass irgendwas vorangeht und alle dürfen sich an Angst und Hass laben. Naja. das Totenmeer ist ja gefährlich genug. Vielleicht besteht ja noch Hoffnung auf ein Ende mit Schrecken.

    Bevor hier wieder jemand Orimas Schwert auspackt, sei noch auf diesen Gedanken Beorns verwiesen.

    Zitat

    Ihm hatte sie gesagt, was sie tun wollte. Das sollte besser nicht ausgesprochen sein, entschied Beorn. Zumindest Olav und Eimnir wüssten dann, dass der geheimnisvolle Tote in Thorwal, den man kurz vor ihrer Ausfahrt unter einer Brücke gefunden hatte, auch Zidaines Werk gewesen war.

    Hennen, Bernhard. Die Phileasson-Saga - Totenmeer: Roman (Die Phileasson-Reihe 6) (German Edition) (S.114-115). Heyne Verlag. Kindle-Version.

    Hier wird wieder einmal deutlich, was fast immer in solchen Fällen das Problem zwischen Realität und Fiktion ist. Der Leser kennt alle Fakten(?). Doch schon Beorns Mannschaft, die ein Urteil fällen soll, werden wichtige Teile der Geschichte vorenthalten. Beorn wird gute Gründe haben, dies zu tun. Womöglich befürchtet er, die Dinge könnten sich entgegen seinen Vorstellungen entwickeln.

    Für mich bleibt übrig, dass es im ganzen Kapitel auf Beorns Seite wieder mal nur um Zidaine und ihre Rache geht. Allen anderen Figuren wird kein Raum mehr eingeräumt. Vielleicht sollten wir die Saga umbenennen?


    Einzige Ausnahme bildet natürlich die alte Dame. Und auch hier wieder ein störender Gedanke.

    Zitat

    Obwohl Pardona allzu leichtfertig eine Macht gezeigt hatte, die eine Traviageweihte niemals erlangen könnte, tat seine Ottajasko alles, um sich schönzureden, was ein klarer Verstand als unmöglich erkannte.

    Hennen, Bernhard. Die Phileasson-Saga - Totenmeer: Roman (Die Phileasson-Reihe 6) (German Edition) (S.108). Heyne Verlag. Kindle-Version.

    Zumindest in meiner Erinnerung war Pardona als Legatin des Namenlosen immer eine Meisterin der Täuschung. Trägerin vieler Masken. Davon ist hier nichts mehr zu sehen. Mich würde durchaus interessieren, wie Bernhard zur Entwicklung dieser Figur steht. Ist das hier eher künstlerischer Freiheit? Dramaturgische Notwendigkeit? Oder einfach eine Momentaufnahme innerhalb einer Entwicklung? Oder ist die Erwartung an eine Meisterin der Täuschung einfach anders zu verstehen?

  • Pardona scheint wenig Gefallen daran in die Rolle von Lenya zu schlüpfen.

    Welche Absichten verfolgt sie bei dieser Inkognitofahrt? Braucht sie die Artefacte für sich, um eine Göttin zu werden , oder ist sie doch nur eine Dienerin einer höheren Macht.:rolleyes:


    Beorn und Zidaine versuchen sich gegenseitig zu unterstützen .

    Es wird wohl ein Bündnis auf Zeit sein.:five:

    Zidaine's Rache scheint verständlich ,aber so wird sie ihre Seele niemals heilen.

    Irgendwie wird dieses Tangmeer ein Irrgarten der Gefühle und Wünsche werden.:popcorn:



    Ich bin froh, dass es Abdul ein wenig besser geht. Hoffentlich kommt sein Gedächtnis ganz zurück und er kann seine Nichte retten. Er ist einer meiner Lieblingsfiguren.:freu:


    Der Auftrag ist jetzt klar ... aber warum treibt Lailath ihr eigenes Spiel und teilt ihre Infos nicht mit?

    Mal sehen,:nachdenk: ob sie doch noch Teil von Phileason's Ottajasko wird.

    Sie muss aufrichtiger werden ,aber sie kann sich auch noch Beorn anschliessen.:*

  • Und dann Lailaths Bemerkung.

    Das ist doch auch wieder typisch Lailath. :totlach: Haut so eine Bemerkung raus, ohne zu wissen, was sie damit anrichtet, auch wenn es diesmal zum Guten war. Aber manchmal möchte ich sie echt schütteln. Elfe hin oder her, so weltfremd zu sein und gleichzeitig so in der Welt unterwegs, das muss man echt erstmal hinbringen

    Ich tippe mal darauf, dass Tjorne wieder von Alseifs Truppe gefunden wird, dort den nächsten Band mitzieht und danach Zidaine sich wieder dazu gesellt.

    Bitte nicht! Ich hoffe, das irgendwer ein Einsehen hat und die Geschichte zu Ende bringt. Zidaine wird keine Ruhe geben, solange Tjorne lebt.

    Doch schon Beorns Mannschaft, die ein Urteil fällen soll, werden wichtige Teile der Geschichte vorenthalten

    Was ja sehr typisch für diese Ottajasko ist. Und auch der Grund, warum ich nie mit Beorn fahren wöllte.

    Ich bin froh, dass es Abdul ein wenig besser geht.

    Ich bin auch im Team Abdul :freu: Ich find den megacool. So: Oh, ups, jetzt hab ich aus Versehen den obersten Stadtherrn verzaubert, aber er sah so dämonisch aus :auslach:

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Pardona scheint wenig Gefallen daran in die Rolle von Lenya zu schlüpfen.

    Welche Absichten verfolgt sie bei dieser Inkognitofahrt? Braucht sie die Artefacte für sich, um eine Göttin zu werden , oder ist sie doch nur eine Dienerin einer höheren Macht. :rolleyes:

    Naja, ich würde sagen, Sie hat in der hier dargebotenen Form einfach wenig Gefallen daran in irgendeiner Rolle nicht die tolle Elfe raushängen zu lassen. Was Pardona zu dieser Fahrt motiviert wird doch eigentlich in Band 3 erklärt, oder?

    Der Auftrag ist jetzt klar ... aber warum treibt Lailath ihr eigenes Spiel und teilt ihre Infos nicht mit?

    Mal sehen, :nachdenk: ob sie doch noch Teil von Phileason's Ottajasko wird.

    Sie muss aufrichtiger werden ,aber sie kann sich auch noch Beorn anschliessen. :*

    Warum sollte Sie? Ihre Gedankengänge werden doch ganz klar dargelegt. Sie muss gar nichts. Ihre absolut wichtigste und einzige Mission war es Selflanatil zurückzubringen. Wenn sich jetzt auch noch die Chance ergeben sollte, den ollen Kelch nach Hause zu bringen, dann wäre das ein Sieg für den sich sicher jeden Preis bezahlen würde.

    Bitte nicht! Ich hoffe, das irgendwer ein Einsehen hat und die Geschichte zu Ende bringt. Zidaine wird keine Ruhe geben, solange Tjorne lebt.

    Echt jetzt? Ich dachte immer ich wäre der einzige hier, der kein Fan der Zidaine-Saga ist.

    Ich bin froh, dass es Abdul ein wenig besser geht. Hoffentlich kommt sein Gedächtnis ganz zurück und er kann seine Nichte retten. Er ist einer meiner Lieblingsfiguren. :freu:

    Na wir wollen doch nicht gleich übertreiben, oder? Ich hoffe auf einen heldenhaften Tod seiner Nichte. Das hat ihr Herz schließlich verdient.

    Ich bin auch im Team Abdul :freu: Ich find den megacool. So: Oh, ups, jetzt hab ich aus Versehen den obersten Stadtherrn verzaubert, aber er sah so dämonisch aus :auslach:

    Meine Lieblingsszene ist die Begegnung in Ysilia, bei der auf einmal ein geschwätziger Kerl Fledermäuse spuckt. Ungemein praktisch sowas. Und wenn ich es richtig sehe, ist Abdul wieder bei genügend Verstand um eine Perspektivfigur zu sein.

  • Der lustige Laden samt seiner Affeneier und die Meereshexe illustrieren ein weiteres Mal die bunte Schönheit der Welt.

    An Maraskan habe ich einen Narren gefressen - ich mag diese Kultur, die kein irdisches Vorbild hat. Maßgeblich geprägt wurde sie von Karl-Heinz Witzko, den ich am Wochenende getroffen habe. Ich habe mich gefreut, ihm jeweils ein Exemplar von Schlangengrab und Totenmeer überreichen zu können - als Dankeschön für die vielen Ausarbeitungen, die wir nutzen konnten.


    Ich tippe mal darauf, dass Tjorne wieder von Alseifs Truppe gefunden wird, dort den nächsten Band mitzieht und danach Zidaine sich wieder dazu gesellt.

    Denjenigen, die in der Schlangengrab-Leserunde dabei waren, habe ich schon angekündigt, dass dieser Handlungsstrang in Totenmeer eine abrupte Wendung nehmen wird. Denkt Ihr, das skizzierte Szenario könnte damit gemeint sein?

    Jedenfalls stellt dieser Handlungsstrang einen Schwerpunkt des Romans dar. Das bedingt auch, dem Leser noch einmal den Startpunkt vor Augen zu führen.

    Die anstehende Wendung könnte allerdings trotz solcher Vorbereitungen einige aus der Kurve werfen ... Mal schauen ... :)


    Zidaine's Rache scheint verständlich ,aber so wird sie ihre Seele niemals heilen.

    Das mag sein - aber welche Alternative hat Zidaine, um ihre Seele zu heilen?


    Zidaine wird keine Ruhe geben, solange Tjorne lebt.

    Mal angenommen, sie könnte Tjorne umbringen ... Denkt Ihr, dass sie danach zufrieden wäre?


    Ich bin froh, dass es Abdul ein wenig besser geht. Hoffentlich kommt sein Gedächtnis ganz zurück und er kann seine Nichte retten. Er ist einer meiner Lieblingsfiguren.

    Und wenn ich es richtig sehe, ist Abdul wieder bei genügend Verstand um eine Perspektivfigur zu sein.

    Genau, Abdul ist in diesem Band erstmals eine Perspektivfigur in der Haupthandlung (im Prolog zu Himmelsturm war er es ja bereits einmal). Geistige Gesundheit ist dabei allerdings kein unbedingt notwendiges Kriterium ...

    Welche Absichten verfolgt sie bei dieser Inkognitofahrt?

    Was Pardona zu dieser Fahrt motiviert wird doch eigentlich in Band 3 erklärt, oder?

    Das hoffe ich ... In Band IV und V wird es auch gelegentlich nochmals kurz wiederholt.

    Es ist immer ein bisschen kniffelig, die richtige Balance zu finden. Erklärungen sind wichtig, um die Handlung einordnen zu können - aber wenn durch die Erklärungen die Handlung ins Stocken gerät, kann auch das einen Roman killen.

  • Mal angenommen, sie könnte Tjorne umbringen ... Denkt Ihr, dass sie danach zufrieden wäre?

    Nein, nichts und niemand kann ihr die verlorene Zeit wiedergeben. Oder den Vater. Oder alles ungeschehen machen.

    Echt jetzt? Ich dachte immer ich wäre der einzige hier, der kein Fan der Zidaine-Saga ist.

    Sagen wir so, ich finde das es nun an der Zeit wäre, mit diesem Strang zu einem Ende zu kommen. Es war ok bis jetzt, aber wenn es noch länger so eine On/off geschichte wird, wird es langweilig.

    Das mag sein - aber welche Alternative hat Zidaine, um ihre Seele zu heilen?

    Keine. Wie will sie heilen? Höchstens wenn man ihr Gedächtnis löscht. Sie vergisst es ja nicht, solange sie lebt.

    Naja, ich würde sagen, Sie hat in der hier dargebotenen Form einfach wenig Gefallen daran in irgendeiner Rolle nicht die tolle Elfe raushängen zu lassen. Was Pardona zu dieser Fahrt motiviert wird doch eigentlich in Band 3 erklärt, oder?

    Ja, das stimmt. Für jemand, der es eigentlich liebt bewundert und angebetet zu werden (und das auch gewöhnt ist) muss diese Gestalt echt frustrierend sein.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Ich glaube Lailaht überlegt gerade ernsthaft die Seiten zu wechseln. Ihre Treue gehört ihrem Auftag und ihrem Volk, also auf sie würde ich mich nicht verlassen. Sie wird dem folgen der sie zu den Artefakten führt und da hat Beorn im Moment die bessern Karten. Jedenfalls glaubt sie das.


    Zidane was auch immer sie tut, Rache wird ihr keine Erlösung sondern nur Leere bringen. Denn wenn sie alle erledigt hat wird sie selbst merken, es war immer nur eine kurze Befriedigung. Dann kommt das Gefühl wieder und sie kann nichts dagegen tun. Nicht schön wenn der einzige Sinn im Leben die Rache ist. Ich glaub Tjorne bereut es wirklich und ich bin kein Freund von Folter, wenn sie ihn töten will dann schnell und im Zweikampf. Aber sie weidet sich am Leid und der Angst und das macht sie mir mehr und mehr unsympathisch. Sie hat ein Recht darauf, dass diese Kerle bestraft werden, aber nicht so.


    Abdul schafft es sich langsam zu erinnern und beim Gedanken ihn sich im Blumenkleidchen vorzustellen, musste ich grinsen. Echt niedlich. Ich mag ihn, weil er immer darüber nachdenkt wie er andern etwas Gutes tun kann. Bin gespannt wie er sich weiter entwickelt.

  • Es geht wieder los! Für mein Gefühl noch etwas gemächlich zur Einstimmung. Das ist wohl ganz gut, nach dem düsteren Prolog und bevor es im Totenmeer ans Eingemachte geht.


    Ich hätte nicht erwartet, dass die Sache zwischen Tjorne und Zidaine so schnell öffentlich wird. Aber für Beorn, der die Integrität der Mannschaft sicherstellen muss, ist es ein logischer Schritt. Mich freut es, denn so geht es mit dieser Geschichte vorwärts. Gewundert hat mich lediglich die Reaktion von Lendona. Dass sie da so vehement die Geweihte raushängen lässt... will sie damit lediglich sicherstellen, dass sich Tjorne und Zidaine auf Leben und Tod gegenüberstehen werden, und hofft, dass Tjorne ihr die lästige Zidaine vom Hals schafft? Eigentlich sollte ihr bewusst sein, dass er gegen sie chancenlos ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie einfach nur so gut wie möglich ihre Rolle spielt. Das hat sie noch nie getan.

    Und dann gibt sie ihm noch diesen mysteriösen "Rat". Was da wohl dahintersteckt? So oder so sehe ich Tjornes letztes Stündlein schlagen. Ob er nun in einem Tangloch verschwindet, von den Geistern des Totenmeers zu sich gerufen wird, oder letztendlich von Zidaine erwischt wird sei dahingestellt. Tylstyr wird jedenfalls nicht in der Nähe sein, um ihn noch einmal zu retten.


    Ich finde es etwas fahrlässig von Beorn sich einfach darauf zu verlassen, dass Pardona es schon richten wird, wenn sie nicht mehr aus eigener Kraft aus dem Tangmeer herauskommen. Ihr Schiff scheint ja schon jetzt ziemlich festzusitzen. Ist ihm mal in den Sinn gekommen, dass Pardona jederzeit beschließen könnte, dass ihr diese ganze Wettfahrt doch etwas zu langweilig ist, und sie einfach nach Hause geht Chimären basteln? Insbesondere jetzt, wo Beorn es schafft, wieder eine gewisse Distanz zu ihr aufzubauen. Das wird ihr nicht schmecken. Als Kapitän sollte man immer alle Eventualitäten berücksichtigen und einen Plan B haben, was hier anscheinend nicht der Fall ist.

    Aber dass Pardona irgendwann von sich aus das Weite sucht ist wohl eh nur Wunschdenken meinerseits... :totlach:


    Kommen wir zum Foggwulf...

    Abdul finde ich toll dargestellt in seiner Verwirrtheit. Selbst nicht wirklich zu wissen wer sein Freund ist und wer nicht und trotzdem irgendwie meistens das Richtige zu tun ist schon eine Kunst. Ich habe ja fast erwartet, dass er anfängt die Gefangenen zu befreien, um sie vor ihrem "schlimmen Schicksal" zu bewahren. Aber diesen Konflikt mit den Piraten hat er zum Glück nicht vom Zaun gebrochen. Bin gespannt, was im Verlauf des Buches noch so von ihm kommt.


    Lailath gefällt mir noch immer nicht. Sie ist einfach kein Teil der Ottajasko, was sich ja ganz deutlich in ihren Gedanken zeigt. Sie hilft nicht einmal beim Entschlüsseln der Prophezeiung, obwohl sie genau weiß, worum es geht. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass sie irgendwie noch eine Rolle zu spielen hat. Ihr zwanghaftes Streben, die Artefakte zu erlangen, und dabei den Verrat an Phileasson in Kauf zu nehmen, wird in einer wichtigen Situation dazu dienen, der Geschichte eine unvorhergesehene Wendung zu geben, die für den weiteren Verlauf der Wettfahrt unumgänglich ist. So ähnlich wie bei Gollum im Herrn der Ringe, wobei der Vergleich rein äußerlich etwas hinkt. ^^ Ich hoffe nur, sie beißt Phileasson keinen Finger ab. :totlach:

    Zumindest hat sie trotz ihrer Weltfremdheit dazu beigetragen, dass die Ottajasko ein neues Schiff und eine gut gefüllte Reisekasse ihr Eigen nennen kann. Das Vertauschen der Karten als Phexsches Wunder einzustufen... einfach köstlich!


    Galandels Schicksal berührt mich irgendwie nicht mehr. Da warte ich nur noch darauf, dass sie in das Licht zurückkehrt. Sie scheint ja selbst keinen wirklichen Lebenswillen mehr in sich zu haben. Ich betrachte sie höchstens noch mit einem distanzierten "wissenschaftlichen" Interesse, um herauszufinden was denn mit Elfen passiert, wenn sie ihre Lebensaufgabe erfüllt haben.


    Ich hatte ja irgendwie erwartet, dass die Ottajasko mit Kodnas Han ins Totenmeer fährt. Dass sie nun ein eigenes Schiff haben ist mir aber deutlich lieber, so sind sie endlich mal wieder unter sich. Mal schauen ob und wie schnell sie Beorns Vorsprung nun einholen können...

    Was die Pirateninsel angeht, so ist es ja irgendwie Maraskan in klein, oder? Die eierlegenden Affen finde ich gut, von denen hatte ich andwerweitig schon irgendwo gelesen. Ich glaube in der Galotta-Trilogie. Leben die eigentlich auch auf der Hauptinsel oder nur auf Beskan?

  • Dass sie da so vehement die Geweihte raushängen lässt... will sie damit lediglich sicherstellen, dass sich Tjorne und Zidaine auf Leben und Tod gegenüberstehen werden, und hofft, dass Tjorne ihr die lästige Zidaine vom Hals schafft? Eigentlich sollte ihr bewusst sein, dass er gegen sie chancenlos ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie einfach nur so gut wie möglich ihre Rolle spielt. Das hat sie noch nie getan.

    Ja, stimmt, wenn ich so drüber nachdenke, hast du recht. Ohne einen Plan macht Pardona sowas eigentlich (und uneigentlich) nicht. Wer weiß, was sie im Schilde führt.


    Lailath gefällt mir noch immer nicht. Sie ist einfach kein Teil der Ottajasko, was sich ja ganz deutlich in ihren Gedanken zeigt

    Aber das will sie ja auch nicht. Für sie ist es eine Zweckhochzeit, sonst nichts.

    Sie scheint ja selbst keinen wirklichen Lebenswillen mehr in sich zu haben

    Eigentlich interessant, das Elfen auch Depressionen kriegen können.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Ich tippe mal darauf, dass Tjorne wieder von Alseifs Truppe gefunden wird, dort den nächsten Band mitzieht und danach Zidaine sich wieder dazu gesellt.

    Ich halte dagegen, s.o. :)


    Zumindest in meiner Erinnerung war Pardona als Legatin des Namenlosen immer eine Meisterin der Täuschung. Trägerin vieler Masken. Davon ist hier nichts mehr zu sehen.

    Ich glaube Robert hat das mal so beschrieben: ein Porsche, der sich unter lauter VW-Käfern verstecken will. Selbst wenn er äußerlich so aussieht, hat er immer noch seinen 200PS-Motor, der entsprechende Geräusche verursacht... Das fand ich ziemlich einleuchtend, insbesondere da sie Jahrhunderte abgeschieden im Himmelsturm verbacht hat, und gar nicht wirklich weiß, wie die Menschen so ticken und was bei denen normal oder unnormal ist. Für mich ist es allerdings auch die erste Begegnung mit Pardona, so dass ich da kein vorgeprägtes Bild hatte.


    Echt jetzt? Ich dachte immer ich wäre der einzige hier, der kein Fan der Zidaine-Saga ist.

    Man lese meine Kommentare zu diesem Thema in der Schlangengrab-Leserunde. ;)


    Maßgeblich geprägt wurde sie von Karl-Heinz Witzko, den ich am Wochenende getroffen habe. Ich habe mich gefreut, ihm jeweils ein Exemplar von Schlangengrab und Totenmeer überreichen zu können - als Dankeschön für die vielen Ausarbeitungen, die wir nutzen konnten.

    Und ich habe mich gefreut, neben Eurer Lesung auch seine zu Westwärts, Geschuppte! besuchen zu können.


    Ich bin auch im Team Abdul :freu: Ich find den megacool.

    Team Abdul formiert sich! Ich bin dabei! ^^

  • Ja, stimmt, wenn ich so drüber nachdenke, hast du recht. Ohne einen Plan macht Pardona sowas eigentlich (und uneigentlich) nicht. Wer weiß, was sie im Schilde führt.

    Genau. Tjorne frisst ihr doch aus der Hand. Dass sie dieses willige Werkzeug einfach so ohne Hintergedanken aufgibt kann ich mir nicht vorstellen.

  • Aber das will sie ja auch nicht. Für sie ist es eine Zweckhochzeit, sonst nichts.

    Klar. Vielleicht ist es genau das, was mich stört. Sie ist die Gefahr in den eigenen Reihen, jemand der irgendwann den Dolchstoß setzen könnte. Davon abgesehen konnte ich mit dem Charakter als solches noch nicht wirklich was anfangen. Für mich hat sie sich bisher nicht nur in der Ottajasko wie ein Fremdkörper angefühlt, sondern irgendwie auch in der fortlaufenden Geschichte nach Silberflamme.


    Ich glaube Lailaht überlegt gerade ernsthaft die Seiten zu wechseln.

    Das kann ich mir nicht vorstellen. Nicht nur, dass sie Beorn als "gewissenlosen Raubmörder" bezeichnet - warum solle Beorn sie überhaupt aufnehmen? Ich habe ihre Gedanken eher so verstanden, dass es für sie besser ist, wenn Beorn beide Artefakte hat, weil sie dann den "edelmütigen" Phileasson nicht hintergehen muss, um an diese heranzukommen.

  • Ich glaube Lailaht überlegt gerade ernsthaft die Seiten zu wechseln.

    Das kann ich mir nicht vorstellen. Nicht nur, dass sie Beorn als "gewissenlosen Raubmörder" bezeichnet - warum solle Beorn sie überhaupt aufnehmen? Ich habe ihre Gedanken eher so verstanden, dass es für sie besser ist, wenn Beorn beide Artefakte hat, weil sie dann den "edelmütigen" Phileasson nicht hintergehen muss, um an diese heranzukommen.

    Nun wie auch immer, ich glaube auch sie würde lieber Beorn betrügen, das stimmt. Aber ein wirkliches Teammitglied ist sie nicht. Sonst würde sie den zweiten Teil der Prophezeiung, die keiner versteht, erklären.

    Aber sie ist auf jeden Fall nützlich, man stelle sich vor Phileasson hätte sein Schwert oder sein Skalde ,noch schlimmer, die Harfe verloren. Was würden wir dann noch singen, in den Lesungen. :o

  • Aber sie ist auf jeden Fall nützlich, man stelle sich vor Phileasson hätte sein Schwert oder sein Skalde ,noch schlimmer, die Harfe verloren. Was würden wir dann noch singen, in den Lesungen. :o

    Das wäre wahrlich ein großer Verlust! Soweit darf es nicht kommen! Die Leier muss unter allen Umständen verteidigt werden! :barbar:

    Aus dem Blickwinkel betrachtet sollte ich Lailath vielleicht doch noch mal eine Chance geben... ^^

  • Na wir wollen doch nicht gleich übertreiben, oder? Ich hoffe auf einen heldenhaften Tod seiner Nichte. Das hat ihr Herz schließlich verdient.

    Wie will sie auch wieder ins "normale" Leben zurückfinden? Sie ist schlußendlich ein Geschöpf Pardonas.

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • Das kann ich mir nicht vorstellen. Nicht nur, dass sie Beorn als "gewissenlosen Raubmörder" bezeichnet - warum solle Beorn sie überhaupt aufnehmen? Ich habe ihre Gedanken eher so verstanden, dass es für sie besser ist, wenn Beorn beide Artefakte hat, weil sie dann den "edelmütigen" Phileasson nicht hintergehen muss, um an diese heranzukommen.

    Nun wie auch immer, ich glaube auch sie würde lieber Beorn betrügen, das stimmt. Aber ein wirkliches Teammitglied ist sie nicht. Sonst würde sie den zweiten Teil der Prophezeiung, die keiner versteht, erklären.

    Aber sie ist auf jeden Fall nützlich, man stelle sich vor Phileasson hätte sein Schwert oder sein Skalde ,noch schlimmer, die Harfe verloren. Was würden wir dann noch singen, in den Lesungen. :o

    Dann wäre die Geschichte ziemlich flott zu Ende :o Und was lesen wir dann? Ne, Ne, das geht gar nicht

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

  • So, ich bin nun auch im Hauptteil angekommen. Die kleine Insel mit ihren bunten, schrägen und wild zusammengewürfelten Bewohnern gefällt mur sehr gut, und auch die gefährlicheren Vorbereitungen haben durchaus ihren Charme für mich. Ich mag da vll aus der Reihe fallen, aber ich mag es wenn alltägliches auch seinen Raum in Büchern bekommt. Ich muss nicht von jedem Essen oder Abort lesen, aber grade so wichtige Grundlagen gehören für mich dazu. Und es zeigt wieder sehr schön, das trotz seines Wunsches den Titel zu erringen, Phileasson dies mit der gesamten Mannschaft schaffen will. Er kümmert und sorgt sich um seine Leute, und das schon vorm Ablegen.

    Beorn ist ihm immer noch voraus, und wähnt sich seinem Ziel auch bereits nahe. Er muss nur der Rache von Zidaine Raum geben bevor der Unfriede die Mannschaft zerreisst. Ich finde den Angang dazu durchaus gelungen, aber bin auch der Meinung das es Zeit wird das diese Geschichte aus der Jägerinnen Phase heraus kommt. Aber da wurde ja schon mehrfach die Hoffnung geschürt.

    Das Sargassomeer kann ich mir gut bildlich vorstellen, und ich beneide die Seefahrer grade wirklich nicht um ihre Aufgabe, gammelnder Tang stinkt bestialisch!

    Ich habe momentan das Gefühl das Beorn sich sehr auf Pardona verlässt und fürchte das dies auf Dauer nicht gut geht.

    Galandel tut mir grade leid, sie weiss nicht mehr wo ihr Platz ist, sorgt sich um ihren Platz im Salasandra und steht generell neben sich.

    Lailath hat klare Motive, aber ihr Handeln kann ich deshalb trotzdem nicht abschätzen. Mir gefällt aber ihre Art, distanziert, aber freundlich, und immer beobachtend. Ich hoffe das sie sich doch noch besser in die Ottajasko einfügen wird.

    Ich glaube Lenyas letzte Worte an Tjorne waren umgekehrte Psychologie. Wenn man jemandem sagt wie fürchterlich die Geister sind um ihm dann zu sagen, das man nur ohne Angst Hoffnung drauf hat in Ruhe gelassen zu werden.... da muss man doch fast Panik kriegen. Und wenn Tjorne durch einen Geist einfach verschwindet gibt Zidaine bestimmt die Suche nicht auf und kehrt unverrichteter Dinge zurück zum Schiff....

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Aber sie ist auf jeden Fall nützlich, man stelle sich vor Phileasson hätte sein Schwert oder sein Skalde ,noch schlimmer, die Harfe verloren. Was würden wir dann noch singen, in den Lesungen. :o

    Bliebe ja nur das Havena lied. Neeeee, Ohm soll mal fleissig weiter dichten!

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Aaah, endlich steigen wir wieder voll ein und ich muss sagen, dass ich mich zu Anfang direkt total gut amüsiert habe. Denn ich hätte nicht gedacht, dass Phileasson so planlos vor der nächsten Aufgabe steht. Ohm Vollker kennt doch so viele Geschichten! Kodnas Han hat auch keine Idee! :oUnd dann diese lustige Schamanin! Konnte mir das vor Augen so schön ausmalen, wie die Helden sie nach dem Weg fragen und sie da ihren Verrückten-Katzenlady-Tanz an den Klippen abzieht und runterfällt. Phileasson und Ohm Vollker zucken mit den Schultern und überlegen dann weiter, wo sie denn nun wohl hin müssen. :totlach:


    Menschenskinder, da hat Tjorne es doch nicht geschafft, sich Zidaine ein für allemal vom Hals zu schaffen! Nee! Echt! Langsam hat er es auch nicht mehr verdient. Dürfen sich gerne zusammenstellen und beide einbrechen. Ich ändere dann das Zitat aus Titanic etwas ab: " !Don't! Come back!" :unschuldig:


    Das mit der Harfe kenne ich noch so gut von meinem DSA-Barden und kann das so gut nachempfinden, wie es für den Ohm gewesen sein muss. Ich hatte mir nach etlichen Abenteuern endlich diese wahnsinnig tolle Laute leisten können, aber wie gewonnen, so zerronnen: Die Gruppe wurde ausgeraubt und als Zahlungsmittel blieb nur noch...ja, genau. :argh:


    Arme Galandel, hoffentlich begibt sie sich nicht plötzlich im Totenmeer auf Seetang-Wanderschaft, ohne es richtig mitzukriegen!


    Ich will gar nicht wissen, wie eklig das Sargassomeer stinken muss. Mir hat es immer schon gereicht, wenn ich an einem Strand lang spaziert bin, der nicht von dem ganzen Seetang befreit wurde. Kann ich nicht riechen, buah!<X Und die Schmatzgeräusche habt ihr auch gut beschrieben. Entspricht genau meinen Vorstellungen. Bisher super umgesetzt!


    Als Selime drin vorkam, dachte ich sofort an das "Eichenherz" des Wipfelschiffs. Ich habe keine Ahnung, wie eine Verbindung dazu aussehen könnte, aber ist doch zu schön, um daraus nichts zu machen.


    Ob ich jetzt unbedingt zu Team Abdul gehöre...auf jeden Fall lese ich gerne was zu ihm. Tylstyr fehlt mir aber gerade ein wenig.

    Liebe Grüße

    Juliane

    Einmal editiert, zuletzt von Janesway ()

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