Achtung: Deadline für die Bestätigung von Freiexemplar-Gewinnen ab sofort Montag Abend 19 Uhr (statt wie bisher Dienstag mittag)
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Unser Jak hat ja wohl so etwas was man bewegte Vergangenheit:unschuldig: nennen könnte. Interessant, das immer wieder Brücken in die Vergangenheit geschlagen werden in diesen Kapiteln. Ob es um Notizbücher aus Papier:lesen: geht, bekannte Kunstwerke oder afrikanische Kultur. In der Tat ist wohl nicht von der Hand zu weisen, dass auch heute uralte Bücher:buecher: noch gelesen werden können, während man z.B nicht mal mehr eine VHS Kassette auslesen kann (weil niemand mehr einen Recorder hat) Diesen Denkansatz finde ich gut, führt auch vor Augen, dass neue Technologien nicht unbedingt immer das Nonplusultra sein müssen. Als papierliebender Mensch musste ich da schmunzeln. Für durchaus realistisch halte ich die Hinweise zur afrikanischen Kunst, denn ich glaube, dass die Menschen auch in der Zukunft noch auf Traditionen und ihre Herkunft stolz sein möchten.

    Die Dialoge sind humorvoll. Jak ist eben Jak....ok, er grunzt das ein oder andere mal....und ich frage mich, wie sich das anhören mag.8o

    Einige Details haben allerdings Fragen aufgeworfen: Ist eine Schwangerschaft auf dem Mond tatsächlich so heikel? Kommt einer Schwangeren die veränderte Schwerkraft nicht sogar entgegen?^^ Und wie sieht es denn in der Zukunft mit der Möglichkeit aus, Kinder in künstlichen Gebärmüttern austragen zu lassen? Das wäre ja eine Option für die missliche Lage gewesen. Immerhin gibt es heute zumindest mit Tieren schon Erfolge zu verbuchen, so dass ich mir für die Zukunft vorstelle, dass das möglich sein wird. Zumindest wäre das für uns Frauen doch eine Entlastung und auch für potenziell Frühgeborene eine Hilfe.


    Jak sitzt wohl mächtig in der Tinte. Das stinkt wirklich zum Himmel und dann hat sich dieser Moses auch noch angeblich umgebracht. Dass ausgerechnet dem Mann mit afrikanischen Wurzeln Korruption angedichtet wird, halte ich vielleicht für nicht ganz glücklich. Natürlich ist nicht von der Hand zu weisen, dass in afrikanischen Ländern heutzutage nach wie vor Korruption herrscht, aber das hängt ja oftmals mit den Regimen und Regierungen zusammen. Einem einzelnen afrikanisch abstammenden Mann in der Zukunft....? Ich weiß nicht, da hatte ich irgendwie ein bisschen ein ungutes Gefühl dabei, aber vielleicht könnt ihr kurz was dazu sagen, ihr habt euch sicher etwas dabei gedacht.

    Ähnlich die Beschreibungen der Russen......mit den Kommunikationssystemen. Etwas stereotyp.


    Dass Jak nun auf uralten Funkverkehr zurückgreifen kann ist einerseits ein Clou, andererseits erscheint es mir doch etwas abwegig. Gut ok, so als absolutes Notfallsystem kann man es sich vielleicht noch vorstellen in der Zukunft, aber ich bin mir unsicher.


    Am Ende schleicht sich der Gedanke ein, dass unsere liebe "Nina" auch nicht so ganz sauber ist. Wer weiß? Immerhin könnte sie ja auch komplett manipuliert sein, oder?:o


    Da bin ich ja mal gespannt, wie sie das angehen wollen.


    Achso, gut gefallen hat mir noch die Darstellung, dass die Menschen, die in diesen winzigen "Blechdosen" mit vorgegaukeltem Sternenhimmel ohne Fenster auch nicht glücklich sind. Die romantische Vorstellung von den Sternen wird quasi in Frage gestellt. Denn dass die Eroberung des Weltraums und anderer Planeten nicht für alle von uns mit Glück verbunden sein wird, steht außer Frage. Dass wir weiterhin eine Klassengesellschaft bleiben werden, sich das ganze sogar noch verschärfen kann, finde ich, ist ein spannender Ansatz.

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • Zum Thema Schwangerschaft und Reproduktion in Mikrogravitation (und schon in verringerter Gravitation - der Mond hat nur ein sechstel der Erde. Nicht vergessen!):
    Hier ein paar Beispiele (Ja, auch den Teil haben wir ein wenig recherchiert!)
    https://phys.org/news/2011-01-sex-space-houston-problem.html
    oder
    https://www.spektrum.de/news/s…ryonalentwicklung/1005934

    oder (vorsicht, viel und komplexer Stoff):
    https://www.degruyter.com/down…000-0202/nf-2000-0202.pdf

    Kurz zusammengefasst: Es ist möglich - aber sehr, sehr unwahrscheinlich.

    Dazu kommt, dass der heutige Stand der Forschung schwere Entwicklungsstörung im Heranwachsenden Menschenfötus veruassagt, der z.B: scho neine normale Geburt völlig unmöglich macht, weil der Schädel der Kinder größer wird als unter Erdgravitation (und das der menschliche Schädel schon beim möglichen Maximum für natürliche Geburten ist, war's das auch schon. Weitere Schädigungen in der Wachstumsentwicklung unter verringerter Gravitation sind quasi zwingend (anderes Knochenwachstum, anderes Muskelnwachstum, anderes Organwachstum, alles in Reaktion auf ein verändertes Magnetfeld und eine veränderte Schwerkraft (und das schließt die knöchernen Gleichgewichtsorgane im Ohr ein. Ein Mond- oder Marskind (oder gar ein Kind der Schwerelosigkeit im All) wäre auf der Erde nicht lebensfähig.
    Auch nicht als Erwachsener.

    Das mit der künstlichen Gebärmutter wäre natürlich erstmal eine Option (ließe sich leichter unter Gravitation setzen als die komplette Mutter. :D ), aber das Kind müsste trotzdme auf die Erde, wenn es jemals eine Chance haben wollen sollte, dort zu leben. Nur - einen Säugling dem Stress einer Landung aus dem All auszusetzen ... sagen wir: Es ist trotzdem noch leichter und gesünder, die noch nicht hochschwangere Mutter auf die Erde zu schicken. (schon wieder ein brutal komplexes Thema, wenn man einmal damit angefangen hat, sich damit zu beschäftigen ...).

    Das Thema kommt aber später im Buch auch noch mal. ;)

  • Jak sitzt wohl mächtig in der Tinte. Das stinkt wirklich zum Himmel und dann hat sich dieser Moses auch noch angeblich umgebracht. Dass ausgerechnet dem Mann mit afrikanischen Wurzeln Korruption angedichtet wird, halte ich vielleicht für nicht ganz glücklich. Natürlich ist nicht von der Hand zu weisen, dass in afrikanischen Ländern heutzutage nach wie vor Korruption herrscht, aber das hängt ja oftmals mit den Regimen und Regierungen zusammen. Einem einzelnen afrikanisch abstammenden Mann in der Zukunft....? Ich weiß nicht, da hatte ich irgendwie ein bisschen ein ungutes Gefühl dabei, aber vielleicht könnt ihr kurz was dazu sagen, ihr habt euch sicher etwas dabei gedacht.

    Ähnlich die Beschreibungen der Russen......mit den Kommunikationssystemen. Etwas stereotyp.

    Die Themen "Vorurteil" und "Stereotype" ziehen sich tatsächlich durch alle unsere Bücher. Wenn du die gelesen hast, wirst du feststellen, dass wir sie gern verwenden, um sie dann - manchmal seeehr genussvoll - wieder auseinander zu nehmen (so ist z.B. die gesamte Handlung unseres Erstlings "Orks vs. Zwerge" auf diesem Thema aufgebaut). Letzten Endes wirst du feststellen, dass an manchen Vorurteilen etwas dran ist, aber die meisten Personen nicht in ihren Schubladen bleiben, weil jeder Mensch individuell ist (und dass wir keine Gnade mit niemandem haben. Egal welcher Hautfarbe, Geschlecht oder Herkunft)


    Ein korrupter Afrikaner? Warum denn nicht? Die Frage ist: ist er dabei denn ein böser Mensch? Ist er vielleicht in einem Bereich zwar käuflich, aber trotzdem ein liebevoller Familienvater der seinen Kindern einfach nur die bestmögliche Zukunft schenken will? Ein gottesfürchtiger Mann der gern und oft für gute Zwecke spendet? Ein Kunstkenner und Bildungsbürger der die reiche Kultur seiner Vorfahren bewahren möchte? Oder wird er vielleicht sogar erpresst und versucht, das Beste aus seiner hoffnungslosen Situation zu machen? (weil ein Geständnis bei einer staatlichen Stellen unweigerlich dazu führen würde, dass seine Kinder in der Gosse landen)


    Ich würde gern noch weiter ausholen, aber dann verrate ich Dir zu viel über die Geschichte. Wenn Du fertig bist, können wir ja spaßeshalber mal nachschauen, wer alles in seiner Schublade bleibt, und wer mit einem großen Satz herausgesprungen ist ;-)

  • Ich danke dir für die umfangreichen Hintergrundinfos, die ich mir dann zu Gemüte führen werde! Ich finde nämlich, das ist ein sehr spannendes Feld.

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • Ich verstehe, wie du das meinst und das beruhigt mich nun für's Erste. Bin gespannt, wie das Ganze dann im Verlauf noch aufgedröselt wird. Jetzt bin ich aber gespannt, was das Thema "Schubladen" betrifft.^^

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • "Einem einzelnen afrikanisch abstammenden Mann in der Zukunft....? Ich weiß nicht, da hatte ich irgendwie ein bisschen ein ungutes Gefühl dabei, aber vielleicht könnt ihr kurz was dazu sagen, ihr habt euch sicher etwas dabei gedacht.

    Ähnlich die Beschreibungen der Russen......mit den Kommunikationssystemen. Etwas stereotyp."

    Zu den Russen zuerst: Stereotyp - vielleicht. Aber gleichzeitig auch genau die Prämisse der russischen Armee bis heute. Je weniger High-Tech, desto besser. Dazu kann Stephan aber sicher noch mehr sagen (er war der Soldat bei uns, ich war Zivi). Unser Vater hat damals in der DDR im Militärdienst zusammen mit Russen gearbeitet. Grundaussage grob verkürzt: russische Waffen sind aus einem Stück gefeilt. sie sind grob - aber gehen nie kaputt. Nicht einmal im sibirischen Dauerfrost bei minus 70 Grad, voller gefrierendem Morast und Ölschlamm. Elektronik überlebt das nicht. - Ein Grund, warum die Taliban den Amerikanern in Afganistan ebenbürtig waren: Russische Ausrüstung kommt mit den extremen Temperaturschwankungen (40 Grad bei Tag, Minusgrade bei Nacht), dem Dauerstaub und grober Behandlung problemlos klar. Amerikanische High-Tech-Panzer brechen zusammen, nur weil die Elektronik der Klimaanlage versagt ...
    Kurz: Die wissen, was sie tun!

    Was Jak und seinen Zugriff auf das alte System angeht: Sein Schiff ist (wie die meisten) locker 30 Jahre alt, etwa das Alter der Space Shuttles, als das Programm eingestellt wurde. In der Zeit wurde halt viel umgebaut und generalüberholt (und da man bei Reduzierung der Mannschaft nicht unbedingt aufs Gewicht achten musste, ließ man alte, tief ins Grundsystem integrierte Technik halt an Bord (Aus- und Umbau kostet nunmal mehr).
    In der Seefahrt passiert das bei alten Frachtern (die zum Teil mehr als 50 Jahre Betriebszeit auf dem Buckel haben) heute auch immer wieder.
    Ansonsten ist alte Technik als redundantes System immer wieder gern genutzt (siehe oben: russische Technik). Aber wenn du aufmerksam liest, wirst du später eine Stelle finden, an der sich Jak genau darüber lustig macht. ;)

    Zu dem Afrikaner:
    Ich kann im Moment schwer etwas dazu sagen (zu früh im Buch), außer: achte ein wenig darauf, woher die übrigen figuren kommen, denen du begegnen wirst. Alle. – Ja, wir haben uns was dabei gedacht.

  • Man muss gar nicht mal so weit in den militärischen Bereich hinein gehen sondern kann direkt im Thema bleiben:

    Die russischen Raumschiffe gelten weltweit als die zuverlässigsten und robustesten. Jeder Astronaut fliegt lieben mit so einem soliden Teil, das selbst Sandstürmen standhalten kann, als mit den hochtechnisierten aber dabei extrem empfindlichen Space Shuttles.

  • Hey, Nathan ist doch genau der Typ Programmierer, wie man ihn sich gerne vorstellt: genial, aber etwas menschenscheu :totlach: Aber obwohl man bei Informatikern gerne davon ausgeht, dass sie sich nur mit dem modernsten Equipment eindecken, hat Nathan einen Hang für das "Altmodische", wie Bücher oder die Sojuskapsel. Sehr sympathisch. Vor allem, weil manchmal die alten Sachen diejenigen sind, die eigentlich noch am haltbarsten sind. Oder im Fall der Funkgeräte ist man nicht an das große Netz angeschlossen, bei dem man nicht weiß, wer alles mitliest und -hört.


    Spannend ist aber auch Nathans Vergangenheit, es hat mir gut gefallen, dass wir in einem Rückblick darüber und damit auch etwas über Sals Vergangenheit erfahren. Lachen musste ich auch bei dem amoklaufenden Roboter, der die halbe Wohnungseinrichtung von Sals und Jaks Eltern demoliert hat, nachdem Sal ihn programmieren sollte :totlach:


    Dank Nathans Hilfe wissen wir jetzt, dass es sich bei den Containerinhalten um Darwinsonden handelt. Das hört sich erstmal recht harmlos an, aber wenn die Dinger in der Lage sein sollen, Terraforming zu betreiben, wird da schon ganz Wumm dahinterstecken.

    Mich würde ebenfalls sehr interessieren, was diejenigen, die hinter der falschen Ladung stecken - gehört Millner und sein unbekannter Chef dazu? - damit auf der Erde zu tun beabsichtigen? Wobei, die Ladung wird ja sicherlich auf Deep Space Four aus den Schiffen von den Typen entladen werden, von denen Moletsane Tandee im Prolog erzählt hat. Soll doch die Orbitalstation "aus dem Mondorbit" geblasen werden, wie Jak vermutet?


    Glücklicherweise kapiert Jak ziemlich schnell, was seine Schwester mit ihrer verschlüsselten Botschaft gemeint hat. Aber bei einem bin ich stutzig geworden, womöglich habe ich an einer Stelle etwas nicht mitbekommen oder hatte es schon wieder vergessen: Jak hat doch bei seiner ersten Erkundung der Container zwar festgestellt, dass sie mit Sprengstoff gesichert sind, aber was in den Containern selbst ist, wusste er doch nicht, oder? Daher war ich überrascht, als er Nina gegenüber unter der Dusche erwähnt (und zwar vor seinem zweiten Erkundungsgang), dass es sich bei dem Inhalt um Darwinsonden handelt - woher wusste er das zwischenzeitlich?


    Nina finde ich weiterhin sehr sympathisch, wenn man das von einer KI behaupten kann. Nach wie vor kommt sie mehr sehr oft sehr menschlich vor.


    Eiskalt hat es mich dagegen erwischt, dass Moletsane nicht mehr lebt - ich musste diesen Satz des Androiden zweimal lesen (der mit der Vergangenheitsform), weil ich ihn beim ersten Mal nicht kapiert habe. Das war doch nie und nimmer Selbstmord! Da will doch jemand unnötige Zeugen zur Sicherheit früh genug loswerden.


    Sal muss vorsichtig agieren, nur gut, dass sie direkt auf die altmodischen Kommunikationsmöglichkeiten zurückgreift, denn sie ist bereits auf dem Radar von Millner & Co. aufgetaucht. Ich bin gespannt, wer sein Boss ist und welche Rolle sie genau in diesem Spiel einnehmen.


    Sehr gut gefällt mir die internationale Mischung der einzelnen Containerschiffe, die ja doch einen gewissen Verbund darstellen. O.k. Horton scheint ein ziemliches Arschloch zu sein, aber die Anderen scheinen die Warnungen von Jak durchaus ernst zu nehmen, zumal Aliza bestätigt hat, dass es auffällige Regelmäßigkeiten gibt. Ich hoffe nur, dass der Texaner wirklich den Mund hält.

  • Interessant, das immer wieder Brücken in die Vergangenheit geschlagen werden in diesen Kapiteln. Ob es um Notizbücher aus Papier :lesen: geht, bekannte Kunstwerke oder afrikanische Kultur.

    Das fand ich auch spannend und hat mir sehr gut gefallen.


    In der Tat ist wohl nicht von der Hand zu weisen, dass auch heute uralte Bücher :buecher: noch gelesen werden können, während man z.B nicht mal mehr eine VHS Kassette auslesen kann (weil niemand mehr einen Recorder hat) Diesen Denkansatz finde ich gut, führt auch vor Augen, dass neue Technologien nicht unbedingt immer das Nonplusultra sein müssen.

    Ja und es zeigt auch, wie schnelllebig die technische Entwicklung inzwischen geworden ist bzw. werden wird.


    Am Ende schleicht sich der Gedanke ein, dass unsere liebe "Nina" auch nicht so ganz sauber ist. Wer weiß? Immerhin könnte sie ja auch komplett manipuliert sein, oder? :o

    Das hoffe ich nicht, ich mag sie.


    Dazu kommt, dass der heutige Stand der Forschung schwere Entwicklungsstörung im Heranwachsenden Menschenfötus veruassagt, der z.B: scho neine normale Geburt völlig unmöglich macht, weil der Schädel der Kinder größer wird als unter Erdgravitation (und das der menschliche Schädel schon beim möglichen Maximum für natürliche Geburten ist, war's das auch schon. Weitere Schädigungen in der Wachstumsentwicklung unter verringerter Gravitation sind quasi zwingend (anderes Knochenwachstum, anderes Muskelnwachstum, anderes Organwachstum, alles in Reaktion auf ein verändertes Magnetfeld und eine veränderte Schwerkraft (und das schließt die knöchernen Gleichgewichtsorgane im Ohr ein. Ein Mond- oder Marskind (oder gar ein Kind der Schwerelosigkeit im All) wäre auf der Erde nicht lebensfähig.
    Auch nicht als Erwachsener.

    Das ist ja auch absolut spannend und faszinierend. Vielen Dank auch für die Links.


    Richtig genial fand ich übrigens die Stelle, an der über die Bedeutung der beiden Pferdeärsche für die Fortbewegung im all philosophiert wird :totlach:


    StephanOrgel und tomorgel :

    Wie habt ihr euch die Arbeit an "Terra" aufgeteilt?

  • Sehr gut gefällt mir die internationale Mischung der einzelnen Containerschiffe, die ja doch einen gewissen Verbund darstellen.

    Das ist tatsächlich auch den Gegenbenheiten im All geschuldet. Es gibt eben nur alle 2 Jahre ein sehr kleines Flugfenster (2 Monate), in dem sich der Aufwand eines Beschleunigungsfluges lohnt (ansonsten ist die mehrere Monate lange Tour billiger) - allein scho nverschuldet dne Bewegungen von Erde und Mars zueinander (ein Jahr später, wenn Mars und Erde von der sonne aus gesehen einander gegenüber stehen) würde der Flug bei gleicher Beschleuningung übrigens 28 Jahre dauern. Technisch absolut unmöglich, wenn man bedenkt, dass schon auf der von uns beschriebenen kurzen Strecke ca. 6000 Tonnen Treibmittel (vor allem Wasserstoff) verbraucht werden. Und natürlich blödsinnig, wenn der Mars ein Jahr später wieder in 8 Tagen zu erreichen ist.
    Aus diesem Umstand müssen alle Schiffe, so unabhängig sie auch sein mögen, zur selben Zeit die selbse Strecke fliegen.
    Das heißt, der "Verbund" (oder eben Konvoi) ist quasi unvermeidlich - und technisch sinnvoll. Deshalb ist das schon rein aus technischen und ökonomischen Gründen eine internationale (eigentlich mehr noch eine Multi-Konzern-) Veranstaltung.

    Das ist ja auch absolut spannend und faszinierend. Vielen Dank auch für die Links.


    Richtig genial fand ich übrigens die Stelle, an der über die Bedeutung der beiden Pferdeärsche für die Fortbewegung im all philosophiert wird :totlach:


    StephanOrgel und tomorgel :

    Wie habt ihr euch die Arbeit an "Terra" aufgeteilt?

    Die "Pferdeärsche" sind keine originäre Erkenntnis von uns. Das ist bei mir noch aus dem Lateinunterricht hängen geblieben - tatsächlich mit der Kette von Rom bis zum Space-Shuttle. Ja, ich hatte einen coolen Lateinunterricht. Wir haben auch über Tolkien und Polit-Rhetorik der UDSSR gesprochen (jeweils im Vergleich mit römischen Rednern/Philosophen) ...

    Was das Aufteilen der Arbeit angeht: Es gibt - wie in jedem unserer Bücher - zwei Haupterzählstränge. Von denen hat eben jeder einen übernommen (hier eben Sal und Jak). Und an Schlüsselstellen wird gemischt - oder mal eine Nebenfigur von einem zum anderen gereicht. Im Grunde haben wir wieder zwei Bücher zum selben Ereignis, die dann ineinander gemischt wurden. ;) Was von wem ist, dürft ihr jetzt gern raten.
    Die Geschichte selbst wird allerdings natürlich zusammen geplottet. und immer wieder abgestimmt.

  • Das heißt, der "Verbund" (oder eben Konvoi) ist quasi unvermeidlich - und technisch sinnvoll. Deshalb ist das schon rein aus technischen und ökonomischen Gründen eine internationale (eigentlich mehr noch eine Multi-Konzern-) Veranstaltung.

    Stimmt - soweit hatte ich das gar nicht durchdacht.


    Ja, ich hatte einen coolen Lateinunterricht. Wir haben auch über Tolkien und Polit-Rhetorik der UDSSR gesprochen (jeweils im Vergleich mit römischen Rednern/Philosophen) ...

    Scheint so, dass dein Lateinunterricht ziemlich cool war :totlach:


    Was von wem ist, dürft ihr jetzt gern raten.

    O.k., dann gebe ich mal einen Tipp ab:


    Derjenige von euch, der damals den Part der Orks in "Orks vs. Zwerge" gespielt hat, hat den Erzählstrang um Jak geschrieben. Ich glaube, das warst du Tom, oder?


    Und derjenige, der damals die Zwerge übernommen hat, schreibt Sal.


    Wahrscheinlich hat Stephan damals die Orks übernommen und bei meinem Tipp ist ebenfalls genau andersrum :totlach:

  • Interessante Überlegung. Aber hast du für Deine These auch Belege? Also was bringt Dich zu Deiner Annahme (ohne Beweisführung geht hier nix ;-) )

  • Interessante Überlegung. Aber hast du für Deine These auch Belege? Also was bringt Dich zu Deiner Annahme (ohne Beweisführung geht hier nix ;-) )

    Boah, du willst es aber ganz genau wissen :totlach::totlach:


    Okay, meine Vermutung beruht darauf, dass mir der Humor in Jaks Handlungsstrang ähnlich vorkommt, wie der unter den Orks.


    Allerdings hat Jak mehr "flapsigen" Umgang durch Aliza und ihre Crew sowie den anderen Frachterpiloten, während Sal sich eher in einer gesetzteren Umgebung befindet.

  • Jetzt nimmt die Sache so langsam Fahrt auf. Und Jak und vermutlich auch die anderen haben ein massives Problem. Ich ahne Böses.


    Interessant, das immer wieder Brücken in die Vergangenheit geschlagen werden in diesen Kapiteln. Ob es um Notizbücher aus Papier :lesen: geht, bekannte Kunstwerke oder afrikanische Kultur. In der Tat ist wohl nicht von der Hand zu weisen, dass auch heute uralte Bücher :buecher: noch gelesen werden können, während man z.B nicht mal mehr eine VHS Kassette auslesen kann (weil niemand mehr einen Recorder hat)

    Das finde ich auch super. Und letztendlich überleben die alten mechanischen Sachen doch oft länger als die ganze "neue" Technologie, die mit fortschreitender Entwicklung irgendwie immer sensibler wird. Und Kultur braucht der Mensch sicherlich immer, egal in welcher Umgebung er lebt. Da ist irgendein Urinstinkt im Menschen.

    Immerhin gibt es heute zumindest mit Tieren schon Erfolge zu verbuchen, so dass ich mir für die Zukunft vorstelle, dass das möglich sein wird. Zumindest wäre das für uns Frauen doch eine Entlastung und auch für potenziell Frühgeborene eine Hilfe.

    Ich finde die Vorstellung allerdings gruselig und bin der Meinung, ein Fötus sollte bei der Mutter bleiben. Sicherlich ist das bei Frühgeburten hilfreich, aber so generell? Es erinnert mich an irgendeinen SciFi-Film, wo man das gesehen hat, ich komme aber gerade nicht darauf.

    Ich würde gern noch weiter ausholen, aber dann verrate ich Dir zu viel über die Geschichte. Wenn Du fertig bist, können wir ja spaßeshalber mal nachschauen, wer alles in seiner Schublade bleibt, und wer mit einem großen Satz herausgesprungen ist ;-)

    Schubladen finde ich interessant und noch interessanter, wer da raushüpft. Es ist irgendwie menschlich, seine Welt und die Menschen in Schubladen zu stecken, die sicherlich auch bei jedem individuell sind. Das gibt eine gewisse Sicherheit. Bei näherer Betrachtung passt es aber dann oft nicht und das finde ich am spannendsten.

    Ich kann im Moment schwer etwas dazu sagen (zu früh im Buch), außer: achte ein wenig darauf, woher die übrigen figuren kommen, denen du begegnen wirst. Alle. – Ja, wir haben uns was dabei gedacht.

    Da sind ja wohl alle Nationen dabei, so wie ich das in Erinnerung habe, inklusive der typsiche Nerd, das Dauerarschloch und der klassische Loser. Ich bin sehr gespannt, wer am Ende wo steht.

    Nina finde ich weiterhin sehr sympathisch, wenn man das von einer KI behaupten kann. Nach wie vor kommt sie mehr sehr oft sehr menschlich vor.

    Ich bin ihr gegenüber extrem misstrauisch, auch wenn sie als KI sehr cool rüber kommt. Ich glaube schon, dass sie ebenfalls manipuliert wurde. Vielleicht weiß sie es sogar und darf es nur nicht sagen.

    Eiskalt hat es mich dagegen erwischt, dass Moletsane nicht mehr lebt - ich musste diesen Satz des Androiden zweimal lesen (der mit der Vergangenheitsform), weil ich ihn beim ersten Mal nicht kapiert habe. Das war doch nie und nimmer Selbstmord! Da will doch jemand unnötige Zeugen zur Sicherheit früh genug loswerden.

    Mich auch, damit hatte ich nämlich nicht gerechnet. Ich glaube auch nicht an Selbstmord. Und irgendwie glaube ich auch nicht, dass er zu den "Bösen" gehört. Die Theorie, dass er eventuell zu etwas gezwungen wurde, um seine Familie zu schützen, gefällt mir. Ich bin gespannt, wie sich das auflöst.

    O.k. Horton scheint ein ziemliches Arschloch zu sein

    Irgendwie mag ich diese Menschen, die sich erstmal über alles hinwegsetzen. Dahinter stecken oft extrem sarkastische Menschen, die schon viel erlebt haben. Ich hatte mal so einen Chef. Heute weiß ich, dass er mit seinem Sarkasmus und Antiverhalten in vielem Recht hatte, auch wenn man das sicherlich noch anders regeln könnte. Ich bin mir sicher, dass Horton noch für eine Überraschung gut ist.


    Ich kann übrigens nicht sagen, wer was geschrieben hat, da es das erste Buch von T.S. Orgel ist. Ich bemerke aber auch keinen großen Unterschied.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Ich würde gern noch weiter ausholen, aber dann verrate ich Dir zu viel über die Geschichte. Wenn Du fertig bist, können wir ja spaßeshalber mal nachschauen, wer alles in seiner Schublade bleibt, und wer mit einem großen Satz herausgesprungen ist ;-)

    Schubladen finde ich interessant und noch interessanter, wer da raushüpft. Es ist irgendwie menschlich, seine Welt und die Menschen in Schubladen zu stecken, die sicherlich auch bei jedem individuell sind. Das gibt eine gewisse Sicherheit. Bei näherer Betrachtung passt es aber dann oft nicht und das finde ich am spannendsten.

    Das ist der Grund, warum Reisen beinahe schon verpflichtend sein müsste:

    Man kommt in ein Land mit der klaren Vorstellung "so sind Südamerikaner", "so sind Afrikaner", "so sind Japaner" und stellt fest: Ja, manche Südamerikaner sind so, aber da gibt es noch einen Unterschied zwischen Mexikanern, Argentiniern und Chilenen - und außerdem noch einen Unterschied zwischen Nordchilenen und Südchilenen (immerhin ist das Land 6.000 Kilometer lang) und dann noch zwischen den Nachfahren europäischer Einwanderer und amerikanischer Ureinwohner - und dann noch zwischen den Nachfahren spanischer und deutscher Einwanderer und dann noch zwischen den Einwohnern Santiago de Chiles und Punta Arenas und überhaupt von Stadtbewohnern und Landbewohnern und außerdem von Nachbarort zu … und am Ende stellt man fest, dass die alle ganz unterschiedlich sind und wenn man das erkannt hat, stellt man schließlich irgendwann fest, dass an etlichen Vorurteilen tatsächlich sogar etwas dran ist (z.B. dass für einen Südamerikaner ein zünftiges Essen aus minimum einem halben Kilo Fleisch besteht und dazu einer Tortilla in der Größe eines Wagenrads) und man steht wieder komplett am Anfang und fragt sich, wie man die Menschheit je verstehen soll.

  • Ach, da braucht man gar nicht so weit zu fahren. Das ist ja schon manchmal von Dorf zu Dorf unterschiedlich :totlach::totlach::totlach:


    Aber es stimmt wirklich: Reisen bildet und öffnet den Horizont.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

Anstehende Termine

  1. Freitag, 30. November 2018, 21:43 - Freitag, 14. Dezember 2018, 22:43

    odenwaldcollies

  2. Freitag, 14. Dezember 2018 - Freitag, 28. Dezember 2018

    odenwaldcollies

  3. Freitag, 15. März 2019, 21:43 - Freitag, 29. März 2019, 22:43

    odenwaldcollies

  4. Freitag, 19. Juli 2019, 21:00 - Freitag, 2. August 2019, 22:00

    odenwaldcollies