7) Kapitel 75 bis 88 (Seite 516)

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  • „Viel weißes Rauschen ohne sachlichen Informationsgehalt“, jawohl liebe weiße Damen, eine perfekte Beschreibung vieler Reden, Konversationen und Äußerungen :teufel: ; in der realen Welt.

    Das ist gar nicht bei mir hängen geblieben, aber eine wirklich treffende Beschreibung, das schreibe ich mir mal direkt raus.

    Pius hat den Sender zurück. Dass die Wohnung von Luigi nahezu ungenutzt ist, wundert mich nicht. Der Sekretär wohnt in der realen Welt und sucht nur bei Bedarf Pius auf. Ich bezweifele leider, dass der Papst sich wirklich durchsetzen kann. Er steht unter Vollkontrolle von Futuria, da bin ich sicher. Pius will aber seine große Rede halten, auch wenn er selbst mit seiner Löschung rechnet.

    Ich bin komischerweise davon ausgegangen, dass der echte Luigi da gar nicht mitmacht, sondern dass dieses Avatar von Futuria benutzt wird, um den Papst zu kontrollieren. Sonst würde er ja "Ach" sagen.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Ich bin komischerweise davon ausgegangen, dass der echte Luigi da gar nicht mitmacht, sondern dass dieses Avatar von Futuria benutzt wird, um den Papst zu kontrollieren. Sonst würde er ja "Ach" sagen.

    Du hast Recht!

    Fragt sich, warum auf das "Ach" beim falschen Avatar verzichtet wurde.

  • Ein Projekt M = Migration würde das Problem der Übervölkerung lösen. Sophia vergleicht es sogar mit dem Paradies, der Unsterblichkeitsvariante der christlichen Kirchen. Gewagt, denn für die Futuria-Variante müssten sich die Menschen freiwillig töten lassen; für ein Eden, dass man nicht wirklich kennt. Wir lernen aber später die Wahrheit kennen.

    Jap, es zeigt sich in diesem Abschnitt ganz wunderbar, dass Vanheuver gar nicht die Unsterblichkeit der Welt im Sinn hat. Zumindest nicht auf diesem Planeten sondern nur in Eden.


    Fragt sich, warum auf das "Ach" beim falschen Avatar verzichtet wurde.

    Ich denke mal, dass sie Giordano nicht so lange beobachten konnten, dass ihnen solche sprachlichen Feinheiten aufgefallen sind.

  • Fragt sich, warum auf das "Ach" beim falschen Avatar verzichtet wurde.

    Ich denke mal, dass sie Giordano nicht so lange beobachten konnten, dass ihnen solche sprachlichen Feinheiten aufgefallen sind.

    Das denke ich auch, schließlich gab es beim Avatar am Anfang noch einige kleinere Fehler, die erst mit der Zeit berichtigt wurden

  • Jossul und Tokio lassen sich ja einfach nicht abschütteln! Die Beschreibungen durch die verschiedenen Welten fand ich faszinierend, weil so surreal. Wobei ich auch nicht verstehen kann, warum einer solch eine Zombie-Welt braucht :o Das hat mich etwas an den Film Alien erinnert.


    Ich gestehe, als Sophia die Möglichkeit bekommt, Tokio wenigstens virtuell zu erschießen, hat das auch mir eine gewisse innere Genugtuung verschafft. Tickt diese blöde Plunze eigentlich noch richtig? Sie läuft in der Gegend rum, erschießt ganz real Menschen und regt sich dann über Sophias Treffer auf, obwohl ihr dabei physisch überhaupt nichts passiert ist? Na, die Dame wird garantiert ziemlich nachtragend sein, das dürfte noch spannend mit ihr und Sophia werden.


    Ich war jedenfalls froh, als Sophia und Casper die beiden losgeworden sind - bis wir dann erfahren, dass die weiße Frau in dem Zug ein Teil von Mutter ist! Und sie taucht ausgerechnet dann auf, als Pascal endlich erzählen will, was es mit dem Projekt M auf sich hat. Das ging ganz schön schnell mit der Löschung *schluck*

    Das erste Ziel hat Vanheuver, Futuria und Mutter erreicht: den endgültigen Tod von Firmengründer Pascal Salomon Leclerq :(


    Dass das M für Millenium bzw. einen Tausendjahresplan von Vanheuver und Melissa steht, darauf wäre ich nie gekommen. Aber was umfasst dieser Tausendjahresplan genau? Und wie passt hier die Menagerie rein? Tausendjahresplan - das hört sich nach einem absolut größenwahnsinnigen Projekt an. Das, was Vanheuver und seine Frau hoch über der Erde abgeworfen haben, lässt mich nichts Gutes ahnen; werden hier irgendwelche Viren über der Erde verteilt? Das erinnerte mich sehr an die Szenerie in der Zombiewelt, bei der irgendetwas Tödliches im Raumschiff lauerte. Und um die Effektivität noch zu steigern, werden zusätzlich in 28 Städten weitere Kapseln "ausgebracht". Ich befürchte, hier haben wir die Antwort auf Sophias Frage, wie Futuria es schaffen will, dass so viele Menschen quasi "freiwillig" sterben: man hilft einfach etwas nach mit dem (Massen)Sterben. Und kommt dabei auch elegant um das Versprechen, allen Menschen ein unsterbliches Leben in Eden zu ermöglichen. Wenn es tödlich ist, trifft es dann auch die Unsterblichen oder bleiben diese davon verschont?

    Die Menschen, die nicht davon hingerafft werden, sind dann sicherlich schnell bereit, sich nach Eden transferieren zu lassen - falls dieses Versprechen, dann überhaupt noch eingehalten wird.

    Vorausgesetzt natürlich, dass die Wolke etwas Tödliches beinhaltet, aber Glückshormone sind das garantiert nicht. Vanheuver und Melissa traue ich inzwischen jede Sauerei zu.


    So, nachdem nun Pascal nicht mehr existiert, ist der Papst der Einzige, der über die vollen Informationen zu dem Projekt M verfügt. Allerdings habe ich ein ganz blödes Gefühl, was seine große Rede an die Menschen angeht. Wie schon vermutet, steckt Giordano hinter dem Verschwinden der Kapsel, sie wissen also, dass irgendwas im Busch ist. Pius tritt zwar sehr souverän gegenüber seinem Sekretär auf, aber ich habe dennoch die Befürchtung, dass sich Futuria und Mutter dadurch nicht einschüchtern lassen. Im Gegenteil: ich habe ständig das Gefühl, dass die Gegner ihm mindestens einen Schritt voraus sind. Aber bisher haben sie ihn noch nicht löschen lassen, also entweder brauchen sie ihn noch für etwas bestimmtes oder aber sie sehen doch noch nicht ganz klar, was Pius vorhat. Aber nachdem wir mitbekommen haben, wie schnell Pascal gelöscht wurde, habe ich, wie schon geschrieben, ein ganz mieses Gefühl und glaube nicht, dass sein Plan aufgeht.

    Ich hoffe aber sehr, dass er irgendwie überleben wird, denn es ist jetzt absolut wichtig, dass er mit Casper und Sophia zusammentrifft und die beiden über den Milleniumplan informiert.

    Was der Plan enthalten könnte, kann ich mir absolut nicht vorstellen, wenn sich das alles so ungeheuerlich anhören soll.


    Als Jossul und seine Terroristen von Bianchi verhaftet wurden, dachte ich zuerst: na endlich! Aber das hielt ja leider nicht lange an. Sagt mal, wie macht Jossul das mit dieser hypnotischen Stimme? Ey, er ist garantiert ein Werkzeug Futurias, das ist doch nicht normal. Nur bei Lombardi, einem Unsterblichen, verfehlt die angebliche Stimme Gottes ihre Wirkung. Das Leben rettet es ihm allerdings auch nicht.


    Dass Jossul nicht "echt" ist, dafür spricht auch die verlogene Aktion mit Finnegan, dem er ein unsterbliches Leben in Eden verschaffen will. Er ist ja ganz besessen davon, diesem Mörder die Unsterblichkeit zu ermöglichen - genau das, gegen das er doch angeblich in den Kampf zieht! Er wirkte in dem Moment beinahe wie fremdgesteuert.

    Wenigstens gelingt es nicht, dass Finnegan in Eden weiterexistiert kann.

  • Man ich hatte mich schon total gefreut, dass Jossul endlich verhaftet wird und dann hypnotisiert er die Leute mit seiner Stimme. Sogar die Polizisten und den Kommissar :o .

    Da ging es dir genauso wie mir!


    Hm wobei er wollte noch ein paar Jahre Ruhe haben zum erhöhen der Kapazitäten (von Eden vielleicht?).

    Ich hoffe, dadurch, dass die beiden gezwungen wurden, ihr Projekt nun vorzuziehen, dass ihnen dann Fehler unterlaufen werden bzw. bestimmte Dinge noch nicht so ausgereift sind, wie erwartet, was dann hoffentlich für Casper und Sophia eine Chance bedeuten könnte.


    Nanobots, die sich in die Nervenbahnen hacken und dann das Bewusstsein nach Eden laden und den Körper danach töten?

    Das wäre auch eine Möglichkeit - im Moment glaube ich aber noch eher, dass die Menschheit einfach dezimiert werden soll, damit man nicht so viele Bewusstseine nach Eden laden muss.


    Millennium. Ähnlich wie in einem gewissen ... tausendjährigen Reich? Eine kleine Anspielung, wie auch die Triskele.

    Ja, bei der Erwähnung von beidem musste ich auch direkt an die braune Brut von damals denken.


    Du hast Recht!

    Fragt sich, warum auf das "Ach" beim falschen Avatar verzichtet wurde.

    Ich denke mal, dass sie Giordano nicht so lange beobachten konnten, dass ihnen solche sprachlichen Feinheiten aufgefallen sind.

    Ich denke auch, dass Futuria nicht genügend Zeit hatte, um den Avatar von Giordano exakt zu kopieren; vom Aussehen her gab es ja auch Unterschiede, die aber zwischenzeitlich immer weniger werden. Vorausgesetzt, der Eden-Giordano ist ein Avatar und nicht ein Besucher der realen Welt, der auf Pius angesetzt ist.

  • Wobei ich auch nicht verstehen kann, warum einer solch eine Zombie-Welt braucht :o

    Na ja, die Welt hat viele Seiten. Es gibt sicherlich auch die schönen, entspannenden Seiten oder die Seiten, wo man nach Lust und Laune Abenteuer oder sonst was erleben kann. Wir lernen Eden wohl relativ einseitig kennen.


    Sagt mal, wie macht Jossul das mit dieser hypnotischen Stimme? Ey, er ist garantiert ein Werkzeug Futurias, das ist doch nicht normal.

    Diese Theorie verdichtet sich zumindest. Dass er Gottes Werkzeug ist, fand ich von Anfang an skurril in einem solchen Buch. ;)

  • Dass er Gottes Werkzeug ist, fand ich von Anfang an skurril in einem solchen Buch. ;)

    Daran habe ich auch von Anfang an nicht geglaubt. Bzw. könnte es schon sein, dass er Gottes Werkzeug ist, wer weiß, ob sich Vanheuver nicht womöglich auch als eine Art "Gott" sieht mit seinem Tausendjahresplan X(


    Na ja, die Welt hat viele Seiten. Es gibt sicherlich auch die schönen, entspannenden Seiten oder die Seiten, wo man nach Lust und Laune Abenteuer oder sonst was erleben kann. Wir lernen Eden wohl relativ einseitig kennen.

    Die schönen Seiten gibt es sicherlich auch. Ich habe mir heute allerdings überlegt, wenn die Menschen in Eden leben, dann haben sie ja unendliche Zeit zur Verfügung, weil virtuell unsterblich. Dazu müssen sie wahrscheinlich nicht arbeiten und haben somit viiiiieeeel Freizeit zur Verfügung. Nur: wenn Menschen von etwas zu viel haben, wie Zeit oder Geld - und das auf Dauer - kommen sie manchmal auf sehr "komische" und ungesunde Ideen, weil sie immer noch irgendwas suchen, das sie befriedigt, z.B. Drogen oder Aktionen am Limit usw.

    Ich kann mir daher nicht vorstellen, dass die Menschen dauerhaft glücklich und zufrieden wären in Eden, sondern dass sie immer irgendwas suchen würden. Außer, man greift hier programmiertechnisch ein, aber dann ist man ja nicht mehr sich selbst.

  • Daran habe ich auch von Anfang an nicht geglaubt. Bzw. könnte es schon sein, dass er Gottes Werkzeug ist, wer weiß, ob sich Vanheuver nicht womöglich auch als eine Art "Gott" sieht mit seinem Tausendjahresplan X(

    Das tut er ganz sicherlicher...


    Dazu müssen sie wahrscheinlich nicht arbeiten und haben somit viiiiieeeel Freizeit zur Verfügung. Nur: wenn Menschen von etwas zu viel haben, wie Zeit oder Geld - und das auf Dauer - kommen sie manchmal auf sehr "komische" und ungesunde Ideen, weil sie immer noch irgendwas suchen, das sie befriedigt, z.B. Drogen oder Aktionen am Limit usw.

    Hm jein. Ich denke, dass ein Job viel mehr als nur Geld für die Leute darstellt. Man identifiziert sich häufig auch mit seiner Arbeit und deswegen könnte ich mir auch vorstellen, dass man auch weiterhin in Eden arbeitet. In einem anderen Abschnitt haben wir über Chinas Social Scoring gesprochen. So etwas könnte ich mir in Eden zB auch vorstellen und das man ein besseres Scoring erhält, wenn man bspw. arbeiten geht. Sowas könnte dann auch ein Anreiz sein.


    Außer, man greift hier programmiertechnisch ein, aber dann ist man ja nicht mehr sich selbst.

    Scorings wäre dann natürlich ein solcher Eingriff, aber wahrscheinlich meinst du noch was anderes? Ich zweifle ja eh ein wenig an der "Freiheit" in Eden. Man muss sich nur anschauen, wie schnell und willkürlich man gelöscht werden kann.

  • Dazu müssen sie wahrscheinlich nicht arbeiten und haben somit viiiiieeeel Freizeit zur Verfügung. Nur: wenn Menschen von etwas zu viel haben, wie Zeit oder Geld - und das auf Dauer - kommen sie manchmal auf sehr "komische" und ungesunde Ideen, weil sie immer noch irgendwas suchen, das sie befriedigt, z.B. Drogen oder Aktionen am Limit usw.

    Hm jein. Ich denke, dass ein Job viel mehr als nur Geld für die Leute darstellt. Man identifiziert sich häufig auch mit seiner Arbeit und deswegen könnte ich mir auch vorstellen, dass man auch weiterhin in Eden arbeitet. In einem anderen Abschnitt haben wir über Chinas Social Scoring gesprochen. So etwas könnte ich mir in Eden zB auch vorstellen und das man ein besseres Scoring erhält, wenn man bspw. arbeiten geht. Sowas könnte dann auch ein Anreiz sein.


    Ich glaube, ihr habt beide recht. Zu viel freie *inhaltslose* Zeit macht den Menschen unzufrieden und depressiv oder aggressiv - dann kommt er leicht auf "dumme Gedanken". Aber Arbeit kann auch ein Bedürfnis sein, ein Mittel zur Selbstidentifikation. Ich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen, nicht zu schreiben - ich *bin* Schriftsteller. Und ich kenne viele andere Leute, denen ohne ihre Arbeit etwas fehlen würde.


    Viele Grüße

    Andreas

  • Scorings wäre dann natürlich ein solcher Eingriff, aber wahrscheinlich meinst du noch was anderes? Ich zweifle ja eh ein wenig an der "Freiheit" in Eden.

    Man muss sich nur anschauen, wie schnell und willkürlich man gelöscht werden kann.

    Das ist echt erschreckend, man ist halt doch nichts anderes mehr als ein Datenpaket.


    Ich meinte bei Menschen, die "auf dumme Gedanken" kommen könnten, weil ihr Leben zu inhaltslos ist, könnte man sicherlich in ihr Dasein als Datenpaket per Programmcode eingreifen, so dass sie eben nicht auf dumme Gedanken kommen - aber dann ist man auch nicht mehr ganz derjenige, der man eigentlich mal war. Andererseits, wenn es demjenigen danach besser gehen würde?


    Ich denke, dass ein Job viel mehr als nur Geld für die Leute darstellt. Man identifiziert sich häufig auch mit seiner Arbeit und deswegen könnte ich mir auch vorstellen, dass man auch weiterhin in Eden arbeitet.

    Wenn es die Möglichkeit in Eden gibt, dann wäre das eine feine Sache.


    Ich glaube, ihr habt beide recht. Zu viel freie *inhaltslose* Zeit macht den Menschen unzufrieden und depressiv oder aggressiv - dann kommt er leicht auf "dumme Gedanken". Aber Arbeit kann auch ein Bedürfnis sein, ein Mittel zur Selbstidentifikation. Ich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen, nicht zu schreiben - ich *bin* Schriftsteller. Und ich kenne viele andere Leute, denen ohne ihre Arbeit etwas fehlen würde.

    Das ist wahr, es gibt solche und solche Menschen, aber die muss man bzw. KI erstmal alle unter einen Hut bringen ^^

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  1. Freitag, 19. Juli 2019, 21:00 - Freitag, 2. August 2019, 22:00

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