4) Kapitel 38 bis 48 (Seite 297)

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  • Mit Hörbüchern konnte ich bis vor kurzer Zeit nichts anfangen, doch dann habe ich mir einfach mal eins genommen und hineingehört. Ergebnis: Ich war fasziniert. Ich glaube, viel hängt vom Sprecher ab, und Richard Barenberg halte ich für einen der besten.

    Und weil ich neugierig bin, frage ich gleich mal nach, welches Hörbuch das denn gewesen ist?!

  • ich konzentriere mich bei einem Buch deutlich mehr als bei einem Hörbuch.

    Geht mir ähnlich, weswegen ich eher "seichte" Sachen als Hörbuch höre. Also ein Roman wie dieser hier wäre mir wahrscheinlich zu komplex. Man muss auch schon mal zwei, drei Minuten nicht zu hören und danach wieder einsteigen können, damit das funktioniert. In einem Buch wie hier, wo die Informationen so geballt kommen, stelle ich mir das schwierig vor. :)

    wahrscheinlich ist das der Grund, warum ich keine mag. Ich habe 2x Bestseller mit Simon Jäger als Sprecher gehört, die ich in der Hörversion als ok empfand. Ich lese gerne Wissenschaftsthriller, die reichlich mit Informationen gespickt sind. Da darf man zwischendurch nicht abschweifen.

  • Mit Hörbüchern konnte ich bis vor kurzer Zeit nichts anfangen, doch dann habe ich mir einfach mal eins genommen und hineingehört. Ergebnis: Ich war fasziniert. Ich glaube, viel hängt vom Sprecher ab, und Richard Barenberg halte ich für einen der besten.

    Und weil ich neugierig bin, frage ich gleich mal nach, welches Hörbuch das denn gewesen ist?!

    "Das Labyrinth der Wörter" von Marie-Sabine Roger, deren Romane ich sehr schätze.:daumen:


    Viele Grüße

    Andreas

  • Respekt, der Anschlag war perfekt geplant. Mit der notwenigen Portion Glück hat Jossul sein Ziel erreicht, den Papst zu töten und ist wohlbehalten wieder bei seinen Anhängern gelandet.

    Und nun kommt gleich der nächste Paukenschlag. Die Unsterblichkeit des Berliner Politikers wird öffentlich gemacht und somit Futuria der Lügen bezichtigt. Als Beweis wird Kreuzbach nicht getötet, sondern freigelassen. Auch das ist klug geplant, überleben wird Kreuzbach das aber eher nicht.


    Aber wird der erhoffte Erfolg kommen oder werden die Menschen eher Futuria die Bude einrennen, um in den Genuss der Behandlung kommen. Sie könnten sich ja rausreden und das ganze als Test bezeichnen. Also erst einmal ein paar Jahre (z.B. 10) die Versuchspersonen beobachten, bevor man Hoffnungen erweckt, die dann nicht erfüllt werden.


    Die Unsterblichkeit ist ein Avatar in der VR Eden? Wir brauchen also unseren Körper nicht, um in Eden zu leben, dass erklärt die Löschung von Lars. Damit wäre auch das Problem der Bevölkerung gelöst, in der VR kann es ja nie zu voll werden, oder? Zur Not programmiert man halt eine neue VR. Einen neuen Papst in der realen Welt wird es sicherlich geben, schließlich ist Eden nicht bekannt und gestorben ist er ja wirklich.


    Dass Sophia und Borris der Meinung waren, in der Menagerie unentdeckt geblieben zu sein, ist blauäugig. Selbst wenn die Polizeiaktion nichts damit zu tun hat, so müssen sie doch mit unsichtbaren Überwachungskameras gerechnet haben. Selbst in der heutigen Zeit wäre es möglich. Der Auftrag ist futsch, damit war zu rechnen, mal sehen, ob der liebe Stefan mehr Erfolg hat. Kann Caspar wirklich helfen und muss Sophia nun bald sterben?


    Der Schlusssatz des Kapitels 44 lässt die Spannung wieder hochschnellen: Leclerq braucht die Hilfe des Papstes. In Eden oder in der realen Welt??

  • Jossul tötet tatsächlich den Papst. Er gehört wirklich zu den abartigen Fanatikern, die total verbohrt und nur in eine Richtung denken.


    Pius wird von Futuria "gerettet" und in Eden eingesetzt. Natürlich werden sie ein konkretes Ziel verfolgen und Pius für ihre Interessen einsetzen. Ich frage mich nur, wo sein Körper ist oder braucht man den Körper dann noch? So genau kann ich mir noch nicht vorstellen, wie das funktioniert. Der Körper ist doch tot, entnimmt man dann das Gehirn der Person und schließt es am Rechner an? Und eigentlich ist Pius doch dann dem System total ausgeliefert. Wenn Futuria der Meinung ist, ihn nicht mehr zu brauchen, löschen sie einfach seine Daten. Das heißt aber auch, dass das Leben in Eden alles andere als frei ist, eher im Gegenteil. Man kann dort nur solange überleben, solange man sich korrekt verhält.


    Leclerq braucht die Hilfe von Pius. Ich gehe jetzt davon aus, dass er wie Pius tot ist und sich nach Eden gerettet hat. Und vermutlich gilt es, beide Leben zu retten. Ohne körperliche Hilfe wird Leclerq sicherlich nicht weit kommen. Deshalb glaube ich schon, dass er mit Casper zusammen arbeitet, der sich gerade Sophia und Borris schnappt.


    Die arme Sophia steht ja gerade vor einem Scherbenhaufen. Jetzt verlieren sie auch noch den Auftrag.


    Es ist wirklich sehr spannend.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Jossul finde ich immer schrecklicher. Er riecht die Sünde und Verderbnis anderer? Mann, der müsste in seinem eigenen Gestank umkommen.

    Sehe ich genauso. Da fehlt mir auch jegliche Toleranz.

    Und dann kam zu Schluss noch die Nachricht von Pascal Leqlerc. Spannend. Lebt er nur noch in der VR? Ich befürchte ja fast, dass er ebenso tot ist wie der Papst und Lars, aber noch in der VR rumspuckt. Was ist passiert?

    Ich denke das gleiche. Vielleicht ist er auch umgebracht worden. Ich habe ja seinen alten Freund Vanheuver in Verdacht. Es ist gar nicht so unüblich, dass sich zwei Kompagnon plötzlich nicht mehr einig sind und sich die Ziele nicht mehr decken. Das könnte auch hier passiert sein.

    Und wie ist das mit den Wünschen? Wenn ich in Eden alles sein kann, was ich will, kann ich dann auch alles haben was ich will? Oder zumindest Simulationen davon?

    Ich denke schon, solange Du nichts willst, was die "Mutter" nicht will. Dann ist sicherlich schnell Schluss mit lustig. Und in Eden braucht man nur den Stecker ziehen. Ziemlich einfache Sache.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Ich fand das schon etwas unheimlich, wie Pius sich sicher war, dass er an diesem Tag sterben würde und er auch als Einziger den Attentäter als Attentäter erkannt hat. War das rein nur Intuition oder steckt da mehr dahinter?

    Dass er sich sicher war, wiederaufzuerstehen, hat mich weniger verwundert, aber er hat sicherlich eher damit gerechnet, entsprechend der Bibel aufzuerstehen. Andererseits war er nicht besonders verwundert, dass er im Vatikan aufgewacht ist. Am meisten verwirrt ihn ja, dass seine Augen keine Wunden tragen. In jedem Fall hat er nicht mit einer Wiederauferstehung in Eden gerechnet. Er wurde auch nicht gefragt, ob er das überhaupt möchte oder nicht, das hat Futuria einfach so beschlossen. Oder wurde er doch gefragt, da sich Pius daran erinnert, gewusst zu haben, dass er sterben und wiederauferstehen würde? Gab es hier doch schon irgendeine Vereinbarung mit Futuria im Vorfeld?


    Spannend fand ich, wie wir das Attentat sowohl aus Jossuls als auch Pius' Sicht erleben. Dass Futuria dafür sorgt, dass Pius als Papst in Eden "weiterlebt", ist garantiert nicht ohne Hintergedanken geschehen, denn so können sie sich sicher sein, dass sie auch weiterhin das Wohlwollen des Vatikans genießen. Ich fand es auch ziemilch spannend zu sehen, wie auch Pius nicht vor der Verlockung, in Eden ewig zu leben und Papst zu sein, gefeit ist.


    Jossul wird mir in diesem Abschnitt immer unsympathischer, ich finde, es kommt immer mehr der Fanatiker bei ihm raus, der angeblich die Sünde riechen kann und Seine Stimme hört. Und doch bin ich mir nicht sicher, ob er nicht von Anfang ein Werkzeug von Futuria ist, dass er mit seinen Cherubim vielleicht von Beginn an nie selbständig agiert hat und ihm das aber überhaupt nicht bewusst ist. Beispielsweise kurz vor dem Moment, als er Pius tötet, sagt er zu ihm, dass Pius von der Unsterblichkeit gesprochen hat, es für ihn aber kein ewiges Leben geben würde. Aber genau das hat er dann mit Pius' Tod ermöglicht: der Papst ist in Eden unsterblich.

    Was die Überbevölkerung angeht, wenn alle Menschen plötzlich unsterblich wären und die damit verbundenen Probleme, bin ich aber weiterhin bei Jossul. Wenn die Menschheit jedoch nur noch in Eden existieren würde, könnten diese Probleme aber sicherlich gelöst werden.


    Wobei ich mich ebenfalls direkt gefragt habe, was das dann für die reale Welt bedeutet, wenn der Papst in Eden weiterlebt und agiert. Gibt es für das Real Life einen neuen Papst oder hat der Vatikan in Eden schon so viel Gewicht, dass sich das echte Leben danach orientieren muss?

    Überhaupt habe ich allmählich das Gefühl, dass sich die "Realität" immer mehr von der realen in die virtuelle Wirklichkeit verschiebt.


    Der Knaller war für mich aber die Nachricht von Leqlerc, die Pius erhält. Bedeutet das, dass Leqlerc auch nur noch in der VR existiert? Dass er in Wirklichkeit tot ist? Aber andererseits waren die Unfallfotos von damals eindeutig gefaked. Ist die Nachricht tatsächlich von Pascal? Und warum und wie benötigt er die Hilfe von Pius?


    Na klasse, den Auftrag sind Sophia und Borris jetzt los. In meinen Augen hat das aber auch den Vorteil, dass sie nun ungeniert recherchieren können, bei Futuria sind sie eh unten durch. Erschreckend fand ich allerdings, dass Sophia kurz das Gefühl hatte, dass die Warnmarker an ihrer Hand rot aufleuchteten. Ich bin mir ja immer noch nicht sicher, inwiefern Futuria sie bezüglich ihrer Krankheit in der Hand hat. Können Sie die Krankheit so beeinflussen, dass die Journalistin kein Jahr mehr bis zur nächsten Behandlung zur Verfügung steht?


    Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber wenn dieser Stefan Lautner auftaucht, ballen sich inzwischen meine Fäuste in der Tasche :totlach: So ein schmieriger Typ X(


    Kreuzbach hat mir anfangs ziemlich gut gefallen, wie er Jossul so clever Paroli geboten hat, aber ein wenig war ich schon verwundert, dass er so überhaupt gar keine Angst um sein Leben hat. Ich würde doch erwarten, dass jemand, der unsterblich ist, sogar noch mehr an seinem Leben hängt. Oder hat man ihm schon in Aussicht gestellt, dass er, sollte er sterben, eh in Eden weiterleben wird. Am Ende fand ich den Kanzlerkandidat dann doch ziemlich arrogant und sehr selbstsicher.

    Vielleicht leben alle bisherigen Unsterblichen tatsächlich in Eden weiter und können dort viel mehr Macht erringen, als im echten Leben? Gibt Edzel deswegen an Jossul Informationen weiter, weil genau das von Futuria geplant ist? Aufbau einer Ordnung à la Futuria, während die Realität allmählich in Terror und Chaos versinkt?


    Jossul will mit seinen Cherubim den Menschen die Augen öffnen, wie sie von Futuria seit Jahren belogen werden, außerdem ärgert er sich doch darüber, dass sich die Menschen immer mehr von Gott abgewandt haben. Wenn die Menschen nun aber auf die Straße gehen und gegen Futuria ziehen, werden sie das allerdings tun, um die Unsterblichkeit für sich beanspruchen zu wollen und sicherlich nicht, um zu Gott zurückzufinden. Was hat denn Jossul dann eigentlich gewonnen?

    Mir scheint auch so, als ob seine Anhänger nicht alle seine radikale Einstellung mittragen.

  • Was wohl dieses kurze kribbeln und das Auftauchen der Marker war?

    Meine Vermutung ist, dass Sophia Nanobots in ihrem Blut hat, die sie jetzt vielleicht nicht mehr heilen sondern töten können?

    Die Befürchtung habe ich auch, ich glaube nicht daran, dass sich Sophia das nur eingebildet hat.


    Ich bin sehr gespannt ob das mit der Limousine tatsächlich Casper ist, oder eine Falle.

    Stimmt, Casper hatte ich ganz vergessen zu erwähnen: er scheint wirklich sehr gut über Sophias und Borris Schritte informiert zu sein, dass er ausgerechnet genau jetzt auftaucht, als die beiden Journalisten von Huwyler vor die Tür gesetzt werden. Nun bin ich vor allem gespannt, ob und wie er den beiden helfen wird.


    Jossul und der Papst sind ja beide davon überzeug, Dinge spüren zu können. Jossul riecht Sünde, der Papst spürt, dass er bald sterben wird.

    Irgendwie wirkt das alles total insziniert, vielleicht doch von Futuria? Oder vielleicht einem Gegenspieler, den wir bisher noch nicht kennen?

    Genau den Eindruck hatte ich auch, dass das alles irgendwie vorbestimmt - oder programmiert? - wirkt.


    Da stellt sich dann wirklich die drängende Frage: Ist Lars tot und was macht Futuria dann mit seiner Leiche?

    Spontan hätte ich behauptet, der tote Körper ist ja nur eine Hülle, dieses Interface wird mit dem Gehirn verbunden, wenn ich das noch richtig weiß. Und als Avatar benötigt man in Eden doch seinen alten Körper nicht mehr. Das wirkt auch alles ziemlich echt, wenn ich jetzt an den Blutstropfen von Pius denke. Aber auf der anderen Seite lag Lars' Leiche nicht in dem Grab.


    Da ist einerseits die Tatsache, dass er überall gut und scheinbar ohne Hindernisse durchkommt, dass ihm zwar alle ausweichen, ihn aber keiner so wirklich wahrnimmt. So war es doch bei der Ermordung des Papstes!

    Und auch der Wechsel seiner Stimmen ist seltsam. Was hat es auf sich mit der Stimme, die die Leute so fasziniert und in Bann zieht? Auf alle Fälle irritiert mich diese andere Stimme!

    Ja, das finde ich auch alles sehr seltsam und untermauert weiterhin meinen Verdacht, dass Jossul und die Cherubim womöglich von Beginn an ein Werkzeug von Futuria sind, ohne dass sie einen blassen Schimmer davon haben.


    Mit Hörbüchern konnte ich bis vor kurzer Zeit nichts anfangen, doch dann habe ich mir einfach mal eins genommen und hineingehört. Ergebnis: Ich war fasziniert. Ich glaube, viel hängt vom Sprecher ab, und Richard Barenberg halte ich für einen der besten.

    Seit zwei Jahren habe ich einen Arbeitsweg von etwas über einer Stunde, seither habe ich Hörbücher sehr schätzen gelernt. Aber es stimmt, es steht und fällt mit dem Sprecher.


    Ich denke das gleiche. Vielleicht ist er auch umgebracht worden. Ich habe ja seinen alten Freund Vanheuver in Verdacht.

    Stimmt, Vanheuver ist bisher so verdächtig wenig aufgetaucht :totlach:

  • Spannend fand ich, wie wir das Attentat sowohl aus Jossuls als auch Pius' Sicht erleben. Dass Futuria dafür sorgt, dass Pius als Papst in Eden "weiterlebt", ist garantiert nicht ohne Hintergedanken geschehen, denn so können sie sich sicher sein, dass sie auch weiterhin das Wohlwollen des Vatikans genießen. Ich fand es auch ziemilch spannend zu sehen, wie auch Pius nicht vor der Verlockung, in Eden ewig zu leben und Papst zu sein, gefeit ist.

    Davon gehe ich aus, dass es da einen Hintergedanken gibt. Ich finde gerade diese Menschlichkeit von Pius, dass er eben auch nicht unfehlbar ist, gerade so sympathisch.

    Am Ende fand ich den Kanzlerkandidat dann doch ziemlich arrogant und sehr selbstsicher.


    Vielleicht leben alle bisherigen Unsterblichen tatsächlich in Eden weiter und können dort viel mehr Macht erringen, als im echten Leben?

    Das stimmt, er war schon sehr selbstsicher. So unsterblich ist er ja nun auch nicht. Einen gewaltsamen Tod kann er ja nach wie vor haben. Und ich denke schon, dass auch die Unsterblichen sich in Eden irgendwie verewigen.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

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