1) Kapitel 1 bis 12 (Seite 82)

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  • Borris ist für mich momentan weniger durchschaubar, er will die Wahrheit ans Tageslicht bringen, koste es was es wolle.

    Vor allem hat er den Vorteil gegenüber Sophia, dass er nicht einer tödlichen Krankheit gegenübersteht.


    Wer mich aber wirklich neugierig gemacht hat ist Casper, Sophies Besuch im Zugabteil. Er scheint eine Menge zu wissen. Wieso hilft er den beiden, was hat er davon?

    Scheinbar gehört er nicht zu der Gruppe, aus der der Attentäter stammt, also nicht von den Cherubim. Die Frage ist, ob das stimmt. Seine Zielsetzung ist sicherlich, dass er Futurias Machenschaften und Praktiken an die Öffentlichkeit bringen will und dabei auf Sophia und Borris setzt, da sie einen gewissen Ruf haben. Aber er weiß gleichzeitg auch darum, was Futuria für Sophia bedeutet und dennoch geht er das Risiko ein. Könnte es sich bei ihm um Pascal handeln?


    Und wohin ist Pascal verschwunden? Eigentlich wünsche ich mir fast, dass Pascal Lelerq gegen seine eigene Firma arbeitet, an der Seite von Jossul oder dass er selber Jossul ist! ;)

    Das wäre ja was, wenn Pascal an Jossuls Seite agieren würde - glaube ich aber weniger.


    Religioese Eiferer und Fanatiker gehoeren fuer mich zu den Wurzeln aller Uebel auf dieser Welt (genauso wie Geldgier und Machthunger).

    Für mich ebenfalls.


    Was diese neue Getreidemischung anbelangt: ein reduzierter Anteil an Gluten reicht nicht fuer jemand der an Zoeliakie leidet. Selbst ein einziger Kruemel am Essen reicht schon um einen Schub auszuloesen.

    Und die Frage ist, ob genmanipulierte Lebenmittel in der Zukunft des Buches wirklich ausreichend erforscht sind, was mögliche Seiteneffekte angeht.


    Jossul ist ein ebenso spannender Gegner wie Sophia. Ein religiöser Fanatiker - das kann ich kaum ernstnehmen. Aber dennoch teile ich seine Skepsis gegenüber Futuria vor allem was die Unsterblichkeit angeht.

    Das finde ich wieder sehr spannend in diesem Buch, dass man Jossul nicht rundherum verurteilen kann, sondern seine Skepsis gegenüber Futuria durchaus berechtigt ist.


    Halten sie Lars zusammen mit Leclerq irgendwo gefangen? Wird er vielleicht gar als Versuchskaninchen gebraucht?

    An Versuchskaninchen habe ich auch gedacht.

  • Ich denke eher, dass er verschwunden ist, so wie dieser chinesische Wissenschaftler. Möglicherweise sind ihm Bedenken gekommen, und seine Compagnons haben ihn ruhiggestellt?

    Ich glaube ja auch nicht dran, dass Leclerq als Jossul wieder auftaucht. Der Gedanke war ein "Befreiungsschlag" für meine Gehirnzellen, die vor lauter Dilemmata nicht wissen, was sie denken sollen!;) Dann tut utopisches oder ziemlicher Unsinn manchmal gut!

    Dass er eventuell Bedenken bekommen hat, wäre schon eher möglich. Oder aber dass er sich voll und ganz der virtuellen Welt widmet.


    Prinzipiell hört es sich gut an, aber hier geht es um mehr, wenn ich das richtig verstanden habe. Ist nicht auch ein Schulterschluss mit Futuria geplant?

    Ja, ich hab das auch so im Gedächtnis - es geht um die Vereinigung aller Religionsgemeinschaften und auch um den Schulterschluss mit Futuria, denn nur so kann Religion als für eine Gesellschaft wichtiger Faktor, bestehen bleiben. Wenn Futuria die Unsterblichkeit erfinden, wozu dann noch Gott? Der wird dann völlig überflüssig und mit Gott auch sämtliche Würdenträger der religiösen Institutionen. Es wäre also letzte Rettung für sie.

    Dass der Attentäter nicht in dem Grab liegt, hat mich verwundert, ich hatte damit gerechnet, dass Futuria ihn so schnell wie möglich hat loswerden wollen. Wo ist er und was haben sie mit ihm gemacht bzw. was haben sie noch mit ihm vor?

    Ja, ich war fest davon überzeugt, dass Lars tatsächlich tot ist, allerdings hab ich nicht geglaubt, dass er an seinen Verbrennungen verstorben ist, sondern ermordet wurde. Jetzt frage ich mich natürlich, wo er jetzt tatsächlich ist. Wird er zu einem menschlichen Versuchskaninchen für Futuria? Oder wird er "umgedreht"?

    Hmm, die virtuelle Welt bietet so viele Möglichkeiten -- unter anderem, die Menschen schon mal in eine Abhängigkeit zu führen. Lies mal 'Ready Player One' von Ernest Kline.

    Danke für den Tipp, klingt spannend!

    ;)

  • Das finde ich wieder sehr spannend in diesem Buch, dass man Jossul nicht rundherum verurteilen kann, sondern seine Skepsis gegenüber Futuria durchaus berechtigt ist.

    Das ist wirklich ein ganz besonderer Aspekt hier! Jossuls Methoden sind radikal - nur welche friedlichen Methoden wären sinnvoll und zielführend? Jossuls religiöses Getue ist nervtötend - aber seine Bedenken wegen Futuria sind vernünftig und für mich logisch nachvollziehbar. Wie schon mehrfach gesagt... ich stecke in zahlreichen Dilemmata fest.

    Wie auch schon gesagt - es tut mir leid, dass sich bis jetzt keine Wissenschaftler gegen Futuria mobilisiert haben.

  • Die Große Frage ist ja wenn Futuria tatsächlich alle unsterblich machen kann wird die Firma dann überhaupt noch eine nennenswerte Zahl an Gegnern haben?

    Wer würde denn nicht zumindest sehr ernsthaft drüber nachdenken so ein Angebot anzunehmen? Und Argumente gegen eine Firma zu finden, die den Hunger und sämtliche Krankheiten bekämpft ist irgendwo auch nicht so einfach.

    Borris scheint mir da am ehesten noch skeptisch zu sein. Auch wenn wir nicht wirklich wissen ob er gesund ist, oder? Er wird doch immer als sehr groß und hager, manchmal sogar als dürr beschrieben. Das könnte doch auch mit einer Krankheit zusammenhängen?

  • Dummerweise greifen religiöse Fanatiker leider fast immer zu Gewalt, Mord und Totschlag -- die sollte man immer ernst nehmen.

    Okay, da habe ich mich etwas salopp ausgedrückt. Ich kann Jossul und seine Argumente, die durch seinen religiösen Eifer entstehen, nicht ernst nehmen. Wie du schon sagtest, muss man religiöse Fanatiker durchaus ernst nehmen, wie wir alle ja auch beim IS gemerkt haben. Aber die Lehre dieses Vereins kann ich beim besten Willen nicht ernstnehmen.


    Gegen Futuria und damit womöglich ihren eigenen Tod einleiten oder wird ihr Wunsch zu leben stärker sein? Das ist eine ganz schwierige Situation und ich bin froh, nicht an ihrer Stelle zu sein.

    Denkt ihr wirklich, Sophia würde sterben, wenn Futuria die Pforten schließt? Futuria ist zwar ein Gobal Player, aber es gibt doch sicherlich mittlerweile auch andere Firmen, die zumindest die Medizin herstellen könnten.

  • Das Ziel, alle christlichen Kirchen zu vereinen und zusammen mit den anderen Weltreligionen zu einer neuen Harmonie von Kirche und Welt zu führen, hört sich erstmal absolut wünschenswert an,

    Prinzipiell hört es sich gut an, aber hier geht es um mehr, wenn ich das richtig verstanden habe. Ist nicht auch ein Schulterschluss mit Futuria geplant?


    Genau. Die (katholische) Kirche fürchtet, ihren Einfluss zu verlieren, wenn die Unsterblichkeit für die "breiten Massen" verfügbar wird. Die Religion hat gewissermaßen ein Monopol auf den Tod und alles, was damit zusammenhängt. Was bleibt, wenn man den Tod wegnimmt?


    Viele Grüße

    Andreas

  • Jossul ist ein ebenso spannender Gegner wie Sophia. Ein religiöser Fanatiker - das kann ich kaum ernstnehmen. Aber dennoch teile ich seine Skepsis gegenüber Futuria vor allem was die Unsterblichkeit angeht.

    Das finde ich wieder sehr spannend in diesem Buch, dass man Jossul nicht rundherum verurteilen kann, sondern seine Skepsis gegenüber Futuria durchaus berechtigt ist.


    Ich mag solche Konstellationen: Böse, die nicht nur böse, und Gute, die nicht nur gut sein. Solche Schwarze-Weiß-Unterschiede gibt es in der Wirklichkeit nicht. Die Realität kennt viele Grauschattierungen.


    Viele Grüße

    Andreas

  • Ich habe jetzt übrigens meine Notizen wiedergefunden, die ich mir gemacht hatte. Erstens: wenn der Tod stirbt—finde ich einfach klasse 😀 Dann war die Rede von den Internetriesen, unter anderem Alibaba und Baidu. Die habe ich nicht nachgeguckt, gibt es die wirklich?

    Dann war noch das im Prolog, darüber dass sich Pascals Vater in eine Karriere hat pressen lassen. Diese hohen und falschen Erwartungen von Eltern an ihre Kinder gibt es ja leider immer noch.

    Und dann Pascals Idee, die Welt zu verbessern. Die Motivation hört sich ja ehrenhaft an— was daraus geworden ist wissen wir noch nicht, aber vermutlich nichts gutes.

  • Ich habe jetzt übrigens meine Notizen wiedergefunden, die ich mir gemacht hatte. Erstens: wenn der Tod stirbt—finde ich einfach klasse 😀 Dann war die Rede von den Internetriesen, unter anderem Alibaba und Baidu. Die habe ich nicht nachgeguckt, gibt es die wirklich?

    Dann war noch das im Prolog, darüber dass sich Pascals Vater in eine Karriere hat pressen lassen. Diese hohen und falschen Erwartungen von Eltern an ihre Kinder gibt es ja leider immer noch.

    Und dann Pascals Idee, die Welt zu verbessern. Die Motivation hört sich ja ehrenhaft an— was daraus geworden ist wissen wir noch nicht, aber vermutlich nichts gutes.


    Ja, Alibaba und Baidu gibt es.

    Alibaba gilt als drittgrößter Internetriese der Welt, gewissermaßen das chinesische Amazon: https://onlinemarketing.de/new…-infografik-online-handel

    Baidu ist das chinesische Google:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Baidu

    https://onlinemarketing.de/new…-infografik-online-handel


    Viele Grüße

    Andreas

  • Was man mit dir alles lernt Andreas :)


    Wie lange recherchierst du eigentlich für so ein Buch?


    Sehr lange und sehr gründlich. ;)

    Der Text bei solchen Thrillern muss "authentisch" sein, d.h. die wissenschafftlich-technische Basis des Romans muss stimmen. Die Recherchen dauern Monate und gehen während des Schreibens weiter. Bei "Das Erwachen" musste ich während der Arbeit am Buch immer wieder Kapitel ändern, weil die technologische Entwicklung so rasant ist, und auch "Ewiges Leben" wird bereits von der Entwicklung eingeholt, wie die Ereignisse in China zeigen.


    Viele Grüße

    Andreas

  • Wow! Was für ein Anfang. Da geht es ja schon richtig zur Sache.


    Schon der Prolog hat mich eingefangen, weil ich durchaus zu denjenigen gehöre, die für ein würdiges Sterben ist und es gut finde, dass die Schweiz diese Möglichkeit eröffnet. Dass Pascal nach dieser starken Erfahrung beschließt, sich für die CRISPR/Cas-Methode einzusetzen, um Krankheiten zu heilen und auch das Leben zu verlängern, kann man gut nachvollziehen. Jede Entscheidung, die man trifft, ist ja oft von eigenen Erfahrungen geprägt und ausgelöst.


    Obwohl der Gedanke, unsterblich zu sein und immer mehr auf dieser Welt zu werden, auch erschreckend ist. Das erinnert mich an einen Film, wo Menschen zur Vermeidung von Überbevölkerung sich dann zum Sterben einfinden mussten. Ich weiß allerdings mal wieder nicht, wie der Film hieß.


    Sophia und Boris von der Intermedia scheinen nun wichtige Figuren zu werden, die den Hintergrund von Futuria ergründen werden. Der Direktor Montenegro verschweigt auf jeden Fall etwas. Ich bin sehr gespannt, ob Sophia ihre Sachlichkeit behält. Eigentlich ist sie aufgrund eigener persönlicher Erfahrungen eher positiv Futuria eingestellt.


    Dann lernen wir Jossua kennen, der Gegenspieler, der bereits Unsterbliche töten lässt. Sogar vor dem Papst scheint er nicht zurück zu schrecken. Ist der denn auch schon Unsterblich?


    Ich frage mich auch, ob der Attentäter wirklich tot ist? Vermutlich hat man ihn nur weggeschafft. Nur was haben sie mit dem noch vor? Oder ist alles Fake und inszeniert?


    Und wer ist dieser "Casper", der Kontakt mit Sophia aufnimmt? Und wo ist der Gründer?



    Ist er möglicherweise einer der Unsterblichen, die angeblich schon existieren? Oder vielleicht ein Aussteiger von Futuria, der ein Interesse daran hat den Konzern zu stürzen?

    Interessante Theorie. Zumindest verfolgt er eigene Ziele, die weder mit Jossul noch mit Futuria konform gehen.

    Und wohin ist Pascal verschwunden? Eigentlich wünsche ich mir fast, dass Pascal Lelerq gegen seine eigene Firma arbeitet, an der Seite von Jossul oder dass er selber Jossul ist! ;)

    Ich denke eher, dass er verschwunden ist, so wie dieser chinesische Wissenschaftler. Möglicherweise sind ihm Bedenken gekommen, und seine Compagnons haben ihn ruhiggestellt?

    An einen religiösen Hintergrund glaube ich bei Leclerq nicht, da hätte er gar nicht erst angefangen,zu forschen.

    Ich könnte mir auch vorstellen, dass er entführt wurde, weil er gemerkt hat, dass das ursprüngliche Ziel für egoistische exzentrische Interessen missbraucht wird.

    Allerdings könnte ich mir auch vorstellen, dass er vielleicht auch Casper ist.


    Für diesen Thriller ist es aber eine geniale Zeitvorgabe: in naher Zukunft, aber doch nicht gleich morgen. Das macht es noch mal spannender und interessanter!

    Das finde ich auch extrem spannend, weil man es ja noch erleben könnte. Und wie man ja gerade aktuell liest, ist die Zukunft eigentlich schon da.

    Wer entscheidet, was perfekt ist? Wer entscheidet, wer unsterblich sein soll? Wie weit darf der Mensch eingreifen?

    Ich glaube, das kann keiner entscheiden, weil es da immer unterschiedliche Meinungen, Vorlieben, Aspekte gibt. Es gibt nichts Perfektes. Und genau das ist das Problem. Die Entscheidungen würden immer von Leuten getroffen, die Geld und/oder Macht haben.

    Andererseits sind auch Verheuven udn Montero auf ihre Art Fanatiker - gefährlich und unbelehrbar.

    Alles Extreme ist auch irgendwie fanatisch. Noch wissen wir ja nicht, welche Ziele Verheuven verfolgt. Er hat mit Pascal das Unternehmen ja aufgebaut.

    Allgemein sollte bei aller Gentechnik man genau ein Auge drauf haben und ich habe hier eher das Gefühl, dass die Kritik in der allgemeinen Euphorie völlig verloren gegangen ist. Und dabei glaube ich nicht an Gottes Schöpfung, aber an ein ausgekügeltes System, dass die Erde hier hat, und bei dem Eingriffe mit äußerster Sorgfalt und Behutsamkeit vorgenommen werden sollten.

    Ich bin auch eher ein Kind der Wissenschaft und glaube, dass die Natur extrem intelligent ist und sofort reagiert, wenn man Einfluss nehmen will bzw. etwas verändert. Alles ist irgendwie miteinander verbunden.

    Oder liegt das vielleicht daran, dass sie Sophia in der Hand haben, denn wenn das Unternehmen ihr die Therapien verweigert ...

    Sicherlich wird sie dadurch beeinflusst. Immerhin hat sie eine seltene Krankheit, die wohl nicht heilbar ist. Und ihr würde es das Überleben sichern. Schwere Entscheidung. Ich möchte da nicht in ihrer Haut stecken.

    Die Große Frage ist ja wenn Futuria tatsächlich alle unsterblich machen kann wird die Firma dann überhaupt noch eine nennenswerte Zahl an Gegnern haben?

    Wer würde denn nicht zumindest sehr ernsthaft drüber nachdenken so ein Angebot anzunehmen? Und Argumente gegen eine Firma zu finden, die den Hunger und sämtliche Krankheiten bekämpft ist irgendwo auch nicht so einfach.

    Genau das ist auch ein Problem. Keiner will wirklich sterben, vor allem, wenn man gesund und fit ist. Es wäre also menschlich, genau das auch haben zu wollen. Besonders Gesundheit. Wer sagt da nein?



    Es ist auf jeden Fall schon sehr spannend. Und auch unglaublich gut und flüssig zu lesen. Jetzt muss nur genügend Zeit vorhanden sein ;-)

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Solche medizinischen Möglichkeiten, bzw. generell so schnelle Entwicklungen haben immer den Nachteil, dass wir uns vom Kopf her daran nicht anpassen können.

    Wir sehen immer erst mal das Gute was daraus ensteht und machen und leider zu wenig Gedanken über die Folgen.


    Als ich die Thematik gelesen habe ist mir direkt die Serie Star Gate in den Sinn gekommen. Da gab es ja eine total weit entwickeltes Alienvolk, dass sich ausversehen beim rumspielen an den eigenen Genen sterilisiert hat.

  • Solche medizinischen Möglichkeiten, bzw. generell so schnelle Entwicklungen haben immer den Nachteil, dass wir uns vom Kopf her daran nicht anpassen können.

    Wir sehen immer erst mal das Gute was daraus ensteht und machen und leider zu wenig Gedanken über die Folgen.


    Als ich die Thematik gelesen habe ist mir direkt die Serie Star Gate in den Sinn gekommen. Da gab es ja eine total weit entwickeltes Alienvolk, dass sich ausversehen beim rumspielen an den eigenen Genen sterilisiert hat.


    Mir fiel bei meinen Recherchen zu "Ewiges Leben" - und auch bei denen zu "Das Erwachen" - vor allem auf, dass uns ein ethischer Kompass fehlt. Die technologische Entwicklung ist rasant, sie kommt immer schneller voran und wird unser Leben und unsere Welt in wenigen Jahren völlig umkrempeln. Aber sie findet noch immer nach den alten Richtlinien statt: was möglich ist, wird ausprobiert; und wenn es Geld und Macht verspricht, gibt es kein Halten mehr. Bei Künstlicher Intelligenz und der Gentechnik Crispr/Cas9 sind ethische Diskussionen dringend erforderlich, und vielleicht kann dieses Forum hier - können wir - einen kleinen Beitrag dazu leisten.


    Viele Grüße

    Andreas

  • Genau das ist auch ein Problem. Keiner will wirklich sterben, vor allem, wenn man gesund und fit ist. Es wäre also menschlich, genau das auch haben zu wollen. Besonders Gesundheit. Wer sagt da nein?


    Stimmt. Wer will schon krank werden und sterben, wenn es sich vermeiden lässt?


    Viele Grüße

    Andreas

  • Obwohl der Gedanke, unsterblich zu sein und immer mehr auf dieser Welt zu werden, auch erschreckend ist. Das erinnert mich an einen Film, wo Menschen zur Vermeidung von Überbevölkerung sich dann zum Sterben einfinden mussten.

    Für mich ist dieser Gedanke schon erschreckend - ewig dauert halt doch ein bißl lang...

    Was mich dabei auch interessieren würde: wer "darf" unsterblich werden, wer bleibt sterblich? Und wer entscheidet das? Wer darf bzw muss dann Kinder bekommen?

    Werden die Sterblichen dann zu einer Art menschlicher Arbeitsbienen?


    Mir fiel bei meinen Recherchen zu "Ewiges Leben" - und auch bei denen zu "Das Erwachen" - vor allem auf, dass uns ein ethischer Kompass fehlt. Die technologische Entwicklung ist rasant, sie kommt immer schneller voran und wird unser Leben und unsere Welt in wenigen Jahren völlig umkrempeln. Aber sie findet noch immer nach den alten Richtlinien statt: was möglich ist, wird ausprobiert; und wenn es Geld und Macht verspricht, gibt es kein Halten mehr. Bei Künstlicher Intelligenz und der Gentechnik Crispr/Cas9 sind ethische Diskussionen dringend erforderlich,

    Da sagst Du was...!

    Nur - woher soll jetzt so ein ethischer Kompass kommen? Ethikkommissionen, Religionen etc haben sich bis jetzt als wenig effektiv erwiesen. Der Mensch funktioniert leider nicht so - da sind Geld und Macht wesentliche Faktoren.

    Ratlose Grüße!

  • Für mich ist dieser Gedanke schon erschreckend - ewig dauert halt doch ein bißl lang...

    Was mich dabei auch interessieren würde: wer "darf" unsterblich werden, wer bleibt sterblich? Und wer entscheidet das? Wer darf bzw muss dann Kinder bekommen?

    Werden die Sterblichen dann zu einer Art menschlicher Arbeitsbienen?

    Da hast du recht, wir können ja überhaupt nicht wissen was für Auswirkungen das auf unsere Psyche haben könnte und ob unser Gehirn dazu überhaupt im Stande wäre immer neues Wissen zu speichern, die Kapazität ist ja auch irgendwo begrenzt.


    Ich fürchte fast das am ehesten der Geldbeutel entscheiden wird ob man ewig leben kann oder sterben muss.

  • Hallo, lieber Andreas und liebe Mitleserinnen!

    Ersteinmal möchte ich mich entschuldigen, falls die Autokorrektur mal wieder den Text verschlimmbessert. Ich schreibe über ein Tablett mit einer instabilen Internetverbindung.

    Auch ich habe Andreas erst im Rahmen dieser Leserunden kennen gelernt und vorher noch schnell Das Erwachen gelesen, was mir sehr gut gefallen hat. Ich liebe Wissenschaftsthriller, und dieses Thema hat mich direkt angesprochen.

    Vor allem der Konflikt zwischen medizinisch machbarEM und ethisch sinnvollen wird hier schon im ersten Abschnitt sehr gut dargestellt. Wie weit soll die Medizin gehen? Es ist meiner Meinung nach vollkommen korrekt, wenn sie versucht, Krankheiten zu verhindern und zu heilen. Aber wie weit soll sie in das menschliche Genom eingreifen? Ich denke, die Langzeitfolgen sind nicht absehbar und bergen nur Gefahren.

    Auch hat es mich sehr überrascht, dass der Papst auf Futurias Seite steht. Jahrhundertelang war die katholische Kirche dafür bekannt, eher zurückhaltend zu sein und alles als Gott gegeben hinzunehmen, und jetzt plötzlich dieser Sinneswandel? Da drängt sich mir gleich der Verdacht auf, dass der Papst nicht mit einem Gott gewollten Tod einverstanden ist, wenn es um den eigenen geht!

  • Stimmt. Wer will schon krank werden und sterben, wenn es sich vermeiden lässt?

    Das ist die grosse Frage, die sich mir auch gestellt hat. Krank werden, okay. Aber ewig leben? Ich denke, auch wenn man ohne Krankheiten ewig oder zumindest sehr lange leben kann, wird man irgendwann des Lebens überdrüssig. Wenn es nichts neues mehr gibt und man schon alles kennt, also wenn man keinen neuen Input mehr bekommen kann, ist dann das Leben noch lebenswert? Es kommt doch nicht nur auf die Dauer an sondern auch auf die Qualität!