Allgemeine Fragen an Susanne Gerdom

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  • Wie viel Mitspracherecht hat man eigentlich als Autorin bei der Covergestaltung und bei Dingen wie Klappentext usw.
    teilweise verfassen die Autoren die Klappentexte bzw. Texte auf dem Buchrücken ja selbst, aber bei manchen Büchern ist es auch nicht der Fall!


    Mich würde also interessieren - machst du das selbst mit (vielleicht in Zusammenarbeit mit dem Verlag) oderaber schreibt das jemand anderes? Dann wäre ja interesant, wie das mit dem Mitspracherecht ist ;)

    &quot;Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen. Schreiben ist küssen mit dem Kopf.&quot;<br />Daniel Glattauer


  • Wie viel Mitspracherecht hat man eigentlich als Autorin bei der Covergestaltung und bei Dingen wie Klappentext usw.
    teilweise verfassen die Autoren die Klappentexte bzw. Texte auf dem Buchrücken ja selbst, aber bei manchen Büchern ist es auch nicht der Fall!


    Mich würde also interessieren - machst du das selbst mit (vielleicht in Zusammenarbeit mit dem Verlag) oderaber schreibt das jemand anderes? Dann wäre ja interesant, wie das mit dem Mitspracherecht ist ;)


    Bei der Covergestaltung heißt es: Friss oder stirb - und wer einmal gehört hat, wie sich Monika Felten über ihr Cover von "Königin der Schwerter" aufregt, weiß, dass das verdammt hart sein kann. Ich hatte mit "Elbenzorn" echt Glück - das Cover ist ein Traum in Tüten! (Eine liebe Leserin hat mir einen Desktop-Hintergrund daraus gebastelt - der begrüßt mich jetzt jeden Morgen, wenn ich den Compi hochfahre ...)
    Aber beim Klappentext war absolutes Mitspracherecht angesagt. Ich habe ihn (glücklicherweise!) nicht selbst basteln müssen, das hat meine Lektorin in Zusammenarbeit mit der PR-Abteilung gemacht - aber ich durfte absegnen und hätte auch meckern können. Hab ich aber nicht.
    Für den Vorschautext hab ich eine Zusammenfassung von Elbenzorn geschrieben, die hat die PR-Abteilung bekommen und danach den Text geschrieben. Auch das hab ich zum Absegnen bekommen. Piper ist da, glaube ich, wirklich vorbildlich. Bei meinen Heyne-Titeln lief das weniger glücklich. Bis auf den Klappentext von "Ellorans Traum" - den "durfte" ich nämlich selbst schreiben, wobei mir damals glücklicherweise Andreas Schröter von "Leselust" geholfen hat. (Er ist Journalist und kann so was, im Gegensatz zu einer armen Autorin, die keine Ahnung von "fasse dich kurz" hat ... ???)

  • Bei der Covergestaltung heißt es: Friss oder stirb - und wer einmal gehört hat, wie sich Monika Felten über ihr Cover von "Königin der Schwerter" aufregt, weiß, dass das verdammt hart sein kann. Ich hatte mit "Elbenzorn" echt Glück - das Cover ist ein Traum in Tüten! (Eine liebe Leserin hat mir einen Desktop-Hintergrund daraus gebastelt - der begrüßt mich jetzt jeden Morgen, wenn ich den Compi hochfahre ...)


    oh na da hast du dann aber wirklich Glück gehabt!
    wobei ich die Heyne-Cover damals auch nicht schlecht fand...


    Aber beim Klappentext war absolutes Mitspracherecht angesagt. Ich habe ihn (glücklicherweise!) nicht selbst basteln müssen, das hat meine Lektorin in Zusammenarbeit mit der PR-Abteilung gemacht - aber ich durfte absegnen und hätte auch meckern können. Hab ich aber nicht.
    Für den Vorschautext hab ich eine Zusammenfassung von Elbenzorn geschrieben, die hat die PR-Abteilung bekommen und danach den Text geschrieben. Auch das hab ich zum Absegnen bekommen. Piper ist da, glaube ich, wirklich vorbildlich. Bei meinen Heyne-Titeln lief das weniger glücklich. Bis auf den Klappentext von "Ellorans Traum" - den "durfte" ich nämlich selbst schreiben, wobei mir damals glücklicherweise Andreas Schröter von "Leselust" geholfen hat. (Er ist Journalist und kann so was, im Gegensatz zu einer armen Autorin, die keine Ahnung von "fasse dich kurz" hat ... ???)


    finde ich auch besser so! es soll ja auch das Äußere zum Inneren passen ;D
    das mit dem Kurzfassen ist natürlich auch ein Argument ;)

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  • Ihr seid wirklich unglaublich - wie viel ihr schon geschrieben habt :o Ich bin absolut beeindruckt! Leider bin ich im Buch noch nicht weiter, da noch keine Lesezeit zu finden war und vermutlich dauert es bei mir auch noch etwas länger (bin von Donnerstag bis Samstag unterwegs) aber eine Frage, die nichts mit 'Elbenzorn' zu tun hat, kann ich schon stellen ;D


    Liebe Susanne, was liest du gerade und wie gefällt es dir? Lässt du dich von anderen Autoren inspirieren und wenn ja auf welche Weise? :winken:


  • Bei der Covergestaltung heißt es: Friss oder stirb - und wer einmal gehört hat, wie sich Monika Felten über ihr Cover von "Königin der Schwerter" aufregt, weiß, dass das verdammt hart sein kann.


    Deins ist ja schon sehr gelungen und ungewöhnlich, ihrs gefällt mir aber noch besser. Und unpassend find ichs auch nicht. Als Leser macht man sich einfach nicht so den Kopp.


    Ihres war übrigens eine Winzigkeit leichter zu lesen, ohne dass der Buchrücken rund wurde. Da muss ich doch mal meckern, beim Elbenzorn ist das wahrscheinlich nicht zu schaffen. >:(


    Sabine

  • Deins ist ja schon sehr gelungen und ungewöhnlich, ihrs gefällt mir aber noch besser. Und unpassend find ichs auch nicht. Als Leser macht man sich einfach nicht so den Kopp.


    Ihres war übrigens eine Winzigkeit leichter zu lesen, ohne dass der Buchrücken rund wurde. Da muss ich doch mal meckern, beim Elbenzorn ist das wahrscheinlich nicht zu schaffen. >:(


    Sabine


    also ich finde das Cover von Elbenzorn schöner - aber das andere gefällt mir auch (weiß gar nicht, was sie hat...)
    mmh aber einige Leser machen sich schon auch Gedanken über sowas :winken: (ich bin so'ne Covertante *ggg*)


    der Buchrücken - ja der macht mir auch Sorgen... bisher habe ich noch jedes Buch ohne knicke gelesen, aber das wird ehct ne Aufgabe! Erst dachte ich: oh ist ja schön fest... aber irgendwie... noch ist ein Knick drin ;D
    ich geb die Hoffnung nicht auf!

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  • ach ja - was du gerade liest, das würde mich auch interessieren ;)
    und auch, welche deine Lieblingsbücher sind!


    so und nun geh ich :lesen:

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  • Guten Abend :-)


    Darf ich hier bitte etwas fragen ?


    Eigentlich sind mir Fehler in Büchern schnurz. Geht ja um den Inhalt.
    Nun habe ich schon gemerkt, das einige diese hier schreiben .


    Susanne willst Du das so ?
    Hört sich so nach mäkeln an :P und das will ich wirklich nicht.
    Solltest Du diese Info aber wollen, ist das ok.


    Die ersten zwei Fehler habe ich beim Posting mit reingeschrieben.
    Würde sie sonst aber wieder löschen.


    Wünsche Euch einen schönen Abend. :winken:

  • Deins ist ja schon sehr gelungen und ungewöhnlich, ihrs gefällt mir aber noch besser. Und unpassend find ichs auch nicht. Als Leser macht man sich einfach nicht so den Kopp.


    Ich finde ihr Cover auch wirklich sehr schön und ich komme nicht dahinter, warum sie es nicht mag. (Nicht, dass ich sie nicht gefragt hätte ...)


    Zitat


    Ihres war übrigens eine Winzigkeit leichter zu lesen, ohne dass der Buchrücken rund wurde. Da muss ich doch mal meckern, beim Elbenzorn ist das wahrscheinlich nicht zu schaffen. >:(


    Ah - das ist ja schräg. Kannst du im Vergleich feststellen, woran das liegt? (Ich denke, dass beide in der gleichen Herstellung waren - warum also der Unterschied?) Das notier ich mir mal für Piper ...


  • Liebe Susanne, was liest du gerade und wie gefällt es dir? Lässt du dich von anderen Autoren inspirieren und wenn ja auf welche Weise? :winken:


    Ah, das ist eine Frage ... Gut, Punkt eins ist ganz einfach zu beantworten: Schöne Scheine von Meister Pratchett. Ich weine ein bisschen ins Buch, weil Andreas Brandhorst es nicht übersetzt hat (muss unbedingt in der Runde nebenan mal nachfragen, ob das ein einmaliger Ausreißer war!), aber ansonsten ist es genial - wie immer. Pratchett gehört zu den Autoren, die ich rückhaltlos bewundere (wie Jane Austen, Stephen King, Neil Gaiman, Susanna Clarke, Ursula Le Guin ...). Da hab ich regelmäßig ein "So würde ich auch gerne mal schreiben können" bzw. "So etwas sollte mir auch mal einfallen" beim Lesen.
    Inspirieren - jein. Es ist ein Riesenansporn, wirklich gute Autoren zu lesen. Der Ansporn, immer an sich zu arbeiten, besser zu werden, nicht zufrieden zu sein. Ich weiß, dass es eine gute Schreibübung ist, andere Autoren zu "imitieren" - aber das kann ich irgendwie nicht. Was ich kann, ist, an meinem eigenen Stil zu arbeiten. Das bedeutet aber auch, dass ich immer wieder Phasen habe, in denen ich meine Schreibe einfach nur schlecht finde, in denen ich das Gefühl habe, mich auf der Stelle zu bewegen und Sachen wiederzukäuen - inhaltlich und stilistisch. Da muss ich dann durch ... :'(
    Viele meiner KollegInnen lesen ihre alten Sachen nicht mehr. Ich hab mir vor ein paar Monaten alle meine alten Romane noch mal vorgeknöpft und gründlich gelesen. Das ist keine schlechte Übung! Ich konnte gut sehen, wo ich wirklich Fortschritte gemacht habe, aber auch, wo mir was abhanden gekommen ist - zum Beispiel ein bisschen "experimenteller Mut". Wenn man weiß, dass ein Manuskript wirklich veröffentlicht wird und Publikum finden wird, macht das schon so eine kleine Schere im Kopf. Im Moment arbeite ich daran, die wieder - zumindest für den Produktionsprozess - loszuwerden. Der Gedanke, dass ich eine gute Lektorin habe, hilft mir dabei ein bisschen ... :)


    Aber ich bin vom Thema abgekommen, sorry.
    Ich habe in diesem Jahr exakt 66 Bücher gelesen - das ist etwas unterdurchschnittlich, war viel los, was mich vom Lesen abgehalten hat. Ich lese rasend gerne Krimis und Thriller - Katzenbach, Deaver!, Sayers, George ... die üblichen Verdächtigen halt. Fantasy lese ich teilweise als "Bildungsmaßnahme" - da ist nicht alles wirklich Vergnügen.
    Aber inspirieren lass ich mich von ganz anderen Sachen. Ich liebe TV-Dokumentationen und Zeitschriften wie "Geo". Da finde ich oft kleine Sachen, die den Keim zu einer Geschichte oder Figur in sich tragen. (Zum Beispiel die Grennach in der Anida-Trilogie: der Ursprung dieses Volkes war eine Sendung über Kattas - http://de.wikipedia.org/wiki/Katta.) Oder eine Reportage über die alte chinesische Flotte mit ihrem mongolischen Admiral, oder ein Zauberkünstler, der ein bisschen über sein Handwerk erzählt, oder der Artikel über ein rätselhaftes Manuskript (Voynich ...) - das sind alles Bausteine, aus denen Geschichten enstehen.
    Und manchmal läuft mir ein Schauspieler über den Weg, den ich einbaue ... okay, im Laufe der Geschichte verändert sich die Figur dann, und ich erinnere mich oft selbst nicht mehr daran, wer die "Vorlage" gewesen ist - aber das sind so Initialzündungen.
    (Bei "Elbenzorn" waren es übrigens keine Schauspieler - zwei der Figuren haben eine völlig andere Vorlage bekommen, aber das verrate ich erst, wenn wir mit dem Lesen durch sind *g*)


    Edit: ich führe auf meiner Webseite ein "Das lese ich gerade"-Tagebuch. Wen's interessiert ... http://www.susannegerdom.de/Jo…&task=view&id=38&Itemid=9


  • Also, es wäre blöd, wenn es jemanden stört. Ich persönlich hab ganz und gar nichts dagegen (muss aber langsam mal drangehen, mir die Stellen zu notieren, damit ich die auch wiederfinde ...)


    Mein Vorschlag wäre, einen Fehler-Thread aufzumachen. Dann seid ihr die Steinchen im Schuh los, ohne dass irgendwer drüber stolpert, den das stört ...


    Übrigens interessant, wieviel Leichen noch in einem Manuskript stecken können, nachdem ein ganzer Haufen Leute es Korrektur gelesen haben! >:(


  • Ah - das ist ja schräg. Kannst du im Vergleich feststellen, woran das liegt? (Ich denke, dass beide in der gleichen Herstellung waren - warum also der Unterschied?) Das notier ich mir mal für Piper ...


    Müsste daran liegen, dass bei dir der Schriftspiegel eine Winzigkeit näher am Bund ist, man muss es etwas weiter aufbiegen. Und deins ist einen Tick dicker. Der Pappband ist derselbe.


    Im ersten Fünftel sind mir übrigens nur zwei Druckfehler aufgefallen, da kann man eigentlich nicht meckern. Da gibts ja wahre Katastrophenbücher ...


  • :o Bist du ein Schnellleser oder wie schafft man 66 Bücher im Jahr?


    Hm - ich bin in diesem Jahr eher langsam - allein für Roszaks "Schattenlichter" hab ich drei Wochen gebraucht. Und als Jugendliche hab ich _richtig_ schnell gelesen ... Aber in der Statistik sind auch so dünne Dinger drin wie Wynne Jones' "Sieben Tage Hexerei" - die hat jeder über zehn in einem Tag durch, denke ich ...


  • Aber in der Statistik sind auch so dünne Dinger drin wie Wynne Jones' "Sieben Tage Hexerei" - die hat jeder über zehn in einem Tag durch, denke ich ...


    285 Seiten? Also bitte. ;D Wollte ich das an einem Tag schaffen, dürfte ich sonst nix tun, nicht mal aufs Klo (na gut, da kann mans ja mitnehmen). Wie schnell schreibst du eigentlich?

  • 285 Seiten? Also bitte. ;D Wollte ich das an einem Tag schaffen, dürfte ich sonst nix tun, nicht mal aufs Klo (na gut, da kann mans ja mitnehmen). Wie schnell schreibst du eigentlich?


    Das ist doch in riesig großer Schrift gedruckt! Ehrlich - einen Tag, wenn sonst nicht viel zu tun ist. Zwei mit Arbeit.


    Ich habe früher mal richtig schnell geschrieben - "Ellorans Traum" stand in einem Vierteljahr, die beiden ersten Anida-Bände haben ein knappes halbes Jahr gebraucht.
    Aber inzwischen bin ich eine lahme Ente geworden. Ich glaube, ich schaffe zwei Manuskriptseiten in der Stunde. (Ca. 500 Wörter bzw. 3000 Zeichen) Wenn es gut läuft, auch mal drei.

  • Ach ja, der Elloran, der aufs Papier Explodierte. ;)



    Ich glaube, ich schaffe zwei Manuskriptseiten in der Stunde. (Ca. 500 Wörter bzw. 3000 Zeichen) Wenn es gut läuft, auch mal drei.


    Das findest du lahm? Na gut, wer schnell liest, der auch schnell schreibt, oder so. *g*