06 - Kapitel 11 bis Ende (S. 353 bis Ende)

  • Und schwupp schon sind wir beim Schluss angelangt ;D


    Eigentlich hatte ich mich schon gewundert das Marielva im Kapitel 10 noch ihre Ruhe hatte ;) Wenn man sich überlegt wie abergläubisch viele Menschen waren auch kein Wunder das man schließlich die Kirche gerufen hat. Hier nun kommt nocheinmal Sicaildis vor. Diese Frau fasziniert micht ungemein, das geht soweit das ich hoffe über die Reale Frau mehr zu erfahren. Dagmar Kannst Du hier Lektüre empfehlen?


    Ima kann Marielva schließlich retten. Naja nach dem ganzen Leid das sie erfahren musste sei es ihr gegönnt ;) (Also Ima)
    Interessant fand ich in diesem Kapitel das Medizinische Wissen von Trota. Gut einiges ist ja schon eher aus unwissen heraus, dennoch hatte sie auf jedenfall ein enormes Wissen. Das zeigt auch das im Mittelalter schon sehr viel Wissen vorhanden war. Sicher mehr als wir heute oft denken und vielleicht sogar wissen.
    Das Thierry eine Frau ist - nun ja ich würde sagen eine Elegante Lösung ;) Wobei ich hier auch sehr schokiert war. Ich denke jede Frau kann es nachempfinden was es bedeutet wenn einem so etwas angetan wird wie Thierry.


    Kommen wir zum letzten Kapitel. Ich hatte ja das Gefühl eine Achterbahn zu erleben. Auf und ab und das oft in ein und demselben Kapitel mehr als einmal. Dennoch hab ich es irgendwie geschafft ein paar der Figuren zu mögen ;D Vorallem Gèrard. Ima war mir insgesammt zu ich bezogen und eine Ziege ;) Zum Glück muss man ja nicht immer alles mögen.
    Nocheinmal muss Ima ihr können unter beweis stellen und diesmal darf sie endlich mal nicht perfekt sein... Wobei ich schon glaube das sie wohl ziemliches Glück gehabt hat das sie dafür nicht belangt wurde. Sie durfte gehen.


    Das Ende hat dann schließlich zum Rest des Buches gepasst. Ein Unhappyend wär hier irgendwie fehl am Platz gewesen. Ich hab selbst ja auch schon gedacht: Mensch kommen die jetztmal endlich in die Gänge? ;D Wobei mir das Zusammentreffen ein bissl zu kitschig war. Aber naja ;) wenigstens ist Ima endlich zu einer Einsicht gekommen und stößt Gèrard nicht mehr von sich.

  • Leider gibts über Sicaildis von Salerno herzlich wenig Lektüre. Jemand hier hat wohl einen Roman über sie gelesen - den kenn ich nicht, der Titel würde mich aber auch interessieren.
    Sicaildis war die Tochter des Fürsten von Salerno und ist ganz klassischan einen anderen Fürsten gegeben worden, aus Machterwägungen. Im Gegensatz zu vielen anderen Ehen haben die beiden sich nicht nur geachtet sondern wohl auch geliebt, und Sicaildis hat ihren Gatten auf beinah allen Kriegszügen begleitet was äußerst ungewöhnlich ist.Zeitgenossen schreiben, daß sie sehr gut ritt und auch die Waffe zu führen wusste.
    Böse Zungen behaupten, sie habe ihren Mann stets begleitet weil sie das Reich begleiten wollte. Immerhin hatte Robert noch einen Sohn aus erster Ehe. Also blieb sie mal lieber bei der Krone, um auf sie aufzupassen.
    Diese Vorstellung finde ich ziemlich schräg und sehr zielstrebig.


  • Eigentlich hatte ich mich schon gewundert das Marielva im Kapitel 10 noch ihre Ruhe hatte ;) Wenn man sich überlegt wie abergläubisch viele Menschen waren auch kein Wunder das man schließlich die Kirche gerufen hat.


    So ging es mir auch. Allerdings ist es mir bei dem Gedanken, dass man sie zur "Befragung" abholt, dennoch einkalt den Rücken hinab gelaufen! :o
    Dass es Ima schließlich mit Hilfe der Herzogin gelingt, Marielva zu befreien, fand ich nett gelöst. Immerhin hatte ich so die Gelegenheit noch ein wenig mehr über diese Person zu lesen. :)


    Ein wenig verwundert hat mich allerdings, dass der Papst, der ja nun wirklich andere Sorgen gehabt haben muss, sich sofort an Ima erinnert. Immerhin muss sie sich in den letzten Wochen (Monaten?) seit ihrem Zusammentreffen in Rom verändert haben... Ima muss wirklich beeindrucken sein, sogar für einen Mann der Kirche...
    Erstaunt hat mich außerdem, dass der Papst die verrückte Marielva segnet. Warum tut er das?



    Das Thierry eine Frau ist - nun ja ich würde sagen eine Elegante Lösung ;) Wobei ich hier auch sehr schokiert war. Ich denke jede Frau kann es nachempfinden was es bedeutet wenn einem so etwas angetan wird wie Thierry.


    Dass Thierry in Wirklichkeit eine Frau ist, hat mich ehrlich gesagt an dieser Stelle wenig überrascht. Selbst Gerard hat ja so etwas im Lager der Gaukler schon geahnt (und Gerard ist ja nun alles andere als ein Blitzmerker! ;)). Oft genug wurde von Dagmar außerdem angedeutet, dass Thierry typisch männliche Züge fehlen. Allerdings hätte ich gern gewusst, aus welcher Motivation Thierry sich als Mann - und dann noch als Mönch! - ausgibt.
    Nun aber, nachdem ich deinen letzten Satz hierzu lesen, Holden, frage ich mich schon, ob ich was verpasst habe? Was genau meinst du, wenn du schreibst "wenn einem sowas angetan wird wie Thierry"?



    Das Ende hat dann schließlich zum Rest des Buches gepasst. Ein Unhappyend wär hier irgendwie fehl am Platz gewesen. Ich hab selbst ja auch schon gedacht: Mensch kommen die jetztmal endlich in die Gänge? ;D Wobei mir das Zusammentreffen ein bissl zu kitschig war. Aber naja ;) wenigstens ist Ima endlich zu einer Einsicht gekommen und stößt Gèrard nicht mehr von sich.


    Tja, Ima verzeiht zunächst mal ihrem Vater... Das hat, finde ich schon deutliche Elemente des Happyends!
    War eigentlich selbiger mit Gerard in Palermo und hat diesen dort besser kennen gelernt und sozusagen als potientiellen Schwiegersohn akzeptiert? Irgendwie kam es mir so vor...


    Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob Gerard am Ziel seiner Wünsche angekommen ist. Nur weil er am Hafen Imas Hand halten darf (in der Menschenmenge wird ohnehin niemand auf sie achten), zweifle ich doch daran, dass Ima in deshalb gleich heiraten wird. Irgendwie habe ich meine Zweifel, dass sie von nun an öffentlich zu ihm stehen wird...
    Wie sehen das die anderen?
    Und was hast du dir selbst dazu gedacht, Dagmar?


    So, nun lasse ich die Lektüre ein wenig sacken, bevor dann meine Rezi dazu schreiben werde...


    Geez,
    Imlammenien :winken:

  • @Imlammien
    Also ich sehe das Ende so: Es ist ein Schritt in die richtige Richtung und wer weiß ob Ima jemals wieder nach Lindisfarne als Adlige zurückkehrt. Ich könnte mir vorstellend das ihre Erlebnisse sie so verändert haben das sie das gar nicht mehr möchte. Wie gesagt denke ich das die beiden eine Chance haben, ich glaube auch das Ima diese Chance auch wahrnimmt und nicht mehr gegen ihre Gefühle ankämpft. In Salerno z.B. weiß ja niemand das sie eigentlich eine höher stehende Adlige ist als Gérard. Außerdem denke ich das ihre ständischen Vorbehalte vorallem auch ausreden und eine Täuschung gegenüber sich selbst waren, damit sie sich ihre Gefühle nicht eingestehen musste und damit sie kein schlechtes Gewissen haben musste weil sie ihren Verlobten so schnell vergessen hat...

  • Hatte der Papst andere Sorgen?
    Ich glaube nicht.
    Gregor wusste doch schon in der Engelsburg, daß seine Zeit vorüber war - und eigentlich kann er von Glück sagen, da Robert ihm in Salerno Exil gewährte - wo sollte er sonst hin?
    Es gab Päpste, die sich mit einem Messer im Rücken im Tiber wiederfanden.
    So gesehen war die Residenz von Salerno der Ort, wo er sein Leben beschließen konnte - und ich halte es für ein Zeichen von Reife, daß er das in Frieden tut. Ich glaube, daß Gregor ein ganz besonderer Papst und Mensch gewesen ist.
    Warum soll er keine Milde zeigen?


    Was soll Ima auf Lindisfarne?
    Sich den (berechtigten) Vorwürfen stellen, daß Aidan in ihrer Obhut starb?
    Einen alten Adelssack ehelichen?
    Ins Kloster gehen?


    Bei Trota hat sie gelernt, selbstständig zu sein und zu leben. Man bringt ihr Achtung entgegen, weil sie Trotas Schülerin ist und als Ärztin durchaus schon erfolgreich arbeitet - wozu sollte sie über eine Ehe nachdenken?
    Standesdünkel und Liebe liefern sich einen Kampf, den wir vielleicht nicht so nachvollziehen können.
    Ich weiß ehrlich gesagt bis heute nicht, ob sie noch heiraten wird ... :lesen:

  • Hallo Ihr Lieben,


    dann muss ich gleich mal mit dem Ende anfangen: ;D


    Bei Trota hat sie gelernt, selbstständig zu sein und zu leben. Man bringt ihr Achtung entgegen, weil sie Trotas Schülerin ist und als Ärztin durchaus schon erfolgreich arbeitet - wozu sollte sie über eine Ehe nachdenken?
    Standesdünkel und Liebe liefern sich einen Kampf, den wir vielleicht nicht so nachvollziehen können.
    Ich weiß ehrlich gesagt bis heute nicht, ob sie noch heiraten wird ... :lesen:


    Ja, ich hab mir auch gedacht, dass Ima als Ärztin ziemlich gut aufgehoben ist und ich denke fast auch, dass eine Ehe vielleicht nicht so unbedingt das Beste ist. Ja, sie liebt Gérard, aber wird sie sich jemals mit seiner in ihren Augen "niederen" Geburt abfinden können? Habe im Moment noch so meine Zweifel, ob das gut gehen kann, aber gut, gönnen wir ihnen ihre Affäre! ;D


    So ging es mir auch. Allerdings ist es mir bei dem Gedanken, dass man sie zur "Befragung" abholt, dennoch einkalt den Rücken hinab gelaufen! :o
    Dass es Ima schließlich mit Hilfe der Herzogin gelingt, Marielva zu befreien, fand ich nett gelöst. Immerhin hatte ich so die Gelegenheit noch ein wenig mehr über diese Person zu lesen. :)


    Die arme Marielva hat mir wirklich leid getan, als sie schließlich abgeholt wurde! Oh, diese hinterhältige Köchin! >:( Der hätte ich ja am liebsten wirklich einen Tritt mitgegeben! Klar, die Euter der Kuh sind rot und daran ist Marielva schuld! Sicher! Wer denn auch sonst??? :vogelzeigen: Fand ich dann super, als Johannes so nebenbei erwähnt, dass die Magd mal lieber besser melken sollte! :P
    Zum Glück kann Ima Marielva wieder befreien! Die Herzogin finde ich auch sehr faszinierend und über ihr Leben noch mehr zu lesen würde mich auch brennend interessieren! Ich finde es vor allem so faszinierend, dass sie ja anscheinend den Normannen allgemein gegenüber nur Abscheu empfunden hat, aber ihren Mann geliebt hat...? :-\ Eine sehr interessante Person!


    Die Szenen mit dem Papst fand ich sehr geschickt eingebunden und haben für mich doch einen schönen runden Schluss ergeben! Schön die Geste vom Papst, dass er Marielva segnet und sie damit ja offiziell von jeglicher Teufel-Besessenheit freispricht, oder? Wer vom Teufel besessen ist, wird doch nicht vom Papst gesegnet, oder?


    Dass Thierry in Wirklichkeit eine Frau ist, hat mich ehrlich gesagt an dieser Stelle wenig überrascht. Selbst Gerard hat ja so etwas im Lager der Gaukler schon geahnt (und Gerard ist ja nun alles andere als ein Blitzmerker! ;)). Oft genug wurde von Dagmar außerdem angedeutet, dass Thierry typisch männliche Züge fehlen. Allerdings hätte ich gern gewusst, aus welcher Motivation Thierry sich als Mann - und dann noch als Mönch! - ausgibt.
    Nun aber, nachdem ich deinen letzten Satz hierzu lesen, Holden, frage ich mich schon, ob ich was verpasst habe? Was genau meinst du, wenn du schreibst "wenn einem sowas angetan wird wie Thierry"?


    Dass Thierry eine Frau ist, hatte Gérard ja schon angedeutet, obwohl "er" mir trotzdem nie wie eine Frau erschienen ist... :-\ Aber sehr interessant! Ich weiß jedoch auch nicht, was Thierry angetan wurde? Holden, hab ich was überlesen? :-\


    Tja, Ima verzeiht zunächst mal ihrem Vater... Das hat, finde ich schon deutliche Elemente des Happyends!
    War eigentlich selbiger mit Gerard in Palermo und hat diesen dort besser kennen gelernt und sozusagen als potientiellen Schwiegersohn akzeptiert? Irgendwie kam es mir so vor...


    Ja, ich hab das auch so verstanden, dass Imas Vater Gérard mittlerweile wohl akzeptiert, ihm nur gedroht hat, er soll seiner Tochter nicht weh tun...
    Finde es auch schön, dass Ima sich mit ihrem Vater am Ende noch versöhnt, jedoch habe ich immer noch nicht so ganz verstanden, warum er überhaupt seine Familie im Stich gelassen hat? :-\ Und jetzt unternimmt er auch erstmal eine Pilgerreise und dann fährt er Heim??? Und was denkt er, was dort passiert? So weit ich das verstanden habe, hat Imas Mutter den Verstand verloren? Sie wird aber bestimmt nicht auf wundersame Weise wieder genesen, nur weil der werte Herr wieder erscheint, oder? ::) Muss gestehen, dass mir hier doch ein bisschen viel offen bleibt... :-[


    Liebe Grüße
    Tammy

  • Thierry wurde nichts angetan. "Er" ist auch auf Reisen - versucht "seinem" Geliebten zu folgen, der ins heilige Land gegangen ist. Eine völlig unmögliche Liebe ...


    Die meisten Leser kennen meine anderen Bücher, dann wird es etwas klarer. Imas Vater ist beim englischen König in Ungnade gefallen und wurde verbannt. Für ihn als Mann von edelster Geburt ist dieses Leben in Verbannung SO un-lebenswert, daß er es vorzieht, seine Sippe zu verlassen und wie ein namenloser Söldner in der Welt sein Glück zu suchen (was ihm als Vertrauter des Guiscard ja auch gelingt). Bis Ima ihm sagt was mit derMutter ist, weiß er gar nicht daß sie wahnsinnig geworden ist. Sie hatte sich mit der Verbannung ja auch abgefunden und endlich ihren Frieden auf der Insel gefunden.
    Ich glaube schon, daß man Probleme hat, sein eigenes Kind wiederzuerkennen,wenn 15 Jahre dazwischen liegen.
    Ich glaube aber auch, daß einzelne Körperteile - oder eben eine Haarfarbe - die Erinnerung zurückholen.
    Schaue ich mir alte Klassenkameraden an, gibt es auch in den fremdesten Gesichtern immer etwas, was mich erinnert - ebenso bei Fotos von Babys,wo ich beide Elternteile gut kenne. Es ist so ein Hauch der Erinnerung, der immer stärker wird - bis man plötzlich weiß, wen man da vor sich hat.

  • Diese letzten Kapitel standen doch deutlich im Zeichen der mittelalterlichen Medizin und Imas neuem Lebensweg. Wenn ich mich die ganze Zeit gefragt habe, was aus ihr wird: diese Aufnahme in Trotas Haushalt und ihre intensive Beschäfigung mit den damaligen Heilmethoden haben bei mir ein sehr gutes Gefühl hinterlassen; ich meine, sie ist nun am Ende ihrer Pilgerreise angekommen. Da ändert nun ihr Zusammentreffen mit Gérard auch nichts daran, denn egal wie es mit den beiden weitergeht, die innere Berufung zur Ärztin und Heilerin wird ihr bleiben. Egal ob als Ima von Lindisfarne oder als Madame de Hauteville. Da lege ich mich mal fest. ;)


    Die Szene, als die beiden sich im Hafen begegnen, fand ich wieder sehr eindringlich und bewegend; ein magischer Moment. Auch dass das Bild des Mosaiks mit dem passenden Stein nochmal auftaucht, fand ich sehr schön. Die Aussöhnung mit ihrem Vater war mir ein bisschen mager; nur dieser Zopf soll plötzlich alles wegwischen, was zwischen den beiden vorgefallen ist? Ich weiß nicht... da hätte ich schon gerne noch so einen kleinen Dialog zwischen den beiden gelesen, meinetwegen schon auf der Schiffsrampe. So wirkt das alles recht willkürlich.


    Insgesamt bin ich aber mit dem Ausgang sehr zufrieden und es ist nahezu so, wie ich es im letzten Abschnitt schon angedeutet hatte: was mit Ima und Gérard passiert, bleibt letztlich der Phantasie des Lesers überlassen und ich finde das auch gut so.


    Um noch ein bisschen zurückzublättern, um Marielva habe ich auch noch ziemlich gebangt, ich hatte schon befürchtet, dass uns jetzt irgendwelche heftigen Befragungsszenen bevorstehen, aber die Sache löst sich zum Glück friedlich. Ja, Sicaildis ist wirklich eine faszinierende Persönlichkeit und ich hätte gerne mehr von ihr gelesen, aber die Geschichte dreht sich nun mal um Ima und nicht um sie.


    Das Sterben des Papstes Gregor war auch ein erschütternde Szene, und Ima hat hier viel Größe bewiesen, indem sie dafür sorgt, dass er auch in einem angemessenen Rahmen sein Leben aushaucht. Hat mir gut gefallen. Dass Thierry wie vermutet eine Frau ist und zuletzt auch noch persönlicher Betreuer des Pabstes, ist ein pikantes Detail, das mich zum Schmunzeln gebracht hat. Vor allem fand ich nett, dass auch nach seinem Outing immer noch von "er" die Rede war; das war irgendwie passend.


    Alles in allem ist der Schluss für mich rund und stimmig; wir haben Ima auf einem sehr abenteuerlichen Stück ihres Lebensweges begleitet, und wie ihre Zukunft aussieht, das ist offen. Wir verlassen sie an einem Punkt, an dem sie positiv in die Zukunft schauen kann und mehrere Möglichkeiten für sie offen sind. Möge sie sich für die Richtige entscheiden.... :)


  • So wie ich das verstanden habe ist Thierry doch unten herum genäht worden oder? Vielleicht hab ich das auch falsch gelesen.


    Nein, man hat "ihm"ene Art Vaginalpackung verpasst. Ich habe dieses Rezept in Trotas Buch gefunden und fand es amüsant weil Badeärzte sowas heute noch praktizieren. In unserer Klinik nahm man warmes medizinisches Moor in Plastiktütchen dafür (und behandelte zyklische Unterleibsschmerzen damit).


    Die "Packung" enthält beruhigende Substanzen, die deutlich gesprochen das Lustgefühl nehmen. Die Nonnen haben, so liest man in Trotas Buch, sich selbst verletzt, wenn die Lustgefühle zu stark wurden. Thierry hat ja auch einen Befund, es also versucht, und als er es nicht ausreichend bekämpfen könnte, ging er zu der Ärztin.
    Ich fand unglaublich interessant, daß sich jemand Gedanken machte, wie man dieses natürliche Phänomen einfach erträglich gestalten kann.


    Übrigens hat es mir viel Mühe bereitet mir vorzustellen, daß es für einen mittelalterlichen Menschen einen affront darstellt, allein sterben zu müssen! Ich habe viele Sterbende in meinemLeben begleitet, und ich war immer froh, allein mit ihnen zu sein, froh um Ruhe und Stille und habe den Krach von draußen furchtbar gefunden.
    Im Mittelalter war das wohl anders - der, der alleine sterben musste, war ein bedauernswerter Tropf.
    GANZ komisch.


    Der Abschied von Imas Vater ist mir sehr hart gekommen, weil vieles aus der alten Geschichte in mir hochwallte. Ich konnte ihn einfach nicht mehr sprechen lassen. "Die Tage des Raben" haben mich beim Schreiben erwachsen werden lassen und es liegt viel Herzblut in dem Buch.
    Jedes weitere Wort von ihm wäre in Kitsch ausgeartet und ich HASSE Kitsch wie die Pest.

  • Verwirrt ist gut gesagt: sehe ich das richtig, und Imas Vater ist also eine Figur aus "Die Tage des Raben", die du hier nochmal aufleben lässt, Dagmar? Ich habe die Waldgräfin-Trilogie noch nicht gelesen (Schande :-[) und konnte mit diesen Andeutungen daher nichts anfangen.


    Und für die Vermeidung von Kitsch bin ich immer, da gebe ich dir recht - das wäre vielleicht unter Umständen wirklich in die Richtung gegangen, wenn die beiden sich nochmal gesprochen hätten. Also ist es ganz gut, so wie es ist. :)


  • Verwirrt ist gut gesagt: sehe ich das richtig, und Imas Vater ist also eine Figur aus "Die Tage des Raben", die du hier nochmal aufleben lässt, Dagmar? Ich habe die Waldgräfin-Trilogie noch nicht gelesen (Schande :-[) und konnte mit diesen Andeutungen daher nichts anfangen.


    Ja, das wollte ich auch schon fragen: Kommt die Figur des Vaters in deinen anderen Büchern vor? Ich habe die Bücher leider auch noch nicht gelesen und bin hier auch ein bisschen verwirrt! :-\


    Vermeidung von Kitsch finde ich natürlich auch immer gut! ;)


    Liebe Grüße
    Tammy

  • Ja, so ist es, er ist Imas Vater und eine Figur aus den anderen Büchern.
    Für mich hat er in dieser Geschichte jedoch zuwenig Bedeutung, als daß er einen Namen bekäme, bzw er hat schon Bedeutung, doch durch die Namensnennung würde sie zuviel Gewicht bekommen.


    Namen stellen Nähe dar - in der Regel hat man zuviel Nähe durch zuviel Namen - mich zumindest verwirrt das.
    Ich lasse Namen daher gerne weg und halte die Anzahl der benamten Protagonisten in Grenzen.
    Bin auch der Meinung, daß zB Dienstboten in einer Geschichte nicht zwingend einen Namen brauchen, weil sie für die Handelnden zu weit weg sind.


    Der Bote ist eine sensible Person. Ima will die Nähe zu ihm nicht, weil sie übelnimmt (wie übrigens viele Leser auch ;D die mit der verrücktgewordenen Mutter nicht klarkommen) und nicht an früher erinnert werden will. Die aufgestaute Enttäuschung (daß der Vater sie verlassen hat) ist größer als die Freude ihn wiederzusehen.
    Das ist sicher diskussionswürdig - aber mein Gefühl war einfach so.
    Menschen können ein Leben lang so übelnehmen, daß das Wiedersehen einer Kühlschranktür gleicht und eine Versöhnung so unmöglich ist wie Eis im Sommer.
    Umso anrührender ist die Krankenwache des Boten - einst hatte er Ima als Säugling auf seinen Armen ins Leben herübergerettet, und nun tut er es wieder, genauso stumm, zerknirscht und voller Hingabe.


    Kennt man die Vorgeschichte, gibt es Facetten zu entdecken, kennt man sie nicht, finde ichs nicht schlimm.
    Es gibt sooo viele Geschichten und persönliche Dramen, deren Namen und Hintergründe wir nicht kennen ...


  • Im Kopf schwirrt mir gerade herum wie eigentlich Imas Vater heißt? Wird der Name eigentlich mal erwähnt?


    Ich habe da so etwas wie "Hummulf" in meinem Hinterkopf gespeichert und kann leider nicht nachsehen, ob ich richtig liege (hab das Buch nicht mit im Büro ;)). Andererseits nimmt Ima es ihm doch übel, dass er seinen alten Namen abgelegt hat. Daher denke ich, dass wir den richtigen Namen gar nicht kennen, und wenn ich Dagmars letztes Posting recht verstehe, hat sie ihn bewusst weggelassen.


  • Der Name wird nicht erwähnt.
    Hätte ich es gemacht, wären seine Fans scharenweise in Ohnmacht gefallen :P - er hat nämlich unglaublich viele Fans gehabt.
    Humulfur ist ein Name mit Tiefgang, er bedeutet soviel wie der Wolf in der Dämmerung - so empfindet sich ja dieser Mann.


    Ich weiß schon, welche Bücher ich mir als nächstes zulegen muss! ;D


    Dagmar, ich finde deine Kommentare und Ergänzungen einfach immer spitze! Wenn man deine Meinung so liest, hat man gleich an ganz anderes Gefühl für die Personen und die Geschichte überhaupt! Finde ich einfach super! 8):)


    Liebe Grüße
    Tammy

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    odenwaldcollies

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