Leserundenfazit, Rezensionen etc. (ohne Spoiler)

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  • Hier ist Platz für die Rezensionen und Meinungen (zur Leserunde allgemein), die Ihr vielleicht nach der Leserunde schreiben wollt. Es wäre schön, wenn sich hier möglichst viele beteiligen - zumindest ein Fazit zur Leserunde (auch eines vom Autor) ist immer interessant.


    Bitte vermeidet Spoiler in den Rezensionen und verratet nichts Handlungsrelevantes.

  • So, dann fang ich halt mal wieder an ... (ihr seid langweilig Leute :P )
    Nachdem ich das Buch jetzt eine ganze Weile habe sacken lassen, fühle ich mich bereit für eine Zusammenfassung meiner Gedanken. *g*


    ****


    Puh, es gibt selten Bücher, die mich in einen solchen Leserausch versetzen, wie dieses es geschafft hat!


    In diesem Buch geht es um Sia in der Gegenwart, die sich an die Geschichte von Scylla erinnert. Scylla, geboren im 17. Jahrhundert, ist ein Mädchen, das nach dem Tod der Mutter bei ihrem Vater, einem Wissenschaftler, aufwächst und von diesem lernt. Die zwei Handlungsstränge Gegenwart und Vergangenheit werden hierbei parallel erzählt. Bereits zu Anfang werden viele Fragen aufgeworfen: Warum verfolgt Scyllas Geschichte Sia? Was verbindet die beiden? Und was verbindet die Beiden mit den Kindern des Judas? Bei jedem Versuch noch mehr über die Geschichte zu verraten läuft man Gefahr zuviel zu verraten, nur noch soviel: natürlich spielen Upire / Vampire eine Rolle. Diese Information ist zwar bekannt, zweifelsohne wäre es aber durchaus auch reizvoll gewesen, wenn man dies erst im Buch selbst erfährt, denn die Vampire treten nicht von Anfang an auf.


    Das Buch beginnt mit einem überaus vielversprechenden Prolog, der tiefe Emotionen seitens der Ich-Erzählerin Sia schildert und diese auch in mir weckte. Die ersten zwei Absätze über die "Melodie des Lebens" haben mir hierbei besonders gut gefallen, sie sind sehr eindrucksvoll beschrieben und den Vergleich finde ich richtig genial. Nach diesem Prolog fängt die Erzählung dann bereits sehr spannend an. Abschnitt für Abschnitt werden Fragen aufgeworfen und sollte mal eine beantwortet werden, so meist nur um mit der Antwort noch mehr Fragen zu verbinden. Diese Spannung hält sich etwas über die Hälfte des Buches bis ein Großteil der Fragen beantwortet wird. Die Antworten sind hierbei zwar nicht alle unbedingt richtig, doch hindert das die Erzählung nicht daran für den Leser erst einmal eine Verschnaufspause einzulegen. Die Weichen sind jedenfalls gestellt, das Finale kann - so langsam mal ;) - kommen. Leider erreichte die Spannung hiernach für mich nicht mehr das Niveau der ersten Hälfte. Sie war zwar durchaus noch reichlich vorhanden, jedoch finde ich das Munkeln über Zusammenhänge reizvoller als die schlichte Frage: Wie geht es aus?


    Sia ist eine Figur, die nicht unbedingt zur Identifikation geeignet ist. Zwar bringt die Ich-Erzählung ihre Gefühle dem Leser durchaus näher, doch zeigt sich nach dem sehr emotionalen Epilog auch eine sehr dunkle Seite an ihr die erst einmal Distanz schafft. Zwar ist mir Sia durchaus sympathisch und ihre Handlungen sogar nachvollziehbar, das ändert jedoch nichts daran, dass mich so manches was sie tat gehörig erschreckte - oder erschreckte es mich, dass ich ihre dunkle Seite verstehen konnte? Ich kann jedenfalls nicht behaupten, dass die Figur der Sia zu flach gewesen wäre. Ich finde sie ziemlich vielschichtig.
    Mit Scylla wurde ich am Anfang erst einmal gar nicht warm. Erst war sie zu jung, ihre Reaktionen für mich emotional nicht nachvollziehbar. Später geht sie teilweise mit einer solchen Abgebrühtheit und Kaltblütigkeit (selbst in ihren jungen Jahren schon) vor, die gleichzeitig so abstoßend wie faszinierend ist. Erst als Scylla "umdenkt", wird sie mir auch als Figur sympathischer.
    Ein weiterer Charakter, Viktor, wird erst sehr spät eingeführt. Als Leser weiß man immerhin, dass dies nicht anders möglich war. Dennoch wirkte Viktor über die ganze Länge seines Auftritts - und das trotz aller Sympathie für diesen neugierigen und wissbegierigen Burschen - auf mich leider wie ein Fremdkörper. Schade!
    Ich könnte jetzt noch über andere Figuren etwas schreiben, bspw. über Karol, Lydia oder Marek, doch ich möchte nicht noch mehr vorwegnehmen. Der geneigte Leser sollte sich hier selbst ein Bild machen. Fest steht nur, dass viele Charaktere des Buches in mir ambivalente Gefühle hervorriefen.


    Über den Vampirglauben in den osteuropäischen Gebieten fließen vielerlei Informationen in die Geschichte mit ein, so gibt es z. B. vielerlei unterschiedliche Vampirarten mit unterschiedlichen Fähigkeiten (und natürlich auch Gemeinsamkeiten). Außerdem waren noch weitere für mich neue Aspekte enthalten, was ich überaus interessant fand. Ich hätte nichts dagegen hierüber noch mehr zu erfahren.


    Das Buch an sich ist nichts für schwache Gemüter. (So manch einer hält beim Lesen allerdings auch mehr aus als er denkt ;)) Es wird fleißig seziert, präpariert, gepfählt und geköpft. Mit Ekligem und Grausamen wird nicht gespart, hin und wieder werden regelrechte Gemetzel angerichtet. Zum Schluß kam bei mir dann eine gewisse Reizüberflutung auf. Nach meinem Geschmack lag hier der Schwerpunkt etwas zu sehr auf blutiger Action.


    Das (netterweise) unblutige Ende ist zwar kein richtiges Happy End, doch wartet es mit einer Lösung auf, die mich sehr zufrieden stellt. So konnte ich das Buch auch mit einem guten Gefühl zur Seite legen und mich von meinem Leserausch erholen.


    Mein Fazit: Ein spannendes Buch, das mir gut gefallen hat. Ich würde gerne weitere Vampirbücher des Autors lesen, auch wenn sie blutig sind. (Nur bitte nicht mehr als in diesem Buch!)


    PS: Ein Danke geht natürlich an Markus für die Beantwortung meiner Fragen. *g*
    PPS: Ich liebe rote Haare!

    Ein Leben ohne Bücher wär Tortur!<br />(Professor Abronsius)

    Einmal editiert, zuletzt von Tolpan ()

  • Hallo Ihr Lieben,


    nachdem jetzt doch die meisten mit dem Buch durch sind, will ich dann hier auch meine abschließende Meinung kundtun! ;)



    So, dann fang ich halt mal wieder an ... (ihr seid langweilig Leute :P )


    Also, wenn dann musst du schon jeden Thread starten... :D


    Das Buch:
    In der Gegenwart lernt der Leser Sia kennen. Aus ihrer Sicht wird ihr derzeitiges Leben beschrieben und nach und nach die verschiedenen Facetten ihres Charakters aufgedeckt.
    Parallel dazu verläuft ein Handlungsstrang ca. 300 Jahre vorher, der die Geschichte von Scylla erzählt. Ein kleines Mädchen, das nach und nach die Geheimnisse ihrer Herkunft und den Sinn ihres Lebens entdeckt.


    Zwischen diesen beiden Handlungssträngen wird im gesamten Buch immer wieder hin und her gesprungen. Dabei liebt es der Autor die Kapitel mit Cliffhanger enden zu lassen, in die andere Zeit zu wechseln und den Leser damit dazu zu zwingen, dass dieser ganz schnell weiterlesen muss.


    Jedoch auch ohne diese Cliffhanger würde es schwer fallen, das Buch aus der Hand zu legen. Der Schreibstil ist sehr flüssig, die Stimmungen des Buches werden sehr gut rüber gebracht und ich war sofort von der Geschichte fasziniert und in ihr gefangen.


    Die vorkommenden Charaktere sind sehr vielschichtig und es ist schwer sie als „gut“ oder „böse“ einzustufen. Fast jeder Charakter hat seine positiven Seiten, aber auch sehr dunkle Seiten. Vor allem die beiden Hauptcharaktere Sia und Scylla erscheinen einem zu Beginn ganz anders und man wird davon überrascht, dass sie plötzlich noch ganz andere Seiten offenbaren.


    Der Beginn des Buches ist überraschend emotional und verursacht schon eine gewisse Gänsehaut. Aber nicht, weil es gleich blutrünstig zur Sache geht, sondern ganz im Gegenteil, ein sehr tragisches Thema angesprochen und sehr feinfühlig ausgeführt wird.


    Das Buch ist ein Vampirroman und wird diesem Anspruch meiner Meinung nach auch voll und ganz gerecht. Man erfährt viel über die unterschiedlichen Vampirarten, die Möglichkeiten, wie man einen Vampir umbringen bzw. sich vor ihm schützen kann. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, das dies für mich der erste Vampirroman war, den ich gelesen habe und ich konnte eine Menge über Vampire lernen, was ich vorher noch nicht wusste.


    Jedoch, da es sich um einen Vampirroman handelt, fließt natürlich auch eine Menge Blut. Dies gehört an und für sich zu so einem Roman, ich muss jedoch gestehen, dass einige Kapitel für mich zu „blutig“ waren und ich irgendwann das Gefühl einer „Blutüberflutung“ hatte.


    Sehr gelungen ist der Schluss, der beide Handlungsstränge auf eine sehr geschickte Art und Weise zusammen führt und insgesamt ein Ende bietet, das mich überzeugt zurück gelassen hat. Gleichzeitig ist es ein Ende, das das Buch wundervoll abschließt, sich jedoch alle Möglichkeiten eines Folgeromans offen lässt (auf den ich sehr hoffe!).


    Ein insgesamt sehr gelungenes Buch, dass ich allen Vampir-Liebhabern nur empfehlen kann. Jedoch ist es nichts für zarte Gemüter und die Altersbeschränkung ab 16 Jahren ist meiner Meinung nach auf jeden Fall gerechtfertigt!



    Die Leserunde:
    So eine stark frequentierte Leserunde habe ich bis jetzt noch nie mitgemacht und mir hat das sehr gut gefallen. Schön fand ich auch, dass alle Teilnehmer zu jedem Abschnitt was geschrieben haben und auch viele Spekulationen und Diskussionen möglich waren. Hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich möchte mich dafür bei allen Teilnehmern ganz herzlich bedanken! :-* Freu mich schon auf die nächten Runden mit euch! 8)
    Ein großes Dankeschön an dich, Markus, dafür, dass du uns begleitest hast, so bereitwillig alle Fragen beantwortet und noch viele Zusatz-Infos geliefert hast. Dies war mein erstes Buch von dir (ja, ich schäme mich ja schon :-[ ;)), aber es wird bestimmt nicht das Letzte bleiben! ;D


    Liebe Grüße
    Tammy

  • So, dann will ich euch ebenfalls an meiner abschießenden Meinung teilhaben lassen:


    Erst einmal zur Leserunde:


    Danke an Markus, dass du uns begleitet und die Fragen beantwortet hast. Es macht immer wieder Spaß ein Feedback vom Autor zu haben, während man liest.


    Und natürlich danke an alle Teilnehmer ohne die eine Leserunde natürlich nicht so viel Spaß machen würde. Ich habe auch noch nie an einer so großen Leserunde teilgenommen. Eine interessante Erfahrung. Leider habe ich etwas zu schnell gelesen, sodass ich mit meinen Spekulationen nicht in frühere Kapitel zurückgehen wollte um andere Leser zu spoilern.


    Zum Buch:


    Das Buch hat mir gut gefallen. Wenn ich fünf Sterne vergeben dürfte, würde es vier bekommen. Mir fehlte der Gruselfaktor, den zum Beispiel "Ritus" hatte. Davon hätte ich mir mehr gewünscht, anstelle der sich oft wiederholenden Blutbäder, die manchmal etwas ermüdend waren.


    Das Buch lässt sich gut lesen, die Sprache ist so gehalten, dass man über die Seiten fliegt.


    Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit hat mir auch hier wieder gut gefallen. Wobei ich wie bei Ritus und Sanctum die Erzählung der Vergangenheit lieber mochte. Der Prolog fing in der Gegenwart verheißungsvoll an, hielt dann aber für mich die hohen Erwartungen nicht, weil mir der emotionale Gegensatz in Sia zu krass war.


    Mein Lieblingspart im Buch wurde tatsächlich der Teil mit Viktor. Ich mochte die Darstellung der Vampire aus der Sicht der Menschen sehr gerne, der Einblick in die Welt des Aberglaubens hat mir gut gefallen.


    Die Darstellung der KdJ fand ich interessant. Auch wenn ich die Sache mit dem fließenden Wasser immer noch nicht verstanden habe. *g*


    Definitiv ein gutes, solides Unterhaltungsbuch, das sich gut für düstere Leseabende eignet.

  • Zum Buch:


    Eigentlich schade, dass man von Anfang an weiß, dass es in dem Buch um Vampire geht, sonst hätte man noch einige Rätsel mehr zu lösen. Aber auch so muss ich sagen wirft das Buch sehr viele Fragen auf, die eine ungemeine Spannung erzeugen. Nach und nach werden diese Fragen beantwortet, nur um für jede Antwort eine weitere Frage aufzuwerfen. Das hat mich als Leser ganz schön bei der Stange gehalten!


    Aber von Anfang an: Nach einem grandiosen Prolog ist man eigentlich schon mitten im Geschehen und kennt die Hauptperson, nur um schwupps wieder herausgerissen zu werden, denn es geht in einer ganz anderen Zeit weiter. Das macht aber eigentlich gar nichts, denn der zweite Handlungsstrang, der sich fortwährend mit dem ersten abwechselt ist mindestens genau so spannend wie der in der Gegenwart. Natürlich fragt sich der Leser dann auch ob und wenn, welche Zusammenhänge es zwischen den einzelnen Handlungen gibt.


    Auf die einzelnen Charaktere in dem Buch möchte ich gar nicht eingehen, es sei aber gesagt, dass jeder Charakter äußerst vielschichtig ist und die meisten Handlungen perfekt zu den jeweiligen Personen passen. So etwas wie "Schwarz-weiß-Malerei" gibt es nicht, da sogar die Bösen verständliche Motive haben.


    Leider musste ich feststellen, dass ungefähr ab der Hälfte des Buches die Spannung ein wenig nachlässt, was einerseits daran liegt, dass das Tempo etwas herausgenommen wird, dass nicht mehr so viele neue Fragen aufgeworfen werden, und andererseits sozusagen an einem Perspektivwechsel, der mit der Einführung einer neuen Hauptperson einhergeht. Ich sehe ein, dass dies notwendig für den Verlauf der Geschichte ist, aber dennoch waren mir diese Kapitel etwas fremd.


    Nach diesem Zwischentief fängt sich die Geschichte aber wieder und bereitet den Weg für das Finale vor, welches mir äußerst gut gefallen hat. Zwar wird es nicht mehr ganz so spannend wie zu Beginn des Buches, aber alle Handlungsstränge werden stimmig zusammengefügt. Glücklicherweise ist das Finale auch nicht zu kurz geraten, so dass es den Leser noch einmal richtig fesselt.
    Ein "happy end" gibt es eher für die Leser als für die Figuren im Buch, denn ich bin mit dem Abschluss sehr zufrieden, auch wenn es bestimmt nicht alle Charaktere sind ;)


    Auf eine Fortsetzung, zu der das Ende ja auch ein wenig einlädt würde ich mich auf jeden Fall freuen.


    Zum Schluss sei noch Erwähnt, dass das Buch nichts für zarte Gemüter ist, denn an Blut und ekligen Szenen wird nicht gerade gespart. FSK16 ist auf jeden Fall angemessen.


    Aber alles in allem ist KdJ ein sehr gelungenes Buch, dass den Leser sehr schnell in seinen Bann schlägt und nicht mit temporeichen Szenen geizt. Glückwunsch zu einem super Buch, Markus!


    Zur Leserunde:
    Das hier war meine erste richtige Leserunde (nachdem ich bei Elfenritter hier angekommen bin und leider nur als Nachzügler mitschreiben konnte) und ich muss sagen, ich bin begeistert. In einer Leserunde zu lesen ist eine völlig neue Erfahrung! Einziger Nachteil ist wie ich finde, dass das totale Abtauchen in ein Buch nicht ganz so gut geht.


    Trotzdem macht es einfach super viel Spaß zu lesen, wie andere die einzelnen Abschnitte empfunden haben, was ihnen aufgefallen ist und was für Vermutungen sie haben. Das Spekulieren mit euch hat mir viel Spaß gemacht.


    Auch Markus' hilfreiche Kommentare und Hintergrundinformationen haben mir gut gefallen. Ich wäre bei einer Fortsetzung auf jeden Fall dabei und freue mich schon jetzt auf meine nächste Leserunde, die leider erst in ca. 20 Tagen anfängt ;(

  • Hallo!


    Bis hierher sage ich mal "danke für die Blumen". :o)
    Was die Blutbäder angeht - im nächsten geht es zwar auch wieder zur Sache, wie es sich für das Genre gehört, aber ich werde vermutlich mehr andeuten und den Rest dem Leser überlassen. Also... schätze ich.... ;D ;D ;D


    Viele Grüße
    Mahet

  • Hier nun meine Meinung zur Leserunde und zum Buch:


    Dieses Buch ist wirklich nichts für Zartbesaitete. Es ist ein Buch über Vampire und ihre ganz speziellen Eigenarten, die Markus Heitz auch sehr bildlich beschreibt. Gut gefallen hat mir, dass es auch bei den Vampiren so vielfältige Charaktere und auch Arten gibt, die eine schwarz-weiß-Malerei nicht zulassen. Oft geht es - Vampirlike - sehr blutig und brutal zu, was aber durchaus zur Geschichte passt. Insgesamt ist es ein spannender Vampirroman mit einigen interessanten Wendungen und Ereignissen.


    Dadurch, das Markus Heitz permanent zwischen dem Heute und dem 18. Jahrhundert wechselt, bleibt der Spannungsbogen lange erhalten und man muss schnell weiterlesen, um endlich zu erfahren, was passiert.


    Am besten gefallen haben mir der wunderbare Prolog und das Ende, dass sehr gut zu der Geschichte passt.
    Weniger gefallen hat mir, dass einige Fragen meiner Meinung nach unbeantwortet blieben, was allerdings nach einer Fortsetzung "schreit".


    Zur Leserunde:
    Wie immer hat mir die Leserunde sehr viel Spaß bereitet. Besonders gefallen haben mir die teilweise wilden Spekulationen um die zeitweise ungeklärten Fragen. Und durch die rege Beteiligung aller Mitleser und auch durch Markus Heitz empfand ich die Leserunde als sehr lebendig.


    Für die eventuelle Fortsetzung bin ich auf jeden Fall zu Haben.


    LG Murkxsi

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Nach einigen Tagen erzwungener Leserunden.de-Abstinenz melde ich mich zurück und will nun auch meine Meinung zu "Kinder des Judas" kundtun.


    Die Leserunde:


    Meine bisher größte. Hat unheimlich viel Spaß gemacht! Danke euch allen für diese wunderbaren und unterhaltsamen Lesetage. Danke an Markus für die interessanten Kommentare :winken: .


    Das Buch:


    700 Seiten in 5 Tagen - eine meiner Bestleistungen bisher. Das spricht sehr für das Buch, wie ich finde ;) .


    Mir persönlich hat die erste Hälfte des Romans am besten gefallen. Es kommen darin so viele Fragen auf, man stellt so viele Vermutungen an, dass die Spannung ins Unerträgliche steigt und man nicht aufhören kann zu lesen. Obwohl ich kein Fan von Zeitsprüngen bin und schon gar nicht, wenn diese Zeitsprünge einen ganze Jahrhunderte zurück in die Vergangenheit führen, habe ich mich schnell "eingelesen". Die Charaktere empfand ich als sehr vielschichtig, gut geeignet zum Mitfühlen und Mitfiebern.


    In der zweiten Hälfte des Buches taucht eine neue Hauptfigur auf, mit der ich mich bis zum Schluss nicht so ganz anfreunden konnte. Die Infos über die verschiedenen Vampir-Arten fand ich zwar interessant, aber es waren - für mich - einfach zu viele auf einmal. Es tauchen in der zweiten Häfte immer noch viele Fragen auf, aber die meisten (die interessantesten) sind zu diesem Zeitpunkt bereits beantwortet worden, so dass nicht mehr die gleiche Spannung aufkommt wie in der ersten Romanhälfte. Ich gestehe, dass mich das letzte Kapitel mit fast allem, das mir vorher nicht gefallen hatte, wieder versöhnt hatte. Dieses letzte Kapitel empfand ich nach dem tollen Prolog als das beste im ganzen Buch.


    Fazit:


    Ein Buch zum Inhalieren ;) und gar nicht zu blutig. Ich wünsche mir eine Fortsetzung! :winken:


    ***
    Aeria

    Realität ist nur etwas für Menschen mit zu wenig Phantasie.

  • Hallöle!


    Endlich komme ich mal wieder dazu einen längeren Beitrag zu verfassen, und widme mich somit jetzt dem Abschluss des Buches.


    1.Die Leserunde


    Dies war meine erste Leserunde überhaupt.Ich hatte hohe Erwartungen, und sie wurden sogar übertroffen.Es ist wirklich ein tolles Gefühl sich mit verschiedenen Menschen über noch so kleine Details eines Buches auszutauschen, und dabei auch noch mit individuellen Kommentaren und Background-Infos vom Autor persönlich versorgt zu werden.Danke Markus!
    Meine einzige Angst war, das evtl nur 2 bis 3 Leute schreiben, aber hey, dem war glücklicherweise nicht so.Ich finds toll und ich freue mich mit euch auf zukünftige Leserunden!



    2.Das Buch


    Ich wurde erst durch leserunden.de auf das Buch aufmerksam, und wurde dann auch von Koboldin, die ich persönlich kenne, mit Infos über Markus Heitz versorgt.
    Es ist mein erstes Buch von ihm und ich bin begeistert.
    Ich bin ein absoluter Fan von Vampirbüchern, doch dieses ist wirklich etwas besonderes.
    Zum einen hat es einen teils wissenschaftlichen Charakter.Einzelne Arten von Vampiren werden dort genannt, und auch (für mich zumindest) untypische Merkmale wie etwa das Aushängen des Kiefers beim Blutsaugen beschrieben.Auch der geschichtliche Background war gut durchdacht und vollkommen nachvollziehbar.
    Die- ich nenne sie jetzt einfach mal euphemistisch- blutigeren Kapitel haben für mich einen besonderen Reiz dargestellt.Durch diese genaue, detailgetreue Schilderung waren sie nicht nur einfach brutal, sondern haben mich auch auf einer, wie soll ich sagen, psychischen Ebene angesprochen, d.h. das auch Schmerz wie eine Droge sein kann etc.
    Auch der Wechsel, zwischen Personen und Zeit war sehr efrischend für mich.Bisher kannt ich lediglich immer eine Variante eingesetzt, doch beide zusammen ergeben ebenfalls eine tolle neue Art, eien Story aufzubauen.
    Fasziniert haben mich auch teils ungewöhnliche Vergleiche.......das beste Beispiel hierfür ist das Leben mit einem Konzert zu vergleichen!^^
    Allgemein ist noch zu sagen das ich das Buch regelrecht verschlungen habe, und sogar Französisch- und Mathestunden dazu genutzt habe, um zu erfahren wie es mit Scylla/ Sia weitergeht.
    Besonders schön fand ich auch das am Schluss noch die Brücke zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart bzw. Zukunft geschlagen wurde (durch den neuen/alten Namen von Sia), das zeigt auch, dass das Buch eien psychologische Ebene hat. Es gibt nicht nur Gut und Böse, Schwarz und Weiß, die Protagonistin durchläuft einen emotionalen Prozess, der vielleicht nicht in allen Punkten, doch letzendlich im Gesamtbild für mich nachvollziehbar war.


    Auch ich wünsche mir eien Fortsetzung!^^


    liebe Grüße an alle


    Lina

    Melancholie ist süße Vergnügen traurig zu sein...

    Einmal editiert, zuletzt von Lina- ()

  • Tja, nun, nachdem ich die letzten Tage in der LR ein wenig verschlafen habe, post ich jetzt auch mal mein Fazit :lesen:


    Das, was mir an dem Buch am besten gefallen hat, war die Vielschichtigkeit der Charaktere, die weder wirklich, noch wirklich böse sind. Diese "Grautöne" bei Protagonisten finden sich sowas von selten! Hier gab sie's glücklicherweise, was die Figuren sehr realistisch wirken lässt, es teilweise schwierig macht sie zu mögen. Wie gesagt, genau das ist aber das Tolle dran, weil man sich sehr ernsthaft mit den Figuren, ihrer Denkweise und ihren Handlungen auseinandersetzt, jene auf diese Weise sehr viel... intensiver werden. Teilweise bleibt einem sogar gar nichts anderes übrig, als das eigene Gewissen miteinzubeziehen (jedenfalls ging's mir so: Was würde ich in dieser Situation machen? War diese Tat jetzt gerechtfertigt oder nicht? etc.), wodurch der Roman auch einen philosophisch-ethischen Aspekt aufweist.
    So enthält das Buch neben - und vielleicht auch trotz - der Spannung auch noch Tiefsinn - eine tolle Mischung, die allerdings auch sehr selten ist und damit umson wertvoller.
    Die erste Häfte hat mir insgesamt richtig gut gefallen, daran gibts überhaupt nichts auszusetzen, Buch drei jedoch - bis zu der Stelle von Scyllas und Viktors Flucht - hat mich ein wenig enttäuscht und war in meinen Augen der schlechteste Part. Von den Vampiren zu viel, von der Entwicklung der Beziehung zwischen Viktor und Scylla zu wenig - das kam mir etwas abgehackt und unproportional vor und hier setzte dann auch langsam das Gefühl der "Blutüberflutung" ein - hätt's hier nicht gebraucht.
    Das Ende wiederum gefiel mir genauso gut wie die erste Hälfte, hat mich ausgesöhnt und dieses "halbe" Happy-End fand ich auch sehr passend. Auch nicht ganz gut und nicht ganz schlecht, wie die Figuren und trotzdem sehr zufriedenstellend ;) Ich legte das Buch mit einem Lächeln aus der Hand.
    Kurz: Man sitzt auf Kohlen, trotzdem kann man mitdenken... wenn ich auch die paar Dinge auszusetzen hatte, ist es ein Buch, das förmlich an den Händen klebt!
    Ah und bevor ich's vergess: Vom Schreibstil war ich sehr angetan, der Prolog so ziemlich der Beste, den ich je gelesen hab und gegen 'ne Fortsetzung hätt ich auch nichts. ;)


    Zur Leserunde:
    Es war auch meine erste Runde hier und sie hat wahnsinnig Spaß gemacht. Diskutieren und Spekulieren mit Gleichgesinnten - tollo, und dann auch noch so viele, da war ich gleich ganz überrascht! Ein herzliches Danke auch an Markus für die Hintergrund-Info und die Kommentare!
    Es war aufregend und interessant und lustig mit euch zu schreiben und a bissl Gedankenaustausch zu betreiben und ich dank euch allen dafür!


    Liebe Grüße und tüdeldü!!!

  • Hier nun auch noch etwas verspätet meine Meinung zu Leserunde und Buch:


    Die Leserunde:


    Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mit euch zu lesen. Dies war meine erste Leserunde in diesem Forum und ich bin begeistert! Erstens haben richtig viele Leute mitgemacht, was ich toll fand, zweitens ist es einfach super, wenn der Autor mit dabei ist und man direkt mal etwas nachfragen kann. An dieser Stelle auch von mir ein herzliches Dankeschön an Markus! :winken:


    Das Buch:


    Schon bevor ich hier las, dass eine Leserunde zu diesem Buch stattfinden sollte, hat es mich durch sein ansprechendes Cover im Buchladen "angelacht". Der Klappentext klang schon sehr vielversprechend. Niemals hätte ich jedoch gedacht, dass mich der Inhalt so sehr in seinen Bann ziehen könnte. Ich mag Horror, ganz speziell Vampir-Geschichten, und diese gab mir nun wirklich alles, was mein Herz begehrte. Die erste Hälfte lässt einem in Sias Welt blicken und ihre Geschichte erleben, parallel dazu in einem zweiten Handlungsstrang lernt man Scylla kennen. In der zweiten Hälfte des Buches kamen dann mit Victor und seiner Vampir - Besessenheit die historischen Aspekte hinzu, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Dieser Teil gab der Geschichte die nötige Tiefe, um sie von einem "gewöhnlichen" Vampir-Roman abzuheben. Die Informationen über die Vampire, die Geschichtlichen Fakten und Hintergründe wirkten sehr überzeugend und gut recherchiert. Das und die angenehme Sprache, derer sich der Autor bedient, haben dieses Buch für mich zu einem wahren Leckerbissen gemacht.


    Obwohl das ganze Buch hindurch viel Blut geflossen ist, fand ich auch das nicht zu übertrieben und bin froh, dass alles so ausführlich geschildert wurde. Die Personen und Schauplätze wirkten sehr lebendig auf mich und ich konnte sie mir sehr gut vorstellen.
    Bei diesem Buch hätte ich mir gut und gerne noch ein paar hundert Seiten mehr gewünscht, oder aber eine Fortsetzung. Aber auch das Ende der Geschichte ließ mich zufrieden das Buch zuklappen. Was will man mehr?


    Das war übrigens mein erstes Buch von Markus Heitz, und ganz sicher nicht das letzte. Inzwischen liegen schon Ritus und Sanctum auf meinem SUB. Auf diese beiden freue ich mich schon riesig! 8)

    Liebe Grüsse<br />Hanni

    Einmal editiert, zuletzt von Hanni ()

  • Meine Meinung:
    Das Buch hat mir ziemlich gut gefallen. Die Spannung hielt sich von Beginn an kontinuierlich.
    Besonders schön war ich die vielfältigkeit der Charaktere. Man hat keine zwei Personen in dem Buch gefunden, der Charakter sich auch nur ähnelt. Alle sind einfach Individuen, wie es sein sollte.
    Besonders Scyllas Charakter hat an Tiefe gewonnen und man beschäftigte sich niht nur mit der Hülle sozusagen.
    Ich fand auch nicht, dass der Ekelfaktor zu hoch war. Das was eklig sein könnte(ist wurde gut portioniert und gut verteilt in die Geschichte eingebaut.
    Zu Beginn haben mich die beiden Handlungsstränge (Gegenwart/Vergangenheit) etwas irritiert, da man auch immer vom Gedankengang her wechseln musste, aber als sich die beiden Stränge zum Schluss gefunden haben, fand ich die Idee sogar richtig gut.
    Der Schluss ist meiner Meinung nach zu sehr abgeflacht und was die Kämpfe betrifft, waren es einfach zuviel des Guten.
    Obwohl das Buch so dick ist, weiß ich jetzt nicht, was ich noch dazu sagen soll, außer das es insgesamt ein sehr schönes, empfehlenswertes Buch ist.

    Du öffnest ein Buch, das Buch öffnet dich. <br />-Chinesisches Sprichwort-

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen