04 - 1. Buch: Kapitel IX (bis Seite 330)

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  • Hier könnt ihr zu den Kapiteln IX (bis Seite 330) schreiben. Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Es tut mir Leid, aber ich konnte einfach nicht anders. Ist einfach zu spannend im Moment. (Oder generell betrachtet. :))


    Dieser Abschnitt war schon harter Tobak, puh! :o


    Erst einmal zu Sia. Grausam was da passiert, furchtbar ... ekelhaft *schauder*. Und trotzdem ... mh ihre „Erklärung“ des Junkies auf Entzug ist irgendwie nachvollziehbar, das macht das Ganze noch schlimmer. So eine sinnlose Schlachterei, die sie ja nie wollte, denn sie hat tatsächlich versucht enthaltsam zu leben. Marek hat es ihr kaputt gemacht (jaja, das ungute Gefühl bei seinem ersten Auftreten war nicht umsonst ::)), seine kryptischen Zeilen geben erneut Rätsel auf. Dafür beantworten sich endlich andere Fragen mehr oder weniger ... Die Liste also. Ich reime mir das jetzt nach den ganzen Angaben so zusammen, dass Sias Familie Erbgut (?) in sich trägt, dass sie nach ihrem Tod in eine Art Vampir verwandeln kann. Und das möchte Sia nicht. Ihr Massaker unter den Anwesenden Zuschauern des Kampfs wird ihr auch gezeigt haben, dass ein enthaltsames Leben auf Dauer nicht möglich ist. Jetzt will sie sozusagen präventiv verhindern, dass aus ihren Verwandten das wird, was sie selber ist. Es ist nicht unbedingt eine allgegenwärtige, aber doch eine oft gestellte Frage, ob es vertretbar ist eine kleinere Gruppe Menschen zum Wohle einer größeren Gruppe zu opfern.
    (Das erinnert mich an die Ethikstunden während des Religionsunterricht. Herje, das mich das Buch an so etwas erinnert hätte ich nicht gedacht!) Sia hat ihre Entscheidung getroffen obwohl ihr Gewissen sich gegen die Morde an ihren letzten drei verbliebenen Verwandten sträubt. Ich will im Moment gar nicht weiter darüber nachdenken, aber später werde ich das wohl müssen. Das Buch wird mich wohl nicht verschonen ...


    Die Vergangenheit verläuft für Scylla nicht minder erschreckend. (Mir fällt gerade auf, dass ich das Wort recht häufig gebrauche. Ich brauche dringend mehr Synonyme. *g*) Das die Geschichte mit Giure nicht gut verlaufen würde, war mir schon im Vorneherein klar. Ich weiß zwar immer noch nicht warum Scyllas Jungfräulichkeit der Cognatio so wichtig sein sollte, aber das sie wichtig ist, hat man bei der ersten Leibesvisitation deutlich gemerkt. Als Leser hatte man hier natürlich den Vorteil vor Scylla, da man weiß, was es bedeutet wenn sie abgelehnt wird. Karol weiß es natürlich auch. Seine Wut richtet sich dabei auf Giure, dabei war Scylla aus meiner Sicht doch auch die treibende Kraft dahinter. Immerhin hat sie viele erste Schritte gemacht ... sie zeigte Giure ihr Zuhause und weihte ihn ein, sie wollte aus ihm einen Gelehrten machen, sie hat ihn zuerst geküsst etc. Und es endet nicht gut ... vielmehr mit eingelegten Präparaten. Und Scylla, die sonst so abgebrüht im Umgang mit diesen ist, zeigt zum ersten Mal seit langer Zeit wieder Emotionen statt Abgeklärtheit. Sie tut mir leid trotz ihrer Naivität und Dummheit. Liebe macht halt blind (und nicht nur die) ... und zumindest hätte ihr Vater vielleicht etwas verhindern können, hätte er nicht so sehr seine Geheimnisse bewahrt. Verfahrene Situation. Ich mag ihren Vater nicht. ::)


    Später findet die erneute Cognatio statt. Und Lydia (ich vergesse den anderen Namen immer) tötet ihre Elevin um Scylla an deren statt aufzunehmen. Ein scheußliches Verhalten. Die Mitglieder der Cognatio scheinen wohl alle miteinander keine Skrupel zu kennen. Nun gut, es verlässt keiner die Cognatio lebend. So sagt Karol doch.


    Und wir erfahren jetzt auch zumindest einen Teil der Wahrheit über Karol. Also ist er doch ein Vampir. Aber ein Vampir, der sich den Unterkiefer ausrenkt um seinem Opfer die Kehle aufzureißen, wie es Tiere tun? Uaaaaaaaaah, das ist sehr gewöhnungsbedürftig. Das „gefällt“ mir nicht so wirklich. Nein, nein, nein ...


    Es tut mir Leid, wenn ich jetzt so davon eile, aber das Buch ist einfach zu spannend. Ich habe versucht mir Zeit zu lassen, aber das will nicht funktionieren. Ich muß einfach weiterlesen. Erst Recht bei einem Ende wie in diesem Abschnitt (wer so weit kommt, der wird mich verstehen - hoffe ich ;)). Also werde ich auch weiterlesen. :winken:

    Ein Leben ohne Bücher wär Tortur!<br />(Professor Abronsius)

    Einmal editiert, zuletzt von Tolpan ()

  • Es wird immer spannender, aber auch brutaler.


    Jetzt wissen wir also defintiv, dass Sia eine Art Vampir ist und ihr Vater Karol ebenfalls. Was wir noch nicht wissen, ist, wie Scylla zu einem Vampir werden wird. Muss sie dafür erst sterben oder gibt es da ein Elexier, das nachhilft? Wie sieht die Geschichte der Kinder des Judas aus? Ist es etwas, dass nur Scyllas Familie verkörpert (hat der Vater etwas entwickelt, das er nicht teilt?) oder sind alle Mitglieder der Cognatio Kinder des Judas? Der Vater hatte ja bereits einige Andeutungen gemacht, was seine Forschung angeht. Also ein Mittelchen, das auch das Leben verlängert. Ich möchte da defintiv noch mehr Hintergründe. *g*


    Tja und der arme Giure. Dass er nicht lange am Leben bleibt und das Glück der beiden schnell zerstört wird, war ja irgendwie klar. Aber das der Vater dann noch soweit geht, Scylla das Kind herauszuschneiden, das fand ich schon heftig.


    Bin gespannt, wie es weitergeht. :lesen:

  • Tja, wenn man denkt, es könne nicht mehr gruseliger kommen, dann passiert es eben doch! Ich bin immernoch ganz geschockt von den letzten Seiten. Die Ereignisse überschlagen sich, sowohl bei Sia als auch bei Scylla. Inzwischen kann ich mich nicht mehr entscheiden, von welchem der beiden Handlungsstränge ich eher wissen will, wie er weitergeht. ;) Meine Nerven werden auf jeden Fall kaum geschont bei dem vielen Blut das fließt.


    Sia tut mir irgendwie völlig leid. Ihre ganze Welt gerät aus den Fugen. Ihr letzter Kampf, der so blutig endete, die Morde die ihr bevorstehen und dann auch noch Tanja, die tot in der Küche liegt. Warum Marek so vorgeht verstehe ich an dieser Stelle zwar noch nicht, aber die Lösung dazu kommt sicherlich bald.


    Scylla ergeht es derzeit nicht viel besser. Als ihr Freund als Präparat im Keller landet und sie selbst das Kind "verliert" dachte ich, ok das war es jetzt an Grausamkeiten vorerst hier. Aber nein: Lydia bringt ihre Elevin um und die Dörfler stürmen die Mühle. Der Kampf Karols und der Pflock geben mir vorerst den Rest. Ich brauche eine kleine Pause, um das Gelesene zu verarbeiten. Gleichzeitig fällt es mir aber unglaublich schwer, die Finger vom Buch zu lassen!!!


    Viele Grüße
    Muertia

  • Man sollte solche Bücher nicht vorm Schlafengehen lesen, erst recht nicht DIESES Kapitel. Ich habe diese Nacht irgendwie nicht gut geschlafen und wirr geträumt.


    Aber da ist ja auch wirklich einiges passiert. Der Schrecken kam gar nicht mehr zur Ruhe, sowohl bei Sias Geschichte wie auch bei Scyllas.


    Das Schlimme ist, dass die Geschichten ziemlich parallel verlaufen. Bei beiden Geschichten ist eine starke Veränderung in Sicht. Sia muss fluchtartig ihre Wohnung verlassen, Scylla wird von den Bauern "getötet". Ich vermute mal, dass Karol sie noch irgendwie retten kann, indem er sie ebenfalls zu einem Vampir macht.


    Und die traurige Geschichte mit Giure und dem Kind. Allein die Tatsache, dass Karol einfach Scyllas Kind abgetrieben hat, fand ich unglaublich schrecklich und brutal.


    Geht es so brutal weiter? Dann sollte auf dem Cover eine Altersvorgabe stehen und die Warnung: Nichts für sensible Gemüter! ;)


    Jetzt muss ich erst bis heute abend warten, bis ich weiterlesen kann. Ich kann Tolpan verstehen, die jetzt erst recht nicht mehr aufhören kann. Ich muss nur daran denken, heute kurz vor dem Einschlafen etwas anderes zu lesen... ;)


    LG Murkxsi

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Bis Seite 280


    :o
    Hat das Gör tatsächlich gerade zwei Männer kalt gemacht?! Sie hat dabei nicht einmal Gewissensbisse. Da kommt wohl das väterliche Erbe durch, schätze ich.


    Als Scylla Giure die Mühle und deren Besonderheiten zeigt, habe ich sie schütteln und anbrüllen können. Ist sie denn komplett blöde?! Zu einer Zeit wie der damaligen ist es ein Wunder, dass der Junge nicht schreiend davon gelaufen und sie als Hexe oder schlimmeres angezeigt hat. Ich verstehe sie ja irgendwo, sie ist allein und einsam und braucht einen Freund, aber sie wird diesem Ziegenjungen den abergläubischen Bauern niemals austreiben können. Wenn sie ihm nur die Bibliothek gezeigt hätte, das wäre ja noch gegangen, aber gleich die unteren Stockwerke und die "Präparate"?! Mannomann, was Hormone bloß alles anrichten können *kopfschüttel*.
    Das wird nicht gut ausgehen, nie im Leben :o .


    Und gerade hieß es, dass ihr von Essensgerüchen übel wird. Tja, was könnte das wohl bedeuten... Wenn sie bei ihrer Mutter aufgewachsen wäre, dann wüsste sie jetzt Bescheid, aber Karol hat sie mit Sicherheit nicht aufgeklärt.


    ***
    Aeria

    Realität ist nur etwas für Menschen mit zu wenig Phantasie.

  • Himmelhimmelhimmel. Vom Regen in die Traufe, würd ich mal sagen. Kapitel neun hat's ja echt in sich - man glaubt es kaum!
    Zum einen die Sache mit Sia, die ihren Blutdurst auslebt, es aber im Nachhinein auf Marek schiebt: er ist daran schuld, dass sie der Gier nachgegeben hat, weil er ihr diesen "Bodensatz"-Upir geschickt hat. Sorry, aber ich finde, sie ist alt genug um für dieses Blutbad Verantwortung zu übernehmen! Klar, dass es für sie unmöglich war zu widerstehen und ich räume ja ein, dass dieses Verhalten von Marek provoziert wurde, aber trotzdem war SIE es, die all diese Menschen ausgesaugt hat und weder ihr Bruder noch dessen irrer Bote. Scheint mir aber so, dass sie sich diese Schuld nicht wirklich eingestehen will, was mich noch ein wenig mehr erschüttert hat, weil ich diese Denkweise einfach daneben finde, obwohl ich Sia ansonsten sehr gut leiden kann und es außerordentlich beeindruckend finde, dass sie versucht - und es ihr größtenteils auch gelingt - enthaltsam zu leben. Braucht sicherlich enorme Willenskraft.


    Auch in ihren jungen Jahren, als sie sich noch Scylla nennt, ist sie nicht ohne: Zum einen hat bringt sie ohne Skrupel zwei Männer um, wobei ich fast glaube, dass diese Rücksichtslosigkeit auch mit ihrer Erziehung zusammenhängt. Sie handelt nach dem Prinzip "Der Zweck heiligt die Mittel", und der Zweck ist ja auch irgendwo verständlich: Sie will raus aus ihrer Einsamkeit, sie will ein bisschen Freiheit, ihre Jugend und die erste Liebe mit allem, was dazugehört genießen. Aber trotzdem: für Grenzen hat sie (noch) keinen Blick.
    Das Buch hat echt philosophischen Ansatz, weil die Heldin wirklich keine weiße Weste hat. Was sie macht ist einfach nicht OK, und trotzdem kann man ihre Gründe verstehen. Schlimme Zwickmühle...
    Aber es hilft alles nichts - die Story ist tatsächlich ein Suchtmittel ;D , man muss einfach wissen, wie es weitergeht...


    Liebe Grüße,
    Koboldin

  • :o :o :o
    Immer, wenn ich denke, schlimmer geht's nicht mehr, setzt Markus noch einen drauf! Jetzt bin ich schon wieder zwei Fingernägel los, habe sie vor Aufregung abgeknabbert.



    Zum einen die Sache mit Sia, die ihren Blutdurst auslebt, es aber im Nachhinein auf Marek schiebt: er ist daran schuld, dass sie der Gier nachgegeben hat, weil er ihr diesen "Bodensatz"-Upir geschickt hat. Sorry, aber ich finde, sie ist alt genug um für dieses Blutbad Verantwortung zu übernehmen! Klar, dass es für sie unmöglich war zu widerstehen und ich räume ja ein, dass dieses Verhalten von Marek provoziert wurde, aber trotzdem war SIE es, die all diese Menschen ausgesaugt hat und weder ihr Bruder noch dessen irrer Bote. Scheint mir aber so, dass sie sich diese Schuld nicht wirklich eingestehen will, was mich noch ein wenig mehr erschüttert hat, weil ich diese Denkweise einfach daneben finde, obwohl ich Sia ansonsten sehr gut leiden kann und es außerordentlich beeindruckend finde, dass sie versucht - und es ihr größtenteils auch gelingt - enthaltsam zu leben. Braucht sicherlich enorme Willenskraft.


    Das kann ich nicht unterschreiben. Für mich war es Marek, der Sia so ausrasten ließ. Sie hat sich doch jahrelang zurückgehalten; mal hie und da ein wenig Blut im Kampf scheint ihr nichts auszumachen, aber wenn so einem Untoten eine Waffe in die Hand gedrückt wird, damit er damit auf die Menge losballert, dann verstehe ich, dass bei Sia die Sicherungen durchbrennen. Bei soviel Blut kann sie sich nicht beherrschen. Mareks Schuld - ganz klar.


    Die Cognatio
    Was ist denn das für eine Brut?! >:( Ich kann verstehen, dass Sia froh ist, als Marek ihr 2007 berichtet, dass es die Kinder des Judas so gut wie nicht mehr gibt. Geschieht ihnen recht. Wären sie doch schon im 17. Jahrhundert ausgestorben! Hätte der Welt sicher gut getan.


    Giure hat Scylla offenbar nicht verraten, aber der Trottel hat seine Notizen herumliegen lassen, so dass sie gefunden werden konnten. Was nun geschieht, ist grauslig :o (heute offenbar mein Lieblingssmiley).


    Ich habe nach dem Ende dieses Kapitels zum ersten Mal gehofft, es möge nicht mit Sias Gegenwart weiter gehen! Tut es auch nicht :schwitzen: , der Hummel sei Dank. Die ersten 5 Seiten des X. Kapitels habe ich gelesen und es geht genauso spannend weiter.


    Ich weiß jetzt schon, dass ich mir "Ritus" und "Sanctum" kaufen werde, sobald diese im Sommer als neue Taschenbücher erscheinen :winken: . Wenn die Bücher auch nur ein wenig so sind wie "Kinder des Judas", dann werden sie mir gefallen.


    ***
    Aeria

    Realität ist nur etwas für Menschen mit zu wenig Phantasie.

  • OH mein Gott!
    Ich denke das drückt in etwa aus, was ich empfand nachdem ich das Kapitel gelesen habe.
    Ich jubilierte innerlich als Scylla und Giure wieder zueinander fanden.
    .


    Da geb ich dir allerdings recht!
    Und später hätte ich mir gern einen Papp-Karol gebastelt dem ich in den Allerwertesten treten wollte, für das, was er Scylla, dem ungeborenen Kind und Giure angetan hat.
    Interessant finde ich aber wieder die Reaktion(en) Scylla´s: Meiner Meinung nach trauert sie kaum um das Kind.Und auch Giures Verlust hat sie relativ gut weggesteckt.Zwar will sie sich an dem vorgeschobenen Bären rächen doch innerlich weiß sie doch wer ihren Liebsten getötet hat!Mir ist außerdem aufgefallen, das als sie ihren Vater zur Rede stellt, ihr es eher um das Wissen an sich geht, und keine Rechtfertigung fordert.Oder seht ihr das anders?
    Besinders berührt hat mich der Tod von Baronin Metunovas Elevin.Über eins bin ich mir jedoch nicht im klaren, war Eleonora Lydia´s Tochter?Wenn ja, dann Holla die Waldfee, die Cgnatio ist ja nicht grade kindefreundlich, und die Auswirkungen sieht man noch Jahrhunderte später:Sia sieht als einzige Lösung der Probleme ihre Nachkommen zu töten.


    Giure hat Scylla offenbar nicht verraten, aber der Trottel hat seine Notizen herumliegen lassen, so dass sie gefunden werden konnten. Was nun geschieht, ist grauslig :o (heute offenbar mein Lieblingssmiley).


    [/quote]
    Da bin ich mir nicht so sicher.Vielleicht war das ein eArt Ass im Ärmel weil er gefürchtet hat als Präparat zu Enden(wie es dann auch geschah!)


    Jedenfalls Hammer diese Story!Danke nochmal Ena für den Tipp!

    Melancholie ist süße Vergnügen traurig zu sein...

  • lina
    Wenn Giure sich so vor Scylla gefürchtet hätte, dann hätte er sich nicht weiter mit ihr abgegeben, denke ich. Nein, es war pure Nachlässigkeit von seiner Seite.

    Realität ist nur etwas für Menschen mit zu wenig Phantasie.

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich kann euch nur zustimmen: Dieses Buch ist eindeutig nichts für schwache Gemüter! Dieser Abschnitt war ja jetzt wirklich so richtig blutrünstig. Aber dabei so spannend, dass ich vor lauter lesen glatt meine U-Bahnhaltestelle verpasst habe! :-[ ;D


    Das kann ich nicht unterschreiben. Für mich war es Marek, der Sia so ausrasten ließ. Sie hat sich doch jahrelang zurückgehalten; mal hie und da ein wenig Blut im Kampf scheint ihr nichts auszumachen, aber wenn so einem Untoten eine Waffe in die Hand gedrückt wird, damit er damit auf die Menge losballert, dann verstehe ich, dass bei Sia die Sicherungen durchbrennen. Bei soviel Blut kann sie sich nicht beherrschen. Mareks Schuld - ganz klar.


    Ja, das sehe ich genauso wie Aeria! Marek hat dieses Gemetzel mit Absicht veranstalten lassen, weil er genau weiß, dass ein Vampir zwar enthaltsam leben KANN, aber wenn er quasi in Blut gebadet wird, ist das doch für den stärksten Charakter eindeutig zu viel. Das ist wie mit Alkoholikern: Sie können abstinent leben, aber wenn du sie in Alkohol badest, widersteht da glaube ich, keiner sehr lange!


    So, jetzt wissen wir, dass Sia ein Vampir ist und anscheinend nach ihrem Tod zu einem geworden ist. Nachdem dieser Abschnitt mit ihrem Tod endet, vermute ich mal, dass sie wieder aufersteht. Jetzt wird schön langsam auch klar, warum sie ihre Nachfahren beobachtet und weshalb sie sie gegebenenfalls tötet: Es kann es sein, dass diese nach ihrem Tod als Vampire wieder auferstehen! :o Aber der Entschluss, den sie jetzt gefasst hat, ist wirklich übel! Jetzt will sie wirklich auch das kleine Mädchen töten! Ich bin jetzt echt gespannt, ob sie das wirklich schafft!


    Warum Marek Tanja so grausam umbringen musste, verstehe ich auch nicht so ganz. Er hatte durch den Rückfall von Sia, den er provoziert hat, Sia doch eh schon so weit, wie er sie haben wollte. Warum musste dann ausgerechnet Tanja auch noch daran glauben! So brutal! Nein, ich mag Marek überhaupt nicht!!! >:( Ich möchte aber endlich wissen, was es mit ihm auf sich hat... Obwohl jetzt die Vermutung schon nahe liegt, dass es sich bei ihm um den Eleven handelt, der sie ihr ganzes Leben lang beobachtet hat. Das denke ich wegen dem Satz: Nach Belgrad. Dort wo alles begann!


    Scylla in der Vergangenheit erlebt ja die Hölle auf Erden: Ihr eigener Vater nimmt an ihr eine Abtreibung vor und bringt auch noch ihren Geliebten um!!! :o Als ich die Szene gelesen habe, wie Scylla auf dem Tisch mit Unterleibsschmerzen aufwacht, habe ich zuerst gedacht: "Oh Gott, das kann doch nicht wirklich wahr sein!" Aber doch: Ihr eigener Vater!!!! :o >:(


    Dass sie so "cool" zuerst reagiert, zeigt glaube ich nur den Schock und dass sie das alles zuerst gar nicht richtig begreift. Wer will schon wahr haben, dass der eigene Vater ein Monstrum ist? Aber am Ende sieht sie den Beweis auch noch live!


    Und wir erfahren jetzt auch zumindest einen Teil der Wahrheit über Karol. Also ist er doch ein Vampir. Aber ein Vampir, der sich den Unterkiefer ausrenkt um seinem Opfer die Kehle aufzureißen, wie es Tiere tun? Uaaaaaaaaah, das ist sehr gewöhnungsbedürftig. Das „gefällt“ mir nicht so wirklich. Nein, nein, nein ...


    Oh ja, diese Beschreibung fand ich auch so richtig gruselig!!! :o


    Die erneute Abstimmung der Cognatio war ja auch wieder total irre! Und dass die Baronin dann einfach ihre Elevin umbringt... :o Wie krass! Ich frage mich auch, ob das ihre Tochter war. Wenn wirklich, dann bedeuten Kinder bei ihnen einfach gar nichts! Nur die Sicherstellung ihres Platzes in der Cognatio! Ja, ich kann verstehen, warum Sia froh ist, dass es von den Kindern des Judas so gut wie niemanden mehr gibt! Um die ist es wirklich nicht schade! >:(



    lina
    Wenn Giure sich so vor Scylla gefürchtet hätte, dann hätte er sich nicht weiter mit ihr abgegeben, denke ich. Nein, es war pure Nachlässigkeit von seiner Seite.


    Ja, ich denke auch, dass das Giure verbockt hat. Meiner Meinung nach hat er einfach nicht nachgedacht, dass seine Notizen in die falschen Hände geraten könnten. Er war ja glücklich mit Scylla und ich denke er hat auch nicht damit gerechnet, dass ihr Vater ein Vampir ist und ihn umbringt. :(
    Obwohl ich da auch sagen muss, dass ich Karol seit diesem Abschnitt echt prügeln könnte: Er hat doch auch eine Menschenfrau geschwängert und sie wirklich geliebt. Denkt er denn, dass das bei seiner Tochter nicht möglich ist??? Und ihr das Kind zu nehmen, nur damit sie endlich gewählt wird (davon abgesehen, dass ich es für totalen Schwachsinn halte, dass nur Jungfrauen Eleven werden dürfen) und weiter ihre Wissenschaft betreiben kann, ist einfach >:( >:( >:(


    Dieses Buch macht mich echt fertig, aber ich muss auch weiter lesen!!! :lesen: ;D


    Liebe Grüße
    Tammy


  • Über eins bin ich mir jedoch nicht im klaren, war Eleonora Lydia´s Tochter?Wenn ja, dann Holla die Waldfee, die Cgnatio ist ja nicht grade kindefreundlich, und die Auswirkungen sieht man noch Jahrhunderte später:Sia sieht als einzige Lösung der Probleme ihre Nachkommen zu töten.


    Ja, Eleonore erwähnt Scylla gegenüber dass die Baronin ihre Mutter ist.


    Manno, dieses Kapitel hat's wirklich in sich. Man watet sozusagen in Blut.


    Sia kommt gegen ihre Triebe nicht mehr an und verursacht ein wahres Gemetzel. Ich frage mich eh, wie sie es geschafft hat diese Veranlagung zu unterdrücken. Die Frage ist, warum Marek das macht. Will er ihr vor Augen halten, wer sie ist um sie zu zwingen ihn als "Bruder" anzuerkennen und ihr Geheimnis mit ihm zu teilen? Dass er Tanja ausgeweidet hat, war für ihn wohl eher ein Spaß nebenbei.


    Dass Sia sich ihm stellen muss, ist keine Frage. Da sie ihm aber auch unterliegen kann, muss sie vor ihrer Abreise Vorkehrungen bezüglich ihrer Liste treffen. Ich wüsste zu gerne wie sie mit ihr verwandt sind? Sie hatte doch als Mensch keine Kinder - aber vielleicht als Vampirin. Damals auf dem Friedhof war die Upirina ja auch schwanger ... der Fötus war nicht abgestorben!


    Was Scylla gemacht hat, war einfach dumm. Aber ihr Vater hätte ihr den Umgang mit Giure nie erlaubt und bei dem seltsamen Leben, das sie eh führte, muss man sich nicht wundern. Sie hatte so große Hoffnungen, auch wenn sie wusste, dass Giure ihr nie ebenbürtig sein würde.


    Alle Achtung! Ihr Vater hat sehr schnell reagiert. Einerseits macht ihn sein Verhalten noch abstossender, andererseits kann ich es verstehen. Wenn er nichts unternommen hätte, wäre das der Tod seiner Tochter gewesen. Niemand verlässt die Cognatio lebend. Und eine Elevin, die keine Jungfrau mehr ist, ist so gut wie tot.
    Er hat sich lediglich für das Leben seiner Tochter entschieden.


    Die Entscheidung des Ischariot war grausam. Wer würde schon freiwillig sein/e Eleve/Elevin umbringen nur um Scylla das Überleben zu sichern. Ich glaube nicht, dass Eleonore auch nur einen Augenblick daran dachte, dass ihre Mutter sie für die "Schwester" opfern würde. Wenn ich es richtig verstehe, sind die Eleven meist die Kinder der Barone und Baroninnen. Da die Runde immer gleich groß ist, frage ich mich nun doch, was passiert, wenn ein Mitglied der Cognatio getötet wird. Oder wie jetzt, keinen Nachfolger hat? Wo nehmen sie den Nachschub her?


    Und dann kam es, wie ich schon befürchtete. Die Dorfbewohner überfallen die Mühle. Pech, dass Giure alles aufgeschrieben hat und man es nach seinem Verschwinden dem Popen brachte.
    Nun zeigt Karol sein wahres Naturell. Ein Schock für die Dörfler wie für Scylla. Trotz heftiger Gegenwehr kann Karol seine Tochter nicht retten. Vor seinen Augen wird sie gepfählt. Wird sie nun auch zur Vampirin? Ihr Verhalten hat schon gezeigt, dass sie nicht unbedingt mit Zimperlichkeit geschlagen ist. Daher wird sie die Veranlagung zur Verwandlung in sich tragen. Denn nicht jeder macht diesen Prozess durch, wie Sia erwähnte.
    Die beiden Köhler hat sie kaltblütig umgebracht und "verarbeitet".


  • Ich vermute mal, dass Karol sie noch irgendwie retten kann, indem er sie ebenfalls zu einem Vampir macht.


    Sie haben Karol doch den Kopf abgeschlagen. Er kann also gar nicht mehr leben und ihr helfen.


    Diese Kapitel hatten es wirklich in sich. Ich konnte das Buch nicht mehr weglegen und diesen Abschnitt in einen Rutsch durchgelesen. Was Sia gemacht hat, ist grausam, keine Frage, aber ich schließe mich einigen Aussagen hier an: Sie kann wirklich nichts dafür. Ich denke nicht, dass man sich da noch beherrschen kann. Sie tut mir extrem leid, aber da muss sie jetzt durch.


    Die ganze Prüfung vor der Cognatio fand ich nur einen Witz. Da stand doch schon von Anfang an fest, dass Scylla keine Chance hat, ganz egal wie sie sich anstellt und benimmt. >:(
    Dass Karol ihr das Kind rausgeschnitten hat, fand ich einfach nur grausam. Wie kann man so was nur machen? Aber ich konnte ihn ja noch nie leiden und diese Handlung hat meinen Groll gegen ihn nur verstärkt.


    Katrin


  • [Dass Karol ihr das Kind rausgeschnitten hat, fand ich einfach nur grausam. Wie kann man so was nur machen? Aber ich konnte ihn ja noch nie leiden und diese Handlung hat meinen Groll gegen ihn nur verstärkt.


    Sie war der Cognatio ja schon vorgestellt worden als sie schwanger wird. Wer einmal zur Cognatio gehört (auch wenn sie zur Zeit noch zurückgestellt ist) und gegen ihre Regeln verstösst (siehe Jungfräulichkeit), bedeutet dies für die betreffende Person den Tod. Daher hat Karol nur versucht Scylla zu retten. Mal abgesehen davon, dass er den Bastard eh nicht wollte.

  • so, bin jetzt auch fertig mit dem Kapitel.
    Und ich muss sagen mir gefällts! Es ist zwar wirklich nichts für zarte Gemüter, aber schonmal einen Vampirfilm ohne Blut gesehen? Dann darf das in Büchern auch gut sprizen (auch wenn dieses Buch dann ab 21 oder so wäre)
    Das Blutbad was Sia anrichtet ist natürlich traurig, aber auch mMn Mareks Schuld!
    Also hat Sia jetzt n krassen Umbruch in ihrem eigentlich übersichtlichen Leben. Schlecht für ihre Verwandschaft will man meinen. Hoffentlich letzendlich auch schlecht für Marek!


    In sachen Schwangerschaft und Giure kann ich euch allen nur zustimmen: der Vater reagiert rational, aber dennoch zu heftig. Arme Scylla! Und dann stirbt Eleonore auch noch irgendwie. Der Cognatio trau ich auch alles zu... *kopfschüttel


    Die Frage ob Scylla jetzt zur Vampirin wird ist für mich eigentlich schon geklärt: Die Vampire werden ja scheinbar "vererbt" zu Vampiren, so ist es jedenfalls bei Sias Verwandschaft, also wird Scylla auch wohl wieder aufstehen.


    Hauptsache es geht so schön action-geladen weiter! Fällt mir wie euch auch schwer, dass Buch lange Zeit aus der Hand zu legen. Leider leidet mein Job darunter, da ich mehr vor dem Buch sitz als arbeite, und wenn ich dann arbeite auch nur körperlich da bin... ;)

  • Hallo :winken:,


    das Buch ersetzt jeden Blut-Krimi-Horror-Film. Da es so sehr autentisch geschrieben ist und man sozusagen im Geschehen mitfiebert, musste ich nach manchen Szenen dieses Buches, es weglegen und erstmal entspannen. Es ist nichts für schwache Nerven!!!
    Karol ein Vampir wer hätte das gedacht...ich nicht!!!
    Ich hab leider gestern den Fehler begangen und hatte ein wenig herumgelesen in den Einträgen, die ihr hier bereits gepostet habt, und las dass Karol geköpft wird ansonsten hätte es mich wahrscheinlich vom Hocker gehauen. So wusste ich es schon und war darauf vorbereitet. Egal ein Schwein weniger ;D. Meiner Meinung nach ist das Buch ein wenig zu brutal. Das liegt einzig und allein an dem grandiosen Schreibstil, der den Leser an die Hand, und in das Geschehen einbringt. Nach den lustigen Walter Moers Bücher, gebe ich zu, bin ich doch ein wenig verweichlicht was solche Bücher angeht :D.
    Ich hoffe Scylla rächt sich an dem Cognatio und bringt sie alle um, denn eine solche, Zwielichte "Sekte" bzw. Gruppengemeinschaft bauchen die Menschen nicht!!!
    Marek wird denke ich noch früh genug seinen gerechten Lohn bekommen, denn in solchen Büchern gewinnen doch am Ende immer die guten?! (Mhhhh Sycella ist ja eigentlich nicht gut...)
    Wie auch immer. Ich werde es ja sehen.
    Liebe Grüße Brawen

  • Ich hoffe Scylla rächt sich an dem Cognatio und bringt sie alle um, denn eine solche, Zwielichte "Sekte" bzw. Gruppengemeinschaft bauchen die Menschen nicht!!!
    Marek wird denke ich noch früh genug seinen gerechten Lohn bekommen, denn in solchen Büchern gewinnen doch am Ende immer die guten?! (Mhhhh Sycella ist ja eigentlich nicht gut...)


    naja, Sia verlässt die Cognatio ja irgendwann, und bringt offensichtlich nicht allzu viele von denen um.
    Und ich bin auch ziemlich überzeugt davon, dass Sia das Buch nicht überleben wird. Was für sie ja erlösung bedeuten würde, weil sie sich ja danach sehnt zu sterben.


    Btw: der Name haut immer noch icht hin ;) Scylla heißts

  • Das gibts doch nicht............ich bin ja echt ein Meister im Wortverdrehen und neue bilden :-[ ;D.
    Ich seh aber gerade:


    Ich hoffe [glow=red,2,300]Scylla[/glow] rächt sich an dem Cognatio....


    Einmal zumindest richtig geschrieben...
    Liebe Grüße Brawen

  • Ich glaube, ich habe selten so ein spannendes, gruseliges Buch gelesen! Dieses Kapitel hat den vorgehenden noch eins draufgesetzt! :o


    Sia im Blutrausch, ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sie absolut keine Kontrolle mehr über ihr Verhalten hat. Immerhin hat sie schon so lange enthaltsam gelebt, und der Blutgeruch macht sie wild wie ein Tier. Ich denke, Marek hat den ganzen Zirkus veranstaltet, weil er sie für sich haben will. Sie wollte sich nicht mit ihm befassen, also zerstört er ihr Leben und macht sie auf sich aufmerksam. Der Zettel und die Ermordung Tanjas sind eine direkte Aufforderung. Auch glaube ich, dass es sich bei Marek um den Eleven aus der Cognatio handelt.


    Scylla indes macht so einiges mit. Als mir klar wurde, dass sie ein Kind erwartet, dachte ich nur "Oh mein Gott! Das passt schon." Karel muss die ganze Zeit befürchtet haben, dass etwas schief geht, sonst hätte er sie nicht so abgeschirmt und eingesperrt. Ich kann aber immer noch nicht verstehen, wie ein Vater seinem eigenen Kind die Cognatio zumuten kann, wo er doch nicht mal weiss, ob sie aufgenommen wird oder nicht. Andererseits sind sie Upire und die scheinen auch gefühlsmässig anders zu ticken als Normalsterbliche.
    Das sie Giure die Mühle samt Präparatesaal zeigte, fand ich auch ein wenig naiv von ihr. Eigentlich war ich fast verwundert, dass er nicht schreiend davon gelaufen ist.


    Dass Karel Giure dann aber gleich "um die Ecke" brachte, hat mich ein wenig schockiert. Das wäre meines Erachtens nicht unbedingt nötig gewesen. Auch Scylla zögert nicht lange, als sie die beiden Männer ermordet. Baronin Metunova hat auch kein Problem, ihre Elevin kurzerhand für Scylla zu opfern. Schon ein merkwürdiges Sippchen, diese Upire.


    Als der Mob die Mühle stürmte wurde die Spannung unerträglich. Dass Karol tot ist, finde ich nicht weiter schade, er war mir nicht sehr sympathisch. Ich bin gespannt, wie sich die Geschichte weiter entwickelt.