Allgemeine Fragen an Kristin Falck

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  • Hallo Kristin,


    bevor wir es vor lauter spannender Wolkenhüter-Lektüre vergessen, möchte ich hier mal noch ein wenig über dich wissen.


    Deine Biographie ist sehr ausführlich auf deiner (übrigens schön gestalteten Homepage) beschrieben. Du bist demnach eine sehr viel beschäftigte Frau, mit Beruf, Familie - und Schreiben. Wie schaffst du das, alles unter einen Hut zu bekommen? Und wie sehr beeinflussen sich deine Lebensfelder gegenseitig? Gibts da Prioritäten oder auch strenge Zeitpläne?


    Viele neugierige Grüße :winken:
    Miramis

  • Uuahh, das ist die Frage nach dem Leben, dem Universum und allem überhaupt und die Antwort ist bekannt: 42! (so alt bin ich nämlich derzeit)


    Die Konzeption der Geschichte und den größten Teil der Schreibarbeit für dieses Buch habe ich im Mutterschutz gemacht.
    Der Rest war eine Frage von a) tatkräftiger Unterstützung durch meinen Mann :klatschen: und b) von Kompromissen: Ein paar Monate lang können beim Endspurt vor dem Abgabetermin auch mal Papa oder Oma die Sonntagnachmittagskinderbetreuung machen. :-* Ein paar Wochen lang muß man auch mal nicht so viel schlafen. :schnarch: Ab und zu gab es etwas unbezahlten Urlaub (meinen Chefs sei’s gedankt :winken:). Und es ist ein Wunder, mit wie wenig Kino, Fernsehen, Zeitung, Sport, selbstgebackenen Kuchen, selbstgebastelten Geschenken und Haushaltsarbeit man eine gewisse Zeit überstehen kann (zugegeben, von letzterem zeugen noch in allen Ecken die Stapel, die „Sortier-mich-aus“ und „Räum-mich-auf“ schreien - aber hier eifere ich JK Rowling nach, die bei ihren ersten 2 Büchern ähnliches in Kauf nahm. Über den fehlenden Sport kann meine Waage Geschichten erzählen ... :-[). Das muß man schon aushalten können bzw. wollen...


    Die Prioritäten setzten sich von selbst: Wann immer es ging, wurde geschrieben. Wenn Freunde zu Besuch kamen oder die Kids Elternabend hatten, dann nicht, wenn sie krank waren, ging es eben zum Arzt, wurde gepflegt und auch mit ins Krankenhaus gegangen (natürlich mit Laptop). Wenn in der Firma Budgetrunde oder wichtige Projekttermine waren, gab es weniger Seiten pro Woche. Doch als der Abgabetermin für das Buch nahte, ergab es sich dafür, dass ich noch etwas Urlaub einlegen konnte.
    Die private Zeit teilte sich fast von selbst in Familien-/Freundeszeit (Schreibverbot), Haushaltszeit (die Gedanken sind frei...), halbe-Aufmerksamkeit-Zeit (z.B. irgendwo mal schnell eine halbe Stunde an einer Szene feilen oder am Spielplatz sitzen und zum zehnten Mal ein Kapitel durchlesen und überarbeiten, während die Kids ihrerseits Burgen bauen) und die reine Schreibzeit (neue Szenen, Handlungsstränge entwerfen, knifflige Details ausarbeiten). Eine Freundin mit 3 kleinen Kindern, die gerade an ihrer Promotion arbeitet, berichtete mir, dass sich bei ihr ein ähnliches „Zeitscheiben“-Phänomen eingestellt hat.


    Das meiste hört sich im Nachhinein leichter und glatter an, als es in der jeweiligen Situation war. Aber machen wir uns nichts vor: Dafür braucht man eine Menge Energie!!! :schwitzen:


    Aber Dinge wie diese Leserunde geben mir das Gefühl, dass es sich gelohnt hat!
    Herzlichst
    Kristin.

  • Hallo Kristin,


    puh, das hört sich wirklich sehr anstrengend an, da gehört schon eine gewisse Leidenschaft dazu, um alles auf die Reihe zu bekommen und allen gerecht zu werden.


    Und inzwischen hast du ja schon ein zweites Buch geschrieben und das Kunststück ein weiteres Mal vollbracht. ;)


    Nun würde mich interessieren, ob du weitere Buchprojekte im Kopf oder in der Schublade oder schon beim Verlag hast und ob es nach der Wolkenhüter/Steinkönige-Saga weiteren Nachschub von dir geben wird. Mich würde es ja sehr freuen... :)


    Viele liebe Grüße :winken:
    Miramis

  • Hallo Miramis (und all die anderen tollen Leserunden-"Junkies"),


    im Kopf habe ich so einiges und im Laufe der nächsten Monate werde ich darüber mit dem Verlag das Gespräch aufnehmen. Eine Idee ist ein Prequel (für den zweiten Teil der Geschichte um Wolkenhüter und Steinkönig mußte ich soviel in Feodras' Vergangenheit herumgraben, dass ich auch gleich seine Geschichte erzählen könnte). Aber ich habe auch noch Ideen für eine etwas Neues.
    Alle Dinge, die mir bei der Arbeit an den Wolkenhütern Spaß gemacht haben, werde ich beibehalten. Das heißt: fiktiver Zeitraum irgendwo zwischen 500 und 1300 (ich bin noch nicht reif für einen Gegenwarts-Frauenroman und Krimis sind nicht mein Ding), schicksalhafte Begegnungen, grandiose Natur, fantastische Elemente, Spannung und Romantik (<-unbedingt :herz:). Vielleicht kommt etwas mit Ritterorden vor (keine Angst, es wird kein 527ster Aufguß der Templer-Mystery-Geschichten). Mehr kann ich noch nicht verraten, da ich derzeit noch mit den verschiedenen Handlungsentwürfen herumspiele ;D


    Liebe Grüße
    Kristin

  • Na, das hört sich doch schon mal gut an. Feodras Geschichte wäre bestimmt sehr interessant, falls da nicht schon zu viel im 2. Band von erzählt wird. Oder vielleicht gerade dann ??? Jetzt freue ich mich aber erstmal auf "Der Eid des Steinkönigs" :winken:

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen