04 - Kapitel X - XII (S.274 - S.363)

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  • Hallo zusammen,


    die Kämpfe fand ich sehr spannend beschrieben, ich habe richtig mit Annius mitgefiebert. Ich fand es echt toll von Caldus, dass er Annius aus der Gefahrenzone 'schickt'. Dem wird das zwar nicht gepasst haben, dass sein Pferd durchgeht und er damit weg von Caldus ist und dieser festgenommen wird, aber wer weiß, ob er das sonst überlebt hätte.
    Caldus vertraut sehr darauf, dass er aus der Gefangenschaft mit heiler Haut wieder rauskommt. Irgendwie habe ich nach den bereits beschriebenen Grausamkeiten und der Aussage des Boten, dass alle getötet werden, da meine Zweifel.


    Der Handlungsstrang um Thiudgif und Amra ist auch sehr interessant, ich habe mich allerdings gewundert, dass sich Thiudgif so gut in den Wäldern auskennt. Wurde das schon mal erwähnt? Irgendwie habe ich mir sie, schließlich die Tochter eines Fürsten, eher als behütetes Mädchen, das ihre Zeit drinnen verbringt, vorgestellt.


    Was für ein Mist, dass Annius auch noch dafür bestraft wird, dass er Caldus retten wollte. Seine Kameraden im Stich gelassen... ja genau! ::) Diese starre Hierarchie immer!
    Ein Gutes hat seine Strafe ja: Immerhin muss er jetzt nicht kämpfen und ist damit ein bisschen aus der direkten Schusslinie.


    Die Schlacht an dem Wall fand ich wieder ziemlich unübersichtlich, ich hatte vorher schon nicht den rechten Überblick, aber hier habe ich ihn dann ganz verloren. Ich weiß, es wurde schon mal angemerkt, deswegen will ich damit jetzt nicht nochmal anfangen, aber ich habe eben gern ein bisschen Durchblick in dem Durcheinander, das normalerweise bei einer Schlacht herrscht. Also halt genug Informationen, damit ich mir ungefähr vorstellen kann, wie die Aufstellung von oben aussehen würde.


    Die Situation im Lager ist dann echt aussichtslos, ich muss schon sagen, Arminius und Segestes haben ganze Arbeit geleistet. Ich denke mal, spätestens als die Römer den Wall angegriffen haben, war wirklich alles zu spät.
    Eigentlich kein Wunder, dass sich Varus lieber selbst umbringt, anstatt in die Hände der Feinde zu fallen. Ich hab so etwas den Verdacht, dass er nicht wirklich seine Soldaten retten wollte (ich glaube eh nicht, dass da sein Tod was nützt), sondern dass er Arminius nicht in die Hände fallen will. Wer weiß, was der schließlich mit ihm anstellen würde!


    Ich finde es echt krass, dass die Germanen sogar die Unterhändler, die über den Abzug verhandeln sollen, einfach umbringen. Ist doch wahnsinnig, oder?


    Dass Annius und Co. unbehelligt fliehen konnten, fand ich leicht unrealistisch. Wenn es wirklich so viele Germanen waren, dass sie die Römer besiegt haben, dann müsste es doch von denen gewimmelt haben? Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass sie sich da noch rausschleichen konnte, vor allem wenn die Germanen sich als Ziel gesetzt haben, alle zu töten.


    LG, Mobi

  • Hallo liebe Leserunde.



    die Kämpfe fand ich sehr spannend beschrieben, ich habe richtig mit Annius mitgefiebert.


    Spannend war es wahrlich. Das kann man anders kaum sagen.



    Der Handlungsstrang um Thiudgif und Amra ist auch sehr interessant, ich habe mich allerdings gewundert, dass sich Thiudgif so gut in den Wäldern auskennt. Wurde das schon mal erwähnt? Irgendwie habe ich mir sie, schließlich die Tochter eines Fürsten, eher als behütetes Mädchen, das ihre Zeit drinnen verbringt, vorgestellt.


    Wieso Fürstentochter? Ich dachte sie ist die Tochter eines Kriegers. ? S.284 "Mein Name ist Thiudgif, Tochter des Sahsmers vom Volk der Brukterer. Ich lebe in einem Dorf an der Lupia., und meine Mutter lehrte mich, Früchte des Waldes zu erkennen..." Auf diese Art stellen sich eigentlich alle Frauen im Buch vor. Amra ebenso. Sie hatte auch erwähnt, dass sie mit der anderen Dorfmädchen zusammen Handarbeiten erledigte.
    Aber vielleicht liege ich jetzt auch falsch. Irgendwie finde ich jetzt gerade die Stelle mit der Erwähnung des väterlichen Kriegers nicht mehr. ::)
    Zumindest geht Thiudgif hier aus sich heraus... wächst. Dieses für uns neue Selbstbewusstsein steht ihr doch recht gut, oder? ;D
    Die beiden Freigelassenen Privatus (dieser wurde zuvor doch auch schon mal erwähnt?) und Thiaminus könnten für die Gruppe flüchtender Frauen vielleicht noch ganz hilfreich sein.


    Schön zu spüren war die gegenseitige Sorge Annius und Thiudgifs, dem anderen könnte etwas passiert sein. Ich muss sagen, hier im hinteren Teil des Buches taue ich etwas auf und dies liegt nicht zuletzt an Thiudgif, Annius und Caldus selbst. Die Drei schaffen es mit jeder Seite, mich mehr für sie zu gewinnen.


    Das Caldus der Meinung ist, die germanischen Barbaren wollten ihn nur lebendig, um Lösegeld zu erpressen ist doch mal wieder sehr fahrlässig von ihm bedacht.


    Oh, was war ich sauer, als sie Annius für seinen Rettungsversuch an Caldus auch noch bestraften. >:(
    Da ging es mir wie Mobi. Na immerhin erinnert sich Varus an ihn als einem, dem man trauen kann und veranlasst dass sein Medicus nach ihm sieht.
    Annius will auch sofort wieder kämpfen. Es treibt ihn, dies konnte ich gut herausspüren, doch Varus hat eine andere Aufgabe für ihn...
    Und dann will Varus auch noch in den vordersten Reihen mitkämpfen... ::) Bei seiner Kampferfahrung... ::) Nunja, zumindest stärkt er so die Motivation der Truppen.
    Seine Rede war ja nicht so schlecht, doch wohl von vorneherein mit Aussichtslosigkeit geschlagen.


    "Armenius und Segimerus wissen genau, wo und wie sie die römischen Truppen auf dem Marsch empfindlich treffen, und genau das tun sie." Diese Erkenntnis kommt natürlich viel zu spät, ist deshalb aber sicher nicht minder erschlagend. Diese Erkenntnis trifft auch Vala mit voller Wucht. Vielleicht hat er sich deshalb so todesmutig zum Einsatz gebracht, sich deshalb in die für ihn einzige wahre Richtung geschmissen...


    Währenddessen ist das Chaos perfekt. Naja es ist eine Sache zu wissen wie es ausgeht, eine andere das Gefühl zu haben mitten drin zu stehen. Und dieses Gefühl konnte man beim Lesen schon haben. Also zumindest mir erging es so.


    Ohhhh, Caldus, gefesselt an einem Baum... mit der puren, grausamen Wahrheit konfrontiert. Fassungslos und geschlagen. "Es wird keinen Abzug geben...Ihr seid einem Gott geweiht." :o Es soll Menschenopfer geben. :o


    Währenddessen nimmt sich Varus mit Annius Hilfe das Leben. Ja empfiehlt sogar seinen Offizieren es ihm nach zu tun. Ergreifend beschrieben die Szene, da Annius ihm helfen soll... :o Er will dass Armenius ihn so findet. Diese letzte Genugtuung will er dem Anführer der Aufständischen, seinem ehemaligen Vertrauten nicht lassen. Und so kommt der Dolch auch tatsächlich noch einmal zum Einsatz. Doch ganz anders als ich vermutet hatte.
    Und so gehen Ring, Brief, Schwert und (was nicht geplant war) der Dolch auf eine Reise. Eine Reise der Flucht... Wird sie gelingen?


    Dass Annius dabei seinen alten Freund und zwei seiner Kameraden wiedertrifft ist nach all dem Gräuel heilsam, aber natürlich ein doch sehr großer Zufall.
    Nun haben wir zwei kleine Fluchtgruppen im Visier: Eine geführt von Thiudgif, die andere von Annius.


    Auf zum Finale der Freundschaft und der Liebe... ???:lesen:
    Obwohl ich für Caldus ja doch schwarz sehe. :o


    Liebe Leserundengrüssle
    Marion :)

    "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

  • Hallo apassionata,



    Wieso Fürstentochter? Ich dachte sie ist die Tochter eines Kriegers. ? S.284 "Mein Name ist Thiudgif, Tochter des Sahsmers vom Volk der Brukterer. Ich lebe in einem Dorf an der Lupia., und meine Mutter lehrte mich, Früchte des Waldes zu erkennen..." Auf diese Art stellen sich eigentlich alle Frauen im Buch vor. Amra ebenso. Sie hatte auch erwähnt, dass sie mit der anderen Dorfmädchen zusammen Handarbeiten erledigte.


    Ja stimmt, ich glaube eine Fürstentochter ist sie wirklich nicht, hatte ich wohl falsch im Kopf. Trotzdem hätte ich ihr die Kenntnisse nicht zugetraut. Ich finde es eben geschickter, wenn solche Fähigkeiten vorher mal nebenbei erwähnt werden. Dann wundert man sich an der Stelle nicht, warum jemand plötzlich was kann (natürlich immer was, das absolut essenziell ist).



    Schön zu spüren war die gegenseitige Sorge Annius und Thiudgifs, dem anderen könnte etwas passiert sein. Ich muss sagen, hier im hinteren Teil des Buches taue ich etwas auf und dies liegt nicht zuletzt an Thiudgif, Annius und Caldus selbst. Die Drei schaffen es mit jeder Seite, mich mehr für sie zu gewinnen.


    Mit den beiden hab ich auch echt gezittert! Sie gefallen mir als Charaktere echt gut.



    Und so gehen Ring, Brief, Schwert und (was nicht geplant war) der Dolch auf eine Reise. Eine Reise der Flucht... Wird sie gelingen?


    Das Schwert bleibt dort. ;) Schließlich soll es so aussehen, als hätte Varus sich damit umgebracht (auch wenn kein Blut dran ist). So ein Schwert ist wahrscheinlich auch ziemlich unhandlich, wenn man es versteckt transportieren muss. ;D


    LG, Mobi


  • Ja stimmt, ich glaube eine Fürstentochter ist sie wirklich nicht, hatte ich wohl falsch im Kopf. Trotzdem hätte ich ihr die Kenntnisse nicht zugetraut. Ich finde es eben geschickter, wenn solche Fähigkeiten vorher mal nebenbei erwähnt werden. Dann wundert man sich an der Stelle nicht, warum jemand plötzlich was kann (natürlich immer was, das absolut essenziell ist).


    Ich verstehe sehr gut was du meinst. Mich überraschte die plötzlich so taffe Thiudgif ja auch. ;D
    Wobei sie mir natürlich in dieser Rolle um einiges besser gefällt. ;)


    Das Schwert bleibt dort. ;) Schließlich soll es so aussehen, als hätte Varus sich damit umgebracht (auch wenn kein Blut dran ist). So ein Schwert ist wahrscheinlich auch ziemlich unhandlich, wenn man es versteckt transportieren muss. ;D


    :anbet: Stimmt ja. *andiestirnklatsch*
    Der Dolch ist aber auch wirklich viel handlicher. ;D

    "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi


  • Wobei sie mir natürlich in dieser Rolle um einiges besser gefällt. ;)


    Sie gefällt mir so auch gut und ich finde es schön, dass sie sich gegen die anderen Frauen durchsetzt. Trotzdem fand ich es etwas... naja, erstaunlich und ich hätte es besser gefunden, wenn das vorher angelegt gewesen wäre.


    LG, Mobi

  • Hallo, ihr Lieben!



    Sie gefällt mir so auch gut und ich finde es schön, dass sie sich gegen die anderen Frauen durchsetzt. Trotzdem fand ich es etwas... naja, erstaunlich und ich hätte es besser gefunden, wenn das vorher angelegt gewesen wäre.


    War es das etwa nicht?


    Sie stammt aus einem *Dorf*, in einer Zeit, in der sich die Menschen nicht nur von Ackerbau und Viehzucht, sondern auch von den Früchten der Natur ernährten, d.h. Beeren und Pilze in den Wäldern sammelten, wussten, wie man ohne Hilfsmittel doch noch ein Feuer hinkriegt, welches Tier welche Fährte hinterlässt, welches Tier jagdbar und welches gefährlich ist usw. usf. In einer Welt, in der jeder Fremdling sowohl freundlicher Wanderer als auch marodierender Krieger sein konnte. Sie ist in dieser Welt aufgewachsen, hat gelernt darin und damit zu leben.


    Zu Beginn der Handlung ist sie durch die Verschleppung in eine Situation geworfen, die ihr vollkommen fremd ist und in der sie weder irgendwelche Rechte hat noch weiß, wie sie sich helfen kann. Das lähmt gewaltig.
    Von dem Augenblick an, da sie erkennt, dass sie mit einer Schar Ahnungsloser durch die Wälder zieht, mit Frauen, die in der Welt, in der sie nicht bestehen kann, bestehen können, aber nicht in der, in der sie bestehen kann -- von diesem Moment an kann sie "auftrumpfen" und alte Qualitäten pflegen.
    Denn dass sie eigentlich ziemlich mutig ist, hat sie schon bewiesen, z.B. als sie Annius attackierte. ;)


    (Ich finde "Heldinnen", die immer und überall, sogar in den aberwitzigsten Situationen patent bleiben, extrem unglaubwürdig und albern -- auch wenn das im HR gerade so richtig Mode ist. Das taugt m.A.n. nicht einmal als Wunschvorstellung. ;) )

    Liebe Grüße,<br />&nbsp; &nbsp; Iris<br />---------------------------------------------------------<br />Aktuelles Buch: Varus

  • Hallo Iris,



    War es das etwa nicht?


    Unter vorher angelegt verstehe ich, dass vorher irgendwo ein Hinweis kommt, dass Thiudgif z.B. in der Wildnis Feuer machen kann, essbare Pflanzen und Wurzeln von nicht essbaren unterscheiden kann, etc.
    Wenn das vorher schon erwähnt wird, ist es eben dann in der aktuellen Situation fast wie ein Aha-Erlebnis. So nach dem Motto: Ach stimmt, das kann sie ja (obwohl ich es schon wieder vergessen hatte, weil mir die Bemerkung in der anderen Situation unwichtig erschien).


    Alles woran ich mich noch erinnern konnte, war eine Bemerkung, dass Thiudgif immer Gänse gehütet hat. Stattedessen hätte sie ja genauso gut mit irgendwem Wurzeln/Beeren/irgendwas sammeln gehen können, dann wäre mein Aha-Erlebnis dagewesen.


    Deine Erklärung in Bezug auf das Dorf ist einleuchtend, allerdings finde ich, dass man dieses Wissen nicht voraussetzen kann. Für mich zumindest ist es das erste Buch über die Varusschlacht und auch sonst habe ich über diese Region in der Zeit sogut wie nichts gelesen. Ich glaube mein letztes Buch über die Römer war 'Gaius ist ein Dummkopf' oder so kommt es mir jedenfalls vor. Du kannst dir bestimmt vorstellen, wie alt ich da war... ;)
    Wenn du schreibst, Thiudgif kommt aus einem Dorf, kommen bei mir eben nicht sämtliche Assoziationen, die du aufgelistet hast. Für mich bestand ihre Aktivität eben aus Gänse hüten (und von mir aus noch Kühe melken oder sowas. Hatten die da überhaupt Kühe?? ??? Na, du siehst schon...).


    Ich hoffe, das ist etwas klarer geworden.



    Zu Beginn der Handlung ist sie durch die Verschleppung in eine Situation geworfen, die ihr vollkommen fremd ist und in der sie weder irgendwelche Rechte hat noch weiß, wie sie sich helfen kann. Das lähmt gewaltig.


    Das ist absolut logisch und dass sie dann auftaut, hat mir ja gut gefallen. Gegen die Veränderung an sich hab ich ja nichts.



    LG, Mobi

  • Ich hoffe, das ist etwas klarer geworden.



    Das ist absolut logisch und dass sie dann auftaut, hat mir ja gut gefallen. Gegen die Veränderung an sich hab ich ja nichts.


    Also mir ist es hier ganz ähnlich wie Mobi ergangen. Sie hat dies jetzt auch schon ganz gut rübergebracht.
    Für viele andere mag die damalige Kulisse dieser Zeit ja parat gewesen sein. Vor allem wohl für dich, Iris, da du dich in diese Zeit so gut eingearbeitet hast. Doch auch ich habe bisher um diese Zeit herum recht wenig gelesen. Ich stellte mir Thiudgif eher beim Handarbeiten und Wäsche waschen vor und natürlich beim zuvor erwähnten Gänse hüten. Dass sie dabei auch zwangsläufig Kräuter kennen lernte und Feuer machen konnte blieb auch bei mir leider außen vor. Ein kleines Quentchen, eine kaum wahrnehmbare Szene, in der sie sich nach Kräutern oder Beeren bückt, hätte hier vielleicht schon ausgereicht. Und Mobis Aha-Effekt wäre vorhanden gewesen. ;)


    Dass Thiudgif nach ihrer Verschleppung in eine Art Lähmung gefallen ist, war nur logisch.


    Liebe Grüssle
    Marion :)

    &quot;Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt.&quot; Mahatma Gandhi

  • Wobei ich jetzt noch schnell erwähnen möchte, dass es für mich jetzt auch nicht richtig schlimm war. ;)
    Schließlich freue ich mich doch für Thiudgif, dass sie nun endlich einmal zeigen kann, was sie alles drauf hat. ;D

    &quot;Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt.&quot; Mahatma Gandhi

  • Hallo liebe Leserunde,


    Caldus wird entführt, bringt aber Annius aus der Gefahrenzone. Und obwohl ich das auch für sehr nett von ihm halte, hat sich irgendwie in meinem Kopf der Gedanke festgesetzt, dass Annius in vielleicht raushauen hätte können... Und dann soll Caldus auch noch geopfert werden; na toll, was für ein Mist. [Blockierte Grafik: http://mainzelsmile.ioff.de/schilder/fluch.gif:'(


    Thiudgif's "Verwandlung" hab' ich gar nicht als solche empfunden. Ihr rebellischer Charakter wurde schon vorher beschrieben, ebenso ihr eiserner Wille. Mir erscheint es irgendwie logisch, dass unter all den verzärtelten Römerfrauen die wilde Germanin als einzige den Kopf behält...


    Varus bringt sich um. :o Nicht sosehr die Tatsache, dass er sich umbringt, als vielmehr die Art und Weise, WIE er es macht, haben mich schon schockiert. Sich selbst zu erstechen, natürlich symbolisch mit Arminius' Dolch, das ist doch wirklich [Blockierte Grafik: http://www.kostenlose-smilies.de/smiley.php?bild=S290emVuZGVfU21pbGllcy8yOC5naWY=
    Und Annius muss jetzt für seine Sachen sorgen... Aber bei seinem Glück, eine derartige Schlacht zu überleben und dann noch seinen Freund (Sabinus) wiederzufinden, ja mehr noch, wahrscheinlich überlebt sogar das Mädel, das er liebt, also einen Besseren hätte man sich als Bewahrer nicht aussuchen können. ;)
    (Oder aber wird Thiudgif sich in Thiaminus verlieben? :o)



    Die Schlacht an dem Wall fand ich wieder ziemlich unübersichtlich, ich hatte vorher schon nicht den rechten Überblick, aber hier habe ich ihn dann ganz verloren. Ich weiß, es wurde schon mal angemerkt, deswegen will ich damit jetzt nicht nochmal anfangen, aber ich habe eben gern ein bisschen Durchblick in dem Durcheinander, das normalerweise bei einer Schlacht herrscht. Also halt genug Informationen, damit ich mir ungefähr vorstellen kann, wie die Aufstellung von oben aussehen würde.


    Das mit dem Wall konnte ich mir auch nicht so recht vorstellen. Ich wüsste aber auch nicht, ob mir andere Beschreibungen geholfen hätten... :-\


    LG,
    Yklamyley

    Man ruft einen Namen am Halbengelsee: / &quot;Yklamyley! Yklamyley!<br />Sie ist die Mächtigste von uns allen!<br />Ihr Zauber muss selbst den Sternen gefallen!&quot;<br />&quot;Weshalb? Hat denn eines Gedichts sie entbunden?&quot;<br />&quot;Nein, besser: Sie hat ihren Namen erfunden!&quot; (Tobias O. Naheanrilke, 7. 1. 2011)

  • Also mir ist es hier ganz ähnlich wie Mobi ergangen. Sie hat dies jetzt auch schon ganz gut rübergebracht.
    Für viele andere mag die damalige Kulisse dieser Zeit ja parat gewesen sein. Vor allem wohl für dich, Iris, da du dich in diese Zeit so gut eingearbeitet hast. Doch auch ich habe bisher um diese Zeit herum recht wenig gelesen. Ich stellte mir Thiudgif eher beim Handarbeiten und Wäsche waschen vor und natürlich beim zuvor erwähnten Gänse hüten. Dass sie dabei auch zwangsläufig Kräuter kennen lernte und Feuer machen konnte blieb auch bei mir leider außen vor. Ein kleines Quentchen, eine kaum wahrnehmbare Szene, in der sie sich nach Kräutern oder Beeren bückt, hätte hier vielleicht schon ausgereicht. Und Mobis Aha-Effekt wäre vorhanden gewesen. ;)


    Liebe Grüssle
    Marion :)



    Hier docke ich ohne weitere Ausführungen an den Aussagen Mobis und apassionatas an, deren Sicht ich teile.


    Liebe Grüße,
    mohan :)

  • Hallo liebe Leserunde.

    Spannend war es wahrlich. Das kann man anders kaum sagen.


    Auch hier stimme ich euch zu. Kapitel X habe ich zweimal gelesen. Ich kenne solche Beschreibungen wie in Kapiteln X - XII aus anderen Büchern. Dort aber haben sie mir selten so gefallen wie in „Varus“. Wie Iris die komplexere Erzählung entwickelt und deren Einheit dann in zwei Parallelhandlungen („Schlacht“ und „Thiudgif“ will ich sie kurz nennen) auflöst, darin mit einem unsichtbaren Faden Annius und Thiudgif verbindet und die Balance zwischen beiden Erzählsträngen hält, das finde ich ausgezeichnet konstruiert.


    Liebe Grüße,
    mohan :)

  • Hallo Ihr Lieben,


    in diesem Kapitel sterben ja einige der Figuren, an die ich mich doch schon sehr gut gewöhnt hatte, ziemlich brutal: Zuerst Caelius, dabei trennt ihn nur noch dieser Marsch von seinem Ruhestand und dann auch noch Vala und schließlich bringt sich Varus selber um! :o Wow, damit habe ich nicht gerechnet. Ich hätte schon gedacht, dass er im Kampf stirbt, aber da schlägt er wohl seinen Feinden ein Schnippchen, wenn es auch sehr übel ist und ich mir sicher bin, dass ich das nicht könnte! Man muss entweder sehr verzweifelt oder sehr mutig sein, um sich auf so harte Art selber umzubringen! :o


    Dass Varus das ausgerechnet mit dem Dolch von Arminius macht, ist sehr schön symbolisch und eigentlich hätte für mich Arminius ihn ruhig mit dem Dolch finden können. Da ich denke, dass Arminius sich ganz schön ärgern wird, dass er Varus nicht opfern kann! :P :o


    Als ich über Caldus erfahren habe, dass die höherrangigen Geiseln alle einem Gott geopfert werden sollen, war ich genauso erschrocken wie Caldus selbst! Oh man, das ist ja übel! :o Die haben wirklich geschoren, dass sie einfach jeden umbringen, der sich auf dem Marsch befindet! Oh man, damit hatte ich auch nicht gerechnet! :o
    iris : War das da wirklich so? Wurden alle Soldaten umgebracht und die höherrangigen geopfert? Und hat sich Varus wirklich selber umgebracht?


    Thiudgif gefällt mir in diesem Abschnitt richtig gut. Wie sie endlich zeigt was in ihr steckt und auch diese vorlaute Hure richtig schön in ihre Schranken weist. Muss ja gestehen, dass ich Amra's Vorbehalte gegen die Huren schon anstrengend fand, aber es gibt da wohl auch wirklich Frauen, auf die die Vorurteile wohl komplett zutreffen... Aber wahrscheinlich wird muss man so hart werden, wenn man seinen Körper verkaufen muss... :(


    Dass sich Privatus und Thiaminus den Frauen anschließen finde ich gut. Ich denke, dass sie vielleicht auch für Thiudgif einen Schutz gegen die anderen Frauen bilden können... Die Huren haben sich ihr jetzt zwar angeschlossen, aber ich denke auch, dass die die nächste Gelegenheit ergreifen werden, um ihr in den Rücken zu fallen... >:(


    Es freut mich auch, dass Annius mit seinen Gefährten die Flucht gelingt. Ich denke in dem Getümmel hat man da doch gute Chancen, dass man in kleinen Gruppen entkommt und die Germanen werde jetzt auch nicht genau Buch darüber führen, ob sie wirklich jeden einzelnen abschlachten konnten oder nicht... Oder? :o


    Aber ob Annius und Thiudgif sich wiedersehen... Da bin ich ja bis jetzt noch nicht so hoffnungsvoll... :(


    Ach ja, ich war ja gleich zu Beginn des Abschnitts so entsetzt, dass Annius wirklich bestraft werden soll, weil er Caldus nachgeritten ist. Oh man! Ja, ist auch klar, dass die Truppen auch noch mit vielen Flüchtigen zu kämpfen hatten, die lieber Fersengeld gegeben haben, als sich töten zu lassen, aber bei Annius trifft das ja gar nicht zu und das wird ja auch aus seinem Gestammel klar... Fand zumindest ich... ;)
    Aber Varus nimmt sich seiner ja zum Glück an... Auch wenn Annius das wohl eher nicht als Ehre sieht... ;)


    Oh man, hoffentlich kann Caldus der Opferung entgehen... Ich habe zwar bis jetzt noch keine Ahnung, wie das möglich sein soll, aber ich hoffe es so... :o


    Liebe Grüße
    Tammy

  • Hallo Ihr Lieben,



    Thiudgif's "Verwandlung" hab' ich gar nicht als solche empfunden. Ihr rebellischer Charakter wurde schon vorher beschrieben, ebenso ihr eiserner Wille. Mir erscheint es irgendwie logisch, dass unter all den verzärtelten Römerfrauen die wilde Germanin als einzige den Kopf behält...


    Ja, das ging mir genauso! Und ich habe sie auch schon vorher als Mädel gesehen, dass mit der Natur groß geworden ist und daher fand ich das ganz natürlich, dass sie sich mit Essbarem im Wald etc. auskennt. Kann jetzt nicht sagen, ob mir die Andeutungen hier geholfen haben oder ich einfach schon zu viele Bücher darüber gelesen habe, dass ich das so interpretiert habe... :-\
    Dass sie in der extremen Situation dann zeigt, was in ihr steckt, fand ich super! Es ist ja auch ein Unterschied, ob man als Sklavin auf das Wohlwollen seines "Halters" angewiesen ist oder ob man durch seine eigene Kraft sich aus der Misere ziehen kann... Und genau das, finde ich, kommt bei Thiudgif sehr gut rüber.



    (Oder aber wird Thiudgif sich in Thiaminus verlieben? :o)


    Ja, so einen Gedanken hatte ich auch schon... Aber irgendwie hoffe ich doch noch, dass sie und Annius sich wiederfinden... :)



    Das mit dem Wall konnte ich mir auch nicht so recht vorstellen. Ich wüsste aber auch nicht, ob mir andere Beschreibungen geholfen hätten... :-\


    Es ist halt eine Schlacht und Schlachten sind, vermute ich mal, auch in der Wirklichkeit nicht übersichtlich und es wird ja auch beschrieben, dass die Anführer selber irgendwann den Überblick verloren haben. Mir persönlich hat die Beschreibung sehr gut gefallen: Zum einen wurde mir klar, wie geordnet die Römer versuchen vorzurücken, aber auch, wie es die Germanen schaffen, dass komplettes Chaos ausbricht und sich keiner mehr zurecht findet. Das ist ja wie in Filmen: Da sieht man irgendwann auch nichts mehr und hofft einfach nur, dass der Held überlebt! ;D ;)


    Liebe Grüße
    Tammy

  • Hallo, Tammy!



    iris : War das da wirklich so? Wurden alle Soldaten umgebracht und die höherrangigen geopfert? Und hat sich Varus wirklich selber umgebracht?


    Die hohen Opferzahlen haben wir aus den Quellen, sie sind m.A.n. auch glaubwürdig. Die beschriebene Situation kann man sich z.B. aus Tacitus' Darstellung der späteren Auffindung des Schlachtortes ableiten.


    Massaker dieser Art sind eine heikle Sache, sie sind selten, und das hat auch Gründe. Töten ist nicht so einfach, wie es für Unbeteiligte den Anschein hat. Heerführer, die so etwas planen, müssen ihre Truppen verdammt hart auf sich einschwören. Und da haben wir eigentlich auch schon das Stichwort: Es gibt Hinweise darauf, dass germanische Stämme im Falle einer Entscheidungsschlacht die Hilfe besonders heikler Mächte beschworen haben.


    Das, was der Bote am Ende erzählt, ist eine Möglichkeit, die in der Forschung durchaus diskutiert wird, und die ich angesichts von Parallelen in der Militärgeschichte für durchaus wahrscheinlich halte.



    Zitat

    Ich denke in dem Getümmel hat man da doch gute Chancen, dass man in kleinen Gruppen entkommt und die Germanen werde jetzt auch nicht genau Buch darüber führen, ob sie wirklich jeden einzelnen abschlachten konnten oder nicht... Oder? :o


    Die Situation am Ende der Schlacht war sicherlich äußerst unübersichtlich. Es hat ja Überlebende gegeben, die sich durchschlagen konnten und Jahre später ein römisches Heer unter Germanicus zum Ort der Schlacht führten.
    Sich vom Schlachtfeld zu retten ist ja auch das eine, sich ca. 200 km durch weitgehend unwegsames Feindesland zu schleichen, das andere ...

    Liebe Grüße,<br />&nbsp; &nbsp; Iris<br />---------------------------------------------------------<br />Aktuelles Buch: Varus

    Einmal editiert, zuletzt von Iris Kammerer ()

  • Ja, so einen Gedanken hatte ich auch schon... Aber irgendwie hoffe ich doch noch, dass sie und Annius sich wiederfinden... :)


    Oh ja, so ging es mir auch. Ich hoffe aber auch, dass Thiudgifs Herz unserem Annius treu bleibt. ;)



    Es ist halt eine Schlacht und Schlachten sind, vermute ich mal, auch in der Wirklichkeit nicht übersichtlich und es wird ja auch beschrieben, dass die Anführer selber irgendwann den Überblick verloren haben. Mir persönlich hat die Beschreibung sehr gut gefallen: Zum einen wurde mir klar, wie geordnet die Römer versuchen vorzurücken, aber auch, wie es die Germanen schaffen, dass komplettes Chaos ausbricht und sich keiner mehr zurecht findet. Das ist ja wie in Filmen: Da sieht man irgendwann auch nichts mehr und hofft einfach nur, dass der Held überlebt! ;D ;)


    Die Schlacht fand ich toll beschrieben. Es herrschte ja schließlich auch Chaos. Wieso sollte dies also dann nicht auch so herüber kommen. ;D
    Nein, ehrlich. Ich fand den Tumult richtig gelungen beschrieben. :)

    &quot;Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt.&quot; Mahatma Gandhi


  • Es ist halt eine Schlacht und Schlachten sind, vermute ich mal, auch in der Wirklichkeit nicht übersichtlich und es wird ja auch beschrieben, dass die Anführer selber irgendwann den Überblick verloren haben. Mir persönlich hat die Beschreibung sehr gut gefallen: Zum einen wurde mir klar, wie geordnet die Römer versuchen vorzurücken, aber auch, wie es die Germanen schaffen, dass komplettes Chaos ausbricht und sich keiner mehr zurecht findet. Das ist ja wie in Filmen: Da sieht man irgendwann auch nichts mehr und hofft einfach nur, dass der Held überlebt! ;D ;)


    Das stimmt schon und es macht mir auch nichts aus, wenn ich gegen Ende der Schlacht 'zusammen mit den Figuren' die Übersicht verliere, weil die Schlacht an sich zu einem einzigen Chaos wird. Hier konnte ich mir aber schon die Aufstellung am Anfang nicht so recht vorstellen, das meinte ich damit.



    Sich vom Schlachtfeld zu retten ist ja auch das eine, sich ca. 200 km durch weitgehend unwegsames Feindesland zu schleichen, das andere ...


    Annius und Thiudgif haben 200 km zurückgelegt jeweils?? Wahnsinn, ist das weit und das durch den dichten Wald. Irgendwie ist mir der Weg im Buch nicht so lang vorgekommen.


    LG, Mobi

  • Hallo miteinander,


    war die Lage am Ende des letzten Abschnitts schon beinah aussichtslos, so ist sie nun noch viel schlimmer! :o


    Caldus als hochrangiger Offizier wird von den Germanen entführt, damit er später anständig als Opfer dargebracht werden kann. :o Die normalen Soldaten sind zwar ebenfalls Opfer, aber da macht sich Arminius weniger Gedanken um die Form ihres Todes, sondern allein die Tatsache ist wichtig. Für die Offiziere und insbesondere Varus als Statthalter hat er sich jedoch etwas Spezielles einfallen lassen. Wie sehr muss er Varus hassen, um einen solch abartigen Plan auszutüfteln?


    Was mir echt übel werden ließ, war die Valas Sterbeszene. Wie kaltblütig die Barbaren ihm das Genick brachen ... [Blockierte Grafik: http://cosgan.de/images/smilie/ekelig/e025.gif]


    Annius konnte Caldus nicht helfen, aber immerhin hat sich Caldus revanchiert und diesmal Annius das Leben gerettet, indem er dessen Pferd davon jagte. Zuerst wird Annius Feigheit vorgeworfen, doch Varus nimmt sich seiner an, als er erkennt, dass es Annius war, der schon früh die ersten Anzeichen des Verrats erkannt hatte. Er soll nun den gefangenen Boten bewachen, der Arminius Nachricht überbracht hatte. Eigentlich sollte er froh darüber sein, dass er nicht mit in den Kampf ziehen muss. Auf der anderen Seite ist er hungrig nach Rache - für Caldus Gefangennahme und Thiudgifs möglichen Tod, sowie alles andere, was die Barbaren dem Heerzug angetan haben - und er empfindet es als Schmach, vom Kampf ausgeschlossen zu sein.


    Dass Varus den Boten unbedingt am Leben lassen will, um gemeinsam mit seiner Aussage und der von einigen anderen Gefangenen später die Reichweite von Arminius Verrat aufzudecken, ist äußerst realitätsfern. Hat Varus denn zu dem Zeitpunkt immer noch geglaubt, er könnte sich irgendwie aus dieser Misere winden? :-\


    Nachdem der Bote Varus jedoch die ganze Reichweite von Arminius Plan aufgedeckt hat, fällt Annius eine viel härtere Aufgabe zu: Varus will sich Arminius Plan entziehen und Annius soll ihm bei seinem Selbstmord behilflich sein. Da gehört wirklich viel Mut und auch Respekt dazu, dieser Bitte zu folgen. Dass ausgerechnet so Arminius Geschenk zum Einsatz kommt, habe ich nicht erwartet und ich kann Annius auch verstehen, der nicht will, dass man den Dolch in Varus Leiche findet.


    In der folgenden Schlacht gibt Annius die Nachricht von Varus Tod weiter, bevor er sich mit einigen Kameraden in die Büsche schlägt. Dass er Sabinus wiedersieht, mag noch angehen, aber die beiden anderen Kameraden sind eindeutig zu viel des Zufalls! Hingegen finde ich es schon denkbar, dass sie sich im Schlachtgetümmel davonschleichen können, vor allem, da sie nicht vor den Angreifern fliehen, sondern sich sozusagen unter ihren Augen davon stehlen.


    Thiudgif, Amra und Sura haben derweilen mit den Trosshuren alles andere als eine sympathische Reisegesellschaft erwischt. Thiudgifs Verwandlung von der scheuen und zurückhaltenden Sklavin, die bei Amra untergebracht wurde, zur selbstbewussten Anführerin der Frauen, finde ich ganz plausibel. Dass sie schon früher im Wald sammeln war, wurde glaube ich sogar schonmal erwähnt, als sie stolz sagte/dachte, dass sie immer darauf geachtet hat, sich von den Jungen fernzuhalten, die den Mädchen nachstellten. Jedenfalls haben sich die Umstände und die Umgebung geändert. Sie war nie vorher in einem Tross mit marschiert und wusste nicht, wie so etwas abläuft. Im Wald hingegen kennt sie sich aus und natürlich fühlt sie sich hier schon viel wohler, da ihr der Lebensraum als solcher vertraut ist, wenn auch nicht die genaue Umgebung.


    Die ständige Präsenz von Annius in Thiudgifs Gedanken sowie andersrum hat mir gut gefallen, denn so blieb der jeweils andere Erzählstrang immer irgendwie gegenwärtig und die Perspektivwechsel waren nicht so "hart". Ob es jedoch wirklich ein gutes Ende mit den beiden nimmt, da bin ich noch stark am zweifeln. Abgesehen davon, dass sie schon einige Meilen auseinander sind und keiner weiß, ob der andere noch lebt und wo er ist, scheint Thiaminus Thiudgifs Aufmerksamkeit erregt zu haben, so wie seine haselnussbraunen Augen beschrieben werden. :herz: ;D


    Annius und Thiudgif haben 200 km zurückgelegt jeweils?? Wahnsinn, ist das weit und das durch den dichten Wald. Irgendwie ist mir der Weg im Buch nicht so lang vorgekommen.


    Na noch sind sie nicht in Sicherheit, sondern haben bestimmt noch einen weiten Weg vor sich. ;)

  • Hi Myriel,



    Dass Varus den Boten unbedingt am Leben lassen will, um gemeinsam mit seiner Aussage und der von einigen anderen Gefangenen später die Reichweite von Arminius Verrat aufzudecken, ist äußerst realitätsfern. Hat Varus denn zu dem Zeitpunkt immer noch geglaubt, er könnte sich irgendwie aus dieser Misere winden? :-\


    Ja, mich hätte auch wirklich interessiert, wann Varus kapiert hat, dass es aus ist.



    Dass sie schon früher im Wald sammeln war, wurde glaube ich sogar schonmal erwähnt, als sie stolz sagte/dachte, dass sie immer darauf geachtet hat, sich von den Jungen fernzuhalten, die den Mädchen nachstellten.


    Ach ja, da war doch was? War das im Wald??



    Na noch sind sie nicht in Sicherheit, sondern haben bestimmt noch einen weiten Weg vor sich. ;)


    Ups sorry, ich weiß ja schon, wohin die beiden gehen und meinte den gesamten Weg. :-[


    LG, Mobi