02 - Kapitel IV - VI (S.96 - S.184)

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Hallo liebe Leserunde,
    es fehlen zwar noch zwei Posterinnen im ersten Abschnitt, doch ich mache hier jetzt schon einmal weiter, da ich heute Abend
    definitiv nicht da sein werde. Lasst euch aber bitte nicht hetzen.


    Auch in diesem Abschnitt ist Iulius Arminius der Dreh und Angelpunkt. Ob Freund oder Feind, ist noch nicht gänzlich klar. Sicher aber ist für mich, er hängt mit seinem ganzen Herzblut an eben dieser Überzeugung und tut bestimmt nichts Halbherziges.
    Sollte er also wirklich einen Aufstand der barbarischen Truppen und Fürsten im Auge haben, so ist er sicher einer der Rädelsführer und nicht nur ein kleines Rädchen im Spiel. Eine Tatsache, die ich mir bei ihm sogar sehr gut vorstellen könnte.


    Die Anhörung des germanischen Fürsten Segestes war somit auch sehr brisant, auch für den jungen Caldus. Aber vor allem auch für Arminius und Varus. Potzblitz, die beiden halten ja zusammen wie Pech und Schwefel. Also zumindest Varus mag auf seinen cheruskischen Berater nicht verzichten. Na hier bin ich ja gespannt, ob er sich nicht die Finger verbrennt. Denn immerhin soll es ja tatsächlich noch zu einer Varus-Schlacht kommen, wenn ich das richtig verstanden habe. Wobei dies aber auch schon wieder alles ist, was ich weiß. :-[


    Und selbst Titus Annius findet für Thiudgif (Gott sind das Namen, da bin ich geradezu froh, dass ich dieses Buch nicht laut vorlesen muss ;D) bzw. Rufilla ein Plätzchen im aufbrechenden Tross. Ich habe ein recht gutes Gefühl bei dieser Flavia Amra. Sie scheint eine strenggläubige, schickliche Frau zu sein, die sich Thiudgif sicher annehmen wird. Zumindest im hinteren Teil dieses Abschnittes hat sie dies ja schon bewiesen. Das ihre Tochter Rufilla gerne piesackt ist menschlich und logisch.


    Auch hier dann wieder die Verknüpfung der beiden Handlungsstränge. Titus Annius im stummen Austausch mit Caldus am Brunnen vereint. Der Ältere und der Junge. Eine Szene, die zwar auf mich jetzt nicht ganz so natürlich gewirkt hat, die mir aber dennoch sehr gut gefiel. Es war hier auch das Unausgesprochene, das Bände sprach… Die beiden könnten tatsächlich ein gutes, wenn auch sehr ungleiches Gespann abgeben. Dies zeigt sich dann auch, als es um Ruffillas Informationen über den Mord an einem Verräter geht. Sie tauschen sich zwar aus, gehen aber doch recht vorsichtig damit um. Man spürt doch ein gewisses Vertrauen, eine gewisse Wertschätzung heraus.


    Und schließlich kommt es dann auch tatsächlich zu Angriffen auf den Tross…


    Die Botschaft der beiden ersten Abschnitte, welche bei mir hängen blieb und die anscheinend auch entscheidend ist: „Varus bevorzugt es, anstelle der Waffen das Recht sprechen zu lassen.“ Eine sehr noble Einstellung. Doch ich befürchte, dass genau diese Einstellung, gepaart mit seiner Gutmütigkeit, ihm einmal das Genick brechen wird.


    Kurz anmerken möchte ich nur, dass ich zwar Pferde über alles liebe und Golfüchse dann auch recht gerne habe. Die zehnfache Erwähnung des Wortes „Goldfuchs“ auf nur vier Seiten allerdings (davon alleine sechsmal auf zwei Seiten), fand ich dann doch etwas heftig und übertrieben. Das hätte jedem Testleser auffallen müssen.


    Nun bin ich aber erstmal auf eure Meinungen gespannt, und natürlich, wie es weiter geht.
    Liebe Grüssle
    Marion :)

    "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

  • Hallo,


    ich muss zugeben, dass ich diesen Teil gestern schon gelesen habe, heute bin ich aber zu nichts gekommen, insofern gleicht sich das wieder aus.



    Auch in diesem Abschnitt ist Iulius Arminius der Dreh und Angelpunkt. Ob Freund oder Feind, ist noch nicht gänzlich klar. Sicher aber ist für mich, er hängt mit seinem ganzen Herzblut an eben dieser Überzeugung und tut bestimmt nichts Halbherziges.


    Hm, ich bin mir schon relativ sicher, dass er ein Feind (der Römer) ist. Durch seine Reden ist seine Einstellung ja eigentlich klar und wie du schon sagst, er macht bestimmt keine halben Sachen.
    Außerdem hat er jetzt die perfekte Gelegenheit die Römer anzugreifen, findet ihr nicht? Er soll schließlich die Hilftruppen zusammentrommeln (die auch Germanen sind, wenn ich das richtig verstanden habe), da kann er die gleich hinter sich scharen. Die Römer meinen zwar, dass sie in der Überzahl sind, aber wie das aussieht, wenn die Hilfstruppen bei Arminius sind??



    Sollte er also wirklich einen Aufstand der barbarischen Truppen und Fürsten im Auge haben, so ist er sicher einer der Rädelsführer und nicht nur ein kleines Rädchen im Spiel. Eine Tatsache, die ich mir bei ihm sogar sehr gut vorstellen könnte.


    Ich glaube auch, dass er der Anführer sein wird.



    Die Anhörung des germanischen Fürsten Segestes war somit auch sehr brisant, auch für den jungen Caldus. Aber vor allem auch für Arminius und Varus. Potzblitz, die beiden halten ja zusammen wie Pech und Schwefel. Also zumindest Varus mag auf seinen cheruskischen Berater nicht verzichten. Na hier bin ich ja gespannt, ob er sich nicht die Finger verbrennt. Denn immerhin soll es ja tatsächlich noch zu einer Varus-Schlacht kommen, wenn ich das richtig verstanden habe. Wobei dies aber auch schon wieder alles ist, was ich weiß. :-[


    Tja, sein großes Vertrauen in Arminius kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Was verbindet die beiden denn überhaupt?
    Ich finde es gut, dass es auch noch andere Gründe gibt, warum der Verrat nicht aufgedeckt wird. Zum einen sind da ja die Rivalitäten zwischen den Römern selbst, die natürlich nicht dazu beitragen, dass z.B. der Mord aufgedeckt wird. Caldus wird ja komplett ignoriert, wenn sich da ein gestandener Ranghöherer hinter ihn gestellt hätte, wäre das Ganze vielleicht rausgekommen.
    Außerdem bekommt Varus auch nicht alles mit, was so im Heer passiert. Als die zwei Frauen verschwinden und ein Wagen abbrennt, sagt Vala ja, dass sie den Statthalter deswegen nicht belästigen sollen. Insofern ist es schon möglich, dass Varus die ersten Anzeichen wirklich übersieht. Mal schauen, wie das dann mit dem Überfall auf die Nachhut ausschaut.



    Auch hier dann wieder die Verknüpfung der beiden Handlungsstränge. Titus Annius im stummen Austausch mit Caldus am Brunnen vereint. Der Ältere und der Junge. Eine Szene, die zwar auf mich jetzt nicht ganz so natürlich gewirkt hat, die mir aber dennoch sehr gut gefiel.


    Ja stimmt schon, die beiden passen nicht wirklich zusammen und wirken etwas komisch, wenn sie beieinander sind. Für Annius dürfte die Bekanntschaft aber noch Vorteile haben, schätze ich mal.



    Kurz anmerken möchte ich nur, dass ich zwar Pferde über alles liebe und Golfüchse dann auch recht gerne habe. Die zehnfache Erwähnung des Wortes „Goldfuchs“ auf nur vier Seiten allerdings (davon alleine sechsmal auf zwei Seiten), fand ich dann doch etwas heftig und übertrieben. Das hätte jedem Testleser auffallen müssen.


    Der Goldfuchs ist mir auch aufgefallen, vor allem als er dann im Tölt geht. Bei Gangpferden denke ich immer an Isländer und das würde hier ja nicht wirklich passen. Ich hab mich mal bei Wikipedia informiert und anscheinend waren Tölt und Pass früher bei allen Pferden in den Erbanlagen enthalten. Ist das belegt, dass früher mehr Pferde Tölt konnten, Iris?
    Wäre schon sinnvoll, ist ja für den Reiter auch viel bequemer auf längeren Strecken.


    Beim Thema Pferde bin ich in letzter Zeit sehr aufmerksam geworden, es kommt ja bei Fantasy auch öfters vor, dass die Protas durch die Gegend zuckeln. Hier habe ich mich auch gewundert, warum eine Person vom Pferd absteigt, indem sie das Bein über den Hals des Pferdes schwingt? Da landet man schnell mal auf dem Allerwertesten...
    Oder war das früher etwa so?


    Ich bin gespannt, wie es nach dem Angriff auf die Nachhut weitergeht. Ich bin mir relativ sicher, dass Arminius bzw. von ihm beauftragte Leute dahinterstecken. Auch wenn die Römer glauben, dass Arminius mit seinen paar Leuten kaum eine Chance hat, kann er ihnen durch geschickte Hinterhalte doch einen gewissen Schaden zufügen, denke ich.


    LG, Mobi

  • Okay, dann schreib ich hier auch mal ein paar Gedanken zu diesem Abschnitt nieder...


    Nachdem ich mich ja noch im ersten Abschnitt etwas schwer tat mit den Namen, aber auch ein wenig mit der Geschichte selbst, bin ich jetzt total drin und freue mich, gleich noch ein wenig weiter lesen zu können :)


    Ich möchte den Inhalt nicht zu sehr wiederholen, daher nur ein paar Eye-Catcher ;)


    Ich bin wirklich beeindruckt von der wohl doch großartigen Logistik, die die Römer bewerkstelligen konnten. Wie sie,wirklich total georndet, ein ganzes Lager von A nach B zu bringen. Und alleine die Vorstellung, dass alle Arbeiten aus einer Hand zu laufen scheinen.


    Gespannt verfolge ich ja immernoch die Stellen mit Annius und Thiudgif: sie denkt zwar immer daran, das Gefolge einfach zu verlassen, aber ich bin gespannt, ob sie unterm Strich mehr hält, als die einfache Unsicherheit vielleicht den Weg nach Hause doch nicht zu kennen.Auf jeden Fall fand ich es fast anrührend wie sie sich Annius anvertraut und wie gut er darauf reagiert. Er nimmt sie ernst und versucht, sie aufzuheitern, ihr die Angst zu nehmen und sie möglichst zu schützen...


    Die Überraschung des Abschnittes für mich war eigentlich Caldus: er ist ein total cleveres Kerlchen, aber auch eben total temperamentvoll, was ihm leider immer wieder ein paar Strafen einbringt.
    Ich bin mal gespannt, wie es mit ihm - und vor allem in Kombination mit Annius - weitergeht. Er wird wohl noch eine wichtige Rolle spielen; nicht zuletzt da er irgendwie schon an einen Hinterhalt glaubt.


    Tja, und am Ende des Abschnittes passiert dann endlich mal was ;)
    Die letzten Reihen werden angegriffen und ich bin gespannt, in wie weit Arminius seine Finger da mit drin stecken hat, daher werd ich mich wohl jetzt mal mit dem Buch im Bettchen verkriechen.. :lesen:

  • Hallo!


    Ich glaube auch, dass er der Anführer sein wird.


    Mhm, sehe ich ähnlich. Wenn er da definitiv mit dring hängt, dann sicherlich nicht nur als Handlanger, sonder als einer der Drahtzieher...


    Ja stimmt schon, die beiden passen nicht wirklich zusammen und wirken etwas komisch, wenn sie beieinander sind. Für Annius dürfte die Bekanntschaft aber noch Vorteile haben, schätze ich mal.


    Ja, stimmt schon. Ein komisches Paar geben sie ab, aber ich würde mich dennoch freuen, wenn die beiden Freunde werden würden.
    Vor allem hoffe ich für Caldus, dass man ihn langsam mal ernst nimmt.

  • Liebe Leserunde,


    nachdem ich noch ein wenig nach mir unbekannter Literatur wie “Stowasser”, der im deutschsprachigen Raum wohl so etwas wie ein Standardwörterbuch ist, geschaut hatte, habe ich in einem Stück den zweiten Teil gelesen.



    Die Botschaft der beiden ersten Abschnitte, welche bei mir hängen blieb und die anscheinend auch entscheidend ist: „Varus bevorzugt es, anstelle der Waffen das Recht sprechen zu lassen.“ Eine sehr noble Einstellung. Doch ich befürchte, dass genau diese Einstellung, gepaart mit seiner Gutmütigkeit, ihm einmal das Genick brechen wird.



    Hier interessiert mich, wie Varus im Lauf der Erzählung weiter ausgeformt wird: als gutmütig, als naiv, als unflexibel? So, wie er im Zitat zu Beginn des Buchs beschrieben wird, scheint er als Kopf einer kämpfenden Truppe eher ungeeignet. Ich vermute, dass die Romanfigur entsprechend gestaltet ist, lasse mich aber überraschen.


    Tja, sein großes Vertrauen in Arminius kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Was verbindet die beiden denn überhaupt?



    Ja, eine Männerfreundschaft, von der mich auch interessieren würde, wie sie diese Intensität erlangen konnte.



    Ja stimmt schon, die beiden passen nicht wirklich zusammen und wirken etwas komisch, wenn sie beieinander sind. Für Annius dürfte die Bekanntschaft aber noch Vorteile haben, schätze ich mal.



    Die Begegnung zwischen beiden ist so konstruiert wie in einer Beziehungsbank: Caldus bilanziert sie und weist Annius ein Guthaben zu. :o Deshalb sehe ich das wie du.



    Der Goldfuchs ist mir auch aufgefallen, vor allem als er dann im Tölt geht. Bei Gangpferden denke ich immer an Isländer und das würde hier ja nicht wirklich passen. Ich hab mich mal bei Wikipedia informiert und anscheinend waren Tölt und Pass früher bei allen Pferden in den Erbanlagen enthalten. Ist das belegt, dass früher mehr Pferde Tölt konnten, Iris?
    Wäre schon sinnvoll, ist ja für den Reiter auch viel bequemer auf längeren Strecken.



    apassionatas Kritik kann ich gut nachvollziehen. Von Pferden habe ich kaum Ahnung ::) und musste erst einmal nachschauen, was ein Goldfuchs ist - offenbar nicht nur die Bezeichnung für ein Pferd.




    Gespannt verfolge ich ja immernoch die Stellen mit Annius und Thiudgif: sie denkt zwar immer daran, das Gefolge einfach zu verlassen, aber ich bin gespannt, ob sie unterm Strich mehr hält, als die einfache Unsicherheit vielleicht den Weg nach Hause doch nicht zu kennen.Auf jeden Fall fand ich es fast anrührend wie sie sich Annius anvertraut und wie gut er darauf reagiert. Er nimmt sie ernst und versucht, sie aufzuheitern, ihr die Angst zu nehmen und sie möglichst zu schützen...



    Vielleicht bleibt sie ja beim Tross und ist am Ende seine Rettung. :D



    Liebe Grüße,
    mohan :)

  • Hallo zusammen.


    Ja, stimmt schon. Ein komisches Paar geben sie ab, aber ich würde mich dennoch freuen, wenn die beiden Freunde werden würden.
    Vor allem hoffe ich für Caldus, dass man ihn langsam mal ernst nimmt.


    Freuen würde ich mich auch, wenn hier vielleicht so etwas wie eine Freundschaft entstehen würde. Schließlich könnten sie sich doch als ungleiches Paar prima ergänzen.



    Er soll schließlich die Hilftruppen zusammentrommeln (die auch Germanen sind, wenn ich das richtig verstanden habe), da kann er die gleich hinter sich scharen. Die Römer meinen zwar, dass sie in der Überzahl sind, aber wie das aussieht, wenn die Hilfstruppen bei Arminius sind??


    Nicht zu vergessen, dass es anscheinend sehr viele eingegliederte Germanen auch innerhalb der römischen Truppen gibt. Ich würde hier doch schon auch mit rechnen, dass sich zumindest ein großer Teil eben dieser dann plötzlich gegen den neuen Herrn (die Römer) auflehnt.



    Sollte er also wirklich einen Aufstand der barbarischen Truppen und Fürsten im Auge haben, so ist er sicher einer der Rädelsführer und nicht nur ein kleines Rädchen im Spiel. Eine Tatsache, die ich mir bei ihm sogar sehr gut vorstellen könnte.


    Ich glaube auch, dass er der Anführer sein wird.



    ... vor allem als er dann im Tölt geht. Bei Gangpferden denke ich immer an Isländer und das würde hier ja nicht wirklich passen. Ich hab mich mal bei Wikipedia informiert und anscheinend waren Tölt und Pass früher bei allen Pferden in den Erbanlagen enthalten. Ist das belegt, dass früher mehr Pferde Tölt konnten, Iris?


    Hier hatte ich zwar auch erst gestutzt, doch meine Tochter meinte auch, dass es früher doch viel eher vorgekommen sei, diese Gangart auch bei Pferden vorzufinden, da es eigentlich genetisch hinterlegt wäre. Ich persönlich hatte ja auch gleich die Isländer und Shetlandponys im Kopf.



    Hier interessiert mich, wie Varus im Lauf der Erzählung weiter ausgeformt wird: als gutmütig, als naiv, als unflexibel? So, wie er im Zitat zu Beginn des Buchs beschrieben wird, scheint er als Kopf einer kämpfenden Truppe eher ungeeignet. Ich vermute, dass die Romanfigur entsprechend gestaltet ist, lasse mich aber überraschen.


    Hier bin ich auch schon sehr gespannt. Auch ob er seinen Fehler dann einsehen wird und ob er dies vielleicht auch sogar Caldus gegenüber irgendwie äußert.
    Denn dieser tat mir ja schon ein bisschen Leid, wie er als unwissender junger Schnösel so einfach abgewunken wurde.

    Vielleicht bleibt sie ja beim Tross und ist am Ende seine Rettung. :D


    ;D Na, so was in der Richtung will ich doch hoffen. ;D


    Die Begegnung zwischen beiden ist so konstruiert wie in einer Beziehungsbank: Caldus bilanziert sie und weist Annius ein Guthaben zu. :o Deshalb sehe ich das wie du.


    Trotzdem finde ich, dass die beiden Potential haben. Sie wirken beide etwas ungelenk zueinander betrachtet. Trotzdem macht gerade dies auch seinen Reiz aus.



    Liebe Grüssle
    Marion :)

    "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

  • [quote author=apassionata link=topic=3171.msg48987#msg48987 date=1251018499


    Die Begegnung zwischen beiden ist so konstruiert wie in einer Beziehungsbank: Caldus bilanziert sie und weist Annius ein Guthaben zu. :o Deshalb sehe ich das wie du.


    Trotzdem finde ich, dass die beiden Potential haben. Sie wirken beide etwas ungelenk zueinander betrachtet. Trotzdem macht gerade dies auch seinen Reiz aus.
    [/quote]


    Das die beiden so komisch wirken kann aber auch daran liegen, dass Caldus in seiner Funktion als Tribun immernoch nicht richtig gefestigt ist. Ich finde, er wirkt immer etwas unsicher....

  • Hallo, allerseits!



    Außerdem bekommt Varus auch nicht alles mit, was so im Heer passiert. Als die zwei Frauen verschwinden und ein Wagen abbrennt, sagt Vala ja, dass sie den Statthalter deswegen nicht belästigen sollen. Insofern ist es schon möglich, dass Varus die ersten Anzeichen wirklich übersieht. Mal schauen, wie das dann mit dem Überfall auf die Nachhut ausschaut.


    Nur am Rande: Auch heute bekommt ein General nicht alles mit, was im *Umfeld* der marschierenden Truppe passiert. ;)
    Zumal die im Tross mitgehenden Menschen auch damals nicht als Teil des Heeres betrachtet wurde. Man nahm sie halt mit, aber das gab den Leuten kein Recht auf militärischen Schutz. (Das ist bis heute nicht viel anders, was z.B. mitziehende Journalisten angeht, insofern war der "embedded journalism", den die US-Army im Irak praktizierte schon auch eine Möglichkeit, als Pressemensch im Schutz der kämpfenden Truppe an die vorderste Front zu gehen.)


    Da Personen, die nicht zur Truppe gehörten, Varus als Oberbefehlshaber auch nichts angehen, muss er darüber nicht automatisch informiert werden.



    Zitat

    Der Goldfuchs ist mir auch aufgefallen, vor allem als er dann im Tölt geht. Bei Gangpferden denke ich immer an Isländer und das würde hier ja nicht wirklich passen. Ich hab mich mal bei Wikipedia informiert und anscheinend waren Tölt und Pass früher bei allen Pferden in den Erbanlagen enthalten. Ist das belegt, dass früher mehr Pferde Tölt konnten, Iris?
    Wäre schon sinnvoll, ist ja für den Reiter auch viel bequemer auf längeren Strecken.


    In Europa waren Reitpferde bis in die frühe Neuzeit hinein eigentlich grundsätzlich auf mehr als 3 Gänge erzogen; erst dann begann man zumindest in Zentraleuropa, die Gangarten Pass und Tölt in der Zucht systematisch zu unterbinden, da Reitpferde durch das Aufkommen bequem gefederter Wagen (Kutschen) unmodern geworden war. Das Pferd war seitdem vor allem Zugpferd, nur im Adel und beim Militär brauchte man Reitpferde, wobei erstere seit dem Barock meist aus südeuropäischer Zucht stammten, wie z.B. Lusitaner, die auch Gangpferde sind (deshalb nennt man solche Pferde Barockpferde).


    Vereinzelt wurde im 17./18. Jh. Isländer für Botendienste importiert, aber in der regionalen Zucht achtete man darauf, dass die Arbeitspferde nur zwei oder drei Gänge beherrschten, wobei bei Zugpferden Schritt und Trab reichen, der Galopp eher lästig ist.


    Ein alter Ausdruck für Reitpferde lautet Zelter, was eigentlich Tölter bedeutet, d.h. es handelt sich um Reitpferde, die Pass und Tölt laufen



    Zitat

    Hier habe ich mich auch gewundert, warum eine Person vom Pferd absteigt, indem sie das Bein über den Hals des Pferdes schwingt? Da landet man schnell mal auf dem Allerwertesten...


    Das kann ich aus Erfahrung bestreiten. Die Römer kannten keine Steigbügel (der Steigbügel kam erst durch die Hunnenangriffe nach Europa), sondern nutzten eine völlig andere Sattelkonstruktion, den Hörnchensattel.
    (Auf der Limesreiter-Seite kann man sich auch über die Ausrüstung römischer Reiter informieren; die Rekonstruktion bezieht sich zwar auf die zweite Hälfte des 1. Jhs., aber die Unterschiede sind da noch nicht dramatisch. Man bekommt einen guten Eindruck.)


    Um aus diesem Sattel rauszukommen, empfiehlt es sich (insbesondere für Männer), das Bein *nicht* über die Kruppe zu schwingen, sondern über den Hals des Pferdes. ;)


    Beim Reiten ohne Sattel ist es nicht anders. Wer das Bein über die Kruppe schwingt, sollte sich an einem Sattel vorn festhalten können und -- viel wichtiger! -- festen Stand in einem Steigbügel haben.

    Liebe Grüße,<br />&nbsp; &nbsp; Iris<br />---------------------------------------------------------<br />Aktuelles Buch: Varus

  • Hallo Iris,


    leider funktionieren deine Links nicht, ich hätte mir den Sattel gern mal angeschaut. Je nachdem wie der Sattel aussieht, kann es schon sein, dass man das Bein besser vornerum schwingt. Schön, dass du das recherchiert hast und es kein Fehler ist, wie ich erst dachte.



    Beim Reiten ohne Sattel ist es nicht anders. Wer das Bein über die Kruppe schwingt, sollte sich an einem Sattel vorn festhalten können und -- viel wichtiger! -- festen Stand in einem Steigbügel haben.


    Hm, also ich bin immer hintenrum abgestiegen, auch ohne Sattel. Ich weiß grad nicht, wo da das Problem ist? Eigentlich nimmt man vor dem Absteigen ja auch sowieso beide Füße aus den Steigbügeln, deswegen will mir das mit den Steigbügeln nicht ganz in den Kopf.
    Aber egal, ist ja auch etwas OT.


    LG, Mobi

  • Hallo, Mobi!



    Hm, also ich bin immer hintenrum abgestiegen, auch ohne Sattel. Ich weiß grad nicht, wo da das Problem ist? Eigentlich nimmt man vor dem Absteigen ja auch sowieso beide Füße aus den Steigbügeln, deswegen will mir das mit den Steigbügeln nicht ganz in den Kopf.


    Okay, das mag für die heutige Freizeitreiterei, meinetwegen auch fürs Turnierreiten gelten. Ein moderner Sportreiter hat auch keine Ausrüstung von bis zu 20 kg auszubalancieren: schwerer wollener Rock, Lederhose, Helm von 1,5 kg, Kettenhemd von 9 kg, bronzebeschlagener Gürtel, Schwertgurt inkl. Schwertscheide mit Schwert, evtl. Dolch samt Scheide, dazu kommen noch die übrigen Waffen (Köcher mit Wurfspießen, Schild von ca. 8 kg) sowie die Rüstung des Pferdes.


    Anders als beim modernen Turnier- und Freizeitreiten hatte der Steigbügel im Mittelalter tatsächlich eine echte Funktion als Auf- und Abstiegshilfe und als Halt, in den man sich beim Aufprall auf den Gegner stemmen konnte.


    Die Römer bzw. ihre berittenen Hilfstruppen behalfen sich mit Sätteln, die an den Körper angepasst waren, zumal ihre Reit- und Kampfweisen auch anders waren als die der Reiterei des Mittelalters.


    Was Literatur angeht, empfehle ich zum Einstieg die sachkundigen Bücher von Markus Junkelmann: Die Reiter Roms, 3 Bände, Zabern, Mainz.

    Kaufen* bei

    Amazon
    Booklooker
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

     

    Kaufen* bei

    Amazon
    Booklooker
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

     

    Kaufen* bei

    Amazon
    Booklooker
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

    Liebe Grüße,<br />&nbsp; &nbsp; Iris<br />---------------------------------------------------------<br />Aktuelles Buch: Varus

  • Hallo Ihr Lieben,


    durch den Abschnitt bin zwar schon seit gestern durch, aber noch nicht zum Posten gekommen. Daran war die Tatsache, dass die Handlung am Ende des 2. Abschnitts mächtig an Fahrt aufnahm, sicherlich nicht ganz unschuldig. ;D


    So ganz verstehe ich Arminius nicht. Segestes beschuldigt ihn des Verrats und Arminius nimmt ihn danach gewissermaßen in Schutz. Aber auch die Entscheidung von Varus ist für mich nicht nachvollziehbar. Er will er Segestes gefangensetzen lassen und im nächsten Moment vertraut er ihm den Schutz des Lagers an. Klingt für mich ziemlich inkonsequent. :-\


    Annius findet für Thiudgif einen Platz im Tross bei der gestrengen Amra. Ob sich Thiudgif hier wohlfühlen wird? Und ob ein Platz im Tross wirklich so sicher ist?


    Caldus und Annius betrinken sich gemeinsam - ob das der Beginn einer Männerfreundschaft sein wird? ;)


    Die Marchlager der Römer scheinen zumindest für die Stabsoffiziere recht aufwendig und bequem eingerichtet zu sein. Teppiche, Möbel... also nix Zeltlager und fertig.


    Thiudgif wird erneut Zeugin einer Unterhaltung, die auf Varus als Verräter hindeutet, und sie offenbart sich Annius. Entgegen ihrem Wunsch erzählt dieser Caldus, was er erfahren hat Caldus wiederum sieht sich in seinem Argwohn Arminius gegenüber bestätigt, findet aber weder bei Varus noch bei Vala ein offenes Ohr für seine Bedenken.
    Stattdessen bedenkt man den jungen Tribun mit einer Strafmission.


    Dann beginnen sich die Ergeignisse zu überschlagen; Zwei Frauen aus dem Tross verschwinden spurlos (soviel zum sicheren Platz für Thiudgif!) und die Nachhut wird überfallen. Jetzt wird es eng für die Römer! :o


    So, nun schaue ich mal, was ihr anderen schon so geschrieben habt...


    Geez,
    Imlammenien


  • Und selbst Titus Annius findet für Thiudgif (Gott sind das Namen, da bin ich geradezu froh, dass ich dieses Buch nicht laut vorlesen muss ;D) bzw. Rufilla ein Plätzchen im aufbrechenden Tross. Ich habe ein recht gutes Gefühl bei dieser Flavia Amra. Sie scheint eine strenggläubige, schickliche Frau zu sein, die sich Thiudgif sicher annehmen wird. Zumindest im hinteren Teil dieses Abschnittes hat sie dies ja schon bewiesen.


    In Sachen Moral wird Thiudgif an Amras Seite wohl nichts passieren. Dennoch bezweifle ich, dass der Tross ein sicherer Ort für sie ist. Die Ereignisse am Ende des 2. Abschnitts gegen darauf schon einen Vorgeschmack... :o



    Kurz anmerken möchte ich nur, dass ich zwar Pferde über alles liebe und Golfüchse dann auch recht gerne habe. Die zehnfache Erwähnung des Wortes „Goldfuchs“ auf nur vier Seiten allerdings (davon alleine sechsmal auf zwei Seiten), fand ich dann doch etwas heftig und übertrieben. Das hätte jedem Testleser auffallen müssen.


    Och... Ich finde den Goldfuchs eigentlich ganz unterhaltsam - vor allen Dingen, als er auf S. 128/129 innerhalb einer Szene plötzlich vom Goldfuchs zum Schimmel und dann wieder zum Goldfuchs mutiert. ;D



    Beim Thema Pferde bin ich in letzter Zeit sehr aufmerksam geworden, es kommt ja bei Fantasy auch öfters vor, dass die Protas durch die Gegend zuckeln. Hier habe ich mich auch gewundert, warum eine Person vom Pferd absteigt, indem sie das Bein über den Hals des Pferdes schwingt? Da landet man schnell mal auf dem Allerwertesten...
    Oder war das früher etwa so?


    Och, das habe ich bei den Karl-May-Festspielen in Elspe auch schon gesehen. Sieht vermutlich cooler aus... ;)
    Ne, mal ehrlich, ich habe keine Ahnung, wie die römischen Sättel beschaffen sind. Vielleicht kommt man da so besser runter?!
    Okay, ich sehe gerade, dass Iris das schon ausführlich erläutert hat. Das ist wirklich eine sehr leerreiche Runde. :)
    Beisteuern kann ich die Erkenntnis, dass das Marschgepäck eines römischen Soldaten so einiges wiegt (auch ohne Rüstung und Waffen). Ich hatte mal das Vergnügen so etwas tragen zu dürfen und war nach ein paar Metern wirklich froh das Zeugs wieder hergeben zu dürfen. ;D


    Geez,
    Imlammenien

  • Hallo, Imlammenien!



    Beisteuern kann ich die Erkenntnis, dass das Marschgepäck eines römischen Soldaten so einiges wiegt (auch ohne Rüstung und Waffen). Ich hatte mal das Vergnügen so etwas tragen zu dürfen und war nach ein paar Metern wirklich froh das Zeugs wieder hergeben zu dürfen. ;D


    Zwischen 47 und 49 kg summa summarum (Kleidung und Gepäck inkl. Rüstung und Schanzpfahl), und damit schafften sie auf dem Marsch 35 - 30 km pro Tag. Die Jungs waren ziemlich fit. ;)


    Auch hier hatte der Gefreite Privilegien und durfte Teile seines Gepäcks (z.B. den obligatorischen Schanzpfahl) per Maultier im Tross befördern lassen -- blöd nur, wenn der Tross Ziel von Angriffen wurde.

    Liebe Grüße,<br />&nbsp; &nbsp; Iris<br />---------------------------------------------------------<br />Aktuelles Buch: Varus


  • Och... Ich finde den Goldfuchs eigentlich ganz unterhaltsam - vor allen Dingen, als er auf S. 128/129 innerhalb einer Szene plötzlich vom Goldfuchs zum Schimmel und dann wieder zum Goldfuchs mutiert. ;D


    Stimmt. Hier hatte ich doch auch kurz schmunzeln müssen. ;D



    leider funktionieren deine Links nicht, ich hätte mir den Sattel gern mal angeschaut.


    Also bei mir funktioniert es. :-\



    Annius findet für Thiudgif einen Platz im Tross bei der gestrengen Amra. Ob sich Thiudgif hier wohlfühlen wird? Und ob ein Platz im Tross wirklich so sicher ist?


    Ok, wirklich sicher ist es sicher nicht. Doch wer von den Römern hätte auch mit größeren Überfällen gerechnet. Die fühlten sich mit ihrer Übermacht ja doch sehr imposant und abschreckend für solche Übergriffe.
    Ich dachte auch eher, dass es für Thiudgif auf alle Fälle sicherer ist, als alleine zurück zu bleiben oder sich gar weiter verkaufen zu lassen. ;)

    &quot;Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt.&quot; Mahatma Gandhi


  • Stimmt. Hier hatte ich doch auch kurz schmunzeln müssen. ;D


    Das sind die Fehlerchen, die sich im Eifer des Schreibens einschleichen und die bis zum Schluss kein einziger Testleser, Lektor oder Korrektor bemerkt. :-[

    Liebe Grüße,<br />&nbsp; &nbsp; Iris<br />---------------------------------------------------------<br />Aktuelles Buch: Varus


  • Das sind die Fehlerchen, die sich im Eifer des Schreibens einschleichen und die bis zum Schluss kein einziger Testleser, Lektor oder Korrektor bemerkt. :-[


    Ich finde solche Fehlerchen immer eher amüsant, denn schlimm. :)

    &quot;Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt.&quot; Mahatma Gandhi