Leserundenfazit, Rezensionen etc. (ohne Spoiler!)

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein, die Ihr vielleicht nach der Leserunde schreiben wollt. Es wäre schön, wenn sich hier möglichst viele beteiligen - zumindest ein Fazit zur Leserunde (auch eines vom Autor) ist immer interessant.

  • Zum Buch:


    Die Geschichte hat mich wieder fasziniert und ziemlich schnell auch wieder in seinen Bann gezogen. Ich konnte regelrecht eintauchen in die Welt der Wolken und Steine. Ethandras und Lärka müssen große Hindernisse überwinden um endlich ihre Liebe leben zu können, wenn auch anders als ich es mir erhofft hatte. Sehr gut gefallen hat mir der Wechsel zwischen Lärkas und Ethandras Sichtweise, dadurch wurde die Geschichte spannend erzählt und trotzdem wurde nie etwas zu schnell vorweggenommen. Sehr erfreut war ich über einige Bekannte aus "Hüter der Wolken" , aber auch einige neue Personen sind mir recht schnell ans Herz gewachsen. Das Ende hat mich etwas überrascht und ich weiß auch immer noch nicht so genau, ob es mir so gefällt. Aber die Autorin wird sich wohl was dabei gedacht haben und ich nehme es jetzt einfach so hin.


    Zur Leserunde:
    Ich weiß, dass die Leserunde noch gar nicht zu Ende ist. Aber irgendwie ist bei mir die Luft raus. Ich habe wohl selber verpasst, nach jedem gelesenen Abschnitt gleich etwas zu schreiben und jetzt fällt es mir schwer das nachzuholen. Werde aber die LR weiter verfolgen und versuchen meine Gedanken noch mit einzubringen. Vielen Dank aber schon mal von hier aus an Kirsten Falck und ich erwarte Neues von dir, da mir deine Bücher wirklich großartig gefallen haben.

  • Rezension


    Der atmosphärisch sehr dichte Prolog riss mich gleich mitten in die Geschichte und beschwor viele emotionale Erinnerungen aus dem ersten Band herauf. Dadurch war nicht nur diese besondere Wolkenhüter-Stimmung von der ersten Seite an präsent, sondern auch mein tiefer Zugang zu einigen Figuren. Damit konnte mich "Der Eid des Steinkönigs" so fesseln, dass ich beim Lesen alles um mich herum vergaß und auch in meiner lesefreien Zeit gedanklich öfter mal in Jaduin weilte.


    Einige Charaktere und damit auch die mitfiebernden Leser wurden dabei wahrlich nicht geschont, streckenweise kommt man kaum zum Luft holen. Aber schließlich geht es ja auch um nichts geringeres als die Rettung allen Lebens! Bevor es jedoch zum Kampf gegen Grimhorn kommt, müssen erst noch einige Hindernisse überwunden und die Verbündeten aus der Prophezeiung gefunden werden. Die Auseinandersetzungen und Probleme sind dabei sehr unterschiedlich und fordern kämpferische, geistige, magische und zwischenmenschliche Fähigkeiten.


    Trotz aller Gefahren und der immer verzweifelter werdenden Lage gibt es glücklicherweise aber auch kleine Momente der Ruhe, in denen mich die besondere Beziehung zwischen Lärka und Arild /Ethandras immer wieder aufs neue berührt hat. Diese beiden haben sich soviel zu geben - und riskieren doch alles, um ihre Welt zu retten. Neben den romantischen Szenen haben es mir ebenfalls wieder die stimmungsvoll beschriebenen mystischen Augenblicke angetan, die oft auch für weitere Gedankengänge sorgten.
    Das Ende bescherte mir nach all der Tragik einen sehr friedlichen Ausblick und einfach ein wunderbar harmonisches Gefühl. Nur das Schicksal einer Figur, die ich gerne mochte, hat dieses Glück anfangs ein wenig getrübt - mittlerweile glaube ich aber einfach, dass dieser Weg auf ihn gewartet hat...



    Leserundenfazit


    Glücklicherweise habe ich zu dieser Geschichte immer wieder schnell Zugang gefunden, ansonsten wäre ich früher oder später sicher "draußen" gewesen. Immer wieder habe ich andere Lektüre eingeschoben, um nicht zu schnell zu sein - und doch kam ich nach den ersten Abschnitten nicht darum rum, zuerst zu posten. Schade fand ich auch, dass von Mascha irgendwann nichts mehr zu hören war, außer dass sie durch ist. Dadurch hat sich die Leserunde sehr auseinander gezogen, und das Miteinander fehlte ein wenig. Zumindest fühlte es sich für mich so an.


    Vielen lieben Dank an Kristin für die Begleitung der Leserunde - und die Geduld, die du dabei bewiesen hat. :)
    Trotz der langen Zeit wurde jede Frage beantwortet und so manch eine Anregung gegeben, von der einen oder anderen Erinnerung ganz zu schweigen.

  • Mein Leserundenfazit:


    Zur Leserunde:


    Au weia, so lange hat sich für mich noch nie eine Leserunde hingezogen. Ich bitte euch alle um Entschuldigung, dass ich so wenig präsent war und immer hinterhergehinkt bin, aber meine Lebensumstände haben sich sehr plötzlich und leserundenfeindlich verändert. Ich hoffe ihr verzeiht mir mein Schwächeln, besonders Kristin. Liebe Kristin, vielen Dank, dass du es so lange mit uns ausgehalten hast und uns trotz der langgezogenen Runde immer wieder Erläuterungen und interessante Einblicke in den Schaffensprozess als Autorin gabst. Mir hat es sehr gut gefallen und ich bin schon gespannt, ob wir bald mal wieder etwas aus deiner Feder lesen werden.


    Zum Buch:


    Die Fortsetzung von "Die Hüter der Wolken" setzt konsequent da an, wo der Vorgängerband aufhört, und greift die vielen offenen Handlungsfäden auf, die in Band 1 angelegt wurden. Die Figuren, allen voran Lärka und Ethandras, führen ihren Weg fort und erfahren dabei eine ausgefeilte und tiefergehende Charakterzeichnung. Es kristallisiert sich heraus, dass sie ihrer Berufung nur gemeinsam folgen und dass sie die schwere Aufgabe, die vor ihnen liegt, nur gemeinsam bewältigen können.


    Von Anfang an stellen sich den Protagonisten schier unüberwindbare Hindernisse in den Weg und es wird ihnen nichts geschenkt. Kaum ist ein Problem überwunden, stellt sich schon das nächste. Daher präsentiert sich die Handlung in einem rasanten Tempo und lässt Leser und Figuren kaum zur Ruhe kommen. Über allen Geschehnissen steht jedoch die Frage, ob der junge Steinkönig es schaffen wird, den zornigen Berg Grimhorn zu besiegen, der stets die Vernichtung der Welt im Sinn hat. Angesichts der Größe dieser Aufgabe ist klar, dass er dazu treue Gehilfen braucht; und auch die Prophezeiungen besagen, dass es eines Tages nicht nur ein Einzelner sein wird, der den Berg besiegt.


    Sehr interessant fand ich auch die Passagen, in denen durch Seelenwanderung zwei oder mehr Seelen in einem Körper vereint sind; dieses Motiv wird des öfteren verwendet und bringt sehr bizarre Situationen und Einblicke. Besonders spannend wurde es, wenn solche Szenen aus verschiedenen Perspektiven geschildert wurden; gerade davon gibts einige Abschnitte, die ich recht raffiniert gemacht fand. Auch die mystischen Szenen sollten Erwähnung finden, die eine ganz eigene, unwirkliche Atmosphäre haben. Die Szenen, die innerhalb von Wahrträumen vorkommen, empfand ich mit als die stärksten des ganzen Romans.


    Zum Glück gibts auch Verschnaufpausen für Lärka und Ethandras, in denen sie ihre Liebe erleben und sich ganz nahe sein dürfen. Gerade diese romantischen Passagen haben mir sehr gut gefallen. Dennoch schwebt das Unheil immer irgendwie über der Geschichte und lässt den Leser Schlimmes vorausahnen. Ein dramatisches Ende und ein sehr emotional gehaltener Epilog bilden den Abschluss des Romans. Ganz glücklich war ich mit dem Schluss nicht, aber letztendlich hat Kristin Falck das schon ganz gut hinbekommen - nicht zu kitschig, nicht zu unglaubwürdig, nicht zu abgehoben. Und nicht zuletzt hat mich der Roman auch durch seinen wunderschönen und flüssig zu lesenden Schreibstil überzeugt, der mir das Lesen sehr leicht machte und mich tief in die Geschichte eintauchen liess.


    Viele liebe Grüße
    Miramis

  • Hallo Ihr Lieben,


    mit etwas Verspätung hier nun auch mein Leserundenfazit, bevor es morgen früh gen Süden geht:


    <b>Zum Buch</b>


    Die gelungene Mischung aus Fantasy und historischem Roman trifft voll und ganz meinen Geschmack. Zumal ich mich nebenbei auch noch für Meteorologie und Kristallographie interessiere. Kristin Falck hat mit <i>Die Hüter der Wolken</i> und <i>Der Eid des Steinkönigs</i> eine Welt gezeichnet, in die ich beim Lesen rundweg eintauchen konnte. Eine gehörige Portion Romantik rundet die Geschichte ab und macht das Buch wohl vorrangig für das weibliche Publikum attraktiv. Als männlicher Vertreter der Leserschaft muss ich aber eingestehen, dass gerade die Szenen mit Lärka und Arild diejenigen sind, die die Erzählung enorm aufwerten. Ohne eine solche Liebesgeschichte, wäre es wohl ein XY-Fantasyroman geworden. Und Kristin Falck versteht es blendend, romantische bzw. generell gefühlsbetonte Szenen derartig in Schrift zu bannen, dass sie auch knisternd beim Leser ankommen. Hier steht die Fortsetzung dem ersten Band in nichts nach.


    Dass zu Beginn von <i>Der Eid des Steinkönigs</i> viele Handlungen aus Band 1 in Erinnerung gerufen bzw. kurz angeschnitten werden, fand ich sehr hilfreich. Wobei es in gleicher Weise wohl etwas stören würde, wenn beide Bände in kurzer Abfolge gelesen werden.


    Aber nach der (für mich quälend lang empfundenen) Pause zwischen beiden Bändern war es sehr entspannend, sich wieder in die Welt der Wolken zu begeben und von den bekannten Charakteren zu lesen. Von Bollverk hätte ich persönlich gern mehr gelesen, er war einer meiner Lieblingsfiguren aus dem ersten Band. Auch wenn die Geschichte aus Sicht von Lärka und Arild zur Zufriedenheit ausgeht, fand ich das Ende doch trotzdem sehr bedrückend.


    Die Steinfriese als Gestaltungsmittel am Kapitelanfang sind aus meiner Sicht eine echte Bereicherung gegenüber <i>Die Hüter der Wolken</i>. Das eine große natürlich ganz besonders. Auch die Karte sehe ich als absolutes Muss an, und sollte daher lobend erwähnt werden. Es gibt halt immer noch Fantasy-Autoren, die keine Karte beilegen...


    Arild ist für mich übrigens bis zum Ende Arild geblieben, und nicht zu Ethandras mutiert :vogelzeigen:



    <b>Zur Leserunde</b>


    Teilweise fand ich die Leserundenabschnitte etwas zu kurz. Über zwei Kapitel kann man eben eher was schreiben als über eins. Geht mir zumindest so. Wenn ein Leserundenabschnitt nur einen Handlungsstrang (da nur ein Kapitel) beinhaltet, dann versteife ich mich immer gern auf Aussagen wie "Dieses und jenes fand ich gut.." bzw. eben auch nicht gut. Und sowas will dann einfach nicht über meine Tastatur. Mehrere Handlungsstränge in einem Leserundenabschnitt heißt ja nicht, das nur noch die Hälfte kommentiert wird. Ich behaupte einfach mal keck, dass so eher eine Diskussion zustande kommt, da eben auch mehr passiert ist bzw. es mehr Stoff gibt, über den man sich austauschen kann.


    Das soll nicht heißen, dass ich das Buch langatmig fand. Ich hab die Leserundenabschnitte stets in 1-2h verschlungen, aber anschließend wohl im Schnitt 5 Tage gebraucht, um einen halbwegs inhaltsvollen Kommentar zu schreiben.


    Ich bin ja sonst auch eher schreibfaul, aber so schwer wie bei dieser Leserunde hab ich es mir vorher noch nie gemacht.


    In diesem Sinne: Liebe Kristin, vielen Dank fürs eiserne Durchhalten!


    Lg, Eik.

  • Hallo Eik,


    vielen Dank für deine konstruktive Kritik in Sachen Leserundenabschnitte. Mir selbst ging es teilweise ähnlich wie dir und ich werde versuchen, in meinem nächsten Moderationsrunden die Abschnitte etwas großzügiger einzuteilen. Gewöhnlich gehen wir von 60 - 80 Seiten pro Abschnitt aus, aber in diesem Fall hätte es wirklich ein bisschen mehr sein dürfen, zumal wir auch so ein kleiner Teilnehmerkreis waren. Naja, hinterher ist man meistens schlauer... ;)


    Also dann, bis zur nächsten Leserunde!


    Viele liebe Grüße
    Miramis

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen