11 - Der Eid des Steinkönigs - Kapitel 13 bis Ende (Seite 597 bis Ende)

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Dieser letzte Abschnitt hatte es wirklich noch mal ordentlich in sich! Sehr emotional und berührend, aber auch erschreckend. Allein wie Lärka sich, von Grimhorns Fluch getroffen, verändert und immer gleichgültiger wird. Man weiß, was dort mit ihr geschieht - mag es aber gar nicht wahrhaben. Eine gleichgültige Lärka, wie schrecklich ist das denn bitte? Dazu ein Arild, der sie retten und fortbringen will - irgendwann aber nicht mehr weiterkommt und aufgeben muss. Diese Szenen zerreißen einem ja förmlich das Herz. Glücklicherweise hat Piarras gesehen, wo Lärka ihr Amulett gelassen hat - und so kann Arild wenigstens ihre Seele retten und in sich aufnehmen.


    Es dauert nicht lange, bis der nächste Schreck folgt. Und was für einer! Hab ich es doch geahnt... Der arme Felor! :'(
    Ihn trifft Grimhorns Fluch, als Jendro ihn verlässt, um das Auge Grimhorns zu zerstören. Es blieb ihm keine andere Wahl, trotzdem trauere ich um Felor, der mir zuletzt wieder sehr ans Herz gewachsen ist.
    Und dann diese ständige Angst um Lärka durch den Sog, der vom Auge Grimhorns ausgeht. Und die Bilder, die ihre Seele da empfängt.
    Schrecklich war natürlich auch der Moment, als Arild von Pandareos Geist-Echo gesteuert wurde... Grimhorn kämpft mit allen Mitteln, und ohne Lärkas Beistand hätte dieser Kampf leicht verloren werden können. Trotzdem versucht Arild, sie in Sicherheit zu bringen - wohl wissend, dass ihr das nicht gefallen wird. Glücklicherweise ist Piarras aber nicht nur seinem König sondern auch seiner Königin treu, und so werden die beiden Seelen wieder vereint. Und können Grimhorn besiegen, auch wenn es sie das Leben kostet.


    Den Epilog fand ich wunderschön, ein sehr tröstliches Ende - das Lärkas Wunsch erfüllt. Welch ein friedlicher und wunderschöner Ort! Und endlich findet ihre Tochter zu ihnen, die wohl beiden ähnelt. Allerdings frage ich mich, wie vor allem Lärka zu dem wurde, was sie nun ist. Arild ist ein Hüter der Wolken geworden, und Lärka? Ein Wesen des Wassers? Nicht nur ihre Erscheinung sondern auch die Muscheln, die sie ihrer Tochter geschickt hat, sprechen davon. Und hat das irgendetwas mit Arilds letztem Gespräch mit der Nebelfürstin zu tun?

  • Hallo,
    immer wieder hat Ethandras das Gefühl gehabt, daß die Wolken ihn rufen. Und auch die Nebelfürstin des Olivin wollte ihn ja in ihr Reich holen. Nun ist es nicht so, daß sich Menschen nach ihrem Tod einfach in Wolkenhüter und Nebelfürstinnen verwandeln. In Teil 1 war ja beschrieben, daß diese Wesen geboren werden, wenn ein neuer Berg (oder ein neues Gewässer) entsteht. Und so war es nach Grimhorns Tod: Ein neuer Berg erhob sich an der Stelle, wo der alte zerborsten war und als das Regenwasser sich sammelte, entstand ein neuer See. War es vielleicht so, daß die Seelen unserer beiden Helden, die ja zum Schluss in und bei dem Himmelsstein waren, den Ethandras um seinen Hals trug, mit dem Gestein des untergehenden Berges verschmolzen und so zu Naturgeistern wurden, die den nun friedlichen Ort beseelten? Ich habe es mir jedenfalls gewünscht und es so aufgeschrieben. Und obwohl sie sicher gerne weiter gelebt hätte, ist es nicht sooo weit weg von dem, was sich Lärka und (damals noch) Arild am Ende von Band 1 erträumten.
    Grüße
    Kristin


  • In Teil 1 war ja beschrieben, daß diese Wesen geboren werden, wenn ein neuer Berg (oder ein neues Gewässer) entsteht. Und so war es nach Grimhorns Tod: Ein neuer Berg erhob sich an der Stelle, wo der alte zerborsten war und als das Regenwasser sich sammelte, entstand ein neuer See. War es vielleicht so, daß die Seelen unserer beiden Helden, die ja zum Schluss in und bei dem Himmelsstein waren, den Ethandras um seinen Hals trug, mit dem Gestein des untergehenden Berges verschmolzen und so zu Naturgeistern wurden, die den nun friedlichen Ort beseelten? Ich habe es mir jedenfalls gewünscht und es so aufgeschrieben. Und obwohl sie sicher gerne weiter gelebt hätte, ist es nicht sooo weit weg von dem, was sich Lärka und (damals noch) Arild am Ende von Band 1 erträumten.
    Grüße
    Kristin


    Das ist mir jetzt ein wenig peinlich, wie konnte ich das nur vergessen? Dabei hatte mir der Gedanke doch so gut gefallen...
    Auf jeden Fall ist das eine wunderschöne Vorstellung und ein friedliches Ende nach all dem Kampf und Leid. Die beiden wachen nun über einen Teil des Landes, für das sie so viel gegeben haben. Die Prophezeiung hat sich erfüllt, und doch gibt es für Lärka und Arild eine gemeinsame Zukunft, in der sie sogar ihre Tochter aufwachsen sehen. :)

  • Warum? Warum gerade Lärka und Arild???


    Ich finde das Ende wirklich furchtbar traurig. Da kann auch der Epilog mit Calandra nur unwesentlich trösten.


    Bitte versteht das nicht falsch, ich finde das Ende der Geschichte wunderschön, aber auch so unendlich zum :'(.


    Was lässt sich noch zum letzten Abschnitt sagen?


    Tuvaak hat`s erwischt. Das war abzusehen. Eine typische Figur, der man keine Träne nachweint, weil - so spät eingeführt - der Leser auch keine großartige Bindung mehr zum Charakter aufbauen kann.


    Der Prozess der Versteinerung der Menschen wurde in Kovanby ja schonmal eindrucksvoll geschildert. Was damals anhand der verschieden fortgeschrittenen "Infektionsstufen" beschrieben war, bekommen wir nun aus der Ich-Perspektive hautnah mit. Passagen, an denen ich regelrecht am Buch geklebt habe. Immer hoffend, dass Arild einen Ausweg findet.


    Lärka. :'(


    Felor wurde im Laufe des Buches ja so aufgebaut, dass er suksessive Sympathien abgeben musste. Dass er sie durch seine Wendung kurz vor dem Ende wiedergewinnt, ändert nichts an meiner Auffassung, dass der Charakter absichtlich diese Entwicklung nahm, um Felors Ableben etwas in den Hintergrund zu drängen im Gegensatz zum Verlust unseres Traumpaares. Den Eindruck hatte ich jedenfalls, und bei mir hats auch gewirkt: Felor? Egal. Aber Lärka und Arild!!! :'( :'( :'(


    So richtig gut getroffen hat's am Ende nur Piarras, wie man im Epilog auch lesen kann.


    Unsere Protagonisten sind sicherlich zufrieden mit dem Ende und erfreuen sich an der gewonnenen ewigen Zweisamkeit. Ich auch. Und zwar, weil es kein Friede-Freude-Eierkuchen-Ende gab.


    Trotzdem :'(


    Eik.


  • Warum? Warum gerade Lärka und Arild???


    Ich habe es auch schon Mascha geschrieben: Die Wolkenhüter-Saga dreht sich stark um das Thema "Berufung". Sind nicht die Helden überzeugend, die bis zum Äußersten gehen und sich treu bleiben?. Das kann gut ausgehen oder nicht. Aber bei einem Feind wie Grimhorn... Nachdem ich mit meinem Bekannten, dem Profi-Geologen über alle möglichen Arten gesprochen hatte, wie man denn einen Berg "umbringen" könnte, war mir bald klar, daß Ethandras entweder wenig Überlebenschancen hat oder daß ich ziemlich fragwürdige Handlungsumschwünge bzw. völlig neue Magie einbringen müßte, um Ethandras gewinnnen und überleben zu lassen. Bei Lärka war ich mir lange nicht im Klaren wie es ausgehen würde. Ich wollte, daß sie mit in die Nördlichen Öden geht und daß es eine Abschiedsszene gibt. Und auf einmal war sie versteinert und ich war selbst überrascht (das gibt es, daß die Figuren ein Eigenleben anfangen und die Autorin schreibt nur noch auf, was sich scheinbar von selbst abspielt).
    Danke jedenfalls fürs Mitleiden!
    Grüße
    Kristin

  • Hallo zusammen,


    also ich kann mich da nur Eik anschliessen, mir ist das Ende ein wenig zu tränenbeladen... :'(


    Schon als Lärka langsam versteinert, wollte ich es kaum glauben - Hoffnung brachte mir der Dreh, dass ihre Seele in den Himmelstein übergeht und, naja, solange ihre Seele gerettet ist, ist immer noch alles möglich, dachte ich mir.


    Seltsam fand ich die Passagen, in denen Lärka und Ethandras in einem Körper vereint sind. Hm, das wollte mir nicht so recht schmecken - ihre Seelen zwar vereint, aber nie wieder die körperliche Anziehung zwischen den beiden als Liebespaar... ne, das ging mir irgendwie gar nicht runter. Aber ich musste mir darüber auch nicht lange Gedanken machen, denn letztendlich überlebt keiner der beiden Körper, nur die Seelen existieren weiter, aber in einer anderen Form.


    Das ist mir jetzt ein wenig peinlich, wie konnte ich das nur vergessen? Dabei hatte mir der Gedanke doch so gut gefallen...
    Auf jeden Fall ist das eine wunderschöne Vorstellung und ein friedliches Ende nach all dem Kampf und Leid. Die beiden wachen nun über einen Teil des Landes, für das sie so viel gegeben haben. Die Prophezeiung hat sich erfüllt, und doch gibt es für Lärka und Arild eine gemeinsame Zukunft, in der sie sogar ihre Tochter aufwachsen sehen. :)


    Ausnahmeweise hab ich auch mal etwas kapiert , nämlich genau das, was du beschreibst, Kristin. So hab ich das beim Lesen empfunden und als einen gewissen tröstlichen Kompromiss empfunden. Andererseits verstehen ich schon auch die dramaturgische Notwendigkeit, aus der heraus Lärka und Ethandras sterben müssen - ein Überleben wäre wirklich etwas unglaubwürdig gewesen. Und das ist alles auch nur deswegen so schrecklich, weil mir die Figuren im Laufe der Lektüre so ans Herz gewachsen sind. Naja, tot ist für mich tot, auch wenn es irgendwie als Wolkenfürst und Nebelfürstin für die beiden weitergeht.


    Wenigstens Piarras hat die ganze Sache überlebt, immerhin. Und durch Calandras Augen sehen wir die überlebende Welt und das Gute, das durch Lärkas und Ethandras Einsatz entstanden ist; eine heile Welt, in der niemand vor einem zornigen Berg Angst haben muss. Diesen Abschnitt empfand ich sehr schön und er hat mich mit dem letzten Kapitel wieder einigermaßen versöhnt.


    Also, mit eineinhalb weinenden und einem halben lachenden Auge gehe ich aus der Geschichte und frage mich, ob es vielleicht eines Tages auch eine Fortsetzung mit Calandra als Hauptfigur geben wird. Das stelle ich mir recht interessant vor - Kristin, gibts da Pläne? ;)


    Viele liebe Grüße
    Miramis


  • Eine gleichgültige Lärka, wie schrecklich ist das denn bitte? Dazu ein Arild, der sie retten und fortbringen will - irgendwann aber nicht mehr weiterkommt und aufgeben muss. Diese Szenen zerreißen einem ja förmlich das Herz.


    Ja, das fand ich auch so was von schlimm - Lärka war ja nicht wiederzuerkennen.



    Es dauert nicht lange, bis der nächste Schreck folgt. Und was für einer! Hab ich es doch geahnt... Der arme Felor! :'(
    Ihn trifft Grimhorns Fluch, als Jendro ihn verlässt, um das Auge Grimhorns zu zerstören. Es blieb ihm keine andere Wahl, trotzdem trauere ich um Felor, der mir zuletzt wieder sehr ans Herz gewachsen ist.


    Stimmt, da war doch noch was - Felor und Jendro opfern sich auch. Hatte ich vor lauter Lärka und Ethandras glatt vergessen.



    Tuvaak hat`s erwischt. Das war abzusehen. Eine typische Figur, der man keine Träne nachweint, weil - so spät eingeführt - der Leser auch keine großartige Bindung mehr zum Charakter aufbauen kann.


    Und noch einer... Kristin, du hast ja voll aufgeräumt mit deinen Figuren. ;D



    Schrecklich war natürlich auch der Moment, als Arild von Pandareos Geist-Echo gesteuert wurde...


    Und ich hatte gedacht, Pandareos sind wir ein für allemal los. Einen Moment lang dacht ich sogar, er kehrt wieder zurück! :o



    Grimhorn kämpft mit allen Mitteln, und ohne Lärkas Beistand hätte dieser Kampf leicht verloren werden können. Trotzdem versucht Arild, sie in Sicherheit zu bringen - wohl wissend, dass ihr das nicht gefallen wird. Glücklicherweise ist Piarras aber nicht nur seinem König sondern auch seiner Königin treu, und so werden die beiden Seelen wieder vereint. Und können Grimhorn besiegen, auch wenn es sie das Leben kostet.


    Das wollte ich noch schreiben: diese Szenen mit und um Grimhorn fand ich sehr actionreich, da ging es voll zur Sache. Das war am Ende auch mal recht schön zu lesen und lenkte mich von der vielen Grübelei ab, wie es denn wohl ausgehen könnte.


    Viele liebe Grüße
    Miramis


  • Also, mit eineinhalb weinenden und einem halben lachenden Auge gehe ich aus der Geschichte und frage mich, ob es vielleicht eines Tages auch eine Fortsetzung mit Calandra als Hauptfigur geben wird. Das stelle ich mir recht interessant vor - Kristin, gibts da Pläne? ;)


    Hallo,
    ich hatte während des Schreibens viele Ideen für ein Prequel über Feodras, der es faustdick hinter den Ohren hatte und bei dem manches ganz anders gelaufen sein könnte, als die Überlieferung es uns glauben macht. Und für Calandra würden mir bestimmt auch ein paar Abenteuer einfallen. Zwischen den Bänden von zusammenhängenden Geschichten sollte aber kein allzu großer zeitlicher Abstand liegen. Das ist für mich nicht machbar und deshalb ist ein Folgeband zunächst auf Eis gelegt.
    Ich schreibe derzeit an einer ganz neuen Geschichte (auch in mittelalterlicher Umgebung und mit Fantasy Elementen) und kann mir alle Zeit lassen, die ich für die Kids brauche.
    Aber natürlich würde ich es euch wissen lassen, wenn die Geschichte einmal weitergeht.
    Herzliche Grüße
    Kristin

  • Hallo ihr Lieben!
    Ganz herzlichen Dank für diese Leserunde. Zwischendrin habe ich mich manchmal gefragt, wo ihr wohl abgetaucht seid (in wievielen Leserunden gleichzeitig ;) ). Ich kann euch aber nur für eure Disziplin loben, mit der ihr auch nachträglich noch eure Posts verfaßt habt! Danke auch dafür! Es ist spannend und hilfreich für mich, an euren Gedanken teilzuhaben, zu sehen, welche Wendungen Begeisterung fanden und welche nicht.
    Auf dem Ende der Geschichte kauen bestimmt eine Menge Leser noch herum - vielleicht hätte eine andere Autorin ein anderes Ende gefunden. Für mich ging es aber nur über den vollen Einsatz, auch wenn es mir selbst sehr leid tat um die beiden Helden.
    Ich würde mich freuen, wieder einmal bei euch zu Gast zu sein (dauert noch 2-3 Jährchen...).
    Aber jetzt erst einmal wünsche ich euch allen eine nicht zu hektische Adventszeit, viele Bücher unterm Christbaum und viel Zeit zum Lesen in den Weihnachtsferien.
    Herzlichst
    Kristin

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen