01 - Der Eid des Steinkönigs - Prolog, Kapitel 1 und 2 (bis Seite 68)

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  • Hallo und herzlich willkommen zu unserer neuen Leserunde!


    Endlich geht es weiter und wir werden Lärka und Ethandras auf ihrem weiteren gemeinsamen Weg begleiten :herz:. Ich freue mich schon sehr darauf und darf vor allem ein herzliches Willkommen an unsere Autorin Kristin Falck richten, die uns beim Lesen begleiten wird. Schön, dass du dabei bist Kristin!


    Die Leserundenregeln sind ja allseits bekannt, und wenn jemand noch Fragen hat, bin ich gerne zur Stelle.


    Jetzt wünsche ich uns allen ein mystisches, romantisches und aufregendes Leseerlebnis mit "Der Eid des Steinkönigs".


    Viele liebe Grüße
    Miramis




    Hier könnt ihr zum Prolog und zu den Kapiteln 1 und 2 schreiben (Anfang bis einschliesslich Seite 68).


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • So, jetzt wird es aber Zeit, dass diese Leserunde mal ein bisschen in die Gänge kommt. ;) Nicht dass Kristin meint, uns ist langweilig mit Lärka und Ethandras....


    Ich hab diesen Abschnitt durch und bin begeistert über die geschickten Rückblenden, die uns das Geschehen aus "Die Hüter der Wolken" wieder präsent machen. Sie sind schön in die beginnende Handlung eingepasst und haben sehr viel Spaß gemacht zu lesen. Und wichtig waren sie auch, denn manches wusste ich gar nicht mehr so genau.


    Das Wiedersehen mit Lärka, Jörn, Melva und den anderen war für mich wie ein Besuch von alten Freunden, ich hab mich direkt wieder wohl gefühlt und bin auch schon wieder ganz in die Geschichte eingetaucht.


    Und auch schon ein beträchtlicher Gruselfaktor ist mit Spiel, nämlich in Gestalt eines Düsterschlundes. Puh, da standen mir sekundenlang die Haare zu Berge, als der Bär kurzen Prozess mit den beiden Jungen macht und der Düsterschlund Besitz von Olen ergreift. Später wird ihm dann von Lärka geholfen, und dabei tun sich ja schon wieder rasante Entwicklungen auf; wer ruft da nach Ethandras, ist es ein Vertreter der guten oder der bösen Mächte? Ich hab mir da noch kein Urteil gebildet und weiß noch nicht, was ich davon halten soll.


    Abgesehen davon finde ich es ziemlich gemein, den Jungen einfach im Blutwald auszusetzen. Andererseits fand ich seine Reaktion nach seiner Rettung auch unangebracht, selbst jetzt ist Lärka noch als Hexe verschrieen, wo sie doch mit ihren Kräuterkenntnissen und im Verborgenen mit ihren Wahrträumen so viel Gutes erreicht hat und immer noch tut. Naja, vielleicht wird den Ignoranten eines Tages auch noch ein Licht aufgehen.


    Was gabs sonst noch? Jörn ist wie immer zum Knuddeln in seiner pubertären Anhänglichkeit. Ihn hab ich besonders ins Herz geschlossen und mir tat es leid, dass er gleich zu Beginn schon so viel aushalten muss. Aber dank Lärkas Tränken geht es ihm ja bald besser.


    Interessant fand ich die Szene, als bei den Gorunnen die Kriegslust ausbricht und sie sich gegenseitig ans Leder gehen. Die ratlose Lärka dazwischen, die diese rein männliche Verhaltensweise so überhaupt verstehen kann - das fand ich sehr schon ausgearbeitet. Natürlich fand ich es auch blödsinnig, dass man sich vor einem Kampf auch noch gegenseitig verprügelt und kann Lärkas Verständnislosigkeit gut nachvollziehen. Aber das ist wohl typisch männlich... und am Ende trinkt man zusammen ein Bier. ;D


    So, alles in allem hatte ich einen sehr guten Einstieg in die Geschichte und bin nun gespannt, wie alles weitergeht.


    Viele liebe Grüße
    Miramis

  • Hallo ihr Lieben :)
    den ersten Abschnitt habe ich inzwischen auch gelesen und kann mich Miramis Meinung eigentlich nur anschließen.


    Die Rückblende war sehr geschickt gemacht, erst im Prolog uns später bei Lärka. Aber es war nicht nur geschickt, sondern tatsächlich zumindest für mich auch sehr wichtig. Viele Dinge sind doch schon wieder in Vergessenheit geraten.
    Die Verfolgung der Jungen von dem Bären war sehr spannend und gruselig. An einen Düsterschlund habe ich dabei erst gar nicht gedacht. Aber als von der Schwärze die Rede war, fiel mir der Anfang der Geschichte mit Lärka wieder ein. Aber wessen Stimme mag das jetzt sein, die Olen da hört?


    Lärka wiederzutreffen war gleich wieder wie eine Freundin zu treffen. Sie arbeitet wieder als Kräuterfrau und konnte somit Jörn (schön ihn auch wieder dabei zu haben) gleich nach seinem Unfall helfen. Auch Melva und Tiernan habe ich gerne wiedergetroffen.
    Lärka möchte Olen helfen, aber seine Familie will das nicht zulassen, weil sie Lärka für eine Hexe hält. Gut das Lärka die Kette hat und somit herausfindet was mit Olen los ist. Und vor allem, was seine Familie mit ihm vorhat :( Den Jungen einfach in den Blutwald zu bringen und ihn da den Dämonen bzw. den wilden Tieren zu überlassen >:( Als Lärka ihm hilft, hat er immer noch Angst vor Lärka. Aber eigentlich ist das klar. Er hält sich ja nach wie vor für eine Hexe.


    Interessant fand ich die Szene, als bei den Gorunnen die Kriegslust ausbricht und sie sich gegenseitig ans Leder gehen. Die ratlose Lärka dazwischen, die diese rein männliche Verhaltensweise so überhaupt verstehen kann - das fand ich sehr schon ausgearbeitet. Natürlich fand ich es auch blödsinnig, dass man sich vor einem Kampf auch noch gegenseitig verprügelt und kann Lärkas Verständnislosigkeit gut nachvollziehen. Aber das ist wohl typisch männlich... und am Ende trinkt man zusammen ein Bier. ;D


    Das kommt mir auch immer seltsam vor, scheint aber durchaus eine verbreitete Sitte unter Männern zu sein ;)

    Gruß Jutta

    Einmal editiert, zuletzt von Mascha ()

  • Hallo zusammen! :)


    Der Prolog war zwar kurz, aber atmosphärisch sehr dicht - und bei mir sind da gleich viele Erinnerungen hochgeploppt. Man erfährt nochmal etwas über die Geschichte der Himmelsteine, die Prophezeiung und Lärkas Rolle darin - und der letzte Satz weckt ein ungutes Gefühl. Was braut sich da zusammen?


    Im nächsten Kapitel taucht der Düsterschlund wieder auf, welcher beklemmende Erinnerungen weckt. Es wird sicher kein Zufall sein, dass Olen diese Begegnung überlebt - wenn man das überhaupt Leben nennen kann. Nun steckt ein Teil der Düsternis in ihm, ein innerer Kampf, Verzweiflung und Angst. Die Frage ist jetzt: Hat das Grimhorn geplant, um den Steinkönig zu ihm zu locken, bevor er an den großen Stein der Berge kommt? Oder kam dieser Ruf direkt aus dem Düsterschlund bzw. einer der Seelen in ihm? Und hat diese etwas mit der Prophezeiung zu tun?


    Lärka steht mir gleich wieder sehr nah, die Beschreibung ihrer Kräuterecke habe ich sehr genossen. Wahrscheinlich ging da die Phantasie ein wenig mit mir durch, denn ich hatte dazu nicht nur sehr klare Bilder vor Augen sondern auch die passenden Gerüche. Das war vielleicht eine Mischung!
    Ihr schlechtes Gewissen gegenüber Jörn wird auch sehr deutlich. Er erzählt ihr Dinge, die er nicht weitersagen sollte - und sie wagt es nicht, ihn aufzuklären. Sie will Arild (tut mir leid, so heißt er bei mir auch weiterhin :-[) so lange wie möglich schützen, aber die Wahrheit wird sicher bald herauskommen. Und was ist dann mit ihr und Jörn? Wie wird er reagieren? Nach einiger Zeit wird er sie sicher verstehen, aber seine erste Reaktion kann ich nicht wirklich einschätzen.


    Grimhorn wurde scheinbar aus seinem vorübergehenden Gefängnis befreit, und passenderweise bricht Tiernan nun mit einigen Kriegern auf, um ihn abzulenken. Es gab sogar einen Wettstreit, wer ihn begleiten darf - Geduld und Ruhe scheint ja nicht ihre Stärke zu sein. ;) Das wird sicher ein böses Erwachen geben, wenn sie ihr Ziel erfahren. :(
    Lärka hat Olen befreit und so vor dem Tod gerettet, und als Dank beleidigt er sie. Die Verachtung seiner Familie gegenüber den grünen Weibern ist mehr als deutlich, er kann also gewissermaßen auch aus Gewohnheit so reagiert haben. Hoffentlich erzählt er nicht rum, dass sie eine Verbindung zum Steinkönig ist!


    Bisher ist Grimhorn ja noch nicht selbst zu Wort gekommen, daran hatte ich mich im letzten Buch schon sehr gewöhnt. Bleibt das so oder erfahren wir später noch etwas von seinen Gedanken?

  • Hallo,
    auch für mich ist ein Wiedersehen, auf das ich mich gefreut habe. Seit dem Frühjahr hatte ich mich nicht mehr so nah mit meinen lieben Helden beschäftigt, wie es ab jetzt wieder der Fall ist.


    Ich fand es passend, Jörn nicht eine Kriegerlaufbahn zu geben, sondern etwas, wo er Dinge für die Gemeinschaft tun kann, auf seine Art - na ja, das mit dem Matsch und dem Ausrutschen ist im Norden eben so.
    Die Prügelszene fiel mir übrigens ein, als mir mein lieber Keltenfreund Rainer wieder einmal mit leuchtenden Augen eine der Geschichten vom Cu Chulainn vortrug. Dort überbot sich die Tischgesellschaft im Maulfechten (und später auch im Abschlachten) und der Gewinner bekam das größte Fleischstück. Ich stand nur kopfschüttelnd dabei und dachte "Männer" und "was wohl die Frauen damals so drüber gedacht haben?" Möglicherweise ist Lärka etwas untypisch. Möglicherweise wäre eine typische Frau stolz darauf gewesen, wenn ihr Mann als Sieger hervorgeht? Wer weiß.


    Hier noch ein Schmankerl zum Düsterschlund-Gruseln:
    http://steinschn.deviantart.com/art/Duesterschlund-138890651 - ein Stück Fanart mit einem Düsterschlund! Echt cool.


    Zur Grimhorn-Frage: Berge sind nicht sonderlich redselig. In diesem Buch werden wir erst wieder zum Schluss von ihm hören.
    Grüße
    Kristin

  • Hallo ihr Lieben und hallo Kristin,


    schön, dass du dir wieder Zeit für uns genommen hast :)
    Dann gebe ich jetzt auch erstmal meine Eindrücke wieder. Ich bin sofort in die Geschichte versunken und ich musste mich regelrecht dazu zwingen, mit dem Lesen aufzuhören...am liebsten würde ich jetzt einfach nur lesen, lesen und lesen, auch wenn ich dennoch etwas traurig bin, dass dies ja der letzte Band ist :-[ :-[


    Der kurze Prolog hat mir sehr gut gefallen, vorallem auch die Atmosphäre, die herrschte und so wurde das Gedächtnis gleich wieder aufgefrischt. Super. Auch wenn sich der letzte Satz alles andere als gut anhört :(


    Und dann im ersten Kapitel geht es nicht mit Lärka weiter, wie ich eigentlich dachte ;D, sondern mit 3 jungen Männern und einem Düsterschlund :o Als der Bär erwähnt wurde, habe ich schon erst vermutet, dass es sich um einen Düsterschlund handeln könnte, aber den Gedanken schnell wieder verworfen! Schrecklich, wie Olen mit ansehen musste, wie seine beiden Freunde getötet wurden, vorallem der eine, auf den er ja eigentlich aufpassen sollte!
    Was mich vorallem sehr traurig machte, ist, dass, wie sich dann im 2. Kapitel herausstellt, Olens Familie keine Freunde von den grünen Weibern sind und sich von ihr nicht helfen lassen wollen, obwohl alle die Schreie, etc. von Olen hören können! Das stelle ich mir richtig grausig vor!!
    Aber zum Glück gelingt es Lärka mit Hilfe eines Wahrtraumes herauszufinden, was mit Olen passiert ist. Aber was sein Oheim von ihm denkt, ist ja sowas von unverschämt >:( Dass er das alles aus Angst vortäuschen sollte, unmöglich! Und dann noch deren Plan, ihn im Blutwald auszusetzen!!! Unglaublich...denen würde ich was erzählen, wenn ich könnte ;D Nur gut, dass Lärka das mitbekommen hat und ihm dann wieder im "richtigen" Leben helfen und befreien konnte. Und was macht der Blödmann? Fängt an sie zu beschimpfen >:( Undankbarer Klotz!!
    Und dann will er als mit dem Steinkönig reden, warum, was will er ihm sagen? Ist das wirklich die Einwirkung von dem Düsterschlund, bzw. Grimhorn?
    Und was ist mit dem einen Knecht passiert, der Lärka in den Wald begleitet hat und sie tot aufgefunden hat?? Der Fluch ist doch gebrochen, aber wer hat ihn denn umgebracht? :-\
    Seehr gruselig und mysteriös das ganze bisher ;)


    Und es gibt nicht nur ein Wiedersehen mit Lärka, sondern auch mit Jörn (was mich sehr gefreut hat), sondern auch mit Tiernan!
    Ich finde es ja richtig süß, als Jörn Lärka erzählt hat, was er von Arild weiß. Dabei kennt Lärka ja seine wahre "Identität" :D Ich bin mal gespannt, wann das ganze Geheimnis rauskommt!
    Und auch hier gibt es wieder Rückblenden in Lärkas Gedanken, was ich sehr schön fand. Vorallem was Arild betrifft :herz: Hach... :-[ Nur schade, dass er nicht schon in Person auftreten konnte...


    Das kommt mir auch immer seltsam vor, scheint aber durchaus eine verbreitete Sitte unter Männern zu sein ;)


    Da kann ich mich euch anschließen! Ich wäre in der Situation sicherlich genauso verständnislos wie Lärka :D Männer halt ::) ;)



    Lärka steht mir gleich wieder sehr nah, die Beschreibung ihrer Kräuterecke habe ich sehr genossen.


    Oja ich auch. Das fand ich wirklich schön. Und vorallem freue ich mich immernoch für Lärka, dass sie nun als grünes Weib arbeiten darf und ihr und Melvas Wissen auch an andere weitergeben kann!



    Bisher ist Grimhorn ja noch nicht selbst zu Wort gekommen, daran hatte ich mich im letzten Buch schon sehr gewöhnt. Bleibt das so oder erfahren wir später noch etwas von seinen Gedanken?


    Stimmt, Grimhorn hat mir auch schon etwas "gefehlt" ;)


    *wink*

    “Du warst mein Schwert und mein Schild, als ich mich nicht zu schützen vermochte. Männer wie du sind selten, Ollowain. Danke, dass du an meiner Seite stehst. Du bist das Licht in meinen dunkelsten Stunden.”<br />Bernhard Hennen - Elfenlicht<br /><br />http://www.mein-buecherreich.de


  • Ihr schlechtes Gewissen gegenüber Jörn wird auch sehr deutlich. Er erzählt ihr Dinge, die er nicht weitersagen sollte - und sie wagt es nicht, ihn aufzuklären. Sie will Arild (tut mir leid, so heißt er bei mir auch weiterhin :-[) so lange wie möglich schützen, aber die Wahrheit wird sicher bald herauskommen. Und was ist dann mit ihr und Jörn? Wie wird er reagieren? Nach einiger Zeit wird er sie sicher verstehen, aber seine erste Reaktion kann ich nicht wirklich einschätzen.



    Stimmt schon, dass Lärka Jörn gegenüber ein schlechtes Gewissen hat. Aber wie du schon schreibst, sie will Ethandras damit beschützen und das wird Jörn schon verstehen. Vielleicht wird er ersteinmal etwas schmollen, aber da er Lärka ja doch sehr mag, wird er es ihr verzeihen.


  • Hallo,
    auch für mich ist ein Wiedersehen, auf das ich mich gefreut habe. Seit dem Frühjahr hatte ich mich nicht mehr so nah mit meinen lieben Helden beschäftigt, wie es ab jetzt wieder der Fall ist.


    Na, dann genieße die Zeit mit deinen Helden. Wir tun das auch :)


    Ich fand es passend, Jörn nicht eine Kriegerlaufbahn zu geben, sondern etwas, wo er Dinge für die Gemeinschaft tun kann, auf seine Art - na ja, das mit dem Matsch und dem Ausrutschen ist im Norden eben so.


    Das war wohl eine gute Idee von dir. Jörn als Krieger kann ich mir nur ganz schlecht vorstellen. Aber als Baumeister o.ä. sofort.



    Die Prügelszene fiel mir übrigens ein, als mir mein lieber Keltenfreund Rainer wieder einmal mit leuchtenden Augen eine der Geschichten vom Cu Chulainn vortrug. Dort überbot sich die Tischgesellschaft im Maulfechten (und später auch im Abschlachten) und der Gewinner bekam das größte Fleischstück. Ich stand nur kopfschüttelnd dabei und dachte "Männer" und "was wohl die Frauen damals so drüber gedacht haben?" Möglicherweise ist Lärka etwas untypisch. Möglicherweise wäre eine typische Frau stolz darauf gewesen, wenn ihr Mann als Sieger hervorgeht? Wer weiß.


    Ich kann mir schon gut vorstellen, dass die meisten Frauen damals von ihren Kriegern erst dann wirklich begeistert waren, wenn sie gekämpft haben und vor allem gewonnen haben. Andere Zeiten, andere Sitten.

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich hänge etwas hinterher, da ich kaum Zeit zum Lesen hatte die letzten Tage. Bin
    nun aber auch durch mit dem ersten Abschnitt.


    Da ich bisher ausschließlich Einteiler gelesen habe, ist es mal was neues, in
    eine bekannte Geschichte wieder einzusteigen. Da hilft es schon, dass die
    vereinzelten kurz gehaltenen Rückblenden eingearbeitet sind. Ein kurzes
    Stichwort und das ganze Drumherum ist wieder da. Das einzige, was ich wirklich
    erst geschnallt habe, als es schwarz auf weiß da stand, war, dass der Bär ein
    Düsterschlund war. Bis zu Lärkas Wahrtraum war das für mich nur irgendein
    dahergelaufener grimmiger Bär mit mytisch dunkler Aura. Den Düsterschlund vom
    Marktplatz hatte ich ganz vergessen.


    Auch kann ich mich an keine Szene aus dem 1. Teil erinnern, die so gruselig
    geschrieben war, wie Olens Begegnung mit dem Düsterschlund. Zum Einen Olens
    Lethargie, dann aber auch noch Targeins Gewand, dass sich in den Klauen
    verfangen hat und die Bblutige Schnauze. Brr...


    Zu wem die Stimme gehört, und ob es eine Falle oder ein Hilferuf ist, dass
    werden wir wohl erst später erfahren. Vielleicht auch von beidem etwas. Nachdem
    aber Grimhorn wieder aktiver geworden zu sein scheint, glaube ich eher an einen
    Hilferuf. Nur wer steckt dahinter? Vielleicht die Wolkenfürsten? Die hätten doch
    aber auch einfach Wolken schicken können.


    Jörn als Baumeister. Ich hätte ihn lieber als Knappen gesehen, aber gut, dass er
    wieder dabei ist. Und wie er voller Stolz die neuesten geheimen Pläne
    herausposaunt das passt zu ihm. Früher oder später wird er ja darauf stoßen,
    dass die für Lärka keineswegs neu waren. Zudem, dass Lärka noch viel mehr wusste
    - da wird er aber sauer sein. Mal sehen, wie das ausgeht, und ob seine
    Schwärmerei ausreicht, um das folgende "Gewitter" abzuschwächen.


    Dass Olen Lärka nach seiner Rettung im Blutwald auch noch beschimpft, liegt
    sicher an der vorgefassten Meinung, die ihm eingetrichtert wurde. Im Grunde
    haben wir ja gelesen, wie er verzweifelt versucht hat, Vidkunn und Tageir zu
    retten. Er ist also vorerst kein schlechter Junge in meinen Augen. Bleibt zu
    hoffen, das ich mich nicht irre, und nicht Olen den Knecht erschlagen hat. Denn
    ich vermute, dass Lärka und Arild noch auf ihn angewiesen sein werden.


    Und nun zur Schlägerei: Da ich in unserer Runde der einzige Vertreter der von
    Euch verteufelten Gattung bin, fällt es mir wohl hier zu, ein wenig für die
    Männer in die Bresche zu springen. Ich kann zwar nicht ganz verstehen, wieso man
    sich erst blutig prügeln muss, um dann mit den letzten 10 loszuziehen (die sind
    doch danach auch völlig am Ende!) - muss wohl aber irgendein mittelalterlicher
    Brauch gewesen sein. Das ganze gibts doch aber heute auch noch, nur dass es eben
    nicht mehr durch Fäuste augetragen wird. De Frau von heute will doch auch
    erfolgreiche Partner und keine Verlierer. Wobei sich das heute über beruflichen
    Erfolg und/oder soziale Stellung/Anerkennung definiert (und eben nicht mehr über
    den besten Faustkämpfer).


    Und mal ganz ehrlich, wenn Ihr wählen müsstet unter Tiernans Männern: Wer von
    Euch würde denn einen derjenigen nehmen, die am Ende am Boden lagen???


    Tschö,
    Eik.

  • Hallo,
    herzlichen Dank an Eik! Die Stimme eines Marsianers bei dieser Venus-lastigen Leserunde an Bord zu haben, ist wirklich eine Bereicherung!


    Die Kelten, die das Vorbild für die Gorunnen lieferten, hatten - wenn man nach den Sagen und Geschichten geht - wirklich eine Machomäßige (aber nicht frauenverachtende) Art und Weise drauf, in der "Kampf gewinnen" und "Bier/Met trinken" sehr wichtige Elemente waren. Ich habe mir einfach vorgestellt, wie sehr sich wohl Tiernans Männer in der Ereignislosigkeit Osgunds gelangweilt haben. Kein Feind, kein' Ehr', das muß ja frustrieren. Heute würden sie vielleicht ins nächste Fußballstadion gehen.


    Für alle, denen die ersten Kapitel schon recht gruselig vorkamen: Tja, in diesem Buch haben es Ethandras und Lärka richtig schwer. Macht Euch also auf mehr spannende Überraschungen gefasst.


    Herzlichst
    Kristin

  • Und mal ganz ehrlich, wenn Ihr wählen müsstet unter Tiernans Männern: Wer von
    Euch würde denn einen derjenigen nehmen, die am Ende am Boden lagen???


    Aus heutiger Sicht würde ich sagen. den der gar nicht erst mitgemacht hat. Aber ich muß dir natürlich recht geben, wahrscheinlich würden wir nicht den Besiegten wollen.

  • Aus heutiger Sicht würde ich sagen, den der gar nicht erst mitgemacht hat.


    Solche Frauen, die dann ihrer Zeit vorraus waren, wird es auch damals gegeben haben. Lärka zählt wohl dazu, wie Kristin oben schon angedeutet hat.


  • Ihr schlechtes Gewissen gegenüber Jörn wird auch sehr deutlich. Er erzählt ihr Dinge, die er nicht weitersagen sollte - und sie wagt es nicht, ihn aufzuklären. Sie will Arild (tut mir leid, so heißt er bei mir auch weiterhin :-[) so lange wie möglich schützen, aber die Wahrheit wird sicher bald herauskommen. Und was ist dann mit ihr und Jörn? Wie wird er reagieren? Nach einiger Zeit wird er sie sicher verstehen, aber seine erste Reaktion kann ich nicht wirklich einschätzen.


    Das empfand ich auch als eine sehr spannende Konstellation und ich bin gespannt, wie sich die Sache zwischen Lärka und Jörn entwickeln wird. Ich schätze ihn aber so ein, dass er zwar erstaunt, aber nicht beleidigt ist, wenn er alles erfährt. Hoffe ich jedenfalls. ;)


    Solche Frauen, die dann ihrer Zeit vorraus waren, wird es auch damals gegeben haben. Lärka zählt wohl dazu, wie Kristin oben schon angedeutet hat.


    Zu diesem Thema noch schnell ein paar Zeilen: ich fand Lärkas Reaktion insofern interessant, weil sie ja in ihrer Verbindung zu Ethandras etwas ganz anderes kennengelernt hat; sie hat ja erfahren, dass Mann und Frau am stärksten sind, wenn sie gemeinsam an einem Strang ziehen. Nur, diese Kampfeseinstimmung der Krieger war eben so ganz anders, eine Welt, in der für sie als Heilerin und Wahrträumerin kein Platz ist.


    Viele liebe Grüße
    Miramis

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen