Leserundenfazit, Rezensionen etc. (ohne Spoiler)

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein, die Ihr vielleicht nach der Leserunde schreiben wollt. Es wäre schön, wenn sich hier möglichst viele beteiligen - zumindest ein Fazit zur Leserunde (auch eines vom Autor) ist immer interessant.


    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

  • Inhalt:
    Vor vielen vielen Jahren wurde eine Gruppe Elfen aus ihrer Heimat - dem Zweistromland - verbannt, aufgrund eines Verrats am eigenen Volk. Die Verbannten leben seitdem auf der Feuerinsel, weit draußen auf dem Meer. Die Verbannung kann nur die Hohepriesterin der Elfen lösen, deshalb wurde diese vor 15 Jahren von Verbündeten der Feuerelfen entführt, um sie auf die Feuerinsel zu bringen und den Fluch von den Verbannten zu nehmen. Das Schiff mit der Hohepriesterin an Bord gelangte jedoch nie zu den Feuerinseln, sondern zerschellte vor der Küste einer kleinen Pirateninsel. Wer bei dem Unfall nicht starb, wurde von den Piraten niedergemetzelt. Doch nicht alle an Bord mussten dieses Unglück mit dem Leben bezahlen: Die nur wenige Wochen alte Tochter der Hohepriesterin überlebt. Dieses Mädchen trägt das Erbe ihrer Mutter in sich und 15 Jahre später folgt sie ihrer Bestimmung, dass fortzusetzen, wozu ihre Mutter durch ihren Tod nicht mehr in der Lage war: Das Zweistromland zu retten und vor den abtrünnigen Feuerelfen zu bewahren!


    Figuren:
    Neben der Hauptfigur von Caiwen, der Tochter der verstorbenen Hohepriesterin, hat Monika Felten weitere Haupt- und Nebenfiguren geschaffen, die der Geschichte erst die eigentliche Würze verleihen. Außer Caiwens Freund Haylon aus Kindertagen, und der Elfenkriegerin Finearfin, sind mir vor allem zwei Figuren ans Herz gewachsen, die außerdem für etwas Humor in der Erzählung gesorgt haben: der Kopfgeldjäger Durin und sein Begleiter Saphrax, ein Wechselwesen, das öfter für einen positiven Weitergang der Geschichte sorgt und das mit der Unbekümmertheit eines kleinen Kindes, das sich um die Folgen seines Tuns nicht schert.


    Eigene Meinung:
    Monika Felten hat mit "Das Vermächtnis der Feuerelfen" einen Fantasyroman geschrieben, der sowohl Fans bei erwachsenen als auch bei jugendlichen Lesern dieses Genre Anklang finden dürfte.
    Die Protagonisten sind allesamt gut herausgearbeitet, dass gilt bis hin zu den Nebenfiguren der Geschichte. Besonders gelungen ist die Umsetzung der Figur des Kopfgeldjägers Durin, er ist kein Superheld und erscheint nie nur rein schwarz oder rein weiß. So war ich mir lange im Unklaren darüber, ob Durin eher auf die gute oder böse Seite gehört.
    Sehr gut gefallen hat mir außerdem, dass die Beweggründe für das Handeln sowohl der guten als auch der bösen Seite mit Fakten hinterlegt sind, man Einblick in das Leben von Protagonisten beider Seiten bekommt, und man so durchaus auch für die Bösen in dieser Geschichte Verständnis aufbringen kann.
    Ein kleines Manko für mich war der Abschluss der Geschichte. Ich hätte mir gewünscht, dass auf einige Erzählstränge der Rahmenhandlung mehr eingegangen worden wäre. Vermutlich hätte das aber den Umfang des Buches gesprengt, das mit knapp 560 Seiten für ein Jugendbuch recht umfangreich ist.


    Aufmachung des Buches:
    Der Umschlag in Rottönen und die hervorgehobenen goldfarbenen Buchstaben passen hervorragend zum Titel und Inhalt.

  • Ich möchte mich ganz herzlich bei Monika für die tolle Begleitung dieser Leserunde bedanken!


    Ich hoffe, wir können dir mit unseren Rezensionen und Kommentaren auch ein bisschen danken für diese schöne Geschichte, die du in deinem Buch erzählt hast, und deine netten und ausfürlichen Antworten auf all unsere Fragen!

  • Und ich möchte mich bei dir bedanken, dass du dir die Mühe machst, deine Eindrücke zum Buch auch andernorts ins Netz zu stellen.
    Darüber freue ich mich sehr. :-*


    Liebe Grüße
    Monika

  • Hallo zusammen,


    die Leserunde ist ja noch lange nicht beendet und ich bin auch immer fleissig noch dabei alle Kommentare hier zu studieren.
    Da ich aber schon mit dem Buch durch bin, poste ich schon eimal meine Meinung zum Buch.
    Die Leserunde hat mir bisher sehr großen Spass gemacht. Es ist schön mitzuerleben wie viele unterschiedliche Gefühle sich in solch einer großen Leserunde ergeben. Toll finde ich vor allem, dass du, liebe Monika, uns so stark einbeziehst und uns auch an der Entstehungsgeschichte des Buches teilhaben lässt. Vor allem die Entstehung und auch den Verbleib von Saphrax möchte ich hier anführen.


    Daher sage ich schon einmal:


    :buchtipp:


    Und nun zum Buch:


    Das Vermächtnis der Feuerelfen von Monika Felten ist im Verlag cbj als Jugendbuch erschienen und richtet sich an die Altersgruppe der 12-13 jährigen, ist aber durchaus auch für alle, die schon etwas älter und fantasiebegeistert sind, geeignet.
    Monika Felten entführt den Leser zunächst auf die Riffinseln. Dort lebt Caiwen, ein junges Mädchen, das von ihrem ganzen Wesen her irgendwie nicht dorthin passt. Die Menschen auf den Riffinseln haben ein hartes Los und um ihr Überleben zu sichern, töten sie auch. Dieses Verhalten schreckt Caiwen von jeher ab und nicht nur sie, sondern auch ihren langjährigen Freund Heylon.
    Eines Tages taucht ein Kopfgeldjäger namens Durin auf den Riffinseln auf und erzählt Caiwen, dass ihre Eltern gar nicht die sind, von denen sie glaubt, dass sie es sind. Lenval und Verrina, die von jeher auf den Riffinseln leben, haben kurz nach der Geburt ihre eigene Tochter verloren. Zufälligerweise wurde genau zu diesem Zeitpunkt nach einem Schiffsunglück ein kleines Baby mit seiner Mutter am Ufer der Inseln angeschwemmt. Die Mutter des Kindes starb in Lenvals Beisein und Lenval nahm das kleine Kind als sein eigenes an. Caiwen erfährt, dass sie kein Mensch, sondern eine Elfe ist und reist mit Durin fort, auf den Spuren ihrer Vergangenheit.
    Hier beginnt ein fantastisches Abenteuer, denn Caiwen wird emotional hin- und hergerissen. Es geht um die Elfen im Zweistromland, deren Land von den Eisdämonen immer weiter zerstört wird und es geht um die Elfen auf den Feuerinseln, die dorthin einst vom Elfenkönig verbannt wurden. Caiwen selbst ist sowohl mit den Elfen des Zweistromlandes als auch mit den Elfen der Feuerinsel durch Blutsbande verbunden, aber nur eine dieser Seiten ist gut und die andere böse. Wie soll Caiwen, da die richtige Entscheidung treffen und wem soll sie vertrauen? Durin, der sie von den Riffinseln fortgebracht hat? Oder der Elfe Finearfin, die behauptet eine Freundin ihrer Mutter, der Hohepristerin Elethiriel, gewesen zu sein? Diese Entscheidung fällt dem jungen Mädchen nicht leicht und so ist sie auf die Hilfe vieler Gefährten angewiesen, die ihr helfen im richtigen Moment die richtige Entscheidung zu treffen. Aber eines weiß Caiwen sicher: Ihr wichtigster und liebster Gefährte war und bleibt für immer Heylon.


    Monika Felten beschreibt in ihrem Buch eine Welt der Fantasie und Magie. Hier tauchen fantastische Wesen auf, die ich in meinen kühnsten Träumen noch nie gesehen habe, die ich aber nun in mein Herz geschlossen habe und nicht mehr missen möchte.
    Das Buch lässt sich locker lesen und ist durchweg einfach nur spannend und schön. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Gerade für das jugendliche Lesepublikum ist sehr schön herausgearbeitet welche Figuren mehr auf Caiwens und damit natürlich auf der Seite des Guten stehen und welche mehr auf der Seite des Bösen.


    Zum Ende des Buches fehlt mir ein wenig das Schicksals von Caiwens Zieheltern auf den Riffinseln und das Schicksal von Maeve, die die Elfen der Feuerinsel ihr Leben lang unterstützt hat. Was ist aus Ihnen geworden?


    Alles in Allem ein Buch für jedes Alter, welches den Leser in fremde zauberhafte Welten versetzt.


    Liebe Grüße


    schlumeline

  • Auf den Riffinseln leben Menschen, die in ihrem Überlebenskampf auch vorm Töten nicht zurückschrecken. Das Mädchen Caiwen wird als Kleinkind von zwei dieser Riffbewohner, Lanval und Verrina, nach dem Tod deren eigenen Kindes angenommen. Ein Schiffsunglück hatte Caiwen und ihre Mutter an die Riffinseln getrieben, nur das kleine Mädchen überlebte. Nachdem Caiwen Jahre später erfährt, dass sie eigentlich kein Riffbewohner ist, sondern eine Elfe, begibt sie sich auf eine Reise zu den Wurzeln ihrer Herkunft.
    Zwei widerstreitende Elfenvölker, deren beider Blut Caiwen in sich trägt, das eine gut, das andere böse: Caiwen muss den richtigen Weg wählen, um ihre Welt zu retten. Eine Entscheidung, die nicht immer leicht ist. Unterstützt wird sie dabei von Gefährten, deren Beweggründe nicht unbedingt klar auf der Hand liegen und Caiwen muss versuchen, das Richtige zu tun. Ihr Freund Heylon steht dabei treu zu ihr.


    Monika Felten entführt den Leser in eine klassische Fantasy-Welt, in welcher eine Auserwählte antritt, gegen böse Mächte zu kämpfen und die Welt zu retten. Die Geschichte ist gelungen und leicht lesbar. Die Personen sind unkompliziert, einige ein bisschen oberflächlich, aber insgesamt ist es nette, spannende Unterhaltung.
    Die Altersangabe (12-13) halte ich für angemessen, unter anderem, weil auf allzu grobe Schlachtszenen verzichtet wird und die Beziehungen zwischen den Figuren altersgerecht entwickelt und dargestellt werden.
    Das Buch eignet sich aber durchaus auch für ältere Leser, weil es nette Unterhaltung und kurzweilige Entspannung bietet.

  • Hallo,


    so langsam trudeln ja fast alle am Ende ein, deswegen schreibe ich schon mal ein Fazit.


    Zum Buch
    Die Elfe Caiwen wächst auf den Riffinseln vor der Küste Tamoyens auf ohne etwas von ihrer wahren Herkunft zu erahnen. Denn in Wirklichkeit ist sie die Tochter der Hohepriesterin des Zweistromlandes, der Heimat der Elfen, und somit deren Erbin. Damit ist nur sie in der Lage, das Zweistromland vor den gefürchteten Eisdämonen zu retten – aber auch die abtrünnigen Feuerelfen haben es auf Caiwen abgesehen ...


    Mit „Das Vermächtnis der Feuerelfen“ hat Monika Felten einen wunderbaren Jugendfantasyroman geschaffen, der auch über die Zielgruppe hinaus gelesen werden kann. Nicht nur die äußere Gestaltung mit dem schön in rot gehaltenem Cover und der Karte im Innenteil vermag zu begeistern, auch der Inhalt hält, was die Verpackung verspricht. Die poetische und bildhafte Sprache schlägt den Leser sofort in den Bann der Geschichte, die Charaktere und Landschaften konnte ich mir ohne Mühe vorstellen.


    Die Handlung schreitet zwar flott voran, aber zwischendurch gibt es auch immer wieder Passagen, in denen die Gedanken und Gefühle der Protagonisten geschildert werden. Dies fand ich vor allem bei Caiwen sehr gelungen, schließlich ist sie trotz ihrer elfischen Herkunft und ihrer Gabe auch nur ein 15jähriges Mädchen, deren Welt auf den Kopf gestellt wird. Dass sie da nicht sofort zur Superelfe mutiert und ohne zu fragen die Welt rettet, ist verständlich und vor allem viel realistischer.


    Außerdem fand ich die Charaktere Durin und Saphrax sehr erfrischend. Durin ist der einzige Protagonist, den man nicht eindeutig nach Gut und Böse einordnen kann und Saphrax sorgt mit seinen frechen Sprüchen immer wieder für Abwechslung.


    Fazit: Das Rad der Fantasy wird hier natürlich nicht neu erfunden, aber es wird eine spannende Geschichte erzählt, die mit einigen eigenen Ideen aufgepeppt wird.


    Zur Leserunde
    Die Leserunde hat mir wie immer großen Spaß gemacht (und macht sie immer noch). :klatschen: Es ist immer wieder toll, mitzubekommen wie andere Leser das Buch wahrnehmen. Auch wenn ich mit dem Buch schon fertig bin, lese ich mir noch gern alle Beiträge, die noch geschrieben werden, durch. So bleit die Erinnerung an die Geschichte noch ein wenig länger erhalten. :)
    Ein großes Dankeschön geht natürlich an Monika, die hier immer präsent war und alle Fragen beantwortet und uns mit zusätzlichen Infos versorgt hat. :-*


    Liebe Grüße
    Annika

  • Schon vorbei? *umguck*
    Nun, dann will auch ich ein Fazit der Leserunde ziehen.


    Vorweg:
    Ihr seid alle klasse :-*


    Vielen Dank, dass ihr euch die Mühe ellenlanger Postings gemacht habt, in denen ihr auch ausführlich zu einzelnen Szenen Stellung genommen habt. Das ist für mich Gold wert, insbesondere dann, wenn auch Meinungen kontrovers diskutiert werden, so wie hier bei der Figur von Saphrax.
    Als Autor hat man ja auch nur eine Sicht der Dinge, nämlich die, die man für richtig hält. Man kommt gar nicht darauf, dass eine auf Sympathie angelegte Figur auf andere evtl. nervig wirken könnte, besonders dann nicht wenn Lektoren und Testleser die eigene Begeisterung teilen.
    Umso wichtiger sind hier die ehrlichen Kommentare, auch -oder gerade - wennn sie gegen den Strom gerichtet sind.


    Für diese und alle anderen Kommentare möchte ich mich ganz herzlich bei euch bedanken. Ich habe alles sehr aufmerksam gelesen und für mich auch wieder etwas aus dieser Runde mitgenommen, das in kommenden Werken sicher Wurzeln schlagen wird.


    Liebe Grüße und weiterhin viel Freude beim Lesen wünscht euch
    Monika.
    Vielleicht treffen wir uns hier ja mal wieder zu einer anderen Leserunde. :lesen:
    Ich würde mich freuen

  • Hallo Ihr Lieben,


    so, nachdem es ruhig in der Leserunde geworden ist, möchte ich hier auch noch mein Fazit abgeben.


    Das Buch:
    Caiwen wächst abgeschottet auf den Riffinseln auf. Sie und ihr Freund Heylon unterscheiden sich zwar von den anderen Bewohnern, da sie bestimmte Bräuche nicht gut heißen, aber ansonsten ist ihr nicht klar, dass es mit ihrer Abstammung einige Geheimnisse auf sich hat. Jedoch bald verändert sich ihre bekannte Welt komplett und Caiwen erfährt, ihr wahres Schicksal...


    Die in dem Buch erfundene Welt wird sehr gekonnt und gut verständlich nach und nach eingeführt. Als Leser ist man sofort in der Geschichte gefangen und ist gespannt, wie sich das Buch entwickelt.
    Die Sprache ist oft sehr bildlich und ich konnte mir die einzelnen Schauplätze und Orte sehr gut vor meinem geistigen Auge vorstellen.


    Bei den Charakteren muss ich gestehen, dass mir Caiwen und ihr Freund Heylon einfach zu "gut" gezeichnet worden sind und da für mich auch oft Dinge mit dabei waren, die ich nicht so ganz nachvollziehen konnte. Gerade bei Heylon hatte ich das Gefühl, dass er sich gar nicht weiterentwickelt und trotz aller Gefahren und Aufgaben im gleichen Stadium bleibt, wie zu Beginn des Buches.
    Auch die Böse der Geschichte war einfach nur böse, was ich sehr schade fand. Eine kleine Graufärbung hätte mir da besser gefallen.
    Dafür wurde ein Charakter geschaffen, der bei mir immer wieder für ein Grinsen gesorgt hat, der für mich, obwohl nicht als Hauptfigur gedacht, zum absoluten Lieblingscharakter aufgestiegen ist und über den ich mich jetzt bereits freue, hoffentlich noch mehr zu lesen.


    Das Ende war für mich dann teilweise zu plötzlich und außerdem viel zu kitischig, für ein Jugendbuch aber wohl bestens geeignet.


    Insgesamt, wie gesagt, ein sehr schönes Buch für Jugendliche, jedoch für mich teilweise zu wenig komplex. ;)
    Trotz allem gefällt mir der detaill-reiche Schreibstil der Autorin sehr gut und ich bin auf jeden Fall sehr neugierig auf die anderen Bücher von ihr geworden.


    Die Leserunde:
    Die Leserunde hat mir sehr gut gefallen. Vielen lieben Dank an alle sehr aktiven Mitleserinnen und ganz besonders an dich - liebe Monika - für deine aktive Begleitung unserer feinen Runde! :-* Ich freue mich sehr auf ein nächstes Nicht-Jugendbuch von dir ;) und die nächste Leserunde!


    Liebe Grüße
    Tammy *winken*

  • Hallo Tammy,


    das nächste Nicht-Jugendbuch ist schon im Herbst erschienen 8)


    "Die Nebelelfen"
    Der Roman spielt wieder in Thale ca. 1000 Jahre bevor Menschen in dem Land siedelten.
    Dort gibt es jede Menge Nebelelfen und Riesenalpe aber auch ein neues altes Volk die "Maare"


    Es ist ein Perquel zu "Elfenfeuer" und kann, obwohl es als letztes erschienen ist, auch zum Einstieg gelesen werden.


    Wer mit den drei "Elfenfeuer" Bänden beginnt, kann das Buch auch wunderbar nachträglich lesen, denn es gibt Antworten auf eine ganze Reihe von Dingen, die in der Trilogie eine Rolle spielen.


    Liebe Grüße
    Monika

  • Rezension


    Die Geschichte ist in einem sehr flüssigen Stil geschrieben, der ab der ersten Seite fesselt und zum Versinken in diese Welt einlädt. Besonders gefallen haben mir auch die Beschreibungen der Natur, beispielsweise der Anfang mit der Dämmerung auf den Riffinseln, in der auch auf die Veränderung von Licht und Schatten eingegangen wird. Dadurch entstanden tolle Bilder vor meinen Augen, die für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgten.


    Anfangs haben mir die Figuren von Caiwen und Heylon ausnehmend gut gefallen, man spürte auch stets die spezielle Verbindung und den Zusammenhalt zwischen ihnen. Im Lauf der Geschichte hat mich allerdings Heylon enttäuscht, entgegen meiner Erwartung hat er sich überhaupt nicht verändert und damit bei mir das ein oder andere mal ein Aufstöhnen bewirkt. Zu meinen Lieblingsfiguren gehört dafür die Elfenkriegerin Finearfin, die für mich eine besondere (man könnte auch sagen tragische) Ausstrahlung besitzt und auch etwas "tiefer" angelegt wurde.


    Saphrax das Wechselwesen ist sicher eine ungewöhnliche Figur, die zum Ende hin allerdings leider wie der ultimative Problemlöser wirkte - das ist jetzt nicht abwertend gemeint, ich fand das eben einfach nur überzogen und ein wenig nervig. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass gerade diese Figur auch Dank ihrer frechen Art bei Jugendlichen besonders gut ankommt.


    Die Geschichte konnte mich selten überraschen und die Handlung plätscherte oft vor sich hin, dennoch habe ich sie gern gelesen. Es ist einfach nur so, dass ich von Figuren und Handlung ein wenig mehr erwarte, das war mir hier etwas zu einfach gestrickt. Auch im Vergleich zu den Kurzgeschichten und den "Erwachsenen"-Romanen der Autorin, die ich bisher kenne und schätze.


    Leserundenfazit


    So eine große Leserunde hatte ich lange nicht mehr, und hier waren wirklich die unterschiedlichsten Meinungen und Herangehensweisen vertreten. Das hat man auch an den jeweiligen Lieblingsfiguren gemerkt - auch wenn die meisten sich bei Saphrax einig waren, und ich mit meinem Eindruck dazu ziemlich alleine dastand und sogar ein ganz kleines schlechtes Gewissen hatte. :-[ Seht mich also einfach als die berühmt-berüchtigte Ausnahme. ;)
    Vielen Dank auch an Monika für die Begleitung der Leserunde und die interessanten Hintergrundinfos! :) Und auch dafür, wie du auf meine fehlende Begeisterung für Saphrax reagiert hast...

  • Hallo ihr Lieben!


    So, ich habe mich nun ein wenig im Netz schlau gemacht, was eine Rezension ausmacht und hoffe, dass ich nun auch alles richtig mache ... ;)


    Rezension:
    Die junge Caiwen wächst auf den abgeschiedenen Riffinseln mitten im Ozean der Stürme auf. Bis auf den Riffbewohnern selbst, weiß kaum ein Mensch, dass die Riffinseln bewohnt sind.
    Nicht nur das harte Leben auf dem Riff sondern auch die tiefe Gläubigkeit der Menschen dort, treiben diese zu grausamen Taten. Bis auf Caiwen, die von der Dorfheilerin ausgebildet wird und ihr Freund seit frühester Kindheit Heylon finden sich alle Menschen des Dorfes mit ihrem Schicksal ab.


    Doch nicht nur von ihrem Wesen her sondern besonders auch in ihrer äußeren Erscheinung unterscheidet sich Caiwen von den anderen.
    In Wahrheit ist sie die Tochter der Hohepriesterin der Elfen, welche am Riff verunglückte und von ihren vermeintlichen "Eltern" adoptiert wurde.
    Als plötzlich der Kopfgeldjäger Durin auftaucht und ihr dies mitteilt, folgt Caiwen ihm ohne groß zu zögern um ihre "Eltern" vom Riff nicht in Gefahr zu bringen, um herauszufinden, ob die Menschen des Riffs endlich wieder nach Tamoyen zurückkehren können und natürlich um ihre wahre Abstammung heraus zu finden.


    Kurze Zeit später überschlagen sich die Ereignisse und Caiwen findet sich als Schlüsselfigur inmitten eines anstehenden Krieges zwischen den Elfen des Zweistromlandes, der Feuerelfen, der Menschen und Dämonen wieder. Denn wenn den Dämonen nicht bald Einhalt geboten wird so ist nicht nur das Zweistromland und Tamoyen verloren sondern alle Lebewesen auf dieser Welt. Und was ist mit den Feuerelfen die vom König Tamoyens auf die Feuerinseln verbannt wurden, muss sie sie befreien um alle Menschen und Elfen zu retten oder gar bekämpfen?
    Welche Beweggründe hat die Elfenkriegerin Finearfin, ihr zu helfen, kann man Durin wirklich trauen, was soll sie vom Wechselwesen Saphrax halten und wer ist der ominöse Schwarze, der auch immer wieder die Finger im Spiel zu haben scheint?


    Doch nicht nur die Frage, wem sie trauen darf und nicht nagt an Caiwen, sondern auch die ihr auferlegte Bürde, das Erbe ihrer Mutter anzutreten und möglichst schnell ihre Kräfte zu entfalten um herauszufinden welchen Weg sie wählen muss, um die Dämonen zurückzudrängen, denn eins ist klar Opfer wird es in jedem Fall geben. Doch nur sie kann entscheiden auf welcher Seite.


    Nicht nur eine fantastische Welt sondern auch äußerst fantastische Wesen begegnen hier dem Leser. Monika Felten malt nicht nur eine Komplexe und bunte Welt sondern sie punktet auch mit tiefgründigen Charakteren und einer ausgeklügelten Story. So ist nicht nur für Caiwen schwer zu entscheiden wer gut oder böse ist. Sondern auch der Leser wird immer wieder mit dieser Frage konfrontiert. Doch wer hier Schwarz-Weiß-Malerei erwartet, wird sich wundern. Denn die Autorin zeigt eindrucksvoll, die Beweggründe der „Bösen“ und auch die Schattenseiten und Makel der „Guten“. So werden die Charaktere schön vielschichtig dargestellt und statt schwarz und weiß entdeckt man viele Graustufen.


    Der Schreibstil von Monika Felten ist einfach herausragend. Ihre Art diese fantastische Welt mit Worten zu malen ist nicht nur sehr melodisch und zeichnet sich mit poetischen Wortspielen aus, sondern sie ist auch einfach erfrischend anders und alles andere als gewöhnlich.


    Mir persönlich sind das lustige Wechselwesen Saphrax und die ernste Elfenkriegerin Finearfin ans Herz gewachsen. Saphrax sorgt nicht nur für viele überraschende Wendungen und Augenblicke sondern auch für eine ordentliche Portion köstlichen Humors. Lernt man die Dämonen mit einer ängstlichen Gänsehaut zu fürchten, so schließt man den einen oder anderen Charakter mit einem wohligen Gänseschauer ins Herz.
    Finearfin wächst einem spätestens dann ans Herz wenn man ihre teils tragische Vergangenheit erfährt und auch ihre ganz besondere Art kennenlernt.


    Fazit:
    Mit „Das Vermächtnis der Feuerelfen“ hat Monika Felten ein ganz besonderes Juwel der Fantasyliteratur geschaffen, das sich durch Spannung, überraschende Wendungen, eine gehörige Portion Humor und tiefgründigen Charakteren auszeichnet.
    Die Story ist in sich sehr stimmig und findet einen gelungenen Abschluss.
    Monikas Schreibstil ist meiner Meinung nach nicht nur perfektioniert man spürt richtig wie viel Herzblut in der ganzen Geschichte steckt.
    Nicht nur Kinder und Jugendlich sondern auch Erwachsene werden an dieses Buch ihr Herz verlieren.
    :buchtipp:



    Zur Leserunde:
    Ich möchte allen anderen Teilnehmern und natürlich auch den Moderatoren und v.a. Monika für den tollen Austausch und die tolle Atmosphäre in der Leserunde danken. Ich konnte sehr viel für mich mitnehmen und habe wieder mal fest gestellt wie viel Spass man doch an so einer tollen Leserunde hat und wie viel mehr man dann auch von dem Buch hat, weil man sich in ganz anderer Weise damit auseinandersetzt und die Geschichte noch viel länger viel präsenter hat.
    Vor allem möchte ich aber Monika nochmals dafür danken, dass sie nicht nur positive Kritik gut aufnimmt und alle Fragen zu sich, der Geschichte und dem Rest der Welt beantwortet, egal wie persönlich sie war und wie viele Löcher man ihr auch in den Bauch gefragt hat. Ich freue mich schon riesig auf das nächste Buch und hoffe dann auf eine neue Leserunde.
    Zu guter Letzt bin ich auch noch ganz besonders Monikas Sohn dankbar, dass er in einer für mich so wichtigen Weise Einfluss auf die Geschichte genommen hat.
    Ich könnte jetzt noch seitenweise schwärmen, aber ich sage an alle noch mal herzlichst danke für alles und hoffe man liest sich bald wieder!!! ;)


    Viele liebe Grüße
    Sunnivah

    ~Wir sind alle Engel mit nur einem Flügel -<br />Um fliegen zu können müssen wir uns umarmen~

  • Nachdem ich nach dieser an einer weiteren Leserunde (eines anderen Autors) teilgenommen habe möchte ich doch noch mal meine Meinung kundtun, wenn es noch möglich ist:


    Im Nachhinein ist mir, natürlich durch die Vergleichsmöglichkeit, aufgefallen, wie viel Mühe Frau Felten sich bei der Betreuung der Leserunde gegeben hat. Sie hat wirklich geduldig auch noch die kleinste Frage beantwortet und schien immer präsent in der Runde. Das ist bestimmt nicht selbstverständlich, da sie als Autorin vermutlich ein übervolles Tagespensum hat. :klatschen:


    Deshalb möchte ich abschließend noch mal mitteilen, wie toll ich das fand 8). Allein schon ein Grund für mich, weitere Bücher der Autorin zu lesen :lesen:!


    Viele Grüße
    Shade

  • Nochmals vielen Dank für die lieben Kommentare ( du hast dir ja wirklich viel Mühe gemacht, Sunnivah ) auch zur Leserunde


    :-*:-*:-*:-*


    Es stimmt schon, Leserunden sind Zeitdiebe, aber willkommene. 8)
    Ich persönlich schätze es sehr, das Lesegefühl jedes Einzelnen so zeitnah am Buch mitzuerleben.
    Das ist wichtig, denn auch als Autor lernt man immer dazu.
    ( Der nächste Saphrax rettet die Protas dann 1x oder 2x weniger ;) )


    Außerdem bringen Leserunden Farbe in den Arbeitsalltag.


    Liebe Grüße und bis zum nächsten Mal
    Monika


  • Also wegen mir, kann er auch der alleinige Held werden! :P ;D Wie gut, dass die Geschmäcker einfach doch sehr unterschiedlich sein können! ;)


    Zudem weiß ich ja, dass ich die Ausnahme bin. Wie sich mal wieder herausgestellt hat...
    Aber "irgendwer" muss schließlich auch die "anderen" mögen, die dann nicht unbedingt witzig und frech sind. So, das musste mal gesagt werden... ;)


  • Danke liebe Monika :-* :-* :-*:klatschen:
    Es ist mir aber auch immer wieder eine große Freude!!! ;D
    Und nicht nur dir versüßen die Leserunden den Arbeitsalltag. ;)



    Zudem weiß ich ja, dass ich die Ausnahme bin. Wie sich mal wieder herausgestellt hat...
    Aber "irgendwer" muss schließlich auch die "anderen" mögen, die dann nicht unbedingt witzig und frech sind. So, das musste mal gesagt werden... ;)


    Da hast du auch recht und das macht deine Beiträge auch immer ganz besonders interessant! ;)
    Gerade dadurch bekomme ich auch immer wieder mal eine ganz andere Sicht auf die Dinge und kann die Geschichte/Charaktere auch beim Lesen von mehreren Gesichtspunkten auch sehen!


    Ich hoffe, dass wir alle bald wieder zusammen so eine tolle und interessante Leserunde mit Monika haben werden! :herz:

    ~Wir sind alle Engel mit nur einem Flügel -<br />Um fliegen zu können müssen wir uns umarmen~

  • So, auch noch kurz mein Fazit :)
    Das Buch:
    Ein klassissches Fantasybuch, das die Geschichte einer Auserwählten erzählt, die verhindern soll, dass das Böse siegt.
    Die Protagonisten wurden gut ausgewählt, und kamen sympathisch rüber. Besonders mochte ich Saphrax, zu dem es zwar etwas geteilte Meinungen gab, aber ich finde er hat einen erfrischenden Touch in die Geschichte gebracht und ich fand ihn einfach süß :) :).
    Auch die Elfe Finearfin mochte ich sehr, Durin war weder wirklich gut noch böse, sondern mehrere Schattierungen und eine interessante Figur.
    Das Buch ist flüssig und spannend geschrieben und sicher für Jugendliche ab 12 geeignet, allderings kann man auch als Erwachsener seinen Spass und behagliche Lesestunden haben.
    Am Ende hätte ich mir zwar gewünscht, noch mehr über die Bewohner auf dem Riff zu erfahren, was aber wohl beim Umfang des Buches nicht mehr drin war. Das Cover ist übrigens absolut gelungen und passt super zum Buch!


    Zur Leserunde:
    Die Leserunde hat Spass gemacht und ich fand es sehr gut, wie Monika auf die Fragen und Kommentare eingegangen ist. Vielen Dank!

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen