05 - Kapitel 22 bis 25 (ab Seite 271 bis Ende)

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  • Ja, also doch Bendix, mein 1. Hauptverdächtiger aus dem ersten Leseabschnitt. :o Und da hatte ich auch das Motiv.
    Nur die Verbindung zu den Betendorps fehlte mir :-\ . Das Diarium der Ur-Ur-Ur-Omi hatte ich beim Lesen fast völlig aus meinen Gedanken verloren. Da ging es mir, wieder einmal mehr, so wie unserer Heldin Hanna. :P Außerdem hatte ich doch schon nach dem 2. Leseabschnitt den Verdacht, dass der Titel "Holsteiner Blut" ein Hinweis auf das Adelsgeschlecht der Betendorps sein könnte..... :'( WARUM habe ich nicht diese Spur weiter verfolgt ???:'( :-[


    Ich bin froh, dass Hanna keine Beziehungskiste mit Harry beginnt. In ihrem Single-Dasein hat sie sich gut eingerichtet und ich kann mir nicht vorstellen, dass Harry morgens die Brötchen bei Matulke holt und abends seine Füße auf ihr Sofa legt. Zumindest nicht regelmäßig. Hin und wieder eine Nacht und ein gemeinsames Frühstück mit Harry gönne ich ihr. Da sind Harry und ich uns einig. Warum sträubt sich Hanna nur so? An Familienplanung oder trauter Zweisamkeit kann ihr doch nicht ernsthaft gelegen sein. Hmm, vielleicht entwickelt sich die Hanna-Harry-Geschichte noch in die richtige Richtung…. :D


    Natürlich. Es musste ja so kommen: trotz des Schwurs auf Gustavs Panzer geht Hanna in die Höhle des Löwen bzw. in das Zimmer des wahnsinnigen Mörders. :o ICH wäre mir da nicht so sicher gewesen, dass ich heile wieder herauskomme. Aber Hanna haucht mit letzter Kraft das Wort „Mörder“ und schon sinken Bendix´ meuchelnde Hände nach unten und er mutiert zum besorgten Freund. Hätte auch anders enden können >:( . Aus dem Impuls heraus, die unbequemen Wahrheiten aus Hannas Mund zu stoppen, hätte ein wahnsinniger Bendix auch einmal von seiner unfallträchtigen Mordweise abweichen können….Aber es ist ja alles noch einmal gut gegangen. Wir wollen Hanna ja noch im neuen Job als Privatdetektivin erleben.


    Zum Schluss fehlt mir das, was bei Vivian LaRoche niemals fehlen würde: Happy End, wenigstens ein kleines bisschen mehr als nur die Aussicht auf den nahenden Rettungswagen…. Muss ja nicht gleich ein liebestrunkener Harry an ihrer Seite sein…. Aber ein Harry, der "Mensch, Hemlokk", stöhnt, Traubensaft und Blumen bringt und eine mit Keksen beladene Marga im Schlepp hat..... :P


    Nun bin ich gepannt auf eure Leseeindrücke.
    Bis dahin
    lesegrete :winken:

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    Einmal editiert, zuletzt von lesegrete ()

  • Bendix ist also der Mörder von Julia und Jonathan.. hm... gerade dieser Bendix, der am Anfang quasi aus dem Buch heraussprang und schrie "ich wars!" - das habe ich ganz deutlich gehört! :-\ Allerdings erschien er mir dann zu sehr als schräg und komischer Kauz dargestellt, als das ich ihn als möglichen Täter weiter beobachtet hätte. Aber es war wirklich alles da, wir Leser hätten tatsächlich die Möglichkeit gehabt, unseren Hauptverdacht auf ihn zu legen, auch wenn wir mit dem wahren Motiv (die Verbindung zu den Betendorps) noch nicht hätten aufwarten können.


    Sehr gut gefallen hat mir, dass das ganze Wieso-Weshalb-Warum im Gespräch zwischen Hanna und Harry nach Poirot-Manier noch einmal aufgeführt wurde.


    Mit dem Ende des Buches bin ich durchaus zufrieden, ein spannender Roman mit allen Zutaten, die ein Krimi braucht!


    Mehr Worte dazu kann ich gerade nicht finden, daher warte ich einfach ab, was ihr dazu schreibt. :winken:

  • ... daher warte ich einfach ab, was ihr dazu schreibt. :winken:


    ... und ich auch, bis sich hier alle versammelt haben. Aber was bereits jetzt hier am Ende als Beurteilung steht, ist natürlich schon mal Labsal für die Autorinseele und beflügelt zum Weiterschreiben mit besonderem Schwung!


    Liebe Grüße
    Ute

  • Fertig! 8)


    Hanna beschließt also, Privatdetektivin zu werden - ich hatte mich schon gefragt, wann das kommt, denn auf dem Beschreibungstext auf der Rückseite des Buches steht das ja ganz groß da. Ich bin auf ihre nächsten zu lösenden Fälle schon mal gespannt.


    Und Ur-Ur-Uromas Geschichte: das ist keine Kuss-und-Schluss-Literatur, Oma hätte wohl das Zeug zur Autorin erotischer Romane. ;)


    Hannas Analyse der Geschehnisse ist aber sehr klar und logisch, finde ich super gemacht. Auf Bendix wäre ich echt nicht gekommen.
    Allerdings ist mir dann Bendix ungestüme Reaktion auf Seite 253/254 (z. B. sein Trinkspruch "Und auf dass diese Kreatur von Mörder ihrer verdienten Strafe nicht entgehen möge." und weiter hinten: "Der ist pervers und gehört schleunigst für den Rest seines Lebens in die geschlossene Psychiatrie!") noch ein bisschen rätselhaft - das sollte vermutlich ein Ablenkungsmanöver für Hanna und Harry sein.


    Das ist aber der einzige Punkt, an dem ich gestolpert bin - ich finde die Geschichte schlüssig und toll. Auch das nicht 100%-ige Happy End passt für mich sehr gut - wie würde ich mich fühlen, wenn ein alter Freund sich plötzlich als Verbrecher enttarnt?


    Jetzt muss ich noch eure Meinungen lesen.


    Viele Grüße von Annabas :winken:


  • Das Diarium der Ur-Ur-Ur-Omi hatte ich beim Lesen fast völlig aus meinen Gedanken verloren. Da ging es mir, wieder einmal mehr, so wie unserer Heldin Hanna.


    ... und wie mir. :)



    Ich bin froh, dass Hanna keine Beziehungskiste mit Harry beginnt. In ihrem Single-Dasein hat sie sich gut eingerichtet und ich kann mir nicht vorstellen, dass Harry morgens die Brötchen bei Matulke holt und abends seine Füße auf ihr Sofa legt.


    Das brächte vermutlich zu viel Beziehungsstress. Hanna ist jetzt eine toughe Detektivin, die kann so was nicht brauchen. ;)



    [und beflügelt zum Weiterschreiben mit besonderem Schwung!


    Na denn man tau!
    (habe ich als Schwäbin extra ergoogelt *stolzbin* - wobei mir das aus früheren Ohnsorg-Theater-Stücken irgendwie noch im Ohr war. ;) )


    Grüße von Annabas

  • Na denn man tau!
    (habe ich als Schwäbin extra ergoogelt *stolzbin* - wobei mir das aus früheren Ohnsorg-Theater-Stücken irgendwie noch im Ohr war. ;) )


    Grüße von Annabas


    Na, darauf doch ein donnerndes Hallöle zurück in den Süden! Find ich ja toll, wenn Hanna glatt noch zur Verbreitung des Heidi-Kabel-Idioms beiträgt. Und weitermachen tu ich auch! Danke!
    Ute

  • Allerdings ist mir dann Bendix ungestüme Reaktion auf Seite 253/254 (z. B. sein Trinkspruch "Und auf dass diese Kreatur von Mörder ihrer verdienten Strafe nicht entgehen möge." und weiter hinten: "Der ist pervers und gehört schleunigst für den Rest seines Lebens in die geschlossene Psychiatrie!") noch ein bisschen rätselhaft - das sollte vermutlich ein Ablenkungsmanöver für Hanna und Harry sein.


    Nee, das ist wohl ein Missverständnis. Das sagt er in Hinblick auf den Geier, den er tatsächlich für schwer kriminell hält (und Bendix ist ein konservativer Mensch, der es mit Recht und Ordnung hat, da fallen dann solche Sätze). Dabei zieht er jedoch keinerlei Parallele zu seinem eigenen Verhalten, denn er hält sich selbst ja weder für kriminell noch für geistesgestört. Für ihn macht alles, was er tut, Sinn, ist schicksalhaft und moralisch gerechtfertigt. Er wäre ebenso ehrlich empört (deshalb habe ich den Schluss auch so konstruiert), wenn ihn jemand Mörder nennen würde - obwohl er das natürlich zweifellos ist.


    Und nochmals schöne Grüße
    Ute
    P.S. Morgen am Samstag kann ich nicht antworten (Schwiegermutter, Krankenhaus, Familie ...), aber am Sonntag geht's weiter!

  • Und.... auch ich bin am Ende angelangt und hochzufrieden. Eine wirklich tolle und logische Auflösung. Ich hatte ja, nachdem ich zunächst andere Täter ins Visier gefasst hatte, auch schon wieder meine Vermutung in Richtung Bendix gerichtet, aber das Tagebuch der Großmutter war da auch bei mir irgendwie in Vergessenheit geraten. Und wirklich tragisch für Bendix ist ja nun, dass er einer Fälschung wegen diese ganzen "Morde" begangen hat. Wie kann an Mensch nur denken, das alles sei Schicksal und andere beim Sterben beobachten? Schon beim Gedanken daran läuft es mir immer noch eiskalt den Rücken herunter!!


    Hanna ist ja wirklich mutig. Erst wartet sie damit Bendix vor vollendete Tatsachen zu stellen und dann traut sie sich alleine dorthin. Ich war auch ganz schön skeptisch wie Bendix wohl darauf reagieren würde. Zum Glück geht ja alles noch einmal gut!!


    Und im nächsten Buch treffen wir jetzt also auf die Privatdetektivin Hanna Hemlokk. Toll!! Bleibt sie denn auch ihrem Autorinnendasein noch treu?


    Die Geschichte war wirklich spannend und es hat unheimlichen Spass gemacht hier mitzulesen. Daher hoffe ich auf weitere Leserunden mit dir, liebe Ute. :-*

  • lesegrete schrieb:

    Zitat

    Außerdem hatte ich doch schon nach dem 2. Leseabschnitt den Verdacht, dass der Titel "Holsteiner Blut" ein Hinweis auf das Adelsgeschlecht der Betendorps sein könnte..... WARUM habe ich nicht diese Spur weiter verfolgt


    Aber Holsteiner Blut taucht ja auch im Buch einmal auf, als Rhabarbersorte, die es ja tatsächlich gibt. Etwas rötlich übrigens.......



    Annabas schrieb:

    Zitat

    Hanna beschließt also, Privatdetektivin zu werden - ich hatte mich schon gefragt, wann das kommt, denn auf dem Beschreibungstext auf der Rückseite des Buches steht das ja ganz groß da. Ich bin auf ihre nächsten zu lösenden Fälle schon mal gespannt.


    Ja, endlich. Ich habe auch schon die ganze Zeit auf diesen Entschluss gewartet.
    Am Ende fand ich es auch noch ganz schön hart, dass sie sich selbst so mit Bendix vergleicht und der Meinung ist Gemeinsamkeiten mit ihm feststellen zu müssen. Ich finde Hanna kann man nicht mit Bendix vergleichen, aber wenn ihr das bei der Entscheidungsfindung, nun etwas anderes aus ihrem Leben zu machen, hilft, muss ich ihre Meinung wohl akzeptieren. Hoffentlich will sie auch an ihrer Beziehung zu Männern grundsätzlich und zu Harry im Besonderen etwas ändern..... ;)


  • lesegrete schrieb:


    Aber Holsteiner Blut taucht ja auch im Buch einmal auf, als Rhabarbersorte, die es ja tatsächlich gibt. Etwas rötlich übrigens.......


    Eine gelungene Doppelbedeutung ;D :D..... aber mir war beim Lesen schon klar, dass Rhabarber (so gern ich ihn esse und so gern ich Hosteiner Blut probieren würde) nicht gemeint war.... ;)

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  • Nee, das ist wohl ein Missverständnis. Das sagt er in Hinblick auf den Geier, den er tatsächlich für schwer kriminell hält (und Bendix ist ein konservativer Mensch, der es mit Recht und Ordnung hat, da fallen dann solche Sätze). Dabei zieht er jedoch keinerlei Parallele zu seinem eigenen Verhalten, denn er hält sich selbst ja weder für kriminell noch für geistesgestört. Für ihn macht alles, was er tut, Sinn, ist schicksalhaft und moralisch gerechtfertigt. Er wäre ebenso ehrlich empört (deshalb habe ich den Schluss auch so konstruiert), wenn ihn jemand Mörder nennen würde - obwohl er das natürlich zweifellos ist.


    Ah jetzt ja! Das hatte ich wirklich nicht so kapiert. :-[


    Grüße von Annabas

  • Ich zitiere mich nun mal selber aus Abschnitt 3:



    Ganz ehrlich, ich tippe zur Zeit auf Bendix als Täter. Nach dem Tod von Johannes' Vater hatte ich nicht das Gefühl, dass Bendix Trost spenden wollte mit seiner Rede über den Sinn, der hinter allem stehen könnte. Ich hatte eher den Eindruck, er wolle von Johannes Göttin und dem Buddha Absolution für seine Taten.


    Also wenn Hanna in ihrer neu gegründeten Detektei mal Hilfe braucht :)


    Eine rundherum gelungene und auch schlüssige Geschichte mit tollen Figuren. Allerdings habe ich zum Ende hin wieder an Hanna gezweifelt. Hat sie nicht gewusst, in welche Gefahr sie sich begibt, als sie bei Bendix an die Tür klopft? DAS hätte ja wirklich ins Auge gehen können.



    Annabas schrieb:


    Ja, endlich. Ich habe auch schon die ganze Zeit auf diesen Entschluss gewartet.


    Ich auch. Hatte mich doch auch die Beschreibung auf dem Buchrücken etwas verwundert. Aber es ist doch schön, quasi "bei der Geburt" einer Geschäftsidee dabei zu sein ;)



    Zum Schluss fehlt mir das, was bei Vivian LaRoche niemals fehlen würde: Happy End, wenigstens ein kleines bisschen mehr als nur die Aussicht auf den nahenden Rettungswagen…. Muss ja nicht gleich ein liebestrunkener Harry an ihrer Seite sein…. Aber ein Harry, der "Mensch, Hemlokk", stöhnt, Traubensaft und Blumen bringt und eine mit Keksen beladene Marga im Schlepp hat..... :P


    Wirklich? Ich finde das Ende so eigentlich gelungen. Zu viel Rührseligkeit passt doch gar nicht zu Hanna :)

  • Suse

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