06 - Kapitel 25 bis einschl. 29 (Seite 356 bis 418)

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  • Hallo,


    inzwischen habe ich das Buch zuendegelesen - kam aber ein paar Tage nicht an den Computer. Deshalb kommen meine Eindrücke nun etwas verspätet, sorry.


    Ich habe keine Pause zwischen dem 6. und 7. Leseabschnitt eingelegt (wie es scheint, ging es noch anderen von euch genauso). Diese Unterteilung hätte ich also nicht mehr gebraucht - der Schluß des Buches war einfach zu spannend, um an dieser Stelle noch einmal zu unterbrechen. :)


    Victor ist mir höchst sympathisch und seine Freunde auch. An der Stelle des Buches, als sie auftreten, habe ich mich das erstemal in diesem Buch beim Lesen richtig "wohl gefühlt". Zum erstenmal gibt es jemanden, der von Erebos nicht manipuliert wird und in Angst erstarrt, sondern das Ganze zwar realistisch, aber auch ein bißchen locker sieht. Das habe ich nach all den niederdrückenden Kapiteln gebraucht! 8) Man merkt, daß Victor jemand ist, der sich mit der Materie auskennt und den Sachen systematisch auf den Grund geht. Als Nick mehrmals in Victors Wohnung kommt, entsteht auch bei ihm das Gefühl "ich gehöre dazu, und wenn wir zusammenarbeiten, können wir etwas bewirken". Das halte ich - gerade für Jugendliche - für eine unglaublich wichtige Erfahrung - viel wichtiger als alle Computerspiele der Welt!!


    Ich bin bisher immer davon ausgegangen, daß ein Mensch hinter Erebos sitzt und alles steuert, die Informationen auswertet usw. Victor äußert hier den Verdacht, daß das nicht so sein kann, womit ich an dieser Stelle gar nicht übereinstimmte.


    Gestutzt habe ich bei dem Gespräch zwischen Darleen und Nick. Darleen hatte doch diesen Zettel bekommen "Darleen Pember starb an mangelnder Einsicht...". Und sie ist offensichtlich aus dem Spiel heraus. Genau so eine Drohung hatte doch Jamie bekommen, was ich in diesem Moment verwirrend fand - denn dadurch entsteht der Eindruck, Jamie wäre auch ein ehemaliger Mitspieler - was er ja nie gewesen ist, oder? ???


    Den Bezug zum Londoner U-Bahnnetz fand auch ich sehr gelungen und geschickt. Damit wurde auch eines erklärt, was ich mich schon seit Beginn des Buches gefragt hatte: warum eine deutschsprachige Autorin ihr Buch in England spielen läßt.


    Die Bezüge zur griechischen Mythologie hätte ich mir für mich persönlich zwar etwas tiefgehender gewünscht, aber mit Hinblick darauf, daß es ein Jugendbuch ist, war es so genau richtig.


    Der Anschlag auf Nick war ja heftig - und gut, daß er nicht gelang, sonst wäre das Buch an dieser Stelle zuende gewesen.


    Soviel erstmal, zum Abschnitt 7 äußere ich mich heute nachmittag oder abend.


    Grüße, kaluma

  • Hallo kaluma!


    Gestutzt habe ich bei dem Gespräch zwischen Darleen und Nick. Darleen hatte doch diesen Zettel bekommen "Darleen Pember starb an mangelnder Einsicht...". Und sie ist offensichtlich aus dem Spiel heraus. Genau so eine Drohung hatte doch Jamie bekommen, was ich in diesem Moment verwirrend fand - denn dadurch entsteht der Eindruck, Jamie wäre auch ein ehemaliger Mitspieler - was er ja nie gewesen ist, oder? ???


    Du hast völlig recht, Jamie war nie dabei. Aber die Grabsteine sind so etwas wie Colins Handschrift, wenn er Drohbriefe schreibt, egal ob an Spieler, Nicht-mehr-Spieler oder Außenstehende. Nick bekommt ja selbst auch mal einen Drohbrief, ohne Grabstein (und daher auch nicht von Colin ;))


    Den Bezug zum Londoner U-Bahnnetz fand auch ich sehr gelungen und geschickt. Damit wurde auch eines erklärt, was ich mich schon seit Beginn des Buches gefragt hatte: warum eine deutschsprachige Autorin ihr Buch in England spielen läßt.


    Danke! Das ist genau der Grund, den ich nie verraten kann, wenn ich auf Lesungen nach der Wahl des Handlungsorts gefragt werde.


    Die Bezüge zur griechischen Mythologie hätte ich mir für mich persönlich zwar etwas tiefgehender gewünscht, aber mit Hinblick darauf, daß es ein Jugendbuch ist, war es so genau richtig.


    Mir hätte es auch sehr großen Spaß gemacht, das noch auszuweiten, aber dann wäre das Buch noch länger geworden, und das war nicht drin ... leider!


    Liebe Grüße
    Ursula


  • Aber die Grabsteine sind so etwas wie Colins Handschrift, wenn er Drohbriefe schreibt, egal ob an Spieler, Nicht-mehr-Spieler oder Außenstehende. Nick bekommt ja selbst auch mal einen Drohbrief, ohne Grabstein (und daher auch nicht von Colin ;))


    Ach so! Von wem genau die Drohbriefe kamen, habe ich gar nicht so im einzelnen beachtet. Für mich kamen die alle mehr oder weniger von Erebos. Daß Colin bei Nick nicht der Ausführende war, ist mir nicht aufgefallen.

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen