05 - Kapitel 12 bis 13 (Seite 263 - 332)

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  • Jetzt geht es also in den Krieg!


    Endlich erzählt Zilber etwas über seine und Balders Vergangenheit, wenn wohl auch nicht alles! Und man erhält einen kleinen Einblick in die Struktur der Gilden.
    Interessant finde ich auch, dass Zilber meint: "Der Thron von Orilac gehört seit jeher den Menschen!" Mal abwarten, was das genau bedeutet.
    Auch das Märchen das Falbe am Feuer vorträgt verrät etwas mehr über die Vergangenheit.


    Wolf gerät immer mehr in den Bann von Lacrima, die mir immer unsympathischer wird.
    Ihre besondere Stellung (als Albin Anführerin des Elbenheeres) scheint sie sich ja wohl "erschlafen" zu haben.
    Namenlos scheint schon länger mit ihr das Lager zu teilen, denn Wolf kommt sein Geruch bekannt vor. Wahrscheinlich hat er seine Duftnote bei Lacrima hinterlassen.
    Ob Wolf seine Eifersucht demnächst mal so richtig zum Verderben wird?
    Warum erschrickt Lacrima so als sie von Balders Tod erfährt und wen meint sie als sie sagt "ER beobachtet uns." Weiß sie doch, wer der Schnitter ist.


    Die Ruhe in Lesh-Tanar ist wohl nur oberflächlich!
    Was mich allerdings wundert ist, dass die genauen Verhältnisse im südlichen Königreich nicht bis Tanar gedrungen sind. Sooooooo weit sind sie ja nicht voneinander entfernt!


    Geh dann mal weiter :lesen:

  • Wenn ich so über das Märchen von Falbe nachdenke:
    Auch Balder haben sie das Fell ausgezogen, wenn auch aus einem anderen Grund.
    Vielleicht hören wir doch auf die eine oder andere Weise noch einmal etwas von ihm!

  • Hallo zusammen,


    die seltsame Stimmung der drei Freunde nach Balders Tod hat mich etwas irritiert. Aber wahrscheinlich können sie als hartgesottene Streuner ihre Trauer nicht länger als unbedingt nötig zeigen, während sie ihm quasi die letzte Ehre erwiesen. Und so schlägt die bittere Stimmung auch eher in Gereiztheit um während des unvermeidlichen Trinkgelages. Gut fand ich aber, endlich mehr über Zilber zu erfahren. Nicht genug, dass er in die Hände des Schwarzmagiers fiel - kein Wunder, dass er tatsächlich ein Biest in sich trägt.


    Lacrímas Einfluss auf Wolf geht mir langsam zu weit, sein Besitzdenken vernebelt ihm die Sinne. Außerdem frage ich mich, ob er tatsächlich zu Lúpa zurückkehren wird. Momentan ist das Potential ihrer Figur leider verschenkt, wenn sie tatsächlich nur noch als Fußnote in Wolfs Gedanken auftaucht.


    Ach, und was mir immer häufiger auffällt: Zilber kratzt sich ständig einen Reißzahn, mit Vorliebe den rechten. Leider kann ich mir unter dieser Geste reichlich wenig vorstellen, wenn sie nicht dazu dient, das Augenmerk auf eine seiner stärksten Waffen zu lenken.


    Und habt ihr bemerkt, dass Wolf Balders Beil und die schwarze Kutte vermisst? ;)


    Dass die drei sich für den Kriegsdienst melden, war naheliegend, und ich freue mich auf das ein oder andere Wortgefecht zwischen Zilber und Nachtschatten. Woher Lacríma aber wiederum die Details über Zilber kannte, und vor allem weshalb sie dennoch Wolf ausgefragt hat, das wird hoffentlich noch beantwortet, ihre Erklärung ist mir noch zu dünn. Ob sie Wolf mit den Heldentaten, die sie sich ausgedacht hat, einen Gefallen getan hat, wird sich auch noch zeigen ...


    Unterwegs kann Wolf zwar als Hauptmann angenehmer reisen als die Soldaten, dafür muss er sich mit immer undurchsichtigeren Motiven und verzwickteren Verhältnissen aller Beteiligten rumschlagen. Wem schickt Zilber eine Brieftaube? Wer ist Curúcor? Welchen Plan verfolgen Lacríma und Namenlos? Was verbirgt Namenlos und warum kommt er Wolf bekannt vor? So langsam schwirrt mir der Kopf!


    Wenigstens konnten man sich während Falbes Geschichte am Lagerfeuer etwas entspannter zurücklehnen. Dieser Einschub um So?urd, der schließlich ständig erwähnt wird, hat mir gut gefallen. Nicht nur, dass das Motto vom Anfang wieder aufgegriffen wird - Manuel, wenn jede von Streunern überlieferte Geschichte mit dieser Formel beginnt, fühlst Du Dich dann selbst ein wenig als Streuner? ;) Mir gefällt auch, dass der Blick ein wenig umfassender wird und wir wieder etwas über die Welt von Lesh-Tanár erfahren. Aus dem gleichen Grund habe ich auch gerne etwas mehr zu den Umständen im südlichen Königreich erfahren, die ganz offensichtlich nicht so rosig sind, wie Wolf erwartet hat.


    Viele Grüße
    Breña

    "It is not true that we have only one life to live; if we can read, we can live as many more lives and as many kinds of lives as we wish."  S.I. Hayakawa


  • die seltsame Stimmung der drei Freunde nach Balders Tod hat mich etwas irritiert. Aber wahrscheinlich können sie als hartgesottene Streuner ihre Trauer nicht länger als unbedingt nötig zeigen, während sie ihm quasi die letzte Ehre erwiesen.


    Das fand ich angesichts ihres Hintergrundes schon völlig in Ordnung. Hätten sie allesamt nach dem Geheul am See noch mal gemeinsam eine Runde geflennt, wäre ich mehr irritiert gewesen.



    Gut fand ich aber, endlich mehr über Zilber zu erfahren. Nicht genug, dass er in die Hände des Schwarzmagiers fiel - kein Wunder, dass er tatsächlich ein Biest in sich trägt.


    Das fand ich auch höchst interessant. Und das erklärt auch, warum er mit Balder so dick befreundet war. Wahrscheinlich hätte er sich auch an Balders Statt das Fell abziehen lassen, wenn es den Freund gerettet hätte – wobei ... da sind ja noch ein paar Fragezeichen offen. Ich habe gerade auch noch mal zurückgeblättert. Offensichtlich hat keiner der Streuner den toten Balder gesehen. Falbe berichtet ja nur, daß Zilber und er zurückkamen, die Unterkunft verwüstet vorfanden, eine Schleifspur zum See und den an die Tür genagelten Fellfetzen entdeckten. Gibt es also wirklich eine Leiche? Und waren es wirklich Pelzjäger, die da aufgekreuzt sind?



    Lacrímas Einfluss auf Wolf geht mir langsam zu weit, sein Besitzdenken vernebelt ihm die Sinne.


    Mir gefällt das zwar auch nicht, aber ich kann es verstehen. Für Wolf ist das ja eine völlig neue Erfahrung, die bestimmt sehr reizvoll ist, zumal sie ihm auf dem Silbertablett präsentiert wurde. Welcher Mann schaltet da schon noch das Gehirn ein? ;)



    Außerdem frage ich mich, ob er tatsächlich zu Lúpa zurückkehren wird. Momentan ist das Potential ihrer Figur leider verschenkt, wenn sie tatsächlich nur noch als Fußnote in Wolfs Gedanken auftaucht.


    Auch richtig, aber was würde sie im Moment in der Geschichte sollen? Als Heilerin mit dem Heer von Téan Hu ziehen? Das wäre ja nun auch ein bißchen arg weit hergeholt. Solange sich die Ereignisse also nicht wieder nach Tanár verlagern, kann ich zwar über Wolfs Benehmen seiner Lúpa gegenüber den Kopf schütteln und die Augen rollen, aber das ist es dann auch.



    Ach, und was mir immer häufiger auffällt: Zilber kratzt sich ständig einen Reißzahn, mit Vorliebe den rechten. Leider kann ich mir unter dieser Geste reichlich wenig vorstellen, wenn sie nicht dazu dient, das Augenmerk auf eine seiner stärksten Waffen zu lenken.


    Zahnpastawerbung? ;D Aber es stimmt, das macht er häufig. Vielleicht sollte man ihm ein Päckchen Zahnstocher schenken, damit er die Fleischreste nicht mehr mit seinen Krallen vorholen muß ...



    Und habt ihr bemerkt, dass Wolf Balders Beil und die schwarze Kutte vermisst? ;)


    Ja, das ist ein weiterer Grund, warum ich an diese Pelzjäger-Geschichte und einen toten Balder nur noch bedingt glaube. In der Unterkunft hat sich etwas ganz anderes abgespielt, da bin ich mir ziemlich sicher. Zumal Balder ja auch nichts von der Idee hielt, sich beim Heer zu melden. Oder ob er da etwas inszeniert hat, um sich auf anderen Wegen dem Schnitter zu nähern? Aber würde Balder Zilber einfach so zurücklassen? Nein, das dann wohl doch nicht. Also wurde er vielleicht entführt, ich könnte mir denken, daß der Schnitter an jemandem mit Balders magischen Fähigkeiten auch Gefallen und Bedarf hätte.



    Woher Lacríma aber wiederum die Details über Zilber kannte, und vor allem weshalb sie dennoch Wolf ausgefragt hat, das wird hoffentlich noch beantwortet, ihre Erklärung ist mir noch zu dünn.


    Ich glaube durchaus, daß man in Orilac einiges über Zilber auf den Straßen hören kann, aber sicher nicht alles, was sie da aufgetischt hat. Wobei ja auch noch die Frage ist, ob sie nicht einiges „geschönt“ hat, wie bei Wolf auch. Ich kann mir nicht vorstellen, daß sie Wolf damit einen Gefallen getan hat. Die Erfahrung, die sie ihm angedichtet hat, hat er nun einmal nicht, das muß doch einfach auffallen.



    Unterwegs kann Wolf zwar als Hauptmann angenehmer reisen als die Soldaten, dafür muss er sich mit immer undurchsichtigeren Motiven und verzwickteren Verhältnissen aller Beteiligten rumschlagen. Wem schickt Zilber eine Brieftaube? Wer ist Curúcor? Welchen Plan verfolgen Lacríma und Namenlos? Was verbirgt Namenlos und warum kommt er Wolf bekannt vor?


    Berechtigte Fragen. Zilber sprach davon, der Osten würde es danken. Ich vermute also, der Empfänger sitzt in Orilac, wahrscheinlich am dortigen Hof. Aber in welcher Funktion? Und was hat Zilber geschrieben? Einfach nur eine Warnung? Was Namenlos angeht bzw. Wolfs Gefühl ihn zu kennen: Natürlich könnte dieser Geruch an Lacríma hängen, aber das wäre mir zu platt. Könnte Namenlos einer der beiden Belauschten vom Anfang sein? Wolf hatte dort Probleme, die individuellen Gerüche aufzunehmen, daher wäre es naheliegend, wenn ihm dieser jetzt zwar irgendwie bekannt vorkommt, er ihn aber nicht zuordnen kann. Ich mag nämlich an die hier geäußerte Theorie, daß der zweite Verschwörer an der Ruine Várun gewesen sei, nicht glauben. Das hatte ich ja zum vorigen (?) Abschnitt schon dargelegt. Allerdings spricht ein Punkt gegen Namenlos als Schnitter-Anhänger: Dann könnte ihm egal sein, daß Lacríma und Wolf durch ihre Verliebtheit in Gefahr geraten könnten. Er sagt ja explizit: „Du und Hauptmann Wolf, ihr würdet am bittersten büßen müssen.“ Daß er sich um Lacríma sorgt, weil er in sie verliebt ist, könnte ich verstehen, aber Wolf müßte ihm dann eigentlich egal sein, was er aber wohl nicht ist. Andererseits gibt genau das Gespräch, in dem Namenlos diese Aussage trifft, auch Anhaltspunkte für eine Zugehörigkeit zum Schnitter. Hm. Ob Namenlos ein Doppelagent ist? Warum hat er sonst so einen blöden Namen, wenn er nichts zu verbergen hat?



    Wenigstens konnten man sich während Falbes Geschichte am Lagerfeuer etwas entspannter zurücklehnen. Dieser Einschub um So?urd, der schließlich ständig erwähnt wird, hat mir gut gefallen. Nicht nur, dass das Motto vom Anfang wieder aufgegriffen wird - Manuel, wenn jede von Streunern überlieferte Geschichte mit dieser Formel beginnt, fühlst Du Dich dann selbst ein wenig als Streuner? ;)


    Schließe mich dem Gefallen und der Frage an ;D



    Aus dem gleichen Grund habe ich auch gerne etwas mehr zu den Umständen im südlichen Königreich erfahren, die ganz offensichtlich nicht so rosig sind, wie Wolf erwartet hat.


    Ja, da scheint es anders zuzugehen als in Tanár oder Téan Hu. Mit Unterstützung durch die Bevölkerung können die Landsknechte wohl kaum rechnen, eher schon das Heer aus Téan Hu. Das verspricht interessant zu werden. In dem Zusammenhang fällt mir wieder ein: Namenlos sprach davon, gegen wen und was er schon alles gekämpft hat. Ich kann mir grundsätzlich etwas unter Reitern und Fußsoldaten vorstellen, mittlerweile auch unter Kampfstreunern, auch unter elbischen Bogenschützen und zur Not sogar etwas unter Dunkelalben. Ob Landechsen und Flughunde in Lesh-Tanár das sind, was ich dahinter vermute, steht schon auf einem anderen Blatt, aber was sind Schlaggleiter und Moorschleicher? Zu denen wüßte ich doch gerne ein paar Details mehr, oder lernen wir die noch kennen?


    Schönen Gruß
    Aldawen

  • Das fand ich angesichts ihres Hintergrundes schon völlig in Ordnung. Hätten sie allesamt nach dem Geheul am See noch mal gemeinsam eine Runde geflennt, wäre ich mehr irritiert gewesen.


    Hm, anders formuliert: mich hat gewundert, dass die Trauer vor allem für Zilber so schnell abgeschlossen war.


    Auch richtig, aber was würde sie im Moment in der Geschichte sollen? Als Heilerin mit dem Heer von Téan Hu ziehen? Das wäre ja nun auch ein bißchen arg weit hergeholt. Solange sich die Ereignisse also nicht wieder nach Tanár verlagern, kann ich zwar über Wolfs Benehmen seiner Lúpa gegenüber den Kopf schütteln und die Augen rollen, aber das ist es dann auch.


    Stimmt, im Moment wäre sie fehl am Platz, trotzdem bleibt eine leichte Unzufriedenheit. Das ist ähnlich wie mit den Scherenschrecken: erst neugierig machen, dann zappeln lassen. ;)


    Zahnpastawerbung? ;D Aber es stimmt, das macht er häufig. Vielleicht sollte man ihm ein Päckchen Zahnstocher schenken, damit er die Fleischreste nicht mehr mit seinen Krallen vorholen muß ...


    Welcher Streuner braucht schon Zahnstocher? ;D Als charakteristische Geste passt es auch hervorragend, aber ich sehe halt vor meinem inneren Auge immer, wie er am Zahn kratz, und nicht in den Zwischenräumen puhlt. Ja, ich zähle Erbsen, aber das Bild hat sich nun festgesetzt. (Was andererseits gut ist, weil es beweist, dass ich beim Lesen sehr deutliche Bilder vor Augen habe. ;))


    Ja, das ist ein weiterer Grund, warum ich an diese Pelzjäger-Geschichte und einen toten Balder nur noch bedingt glaube. In der Unterkunft hat sich etwas ganz anderes abgespielt, da bin ich mir ziemlich sicher.


    Dazu habe ich währed des Lesens des nächsten Abschnitts so eine Idee gehabt ... Allerdings bin ich schon wieder spät dran und kann dort erst später antworten. ::)


    Viele Grüße
    Breña

    "It is not true that we have only one life to live; if we can read, we can live as many more lives and as many kinds of lives as we wish."  S.I. Hayakawa


  • Hm, anders formuliert: mich hat gewundert, dass die Trauer vor allem für Zilber so schnell abgeschlossen war.


    Ist sie das? Ich habe eigentlich nicht den Eindruck, aber Zilber ist sicherlich auch nicht gerade jemand, der seine Gefühle nach außen trägt.


  • Welcher Streuner braucht schon Zahnstocher? ;D Als charakteristische Geste passt es auch hervorragend, aber ich sehe halt vor meinem inneren Auge immer, wie er am Zahn kratz, und nicht in den Zwischenräumen puhlt. Ja, ich zähle Erbsen, aber das Bild hat sich nun festgesetzt. (Was andererseits gut ist, weil es beweist, dass ich beim Lesen sehr deutliche Bilder vor Augen habe. ;))


    So war's gedacht: daß sich das Bild "festsetzt", als eine Art Leitmotiv für Zilbers natürliche "Waffen" - und für seinen Rachedurst (wir erinnern uns: Das Herumkratzen taucht zum ersten Mal direkt nach der Geschichte mit dem Schwarzmagier auf, der ihn verhext hat, s. S. 106).


    Was Lacríma und den Namenlosen angeht, so freue ich mich natürlich diebisch, daß Ihr so unsicher seid, auf welcher Seite die beiden tatsächlich stehen. Das war beim Schreiben beabsichtigt. Ich bin gespannt, was Ihr in der Rückschau sagen werdet, sobald Ihr die Auflösung kennt. :)



    Wenigstens konnten man sich während Falbes Geschichte am Lagerfeuer etwas entspannter zurücklehnen. Dieser Einschub um So?urd, der schließlich ständig erwähnt wird, hat mir gut gefallen.


    Schön! Mir war wichtig, nicht nur einen Teil der umfangreichen Mythologie der Streuner einzuflechten, sondern auch den zentralen Konflikt, nämlich die Usurpation der Macht, die Entthronung (und letztlich Vernichtung) der herrschenden Instanz, noch einmal in kompakter, verschlüsselter Form aufzugreifen. Habt Ihr bemerkt, daß der mythische König Rósgurd passiv, ja geradezu machtlos erscheint, während So?urd es ist, der durch seine magisch wirkende musikalische Begabung das Geschehen am Hof (mit-)steuert? Daß So?urd um diesen Einfluß, diese "Macht" gebracht wird, spiegelt quasi den Tod der Könige und den dem zugrundeliegenden Plan des Schnitters in der Romanhandlung - nur daß in letzterer natürlich jemand eingreift ... ;)



    Manuel, wenn jede von Streunern überlieferte Geschichte mit dieser Formel beginnt, fühlst Du Dich dann selbst ein wenig als Streuner? ;)


    Offenbar steh ich auf der Leitung, aber selbst nach längerem Nachdenken erschließt sich mir der kausale Zusammenhang zwischen dem einen und dem anderen nicht. :-[ Als Autor des Buches jedoch müßte ich in bezug auf die Frage wohl lügen, wenn ich sie mit "nein" beantworten würde ... :D




    (...) aber was sind Schlaggleiter und Moorschleicher? Zu denen wüßte ich doch gerne ein paar Details mehr, oder lernen wir die noch kennen?


    Zumindest letztere erhielten ursprünglich im Finale eine entscheidende Rolle, fielen aber später der "Schere" zum Opfer. :-[ Na ja, vielleicht erfahren wir's im nächsten Buch ... ;)

  • Balders Tod hat mich noch ganz schön beschäftigt - da gibt es noch ein paar Dinge, über die ich nachdenken musste. Zilber hat den Pelzjäger verfolgt, dieser soll Balders Fell aber schon verkauft haben. In so kurzer Zeit? Und was mich stutzig gemacht hat: Zilber wollte nicht herausfinden, an wen es verkauft wurde? Zumindest hörte sich das für mich so an. Dann natürlich noch die Geschichte, die Falbe vorträgt (und die für mich eine ganz tolle Atmosphäre hatte). Ist es nicht ein zufälliger Zufall, dass es dort auch um den "Raub" eines Fells ging? Warum hat Falbe genau diese Geschichte ausgewählt - weiß er vielleicht etwas über Balders Verbleib? Immerhin ist er da ja mit Zilber "etwas klären" gegangen, so dass Balder allein war. Vielleicht wurde Balder ja entführt, und es sollte so aussehen, als ob er tot ist. Aber wie passt seine fehlende Waffe und der verschwundene Umhang dazu? Auf jeden Fall beobachte ich Falbe nun etwas genauer...


    Von Zilber haben wir nun etwas mehr über seine tragische Vergangenheit erfahren, trotzdem wirkt er immer rätselhafter auf mich. Vielleicht, weil ich ihn so gar nicht einschätzen kann. Oder weil nun Balders ausgleichende Art fehlt. Aber er tut ja auch rätselhafte Dinge - beispielsweise diese Nachricht, und plötzlich kann er doch schreiben! Das macht auch Wolf skeptisch, auch wenn er später doch an einen Liebesbrief glauben will. Was für eine Vorstellung...


    Der Namenlose (bei DEM Namen muss man doch etwas zu verbergen haben) und Lácrima stehen also auf einer Seite - bleibt nur die Frage, auf welcher (und was sie genau vorhaben). Die Albin scheint sich aber wirklich in Wolf verguckt zu haben, was wohl nicht zu ihren ursprünglichen Plänen passt. Sollte Wolf auf andere Art überzeugt werden oder spielte er da gar keine Rolle? Aber dazu würde die Sorge des Namenlosen um ihn nicht passen, er scheint ihm ja auch freundlich gesinnt zu sein. Und Wolf hat das Gefühl, ihn irgendwoher zu kennen - auch wenn er das mittlerweile anzweifelt. Hm, vielleicht ist er ihm ja begegnet, als er noch Soldat war?


    Die Figur von Syrfil Silberdistel finde ich auch sehr interessant, der Name hatte es mir auch gleich angetan. Ich bin gespannt, ob wir noch etwas mehr von ihr erfahren.
    Außerdem frage ich mich noch, wie ich mir hier Dunkelalben vorstellen muss. Wenn Alben Mischlinge zwischen Menschen und Elben sind, müsste das doch auch für Dunkelalben gelten, oder?
    Übrigens ist mir erst jetzt aufgefallen, dass sich die Streuner-Figuren am Anfang des Kapitels immer abwechseln... :-[


  • Habt Ihr bemerkt, daß der mythische König Rósgurd passiv, ja geradezu machtlos erscheint, während So?urd es ist, der durch seine magisch wirkende musikalische Begabung das Geschehen am Hof (mit-)steuert?


    Ehrlich gesagt: nein. Für mich war es die Geschichte um So?urd und Gurlóki, in welcher der König eben nur eine untergeordnete Rolle spielt.


    Offenbar steh ich auf der Leitung, aber selbst nach längerem Nachdenken erschließt sich mir der kausale Zusammenhang zwischen dem einen und dem anderen nicht. :-[ Als Autor des Buches jedoch müßte ich in bezug auf die Frage wohl lügen, wenn ich sie mit "nein" beantworten würde ... :D


    Ach ja, da habe ich nicht bedacht, dass eine von Streunern überlieferte Geschichte nicht zwangsweise von einem Streuner erzählt werden muss. Ich hatte im Hinterkopf, dass Streuner ihre Geschichten mit der Formel beginnen, die Du auch als Motto an den Anfang des Buches gestellt hast, und daher ...

    "It is not true that we have only one life to live; if we can read, we can live as many more lives and as many kinds of lives as we wish."  S.I. Hayakawa

  • Die Figur von Syrfil Silberdistel finde ich auch sehr interessant, der Name hatte es mir auch gleich angetan. Ich bin gespannt, ob wir noch etwas mehr von ihr erfahren.


    Zumindest eins kann ich versprechen: Sie spielt in anderen Romanprojekten eine wichtige Rolle. Genau wie auch ihr Bruder ...



    Außerdem frage ich mich noch, wie ich mir hier Dunkelalben vorstellen muss. Wenn Alben Mischlinge zwischen Menschen und Elben sind, müsste das doch auch für Dunkelalben gelten, oder?


    Die Dunkelalben wirst Du später im Buch noch genauer kennenlernen. Mit den Elben/Alben haben sie nicht viel zu tun, bis auf daß sie ebenfalls "unsterblich" sind. Tatsächlich sind sie eine Art Dämonen, magische Kreaturen, die durch gefährliche Rituale heraufbeschworen werden können.


  • Zumindest eins kann ich versprechen: Sie spielt in anderen Romanprojekten eine wichtige Rolle. Genau wie auch ihr Bruder...


    Hui, na das klingt ja vielversprechend - und so, als ob ich meine Neugier auf Syrfil Silberdistel irgendwann stillen kann. ;D



    Die Dunkelalben wirst Du später im Buch noch genauer kennenlernen. Mit den Elben/Alben haben sie nicht viel zu tun, bis auf daß sie ebenfalls "unsterblich" sind. Tatsächlich sind sie eine Art Dämonen, magische Kreaturen, die durch gefährliche Rituale heraufbeschworen werden können.


    Danke für die Aufklärung! :) Dann bin ich ja schon mal gespannt, was für Dämonen das sind...

  • Hallo Ihr Lieben,



    Endlich erzählt Zilber etwas über seine und Balders Vergangenheit, wenn wohl auch nicht alles! Und man erhält einen kleinen Einblick in die Struktur der Gilden.
    Interessant finde ich auch, dass Zilber meint: "Der Thron von Orilac gehört seit jeher den Menschen!" Mal abwarten, was das genau bedeutet.
    Auch das Märchen das Falbe am Feuer vorträgt verrät etwas mehr über die Vergangenheit.


    Ja, das fand ich auch beides sehr spannend, dass wir hier etwas mehr über die Vergangenheit der beiden erfahren. Ich hatte auch so das Gefühl, dass das Märchen von Falbe noch mehr Hintergründe hat, als nur ein Märchen erzählen zu wollen. Bin schon gespannt, ob sich das wirklich noch so ergibt.


    Dass Balder wirklich tod ist, glaube ich ja immer noch nicht so recht. Sie haben seine Leiche nicht gefunden und ja auch anscheinend nur einen Teil von seinem Fell, oder?



    Der Namenlose (bei DEM Namen muss man doch etwas zu verbergen haben) und Lácrima stehen also auf einer Seite - bleibt nur die Frage, auf welcher (und was sie genau vorhaben). Die Albin scheint sich aber wirklich in Wolf verguckt zu haben, was wohl nicht zu ihren ursprünglichen Plänen passt. Sollte Wolf auf andere Art überzeugt werden oder spielte er da gar keine Rolle? Aber dazu würde die Sorge des Namenlosen um ihn nicht passen, er scheint ihm ja auch freundlich gesinnt zu sein. Und Wolf hat das Gefühl, ihn irgendwoher zu kennen - auch wenn er das mittlerweile anzweifelt. Hm, vielleicht ist er ihm ja begegnet, als er noch Soldat war?


    Ja, auf welcher Seite Lácrima und der "Namenlose" (ich stimme übrigens voll und ganz mit dir überein, dass der etwas zu verbergen hat, bei diesem Namen... ;)) ist mir auch noch nicht so ganz klar. Ich habe auch nicht so ganz verstanden, wieso Lácrima mit ihm das Bett teilt und sich gleichzeitig wohl doch in Wolf verliebt hat? :-\ Und warum sollte sie Wolf überhaupt verführen? Im Moment bin ich da noch etwas ratlos!
    Gut finde ich aber, dass Wolf jetzt wohl doch mal einen Schlussstrich gezogen hat! War ja mal Zeit, dass sein Verstand wieder einsetzt! ::) ;D


    Dass Lácrima auch Wolf gleich so einen hohen Rang verpasst, habe ich zuerst auch etwas skeptisch gesehen: Ein Hauptmann ohne Erfahrung auf dem Weg in den Krieg? Aber Wolf war ja zumindest wirklich vorher Soldat und es wurde ja noch nicht erwähnt, ob er dabei seinen Job gut oder schlecht gemacht hat, von daher lassen wir uns mal überraschen. Bei Zilber hat sie es ja ganz gut getroffen, obwohl auch mich interessieren würde, woher sie so viel über ihn weiß. Irgendein Geheimnis verbirgt Zilber noch, bin schon gespannt, was da noch kommt.


    Der Empfänger des Briefes, den Zilber versendet, würde mich auch sehr interessieren. Ich denke fast, dass er mit dem König dort kommuniziert? Wenn er nicht selber irgendwie vom König abgeordnet wurde?


    Fragen über Fragen, da hilft wohl nur :lesen:


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

  • so, also erstmal : ich habe meine schwierigkeiten damit mir vor zu stellen, dass ein streuner (der für mich ein üebrdimensionaler hund ist) und eine albin (die ich näher an einen menschen anlehne - mit ausnahme der ohren) sich das lager teilen :vogelzeigen::o bzw ich will mir das gar nichts vorstellen - ein hund und ein mensch ... bäääh


    ansonsten namenlos und lacrima ... für mcih sind das momentan eindeutig die bösen und wolf ist und bleibt nervtötend und doof


    viel interessanter finde ich die (lebens)geschichten von balder und zilber.


    auch hätte ich es als hilfreich und schön empfunden, wenn mal endlich klartext über wolfs militärische vergangenheit gesprochen würde - immer nur diese andeutungen ::)

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen